Einzelbild herunterladen
 

öchentliche Beilagen

ir

Wcrvbur-g

34. Jahrg.

[6564

e

, Hahn«

Itttt

lache eine« namhaften Erfolg errungen; denn wenn

iS« können, in Rücksicht auf die Imponderabilien^

1

)»

ti

gesehen. Sie tritt hinaus auf die Straße. ®l

3fr

Deutschland von seinem bisherigen Besitz zwei Monstaseln abtritt und neben weniger bedeutungS' i Kompensationen England im Hinterland von 8 den größten Theil der neutralen Zone hat zn- Heu müssen, so wird man diese Opfer doch schon

stehende hohe Glück entziehen, indem er sich vor Er­füllung seiner hohen Mission opfert? Daß die Socialdemokratie sonderlich entzückt über diesen neuen Gewinn sei« wird, wagen wir zu bezweifeln. Die Unterstützung, des eigenartigen Helfers wird sie hin- nchmen, so lange »och Hoffnung besteht, daß er ver­wandte Seele» für seine unklaren Ideen einfängt; aber ist das vorbei, dann überläßt sie ihn seinem Schicksale.

ist sein Lager leer. Sie ruft «ach ihm im Hause, fragt ihren Mau», er hat ihn

6. N M 267 w__

rs: taro

. <SIa8, iffer, 8rün 1.

Freude begreifen, mit der mau in kolonialfreundliche» Kreise» die Veröffentlichung des Vertrages mit Eng­land begrüßt hat. Auf Kiautschou Samoa; wollte Gott, daß Herr v. Bülow auch weiterhin eine so glückliche Hand z,igt.

Der Streit in Südafrika liegt England noch immer sehr im Mage» und die satte Behaglichkeit John Bull'S ist empfindlich gestört. Wie die Dinge dort unten eigentlich liegen, ist nicht recht klar. Die ungewöhnliche Verlogenheit, die England in Bezug auf die Kriegsnachrichten au den Tag legt, läßt nur schwer erkennen, wie sich daS Kriegsglück gestaltet. Noch scheinen die Engländer im Nachtheil zu sein. Ladysmith ist auf das Engste eingeschlossr» und wenn es nicht schon in der Hand der Bore» ist, dürften nur noch Stunden bis zu seinem Fall vergehen. Colenso ist von den Buren besetzt und Pietermaritzburg bedroht. Für die Buren ist es allerdings auch hohe Zeit, Durban zu nehme», denn die Verstärkungen Englands treffen in diese» Tage» ein und der Wider­stand wird bedeutend schwerer werde», wenn eS den Engländern gelingt, in Durban ungehindert die afrikanische Erde zu betrete«. Freilich darf anderer- seitS auch nicht vergesse» werden, daß für England die Hauptaufgabe erst beginnt, wenn die Bure» aus Natal hinausgedrängt worde« find. DaS aber wird wohl noch ei« gut Stück Arbeit kosten. Englische Blätter rechnen damit, daß die britischen Truppen Ende Februar in Pretoria sind. Was aber, wenn sich die Afrikander erhebe« ? In der Capkolonie gährt es gewaltig und Herrn Chamberlain kann es bei dem Bedanke» daran wohl etwas schwül werden.

3 A 3% t 1% SH

eftj and.

Doch überlassen wir England seinen wohlver­dienten Schmerze» und sehe» wir uns im übrige» Europa noch etwas um! Da ist zunächst Oester­reich, das wieder einmal vo« sich reden gemacht hat. In der Hofburg in Wien hat man es für gut befunden, den König von Serbien nicht zu empfangen. Die Gedankeuwege der österreichischen Machthaber sind mitunter etwas sonderbar. Will man denn Serbie« absolut unter russischen Einfluß zwängen? Man mag ja über de» jüngste» politi­sche» Prozeß i» Wien nicht erbaut gewesen sei», man soll aber doch nicht vergessen, daß die Radikalen, die dabei freilich mit Vergewaltigung de» Rechts ans Messer geliefert wurde», entschiedene Gegner Oesterreichs waren.

