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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
^»»b Verlag: Joh. Aug. «och, UniverfitätS-Buchbruckerei in Marburg. Lmmtworüich für die Redaktion: Redaktmr Han» Hapfer in Marburg.
Expedition: Markt 91. — Telephon 65. Redaktion: Markt 21. — Telephon 65.
34. Jahrg.
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an Rußlands Seite in kriegerische Eutwickel-
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Nachdruck verboten
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Ausdruck gehangen.
(Schluß folgt).
kriegerische Händel verwickelt zu werde», würde, um sich des russischen Gegners zu
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Ran erblickt darin die Bürgschaft dafür, daß zwischen km deutschen Reiche und Rußland ein VertrauenS-
englische bald in England erwehren,
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würden ungen gekehrt Politik
sogleich streben, unS ins Vordertreffen zu schieben, einen Konflikt zwischen Rußland und Deutschland heraufzubeschwöre», und dann hätten wir, wenn nicht den Krieg, s» doch die Möglichkeit eines Krieges mit Rußland, den England dazu benutzen könnte, ungestört seine Weltpolitik weiter zu verfolgen. Auch als Bürgschaft für die Fortdauer des Friedens dürfen
wir also den Aufenthalt des Zaren am deutschen Kaiserhofe den erfreulichsten Erscheinungen des Tages zuzählen.
nicht leicht hineingczogen werden, müßten wir, wollten wir die unterstützen, gewärtig sein, sehr 1
Anzeigen nehmen entgegen: die Epocdition dieses Blattes, die Annonccn- Bureaux von Hamenstein & Vogler. Frankfurt a. M., Cassel, Mazde-
Der neue Martneetat für 1900, der noch auf Gruud des Flott engest tzes von 1898 aufgestellt ist, erfordert nach der „Nationalztg." im Ordinartum 73,9 Millionen Mark, 4,8 Mill. Mark mehr als im Vorjahr, im Extraordivarium im Ganzen für Schiffsbauten 48,9 Millionen Mark, also 4,3 Millionen Mark mehr als für 1899.
Im Extraordinarium werden folgende erste Bauraten verlangt: je 2 500 000 Mk. für Linienschiffe F unb G; 20000V Mk. für den großen Kreuzer L; je 1300 000 Mark für die kleinen Kreuzer F und F; 500 000 Mk. für das Kanonenboot A und 2 400 000 Mk. als erste Rate znm Bau einer Torpedoboots- division. Im Ganzen sind für Schiffsbauten angesetzt 48 934 000 Mark, also 4348 000 Mk. mehr als für das Jahr 1899. — Für artilleristische Armirungen werden gefordert 17 988 000 Mk., d. h. 7 697 000 Mark mehr als für 1899.
Im außerordentlichen Etat wird eine erste Rate von 500000 Mk. gefordert zum Bau von zwei großen Trockendocks auf der Werft zu Wilhelmshaven. Die Herstellung dürfte nach einem
gegebenen Augenblicke durch einen gemeinsamen Schritt Deutschlands, Rußlands und Frankreichs, Einhalt zu thun, oder ob man sich für de» Fall der Fortdauer des Krieges über ein Vorgehen an andern Punkten geeinigt hat, das mag der Zukunst überlassen bleibe». Für jetzt genügt es zu wissen, daß die Politik der drei Festlands-Mächte sich ungefähr in gleicher Richtung bewegt. Was das bedeuten will, fühlen Englands Staatsmänner recht wohl heraus. In englischen Blättern lesen wir gerade jetzt die Drohung, wenn Deutschland, Rußland und Frankreich gemeinsam handeln sollten, werde England ein Bündnis mit Japan und den Vereinigten Staaten schließen. Diese Drohung beweist deutlich, in welcher großen Verlegenheit die britische Politik fitzt. Denn wenn England nichts anderes weiß, um uns graulich zu machen, so ist es wirklich übel dran. Mac Kinley der eben jetzt herumreist, um Stimmen für die im nächste» Herbst stattfindeude Präsidentenwahl zn werbm, kann im jetzigen kritischen Augenblicke garnicht entfernt daran denke», ein so weit aus» schauendes, tiefgreifendes Unternehmen, wie ein Bündniß mit England zu wagen, das letzte Jahr seiner Prästdentenschaft wäre zu solchem Schritte das allerungeeignetste. Und Japan, daS eben ein Bünd- niß mit China betreibt, um alle Europäer, vor allem aber die Engländer, aus Ostasien zu verdrängen und selbst die Sahne in China abzuschöpfen, wird für England sicher nicht zu haben sein; die schlaue» Japanese» werden eher die Engländer auSnutzen, als sich von ihnen ausnützen lassen. Wie schlimm aber muß eS um die britische Politik bestellt sein,, wenn sie kein anderes Mittel kennt um zu imponieren, als solche lächerliche Schreckschüsse!
