Zweites Blatt
Nachdruck verboten
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Al- Gisela in de« Garte» zurückkehrte, erschien ihr dort alle? verändert, alle? beängstigend still, schwül und melancholisch, obgleich die Sonne nach wie vor licht »nd freundlich in da» Laub der Bäume hineinschien. Sie setzte sich nicht wieder unter die Weide, der Platz war ihr verlüdet worden. Sie begann bc» langen, geraden Weg, der au den Läng? seile» de? Gartens mit der grünumsponnenen Mauer die Grenze dildetc, auf und nieder zu wandern. Bald
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Roman von H. Palm» P a y s«o. (Fortsetzung.)
, La Gisela nicht sogleich antwortete, h gleichgiltig fort: „Andernfalls möchte ich
Vom Büchermarkt.
♦** vriifmarktnalbum. Wenn «8 bisher schien, al» dräng« die neue Postkarten-Liebhaberei das Sammeln von Poftwerthzeichen in den Hintetgrund, so wird diese Annahme durch die lebhafte Rachirage, welcher heute noch Briefmarkenalbum» begegnen, wiederl-gt und daher ist der Sei log des weitbekannten Swaubck'schen Briefmaikeu Albume, E F. Lücke, Leipzig, auch zum diesjährigen Weih nachtrfest in der angenehmen Lage der Sammlerwelt eine
aber wurde ihr dies wi-d.r leid, und sie Itf in? HauS zurück, in ihr Zmmur.
Der Justizrath hatte es tn seiner Aufmerksamkeit und Zuneigung zur Nichte vor Jahresfrist ganz so auSstaiten lasse», wie Gis la eS daheim liebte und gewöhnt war. Es zeigte auf den Garten hinaus und duftete »ach Blumen.
Gisela setzte sich an» Fenster und stützte die heiße Stirn in die Hand. Sie saß lange dort, wie lange, da» wußte sie nicht. Sie wußte nur eines: „Alles Hessen! und Wünschen bat sür mich ein Ende genommen. Ich muß mich nun in mein Unglück zurecht finden. Ich wäre kein Charakter, wenn ich das nicht könnte. Ich werde eS auch können — nur nicht in diesem Au en blick ich bin so elend und so unglücklich, daß lch wünschv', es wäre vorbei mit diesem jämmerlichen Leben, daS solche Schmerzen solche Marder bringen kann, solch grausame Enttäuschungen!' . . . Und fi schlug die Hände vorS Gesicht und weinte lange und bitterlich.
Darnach fühlte sie fich wie erleichtert, und eS falzte eine Stunde des Grübeln? und völligen Versinken? in sich selbst. Eie hielt sich nochmal? alles vor, was sie getdan und hervorgerufen und fand e? nun gut und richtig.
Grausam — brutal! Da? waren die Schlußworte für jede neue Erwägung. Daß er den Jungen damals so übermäßig geprügelt, das war auch eine Brutalität gewesen. Und sie hatte das dazumal ge lobt, sein Verhalten hatte ihr gefallen! Hatte die Liebe fie den» blind gemacht?
Und nun wieder Sturm und Drang! Eine rasende Menschtuverachtung erfüllte ihr Herz. Es litt sie nicht m-hr im Zimmer.
Al» fi- fich ihre» mit Feldblumen geschmückten Hut an den Kopf drückte »nd dabei flüchtig de» Spiegel streifte widerten sie die bunten Farbe», das tiüffi Gelb ihres Kirche», da» lustige Blau und Roth der Blum n an. Vor ihrem Gesichte erschrak ft fast, so trotzig finster, so verbittert sah e? au?. Grau und schwarz, da» waren die Farbe», die hinfort allein dazu gehörte».
Gleickz-itig war auch ihr Blick auf die Hand gefallen auf de» Goldreif an dem Finger.
,WaS soll der »och hier,' murmelte fie und zog den Ring mit einer schnellen, zornige» Seberde vom Finger. „In? Grab mit alle» Andenken »nd
Wäre e» nicht einfacher gleich jetzt?'
Da müßte ich erst suche». @3 klingt kaum ßdublich, aber denke» Sie, »och habe ich meine Koffer, Hl auf eint», nicht geöffnet. 68 war mir alle? zu tiel und alle? so gleichgiltig,' bemerkte Gisela müden Ionel, mit ihren Gedanken berest» wieder von der Sache abschweifend.
