Einzelbild herunterladen
 

I

l.

iütl

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

*** **tU< «tMMn*»«C 81.^ aXSuiT1*1* * *"**' Jllustrirtes Sonntagsblatt. Redaktion: Markt 21. Telephon 65.

sprtea

_ _ . au^? J?" ®onn mjb Feiertllgen. ^JT♦¥-/* Aktzeigen nehmen entgegen: dir Expedition dieser Blattes, die Annoncen-

Ito IS O»-rt«l».«bonntmentz-Prei^ btt d.k EMdttian 2 Mi., bei allen Bureaux von Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Mägde- Sgl

' 10 Bestttlgeld). ArsertümSaebühr: di. OQ innn »arg, Wien: Rudolf Mosse, Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln; 30. Zahlg.

tiyüww griU oder deren Raum 10 Vfg ReLamrn: d« Zeile 25 Pfg. . 23. 1900. 6. L. Daube & Co., Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris re.

rbrtk,

:nau 15. anco.

fee. s

de

Mittel einet

s, Haare ippen*

1,

1S.W1

ei L

M

)t m höchsta 2 8tt wein« ltgegw.

; 6md rartiga ?c«$, und «.

Was haben wir denn mit all nuferer ängstlichen W und Zurückhaltung erreicht? Wir haben nur die Engländer zu neuen Unverschämtheiten veranlaßt. « wirkt fast tragikomisch, wenn man in derTimes*

Kit wachsender Entrüstung hatte das deutsche Volk m-ornmkn, wie englische Kriegsschiffe einen deutschen KeichSpostdampfer nach dem anderen wegfinge», wie britische Truppen ihren Fuß auf die Planken deutscher SchG setzten, die Dampfer zwangen, ihre Fahit zu vltcrbrechen und die gesammte Ladung zu löschen. Der alte Groll, den England in der Samoafrage mb anderen uns nahe berührenden Angelegenheiten jttvorgerufen hatte und den die BrUen durch die gaiferreife beseitigt wähnten, erwachte aus'S Neue Wd mit seltener und darum um so bemerkenSwnth rer Schmutzigkeit wendete fich die öffentliche Meinung gegen die englische Willkür, die vor der Flaggebe- fteimdeter* Staaten nicht Halt machen wollte. Mit Freuden vernahm man, daß auch die offizielle Vertretung des deutschen Volkes, der Reichstag, zu den englischen Uebergriffen Stellung nehmen, daß er in dieser nationalen Frage der Dolmetscher der Empfindungen des deutschen Volkes werden wollte.

den, W- der >fa!- urch inj( ich). <eot rg. dien .nig in

m

Feet

Jie Urir- >ie rtei**" nur 'rl

bau ** ssewtf.

Nachdruck verbotm

Der HochzeMag.

Roman von H. Palm ö Paysen,

n

gesncht.

<aniKk ören en etc, ce.

and

str. 7,

über bei dem Wollen blieb es auch. Schon das machte keinen günstigen Eindruck, daß matt, einem Wink aus der Wilhelmstraße Folge leistend, zwei­mal den Termin für die Einbringung der an- Mndigten Interpellation verschob, aus Furcht, die Zirkel der hohen Diplomatie zu stören. Trotzdem konnte man das begreiflich finden und auch wir meinen, daß derartigen Wünschen des Leiters unserer auswärtigen Politik Folge zu geben ist. Wir glauben andererseits aber auch, daß die geplante Aktion deffer ganz unterblieben wäre, wenn fie dem Grafen Lilow unüberwindliche Schwierigkeiten in den Weg stellte. So wie sie jetzt aurfiel, war sie halb und un> fertig und sie konnte nicht ihrem Zweck entsprechen. Der Begründer der Interpellation machte höfliche Verbeugungen vor den Engländer, der leitende Staate mann, der Herr Reichskanzler, hielt es nicht tzr nölhig, im Reichstag zu erscheinen, Graf Bülow war »ehr als reservirt und die Parteien selbst sagten lein Wort; ohne jede Begründung schnitten fie eine »esprechung der Interpellation ab. Soll diese Leise- ireierei der Ausdruck der Stimmung des deutschen Lölkes sein? Gewiß nicht und ein Gefühl der Ent- iiaschung wird wohl vielfach über den Ausgang der Aktion Platz gegriffen haben. Hetzreden gegen Eng­land hätten wir auch für inopportun gehalten, aber Mischen ihnen und dem Schweige», in das sich der Reichstag gehüllt hat, liegt noch ein drittes, eine virdige, aber entschiedene Aussprache. S t e hätten Äe gewünscht, nicht übertriebene Höflichkeit, die i«ade England gegenüber nichts weniger als ange­bracht ist.

