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Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg ««d Kirchhain.
Jllustrirtes Sormtagsblatt. "~Wd"* *SÄtTÄ';""ta Ste6TO
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a M., bei allen Bureaux von Haasmstein & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magd«- qk Ctrttw«
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Mit Hohn thrtlt der .Vorwärts" den .Genossen" ^k, dse Auslassungen, die er .weinerliche Klage" nennt,
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Man kann sich also ungefähr denken, welche» iifluß durch dieses Agitattonsmittel die Sozial-
Nachdruck verboten
Der Hochzettstag.
Roman von H. PalmS Paysen.
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alt. i wokratte auf die Landbevölkerung zu gewinnen 6 —O. Schon das Titelbild des .Märkischen Land, ____Gj ^ar" ist für den Zweck des Kalenders bezeichnend: Meute find auf dem Felde beschäftigt, während !!♦ b Herrschaften stolz vordeireiten. Darunter steht: lach bi ackerst und du sä'st. Und du nietst und du iölzerr ast, Und du hämmerst und du spinnst — Sag', n. (41 8olf' was du gewinnst?" Und nun erst die AuS- ikretari JJ® der kleine» Artikel. Zuerst wird auf den
und rühmt, daß beispielsweise beim .Märkische» F"j6ottt,e eine Auflage von 200000 Exemplaren ****”' k nicht gereicht habe.
Die sozialdemokratische Kalender- Agitation.
k. Auf die planmäßige Agitation der Sozial- kratie durch billige oder uueutgeltlich verthetlte »der ist seit Jahren schon tu der Presse hinge- worden. Ma» hat aber im Lande vielfach de dieser sehr gefährlichen Agitationsart leider ,u wenig Beachtung geschenkt und dadurch ist auf dem platten Lande der sozialdemokratische itatio»Skalender in weit größerer Zahl verbreitet man glaube» mag. Sehr zutreffend schreibt die ringer .Dorfzeitung" über diese in Hundert- fende» verthetlte» Gratiskalender, die allmählich alten Familienkalender zu verdränge» beginne»: .Für Bauern ist der Kalender ost die einzige , fite, der er sich gewissenhaft widmet. Bet der >0 samkeit, die dem Bauer innewohnt, wird er, so- . 190i|tlD er unentgeltlich in d-n Besitz eines solchen sozial' okratischeu Kalenders gekommen ist, auf den Kauf eS bisher stets angeschafften HauS- und Familie», nders verzichte». Da er speziell für de» Bauer« — Thüringer Lavdbote nennt er fich — , findet man darin de» hundertjährigen Kalender, - - ühschiäge in landwirthschaftlichen Angelegenheiten, ' achgeber bei Unglücksfälle», Portotarif u. s. w mscheu diesen Artikeln sind die sozialdemokratischen Löchlein eingestreut, die speziell auf die Land- evölkerung zugestutzt find. Man kann eS offen an», «chen, daß dieser sozialdemokratische Kalender eine wße Gefahr für unsere größentheils der Sozial- emokratie jetzt »och abgeneigte Landbevölkerung ist."
- I - J®a6 "brr galt mir dazumal dies schimmernde mod Bellagio, was galt mir Welt und Leben, ’ji JJ ™ schwache, kaum noch pulfierende Lebe» in mir, 2 Iw Hülle meinen Name» ttng!
|4 blls es langsam in meinem Geist zu dämmern . ! e®=tt, das Bewußtsein: Noch lebst Du und wüst "i J ^icht noch eine Weile weiterlebe», hilflos wie ein g« °°> hilflos und fast bewegungslos, da wars, Maria, r i t« l7 zuerst geschaut; als ein zartblasses Wesen schmalem Gesicht und große» schimmernden Augen, tauchtest Du vor meine» matten Blicke» auf. j7 . ^aria" nannten Dich die Samen Rohde, anders t u ich Dich dorten nimmer nenne». Auch ich hieß ; sr A so. Wer Du warst und woher Du kamst, i*4 ich nicht. Und weiteres, als Dich um mich *l * ''Heu und Dich rufe» zu könne», weiteres that M nicht noth.
