Einzelbild herunterladen
 

Ich

X.

34. Jahrg.

48. »

I Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Jllustrirtes Sonntagsblatt. BanM "**"*

'----1L!S>MN«MSMNMSNSSSS>S?M>?^»*^E^?!«S!SSNW« ___________________________________

cslx-^a?,L 'Üffnrßltrfl 5niet8en ne6mtn «utgegm: bit Expedition dieses Blattes, die Annoncen-'

Vo 29?) TOF W«UeB ^WUVVUry vnreanr von Haasenstein L Bögler, Frankfurt a. M., Caflel, Magde-

JVL &ÖO P°^«^ 2 25 M ^(exN BchellgE- Jnf-rttonSze^chr- die ze- <QQO dura, Wien: Rudolf Moste, Frankfutt a. M., Berlin, München, Köln;

fr* ",k* "der der.» Reum ia frfg. Rtff«nw di. Z-'le S5 P?«. L>0NNa06N0, Iv. 4)^6011)61 1899. t. L Daube & So., Frankfutt a. M., Berlin. Hannover, Paris

rein

Die allgemeine Lage.

nbn,

n

ba< II

ja«fe

o»

n »

M auS vorecht, die Haupt-Aktion haben sollte, mal Buller war in Kapstadt gelandet, nm den maisch zu letten.

Die hülftose Lage der in Ladysmith eingekästelten -a warf den Plan um; Buller begab sich »ach bl, überließ die anderen Kolonnen ihrem Schicksal, richte die unter Katacre stehende Dioifion be-

1

rtt, reit rnd rw. so; ttn M;

u.

cht 3.

dc- tt.l u.

u. iS» «- Kl

Daß die Sache taktisch recht traurig für die Eng- i ta steht, sehen jetzt selbst die eifrigsten National- scheit, ® ein. Ein Blick auf die allgemeine Lage ge- :. 6t| i, um das zu verstehen. Der Blau der Eng- bk war, mit dem gelandeten Corps auf drei i«, im Ceutrum und linken Flügel durch den oje-Freistaat hindurch nach Transvaal einzu- y«, wobei die Centrums-Kolonne, die von East-

8 8 H. 8em Kriegsschauplätze häufen sich die Meldungen, tral Gatacre im Ceutrum bet Siormberg ge- erleh«, I®' lieht sich auf Sterkstroom zurück. Lord nag b i8®' neuerdings wieder am Modderflusse unter ,ts i ßffl Verlusten gründlich abgewiesen, zieht fich (79) «-»ermäßig zurück und verschanzt stch in einer Lärtigen Stellung. General Buller steht vor der K« Stellung am Tugelaflusse und ist sowest wohl I sciseste, daß er nicht Stellungen angreift, die er t ibnwinden kann; allein die Nachrichten aus Wich, die bisher immer von .bestem Wohl- iaütH* der Truppen zu melde» wußte», beginneo i Typhus und Dysenterie zu berichten; wohl au- ttaö, daß es HSchste Zeit sei, daß Baller sie end- »löse I

im mußte nach dieser Schwächung den Plan, in l O-avj. Freistaat eivzurücken, aufgeben nnd hatte wehr nur noch die Aufgabe, den wetteren Vormarsch Steiftaatlii aufzuhulten und Lord Melhuen zu Een, indem er durch B-sitz der bei Molteno ckaden Verbindungsstrecke mit der Kapstadtbahu ta Verkehr mit der linken Flügel > Kolonne des M aufrecht erhalte» konnte. Statt dessen ergreift ile Lffcnfiv:; die Bure» lasse» ihn wie stets Mven und zwingen ihn, den Bcfitz von Molteno l-geben und nach Sterlstcoom zu. ückzufullen.

8nch Lord Methuen läßt fich trotz der mannig- 61 do-r ihm selbst schon gemachten Erfahrungen, 's mißlich ist, dir uur mit Artillerie über- lltten Bure» anzugreifen, zu einer Attacke ver- >. die um so verlustreicher wird, als die Buren »«marschierende Jnfanterie wiederum bis auf ° Schußweite ruhig herankommen ließen und bann iidiltchem F uer überschütteten. Nach den

Verlusten ist es kaum zu erwarten, daß Methuen Kimberley, viel weniger Bloemfontein w wird.

