ESEss: Markt 91. — Telephon 55.
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Es galt jetzt, vorsichtiger als zuvor zu vigilireu;
* Es galt Deckung und langsamen Rückzug.
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Gisela mußte ablegen und auf dem Sopha
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Ich möchte Sie zerstreae», erheitern*, erklärte
lag gänzlich außer aller Berechnung. De» Brief, de»
Gisela ermunternd zuoickeud; „gelingt mir das mußte sie behalte» — längere Zeit behalte», um ihn
Wie lebhaft sich plötzlich der Herr Onkel vom
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reicht diese Mchrforderung nach dem Uitheile der besten Kenner des Schutzgebietes nicht im entferntesten aus Der Ausschuß der Deutschen Kolonialgesellschaft ist vielmehr in seiner Sitzung vom 15. Dezember nach eingehender Eiörterung der in Betracht kommenden Verhältniffe zu der Ansicht gekommen, daß eine Erhöhung der Schutztruppe um 500 Mann, statt um 100, als dringend erforderlich anzusehen sei. Kamerun ist, so wird i» der Eingabe auSgeführt, dasjenige unserer Schutzgebiete, daS die besten Aussichten auf eine schnelle und zukunftsreiche Entwickelung darbietet. Diese Entwickelung wird aber zur Zeit von widrigen Faktoren theils gehemmt, theilS in ihrer Zukunft schwer bedroht. Wirthschaftliche Entwickelung ist ohne politische Macht undenkbar. Nun aber ist kaum erst mit der zweimaligen Erstürmung vom Ti- bati durch den Hauptmann von Kamptz ein Anfang gemacht worden, in de» weiten, fruchtbaren, dicht bevölkerte» Gebieten Mittel - Kameruns festen Fuß zu fassen. Sollen die mit Gut und Blut schwer erkauften Erfolge des von Kamptz'sche» Vorstoßes nicht ungenutzt vorübergehen, so muß sich daran ein weiteres energischer Vorgehen nach Norde« und Nordwesten anschließen, um Adamana zu unterwerfen. Dazu ist der Auge»blick zm Zeit besonders günstig.
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So wandte sie denn vorerst ihre ganze Aufmerksamkeit Gisela zu, um ihrer feinen Art gemäß
ai Platz nehmen, und zauberschnell, durch die geschickten Hände des kleinen Zimmermädchens hergerichtet,
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r gar nicht? Sie werden immer einsilbiger und ter*.
im Welthaudel den zweiten Rang) einuimmt. Dazu kommt das gewaltige Anwachsen der deutsche» Handelsmarine, welche von England mit scheelen Auge» betrachtet wird, und deren Zukunft nur dmch Schaffung einer starken Flotte sitergcstellt werden kann.
Die deutsche Marine wird verstärkt werden, nicht weil Sonderwünsche oder Sonderinteressen vorliege», so»der» weil Deutschlands Stellung als handeltreibende Großmacht mit ausgedehnten überseeische» Beziehungen nur aufrechterhalteu werden kann, wenn eine stark« deutsche Flotte auf dem Meere schwimmt.*
So schreibt ein in San Franzisko erscheinendes amerikanisches Blatt, und diese Auslassungen wird doch selbst Herr Richter nicht mit der Bezeichnung „Flotten- schwärmerei" glauben abthu» zu können.
„Wie kau» es anders sei»*, antwortete Gisela 'reßt. „Verzeihen Sie den. Egoismus meines
welchen Ideen gerungen haben und nun zu einem Entschlüsse gekommen sei».
Indem sie ihre, bereits dem Baron gegenüber ausgesprochenen Muthmaßunge» äutzerte und de» Namen des ungetreue» Dieners ins Gespräch zog wutzte sie mit großer Geschicklichkeit Giselas Gedanken zu konzentrieren und in die Unterhaltung zu verstricken. Was gab es nicht alles von jenen zu erzählen und gleichzeitig von Ulrichs und Marias.Ehe, denn eines stand mit dem anderen in Verbindnng. Was der Diener versehen traf den Henn und seine Gattin und jene mit dem Schleier des Geheimviß- vollen verhüllte Zeit.