Eines aber ist sicher: die Hinneigung Deutschlands zu Rußland bedeutet eine Stärkung des Friedens. Die russische Politik ist, aus guten Glünde», dem Frieden geneigt; Rußland braucht den Frieden nothweudiger als irgend ein anderes Land, und so eifrig seine Staatsmänner darauf bedacht sind, überall thätig für die russischen Interessen einzutreten, so würden sie es doch, so lauge es irgend geht, auf einen Krieg nicht ankommen lassen. Wir
diese schluchzend. Da übermannt Marie ein furchtbares Mstleid mit dem alten Manue, ein Mitleid, das wild wie eine Sturmfluth über sie kommt, alle Dämme zerreißt und mit sich fort» schwemmt die letzten Trümmer des Zweifel» und des Grolle».
„Großvater, Großvater I"' Tief erschüttert stürzt sie zu Füßen des Alten.
„Ich bin kein Geist und bin nicht zur Rache gekommen. Sieh', hier steht mein lieber Franz; wir haben Euch Beide lieb und wollen Dich und die Mutter holen, damst Ihr mit uns zusammen Euren Lebeusabeud genießt".
Aber der alte Manu schüttelt das Haupt, als stände er vor einem großen Räthsel, das er mit seinem altgewordeneu, dumpfen Sinneu vergeben» zu durchdringen sucht. — Der Herr de» Schlosses tritt herein, vou einem Ritt auf die Felder zurückgekehrt, begrüßt die jungen Leute und nach einigen Erklärungen befiehlt er dem Diener, fie nach ihrem Zimmer zu führen. Wankend, zitternd folgt ber alte Mann, auf Franzen» Arm gestützt. So wie die Familie allein, wendet fich Marie wieder thräueuden Auges zn dem Großvater:
„Höre mich doch! Ich bi» ja Deine Marie, da» Kind der Kathrein." Schluchzend fintt fie vor ihm nieder und küßt seine welke Hand.
„Nein, kein Geist," flüstert er so vor fich hin, „und doch kommst Du, um Deine Mutter zu räche», Deine Mutter, die ich verflucht! Ich weiß e» wohl, mein Fluch hat fie ins Grab gebracht! Rühre »ich nicht au, ich bin ei» Mörder, uud der Fluch
Preß stimmen zum Samoavertrag.
Die Blätter fahren fort, das Samoa-Abkommen als ein für das deutsche Reich günstiges Ereigniß und als großen Erfolg des Staatssekretärs Grafen Bülow zu bespreche». Die „Kreuzzeitung" nennt das Abkommen hocherfreulich und hebt die Fortdauer der Tendenz hervor, nach allen Richtungen hin klare und unanfechtbare Rechtstitel zu schaffen. Das Blatt schließt: Das Abkomme» ist günstig:!, als wir hoffen durften. Wenn Graf Bülow dafür auch dar Groß- kreuz des Rothe» Adler-OrdenS die Anerkennung des Kaisers erhalten hat, so war dies eine wohlverdiente Auszeichnung, zu ber wir unsere Glückwünsche darbringen. Die „Tägliche Rundschau" sagt, Samoa deutsch, das ist ein Ergebniß unserer Diplomatie, das in allen deuffcheu Herzen dankbaren Widerhall finden wird. Das Abkommen erfüllt uns mit stolzer Freude und aufrichtigen Dank gegen Herrn v. Bülow, der mit sehr heftigen wiedrigen Strömungen
Des Vaters Flach.
Mne Erzählung von Sophie Eben.
(Fortsetzung.)
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hat fich gegen mich gewendet!"
