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Wöchentliche Beilagen

Kreisblatt für die Kreise Marbnrg und Kirchhai«

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Das Telegramm war nur die Antwort auf die tele- graphische Meldung des Dragoner-Kommaudeurs, daß das Regiment nach Südafrika gehe, als» nur ein Höf« lichkeitsakt, der zudem als solcher durch die un- gemeiu kühle Sprache gekennzeichnet wurde.

Auch ix Frankreich ist eine HiobSdotschaft eingelaufen. Eine Expedition, die unter Führung des Leutnants Bretonnet im westlichen Sudan das Gebiet zwischen den Städten Jlo und Buss« in Besitz nehme» ollte, ist von den Eingeborenen völlig vernichtet worden.

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E "us. Nicht alle stimmen ein in das Hoch; etwas gedrückt; aber die »»rüdergehende wird sogleich durch die Feststimmung wieder Der Gutsherr dankt mit kurzen Worte» u»d pehe» die Leute, paarweise wie sie gekommen, de« Singe» »»» Erntelieder» durch'» Dors J5*» i«, wo derAlte/ dar Symbol der Ernte«

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Quartals-Abonnemcnts-Preis bei der Expedition 2 Mk., bei allen Postämtern 2,25 Mk. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr: die ge- spalten» Zeil« oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen^ die Zeile 25 Pfg.

der Budget-Kommission in diesem Jahre. Inzwischen rollte», ja überstürze» sich die politische» Ereignisse weiter; immer zwingender drängte sich die Roth. Wendigkeit aus, einer erhebliche» Verstärkung bald, möglichst näherzutreten. Das Blatt erinnert sodann an die jüngsten Worte des Kaisers in Hamburg und fährt fett: Inzwischen stellte sich im Reichsetat pro 1900/heraus, daß das für die letzte Hälfte des Flotten- gesetze» noch ausstehende Limit für Schiffbauten durch eineReiheandererAuSgabeninAnspiuchgenornmen wurde, sodaß man in den nächste» drei Jahre», statt wie in den ersten drei Jahren neun große Schiffe, nur zwei auf Stapel legen könnte. Die oben erwähnten Um« stände, dar nachweisbare Bedürfniß einer starken Ver- mehrung und die Limitfessel, welche zwingt, mit Schiff« bauten erheblich gegen den Durchschnitt der ersten drei Jahre zurückzugehen, zwange» die Regierung zu der

ämmelt; viele schauen durch die Fenster der Leute­küche plaudernd auf die Fröhlichen herab. Auch Marie Sch«an»w ist unter ihnen. Sie hat »ich gewagt, am Feste theilzunehme», sondern ist de» ganze» Tag in Wald »nd Feld umhergestreift, unruhig, un­lustig zu jeglichem Thun, mit einem sonderbaren, ihr völlig unbekannten Gefühl des SehuenS in der Brust. ES ist Abend darüber geworben und nun ist sie immer von jenen unbekannten Empfindungen ge­trieben, zum Schloß geeilt und läßt, die Stirn fest an die Scheiben gepreßt, den Blick in der Menge der Tanzenden umherschwcifen. Sie bemerkt Barbara Radecke, welche fich flott in den Armen Herbert'» ». Regenthin wiegt. Ihre schwarzen Augen blitzen vor TanzeSlust und befriedigter Eitelkeit, während da» Antlitz ihre» Tänzer» einen merkwürdig ernsten Ausdruck hat, und sei» Auge von Zett zu Zett zur Thür irrt, nm jedesmal enttäuscht zu seiner Tänzerin zurückzukehren. Jetzt streift sei» »lick die Fenster, w» K»pf an Kopf fich drängt, und auf einmal scheint er gefunden zu habe», wen er suchte. Seine bereit» vom Trinken geröthekr Stirn glüht höher auf; doch ehe er seine Tänzerin an» den Armen gelassen, ist da» Antlitz dort dranßen verschwunden: Marie'le hat enttäuscht ihren Platz verlaffen. Die fesche Barbara, von ihrem Tänzer mehr auf ihren Platz geschlendert al» geführt, ist höchlich verwundert über den jähen Abbruch de» Vergnügen» und zeigt sich in der Folge gegen ihren Briuttgam launisch und u». liebenswürdig. Herbert ist mitten durch die Leute hindurch in» Freie gestürmt. Nun blickt er sich suchend nm, dort dort flattert ihr weißes Kleid verschwindend um die Ecke, sie muß jetzt in den Weg nach demklaren See' einbiegen. Er eilt ihr nach, fliegenden Schrittes. Da tritt ihm der Inspektor

Lerantwottlich für die Redaktion: Redakteur Hans Hupfer in Marburg. Redaktion: Markt 21. Telephon 55.

