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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marbnrg und Kirchhain.
"" erwbttian Siarti Sl. — Lkltvhon 65. Jllustrirtes Sonntagsblatt.
Rcdokttllll: Markt SL —- Telrphon 66.
fpattent Zeile ober deren Rau«. 10 fflg., «cklamcn: b& 85 Wfl. FreiLllÜ.17. NoVeMer 1899. ft- Laube^L^,
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)as Museum für Arbeiterwohlfahrt. Ix. Maa hat Immer mehr den Eindruck, daß es socialdemokrattschen Presse geradezu unerwünscht veun die Retchsregierung auf dem Gebiete der cheiinwohlfahrt energisch vorgeht. So hat der 8»tmäd8* auch an dem im Etat des Reichsamts 0 Zirnern geforderten Museum für Arbeiterwohl- offenbar keine rechte Freude. In seinem Be- js, hierüber wird von einem Museum für Unfall» chumvg und augenscheinlich absichtlich nicht von ,M Museum für Arbeiterwohlfahrt gesprochen, ri Zveck ist nur zu durchsichtig. Man will seine jti nicht erkennen lassen, daß eS sich hier um eine imchtung von viel Wettertrageader Bedeutung
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jeder. «Haupt bilden soll. Wenn der „Vorwärts' aus-
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Hit, daß das Museum in den aLereinfachsten men mit einem bescheidenen Verwaltungsgebäude
mttlt. welche einen Krystallisationspuukt für alle ißrebunge» auf dem Gebiete der Arbeiterwohlfahrt
i—- ^-richtet werden soll und man für diese Anstalt ICH «falls nicht soviel aufwenden wird, wie für das
hgße Kriegsschiff, so ist der ganze Vergleich paradox b die Sachdarstellung tendenziös. Es soll im Etat
E' । Reichsamts des Innern für 1900, welcher dem ft ui) hchstage demnächst vorgelegt werden wird, für den
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Mderwerb und als erste Rate zur Errichtung eines Ver- Mngsgebäudes ce. eine halbeMillion gefordert werde», kin man beabsichtigt, kein Prachtgebäude zu errichten, ibern eine einfache und zweckentsprechende Baulichkeit, so
tb daS jeder verständige Mensch nur billigen müssen.
schüft, «so verständig ist es, die Abtheilung für Unfall 7f lhAung vorzugsweise als Ausstellungsgebäudc für l « Erfindungen und praktisch bewährte Einrichtungen, ” von den Erfindern und Fabrikanten leihweise CH Weben werden, zu benützen. Eine Menge kost-
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m Maschinen und Modelle von Reichswegen zu ife», die vielleicht schon in kurzer Zeit veraltet i und den werthvollen Raum beenge», wäre jeden»
.f 8 im höchsten Grade unpraktisch. Nur auf dem TV*/* taten Wege wird man stets das Neueste und ie bringen können. Durch eine gute Fachbibliothek ,5*2 b populäre Verträge mit Demonstrationen an den Sftklluazsobjekten wird sich aber sowohl für den »hgelkhrten wie für den Fabrikanten und Arbeiter f Quelle werthvoller Anregungen bieten. Wir «den, daß Graf Posadowsky mit dieser Einrichtung f btimn den ernsten Willen gezeigt hat, in stiller » sn l6.Rener Arbeit das Wohl der Arbeiter wirksam ■’t ftiktnr. Jedenfalls eine werthvollere Leistung, He fortgesetzten gehässigen und unwahren Dar»
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«Maen der sozialdemokratischen Presse. Ein auf Htiter Grundlage gedachtes Institut kann sich nur «ühlich auf Grund praktischer Erfahrungen von ® heraus entwickeln. Das wachsende Interesse Leffeutlichkest und die Vertiefung der sozialen müsse» solchen Anstalten, entsprechend ihrem
•b™ Zweck, Form und Inhalt gebe».
Nachdruck verbot«
Der Hochzeitstag.
Äoman von H. PalmS P a y s e n.
(Fortsetzung.)