Gisela saß mit Hochrotheu Wangen und gespanntem GefichtSauSdruck da nnd lauschte.
Dotz der eifrigen Redens vergaß Frau Asta aber keineswegs ihre wirthschaftliche» Pflichte«. Sie füllte nun zum zweiten Male Giselas Tgsse, indeffeu ungeschickt, sehr ungeschickt. Wie es möglich war, wie es geschehen konnte, wußte sie selbst nicht — Thatsache aber blieb es, daß der kleine, filber»e Wasser keffil mit der brennende» Spiritus flamme umfiel und sich über de» Tisch plötzlich ein bläulichrotheS Flammenmeer ergoß.
Beide Damen waren erschreckt aufgesprungen. Asta riß Gisela vom Tische fort.
„Um Gottes Willen znrück, zurück, meine Thenere*, Htf sie angstvoll, „ein Fünkchen auf Ihr zartes Tüll- gewaud, und Sie find eine Feuersäule*.
Und Giselas Hand umklammernd, zog fie dieselbe vollends in den Hintergrund des Zimmers, drückte dort ans die elektrische Schelle und griff nnn erst zu einer schweren Decke, «m dieselbe über de» Tisch zu werfe» und hierdurch die Flamme zu ersticken.
Roch ehe dies geschah, ertönte plötzlich ein Schreckens- ruf von ihren Lippen: „Himmel der Brief! Wo ist
Standpunkt des Juristen aus für die Sache interessierte! In der That — sehr auffällig!
Während ihre Augen starr auf dem Papier hafteten, jagten diese Gedanken durch ihren Kopf.
Gisela wähnte fie ganz vertieft in de» Inhalt des Briefes. Dieser lautete:
„Gnädigste! Mir ist zwar nicht die Ehre Ihrer Bekanntschaft geworden, jedoch nehme ich einen gewissen Avtheil an der Gestaltung Ihres zukünftigen Geschickes, nachdem mir durch die Zeitung Ihre Verlobung mit dem Herrn von der Lüde bekannt geworden. Kaum denkbar erscheint es mir, daß Sie den genannten Herr» gei irgend kennen gelernt, seinen Charakter studiert, seine Vergangenheit erforscht haben, sonst wäre es zweifellos nicht zu einem Herzrnibunde gekommen. Ich möchte Sie aus mitfühlender Brust warnen. Seien Sie ans Ihrer Hnt, auf daß Sie nicht ein ebenso trauriges und schauriges Schicksal treffe, wie das der ersten Gattin dieses Herrn, der armen Gräfin Maria, deren jetzt für immer geschloffene Ange» sich vielleicht sonst »och lange der schöne» Erde erfreut hätten.
®in Ihnen wohlgesinnter Rathgeber.*
Der Brief zeigte eine große, enerische, sichtbar verstellte Männerhandschrift,
Gisela betrachtete mit ängstlicher Spannung Astas Gesicht. Diese mochte das empfinden und (stellte jede Muskel unter die Herrschaft ihres Willens, Eiu sinnender, gehcimnißvoller Ausdruck trat hervor.
„Schade,* sagte fie, „daß ich den Brief so schnell wieder hergeben muß, statt darüber nachgrübeln zu können, auch über die Handschrift — indessen — ich kann das Papier wohl nochmals bekomme«.*
So sprechend, legte fie dasselbe »eben sich auf de» Tisch und schaute zu Gisela hinüber, nunmehr mit einem feste«, freie« Blick. Sie mochte mit irgend
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wichtiger Interessen in Süd - Afrika, sollen wir nicht auch ein paar Schiffe übrig haben, um fie dort zu stationieren? Bei solchen Anlässen empfindet man doppelt schmerzlich den Mangel einer starke» deutschen Flotte. Hätten wir fie, dann würden wir keine Uebergriffe Englands zu fürchten brauchen.