.Allmählich, ganz langsam ward es lichter um tv « Wie der ruhige Schein eines still brennende» VJL ?^iichtes, so erschien mir Deines Wesens Helle, g zarte» Sorge ruhiges Wallen.
iür:S-.ä ward mir wohl im Krankenzimmer, ich be- c ... !“.e8 iulieben, dieses stille, hohe, lustige Gemach k schbueu Bilder» an der zartgetönte» Wand, ”tz de» hellgrünen, sonst fächelnden Seidengardinen weit offenen Fenstern, durch die Tu mir den ■•ei he rein ließest, der fich draußen als Hefige "chimmernde Glocke über See und Berge wölbte.
Siegeslauf" der Sozialdemokratie hingewiesen und ttrat, daß diesem Jahrhundert der Sieg der Arbeit Ore. Folgt eine Würdigung des Ausspruches des ante r aisers über Wohnungen von Landarbeitern (.Es ■ ’S dafür gesorgt werden, daß nicht etwa die tu 2l, chtveintstalle beffer find als die Ardesteiwohnungen"), h «. eine Abhandlung über die den kleinen Land- H l®n so schädliche .Freßfreiheit der Hasen". Da- r* werden Gestade und Landarbeiter über die ». s ~ —
ihnen zustehenden Rechte belehrt. Kurze Abhand lange» über die .Arblitsbiene» und die kapitalistischen Bären", die Bestrebungen »ud Erfolge der Sozialdemokratie bei de» Wahle», sowie tendenziöse Au» züge aus Reichstagsrede» bilden den Schluß des .belehrenden" Th-iles.
Man sollte dieser Agitationsmethode gegenüber wachsamer sein und Vorkehrungen dagegen treffe». Es ist schon in einzelne» Gegenden derart vorgegangen worden, daß man die sozialdemokiatischen Kalender — natürlich mit Einwilligung der Empfänger — wieder abgeholt und gegen bessere Kalender vertauscht hat. Dieses Vorgehen ist im großen Stil zu em pfehle». Um aber der Kalenderagitation wirksam entgegentreten zu können, ist es vothwevdig, daß ein direkt auf de» Kampf gegen die Soziaidemokeatie zugeschnittener, für die Landleute berechneter, interessanter, unterhaltender und b-lehrender Kalender in großen Mafien hergestellt und gratis verbreitet werde. Um das rechtzeitige Erscheine» zu ermöglichen, müßten allerdings ungesäumt die Vorbereitungen dazu ge troffen werden.
Umschau.
Die Dampferbeschlagnahmen.
Etwas kräftiger als in der .Köln. Ztg." ist die Sprache, die im „Hamb. Korr." ein Artikel führt, der gleichfalls wohl auf Wünsche unb Informationen des Auswärtig?» Amts zuriickzuführe» ist. Es wird hervorgchobcn, daß der .Bundesrath" am 30. Dezbr. in Durban eiugebracht worden ist; „am 7. Januar hat man mit der Löschung der Ladung begonnen, und jetzt endlich liegt das Ergebniß vor, das eine glänzende Rechtfertigung der Rhederei und einen schweren Vorwurf gegen die englischen Behörden be- deutet, die einen deutschen Reichspostdampfer ohne jeden Grund drei Wochen lang aufgehalten und ihn gezwungen habe», an einem anderen als seinem Be» stimmungSorte seine Ladung zu lösche», deren Verstauung einen weiteren Aufenthalt von mindestens einer Woche bedingen dürste. Dazu wird bemerkt:
Man darf annehmen, daß die Angelegenheit jetzt unverzüglich im Sinne der Gerechtigkeit und internationalen Höflichkeit geordnet wird und daß Graf Bülow i» der Sage sei» wird, in feiner Antwort auf die Juterp.llation der 300 ReichSiagsabg-ordneten mitzutheilen, die englische Regierung habe ihr Bedauern über die grundlose Belästigung deutscher Handelsdampfer ausgesprochen und die Bezahlung einer den deutschen Forderungen entsprechenden Schadenersatzsumme zug,sichert. Ueber die Interpellation soll bekanntlich schon am Freitag verhandelt werden, und man wird sich in Durban und London also beeilen müssen, wen» die Sache bis dahin in O-dunng gebracht sein soll; aber wir dürfe» auch erwarte» und verlange», daß die unerhörte Ser»
Fieber und Schmerze» schwauden dahin. Ich konnte wieder denken und wachend träume», friedliche Träume, wie sie fich in eines Kindes Seele bewege», von duftige» Blume» drauße» und grünen Wiesen und von Sonnenschein und heiteren Mensche».