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> j” ihn einnehmen. In solchen Momenten rta»k « «einer Seele auf, nnd ich habe da» ilistss 2?' "ich an feine Brust p werfen und ihn
M nie geschehen ist — am» mir selbst zu
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^fcar entsetzt darüber, denn auch Ulrich hatte i’t’H« Er stand etwa» abseits, wandte fich aber schnellen Bewegung um, und alS er fich der ^weißhaarigen Dame gegenüber sah, bezähmte er fich ruhig, aber furchtbar sarkastisch: „Meine 'M Fran, hier steht er, der Glückliche und dabei legte er seinen Arm um mich, „ist
^chthum, das Köstlichste, wa» er besitzt.' ^selbst, dies und viel anderes »ehr muß
^ie soll kränklich gewesen sein und ihn, al» er 7. «limafieber die Schutztruppe und somst Aftika Ct 21 mußte, in Bellagio gepflegt haben, über ihre « hinaus — aus Liebe. Ob er vorher selbst gewesen ist?! Sonderbar ist er, daß er et» ungern, einmal nur, und zwar mit dem *\(@i M und bann nie wieder über die Erträgniffe , «Utes überhaupt von seinen Geldverhältniffeu, M hat. Mit königlicher Gleichgiltigkeit geht ,>4 T® "Iles, was Seid heißt, hinweg.
/x2miu= H«tha, in ihrer Taktlosigkeit und Sier s/M ^sitz, fragte mich gestern gleich nach ihrer An- tu' — die Verwandten find nämlich schon * —e Nun, wo hast Du denn Deinen
Umschau.
Invalidenversicherung.
Der .Reichsauz.* veröffentlicht die vom Bunde»» rath beschlossenen Bestimmungen über die Einrichtung der Quittungskarten für die Invalidenversicherung und über die Entwerthung und Vernichtung der Jn- validitätsverficherungsmarken. Aus den letzteren Bestimmungen heben wir die nachstehenden hervor:
Arbeitgeber und Berficherte, welche Marken in die Quittungskarteu einkleben, find zur Entwerthung dieser Marken, soweit fie nur für eine Woche gelten, befugt, soweit fie aber für mehr als eine Woche selten, verpflichtet. Durch die Landes-Zentralbehörde kann angeordnet werden, daß bei der freiwilligen Versicherung die Versicherten zur Entwerthung auch derjenigen Marken verpflichtet find, welche nur für eine Woche gelten. Werden Quittungskarteu zur Verlängerung ihrer Giltigkeitsdauer vorgelegt, so ist die Verlängerungsstelle verpflichtet, alle darin befindlichen Marken, soweit sie noch nicht entwerihet find, zu entwerthen und zugleich auf der Innenseite der Karte handschriftlich oder durch Stempel die Gesammt- zahl der in der Karte befindlichen Marken zu 6er» werk-n Diejenigen Organe der Bersicherungs-An- stalttn, Behörden oder Beamten, welche die Kontrolle der Beitragsentlichtung ausüben, sind befugt, alle in den QailtuöcStarten befindlichen Marken zu entwerthen, welche noch nicht enlw:rthet sind. Die Entwerthung darf nur in der Weise erfolgen, daß auf den einzelnen Marken handschriftlich oder durch Stempel der Entwerthung? tag in Ziffer», , B. für den 15. März 1900 „15. 3. 00* oder für den 10. Februar 1901 „10. 2. 01*, deutlich angegeben wird. Zur Entwerthung ist Tinte oder ein ähnlicher festhaltender Farbstoff zu verwenden.
Zur Nachachtung.
