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WSchenttiche Beilage«: Kreisblatt für die Steife Marburg und Kirchhain.

y«4Beleg: Joh. Aug. Koch, UniversttätS-Buchdruckerri lu Marburg. Jllustrirtcs Sonntagsblatt. Verantwortlich für M^rkt 21. Telephon 55. ___

Reichs-Silbermünze zwar gesetzliches Zahlungsmittel

be-

Golbvorrath entsprechend verstärken, insbesondere die «Der Samoavertrag veird hoffentlich zu keiner auSge-

ierstücken entstehende Verlust gedeckt werde.

Nachdruck »erboten

au

kommen.

(Fortsetzung folgt).

AuS den Sitzungen des Kolonialraths.

Der Kolonialrath beschäftigte sich mit einem Er­last gesetzlicher Maßnahmen, betreffend die Ver­minderung der Einwanderung mittelloser Personen in >ie deutschen Kolonieen. Der Kolonialrath beschloß, daß eine Verfügung zu erlassen sei, durch welche Ge­sellschaften, Firmen oder Personen, welche in Europa Leute für die Kolonien auwerben, verpflichtet sein sollen, diese Angestellte» entweder auf eigene Kosten nach der Heimath zurückzubefördern, wenn entweder ihr Kontrakt erloschen ist, oder sie während der Kontraktsdauer durch Krankheit zur Aufgabe ihrer Stellung gezwungen sind. Ferner sollen Bestimmungen getroffen werden, durch welche die Einwanderung mittelloser Ausländer beschränkt oder verhindert wird. Die Beschlußfassung über den Erlaß gleicher Be­stimmungen in Bezug auf Reichsaugehörige wurde ausgesetzt und weiteres Material zur Prüfung der Bedürfnißfrage gewünscht. Der Kolonialrath berieth weiterhin die Etats der einzelnen Schutzgebiete. ES wurde beim Etat von Südwestaftika die geplanten Eisenbahnbaute» durchgesprochen, Beschlüsse aber wurden nicht gefaßt. Der Antrag des bayerische» Großindustrielle» Frhrn. von Cramer-Klett, der die Entsendung einer ForschnngSexpcditiou nach Tibati Kamerun beabsichtigt nnd dort die Ertheilung einer vorläufigen Konzession fordert, wurde dom Kolonialrath befürwortet. Beim Etat für Deutsch-Ostaftika er­klärte sich der Kolonialrath für eine Erhöhung der für die Usambara-Eiseubah» ausgeworfenen Rate. Endlich stimmte der Kolonialrath dem Antrag Oechel- Häuser zu auf Bewilligung von 2 Mill. Mark für Vorarbeiten zum Bau der Eisenbahn vonDar-es-Salaam nach Mrogor».

Du bist ein sehr anspruchsvoller Vater."

Und Du, teure Ernestine, ei« sehr eitle Mutter." Etwas LiebenwertheS muß Gisela doch wohl sich haben, sonst hätte ei» Mann wie Ulrich von

die Unlevksamkeit das Selbstbewußtsetu und und"

3m Grunde ist da» ja auch der Fall", antwortete sauste Stimme der Gattin, eine schlanke, trotz der

der Lüde sie sich nicht zur Brant erkoren."

Ein hübsches Gesicht hat schon manchem Mann den Kopf verdreht."

Dar wäre sehr, sehr tranrig, wenn er sie nur deshalb liebgewonne» hätte."

Ra meinetwegen, meinetwegen denn auch das Sprühteufelchen in ihr, da» ihm »och genug zu schaffe» mache» wird. Ich habe Ulrichs Geduld und Güte n»d besonders seine Rnhe Gisela gegenüber bewundert, denn von Natur ist er heftig."

Frau v. »elendorf seufzte.Ein jüngerer, nicht ganz so in sich fertiger Man», wie Ulrich er ist, würde vielleicht bester für Giselas Eigenart gepaßt habe». Sie hätte» sich bei gegenseitiger Nachficht an­einander abschleifen könne» und"