«nttt dem Jubel sämtlicher Festtheilnehmer wird. Nachmittag» zieht man wiederum ?mgendem Spiel in» Schloß und verthellt fich * die Parterreräume, wo riesige Fäffer Lier Jp find. In der großen Leuteküche s»ll, wie getanzt werden und unter Jauchzen und

1 der jungen Welt beginnt fich der Reigen zu *1 de,en 8 Uhr erscheint Herbert »en Regenthin ?"n Freunden, um fich, wie e» Sitte ist beim I*- unter die Leute zu mischen und miizutanzeu. Bm dar Schloß haben fich Neugierige engt,

Die Tschad-See-Expedition.

MK. Von einigen Blättern wird die Mittheilung verbreitet, daß die Kamerun-Expedition mit dem Tschadsee als Endziel für aufgegeben zu betrachten sei. Der Verzicht auf die in kolonialen Kreisen seit langer Zeit mit Vorliebe verfolgten Pläne soll durch die neuesten Vorgänge unweit der Küste herbeigeführt worden sei», welche schrittweises Vorgehen und die allmählige Herstellung einer gesicherte» Verbindungs- linie nach dem Innern als zweckmäßig hätten er­kennen lasse». Wie wtt aus zuverlässiger Quelle erfahren, entspricht diese Darstellung nicht den Thal- fachen. Nachdem seitens der Kolonialabtheilung der Plan einer Reichs Expedition mehrfach verkündet und wieder fallen gelassen und dadurch die gleich­strebenden Privatunternehmuugen in ihrer Entwickelung mehrmals unterbrochen worden waren, ist infolge des energischen Eintretens der Deutschen Kolonial­gesellschaft die Zustimmung der Koloniabtheilung zu einem Plane erlangt worden, der in seinen Grund­zügen bereits vor einiger Zeit festgestellt wurde, und zu deffen Ausführung fich im Schoße der Deutschen Kolonialgesellschaft auf Betreiben des Präsidiums derselben ein Csmttb gebildet hat. Die Grundlage der erforderliche» Mittel ist durch Beiträge der Deutschen Kolonialgesellschaft, der Kelonialab- theilung des Auswärtiges Amtes, der Wohlfahrts- Lotterie für die deutschen Schutzgebiete und von anderer Seite BereitgefteKt worden. Das Comito wird seinerseits eine deutsche HandelSexpedttion mäßigen Umfanges zunächst nach Garua auf dem Niger-Benue entsenden; ob die Expedition von dort auS weiter geht, wird davon abhängen, wie sie die Verhältnisse dort antrifft. DaS Comits wie die Deutsche Kolonial­gesellschaft habe» indes nach Vereinbarung mit der Kolonialabtheilung des Auswärtigen Amtes ihr Vor­gehen davon abhängig gemacht und vernünftigerweise davon abhängig machen müssen, daß zunächst die ichere Aussicht geschaffen wird, daß bis zu ihrem Eintreffen in Garua eine als Stützpunkt für wissen- chaftlich- geographische und handelspolitische Zwecke dienende feste deutsche Stattou reichsseitig eingerichtet werde. Die Deutsche Kolonialgesellschaft wird einen auf Erfüllung dieser Vorbedingung gerichteten Antrag in Kürze dem Herrn Reichskanzler zugehen lassen

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drängt, jeden Tag kann die Nachricht von seinem Fall kommen. Sehr besorgt schaut man in England «ach Natal, weil ein weiterer Erfolg der Bure» zweifellos das ganze Afrikanderthum, das sich jetzt schon sehr ungeberdig zeigt, auf die Sette Transvaals ziehen würde. Daun würden die 45 000 Mann, die jetzt auf dem Meere schwimmen, wohl kaum zur Beendigung des Krieges auSreicheu und diemilitärische Promenade nach Pretoria' etwas sehr beschwerlich werden.