„Nun dann — ja, thnn Sie da» — bringen Sie mir den Wisch tu» Han». Ud kommen Sie rcht bald. Ich könnte sonst auSgefloge» sein.'
Eie schüttelte Gisela herzlich die Hand, unb bann trennten fie sich. Gisela blickte ihr voll schwerer Aedanke» »ach. War diese Fran doch die einzige Versöaltchkeit, die ihr jene dunkle Lebensperlode Ur ich», a» der sie da? schmerzlichste Interesse nahm, ah llen konnte. Uni doch, wie weh ttjat diese Aendung, bitfer e-fte, schwache, am Horizont der Srrgang'nheit ausgetauchte, unreinen Flammen eut- tzringente Lichtschimmer!
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Allen au» dem Wege! In die Einsamkeit — in den Walo!
Und fie bog von der Chauflee ab auf einen Feldweg, der sehr bald in den fich meilenweit dahin streckenden Wald führte.
Ein unstillbare? Verlangen nach körperlichen Anstrengungen erfüllte sie. „Ich möchte müde toerben, einmal recht müde,' wünschte fie sich nud beneidete die Holzhacker am Wege, welche beschäftigt waren, die gefällten Buchenstämme zu zerkleinern und schicht weise ubeninanber zu häufen.
Erstaunt sahen ihr die Leute nach. So schnell wie diese, schritten Damen sonst nicht oft dahin.
„De Helt geflennt,' sagte der eine unb der andere: „De hell Pmn op et Haitj-l'
Äiltla hatte da? gehört und verstanden und preßte die Lippe» zusammen.
Nicht hanig genug konnte fie wiederum vom Wege abweichen, jetzt in die schmaleren Pfade in» Dickicht hluci».
Da? Terrain war hier überall in „Jagen' ein- getheilt. Ei« Fremder konnte fich i» dem großen £Babe nicht zurecht staben.
Aber Gisela ka°nte diesen Waldiheil gut. Sie war hier oft mit dem Onkel umhergeftretit, zn Fuß und zu Pferd. Ohne Begleitung wär? ihm zwar nicht recht gewesen. Er würde schelten, wenn er» wüßte. Wa» schadete e», e? war ja alle» so gleichgiltig!
Und fie schritt weiter, die Kren, unb bie Quer, anfang» noch auf Weg unb Steg achtend, hernach aber nicht mehr. Ob fie nun früh oder spät heim- tam, ober ob sie sich ein bischen verirrte, gleichgiltig war alle? l
Unb selbstverständlich — fie verirrte fich.
(Forlsetzmig felgt.)
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Sie tato. AGHlW in ihrer einfachste« Form «ebst einer Aufstellung einer Schlußrechnung und einer Steuer - Erklärung
neue Auflage der fraglichen Abum» übergeben zu können. Nun darf ja alethinge nicht verschwiegen werden, daß gerade Schaubck'» Briefmarken-Album an der Spitze aller - , seiner Genossen marschirt, denn «8 genießt den nicht hoch
Erinnerungen I I genug anzuschlagenden Vorrang, da» einzige Sammelbuch zr.
Und dann verließ sie da? Hau». Wohin nun VI fttni toel<±)< 3 bi» zur jüngsten Zeit ve-vollftäudigt voriiegt. Nur nicht unter Mei scheu mit den verweinten Augen l' Hierzu gesellen sich noch «ine Anzahl Vo-züg«, di« in ihrer
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Donmrstag, 21. Dez : „Das goldene Kreuz,' Hierauf:
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Freitag, ■«.». Dez.: „Prinzessin Goldhaar.'
Sonnuabend, 28. Dez: „Iris.'
Montag, 25. Dez., 8*/i Uyr: „Prinzessin Goldhaar.'
7 Uhr: „Mignon.' Dienstag, 26 Dez., 3'/« Uhr: „Prinzessin Goldhaar ' 7 Uhr: „Daunhäusec.'
Schauspielhaus.
Donnerstag, 21. Dez: „Rakliff.' RttUaiien«« und Concert.
Freitag, 22. Dez.: „Maria Magdalena.'
Sonnabend, 23 Dez: „Der Herr im Haus«.'
Montag, 26. D«z.. 3Vs Uhr: „Heimath.' 7 Uhr: „Der Probckandidat'
Di«nst°g, 26. Dez., 3'/, Uhr: „Im weiß«« Röß'l.'
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