Nm Gotteswillen, nur nicht wieder Skrupel,

dehnten Debatte führe»; aber dieMüuzgesetz Novelle wird zweifellos in ihrer jetzige» Form auf Widerspruch tosten. Da ist ferner die Flotteuvorlage, die leider io» manche» Parteien nicht von großen GefichtS- ruukten aus beurtheilt werden wird. Kleinliche Nörgelei wird auch hier einsetzen; trotzdem aber hoffen wir, daß sich eine Mehrheit zusammeustndet, die eS der Regierung ermöglicht, unsere Flotte auf den Stand­punkt zu hebe», den sie zur Festigung unserer Stellung als Großmacht einnehmen muß. Auch die Etatsdebatten werden für die oppositionellen Redner wieder Gelegenheit geben, zum Fenster hinaus zu sprechen und sich als die einzigen Wahrer der Volk-rechte hinzustellen. Demokratische Blätter weisen bereits darauf hin, daß interessanter Stoff" vorliegt, um dieses Sensations« bedürfuiß zu befriedigen. Für die Etatsberathungen wird sich wohl auch Abg. Lieber Waschfaß, Seife und Bürste zurechtstellen, um die angekündigte große Wäsche vorzunehmen; vielleicht besänftigt er aber auch bis dahin seinen Groll. Friedlich wird es also in der diesmaligen parlamentarische» Campagne nicht zugeheu, hoffe» wir aber, daß sie um so fruchtbarer sei» wird. Dazu wird allerdings nöthig sei», daß sich die Herren Reichsboten etwas zahlreicher als bisher im Sitzungssaale zxsammenfinden nnd daß die des Reichstags unwürdige chronische Beschluß- Unfähigkeit endlich einmal aufhört.

Roman von H. Palm- P a y s e n.

Motto:

Triebest Du auch die Natur mit der Heugabel aus, sie würde dennoch immer zurückkehren. (Horaz.)

. »Gott sei Dank, so wett find wtt endlich I Ich eine große Angst vor diesem Tage gehabt, W ei» Freudentag für Eltern und BrauÜeute. ** glaub mir'S, gl«»b mtt'S, Eruestiue nicht ohne

Herr v.Belendorf hielt in feinem erregten Gange ** und blieb vor seiner Gattin, die vor einem Mtenttsche ihr »och reiches wenig ergrautes Haar "9i stehen.

».Hast D» Giselas Gesicht gesehen, «18 der ^Äesbeamte ihr die Feder znr Unterschrift Ke, und mit welchem »lick sie z» Ulrich hi»aus- Si gerade so, äh, äh," hüstelte er,als wollte E, s«geu: Ich thx'S ich thu'S, weil ich nicht F*18 tarn'*

als Reichsbank muß mit Golddeckuug reichlich versehen

Die Munzgesetz-Novelle. Grundlage, s- könnte mit jenen 32 V» Mill. Mk. sein, damit die S-Httdemunzen nicht uns» ganze» -Unter de» Anfgaben, die der am 14. November der Verkauf von etwa 5 S Mill. Mk. Silberthaler Münzsystem au» demGeleise brngen.Man darf

^.tretende Reichstag i» fettet diesmaligen gegen Gold ohne Verlust bewirkt werden Rechne nämlich nicht^vergesten: nach dem

Lutarischen Campagne zu lösen haben wird, m°n also 292'/» Mill. Mk. für die Umprägung und Reichs-Silbermünje war gesetzliches ^lungsmm

2 sich auch die Münzgesetz-Novelle. Sie wird 55 Mill. Mk. für den Verkauf, so bliebe von unserem nur bis zu» Betrage »on20Mk^,aver dte.yml

L^dem Arbeitswilligengesetz nud dem Flottenpla» Vorrath von 359'/, Mill. Mk. Silberthaler» dann l.chen ^^"uffenfieinB^agen^vou 200 Mk.

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Kleiftücfe», einstweilen noch volles gesetzlicher Hoffnung schwinden auf Einführung der Doppel-1 schastsl-ben ins Gedränge.__________________________

Efaagmittel ix jedem Betrage. Der gegenwärtige I Währung, bei welcher Gold und Silber in einem ge-l - -----

ELb an Thalerstückeo, wird auf 359 1/2 Mill.Isetzlich festgestellten Werthverhältxiß ausgeprägt werden I NmscklM

Mk geschätzt, die deutsche Goldmeuge auf zwischen! und jedes der beide» Metalle in beliebigem Quantum, I

M) und 3000 Mill. Mark Das minderwerthigelwenn eS vom Publikum zur Verfügung gestellt wird,I Die Wiedereröffnung des Reichstag». Wer stellt also noch immer einen nicht unerheblichen I nach diesem Verhältniß in anderem Metall ausge-I varlamentarische Saison beginnt wieder;

El unsere» Münzumlaufs dar. Es wäre freilich prägt werden mvß, um in Umlauf gebracht M werden. Zeiten der Ruhe für unsere Reichs-