„Lieber Großvater," unterbricht ihn Marie; aber er neigt seinen Mund dicht an ihr Ohr, und ein se
tz eute wie damals ist es der Wahn des Alte», der daS Scheiden so trübe gestaltet. — Es hatte keine Mühe gekostet, ihn znm Mitfahre» zu bewege», seine Willensttast scheint gebrochen, nnd wortlos läßt er alles mit fich geschehen. Marie ist während der Fahrt sorglich um die Alten bemüht. Der Großvater weißt heute ihre Aufmerksamkett nicht zurück; nur mit unruhigen Augen verfolgte er fie, und fein Antlitz nimmt den Ausdruck tiefet Beschämung an, wen» Marie ihm freundlich eine Decke über seine Sniee breitet, oder ihm ein Kiffen in de» Rücken schiebt. Müde vou den Aufregungen des gestrigen Tages lehnt er stumm in einer Ecke de» Coupöe; Mitteisende steigen ein unb an», aber niemanb wagt, in der Nähe des Mannes mit dem trübe», trostlose» Blick ein lautes Wort zu spreche». So verläuft die Fahrt still. Gegen 5 Uhr Nachmittags ist daS Ziel erreicht und bald trennen »ur noch wenige Schritte die Ankömmlinge vou dem Kntscherhäuscheu. Die Die»stmagd steht mit dem kleine» Hans auf dem Aim vor der HauSthüre. Marie totntt ihr, daß sie zurücktrete, denn fie befürchtet, der Anblick bei Ur» enkelchens machte dem Alle» eine heftige GemühtS- aufregung verursache». Nachdem mau ein einfaches Mahl eingenommen, begleitete Marie die alte Frau in ein kleines Mansarbenzimmer, damit fie der Ruhe pflege. Dem Großvater macht fie ein bequemes Lager auf dem Sopha im Wohnzimmer zurecht, zieht die Fenster- Vorhänge zu und entfernt sich mit leisen Schritten. Der Alle hat fie schweigend gewahren laffen, ohne ein Wort, ohne eine Geberde. Nur seine Ange» haben an der Enkelin mit feltfamem, erschüttertem
zu kämpfen hatte. Die „Bofsische Zeitung" chließt: Die Gesammtabmachung beweist, daß gegenwärtig die besten Beziehungen zwischen Berlin und London bestehen. Graf Bülow kann vor den Reichstag in dem Bewußtsein treten, daß er seine Ser» »eißungen vom 14. April in vollem Umfange er» üllte. DaS „Berliner Tageblatt" hebt hervor, »er Vertrag habe nicht nur die sofortige Beseitigung der Unordnung auf Samoa zur Folge, er bedeute auch eine Erhöhung des staatlichen Ansehens und bewirke, daß uns ohne besondere Opfer das in den Schoß gefallen sei, was sonst nur ein glücklicher Krieg hätte sichern könne».
Die „F r e i s i» »i g e Z e i t u » g" begrüßt die Lösung der Samoaftage mit Genugthuung, weil die Samoainseln seit Jahren der Zankapfel zwischen Deutschland, England unb Norbamerika waren. Der „tzamburgischeCorresponbent" sagt, daS Abkomme» fänbe auch in Hamburg den freudigsten Widerhall und bedeute eine sehr glückliche und erfolgreiche Lösung, insbesondere, da eS ohne jede Konsequenz für die Gesamtpolitik Deutschlands sei. Das Blatt hebt hervor, die glückliche Hand des Grafen Bülow habe kaum jemals ein schwierigeres Problem gelöst, wie die deutsche, durch alte Sünden bös verfahrene Sammelpolitik. Die „Hamburger Nachrichten" begrüßen das Abkommen mit um so größerer Freude und Genugthuung, als die Sarnoa- angelegenheit neben den materiellen deutschen Interessen eine nationale Ehrenfrage bedeute. Das Blatt beglückwünscht ebenfalls den Staatssekretär des Auswärtigen Amtes zu dem Erfolge seiner Festigkeit.
Der Zar in Potsdam.
** Wenn Monarchen - Begegnungen stattfinden,
»Ich weiß, Du bist von ihr gesandt, Dich zn a« mir. So weit hat fie mich gebracht, in! mch iH die Verzweiflung: nun kommst Du N '«■ vernichte mich nnn, auf daß eS vollendet ^Entsetzt und fragen! blickt Marie auf die Groß-
Umschan.