Wenn fich England so stark in Südafrika engagieren müßte, dann würde die Gefahr einer Ein­mischung anderer Staaten bedenklich nahe rücken. Ma» munkelt die jetzige Zeit verleitet freilich zu Kombinationen allerhand über ein gemeinsames Vorgehen Rußlands, Frankreichs und Deutschlands. Man glaubt eine Tonstellation in Aussicht stellen zu sollen, wie sie zum Schluß des japanisch-chinesischen Krieges bestand. Ob diese Combination mehr ist al» müssiges Gerede, entzieht sich j tzt der Beurtheilung; sehr wahrschein­lich ist ja ein directes Vorgehen Rußlands und Frank­reichs nicht. Frankreich muß auf feine Weltaus­stellung jetzt Rücksicht nehme» und auch Rußland hätte ruhige Zeiten sehr nöthig. Immerhin verdient Be­achtung, daß das französische Mittelmeergeschwader der kleinafiatischen Küste zudampft und daß da» Ge­rücht auftaucht, Rnßlaad wolle von der Pforte die Oeffnung der Meerengen verlangen. Den Engländern wird bei diesen Nachrichten offenbar etwa» schwül; sie setzen eine umfassende Mobilisierung ihrer Flotte ins Werk, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein.

Unter diesen Umständen ist eS psychologisch wohl erklärlich, wenn man in England ein Telegramm de» deutschen Kaisers an fein englisches Gardedragoner - Regiment mit großem Enthusiasmus ausgenommen und daraus ein Wohlwollen der

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entgegen: mit einer abwehrenden Handbewegung strebt der Gutsherr an ihm vorbei.

Später, spater ruft er ihm zu; aber der Mann läßt fich nicht abweisen; er berichtet zwei Leute hätte» sich drüben auf der Dorfstraße gestochen, der eine blute auS einer Kopfwunde, und frägt ob der gnädige Herr nicht hinkommen möchte, sich den Man» anzusehen und zu bestimmen, ob der Arzt au» der Stadt geholt werden solle.

Laßt ihn holen, ins Teufel» Nameul Gebt die Lahu frei!' und er stürzt vorwärts. Sein Äthern fliegt aber dort winkt da» weiße Kleid, einen Augenblick noch, dann ist es im Walde verschwunden. Seine Pnlse schlagen, heute muß er sie endlich erreichen, muß ihr sagen, daß er sie liebt, muß da» Rätsel ihres Besen» ergründen. Endlich ist er im Walde. Schon lagert tiefe Dunkelheit unter den Bäumen. AthemloS hält er an; dort unter einer hochgewachseuen Fichte hat sie fich auSgestreckt, stützt da» Haupt auf die Hand und schaut traurig und ahnungslos zu Boden, Eine dumpfe Beklommenhett und Zaghaftigkeit bemächtigt fich seiner. Die alte achtungsvolle Scheu vor ihr erhebt angesichts diese» ! Silbe» voll Unschuld und Reinheit noch einmal ihr Haupt; aber einen Augenblick darauf fährt Marie erschrocken zusammen, denn eine schwere, zitternde Hand hat sich auf ihre Schultern gelegt uud ein seißer Äthern streift ihre Wangen.

Erschrick doch nicht so, Marie,' flüstert er,ich !>in » ja nur; ich bin Dir nachgegangen, bi» ge> l'emmen, nm Dir endlich zu sagen, daß ich Dich liebe! DaS Bewußtsein, daß Du mich wiederliebst, hat mir >eu Muth dazu gegeben.' Er ergreift ihre Hand. DaS Mädchen schnellt empor.

ernsten Erwägung, ob eS nicht noihwendig sei, an den Reichstag im Jahre 1901 mit neuen Forder­ungen herarizutreten. Die wilde Agitation der Oppositionsblätter nach der Hamburger Kaiserrede ließ eS der Regierung erforderlich erscheinen, die be­kannten Artikel derNordd. Allg. Ztg.' zu der- öffentlichen, um das große Problem der Schaffung einer ausreichende» Kriegsflotte der öffentliche» Dis­kussion zu übergeben und dadurch die Meinungen und Ansichten zu kläre».

Umschau.

Die Umarbeitung der Kanalvorlage.

