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bleiben !"
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Nachdruck verboten
also
zu
1U16I
(Fortsetzung folgt.)
dürfen.
Es war ein Jauchze» in seiner Brust.
Uvd Gisela?
Ah, wie daS wohl that, diese Schnelle, diese
frischen Winde, die kühlend ihre heißen Wange» umschmeichelten l
Und vor fich nicht Baum nicht Strauch, eine lichte, weit aufgeschlossene Fläche, vor fich nur de» Horizont, der noch lange nicht die Sonne zu erwarten hatte.
Englische Provokationen.
Jetzt, nach dem Unglück in Südafrika, ist die Flotte der Engländer ihr einziger Trost. Wenn fie fich an diesen Trost förmlich anklammern, so wird ihnen daS Niemand mißgönnen. Aber was wir uns verbitten müssen, ist die Dreistigkeit, mit der die Engländer dabei wieder über Deutschland herfallen. Die Londoner Blätter find seit geraumer Zeit wieder au- gefüllt mit Invektiven und Spottartikeln gegen Deutschland; fie führen eine Sprache gegen uns, die unverträglich ist mit dem Tou, den dieselben Organe vor zwei Monaten avschlugen, als es ihnen darum zu thun war, deu Besuch Kaiser Wilhelms in England im Jnteresie der englische» Politik auSzunutze«. Jetzt machen sie mit ihrem Spott und Hohn auch vor der Person des Deutsche» Kaisers »icht Halt. Charakteristisch ist in dieser Hinsicht ein im .Punch" unter der Ueberschrift .Klein Deutschland spricht" erschienenes Spottgedicht, welches in der Manier des Spottliedes des amerikanische» Kapitäns Coghlau das
Die Schiffs-Beschlagnahme».
Salisburys Antwort auf die deutsche Note ist eingetroffeu. Dieselbe entwickelt, so wird offiziös gemeldet, betreffs der Rechtsfrage Auschauuuge», die von de» deutsche» Anschauungen erheblich abweichen, rechtfertigt jedoch auch durch ihren Ton die Erwartung gütlicher Beilegung der Streitfrage, liefert auch den Beweis, daß wenigstens von britischer Centralstelle keine Provokation Deutschlands beabfichtigt sei. Im Uebrigen verlautet, daß wahrscheinlich auch der Dampfer .Herzog" bald freigegeben wird, während die britische» Behörde» hartnäckig auf genauer Untersuchung der ganze» Ladung der .Bundesralh" bestehen. Bo» der Beschlagnahmt deS Dampfers .Borusfia", die von einzelnen Zeitungen gemeldet worden ist, ist amtlich nichts bekannt.
Uebrigens hat England jetzt auch noch ein schwedisches Schiff covfisciit. Londoner Blätter melden darüber: Die Londoner Dockbehörde» belegte» ei» für Christiavia bestimmtes schwedisches Schiff mit Beschlag, welches zwei Geschütze in Clavierktsten, adresfirt nach Christiania, enthalte» soll. Das Ge- rücht, daß darauf sechs Maximgeschütze mit Beschlag belegt seien, wäre unbegründet.
tiefem Erröthen, deu Wildling unvermerkt antreibend, sodaß fie eine Pferdelänge voraus kam.
„Wir protestieren nnd fordern Beweise," bemerkte hitzig ihr junger Begleiter, indem er sich gleichen Augenblicks zu Gisela gesellte.
.Ein Jurist stellt keine Behauptungen, ohne der Beweise ficher zu fein. Wollen Sie nicht eist Ihr Thema erschöpfen?" bemerkte der Rath, ohne sein Pferd ans der ruhigen Gangart zu bringen.
»Das ist unerschöpflich, Herr Rath," antwortete Flemming und setzte leiser, nur für Gisela verständlich hinzu: .mindesteuS nach einer Richtung hin."
»ES wären da an Ihrem geliebte» Stoffe doch »och zwei sehr i» die Auge» springende Eigenschaften zu erwähnen, die in der That, in wundervoller Ber- anfchaulichung —"
»Herr Rath, Sie verspotte» mich."
„Durchaus »icht. Bis auf ei» paar Abweichungen stimmte ich ja ganz mit Ihnen überein. Gleichwohl werden Sie nicht streiten, daß auch das edelste Roß menschlich eitel und kokelt fein kann".