Die Idee der EinheitSpo st marke st gescheitert. Der bayerische StaatSminister von Crailsheim hat in der Münchener Abgeordnetenkammer selbst mitgetheilt, daß er dem Staatssekretär des steichSpostamtS erklärt habe, Bayern fei nicht geneigt, auf die Einheitsmarke einzugehen; der Staaissettetär ';abe in loyalster Weise erwidert, daß damit die Sache für daS Reichspostamt abgethan sei. Die Angelegenheit ist danach also thatsächlich von der Reichsstelle auS verfolgt worden. Die Münchener „Allg. Zig." behandelte das Thema kürzlich und »emerkte nach Darlegung de» Standpunktes der bayerischen Regierung, jedenfalls müsse, von welchem Standpunkte auch immer, gesagt werden, daß die plötzliche Aufrollung der Frage inopportun war:
„Bei dieser Gelegenheit wird eS vielleicht intet» esfireo, zu erfahren, daß die bayerische Regierung schon im Jahre 1882 vergeblich eine Anregung gegeben hat, deren Befolgung eine Hauptklage aus der Welt geschafft hätte. Diese Anregung ging dahin, daß die särnmtlichen Po st an st alten zur Annahme und zum Umtausch aller deutschen Postwerthzeicheu verpflichtet werden sollten."
DaS wäre allerdings ein erstrebenswerthes Ziel, und man wird annehmen dürfen, daß Herr von PodbielSki zur Förderung desselben bereitwilliger sein wird als Herr v. Stephan. Die Beschwerden über die verschiedenartigen deutschen Postmarken würden damit znm guten Theil erledigt sei».
„Dreimal habe ich fie gesehen: die Nacht ehe wir anfS Schiff gingen, ist sie mir erschienen und, als Barbara aus dem Hause verschwand, — eS war ein wildes, stürmische» Wetter wie damals, als die Kathrein bei uns klopfte —, hat sie vor mir gestanden mit erhobenem Haupt unb brühender Miene; als der Klaus im Fieber lag, war sie es, die die Hand auf fein Herz preßte, daß e» still stand." Ganz leise fügte er hinzu: „Aber niemand sah fie als ich!"
„Klan» tot?" ruft Marie erfäredt.
„Tot," nickt die alte Bäuerin trübe.
„Und Barbara?" —
„Davon gegangen I Erst hatte fie Klans geholfen, seine» Meister zu Betrögen und ihm Hab und Gut zu vernntteuen; und als e» ans Licht kam, — Klaus war schon sehr krank und lag zu Bett — ist fie mit einem Gehilfen geflüchtet. Wir hatten keine Ahnung gehabt von den strafbaren, geheimen Vorgänge» im Hanse. — Kurz darauf begruben wir ihn. — Nun find wir hier."
„Ja, er war schlecht," nimmt der alte das Wort, „aber ich habe ihn mti zu dem gemacht, was er wurde."
Trostlos klingi's von den Lippen de» alten Manne», unb al» Marie, in wiederaufwallendem Mitleid, ihn ttöstend umschlingen will, ruft er ihr zu:
„Hinweg, ich bin mtt Fluch beladen!"---
Eine schlaflose Nacht folgte dem aufregenbett Tage. Der neue Morgen kommt. Große, schwere Wolke« jagen am Himmel, unb Thal und Höhen erbranfen unter dem jubelnden Ungestüm de» Frühlingssturmes. Franz unb Marie scheiden von dem freundliche» Gutsherrn und besteige» mtt den Großeltern den Wagen, der fie zm» Bahnhof bringen soll. Der jungen grau treten die Thronen in die Augen; fie nimmt zum zweiten Mal Abschied von ihrem HeimathSdors.
ltt«g rrtvS (7107 rei
— .... Knieen,
gelben faltigen Gesicht, dem gesenkten weißen tachte, dem glanzlosen müden Auge; die alte hat sich wenig verändert, die Augen nur find ta rother vom Weine», die Züge gramdurchfurchter ^»rdeu. Ihr Schrei hat den Alteu ans seine« “Wen Vorfichhinbrüte» aufgeschreckt, ein Blitz des *3&>euS huscht über fein Antlitz; aber abwehrend M er die Hände gegen die Enkelin an» n»d läßt tahlo» den Kopf freien.
. »Mutter," ruft er, „mm geht e» mti mir zu tat Ich habe einen Geist gesehen!"