Frankreich ist recht still geworden. Die Weltausstellung wirst ihre Schatte» oder soll man sagen: ihr Licht? bereits voraus. Eine Kleine Unterbrechung der Ruhe wird ja wohl der Royalistenprozeß geben, der nunmehr in die Wege geleitet ist und auch der Prozeß Zola, der in diesem Monat seinen Anfang nehme« soll, dürfte zu tur­bulenten Scene« Anlaß geben, wenn ihn nicht eine Amnestie aus der Welt schafft. Augenblicklich tatet«

Ml tswa (70 eike -teiv

s,

5 Ptz ni«l

Die Sympathie mit den Buren beherrscht auch die deutsche Sozialdemokratie. DaS könnte als ungünstiges, deminternationalen Ge­

während alles schlief, ist er die Treppe hinunter eufS geradewohl hinanSzegangcu. Mit seinem spärlichen weißen Haar treibt der Wisd sein Spiel; er zaust art seiner dünnen Kleidung und macht die gebückte Gestalt in Frostschauern erzittern; der alte Manu achtet nicht darauf, nur immer vorwärts, vorwärts, nicht mehr zurückschauen auf die alte furcht­bare Schuld; de» tausend Qualen des Gewissens entrinne», welche ihm die Liebe der Enkelin dauernd bereite« wird, ihm, der auS der Gemeinschaft der Guten und Frommen hiuauSgestoße» ist. Er fühlt es, er muß sich retten, denn die glühenden Kohlen, die sie auf sein Haupt sammeln wird, werde» ihn verbrenne». Er tritt unter die Bäume deS Parkes. Tiefes Dunkel lagert rings um ihn her, n«r eine helle Wolke blinst ihm in dem Spiegel einer Wasser­fläche ta einiger Entfernung entgegen. Da auf einmal glaubt er die Gestalt seiner Tochter zu sehen; sie geht »eben ihm her, sie umschwebt ihn, drohend, ihn zur Eile antreibend, und dort »ach dem See drängt sie ihn hin!

Endlich hab' ich Dich soweit, lauge genug hast Du gezögert; nun werde ich erlöst." Schauerlich erti»t die Geisterstimme, oder ist es nur das Rauschen der Baumwipfel, die sich im Sturme hta- und her- bewegen!?

Der alte Man» wirst sich erschöpft taS GraS am Rande des Wassers und starrt ta die Wellen. Aber der Schatte» seiner Tochter hat sich neben ihm uiedergelaffeu, daS Haar zersaust, den Blick str, und triefend vor Raffe, so, wie er sie ta der Nacht ge- sehe«, als sie mit dem Kinde Einlaß begehrte und er der Sterbende» nicht verzieh. Eure furchtbare Predigeri», spricht sie ihm von der Vergangenheit von dem Fluch, der sie zugrunde gerichtet, dar alte Lied, da» ihm Tag und Nacht ta den Ohren tönt,

Des Vaters Flach.

Eine Erzählung von Sophie Eben.

(Schluß)

.818 Marie hinauSgegapgeu war, stahlen sich zwei

6e Thränen in die Augen deS alten Mannes;

esfirt mau sich aber in Paris mehr für Südafrika als für diese Prozesse und da? ist auch recht gut.

Spanien lenkte in der letzten Woche wieder die Aufmerksamkeit auf sich, weniger durch die etwas abenteuerlich klingende Nachricht, daß e» im Verein mit Rußland und Frankreich in der Transvaalstage interveuiren wolle, als wegen der Verleihung des Schwarzen AdlerordenS an de» König von Spanien. Prinz Albrecht von Preußen überbrachte im Auftrage unseres Kaiser» persönlich dem jugendliche» König den Orden.

auf dem Gebiete der auswärtigen Politik sich schlavd zu nähern. Die Lehre, die Frankreich Faschoda erhalten hat, übt jetzt ihre Wirkung aus safere westlichen Nachbarn würden e» sicherlich ig begrüßen, wenn sie auf ungefährliche Weise mtb eine Coalitiou mit Rußland und Deutschland c dieser Bedingung entsprechen Revanche an and nehmen könnten. Der jetzige Augenblick, in | sich England mehr und mehr ta Südafrika

en muß, böte dazu die beste Gelegenheit; «iftlhaft aber dürfte e» erscheine», ob ta dieser sicht der Zarenbesuch irgend welche Folgen haben . Rußland könnte, wenn es aus der jetzige» Nutze« ziehen will, selbstständig ta Asien ta a oder Persien vorgehe», und Deutschland wahrlich gar kei« Interesse daran, sich Frankreich rn irgendwie zu engagire«. Immerhin aber dürfte Zusammenkunft ihre« Einfluß auf die auswärtige lltik auSübe«, denn es dürfte England klar «erde», wir, falls eS ans seiner deutschfeindlichen Politik rrt, genügend Gelegenheit zum Anschluß finden.

