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Seite in die Hände von Verführer» zu geben und zu einem Elemente gefährlicher Bestrebungen werden zu lassen? Man hat die Bauern durch die industrielle Thätigkeit in die Städte gelockt, die landwirthschaft- liche Produktion in Rußland geht zurück, die länd­liche Bevölkerung nimmt ab, Mißernten und Huugeis- nölhe treten bald hier, bald dort auf, weil seit Aufhebung der Leibeigenschaft die Landwirthschaft dank der Gleichgültigkeit der für die Freiheit nicht reifen Bauern im beständigen Rückgang begriffen ist. Wie soll daS anders »erden, so lange der lockende Lerdievst in der Stadt winkt?

Es kann nicht schwer fallen, an maßgebender Stelle solche Erwägungen zur Geltung zu bringen. Manches Zeichen spricht dafür, daß die altrusstschen Strömungen am Zarenhofe wieder mächtiger ge­worden sind. Daß ste sich, wenn ste erst bis zu einem gewissen Grade erstarkt sind, zunächst gegen das System des Finanzmivisters Witte wende» werde», ist sicher. Die jüngsten Schwierigkeiten auf dem russischen Geldmärkte und die heillose Wirtschaft einiger Aktiengesellschaften, die dabei zu Tage ge­kommen ist, werden einem geschickten Wühlen gegen Witte wahrscheinlich trefflich die Wege ebnen. Bis jetzt konnte Witte immer noch stolz auf das baare Geld Hinweisen, das seine Finanzpolitik in die Staats­kassen gezaubert hatte. Er hat auch jetzt noch einen hübschen Baarvorrath angesammelt. Aber gleichzeitig hat er doch durch die Heranziehung der ausländischen Kapitalien Rußlands Wirlhschaftslebeu so abhängig vom internationalen Geldmärkte gemacht, daß schwierige Tage an den europäischen Börsen all die hübsche» Kartenhäuser, die Witte aufgebaut hat, mit einem Schlage einreißen werde». Da wird dann der auf­gesammelte Baarvorrath kaum etwas helfen. Wenn nicht eher, so wird Witte an einem solchen kritische» Tage am Ende seiner Herrlichkeit stehen. Wahr­scheinlich aber schon eher; die jetzt aufgetauchten Nachrichten sind wohl nur die Anzeichen von der im Stillen gegen ihn betriebenen Minierarbeit, die vielleicht schon bald Erfolge habe» wird.

Umschau.

Vom deutschen Jndustrterathe.

k. Die drei industriellen Vereinigungen: Zentral­verband deutscher Industrieller, Bund der Industriellen und Verein zur Wahrung der Interessen der chrmische» Industrie hatten eine Kommission eingesetzt, um die Bildung eines deutschen Jndustrierathes in die Wege zu leiten. Bei der ersten Besprechung war man sich über die Rothwendigkeit einer derartigen Zentralstelle einig; es wurde demgemäß ein Statuten-Entwurf be- ratheu und vorläufig festgestellt, daß der Jndustrierath aus 36 Abgeordneten der drei beteiligten Organisationen bestehe» soll, daß seineBeschlüssc nur bindende Kraft haben sollen, wen» sie einstimmig erfolgen und baß nur solche Gegenstände zur Verhandlung gelangen dürfen, die in einem der drei VereinSvorstände vorberathen und von einem der drei Vereine vorgelegt sind. Indessen sollen auch Industrielle oder Verbände, die außerhalb der drei Vereins Vorstände stehen, berechtigt sein, An­

träge an den Jndustrierath gelangen zu lassen, sofern dies durch Vermittlung eines der drei Vereine ge­schieht; alsdann soll der Jndustrierath verpflichtet sein, auch diese Anträge zur Berathung zu stelle». Weitere Schritte zur endgiltigeu Zusammensetzung und Organisation des Judustrieraths stehen, da die Kommission sich in Permanenz erklärt hat, in naher Aussicht. Damit dürfte die Vertretung der Industrie durch die Handelskammer ihr Ende erreichen.

Deutschland und Frankreich.