Der südafrikanische Krieg selbst hat nur geringe Fortschritte gemacht. Lord Methuens Lage ist nach wie vor eine verzweifelte; eine Wendung zum Besferu ist auch nicht zu erwarte», da die Buren ihre Stellung täglich verstärken und andererseits auch die Schaar der aufständischen Capländer im Rücken MethuenS fast von Tag zu Tag wächst. General French hat das auch erfahren. Er hatte einen kleinen Erfolg, die Einnahme von Collsberg, nach England gemeldet, aber schon am Tage darauf mußte er sich in feine alte Stellung zurückziehe«, da die Bure« in bedeutend verstärkter Zahl ihn augriffe«. Auch für Buller lautete die Parole: Rückzug. Er hat die Garnison in Ladysmith ihrem nun nicht mehr zweifelhaften Schicksal überlasse» müssen und hat sich vom Tugela in das Lager bei Frere zurückgezogen. Er wird froh fein müssen, wenn er sich dort zu halten vermag, bis die neuen Verstärkungen eintreffen. Auch dann wird er feine Ausgabe kaum zu lösen ver mögen, da die Buren ihre Stellung am Tugela fast unkinnehmbar gestaltet haben. Alles in allem find es recht trübe An?fichten, die fich da dem stolzen Albion für das neue Jahr eröffnen.
Aus Frankreich kommt eine Nachricht, die, wenn sie bestätigt wird, wieder eine Masse politischer Wirren erwarten läßt. ES heißt, der Staatsgerichtshof solle wieder einfieiufen werde«, um General Mercier, dessen Verhaftung beschlossen sei, abzu- nrlheile«. Der General werde des AmtSmißbrauchS und der Mittheilung geheimer Aktenstücke an das Kriegsgericht von 1894 beschuldigt. Wenn diese Nachricht wahk wäre, hätte man es also mit einer Neuauflage des Dreyfns-Rummels zu thun. Gerade deshalb wird man ihr aber wohl einiges Mißtrauen entgegenbringen müssen, denn nichts könnte Frankreich im Jahre der Weltausstellung unerwünschter komme».
Ein amerikanisches Urtheil über Deutschlands Flottenverstärkung.
Die amerikanische Presse beschäftigt fich lebhaft mit der deutschen Flottenfrage, und zwar durchweg in ruhiger, objekiver Prüfung der für eine Stärkung unserer Wehrkraft vorgebrachte» Gründe. Die Amerikaner find zu nüchtern denkende Leute, als daß sie die Schlagworte unserer flottenfeindlichen Presse für baare Münze - nähmen. Besonders klar drückt das ein Artikel der „San Francisco Chronicle* ans, der unter der Ueberschrift „Der Kaiser und seine Flotte* folgende Betrachtungen anstellt:
„Die Opposition gegen eine Vermehrung der deutschen Flotte war in gewisser Hinsicht unlogisch, und es wurde von urtheilsfähigen Politikern voraus- gesehen, daß sie gegenüber einer eingehenden und sachlichen Diskussion an Boden verlieren würde. Die Theorie, daß Deutschland in seiner starken Landarme e ein genügendes Mittel besitzt, um feine Groß- machtsstelluug zu wahren, berücksichtigt nicht die gewaltigen Veränderungen, welche seit dem Kriege 1871 eingetreten sind. Vorher war Deutschlands Außenhandel ein verhältnißmäßig unbedeutender Faktor in seiner Entwickelung; jetzt hängt seine stark wachsende Bevölkerung i» ihren Lebensbedingungen von der Aufrechterhaltung des Exports und Jmporthandels ab, der in der Reihe der handeltreibenden Nationen den dritten Rang (thatsächlich behauptet Deutschland
Umschau.
Koloniales.
Die deutsche Kolonialgesellschaft hat an de» Reichskanzler eine Eingabe gerichtet, in der eine bedeutende Verstärkung der Schutztiuppe in Kamerun befürwortet wird. Wie wir berichteten, ist bereits in dem neuen ReichshaushaltSetat eine Verstärkung der Schutztruppe um 100 und der Polizeitruppe um 50 Mann vorgesehen. Wie jedoch in der Eingabe versichert wird,
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dann unverdächtig — verlieren zu können. Bo» heute auf morgen ging das nicht, besonders schon deshalb nicht, weil ihr Vorsicht anernpfvhlen war!
Die Beschlagnahme deutscher Handelsschiffe.