Potsdamer politische Besuch im Gegensatz zu en familiären Besuch unseres Kaisers in England

Erickerrrt täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Ouarrals-Abonnements-PretS bei der Exvediffon 2 W?, bei allen Botzamtrrn 2.25 Mk. («kl Bestellgeld). JnserrisnSgebühr: die ge» fpcirene -.itle ober bereit Raum 10 Pfg., Reklamen: dir Zeile 25 Psg.

.... rönnen, in znuainyr uus uicjuipunvciuuiiicii, ' ' 0118 Samoa besonders werthvoll gemacht

,yu ürn. Wer beobachtet hat, mit welchem Schmerz BlkCl tun die officiöse« Andeutungen ausgenommen hat, ?teta»q ch Deutschland vor dem seemächtigen England k7 Flagge streichen müsse, der wird auch jetzt die

iugewandt. Sie ruft Franz, und beide ta NUN der bezeichneten Richtung r«, während Großmutter nichts ahnend, weiter schlummert. ^unter dem Drängen und der Onal seines Ge-

i hat sich der alte Schwanov aufgemacht, und,

Schwere bange Tage und Nächte find e», welche da» Ehepaar Kraus am Krankenbette des alten Mannes verbringt, sich in der Pflege abwechselnd. Heftige Fieberschauer schütteln seinen Körper, die see­lischen Austegungen haben seine Kräfte überstiegen. Einige Wochen vergehen. Endlich ist die Macht der Krankheit gebrochen und der Arzt steht heute am Bette, mit freudiger Zuversicht ta den Miene», drückt der junge Frau die Hand und sagt:

Die alte eherne Natur hat'S überwunden.'

Marie siost mit heißen Thränen am Beste nieder.--

Das Bewußtsein kehrt allmählich wieder, aber eS »ergehen noch Tage, bis sich der Aste wieder auf die verfloffene» Vorgänge besinnt.--- Eines

iS wW

Zum Samoavertrag.

lieber die Auftheilung des Hinterlandes von Togo in dem neuen deutsch-englische« Abkommen urthellt der bekannte Kolonialpolitiker Vohsen günstiger, alS dies im allgemeinen bisher geschehen ist. Danach darf die Fortsetzung der durch den Daka-Fluß bis zum neunten Breitegrad gebildeten Grenze nicht als von dem Schnittpunkte des Daka-Flusses einfach nordwärts weiterlaufend angenommen werden. Im Gegeniheil verläuft die Grenze von Dagomba (und das Land Dagomba ist identisch mit Aendi) auf dem neunten Breitegrade etwa 65 Kilo­meter nach Westen, von da nordwestlich bis nach dem weiße« Volta, den sie östlich der Stadt Daboya trifft. Von da folgt sie dann dem weiße» Volta bis zu dem Flüßchen Kluge, der sich etwas nördlich der neutralen Zone befindet. Im Norden des Flusses Kluge liegt das an England abgetretene Land Mamprushi, das uns in dem deutsch-ftanzöstschen Abkommen ftanzöstscherseits zugesprochen worden ist, und das sgleichfalls an England abgetretene Land Gambaga. Beide bilden eigentlich einen Theil des an Deutschland gekommenen Landes Jakoshi mit der Hauptstadt Sausauue Mang». Wird Mamprushi mit dem Lande Gambagna und dessen letzteren Haupt­stadt Nambrugu von dem Lande Jakushi abgetrennt, so würde sich die Grenze von Mangu als etwa mit dem Flusse Naltag« verlaufend darstelle», und wenn diese Auffassung richtig ist, sich eine Auftheilung der neutralen Zone etwa zu gleichen Theilen zwischen Deutschland und England ergeben, und zwar im großen Ganzen so, daß die den Küstenkolonieen entsprechen­den Hinterländer den ersteren angegliedert werden, ohne daß man den jetzigen ethnographischen Grenzen und völkerwirthschaftliche» Beziehungen allzu große Gewalt anthnt. Salaga allerdings wird englisch, aber Aendi und mit ihm Dagomba werde» deutsch, u«d es geht aus allen Berichten der Kenner deS Landes hervor, daß dir Bedeutung ArndiS jedenfalls die von Salagoa für unser Tago-Schntz- gebiet übersteigt.

Nachts wird Marie aus dem Schlafe geweckt, sie hat ihr Lager im Krankenzimmer aufgefchlage», und hört des Alten Stimme, welche deutlich ihren Namen ruft. Sie springt auf und eilt an sein Lager.