„Aber wie stolz ist seine Koketterie", tief der junge Offizier begeistert aus, »wie lieblich, wie reizend aozuseheu, wenn er courbetttert, wenn eS fich unter dem Schmucke prächtiger Decken und angehäugter Glöckchen im Bewußtsein seiner Reize aufrichtet und schüttelt, daß alle Glöckchen klingen und sich ihm aller Auge» zuweudeu im CirkuS oder in den heißen Ländern vor den Zelten der Araber. Ich kann mir kein Weib liebenswürdig und anziehend denken, wen» eS nicht ein bischeu eitel und — im besten Sinne — auch ein bische» kokett ist. Trotz aller Ber- spottuug, Herr Rath, auch die Eigenschaften des RoffeS, daS ich liebe, veranschauliche» mir ganz wundervoll das, was mich am Weibe reizend, au-
Der südafrikanische Krieg.
Zur Lage von Ladysmith.
Die Erklärung des Generals Whtte, daß der Angriff der Buren zurückgeschlageu worden sei, verursacht in London allgemeine Befriedigung; allein man verhehlt sich nach einer Meldung der ,M. Z." nicht, daß die Lage von Ladysmtth durchaus nicht beffer geworden ist. Der lange, hartnäckige Kampf müsse die Besatzung wesentlich geschwächt und die Munition nahezu erschöpft haben. Die »Times" räumt ein, die strategischen Folgen der Niederlage der Buren dürften fich nicht als sehr erheblich erweisen.
Uliimatum gestellt werden würde. Wir habe« von vornherein die Erfüllung dieser tzoffuung für ausgeschlossen gehalten, und wtt fteueu uns, daß die Annahme fich als gerechtfertigt erwiese» hat. Diese Freude entspringt selbstverständlich nicht dem Gefühle res Stolzes über unsere Prophetengabe, sonder» der Gevugthuvng, daß die Staatsregierung es vermiede» hat, hier einen Weg zu betteten, der für die Entwickelung unserer inneren Polttik verhangaißvolle Folgen habe» tonn.
ziehend dünkt. Ah, herrlich", unterbrach er fich, .da ist die Haide erreicht. Hier darf eS zeige», unser edleS Roß, was eS vermag an Kraft nnd Dauer —"
.An Gehorsam und Ergebenhett", stachette der Rath, »glänzende Borzüge der Pferdes vor dem Weibe, die Sie wohlweislich aus dem Spiel ge» lassen haben".
»Protest, Herr Rath! Gleichzeitig berufe ich mich aus die vermerkte Unerschöpflichkeit des angeregten Themas", gab der junge Leutnant rasch zurück. Der Rath ward ihm ein bische» unbequem durch die hartnäckige Verfolgung desselben.
Sehr gelegen kam ihm nun der Ritt über die Haide.
Hei, wie die Pferde dahinflogen, die Köpfe anf» werfend, feuerschnaubend, schaumwerfcnd, die Schweife peitschend! Und wie der junge» Kriegers Pulse klopfte», wie fie ihm brauuten die gebräuute» Wange», und wie sein Auge leuchtete, wenn sein Blick derjenigen zuflog, au deren Sette er dahiufliegm durfte in die Weite.
Er sah fich plötzlich mtt Gisela allein.
Warum der Rath zurückblieb, kümmerte ihn nicht. Herrlich, so mtt ihr, nur mtt ihr allein dahinscmsm
Der Hochzeitstag.
Roman von H. Palm ö Paysen, (Fortsetzung.)