lieber die „Unzulänglichkeit der britischen Artillerie* wird der „Vossischeu Zeirung* sehr sachkundig aus London geschrieben:
„ES hat fich hcrauSgcstcllt. daß die Burenartillerie in Bezug auf Tragweite der Geschütze und Kaliber bedeutend überlegen ist. DaS ist ein Fehler, den das englische Kricgsamt nicht im Stande ist, sofort wieder gut zu machen. Die Knickerei der früheren Jahre rächt sich. Als die Artillerie mit neuen Feldgeschützen versehen wurde, machten mehrere Orfiziere das Kriegsamt darauf aufmerksam, daß mächtigere Geschütze ang schafft werden sollen. Aber cs war umsonst . . . Die Knickerei im Finanzministerium trägt auch die Schuld daran, daß nicht zur rechten Zeit zugerittene und ans Feuer gewöhnte Maulthiere nach Südafrika gesandt worden sind. Schon im Juni wurden zwar Offiziere nach allen Weltthcilen geschickt, um Maullhiere einzukaufen; aber erst als die Mobilmachung des ersten Armeccorps beschlossen wurde, erhielten sie dratblich die Erlaubniß, die Ko ule ab= zuschließen. AuS Natal einlaufende Briefe von Osficicren sind voller Klagen über die Unzuverlässigkeit und Un- bändigkest der Maulthiere, die nicht nur zur Besordernng der Wagenparks und Trains, sondern auch zum Ziehen
küssen. — Und dennoch, — wenn er meine Hand sucht, wenn er mich nur sachte anrührt, so durch- schauert e» mich. Findest Tn das sehr sonderbar? Seitdem ich den Brief bekommen, scheint mir über ihm etwas Fremdes, Geheimnisvolles zu ruhen. Du stehst, Mißttanen hat mich umstrickt und mir den Blick getrübt. Wie sol ich über den Tag morgen Hinwegkommen! Vielleicht trifft Dein Brief noch recht» zestig ein und kann mich beruhigen. Wenn fie, die monatelang mit ihm in Bellagio gewohnt hat, Gutes von ihm meldet, so will ich'S glauben, blindlings. Schreib' mir auch, wie fie ansfieht, diese Asta von Heldhausen. ES kann Dir ja ein leichter fein, mit ihr in nähere Berührung zn treten. Das mußt Du, daS wirst Du thun nm meinetwillen, nm meiner Seele Ruh'! «einer ahnt, wir mir zu Mnthe ist und daß ich den Gedanken an de» Brief nicht los werden kann. Sagt ich'S, so würde mir Mama Vorwürfe machen, Papa meiner spotten und die Schwestern mich — „unbegreiflich* finde».
Ulrich hat mich diesen Abend — es entging mir nicht — mehrmals laug und unverwandt augedlickt, derart, daß ich verlegen wurde. „So still, so ernst?* fragte er einmal leise und als ich ihm sagte, ich fühlte mich abgespannt, schüttelte er ungläubig den Kopf. War das auch eine dumme Ausrede von mir, die ich nrgesnnd bin und Nerven habe wie Stahl. Er nahm meine beide« Hände in die feinen und sah mir tief forschend in die Auge«. Ich erschrak. Wollte er »ich befrage« und wonach I Etwas geheim halte«, — mich verstelle», etwas ««derer foges, al» wa» ich denke, habe ich »ei« Lebtag nicht gekonnt und Ulrich belüge« — nimmermehr! Ich war nahe daran, ih« ix be« Garten zu locken, dt ein Baum»
der Ranoncn verwendet werden. Jetzt, wo der Krieg im Gange ist, merkt man von Sparsamkeit nichts.'
Die „Moral von der Geschicht* sei unseren Flottengegnern bestens empfohlen, denn sie wird ihnen sicherlich erleichtern, die Unzulänglichkeit der deutschen Flotte ebenso unbefangen zu würdigen, tote die richtig in Ursache und Wirkung oben be- urtheilte Unzulänglichkeit der englischen Artillerie, damit es nicht auch im Falle der Noth von unserer Seewehr einst heißen könnte: „die Knickerei der früheren Jahre rächt sich; jetzt, wo der Krieg im Gange ist, merkt man von Sparsamkeit nichts —", aber zu spät.
Die Lage in Kamerun.
Neuere Nachrichten, die au» W e st a f r i k a hier eingetroffe« find, gestatten keine Zweifel wehr an der beklagenswerthen Thatsache, d»ß der Aufstand in Kamerun im Wachsen begriffen ist und einen bedrohlichen Umfang angenommen hat. Die wiederholten Kämpfe bei Sribi in den Tagen vom 22. bis 25. September haben, trotzdem die Aufständischen schließlich vertrieben wurden, die Buli- Stämme nicht zu entmutigen vermocht, und daß über das Schicksal der in das Hinterland von Kamerun entsandten Expedition des Leutnants von Queis die größten Besorgnisse am Platze sind, braucht nach der nunmehr amtlich bestätigten Ermordung de» Expeditionsführers kaum gesagt zu werden. In diesem Falle haben fich leider die englischen Privatnachrichten zuverlässiger erwiesen, alS die vom deutschen Kolonialamt aus- gegangenen beruhigenden Erklärungen. Demgemäß dürften auch die neuesten Unglücksmeldungen des Reuterschen Bureaus voller Aufmerksamkeit beanspruchen. Liverpoler Kaufleute, welche Fabriken in den deutschen Di stricte» Batanga und Rribi haben, erklärten danach, der Aufstand sei dort allgemein und Hochernst. Die Rebellen gehörten zum Buli-Stamm, sie seien sehr kriegerisch und zahlreich. Batanga wäre von 2000 Eingeborenen überfallen worden, wenn nicht der überschwemmte Fluß sie daran verhindert hätte. Englische und andere Fabriken dicht an der Küste seien geplündert worden.