Ich lebte wieder, sah, hörte, fühlte wieder, fühlte die fich in mir regende Lust am Leben, die fich weitende Freude an Gotter großer Schöpfung.
Wundersüße Düfte strömten von außen herein, Wolke» von Düste», die mich die Flora der tropisch üppige» Vegetation in der Natur ahne» ließe».
Noch kannte ich es nicht, dies Stückchen Welt, auf dem mir die Gesundheit, die blühende Mannes- kraft durch der Vorsehung Güte zurückgegebe» werde» sollte.
Aber nicht lange mehr und Du führtest mich hinaus auf de» breiten, grünumrankten Balkon, zu dessen Füßen fich Bellagios Eden breitete. Ich, der große, aber noch so schwache Man» stützte mich auf Deinen zarten Arm, Maria.
Und lange saß ich auf der Altane, saß au Deiner Seite, Maria, und schaute mit Dir gemeinsam umher, »ud heute noch sehe ich Deine weiße Hand, wie sie in die Ferne deutet, über den klaifischeo See hinweg, hinüber zu den schimmernde» Ufern, die in eilen Linie» den Fuß der Berge säume», hinüber zu diese» Berge» selbst, die hügelartig gewellt, sanstgemndet, oder auch in zackig zeriffene» Forme» zur Höhe empor-- steige», geschmückt mit dem tiefste», mildeste» (Sifin der Wiese», mit dem Kranze hoher Kastonienwälder, mit Myrte und Granate und den duftenden Magnolien- Blüthen, die gleich großen Tulpen aus dem glänzende» kamelienartigen Laube emporblfihen.
schleppung, die bisher beliebt worden ist, jetzt ein rasches Ende findet und daß die englische Regierung ihrerseits Alles thut, nm de» schlechte» Eindruck des brüske» Vorgehens ihrer Kriegsschiffe zu verwische».
Und weiter heißt es »ach einige» Erläuterungen über die jetzt nur noch formelle Bedeutung der Entscheidung des Prisengerichts:
Es kau» nun keinem Zweifel unterliege», daß... die Freilafinng in der rückhaltloseste» und ehrenvollste» Form erfolge» muß. Das ist es aber nicht allein. Aus den manvichfachen seekriegsrechtlichen Darlegungen der letzten Zeit ist vielmehr selbst für eine England im Allgemeinen günstige Auffassung der betreffenden Bestimmungen die eine Tyatsache mit absoluter Sicherheit hervorgegangen, daß nämlich die Aufbringung des „Buudesrach" an fich schon widerrechtlich war, weil ein hinreichender Verdacht nicht vorlag. Darauf gründet fich das Recht der Forderung nach einer entschuldigende» Erklärung de S englische» Kabinets.
Der „Bundesrath" freigegebrn.
Nach einem in Berlin eingegangenen amtlichen Telegramm aus London ist am Donnerstag die Freigabe des Dampfers „Bundesraih" erfolgt. Es war auch wirklich hohe Zeit, daß der Verschleppung ein Ende gemacht wurde. Man scheint das auch in England endlich einzusehe», wenigstens bemüht fich der „Standard", den üblen Eindruck, den die Angelegenheit gemacht hat, zu verwischen, indem er schreibt: „In Anbetracht der in Deutschland erregten Gefühle ist es zu bedauern, daß die betreffende» englischen Schiffskapitäne soviel Mühe darauf ver. wandt haben, zuverlässiges Beweismaterial zu erlangen. Die Freigebung der deutschen Schiffe muß unter Enischuldigungen erfolgen. Wir werden um nichts das deutsche Publikum erregt haben."