(Fortsetzung.)

. Was Du mir weigertest, nahm ich ohne Erlaub- in Besitz. Ich umschlang Dich, küßte Deine , *®e, weiße Stirn und führte Dich als Braut au Jene« Abend heim.

Wenige Wochen danach, und Du warst mein an« Vkautes Weib.

Was Du, die Uubeuauute, mir als »Maria* »veseu, das verblieb. Die »Gräfin Maria* mit 2? großen Reichthümeru habe ich niemals kennen 1 l&rtrt. Aber bald, ach bald, eine immer nur steche i «arm.

Asta'S finstere Prophezeiung ging tu Er- itihmg.

!# Verfehlte Wirkung.

** Ein »großer Tag* wurde für die verfassungs- tnäBlge Vertretung der deutschen Völker erwartet.

Ein schweres, inneres Leiden warf Dich auf das ^ankeubett, und nimmer wieder solltest Du dasselbe klaffen.

w laufe _8_L, Äntt rte die w-

z . Nun wurdest Du mein Pflegling, lange, lauge

Der Winter ging darüber hin. Jumttteu 5 paradiesischen Welt, in der eS kein Verblühen Sterben, nur ein ewiges Auferstehen gab, welktest zarte Menschenblume, dahin. Gab es Trost Zürich, so war es der Gedanke, daß Du trotz des b^be» Geschickes glücklich warst, mich liebtest, nichts ^neres wolltest, als Dir geworden, und die Hoffnung Besserung nimmer verlorst. Bis zu jenem mt« Adligen Tage, da Dein aufmerksames Ohr des

Worte erhaschte: »UuheUbar und eS

liest, daß von verantwortlichen Staatsmännern nichl ein solch drohender Ton angewendet zu werden pflege, wie ihn Graf Bülow für angebracht g-halten habe. Das soll drohend gewesen sein? Die Herren Eng­länder scheinen auf einmal ein ungemeines Zartgefühl zu entwickeln, freilich am unrechten Platze. Sie vergessen, daß uns Unrecht widerfahren ist, daß England die Mißhelligkeiten ohne jeden Grund herbeigeführt hat, daß wir eine England wohlwollende Neutralität beobachtet haben und schon aus diesem Grunde die Rücksicht erwarten durften, die England urS euch heute noch nicht zu erweisen willens scheint. Denn schon wieder kommt die Nachricht, daß ein deutsches Schiff von einem britischen Kriegsschiff an der Mündung der Delagoa- bucht festgenowmen worden ist. Das Reuter'sche Bureau sagt, das Sch ff sei aus Australien mit Mehl für Transvaal gekommen. Nun aber hat England de» Vereinigten Staaten gegenüber bereits zugegeben, daß Mehl keine Kriegscontrebande ist. Soll da etwa Deutschland gegenüber anderes Recht gelten? Und solchen Vorkommnissen gegenüber will dieTimes* behaupten, der Ton des Grafn Bülow sei zu scharf gewe'en? N m, wir meinen, er hätte gut noch einige Nüancen entschiedener fein dürfen. Wir wären ihm dankbar gewesen, wenn er die Herren jenseits des Kanals darauf aufmerksam gemacht hätte, daß es von ihnen recht unklug ist, den Bogen allzu straff zu spannen, und daß die Regierung in ihrer aus­wärtigen Politik schließlich auch Rücksicht auf die Volksstimmung wird nehmen müssen. Und wenn die Herren Parteiführer dieser Volksstimwung in passenden Worten Ausdruck gegeben hätten, wenn f i e wenigstens mit der Sprache herausgerückt wären, statt fich in diplomatisches Schweigen zu hüllen, so hätten auch sie der herzlichsten Zustimmung im Volke sicher fein können. So aber war der Reichstag nicht das Sprachrohr der öffentlichen Meinung und die Wirkung der gut gemeinten Action war verfehlt, ver­fehlt nach außen und nach innen hin.