Bei der Umarbeitung der Kanalvorlage, womit die Vier-Ministerkommission fich gegenwärtig beschäftigt, handelt e» sich nach dem BerlinerLokal­

anzeiger' um eine Ausdehnung der Vorlage auf den Ausbau von Schifffahrtsstraßen i» Osten: Masurischer Kanal, Berlin - Stettiner Kanal, Oderregnlirung oder Kanalisirnng, für welche die Vorarbeiten bis auf geringfügige Abschlußarbetteu im Felde und Bureauarbeiten seit Jahr und Tag fertig vorliegen. Damit würde der durch die Vor­lage geforderte Betrag von 260 auf etwa 400 Mill. Mark anwachsen. Da eine Bauzeit von etwa acht Jahre» vorzuseheo ist, so würden in diesem Seit- raume durchschnittlich 50 Millionen Mark jährlic aufzuwenden sein.

Wie die neuen Flottenpläne entstanden.

In einem Artikel zur Flottenfrage tritt die Nordd. Allg. Ztg.' der Annahme derKöln. Volksztg.' entgegen, wonach die neuen Flottenpläne im wesentlichen schon bei der Einbringung des Flottengesetzes fertig gewesen und dieses Gesetz nur ein Stück davon fein sollte. DieNordd. A. Ztg.' bemerkt dazu: Niemand dachte 1897 angesichts der Volksstimmung daran noch weiterzugehe», als der Flottengesetzentwurf vorschlug, da die Regierung stets auf realpolitischem Boden zu stehen wünschte. Allerdings wurde, namentlich innerhalb der Marine, das Flottengesitz für unzureichend gehalten und eine weitere Verstärkung von 1911 ab als »öthig be­zeichnet, wie auch Staatssekretär Tirpitz im Reichs- tage am 6. Dezember 1897 die GilttgkeitSdauer des Sollbestandes auf etwa 11 Jahre normirte. Inzwischen fand dieBesitzergreifung KiautschouS statt; später traten die Erfahrungen aus dem spanisch-amerikanischen Kriege hinzu, wodurch die Agitation zu Gunsten einer wetteren Flottenverstärknug entfeffelt wurde. DieNordd. Allg. Ztg.' glaubt zu wissen, die maßgebende Stelle entschied damals, man müsse sich mit dem Gedanken einer weiteren Verstärkung allmählich vertrant machen, vor allem aber sei das Sexennat einzuhalten. Hier-

Nachdruck verboten

Des Baiers Flach.

Eine Erzählung von S o p h i e E b e n.

(Fortsetzung.)

Ich biu Euch wohl gut, Herr gewiß, sehr gut,' abgerissen, zitternd kommt'» über ihre Lippen. Ihr seid vor allen ander» stets freundlich und gütig zu mir gewesen. Herr, ich will's Euch danken mein Leben lang. Aber jetzt bitt' ich, gebt mich frei.' Klagend und wie in großer Angst hatte sie die letzte» Worte hervorgestoßen, dabei »ersuchend, ihre Hände au» de» feinen zu befreie». Er faßt sie nur fester.

-Ms», Du liebst mich nicht?' zischelt er ihr i»8 Ohr,meinst Du, Du könntest Dein Spiel mit mir treibe»? Der Gedanke an Dich beschäftigt mich Tag und Nacht und vergält mir jede Arbeit. Meinst Du, ich wäre gesonnen, die» noch länger zu ertragen ?'

Er bricht ab, es war ihm, al» knackten dürre Aeste unter menschlichen Fußttitten. Aufmerksam horcht er in den Wald hinaus, doch eS bleibt alles still.

Marie'le,' Hingt e» beschwörend; sie will fich zum Sehen wendennun denn,' tönt eS in höchster Aufregung ihr entgegen:verlache» muß ich mich laffen, daß ich so lange Deine» Ritter spiele, de» Ritter einer vauerndiru!'

Er schleudert fie von fich, sie stolpert über einen Baumstumpf und schlägt mit einem gellenden Hilfe­schrei zu Boden. Nachtvögel flattern aufgescheucht umher, eine Fledermaus streicht dicht über ihren Häuptern dahin, aber fast tn gleichem Augen- >lick, «18 der Schrei durch den Wald tönt, ällt ein Schl«g, von rückwärts geführt, auf da» Haupt Herbert von Regenthin'», daß er taumelnd in» Moos fintt.