Gi» sprechender Blick traf Gisela, als der
Bestreben des Deutsche» Kaisers, eine starke Marine zu schaffen, verspotten soll. Die Poesie deS »Punch" steht ungefähr auf der Höhe der brütschen Kriegführung in Südafrika. Den Engländern scheint wirklicher Humor, zu dessen Produkten man versöhnt lacht, gänzlich abhanden gekommen zu sein. Uns Deutschen wenigstens fehlt jedes Berständniß für die abgeschmackten Redewendungen, die der „Punch" als Witze angesehen wissen will. DaS Spottgedicht »Klein Deutschland spricht" hat in vier achtzeiligen Strophen folgenden Inhalt:
Der Deutsche Kaiser hat einen kleinen Handel au der Spree, was braucht er da eine große Flotte, so groß wie solch« noch nie das Meer befahren hat? Vielleicht für die Wacht am Rhein an Frankreichs Grenze? Mit demselben Recht, mit dem der Kaiser für seinen kleinen Hökerladen die Herrschaft des Meeres beansprucht, könnten die Schweizer fich «ine Flotte kleiner Raddampfer bauen und als groß« Seemacht die Wogen des Luzerner Sees beherrschen. Jawohl, die Flott« für deu Kaiser wär« nothwendig, wenn er fie brauchen könnte, so zum Beispiel tote Noah, denn wo wären wir, wenn Noah seine kleine Flott« zu bauen ver- geffen hätte? Wo mag deS Kaiser« kleiner Handel bleiben, wenn England Deutschlands Reichthum für alle Ewigkitt in die See versenkt hat?
Soweit der Londoner „Punch". Die nicht ausgesprochene Antwort auf die in der letzten Strophe ausgesprochene Frage soll natürlich laute»: Der Kaiser braucht feine Flotte, sondern nur eine Arche Noah, um fich in dieser aufs Meer hinaus zu retten, wenn es den Engländern beliebt haben wird, Deutschlands Reichthum ins Meer zu versenke».
Ma» wende »icht ein, daß Auslassungen eines Witzblattes nicht allzu ernst genommen werden sollen. Das ist im Allgemeinen richtig. Aber der Dmch- schntttS-Engländer ist auf dieser „Puuch'-Poefie zugeschnitten; er ist noch immer von sich und seiner Flotte so eingenommen, daß er fich Alles herauS- nehmen zu dürfen glaubt. In dieser Anschauungsweise liegt ein Grad des Hochmuths, der an den sprichwörtlichen Hochmuth vor dem Fall erinnert. Wenn die Engländer durchaus »icht mit Deutschland im Frieden leben wollen, werden fie dermaleinst die Folge» zu tragen haben. Wir aber werden unsere Flotte zielbewußt weiter vermehren.
Dem Leutnant Flemming, dem eS gar »icht auf scharffinnige Vergleiche, nicht einmal aus Logik, sondern nm auf das ankam, was er der jungen Reiterin an seiner Seite unter einem Bilde zu verstehen geben wollte, sagte schnell:
„Daß man auch von der vergleichsweise» Schö»- heit eines edle» RoffeS zu einem Weibe, an deren äußere» Reizen fich eht schönheitstrunkenes Ange nicht satt zn schauen vermag, reden könnte, ich denke dabei an eine einzige," setzte er im Flüsterton hinzu, und laut: „und so auch von de» zu bemerkenden Eigenschaften."
„In wundervoller Veranschaulichung beffen, was Sie an einem Weibe als das Reizendste und Anziehendste preisen und lieben, sagte» Sie nicht so? WaS mag das fein?" bemerkt- der Rath ironisch, aber mtt einem einfältigen Gefichtsausdruck.
„Allerdings. Ich liebe das Roß, nicht nur, weil es schön, auch klug ist und anmuthig, intelligent und voll Feuer."
»Daß paßte eventuell auch alles aus einen Staun. *
„Sie find grausam prosaisch, Herr Rath."
»Ein kühner Recke voll Anmuth, Intelligenz und Feuer dürste nicht der Poesie entbehre». Doch weiter."
»Ich liebe daß Roß, dem der Schöpfer die feinste Erregbarkeit der Sinne gegeben. Ehrgeiz, Muth, Stolz, Klarheit und Verständigkeit."
»Alles durchaus richtig, nur letzteres ohne Vergleich. Wort und Ruf und Wink begreift und befolgt da» edle Roß und läßt fich immer belehren, was man von den lieben Frauen durchweg sagen kann. Stolz und Ehrgeiz spreche ich ihnen nicht ab, aber an Klarheit und Einsicht, da mangells oft."
»Onkel!' rief Gisela neckisch vorwurfsvoll, unter
«msgeforderte sagte: »Ich liebe das Roß, das e meine ich, das fich messen darf mit — beispiels- ise —" er besann fich einige Sekunden, „bei- Äweise mit den erlauchten Rosien eines Aeneas."