** DaS verbreiteste militärische Fachblatt Frankreichs, die France militaire, brachte kürzlich ein Artikel, der ein Bündniß zwischen Deutschland uud Frankreich ohne jeden Vorbehalt beantwortete. Er sprach sich über Elsaß-Lothringen sehr unbefangen aus, indem er anerkannte, daß dort die Sehnsucht nach Frankreich immer schwächer werde, und verhehlte nicht, welche Nachtheile die Revanche-Ideen für Frankreich gehabt habe. Frankreich, so führte der Verfasser auS, habe sich dadurch verführen lassen, feine Marine und die Vertheidigung seiner Colonien zu vernachlässigen. Da Deutschland aber schwerlich an eine» europäischen Krieg denke, Frankreich und Deutschland aber außerhalb Europas keine wieder- streitende» Interessen haben, so müsse fortan vor allen der Krieg mit England ins Auge gefaßt werden.DaS ist der Feind, gegen die sich zu waffneu hohe Zeit ist."

Das ist eine Stimme, die Beachtung verdient. Es ist nicht die Leitung des ersten, besten Privat­manns, die da zum besten gegeben wird und die mit dem Tage wieder verschwindet. Es ist die nüchterne Auseinandersetzung eines Offiziers, für Offiziere bestimmt, in denen man noch vor kurzem mit sehr verständlicher Bezeichnungdie Hoffnung des Landes" sah, d. h. das Unterpfand für baldige Revanche. Wen» nun in diesen Kreisen die Er- kenntniß auftaucht, daß die Revanche-Idee der Republik geschadet hat und daß es Zeit wäre, mit Deutschland gegen England zusammenzugehen, und wenn diese Erkenutniß nicht etwa im engen Kreise ausgesprochen, sondern im verbreitesten Fach­blatte vor dem ganzen Heere verkündet wird, also von vornherein auf Gesinnungsgenossen zählt, so bezeichnet das eine sehr bedeutsame Wendung.

Daß sie schon bald zu bestimmten Ergebnissen führen sollte, ist freilich nicht auzunehmen. Auf deutscher Seite würde zwar kaum ein Hinderuiß vor­liegen. Wir können ohne Weiteres zugeben, daß die Franzosen mit ihrer Revanche - Idee uns noch mehr geschadet haben als sich selber, denn sie haben dadurch uuS von den Aufgabe» abgezogen, die uns sofort nach Begründung des Reiches erwuchsen, sie habe» uus die Pfl-ge der Marine und der Kolonialpolitik Anfangs unmöglich und später recht schwer gemacht. Annäherungsversuche Frankreichs würden also bei uns sicher Entgegenkommen, vielleicht sogar mehr als gut wäre, finden. Aber mit solchen Annäherungs­versuchen wird eS immer noch eine gute Weile haben. In einer Republik wie der ftanzöfischen laufen immer verschiedene Strömungen neben einander her, viele

Persönlichkeiten wirken da bestimmend mit, die eine nach dieser, die andere nach jener Richtung, und Per- schlagenhest und Thatkraft geben manchmahl eher den Ausschlag, als gute Gründe. Zu Gambetta's Zeile» z. B. war eS der Freund Sambetta'S, der schlaue Sir Charles Dilke, der Frankreich in englisches Fahr« waffer brachte; später brachten nltramontane Eivflüffe die Republik in russische Bahnen wer will sage», daß künftig daS Jntereffe Frankreichs mehr zur Geltung kommen wird, als solche persönlichen Be­strebungen? Von englischer, von russischer und von klerikaler Seite wird man gegen jede Hineigung zu Deutschland ankämpfen soviel man kann.