Hab ich Dich, freiherrlicher Schurke,' rnft eine Hangvolle Männerstimme. Da» junge Mädchen fühlt fich durch einen starken Arm vom Loden gehoben und läßt unter dem Eindruck de»

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: englische Siegestaumel ist jäh

| ®et worden; die Ernüchterung war besonders Laster Natur. Nachdem schon dieSiege' ' «lencoe durch den fluchiahnlichen Rückmarsch T* auf Ladysmith eine etwas eigenartige Be- ^mng erfahren hatten, sah sich General White zu ^Meldung genöthigt, daß ihm bei einem Gefecht, r Üblich mit dem Zurückwerfen der Buren ge- haben sollte, 42 Offiziere und 2000 Mann /ein Sechstel seiner ganzen Stteitmachi von »Buren toeggefauge» worden seien. Man denke, Wn de» mächtigen Albion von de» verachtete» bereu Minderwerthigkeit zu beweisen die We Preffe noch vor wenigen Wochen nicht müde Ladysmith selbst ist auf das Aeußerste Be»

Etwas überraschend kam die Nachricht, daß vom Januar ob neue Po st marken eingeführt : sollen. Sie verdient auch an dieser Stelle

50 whnung, weil augenscheinlich damit Bestrebungen ' 6 «eichspostverwaltung zusammenhänge», den Post- «hzeichen Geltung für da» deutsche Reich zu schaffen " ^mit dem unleidlichen, den Verkehr erschwerenden »flwde eia Ende zu mache», daß da» einige Deutsch- üiu einheitliches Postwerthzeichen hat.

Wochenschau.

* Das Ereignis der Woche war die Ver­deutlichung des neuen Flottenprogramms derNordd. Allg. Ztg'. Vor ihm trat alles bete, was sonst an innerpolitischen Dingen beschäftigte, völlig zurück. In der That ist p auch eine derartige Verstärkung unserer See- äfte, wie sie das Regierungsprograrnm vorsieht, m außerordentlicher Tragweite sowohl in wirth- ftspolitischer wie allgemeinpolitischer Hinsicht; der Linken, auf der man leider noch immer die gen der nationalen Wehrkraft mit starrer Oppo- iou behandelt, hat man natürlich sofort gegen da» Stamm mobil gemacht. Die alten Schlagworte m derUferlosigkeif, derSchraube ohne Ende", dachschwirren wieder die Luft undEugen, der tzwße' läßt wieder lange Zahlenreihen anmarschieren, m zu beweise», daß schon für die Flotte viel zu viel Met worden ist. Wenn nun auch Eugen Richter an liebsten unsere Flotte als altes Eisen verkaufen vd unsere Colonien als Zugabe mit in den Kau M würde, so wird man doch im Volke, in dem sts Berständniß für die Wichttgkeit einer starke» loite bedeutend gewachsen ist, sehr wenig mit einer ichen Behandlung der Frage einverstanden sein, in» wird mit Recht verlangen können, daß eine oizsawe Prüfung des Regierungsprogramms in cker Sachlichkeit und Vorurtheilslosigkeit vorgenommen «rd, umsomehr als die Regierung erklärt hat, ohne M Steuern die vorgeschlagene Verdoppelung unserer Wie durchführen zu können.

$Hu und strahlend ist die Sonne am ^eu de» Feste» aufgegaugeu. Der Vormittag die Leuten bringen denAlten' die es Sitte in der Mark, d. h. unter Musik

deutschen Regierung für England gefolgert hat. Daß

diese Schlüffe zu weitgehend find, liegt auf der Hand.lauf basirte, so glaubt dieNordd. Allg. Ztg.', die bekannte Erklärung des Staatssekretärs Tirpitz in

tVA Anzeigen nehmen entgegen: die Expedition dieses Blattes, die Annoncen-

Bureau; von Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magde- o *

K Qlrthotttüoi- 1 ßnn ®icnj Rudolf Mosse, Frankfurt a. M Berlin, München, Köln; o4. ^jUljTy.

ö. vlODCnWei lo99« 6. L. Daube & Co., Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris ec.

'6872 Jel riehen fie paarweise vor's Schloß, den - Man« und den Erntekranz an der Spitze; beide» Zl- Jw» einer jungen Dir» getragen. Lor dem I t ^bts Schlöffe» macht man Halt. Da» hübsche tritt vor, sagt dem Gutsherrn, welcher mit r>tf Kunden auf den Stufen des Portale» erschienen U» £8 übliche Derschen auf und bringt ein Hoch