Der südafrikanische Krieg.
Ans Ladysmith fehlen immer noch offizielle Meldungen. Soviel läßt fich aber au8 den privaten Mittheilungen erkennen, daß White feine Truppen wieder in eine andere Stellung gebracht hat, und zwar offenbar weiter südlich; daß diese Stellung fich auf einer Anhöhe befindet, die schwerlich daS Hochplateau sein kann, auf welcher vordem fein Lager sich befand, daß die englische Artillerie von den schweren Vierzigpfünder« Jouberts auf dem Jstmbulwana und dem Lom- bardskop bi» auf zwei Marinegeschütze zum Schweigen gebracht und wahrscheinlich, wenigsten» theilweise,
versteck und ihm alle» zu enthülle« — trotz de» Verbotes und der prophezeihten „schweren Folge«* da kam jemand und störte nn».
Ich flüchtete hierher in mein stilles Zimmer, um diesen Brief zu beendige«, während Ulrich mit einem Setter imPark umhergeht und feine Abendcigarre raucht. Die Eltern wollen fich heute Abend früh zurück- ziehen. Die Verwandten sitzen in Gruppen int Garten unb in den Veranden, die Alten hinten int blauen Saal und halten ihren speach. — Leonore, Lndowica und Olga könnm jeden Augenblick von der Dorfkirche zurückkehre«, fie haben fich große Mühe bei der Ausschmückung des Altars gegeben und zeigen den Vettern und Lase« jetzt ihr Kunstwerk.
Gerda ruft l — Ulrich wird mich sicherlich gesucht haben. Ich fürchte mich vor dieser letzte« Zages» stunde, vor der schlaflosen Nacht, die folgen wird, und vor dem entscheidende« Morgen. Furcht! Ich und Furcht! Bin ich eS noch? Fort mit alle« Hirngespinsten! Ich will an ihn glauben und ihm vertraue« I Ich will! Und m»rge« werde ich sein Weib. Ich will!
Weißt D«, wie er mich nennt, wenn» Keiner hört, und darum weiß e» auch keiner Vivacita»! Weil ich so lebhaft bin. Sei« einziger Schmeichelname.
Und nun zu Ende, — zu Ende! Sei barmherzig, Liebste, und schreibe bald und sei bei mir mit Deinem Gedanken morgen de« ganzen Tag und bleib meine Vertraute zu jeder Zest, im Glück und — in aller HeraenSnoth.
SS küßt Dich mit aller Liebe, der sie fähig ist.
Deine Gisela.*
Die Schreiberin saftete ben Brief ohne nochmalige Durchsicht zusammen und «dressierte eilfertig
bemontirt worden ist, und daß White sich verzweifelt vcrtheidigt. Der Kampf begann Donnerstag früh unb bauert seitdem fast ohne Unterbrechung fort. Schon nach ben ersten Schüssen begann bie Stabt Ladysmith zu brennen, unb seit Donnerstag Nachmittag verzichtete White auf jeben weiteren Versuch, das Feuer zu löschen, zumal er gänzlich ohne Wasser war. Joubert rückte im Laufe be8 Donnerstag Nach» mittag mit seinen Feldgeschützen näher an bie englische Position, welche fich an diesem Tage offenbar »och in dem verschanzten Lager auf dem 3200 Fuß hohen Hochplateau oberhalb der Stadt zwischen der Straße nach dem Vanreeuenpaß und dem Flagstone» Spruit befand. Als indessen die Geschoffe der Feld- Artillerie der Buren das Lager ebenso zu bestreichen begannen, wie die Vierzigpfünder auf dem Jstmbulwana, sah sich White offenbar gezwungen, 8 bis 10 Kilometer weiter nach Süden zu gehen, und zog fich, wenn nicht alles täuscht, auf die Höhen zwischen dem Furie-Spruit und dem Flagstone- Spiuit auf der Straße nach Onderbrok zurück, um dort den letzten verzweifelten Widerstand zu leisten. Joubert griff die englischen Stellungen gleichzeitig von allen Seiten an, besonders aber vom Osten, Nordosten und Norden. Vom Westen und Südwesten, d. h. von den Stellungen der Oranjeburen aus, wurde nur Kleingewehrfeuer bemerkt, da» allerdings auch hier immer näher kam unb ben Feuerkreis vollständig schloß, lieber die etwaigen Verluste auf beide« Seiten fehlt jede Angabe.