Doch die alte Frau hat sich von ihm gelöst, fie ’Wtett fich an die Arme der so lang entbehrten, r^tie, Marie!" klingtS von ihren Lippen, erst Mter», klagend, dann wie erlöst. Lautlos drückt jUttge Frau die Großmutter aus Herz, wendet sogleich ihre Aufmerksamkeit wieder auf de» Ma»». Dieser betrachtet fie mti durchdringenden
3a, fie find'S. Das ist der Großvater, t^rschene Greis mit den zitternden 1
Er meint, bei Fluch ber Kathrein müsse fich u ».»»» — — ->-
Dich an ihm vollenden, stütz ober spät", erklärt heimnißvoller Ausdruck wird in seinem Antlitz sichtbar.
lorfra» werben sie stets begleitet von freundlichen Redens» । jjttn der halbamtlichen Presse. Würde jemals bei i Mir- Mr Gelegenheit in der Presse des Landes, daS des m am Gast empfängt, der Ausdruck der Freude über ch tzk- Hk Wtage tretenden herzlichen Beziehungen fehle», so eätt das ein Mangel an Höflichkeit, der de» hohe» igsteur und seine Umgebung arg verstimmen könnte.
ktgrüßungs-Artikel gehören nun einmal zum Empfang , Hetzer Herren ebenso wie Ehrenwachen und Festlichkeiten. W|.r Aach' bei dem Aufenthalt, den Zar Nikolaus II. __d Potsdam nahm, hat es an solchen Begrüßungs- . j? Mikeln nicht gefehlt. Aber diese unterschieden sich kLok» Ach wesentlich von manchen andern, der bei ähnlicher
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. 'T)C7 <•» ty/»
OuartatS-Abonnemenls-PreiL bei der Expedition L Mk., bei allen 1 *•' ' r) „ „ .. .
Postämtern 3,85 Mk. (ejfl Bestellgeld). Jnsenionsgebühr: die ge- , c < cn...____< onn iura. Wien; Rudolf Morse, Frankfurt a. M.. Berlin, München. Kola;
spaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen: fc;e Zeile ‘J5 Pfg SüllllWeNö, 11 "lÜveMÜLI loUJ. E. L. Daube & Co., Frankfurt a. M„ Berlin, Hamwoer, Baris re.
Gelegenheit früher in die Oeffentlichkeit gelangt ist.
. Bit waren in einem viel wärmer» Ton geschriebe»,
Pf S die Höflichkeit gebot, und sie waren das Echo
ot Bolksstimmung. In der Thal hat das deutsche
i »Ik fast ausnahmslos über die Anwesenheit des
' "'S- «rat in Potsdam freudige Genugthuung empfunden.
Mhältniß besteht, das gerade unter den heutigen Ber- -2L. Misstn von großer Bedeutung werden kann. Wenn MM, fie Herrscher der beiden größten Mächte des eure» tziifchm Festlandes im gegenwärtigen Augenblick zu- fMmengekomme» find, während England im Begriff $t, sich Südafrika zu nehmen, und Rußland fich JH «rfchickt, sich dafür an irgend einem anderen Punkte Y)lr af Englands Kosten schadlos zu halten, so ist es L “ selbstverständlich, daß diese bedeutungsvollen und
Weicht auf lange hinaus entscheidenden Bestrebungen ten den Monarchen besprochen worden sind. Und tert, fern überhaupt eine Aussprache der beiden Kaiser (7198 tier diese wichtigen Punkte herbeigeführt worden ist, -----s» find ihr natürlich auch diplomatische Verhandlungen toiangegangtu, die eine Uebereinstimmung in den Sflrundzirgen ergeben haben. Als Zeichen dafür, daß ch'o die deutsche Politik demnächst entschieden nicht du englischen Fahrwaffer zu finden sein wird, ist >«tag ^fcalb ber Zarenbesuch in Potsdam allenthalben in n der ^»tschland willkommen geheißen worden. Die Wiferreise nach England, die ja von vornherein als
llienbesuch geplant war, wird daran nichts . Auch die Versuche, fie zu benutzen, um in Petersburg Mißtrauen gegen Deutschland zu , werden nach dieser Begegnung in Potsdam lüden; der Zar wird nach seiner Aussprache Kaiser Wilhelm II. ganz genau wissen, wessen fich von ihm zu versehen hat.
Was im einzelnen bei dem Besuch des Zaren Erhandelt worden ist, darüber Vermutungen anzu- Men, ist überflüssig. Ob man fich darüber 6er» wbigt hat, dem Blutvergießen in Südafrika im