Nid) und trat den Vormarsch zur Befreiung hter an, der jedoch am Tugelafluß vorläufig et» = 81 k nre-cht hat. Der in der Mitte stehende General

die taktische Lage so ernst, daß die allgemeine in England eine große ist, so gewinnt ste »csahr für Großbritannien in ihrem politischen . . N#»; beginnen doch jetzt die englische» Blätter L^IDrflni6 1" fühlen und anzudeuteu, daß die

Nachdruck verbot«

HS

l» t-

»H

111 Ml

Roman von H. Palms Payse». tFottsttznug.)

«V MS MS

i HW

*e fremde Dame, die, von der Chaufice ab- Z* langsam auf die Gitterthör de» Vorgartens nutzte Ast« k. Heldhansen sein, obgleich

llr hing fich die ihm von Gisela dagereichte "lasche um, und nahm auch seinen grüne» Schlapp- "ü der Sptelhahnfeder au» ihrer Hand entgegen. ^°»st kümmerte ste fich nicht um dergleichen Dinge. - i von ihr war er überhaupt nicht ge-

H*t ~ Sie war nicht darnach erzogen.

"r Rath verließ nun da» Haus.

j* »un war Gisela wieder allein nnd wartete ? wartete.

MS > Stunde war endlich wieder vergangen. **l , ste eia Buch zm Hand. DaS Lese» war , Ndtrsen Woche» oftmals et» Betäubungsmittel Seelenzusta»d gewesen, heute eiwie» eS fich j,, . Vilich wirkungslos. Sie la» ganz andere , da standen und sah auch alle Augenblicke

**s*®8 Buch auf die Straße.

Y wieder, dabei sah ste plötzlich diejenige, bri R letzter Zett im Wachen u»d Träumen

Kapläoder, die ja nie pasflonirte Engländer gewesen find, angefichtS der Niederlagen, die die brit schen Truppen auf allen Bormarschlinieu zu erleiden hatten, sehr stark mtt dem Gedanken umgehe», daS verhaßte Joch Großbritanniens abzufchütteln und das Gefühl in die Thal zu übersetze», indem ste am Kampfe bei Stormberg stark bethctligt sei» sollen.

Die Angstrufe der .Times* und anderer Stimme» »ach mehr Truppen und nach Bildung neuer Kadres find Zeichen, daß die Stimmungen in Großbiitannte» über den bisherigen Gang de» so frivol heraufbe- schworeneu Kriege» keine heiteren find.

Am Modderfluß.

Alle weiter einlaufendeu Nachrichten bestätigen die vernichtende Größe der Niederlage Lord MethuenS bei MagerSfouteiu. Es find gerade seine Elite regimenter nnd überhaupt die beste» dcS britische» Heeres, die Hochländer-Garden, gewesen, die vom Feuer der Buren am furchtbarsten gelitten bab-u; weit mehr a!S der vierte Theil der Hochländer- Brigode scheint getödtet oder verwundet zu sein. Die Trümmer deS englischen Heeres flülteten in das Lager südlich vom Modderflusse, wo ste von Dclarey und Prinsloo im Osten und Süden etngeschiofl n sein sollen. Die Verluste der Engländer find enorm, ihre Dcmoralisat'on soll vollständig sein, und es ist hiernach leicht zu ermesse», waS eS mit der gerühmte» Sicherheit* Lord MethuenS und seiner Leute auf sich hat.

Uebct die Schlacht selbst giebt der Korrespondent derDwly Mail* in Modder-River folgende» Btt»: Der Kampf begann bei Tagesgrauen. Die Hoch, länder rückten über die Grarebene vor und sahen fich plötzlich einem mörderischen Feuer auS Laufgräben von 200 Irrds Lange ausgesetzt. Der größere Theil de» Tages nahm einen fürchterliche» Verlauf. Die Verluste, die so i» einer einzigen 'Minute erlitten wurden, waren erschreckend und über­wältigend Die Brigade zog sich rasch zurück er­holte fich aber wieder und behielt ihre Stellung. Dies war auf dem linken Flügel. Auf dem rechten Flügel war die Garde-Brigade durch die offene Ebene gegen andere Laufgräben vorgegangen und kämpfte 15 Stunden lang gegen einen nvfichtbaren Feind. Um 11 Uhr Vor mittags wurden die Gordous, die an dem ersten Vormarsch nicht bethnligt waren, vor­geschickt. Die Buren ließen ste eine Linie der Schütz-ri- oräben passtre» und nahmen fie dann unter F. uer. Die englische Artillerie bestrich den ganz n Tag bin durch die feindlichen Verschanzungen. Erft bdm Einbruch der Nacht hörte der Kampf auf. Ein Ver- zeichniß der Tobten, Verwundeten unb Vermißten ist noch nicht zu erlangen.