Umschau.

Wieder ein deutsches Schiff beschlagnahmt!

Unter dieser Ueberschrift drucken die Londoner Zeitungen triumphirend folgende Meldung desReuter- schen Bureaus* ans Lourenco Marques ab: Das deutsche Segelschiff »Marie*, aus Australien mit Mehl für die Transvaal-Regierung unterwegs, wurde vom britischen KriegsschiffPeloruS" unwest der Jnvakinsel an der Mündung der Delagoabucht festge­nommen und ist mit Zwangsbesatzung an Bord nach Durban geschickt worden.

ES ist schwer erfindlich, wie fich diese neue englische Rücksichtslosigkeit falls fie sich bestätigt mit den Seitens Englands der deutschen Regierung ge­gebenen Zustcherungen reimt. War nun die Zurück-

kann noch lange, lange währen* die erste und einzige Dissonanz, die plötzlich tu Deine stille Kammer, in Deine genügsame Seele hineintönte und ihre Auf­lösung erst durch Deinen Tod erhiell. Denn Dir brachte dieser Freund den ewigen Frieden, den Du 0 traurige Wahrheit auch mir zu geben hofftest durch Dein schauriges Opfer, Maria! Entlastung aller Pflichten, Freiheit, somit wieder eine Zukunft.

Dies Fehlen, dieser Jrrthum, diese Verwirrung Deines sonst so klaren Geistes war das einzige Leid, das Du theure Frau, in Deiner grenzenlosen Selbstlostgkeit und Selbstaufopfetung mir angethan aus Liebe. Die einzige schlimme, gegen Dich selbst gerichtete That Dein» weißen, linden Hand, die lebenslang nur Segen gespendet, Schmerzen ge­stillt, Kranke aufgerichtet hatte.

Als ich Dich nach stundenlangem Schlummer er­wecken wollte, nicht sogleich Dein zartes Gesichtchen in den Kiss-n fand, erst als das unselige, giftaus- hanchende Tuch bei Seite fiel, da half kein Liebes« wort, kein Flehen, Du schliefst den ewige» Schlummer, aus dem Dich Meuschenruf nicht mehr zu erwecken vermochte. Und in Deiner »och warmen. Hand fand ich, Maria, Deinen Abschtedsgruß, ein paar mit einem Stifte auf Papier schwach hingez-ichnete Worte, die mir das herzzerreißende Warum enthüllten.

»Ich möchte sterben, Ulrich, sterben, damst Du leben kannst. Meine Krankheit ist unheilbar und kann noch lange, lange währe», ich hörte eS heute. Sott, der in die Herzen der Menschen sieht, wird mir, daS hoffe ich, vertrauensvoll, die Sünde ver­zeihe», die ich heute begehen will, und auch Du, ge« liebter Man», der Du mir alles warst, aus beffen

Haltung des Reichstags am Platze? Wir glauben diese Frage um so mehr verneinen zu müsse», als die Be schlagnahme von den Londoner Blättern mit unver hohlenem Triumph begrüßt wird. Das ist ein schlechter Dank und ein Zeichen, daß das deutsche Geschütz nicht grob genug gewesen ist. Ma» wird mit Spannung näheren -Nachrichten entgegensehen können. Da England versprochen hat, amerikanisches Mehl nicht als Kriegsksnttebande zu behandeln, so müßte es in Deutschland als Schlag ins Gesicht empfunden werden, wenn für Mehl auf herrischen Schiffen nicht ohne weiteres dasselbe Recht gelten sollte.

Unehrliche Waffen.