Eine Englandsfahrt.
Die Reise der Admirale v. Senden-Bibran und v. Eisendecher »ach England und vor Allem die offiziöse Antwort ans erstaunte Fragen nach dem Zweck der Reise erregt sehr viel Unbehagen. Die Erklärung, die Herren hätten eben wie alle Jahre fich um die Mitwirkung des kaiserlichen Nachtklubs bei den englischen Regatten zu kümmern, verursacht folgende Bemerkungen bet „Braunschweigischen Landeszeitung":
Es macht doch einen befremdliche» Eindruck, daß trotz der unerhörten Stationen des deutschen Handels durch die englische Regierung und des unfteundliche» Verhaltens der letzteren gegenüber dem deutsche» Auswärtigen Amte solche GeselligkeiiSbeziehnng n gepflogen werde» sollten, die den» doch mit den Pflichte» der nationale« Selbstachtung nur schwer in Einkang zu bringen fein würden. Man wird daher diese
Und ich sehe die Eederu und Ehprefien, wie ste fich aus tiefen Gründe» und Schluchten emporrecken, und wiederum über diese», über allem, was da in Dust unb Sonnenschimmer groß und herrlich vom Erdbodeu aufstrebte, die majestätische» Firne« der Alpe».
Und viele Tage und Woche» dasselbe BUd, ersaßt mit immer klarere« Augen unb immer schärferen ©innen. Und doch kein Sattsehe» daran: Bis der Tag kam, an dem zuerst ich die Stufen der Treppe hinabstieg und in das Paradies zu Füßen hinein- wandelte, «nd Du mit mir, Maria. Weißt Du es noch?
Verstummend ging ich dahin, — ergriffen, überwältigt von dem Slücksgefühl der Genesung.
Sus aufrichtigem Herzen sandte ich wortlos meine« Dank zum Höchste» hinauf und wandte ich mich bann an Dich, Maria.
Wit wandelte» im Parke der Villa Serbelloni, unter de» Pyramiden Häuptern Hefiger Ehprefien, unter de» lieft tartigen Krone« edler Pinien, deren knpferiothe Stämme wie Poiphyrsäulen zum Himmel strevten, gingen durch diese« von Ueppigkeit strotzende« Waldpark «nd ließe« »ns endlich nieder auf einem Ruhesitz, der im Rahme» eines von Ceder» gebildeten Bogenfensters eine großartige schöne Aussicht bot. Den» unter uns theilte sich der See ta drei Arme. Voll Lieblichkeit und Schöne glänzte er ta der Tiefe, das reine Bla» des Himmels in fich aufnehmtnd und in reizender Widerspiegelung die lichten Ortschaften der Ufer und die Häupter des ta Abendröthe prangenden Gebirges.
Hier war'S, Maria, wo ich mit Dir redete. Mei» Herz war voll heißen Dankes. Du warst mit
Angelegenheit mit geschärfter Aufmerksamkeit verfolge» müfie«.
Und folgende noch bitterere Bemerkungen der „Rheinisch-Westfälischen Zeitung":
Wie, in dem Augenblicke, in dem das ganze deutsche Volk durch englische Rückfichtslofigkeiten sondergleichen auf das Lebhafteste bewegt ist, sollte der Chef des Marine-Kabinets, der in Marine Angelegenheiten beim Kaiser dieselbe Vertrauensstellung ein- nimmt, wie General v. Hahnke in militärische» n«d der vielgenannte Dr. v. Lucanus in allgemein politischen Fragen einnehme», keine andere Sorge »nd nichts Wichtigeres zu thun habe», als Angelegenheiteu eines Sportklubs zu ordne»? Das glaube, wer mag. Wir möchten daher annchmen, daß diese seltsame „Mission" nur das Aushängeschild bildet, hinter dessen harmloser Aufschrift fich allerdings auch wichtige politische Aufträge verberge«.