»Für deren Erbeutung fich DiomedeS ewigen hm versprach. Sie bekunden da keinen schlechten schmack," bemerkte der Rath.
»Ader nicht »nr um seiner selbst willen liebe ich 1 Roß," fuhr der junge Offizier fort, »nicht nur des Nutzens und der Freude willen, sondern ich be es, wett eS in der Thierwett kaum ein Geschöpf !dt, das mir so fichtbailich, in so wundervoller- ranschaulichung diejenigen meuschlicheu Eigeu- aften und Weseuseigenthümlichkeiten vergegenwärtigt, lche ich — vergleichsweise an einem Weibe als I Auziehenste, Reizenste und Bewunderungswürdigste ie und — liebe," betonte er.
»Ei, was Sie sagen."
Der Rath faßte den jungen Manu, beffen Blick t einem leidenschaftlich zärtlichen Ausdruck an Giselas Acht hing scharf ins Ange.
Gisela sah schweigend in die Ferne.
»Ich weiß wohl," sprach der Rath, »daß Dichter R Rhetoren daS menschliche Leben, die Seele, das Schicksal mit dem Rosse vergleichen, auch die Sprache. M »Unsere Sprach', ein Roß voll Feuer!" Met der Böhme Celakowsky. Einzelne bringen D auch dichterisch mit dem Weibe ,m Beziehung, fcb was haben Sie herausgefundeu?"
im Etat erhebliche Mehraufwendungen gemacht werden können. Damit dürste nun wohl das Schlagwort, baß die Kultur-Aufgaben in Preußen leiben, enbgiltig abgethan fein.
Um einen wesentlichen Theil beS rheinisch- westfälische» Industrie - Gebietes “ von ausländischen Häsen »»abhängig zu mache», soll der Nordsee-Hafen Emde» für die große» Seeschiffe brauchbar gemacht werde«. Schließlich wird, um die Verwahrlosnug unter der Jugend eiuzudämmeu, eine Vorlage wegen Erweiterung der Zwangs«Erziehung ange- kündigt, womit fich das Herrenhaus schon wiederholt beschäftigt hatte.
Der preußische Landtag fieht fich vor einer Fülle von wichtigen Aufgaben. Wir können n»S nur dem Wunsche anschließen, mit dem die Thronrede schließt: »Möchten die Arbeiten von Erfolg begleitet und durch die Erinnerung an das zur Rüste gegangene Jahrhundert geweiht fein, das durch Gottes gnädige Fügung das Vaterland zu Kraft und Größe geführt hat. Möge sich in dieser Tagung, wie in deu kommenden, der Geist einträchtige» Zusammenwirkens zwischen Regierung und Volk betätigen und damit das feste Fundament für die weitere gedeihliche Entwicklung deS Vaterlandes allzeü gesichert
Umschau.
Zur Thronrede.
Die Blätter betonen mit seltener llebereiustimmung den farblose» geschäftsmäßige« Charakter der Thronrede. Die „Nat.-Ztg." schreibt: „Die Rede wird durch deu Mangel an politischer Bestimmtheit gekeuntzeichnet, der das ganze Verhalten der preufischen Regierung feit der Kanalkrifis des vorige» Sommers charakterifirt."
Die »Kreuz-Zeitung" giebt ihrer Befriedigung darüber Ausdruck, daß die Kanalvorlage nicht besonders in der Thronrede hervorgehoben ist, und knüpft daran weitgehende Hoffnungen:
Das Hauptinteresie konzentrdt fich selbstverständlich auf denjenigen Theil, der fich ans die Konal- vorlage bezieht. Bemerkenswerth ist hierbei der nüchterne To», mit dem dieser Gegenstand behandelt wird. Erfreulich wäre eS, wen» diesem nüchternen Tone auch die wettere Behandlung der Vorlage durch die Staatsregierung entsprechen würde. Denjenigen die in der Herbeiführung eines vollständige» Bruches der Staatsregieruug mit den Konservativen augenblicklich ihre vornehmste Aufgabe erblicken, mag die Form, in der die Kanalvorlage von neuem angekündigt wirb, eine gewisse Enttäuschung bereitet haben. Denn in biefen Kreisen hatte man bie stille Hoffnung, daß schon in der Thronrede wegen der Annahme derselben den Konservativen eine Art von
Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai«.