Nicht» in ben vorliegenbeu Meldungen deutet darauf hin, daß die Buren bereits am Freitag versucht hätten, die englischen Positionen zu stürmen. Freitag Nachmittag wurde das Feuer plötzlich ringe» stellt, ohne daß ein Grund dafür angegeben wirb. Nur einer ber Raffern meldet, Joubert habe gegen Abend eine „Gesaudschaft* an White gesandt, was offenbar dahin aufzufassen wäre, daß er diese« zur Uebergabe aufforderte. Diese Unterhandlungen scheine« wieder rcsultatlos verlaufen zu sein, denn die letzte Nachricht aus Eastcourt besagt, wie schon erwähnt, ausdrücklich, Joubert bereite fich zum Sturm vor, der angeblich am Montag erfolgen sollte.
Jnd'ß setzen drei Burenkoip» den konzentrischen Vormarsch gegen
Pirterm «ritzburg
fort, wobei fie auffallender Weise die Bahnlinie Colenso-Eastcourt nicht benutzen. Das Hauptcorps, angeblich unter Lukas Meyer, kommt auf der Straße von Weenen, ein zweites, noch weiter südlich, wird von Greytown her flgnaliflrt, während das dritte östlich von Colenso über ben Tugela ging. Diese Kolonnen scheinen Pietermaritzburg gleichzeitig von brei Seiten anzugreifen unb int Süden, unb zwar bei dem Eisenbahnkreuzungspunkt nach Durban und Richmond, vom Meere abschneiden zu wollen. Ob Pietermaritzburg wirklich bedroht ist, läßt fich schwer oder gar nicht von hier au» beurteilen, für der
art : „Frau Oberförster Irma Meihningeu in E.* Dau« erhob fie fich und stand in ihrer schlanke« Größe aufhorchend da.
Es war ei« schöne» Geschöpf, die Glieder von edelster Syrnetrie, »eich und anmuihig gerundet, ber Teint von zartem Golb, bas an bem pentelischen Marmor erinnerte. Die goldbraune«, schön geformten Augen beherrschten mit ihrem Glanze da» ganze Gesicht, fie zeigten bretic Lider und lange, gebogene, röthlich-braune Wimpern. Die kleine, gerade Nase setzte schmal und zart unter der Stirn an, auf ber Offenheit und Klarheit thronte, die feinen Braunen zogen fich leicht zusammen und »erriete« etwas von bem krause« Sinn be» schönen Mädchens, da» genußvoll anzuschauen war.
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Gisela!* Gisela!* tönte e» immer wieder. Wer vermutete fie auch in ihrem Zimmer, und schreibend, diesen Abend.
Man suchte sie allüberall, nur nicht dort.
Der eiftigste Sucher, Ulrich, fand fie.
Er stand im Treppenhaus «nb sah unter fich rote Nelken schimmern, und da hatte er ihre Spur.
Sie sprach im Portal mit bem Diener, der mit abgezogenem Hute eine« Auftrag von ihr entgegen »ahm. In der Hand hiett fie ihren Brief, der in ta Nachtrug, mit welchem ber letzte «ast erwartet wurde, eingesteckt werde« sollte.
„Sie habe« mich doch verstanden, Heinrich?*
„Sehr wohl, gnädiger Fräulein.*
»Dau« nxr schnell fort.*
(Fortsetzung folgt).