Als« schnell wird's kaum gehen, was der Mit* arbeitet der franz. HeereSzeitung überzeugend befür­wortet. Aber die Wucht der Thatsachen wird schließlich doch durchdringen. Auf wirthschastlichem Gebiete vielleicht noch eher als auf politischem. Die WirthschaftSpolitik der Union, Englands und Rußlands, die alle gleich sehr das wirthschaftliche Leben deS festländischen West- und Mittel - Europas bedrohen, wird die beteiligten Völker zwingen, sich zusammen zu schließen. Da die Verhältnisse Deutschlands denen Frankreichs am ähnlichste» find, so werden diese beiden Mächte den Anfang mache» müsse»; andere Völker werden sich dann wohl an'chließen. Ein Zoll- und Handelsbündniß Deutschlands und Frankreichs wird eines Tags unvermeidlich werden, wenn die wirthschaftlichen Fragen uns auf die Nägel brennen. Dann wird sich wohl auch eine politische Annäherung ganz von selbst ergeben. Bis dahin werden wir uns freuen, recht häufig Stimmen wie die in der France militaire zu hören, aber doch nicht ver­gessen, welch weitet Weg bis znm Ziele zurückzu­legen ist.

Amerika und die Karolinen.

Die Meldung englischer Blätter, die Unions- regierung weigere sich, dem deutsch-englischen 2kmaj über Samoa beizutreten, wenn ste nicht eine int Karolinen erhalte, ist inzwischen durch die Thatsache widerlegt, daß Amerika den Vorschlag unterzeichnet hat. Es ist indessen nicht uninteressant, den Ursachen der Notiz nachzugehen. Sie enthält nämlich die anachronistische Vriwerthung zweier wenig bekannter historischer Thatsachen. Es ist in der Thai richtig, daß die Union eine der Karolinen begehrt hat, das war vor einem Iahte: Als daS Reich und Spanien übet die Karolinen verhandelten, mischte sich die Union hinein und bot eine Million Dollar für eine einzige Insel, die sie als Kabelstatio» verwenden wollte. Das Reich wollte natürlich keine frentbe Macht in der Inselgruppe und erklärte, ent­weder alle Insel» oder keine. Spanien hat darauf dieVethandluugen mit derUnion abgebrochen, erhöhte aber feinen Preis. Die Union hat dann die Insel Guam in den Marianen genommen. Es ist ferner That­sache, daß das Reich noch im letzten Augenblick vor Abschluß der Vertrages eine Forderung seitens der Unionsregierung zugestellt erhielt, die beinahe den Abschluß verhindert hätte. Da aber die Union nach der Heldenepisode deS Admirals Kautz die deutsche

dies alles gestaltet und fügt, nicht wahr? Gleich wie das erste Mal traf ich sie wiederholt int Kur­garten, an dem Concert-Nachmittag. Darnach folgte ihr Besuch auf unserer Oberförsterei, und seidem sahen wir uns täglich. Bei ihre» Spaziergängen durch den Wald pflegt sie Raft bei u»S zu machen, und gelegentlich unseres gestrigen Gesprächs, als ich dasselbe wiederum auf den Bries lenkte, äußerte sie sich freier dm über und sprach von der Krankheit und dem Tode Marias.Welche Meinung haben Sie von dem Briefe, was halten Sie davon?" fragte ich sie.Existiert thatsöchlich ein Anhalt zu so unge­heuerlicher Anklage, und glauben Sie, daß man de» Verfasser des Briefes, der den Baron sozusagen deS Mordes anklagt, in Bellagio zu suchen hat? Und wenn nicht da, wo sonst?"

Sie schwieg und sah nachdenklich vor sich hi», bann sagte sie:Ich kenne in Bellagio niemanden, der Herr von der Lüde feindlich gesinnt fein könnte. Wie ich bereits sagte, er wußte sich überall durch seine Rstterlichkeit und seinen männlichen Ernst be­liebt und durch sein Wiffen, seine Welt und Menschen- tenntniffe und sein großes Erzählertalent interessant zu machen.Nein," schloß sie sehr energisch,einen Feind kann er dort nicht gehabt haben."

Siebte er seine Fran?" fragte ich.

Wieder ein Zögern, ein längerer Nachfinne».

Von Liebe seinerseits konnte wohl nicht die

Rede sein: Maria war unschön, kränklich, aber sie hatte ihn aufopfernd gepflegt. Er war ihr dankbar und dann ein Blinder hätte es sehen können sie war ihm leidenschaftlich zngetha», sie liebte ihn."

Dies die Beweggründe, die einzigen, die ihn zu dieser Heirath veranlaßten?" fragte ich.