Wie sehr bie Hochlänber gelitten haben, geht an» folgenbem Bericht bcS Siandarb hervor: Nach dem Zurückgehen bei Hochländer Brigade konnte bei bei N uanfstellung das unter bcm Name»Schwarze Wache* rühmlich bekannte Regiment nur noch 16 0 Man» aufrodfe». Am Vormittag wurden die 1. Gordou-Hochländer vorgeschickt. Sie schritten mit öuß-rster Tapferkeit zum Angriffe auf daS Ceuttum de» Feindes, wo ih r tobten und verwundeten Kameraden lagen, fanden eS aber unmöglich, die

Gisela fich dieselbe ttotz JrmaS genauer Bcschrdbung anders sorg«stellt, größer und älter aussehend.

Jetzt traf sich beider Blicke.

Da war kein Halte« mehr. Gisela stürzte auS dem Zimmer heraus, um ste eii-zulassc». Sie hatte die Empfindung, als träte ihr gleich eine gute Freundin entgegen, die gekommen sei, ibr zu helfen und sie von alle» inneren Wirre» zu erlöie». Ihre Pulse flogen und alle» in ihrem Geficht vibrierte.

I» der Wärme und Leisenschastlickkett ihre» Wesens streckte ste der eL ganten Fra», die jetzi i» der geöffneten Thür sichtbar geworden, begrüßend die Hand entgegen, mit der hastige», aber warmherzig betonten Frage:Frau v. Helohausen, nicht wahr?'

Die Dame stimmte mit einer graziösen Kops- »eignxg fein lächelnd zn. Ihr Händedruck war herz­lich, ihr Blick tief »nd vielsagend, etwa mit de» Worte» zu übersetze»: Wir find «nS zwar »och fremd, aber doch geistig bereit» so nahe getreten, wie zwei sensitive Frauen, deren Seele» einander zu­fliege», sobald fich ihre Blicke treffe» unb ihre Hände berühre».

Gisela hatte vorher wohl überlegt, wohi» fie ihre» Besuch führe» solle, ta ein Zimmer oder ta den Garte», snb stch zuletzt für de» Platz am Spring, brnnne» unter der große» Häugewttde, entschiede». Dahin geleitete fie nun Aßa v. Heldhans-n; Zimmer- tast hätte ihre bee»gte Brust ersticke» müssen. Durch

feindliche» Schützengräben zu nehmen, deren Front mit Stacheldraht gebildeten Verhaue schützten.

Da» Kriegs amt theilt mit, daß die Hochländer- Brigade in dem Gefecht a® Montag allein einen Verlust von 650 Man» an Todte» und Verwundete», Unteroffizieren nnd Mannschaften hatte. Von Osfizieren wurden 10 getödtet, 38 verwundet, 5 werden vermißt. Gleichzeitig wird bestätigt, daß der Marquis of Winchester und General Wenchage gefallen fei. Der Ge'ammtverlust der Engländer in der Schlacht am Montag betrug nach weiterer Meldung 833 Mann. Von den Osfizieren find 15 getödtet, 46 v-rwundet, fünf vermißt; einer ist gefangen. Offenbar aber find die Angaben über die Verluste zu niedrig, denn die Engländer find wieder einmal blind­lings in geschloffener Ordnung in de» Schußbereich der Buren marschiert. Die Buren waren zu ebener Erde so unfichtbar verschanzt, daß die Schotten in geschloffener Kolonne in das Schußfeld der Gewehre der Buren marschierten. So wurden ihnen in einer Minute die schwersten Verluste beigebracht. Mit dem AusklärungSdienst der Engländer scheint eS geradezu jammervoll bestellt zu sein.

Die Stimmung in Loudon.

lieber die gegenwärtige Stimmung in London nach den Niederlagen MethuenS entnehmen wir einer Privatmeldung von dort: Alle Welt ist hier darüber einig, daß, da Lord Methuen vorläufig von keiner Seite Verstärkungen erhalten kann, er das Emir ff n der fünften Dioifion abwarten muß. Freilich wird b fürchtet, daß bie ihm im Rücken siebenden Buren ihm nicht viel Muße laffen werben. Die Stimmung hier ist eine Überaus gedrückte. DerStandard* erfährt au6 guter Q-elle, im Kriegsamte sei infolge der von General Methmu erlittenen Verluste be­schlossen worden, die M o b i l i s i r u n g einer siebenten Dioifion mit einer achten in der Reserve vorzube, eite».