Joh. Ang. «och, 0niversUät»-vnchb«ck«i in Marker«. L«r«üwottlich für bie Redaktion: Redakteur Haus Hupfe, ta Marburs
” Expedition: Markt 31. — Telephon 66. nJWWfH'H'IVP Redaktion: Markt 2L — Tttepho« 66.
Die Aufgaben des preußischen Landtages.
Der preußische Landtag ist am Dienstage zu einer «en Tagung jufammengetreten, die nach der dabei rleseneu von uuS gestern in den Hauptzügen mit» chatten Thronrede im wesentlichen als eine Fällung der vorjährigen angesehen werden muß. Die nuals gescheiterten beide» Gesetz-Entwürfe über den Ai des Rhein-Elbe-Kanals unb die Reform des imeinde - Wahlrechts sind auch jetzt wieder ange- ubigt. Der letztere wird fich an daS Ergebniß der mmisfionS-Berathungen anlehue». Die neue Kanal gitege soll wesentlich erweitert werden; fie wird die ersteüung eines Großschifffahrts - Weges zwischen tettin und Berlin, bie Beschaffung ausreichender nsluth im Oderbruche, bie Verbesserung der Ver- jwiffe an der unteren Oder sowie an ber Spree h ber Havel, bie wettere Ausbildung ber Wasser- raße« zwischen Ober unb Weichsel unb bie Her- eflung des Masurischen Seekanals mitumfassen, ine gewisse Enttäuschung erlebten diejenigen, bie in ez«g auf den Kanal eine Kampfansage der Regierung i die Konservativen erwarteten. Nichts von dem in ber Thronrebe enthalten, sodaß fich wohl ernten läßt, daß bie Berathung ber Vorlage fich ! ruhigeren Bahnen bewegen wirb.
Von den anderen Aufgabe», die den Landtag be» ästigen werden, fei zunächst der in ber vorigen ■ünng gleichfalls unerledigte Gesetzentwurf über bie ähmng von Zwischenkredit bei Rentenguts - mngen erwähnt. In den Kreise» des gewerblichen telstandes wird es mit Genugthuung begrüßt de», daß be« Landtag »unmehr auch ber schon bie letzte Tagung in Ausficht genommene Gesetz- wurs über bie besondere Besteuerung ber großen renhäuser vorgelegt werben soll. Der schwierigen e ber Landwirthschast wird in der Thronrede be» ierS gedacht, unb es wirb besonders betont, baß die Regierung ber Pflicht bewußt ist, „diesem lügen Erwerbszweige auch fernerhin jede mögliche sorge angcdeihen zu lassen." Als ein Ausfluß er Fürsorge dürfte neben dem schon erwähnten ßregulierungen die angekündigte umfassende derung der Kleinbahn-Unternehmungen anzusehen . Die Staats Eisenbahnen sollen ebenfalls betend ergänzt und vervollkommnet werden.
Daß alle diese Maßnahmen ohne Anleihen und le neue Steuern durchgeführt werden können, ist : Folge ber Finanzlage des Staates, bie in ber wurede wegen des „anhaltenden Aufschwungs des »erblichen Lebens und bei der dauernden Steigerung Etträgnisie ber meisten Staatsbetriebe" als «tgesetzt günstig" bezeichnet wttd. Auch zur Be- biguug von Kultur- unb wirihschaftlichen Aufgaben « fast auf allen Gebieten der Staatsverwaltung
Erscheint täglich außer au Werktag« nach Sonn- unb Feiertagen. TMTzi*» At Anzttg« nehm« mtgegm: di« Expedition dieses Blatte«, die Annoncen»
Onartal«-»bonnem«tS-Prtt» bei der Expedition 2 Mk., btt all« vUl- U Bureaux von Haasrnstein & Vogler, Frankfurt a. M., Caffel, Mägde»
Postämtern 2,25 Mk. (exkl. Bestellgeld). JnftrtionSaebühr: di« gr- bürg, Wien; Rudolf Moff«, Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln;
spalt«, Zttl« oder der« Rau« 10 Pfg., Reklamen: bb Zeil« 25 Pfg. DöNNktstllg, 11. JlMUtll 1900. E. L Daube * So., Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Patts rc.