Sie antwortete mit einem stummen Achselzucken.

Ist es Wahrheit, daß die Comtesse ein so großes Vermögen besessen und ihm dieses vermacht hat?"

Das ist Wahrheit, ja," sagte sie schnell.

Und legte er Werth auf Reichthum?"

Gleichgültig war ihm Reichthum nicht, ohne da­mit etwas Nachtheiliges über den Baron sagen zu wollen," bemerkte sie vm sichtig.

Und ste lebten glücklich zusammen, die beiden? Er war ei» guter Ehegatte?"

Sie verstummte plötzlich.

Ich faßte ste scharf ins Ange und wiederholte meine Fragen.

Können Sie mir darüber Gutes sage»? Es würde mich beruhigen."

Es widerstrebt mir, Klatsch zu kolportieren," er widerte sie reserviert.

Sehen wir denn davon ab, von Einzelheiten und von dem Geschwätz der Menge. Sage» Sie mir nur das, wie Sie davon denken, Sie, die Freundin und Nachbarin deS junge» Ehepaares. Nicht wahr, Ihr Hotel lag in der Nähe der von dem Baron bewohnten Billa?"

So war eS, der Baron wohnte in der Villa Qnlsisana und ich in der Dependance des Hotel Bellagio."

Sie gingen daselbst auS und ein, da müssen Sie doch einen Einblick in die Häuslichkeit und zu­gleich ein sicheres Unheil über das eheliche Verhältniß der beiden erlangt haben."

Allerdings."

Uud das lautet ungünstig, ich sehe eS Ihnen an Sie wissen nichts SuteS darüber zu sagen?" rief ich.

Nein, im Segentheil. Es betrübt mich, eS sagen zu müsse»: Der Baron, so gut er sonst war seine Gattin hat er schlecht behandelt!"

Aber wie kam das, sie soll doch ein Engel an Sanstmuth und Ergebung gewesen fein nnd leidend dazu? Und er war ihr Dank schuldig! DaS wäre ja grausam gewesen!"

.Ei» räthselhaster Charakterzug an ihm allerdings."

Ich wurde erregt, vergoß mich und fuhr auf: Dann wäre er auch zu dem im Stande gewesen, worauf der anonyme Brief hindeutet zu einem Morde?"

Um SotteSwillen, nein!" rief ste ganz entsetzt. Das glaube ich nun und nimmermehr l Und warum auch?"

Um schnell zu einem großen Reichthum zu ge­langen !" (Fortsetzung folgt);

»r.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Lonn- nnd Feiertagen.

n<iA OuartalS-AbonnementS-PreiS bei der Expedition 2 Mk, bei alle» «ö £0V Postämtern 2,25 Mk, (exkl. Bestellgeld). Insertionsgebühr: die ge» * spalten» Zeit« oder deren Raum 10 Psg.. Reklamen: di» Zeil« 25 Psg.

34. Jahrg.

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Finanzminister Witte.

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seien r nche.

Asse allerhand Sensationsnachrichten über den Finanzminister Witte verbreitet. Da sollte inifler auf Befehl deS Zaren verhaftet

fern und einen Selbstmordversuch gemacht ; xilh anderen Nachrichten sollte er einen Urlaub jabeti, dieser aber sollte verweigert worden Witte sich wegen seines Verhaltens in der beit eines bankerottgewordenen, vom Staate u Moskauer ElsenbahnkönigS gerechtfertigt übttc Angaben wiederum meldeten einfach die m Witte's.

»Minister Witte hat in den letzten Jahren W inneren Politik Rußlands seinen Stempel

ne Nch Mt und ist der kühnste Reformator, den rag ich feit larger Zelt gesehen. Wenn eine der (7585 «gebeutet-n Nachrichten sich bestätigen sollte, so

VA ein Eceignlß, das kaum hoch genug einge»

;ft batet Unterstützung finden. Finanzminister hat Gegner, nicht nur in der altrussischen bie von all den industiiellen Neuerungen nach vtan Muster nichts wissen will, er hat fast Grundbesitz gegen sich. Und manches A Zeichen in altrussische» Zuständen giebt Tonern Recht. Gerade die beide» wunde» bn innere» Politik, die Arbeiterfrage und die w, find durch Witte so gefährlich geworde». durch die industrielle Thätigkeit große 1 'einer unwissenden, rohen Arbeiterbevölkerung ! ft K. Plätze zusammengezogen; wie will

^69li lassen die Möglichkeit einer allmählichen ^jrer Lage gönnen, ohne sie auf der anderen

ipich.

langer.