Umschau.

Die Arbeiten des Reichstag.

D-r Reichstag, der jetzt in die Ferien gegangen ist, hat feit feinem Wiede,zusammentritt cm 14. Novemoer 23 Plenarsitzungen abgehalten und in diesem Abschnitt bereits ein großes Arbeitspensum geleistet.

Da die Tagung im Juni nicht geschloffen, sonder» nur verlegt wo den war, könnt-» bie von den Kom­missionen vorgelegt n und vorher noch nicht erledigte» Berichte zur Berathung gestellt werde». Dies geschah mit der Novelle zum Postgesetz, der Fernsprech- gebührenorduung und dem Entwurf über bie gemein- famen Rechte ber Besitzer von Schuldverschreibungen. Diele drei Vorlage» find nach de» Vorschlägen ber Kommission in zweiter unb britter Lemng zur An­nahme gelangt. DaS Telegraphenwegegesetz, baS vor ber Vertagung komm ssattscher Berathung über» wiese» worben war, ist ebenfalls dMchberathen und geichästSo dnungsmäßig in britter Lesung verabschiebet worden. Die RdchSschulbenorbnung wurde mtt un­wesentliche» redaktionelle» Aenderungen von der Bndget- kommlsflon genehmigt und harrt ber Bestätigung durch

daS graugrüne Laub be» mächtigen, nach allen Seiten in weitem Hängebogen fich auSspannenden BoumeS spielten Sonnenlichter, (Letten ben Boden unb huschten zuweilen auch über die beide» schönen Frauengesichter hinweg.

Es trat das erste, waS Gisela von Afia v. Helohausen wahrnahm: deren Schönheit. Vorerst nur diese, wett sie sich diese Fran anbei» vorgetzellt hotte, älter mtt einer Art mütterlichen Wesens behaftet. Die wirkliche Asta sah ja ganz, ganz anders auS.

Aus dem weiße» Gesichte leuchtete» ihr ein paar braune, seltsame Ange» entgegen, ichön in Form und Farbe, aber unverständlich im Blick. Die Stirn war niedrig und von starkem, blauschwarzem Haar etage« rahwt. Massig unb schwer hing eS am Hinterkopf in einem Knoten zusammen. Weiter fiel ihr bie Purpurröthe ber Lippe» auf, bie fich von bem auf­fällig blaffen, schmalen, jeglicher runder Linie» ent­behrende» Geficht sonderbar scharf, gleichsam wie ge­färbt, abhobr». Die einzelne Unregelmäßigkeit be» feinen Gesicht» lag in dem etwas vorstehenden Unter­kiefer, ward aber nur bei völliger Bewegungslosigkeit der Züge bemerklich, dann verlor da» Gesicht über- Haupt an Cympathie. ES trat ein scharf sinnlicher, harter Ausdruck zu Tage, ber sonst nicht geahnt werden konnte. Beim Spreche» glich fie dem jüngste» Mädchen, besonder» beim Lächeln, o, dann sah sie sehr reizend an» und nur, wenn fich ihre

daS Plenum. Die Novelle zur Geweibeordmwll wurde in zweiter Lesung im Wesentlichen »ach ben Vor­schlägen ber Kommission in sieben Sitzungen an­genommen. In dritter Berathung ist die Novelle ebenfalls erledigt, bi» auf ben ben Ladenschluß be­treffende» Abschnitt, der »ach Neujahr zur ent­scheidende» Abstimmung gebracht werde» soll. A b« gelehnt wurde dagegen in zweiter Lesung, ohne vorherige KommissionSberathung, daS Gesetz zum Schutze deS gewerbliche» ArbeitsverhältnifleS. DaS Haus hat zweiSchwerinStage* abgehalten, an denen über die Anträge ber Freisinnigen unb Sozialdemo­kraten auf Erlaß beS ReichSdergges'tzeS verhandelt wurde. Außerdem gelangte ber Antrag Basier man», betr. bie Aufhebung beS VerbindungSverbotS für Vereine zur Annahme, der inzwischen »ach Zu­stimmung deS BundesraihS die Kaiserliche Sanktion und Bekanntgebung durch benReichsanzeiger* er­fahren hat. Genehmigt würbe vom Reichstage auch debatteloS der Antrag v. H-yl, betr. die Aufnahme bir Heimarbeiter in daS Kranken verficherungsgesetz. Von be» eingegavgene» Vorlage» ist die Novelle zum Münzgesetz zur erste» Berathung gestellt unb einer befonberen Kommission von 14 Mitgliedern über» wies-» worden. Der Etat wird, nach viertägiger Generalsebatte, wie üblich, i» feinen Haupttheile» (Milirär-, Marine, Post-, Kolonialetat unb daS ge­summte Exttaordiaarium) ber Budgelkowmi sion zu- gewiesen, bie gleich nach Neujahr zugleich mtt bem Plenum ihre Arbeiten toieber aufnimmt.