Die planmäßige Beschlagnahme deutscher Handelsschiffe durch die Engländer steht für Deutschland gegenwärtig durchaus im Vordergründe des Interesses. Wie in Rom verlautet, hat der englische Generalkonsul in Neapel neuerdings den Kapitän des ReichS- postdampfers „Herzog, auf welchem sich die Missionen des russischen und holländische» „Rothen Kreuzes* nach der Delagoabai einschiffen, davon verständigt, daß diesen Missionen die Ausschiffung in der Delagoabai verwehrt werden n ürde. Dieses Vorgehen gegen den R-ichspostdawpsir „Herzog* würde daS Verfahren der Engländer noch unverständlicher machen als es so wie so schon ist. Wenn die Engländer wirklich die „Rothe > Kreuz*- Mission der Belgier, Russen und Holländer an der Ausschiffung hindern wolle», so würden sie ihrem völkerrechtswidrige» Verfahre« die Krone aufsetzen und die Entrüstung der gesummten ztvUisirten Welt in schärfster Weise gegen fich rege mache«. Von besonderer Bedeutung würde dabei natürlich die Herausforderung Rußlands sein, wo so wie so schon an englandsfeindlichen Stimmen wahrlich kein Mangel ist. Dasselbe gilt von Frankreich, wo viele Blätter, wie gestern erwähnt, schon direkt auf eine gemeinsame Aktion mit Deutschland gegen England Einbiärgen. Deutschland nimmt in Sachen der Schiffsbeschlagnahmen sowohl rechtlich wie politisch England gegenüber eine starke Stellung ein, und es ist trotz Allem kaum anzunehmen, daß man sich in London noch lange der Erkenntniß hiervon verschließt und fich weigert, ihr Rechnung zu trage«. • Deutschland ist die einzige der erstklassigen europäische» Mächte, mit der England gegenwärtig noch auf leidlich gutem Fuße steht, und es würde der größte politische Fehler sein, den die Briten machen könnte», wollten fie es muthwillig mit dem Deutschen Reiche
>a»d gleich darauf ein „Tischchen deck dich* vor ft, feines Porzellan, ein silbernes Körbchen mit kckwerk und eine summende Theemaschine.
Und wie unbefangen, wie liebenswürdig wußte sta zu plaudern!
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- «ns Feiertagen. Onarwls-Abonnements-Preir bei der Expedition 2 M, bei allen Postämtern 2,25 Mk. (exkl. Bestellgeld). JnfertionSgedühr: die gr» spalten, Zeile oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen: die Zeile 25 Pfg.
Roman von H. Palms Paysen.
(Fortsetzung.)
Mit kalter Energie unterdrückte fie momentan lS nagende Weh der hoffnungslosen Liebe in sich d wandte sich ihrem treuesten Bundesgenossen zu, ihr so verhängnißvoll gewordenen, regen, Mtastevollen, nie rastenden Geist.
angebracht gehalten, den Reichspostdampfer „Bundesrath* und die Hamburger Bark „Hans Bag n et* unter sehr fadenscheinigem Vorwande aufzubringen. Wit wolle» an dieser Stelle davon
a i s e r s commentirte. Und doch war fie in dem heil, der sich an die Allgemeinheit wandte, bedeut
genug. Noch einmal mahnte der Kaiser, in d r innerung an die gewaltige» Folgen der Heeres - form opferwillig an die Verstärkung unserer Wehrst zur See heranzutreten. Hoffen wir, daß dieser ahnruf in der ersten Stunde des neuen Jahr- vderts in den Herzen des Volkes ein Echo finde d daß die Volksvertretung dem Kaiser bei der ung der Ausgabe, Deutschlands Macht zu erhalten, llige Heeresfvlge leiste.
Die Zeiten find zu ernst, als daß man diese fzabe leicht nehmen könnte. Wem das bisher ch nicht klar geworden ist, dem könnte der Tran s- daalkonflikt die Augen öffnen. Dort unten j» Südafrika setzt die große Wandlung in der Veränderung der politischen Machtverhältnisse ein, die pchrscheinlich den nächsten Jahrzehnten die Signatur geben wird. Noch ist es ja in de» übrigen Erdteilen ruhig. Sollte das aber nicht die Ruhe vor dem Sturm sein? Eine Ruhe, die irgend ein an fich unbedeutender Anlaß sofort aufheben könnte? Fast scheint es, als ob auch dieser Anlaß fich schon gesunden hätte.