** Die Beschlagnahme deutscher Dampfer durch die Engländer hat zweifellos einem großen Theil derer, die in Bezug auf die Vermehrung der deutschen Flotte abseits standen, die Augen geöffnet. Man hat klar erkennt, wohin wir geratheu, wenn wir nicht rüstig daran arbeiten, auch zur See eine achtunggebietende Streitkraft zur Verfügung zu habe». Diese Folge der englischen Hebelgriffe ist natürlich den Flotten­gegnern ein Dorn im Auge nnd sie versuchen daher auf alle erdenkliche Art und Weise zu verhindern, daß »an aus den Vorgängen der letzte» Zeit die entsprechenden Konsequenzen zieht. Bei diesem Be­mühen schießt dieKölnische Volkszeitung* mit einer geradezu perfide» Verdächtigung de» Vogel ab. Jüngst war durch die Blätter eine Notiz gegangen, wonach die englischen Marinebehörden bei den Beschlag­nahmen durch ihre Spione irregefühlt worden seien. Solche Spione hätte» sich an Bord der einzelnen Schiffe eingeschmuggelt und in den verschiedenen Hafen­städten die unglaublichsten Gerüchte weiterverbreitet. DieKölnische Volkszeitung* scheut sich nun nicht, de» Verdacht anSzuspreche», daß diese Spitzel Hintermännern dienten, welche an dem neuen Flottenplan schwerwiegende materielle Interessen hätten und deshalb aus vollem Halse schreien ließen:Seht wie rücksichtslos die Engländer auftreten: Da kann nur eine starke, der englische» ebenbürtige Flotte helfen!*

Wir könne» uns wohl begnüge», diesen Erguß des genannten Blattes niedriger zu hängen. Der Kuriosität halber sei bei dieser Gelegenheit erwähnt, daß dieKölnische Zeitung* die Veimuthung aus- spricht, die Buren hätten durch falsche Spionage die Beschlagnahme veranlaßt, um England Schwierig­keiten zu bereiten. Die Tante am Rhein wird offen­bar recht altersschwach.

Sozialdemokratischer Begriff von monarchischer Gesinnung.

DerVorwärts* schließt einen Artikel über monarchische Gesinnung mit folgenden Worten:

Jede ehrliche Ansicht hat ihr gutes Recht, auch wenn eS nur eine rein geschäftliche Ansicht ist. Würden die Junker sagen: Wir brauchen die Monarchie, um die Bourgeoisie niederzuhalten, oder würden die Bourgeois

pflegender Hand ich vielmehr znrückempfing, als die meinige Dir zu geben je im Stande war. Dank Dir, mein Freund, und möge Dir der Himmel noch ein größeres, reines Lebens glück beschere», wie Tu eS tausend Mal um mich verdientest. Das der letzte, heiße Wunsch Deiner Maria.'

Dies Dein Flehen, Maria. Der Himmel hat eS anders gewollt.

Ein großes, reines Lebensglück!

Wie ein goldener Traum umspann die Ahnung davon meine Sinne. Ich sah es vor mir das ver­düsterte Dasein plötzlich blendend erhellte, dem ich sehnend folgte, um in die bis jetzt für mich uner­reichte Sphäre derer zu gelangen, die sich,die Glücklichen nennen.

Zu schnell erlosch der himmlische Glanz! Auf dem verdunkelte» Wege verlor ich die Richtung, fand eben noch den liebvertrauten Weg zu Dir zurück.

Dies zum Gedüchtniß Dir, Maria!* * *

*

Es waren mehrere Tagen nach jenem für Gisela so erregt endigenden Ausritt verstrichen. Der Rath hatte die Zest für die heimlich geplante Reise in­zwischen klug ausgenntzt, fich einen Urlaub erwirkt, verschiedene Amtssachen erledigt, Fahrkarten bestellt und heute, am Vo: abend seines Reisetages, feinen Koffer packen lassen, auch Gisela dazu veranlaßt und fie nun erst in letzter Stunde von der Reise in Keuntniß gesetzt. Er ließ sie fammt den Dienstboten in dem Glauben, daß es an die See ginge, obgleich er als Ziel Bellagio festgehalten hatte.

Für das eine und andere gab eS gewichtige Gründe für ihn.

sagen: Wir brauchen dis Monarchie, um die Junker nieder­zuhalten, oder würden beide sagen: Wir brauchen die Monarchie, um die Arbeiter niederzuhalten, so wäre dagegen weiter nichts einzuwenden Aber sie sollten endlich von einer Heuchelei lassen, die nachgerade sehr schäbig geworden ist, was die neulichen Verhandlungen des Abgeordnetenhauses wieder in tröstlicher Weise gezeigt haben Am wenigsten täuschen sie mit dieser Heuchelei, auf deren Täuschung es ihnen in erster Reihe ankommt: die Arbeiter.