Aus ber Denkschrift über bie Ent­wickelung der Schutzgebiete.

Dem Reichstag ist die Denkschrift über die Ent­wickelung der deutsche» Schutzgebiete in Afrika und ber see, mit Ausnahme von Dentsch-Ostasrlka, im Jahre 1898 99 sowie über bie Verwendung be» AftikafonbS während deS gleichen Zeitraums vorge­legt worben. Die Denkschrift über Deutsch Ostafrika, für welche das erforderliche Material noch nicht einge- troffen, jedoch in nächster Zett zu erwarten ist, wirb bem Reichstage sobald wie möglich übermittelt werde».

Im Iihresbericht von Südwestafrtka wirb Über die wirthschaftliche Euiwickelung gesagt, daß da» Streben, bie Folgen ber Rinderpest ferner zu be­seitigen, im laufenden Berichtsjahre dem wtrthschast- lichen Lebe» ber Schutzgebiete fast noch mehr als im Vorjahre ben Stempel aufgeinückt hat. Der erste» Bcstü-zung über bie erlittenen Verluste machten ruhige B sorinenheit unb zuveisichrliche Hoffnung auf biffere Z iten Platz. Trotz ber nicht besonders gürstige» wirthschaftttchen Lage hat die Einfuhr in das Schutz­gebiet ihre steigende Tendenz betbehalte».

Ans dem Bericht über Kamern» ist hervoizn- hebeu, daß das Schutzgebiet in einem dauernden Fort- schreite» stch befindet. In politischer Beziehung kann durch die Adamaua-Expedition, durch bie Fortschritte ber B-sitz rgreifung im Norbwesten unb die Besetzung von Sudkameru» baS ber thatsäcklichen Herrschaft unterworfene Gebiet fast als verdoppelt gelten. I» wirthschaftltcher Beziehung hat ber Plavtagenbau bie auf ihn gesetzte» Hoffnungen bis jetzt voll erfüllt, ber Handel ber Nord- unb Südküste hat seine Le«

Lippen gufammenlegten unb die Züge ihres Gesicht» fich verlängerten, bann merkte man, baß sie über das dreißigste Lebensjahr schon hinaus war.

Gisela kam durch das, was sie innerlich zu be­wältige» »nb zu beherrschen hatte, zu keiner weitere» Betrachtung ta btesem Augenblick. Während Asta v. Heldhausen in einem Husch alles an ihr wahrnahm, die Schönhett unb bie Lebendigkeit ber Seele, und daß fie noch sehr jung sei und heiß fühlte und dachte. O, da ließ fich noch viel thun, noch viel hoffe» und erwarte».

Schaue» und refl-kttre» geschah bei Asta immer gleichzeittg. ES währte »och keine Minute, da sprach man bereit» von bem anonymen Brief und damit fiel die unfichibare Schranke, die Gisela von der ihr noch so fremben Dame innerlich trennte. In ihrem BertrauenSbebüisniß entfefielte fich auch «lsobalb ihre» Herzen» Kummer.

Gisela erzählte, und Frau Asta horchte. Sie war eine sehr aufmerksame unb zugl-ich theilnehmenbe Zuhörerin. Forschend hing ihr Blick an bem ost vor Erregung bebende» Munde Gisela», deren da­durch in» Zitter» gerat bene Stimme fie wohl sehr mitfühlend berührte, den» liebevoll legte fie ab n»d zu ihre Hand auf diejenige Gisela» »der flüsterte ihr ein paar tröstende Worte zu.

ö*tf**a WO