Mehr und mehr gewinnt cs nämlich den Anschein, als ob England bald mit der Besetzung der Delagoabai Ernst machen wird. Den verschiedenen Schiffen, die auf der Fahrt nach Lourenzo Marques hm Schicksal der Beschlagnahme durch englische Kriegs-
M> «bschen, diesen Akt der Unfreundlichkeit und offenbaren Rechtswidrigkeit noch ihren Folgen für unser Kerhältniß zu England zu kennzeichnen, und wollen vielmehr nur darauf Hinweisen, daß die Wegnahme all der Schiffe wahrscheinlich nur den Vorwand bilden soll, um Portugal schlechter Wahrung der Neutralität zu bezichtigen und dadurch einen Schein- inrnd zur Besetzung der für England so eminent wichtigen Bucht zu erlangen. Frankreich und Ruß dud scheinen fich schon darauf vorzubereiten. Frankreich zieht ein Geschwader bei Madagaskar zusammen »d Rußland will, wenigstens Prebäußerungen nach, Ä Bälde ähnliche Schritte unternehmen. Wo bleibt aber Deutschland? Wir haben eine solche Masse
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'schiff r Dennoch traf fie nicht das Richtige in To« und S’ Bort. Gisela Brannte mit allen Fibern danach, etwas 81hec Dn ^ich, von seinem Verhallen und Zukunftsplänen itteftc 1 hören, während Asta dem entgegen nur von kleinen, Pfg vmlosen, humoristischen Begebenheiten in der Anstalt
3 bet: zählte.
mpf.’ schiffe anheimgefalle« sind, haben sich zwei neue zu- gesellt und zwar deutsche. England hat es für
Warburg
Sonntag, 7. Januar 1900
Anzeigen nehmen entgegen: die Expedition dieses Blattes, die Amroncen- Bnreaux von Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg, Wien; Rudolf Mosse, Frankfurt a. M„ Berlin, München, Köln; tt. L. Daube & Co., Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris rc.
Schmerzes. Ich war bisher so wenig leidvertraut, daß mich das Ungewohnte fast erdrückt, und unbekannt sind mir nach dieser Richtung hin die Rücksichten, welche die Welt fordert*.
„Rücksichten auf mich, die ich Sie so ganz ver- stehe, mein thenres Fräulein; kein Wort davon. Ich meine es ja so gut mit Ihnen. Sprechen wir denn von nichts anders alS von dem, was Ihre junge Seele so tief erschüttert. Wie ists — haben Sie de» Anstifter allen Unheils, den Brief, mitgebracht?*
Die Frage klang sehr gleichgilttg. Sie bot ihrem Gaste dabei eine Taffe Thee an.
Gisela bejahte, zog daS Couvert aus der Tasche und Überreichte es Asta, bereit Wangen nun den letzten, schwachen Hauch von Farbe verloren.
„Ich bin doch gespannt*, sagte fie leichthin. „Ist eS ein deutscher Brief?*
„3a, und nicht allzu gewandt verfaßt*.
„Sie unschuldiges Kind!« rief Asta mitleidigen Tones, „das kann ja Abficht sein*.
Dabei entfaltete fie daS etwas zerdrückte Papier.
Ei» aufmerksamer Beobachter hätte bemerken könne«, daß ihre Blicke ohne Aufmerksamkeit nur flüchtig über die Zeilen weghuschte», daß fie vielmehr angestrengt auf das horchte, was Gisela sprach.
Sie erschrak. Hörte fie recht? Sie sollte den Bries nicht behalten, mindestens nicht länger als bis znm nächsten Tage? Darnach würde derselbe in die Hände des Henn v. d. Lüde gelangen ?
„£), das paßte nicht in ihre» Plan hinein; das
Wochenschau.
Noch lagerte Feiertagsstille über der ersten des neuen Jahres und neuen Jahrhunderts, daß man die Sylvester-Rede unseres
Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg ««b Kirchhai«.
Jllustrirtes Tonntagsblatt. '*■
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u6««>p *”ct gegenüber int eigenen Heim heute die liebens- «»*«• würdigste Mithin zu spielen.