Marie,' klingt es da schluchzend, zärtlich, von seinen Lippen,Marie »ergieb mir altem Manne; der Fluch'

Lieber Großvater l' ruft sie bis ins innerste Herz ergriffen, und dann beginnt sie, leise sein Haar streichelnd:ES ist ja alles wieder gut. Sprich nicht wieder vo» Fluch. Gott ist ja ba Allbarrn- herzige, der Vergebende. ER hat meiner armen Mutter vergeben, daß sie in menschlicher Schwäche irrte, ER hat auch Dir längst »ergebe», den» Du hast, wie sie, bereut.*

Jawohl, ich fühle c», sonst hält' ER mich nicht durch Euch an meinem Vorhaben verhindert. Meine Schuld ist gesühnt, sie hat nnn Ruhe. Ich habe etn ihr geträumt, Marie, »on Deiner Mutter ge- träumt,' sagte er mit glücklichem Lächeln;wie ein Engel habe ich sie gesehen, Mit weißen Flügeln und einem Kranz im Haar, und de» Kran, nahm sie vom Haupt und reichte ihn mir «18 Zeichen des Frieden». Ich weiß nnn, mir ist vergeben.'

In dieser heilige», unaussprechliche» Stunde löst sich die ganze trübe Vergangenheit aus einen seligen Einklang, Liebel--

Am andern Morgen bringen Mari- und Franz ihr Kind au da» Lager des Alte»; eS ist da» erste­mal, daß er sein Urenkelche» sieht, und verklärte» Auge» bestaunt er e», streichelt ihm da» lockige Haar, und die alte Frau steht mit dem jungen Paare dabei und weint heiße Thränen de» Danke». Der greift Man« aber legt die welke Hand auf das junge Haupt deS blühenden Kinde», unb segnet e» mit zitternder, thränenerstickter Stimme.

Ende.

Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham Jllustrirtes Sonnlagsblatt.

5% }

»

5%

Umschau.

Ein Schwarmgei st eigener Art ist der einstige Pfarrer und jetzige Badebesitzer Blum> Hardt. Derselbe hielt eine Rede in Göppingen, die beweist, wie leicht dar Studium sozialistischer Schriften ta einem politisch ungeschulten Kopse die tollste Konfusfion erzeugen kann. Wir geben einige besonders charakteristische Stellen nach dem Berichte desHohenstaufen' wieder. 11. a. äußerte der selt­same Mann:

Ich bin nicht durch beä Tagekgisckrei zur S-zialdem»' kritie gekommen, ich habe mir einen Prospekt uinr sozialbemo- krotische Schriften kommen taffen, habe die Bücher gekauft unb srubirt unb bin erstaunt gewesen über die WahrheitS- f-ülle (I), die ich hier fand, unb die da dem Volk geboten wurde. Wenn nun auch dar, war in diesen Buchern geschrieben ist, nicht mit Bewußtsein als Religiöses ge­schrieben wurde, so ist er doch dem Geiste nach religiös. (!) Von Gottlosigkeit habe ich sowohl in den Buchern als auch bei den Leuten, die sich zur Sozialdemokratie bekennen, nichts gesunden, unb man hat mich auch nicht zurückgewiesen, weil ich religiös bin. Ich habe in einer Dersammtung von Sozialdemokraten gefragt: Wollt ihr mich so haben, wie ich bin, als einen Christu»diener? Und einstimmig brauste es mir entgegen: Ja, so wollen wir dich haben .... Al» der Feudalismus durch die Bourgeoisie gestürzt wurde, da muß.'- er etwas hergeben. Jetzt soll die Herrschaft der Bourgeosie gestürzt werden, und da muß wiederum etwa» hergegeben werden. Ick will der erste sein, der giebt. Mit diesem Schritt unb diesem Geist will ich eine neue Gesell­schaft schaffen im Namen Gotte».*

Nicht übel ist auch die folgende Kraftstelle:

Es heißt ja immer, die Sozialdemokrane muffe ans- g,rottet werden. Ja, was heißt denn das? Wohin wollt ihr denn »ie Millionen von Sozialdemokraten thnn? Wollt ihr sie hinmorden? (Mit gehobener Stimme): Nun, wenn ihr bas wollt, dann nehmet mich zuerst! Wenns aus's Schaffot gehen soll, ich bin bereit, greift zu! Ich gehe voran im Namen meines Gottes (!) Ich will euch eine neue Gesellschaft gründen, und ihr sollt erkennen, daß der Weg dazu kein schlechter fein kann, wenn ich ihn wandle (!) Uui müssen Himmel und Erbe dazu verhelfen, daß eine neue Zeit kommt und daß diese Zeit eine glückliche unb selige sei."