M längst verschwunden, wenn nicht der fortwährende Sie haben von ihrem Standpunkt aus auch! November öffnet der Reichstag

Mode Preis de» Silbers im Jahre 1879 dazu!vollkommen recht, wenn siedie Vorgesehenei seine Pforte». Stillund formlos nimmt er Emgen hätte, die Silberverkäufe eiuzustelle», um Umwandlung der Thaler-Stucke 'n ^Reichs-Arbeiten auf; da die Session am 22. Jun WSilberpreise nicht »och mehr zu drücken u»d die!Scheidemünze» bekämpfe». Aber andererseits ^geschlossen sondern nur vertag

«loste, die Deutschland mit seine» Silbervorrath! sich doch selbst von dem eifrigsten Anhänger der I m g0eist die 100. Sitzung, mit der Im nicht noch zu vergrößern. l Doppelwährung nicht verkennen, daßi die Aussichten! N^chztag seine diesjährige Winterthätigkeit

»DieMünzgesetz" Vorlage nimmt nun einen I für deu Bimetallismu» ^nte ungünstiger find al»I ihrer Tagesordnung nur eine Reihe von L im Jahre 1880 unternommene», damals aber je; die Doppelwährung läßt sich Ä Lesungen auf.

I den Widersplnch der Bimetallisteu gescheiterten! deutschen Reiche einfuhren, sie wäre nur möglich auf I , varlamentarischen Saison hat

Euch wieder auf, um uns unserer minderwerthigen Grund eines Abkommens der große» Machte. England Ausder vorig » 9

Wlerstücke zu entledigen und damit die reine Gold- aber, das darf man wohl al» ganz sicher bezeichnen, der ^chstag ein sehr E L MNächss die Mong zur That zu machen. Der größte Theil würde sich zu einem solchen Abkommen nie herbei lübttnehmeu und zu erledigen. Da flxd zunaqu me M»orhaude->ru Thalerstücke soll ix Scheidemünze »lassen. Mit der Haltung des auf dem Weltmärkte! F-omorag., bei denen die Regierung

Mevräat werden. Nach dem Gesetz von 1873 soll! wichtigsten Reiches aber sinkt das schöne Gebäude!Fleischbeschaugesetz, Vorlagen, bet v » 0 8

1?efümmtbetrag derReichSstlbermünzen bis auf deS Bimetallismu», auch wenn man i» der Theorie! wohl kernen schweren Standpun h Etere»' zehn Mark auf den Kopf der Bevölkerung als ganz richtig konstruirt anerkennt, in nichts zu-! im allgemeinen wohl i°»nehmba » M übersteigen, der Gesammtbetrag der Nickel- und sammen. Wir kennen unter den heutigen Lerhältniffen! gehe»^werden.St»^heftig» Kampfv Kü5 ft enbai Ha auf 2'/, Mark auf den nicht erwarten, daß daS Silber »och einmal neben um die StoeU8immgex6»rI«fle «t6MX«n. ES laßt fteTbÄltaiiMfeftaefett Jener höchste Satz dem Solde zu der Geltung kommt, die es vor 50 sich ja nicht verkennen, daß die Ansichten für das » die ReichSstlbermünze^ist bisher noch nicht er-lJahren hatte; darum findet man fich am besten mit Gesetz im allgemenen günstigere geworden fi -- I & b«l b-m I-tzi,-° Si.-b b« b« IW ab »nb W« «»f ».ftaba.,.», ta »all««Ifcafe»W b«

«-- «-» -»bM»*<. ab««», »°b -»« Im °-»ir»m"hat sich w

Etnuig de» Reiche» alljährlich nur um eine halbe wird, durch Umpräguag zu 1-, 2. und ^Markstücken Kawpf recht heiß werde». Die H « Frei Mion wächst, so hätte» wtt bei Ablauf de, nächsten geschehen. Ob freilich der beabsichtigte Berkauss von- sinn, die bei der Q konservative»

Mrebnts ür 60 Millionen Ei»w»h»er 840 55 Mill. Mark Silberthalern nöthig Ware, scheintthuxkonnten in der *.rs7Jerl*a®*

ene aniH an« i- i I bi, auch sie zu Scheidemünzen umgeprägt werden Inatürlich olle Register oer vpp»iuie» iicyt«, I

pt 5 Bail' a»«'i»pr-«i». Da bi-I. R-ichl. >°m«. Dk Msi-iu-, bkf« 55 Bi». Mm! »-> »ki.

gt(S"bm'sÄBi».Vati '"s8»"aSVum für bl- ,»t- Biital bm 3loM»e tabliinmi be« Jjto

RfÄbS Äfft S ÄS' SÄS5* ** ***-.