Icheffer. * Mbe-n auch in dessen auswärtiger Politik

M sie auf dem Boden der gegenwärtigen Ver- r her Lösung entgegenzuführen, so liege die tag nahe, daß er, um etwas zu thun, zu- hr boa Finanzminister Witte geschaffenen Zn- bie heillose Verfahrenheit im Innern ver- prmrxlllch wacht.

bei allgemeinen Lage sowohl, wie bei zahl- einflußreichen Würdenträgern deS Reiches

««.z« Anzeigen nehmen entgegen: die Expedition dieses Blattes, die Amioncen-

XfrWVi*-VM-Ly Bureaux von Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M Eassel, Magde-

nv,.., , , < cMxrx dura, Wien; Rudolf Masse, Frankfurt a. M Berlin, München, Köln;

Mrttwoch, 29. November 1899. s.ö. Daube & So., Frankfurt a. M., Berlin, Hannover. Paris

Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Verantwortlich für dir Redaktion: Redakteur HanS Hupfer in Marburg.

SöVWCII4* Redaktion: Markt 21. - Telephon SS.

»ei» .7 daS sie sagte, und die Art ihrer Sprech- (gomir L." nichts Scharfes, nichts Gehässiges.

' ste beschönigte, vertheidigte sie

, ; selbst! Ihr Jntereffe an der Sache i®'8 edeldenkenden Menschen, der das Schick- nächsten mitzuempfinden versteht. Lust am -kündete fie nicht. Sie zeigte große Ruhe ^ Vorsicht. Vorläufig bleibt fie noch in der 'Heilanstalt des Dottor Millner, bis fie sich nicht mehr so nervös, wie sie mir ' 'ßtn eben ist fie hier nach C. gekommen. etbtS'lfcJ1 Instizrath soll eine Erbschastssache für -nuuen Neffen führe». Wie sonderbar sich

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: 3oh. Ang. Koch, Universitäts-Buchdruckerei in Marburg. Expedition: Markt 21. Telephon SS.

loman von H. PalmS P a y s e n.

(Fortsetzung.)

daß meine Aussage» nur auf eine bisher gänzlich fremde Persönlichkeit, diese Fran Asta v. Heldhansen zurück- . Ich muß allerdings sagen, die

'tl mir, fie machte einen vornehmen, klugen, £*bfen Eindruck. Sie benahm fich fein reser- fie von meinen Beziehungen zu Euch k70t fie ihre Zurückhaltung, fie wurde 6er» gesprächiger. Das war'S ja, waS ich zu ' «tebte.

MW An den letzten Tagen wurde» durch die eng» (<53$ -

fab machen würde. So weit wird's nun - «hl noch nicht sein. Aber eS ist anzunehmen, Fünkchen Wahrheit an den Meldungen ist.

1 Bigen Wochen ist Soremykin, der Minister des k m.. i) durch Sstpjagin ersetzt worden. Er galt als te Mann, nahm es aber mit seinem Amte Ich» schwer und ließ die Dinge gehen, wie fie rooflten. Namentlich die beiden großen schweren 5 bie bet inneren Politik Rußland's gestellt j fe Arbeiterfrage und die Bauernfrage, rückten tzunga 5611 der Stelle. Darum wurde nun Ssipjagin ihleuba um endlich Hand an daS große Werk zu Der neue Minister gilt als Vertteter alt» (754JS^en, nicht gerade als heller Kopf, aber 1 Bmeaukrat mit dem Grundsatz, daß etwas 1|). ui muffe. Dieser wir d also wahrscheinlich die großen >der Gegenwart nicht so leichthin behandel», wie