Wir begreifen »ichi, weshalb der gute Mann f» gern aufs Schaffet gehen will, obgleich er den Beruf in sich spürt, eine neue Gesellschaft z» gründen. Warum will er den» der Welt das ta Aussicht

17'

J 71 m «*M| XL/ JV

A geworden mittlerweile; der Sturm jagt

gvi HKStaeuttr Karst große Staubwolke« auf. Marie bei de« Nachbar» und erhält endlich de« Be- . ei« alter Mann fei vor einige« St««de« aus

Hause getrete« und habe sich dem kleine« Stadt-

und mit dem ihn morgen» sei« Gewisse» aufweckt und abend» in den Schlaf lullt. Die Minute« fliehe». Da ragt sie plötzlich riesenhaft »ar ihm auf und deutet mit dem Finger ta» Wasser:

Gieb mir die Grabesruh ich kann sie nicht finde», solange Du de» Fluch nicht von mir genommen; gieb mir endlich meine letzte Rache, ich kann nicht sterbe», so lange Du lebst.'

Der Alte erhebt sich ; zitternd, in T»deSa»gst macht er einige wankende Schritte dem Wasser zu; schon berührt sein Fuß die Wellen, und, die Arme au»breitend, flüstert er:

Du sollst Ruhe haben, arme» Kind ich gehe!'

Da packt ihn ei« starker Arm; sich halb betäubt umwendend, erblickt er Franz und Marie. Er will sich sträuben, doch er vermag nichts gegen die Kraft der jüngeren.

Lebe, Vater, um meines Kindes willen,' ruft ihm Marie flehend zu; dann hört er nichts mehr; ihm schwinde» die Sinne.

Wochenschau.

e* Deutschlands Politik stand in der vergangenen wje unter dem Zeichen des Zarenbesuchs in jtgbam. Zum ersten Mal seit seiner Thran»

11

t UU

>lz

an. Tste* Zerb- s.

o.e tte 3.

«abVerlag: Joh. Aug. Koch, Universitäts-Buchdrucker»! ta Marburg. Expedition: Markt 21. Telephon 65.

kommt endlich Leben in seine Gestalt und er W* ta die Worte auS:

ßrigung hat der Zar dem deutschen Kaiserpaar einen $1$ abgestattet und die Bedeutung dieser Zusammrn- eschnigj jft ist nm so gewichtiger, als von »fftciifer Seite glücklich auf die politische Seite des Besuchs hin- Me« worden ist. Ma» wird diesem Hinweis gehende Beachtung schenken muffe» in einem Augen- Ü, in dem die Briten bestrebt sind, dieE » gland »- flirt unsereSKaisers zu politischen Zwecken uuützen und sich in Frankreich wieder Bestrebungen

Anzeigen nehmen entgegen: die Expedition dieses Mattes, die Annoncen- Bureaur von Haaseustein & Vogler. Frankfurt a. M., Cassel, Magde- _, , . ro , < * rxrxcx dura. Wien; Rudolf Masse, Frankfurt 0. M., Berlin, München, Köln;

Sonntag 12. ^covember 1899. S. L. Daube & Co., Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris rc.

t) - fürwahr das dürfte den englischen Politikern ge- ICfid5 zn denken geben. Vielleicht hatten die 6em» g ß »anonen, die sich da ansthu», ihre Wirkung bereits

i«n bet der Lösung der ©amoafrage.

(711t Lei ihr hat Herr v. Bülow wieder einmal ta - Itt Stille und ohne jedes Gerede dem deutschen

,3hr Leben lang hat sie unter meiner Verblendung Ungerechtigkeit zu leiden gehabt! Ihre Jugend darunter verkümmert! womit lohnt sie mir? Mit ta und nur mit Liebe! Marie'le,' und seine u. e bebt,Marie'le, ich darf mich dessen nicht £il®frfr; ich darf Deine Liebe nicht annehmen; nicht al» Reuiger darf ich zu Dir komme» und

ik

. : »ergieb mir! den« mir wird nicht vergeben, sich erfülle«; vergebens, Marie, daß Du eS ^tahalte» willst;waS man säet, wird ma« ernte».' L«uze Last seiner Schuld wälzt sich übergroß t» KS Ulten Gewissen--Al» nach einigen

staden der Ruhe Marie sich ta daS Wohnzimmer Arbt, gm de» Wünschen des Großvater» zu

86

1

,i'