Der südafrikanische Krieg.
Die Lage in Natal.
Das Dunkel, das über den Bewegungen in Natal lag, ist plötzlich gelichtet worden. Es stellt fich, wie wir bereits gestern in zwei Telegramme» berichte» konnten, heraus, daß General Warrcu nicht »ach Oste» abmarschirt ist, sonder» den Zug Bullers nach Westen zu mitgemacht hat, daß also diesmal General Buller de» Fehler, seine Kräfte zu zersplitter« weislich vermieden hat. Als Folge d -von ist wohl zu betrachte«, daß die Bure« der koncentrirte» englischen Macht de» Uibergang über den Tngela nicht streitig gemacht habe», sonder» sie in günstigerev Stellungen erwarte». Das Telegramm Bullers an ben Feldmarschull Roberts über ben Fluß Uebergang lautet: „Eine Beigabe unb eine Haubitzenbatterie Haden ben Tugelafluß bei Potgieters Drift überschritte». General Warre» hat 5 Meile» weiter westlich bei der Tricharbs Drift eine Pontonbrücke über ben Fluß geschlagen. Die Streitmacht bes Generals Warre» überschritt be» Fluß am 17. Januar; man erwartet, baß der letzte Rest seiner Truppen am 18. Januar Morgens auf dem Nordufer des Flusses angelangt fein wird. General Warre» hofft, daß es ihm möglich fei» wird, die 5 Meile» von seiner rechten Flanke befindliche Stellung des Feindes, der fich dort stark verschanzt hat, zn umgehen."
Ueber die Ausfichten, die General Buller jetzt hat, spricht fich in sehr interessanter Weise ein alter englischer Kolonist an» Natal, der jene Gegend genau kennt, in einem Briefe an die Londoner „Sun" aus. Er schreibt:
„Wenn Buller de« Tngela bei Potgieters Drift Überschreitet, findet er fich gegenüber einer Reihe von Hügeln, die fich zwischen dem nördliche» Ufer de» Flusses und der Hauptstraße »ach Ladysmith östlich und westlich erstrecke«. Er hat dann drei Alter-
i» den langen Wochen der Krankheit mehr, viel mehr gewesen als nur eine Pflegerin.
Mit der Geschicklichkeit einer barmherzige» Schwester, zugleich aber auch mit der Treue einer Mutter und der Liebe, eines weichempfindende« Weibe» hattest Du unermüdlich, mit leisen Schritten und fünfter Hand schaffend unb waltend bis zur eigenen Erschöpfung geholfen, mein armselig Leben mit Hilfe Gottes dem Tode zu entreiße».
Davo» sprach ich und dankte Dirs.
Schwach nur kann das Wort wiedergeben, was in der Menscheubrust wogt und walt. Und trotzdem — gerietet ft Du durch dos, was ich in ruhiger Unbefangenheit, gleich wohl voll Wärme und Ueber- zeugung und daher innigen Tones redete, in größte Erregung. Blüfie und Röthe sah ich auf Deinem zarte« Antlitz wechseln und Deine Hand zitterte, al» meine Lipp » leise einen Dankesknß darüber hauchte».
Ich sah Dich staunend an. Du merkst es nnb wandtest Dein Auge ab.
Ich verstand Dich nicht.
Oftmals noch habe» wir dort oben in der Einsamkeit des Parke» beisammen gesessen und von den Dirgen geredet, die unsere Seele» aus dem Staub der Erde auf die Höhe» des Leben» hoben. Dein feiner Geist und Dein zartes Fühlen verHeth mir Deine» hohe» Bildungsgrad, Deine feine Erziehung, den edlen Charakter Deine» Wesens.
Und immer »och nannte ich Dich: Maria.
Was es au» meinem unstäte» Leben zu erzählen gab, das wußtest Du, Du kanntest meine Trauer nm den unglücklichen Bruder, der unser» reinen Name» verunglimpft, der in die Weite gezogen und dort verdorben nnb gestorben war. (Forts, f.)