Im Verlauf feiner Ausführungen hat derVor­wärts* wiederholt die morarchische Gesinnung als Sache des Geschäfts, des Profits, des materiellen Vortheils bezeichnet. Das ist ein nettes Zeugniß für die Charakterlosigkeit der Sozialdemokratie, daß fie die ehrliche Uebrrzeugung anderer nicht nur nicht gelten läßt, sondern ihrschäbige* Motive unterlegt. Da man aber einen ander» nicht hinter einem Busche sucht, hinter dem man nicht selbst schon gesteckt hat, kann man aus dieser niedrigen Denkart der Social- bemotratie über andere schließen, was man von den socialdemokratischen Ueberzengungen undIdealen* zu halten habe» mag.

Die Lage in Natal.

* Noch immer liegt die erwartete Nachricht von dem Zusammenstoß der beiderseitigen Streitkräfte nicht vor. Zwar kommt aus London die Meldung, General Warten habe die Buren angegriffen, aber wann, wo und unter welchen Umständen, wird nicht mitgetheilt. Es läßt sich also wohl annehmen, daß diese Meldung wie so viele andere der jetzt umherschwirrenden nur auf Kombinationen beruht. Der englischen Vorwärts­bewegung fehlt offenbar die energische Stoßkraft. Denn eine entschlossene Bewegung hätte im Laufe des 18. und 19. mindestens zu einem Zusammen­stöße mit den Buren führen müssen, die, selbst nach englischen Berichten, nut 8 bis 10 Kilometer von der Uebergangsstelle der Division Warten entfernt lagen. Auch scheint dieser Vorstoß wieder nicht im Sinne der neuen Taktik avsgeführt zu sei», da von englischer Seite gemeldet wird, daß man einen Theil des Gros bei Colenso hinten stehen gelassen um ein Vordringen der Buren auf Durban (!) zu verhüte». Wollte General Buller Erfolge erzwingen, so mußte er mit möglichst überlegener Macht den Tugela hinaus marschiren und de» Angriff auf die Buren von Westen her mit ganzer Kraft in die Wege leite».

Ob es ihm jetzt gelingen wird, die Buren zu schlagen, erscheint zweifelhaft, wenn man folgendes liest:

Die Truppe» Bullers befinden sich jetzt in einer Thalschlucht, die sich vom eigentliche» Tngelathale allerdings direkt »ach Ladysmith wendet, aber rings« von Höhenzügen eingeschlossen ist, die bis zu 5000 Fuß aus der höchstens 3000 Fuß über dem Meere liegenden Thalsohle ansteigen und feit langer Zeit von den Buren befestigt find. Es ist gar nicht ab­zusehen, weshalb die auf dem Zwartskop mit schwerer

Daß Frau v. Heldhausen in seinem Hause stets zur Zeit seiner Abwesenheit vorsprach, erschien ihm auffällig genug, um deshalb sein Hausmädchen einem kurzen Verhör zu unterziehe», gleich schon an jenem Abend, a» dem man mit der Gnädigen auf der Chaussee zusammengetroffen war.

In gemüthlich zutraulichem Tone fragte er en passent, wann denn die Dame gekommen sei, und brachte damit das kleine geschwätzige Mädchen zum Plauder».

Kaum eine Minute verstrich, da war da» Räthsel gelöst, da wußte der Herr Justizrath, wie gut, wie leutselig, wie freigebig die gnädige Frau sei. Die Freundschaft der Barbara aus der Anstalt mit ihr, der Guste, bestehe freilich erst seit jenem Tage, da die Barbara von- der vornehmen Dame dem Herrn Justizrath ein so großes Schreiben habe ins HauS bringen müffe». Mau habe fich dann gegenseitig von feinen Herrschaften erzählt, hier und dort des Lobes voll, den» der Herr Justizrath seija immer so gut mit fie gewesen* und ebenso das gnädige Fräulein. Als die Barbara die gesehen, da sei fie ganz entzückt von sie gewesen*, und sie, Guste, habe immer von dem gnädige» Fräulein erzählen müssen. Was sie alles thäte und könne undmit wem fie ginge, und habe das auch getha» und erzählt, daß der Herr Leutnant fie neulich beim Serinen im Walde glücklich gerettet und noch ebennorm Schummern* nach Hanse gebracht, und wie fix fie reiten könne,was die Gnädige anS der An­stalt* auch hätte gern einmal sehe» mögen, aber doch zu spät gekommen wäre, den» der Herr Justizrath fei gerade eben ins Feld geritten