Ke8eine dem Werthe nach gleiche Menge der um-1 Seite muß mit der Ausprägung der neuen Scheide-! nicht a» kräftiger Verttetuxg ihrer Ansichten fehl» Münden aroben LaudeSstlbermünre» etnruziehen." I münzen nur in dem Verhältniß vorgegangen werden,!lassen. ...

MDiefen Münraewix» von 32V, Mill. Mk. will!wie der Verkehr sie aufxehmen kann, sonst treiben! Aber auch an sonstigen parlamentarische» Kämpfen K RSnzaetttz. Reelle dazu benutzen, daß der bei die neuen Scheidemünzen un» das Gold anS dem wird kein Mangel sein; die neue» Vorlage» der b-, b->-»ach v-iha-b-»-- ».»<« «a» L--b-. «Us b« -mb«, -b-.»»,!-- »k?-«--'"- »2.» m-a-

viele ernste, sorgenvolle Gedanken darüber. Du hast! Hochzeitsgäste in verschiedenen Räumen herrschaftlich sie stark beeinflußt". !hergerichtet worden.

Selbstverständlich selbstverständlich" Herr!g,, ich bestreite da», daS eine wie da» v. «elendorf pflegte in seiner schnellen Sprechweise labere," antwortete Fran ». Belendorf mit ruhiger zur Bekräftigung deffm, was er sagte, derartige I Bestimmtheit.

Wiederholungen zu machen, hätt ichs nicht gethan,! Na, doch nicht die Häßlichkeit der Mädchen?" wär sie die fünfte nuferer Töchter, die zur alten mir bet slische Ausdruck

Sungfer ^eranre fe. «att eine»eWeS» und bet einer jeden unserer Töchter,

solch einer Tochterschar, und alle häßlich, cttle häßlich!^ <8(X $n k(X etaeB un^ oberen lieben, unb so na, Jagen »it: fo langweilig, bis auf die! fesselnden Zug. Darüber vergißt fich daS, eine, die den Denfel im ^^e Vit. . !waS etwa unregelmäßig oder gar unschön ist."

ßimmeL" ' obkvochig und rothhaarige," schaltete er

.«* »« aetfßnbiflal 6. ifi i° - -« Ist bl. kl«»* *. .«?d-mM >---«h--.

BabH.lt San«» $«'» Uitr.lkaf Sj««( unb bl. b-blchli-a,- h> M. Sami»,

Die Eheleute befanden fich in ihrem Schlaf-1 gebracht hat! ... . . ..

zimmer, «m fich zur Ruhe zu begeben. Ein nn-IUnd dann, ein weniger derber rab, berget ruhiger Tag war dahin ein noch bewegterer und | »ogislav, weniger ««gerechter »eurtheller al feierlicherer sollte folgen. I Du würde bei »»seren Töchter» da» mehr oder miuder

Morgen sollte die kttchliche Trauung der lhervorttetende ernste, ruhige n»d bescheidene Wesen jüngsten Tochter de» Rittergutsbefitzer» BogiSlav! al»langweilig" sicherlich nicht bezeichne». Ohne von »elendorf stattfinden, mit darauffolgendem Gisela zu »ahe trete» zu wollen fie Ware mir glänzende» Festmahl. Da» große Herrenhan»! lieber, sympathischer, wen» ihr etwa» von dem stillen, steckte voll «äste, von »ahwohvenden und auch weither weiblichen Walten ihrer Schwestern eigen wäre. An nicht wieder Skrupel! Ich habe, bi» alles endlich gereisten Verwandten. Selbst da» Erdgeschoß, da»!ihr tadelst Du wiederum die sprühende Lebhastig. perfekt geworden, deren genug von Dir zu hören be- . __________________________... im täglichen Leben nm für die »ttthschast unb die! kett" '

Mszig Lebensjahre noch schönen Fran,ich mache mir Dttnerschast benutzt wurde, war zur Bergung der' .KeineSweg», aber den Trotz, den Eigenwillen

--w« swMarburg KSSSsÄS'iiÄ »4 «aflM ize 6)/»o OuartalS-Abonnements-Prris bei der Expedition 2 Mk., bei allen O** . Wien- Rudolf Moise Frankfurt a M., Berlin, München, Köln; 04.

268 »ZLm'A'8i»,L Dienstag. 14.November 1899. LD-»b-&s»..---