öchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
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34. Jahrg. ’
Der südafrikanische Krieg.
»lenso genommen. — General White verwundet.
gilt neue Hiobsbotschaft kommt für die Engler aus Natal. Prtvatmeldungen besagen: „Ein M Sieg wnrde durch die Oranjeburen unter j onial Lucas Meyer erfochten, welcher Colenso j ihm und somit die Rückzugslinie Whites ab» i bitt, welcher verwundet sein soll. Die Ein- lteßung Ladysmiths ist damit vollendet. Die Buren ib Herren der Bahn nach Pietermaritzburg und tzrban." Damit wäre die Mausefalle geschlossen, gliche Meldungen liegen über das Gefecht, durch ti White nach Süden durchzubrechen hoffte, nicht K. Beim Kriegsministerium ist seit Dienstag Abend •i brhaupt nur eine Depesche auS Ladysmith einge- offev, ein Beweis dafür, daß der Telegraph nach ibe« abgeschnitten, General White also völlig einge- lossen ist. Die einzige Depesche dürste wohl durch itende Boten nach Pietermaritzburg überbracht und m dort abgesandt worden sein. Es trafen dort i ttmde Boten ein, die fich durch die Stellungen der neu durchgeschlichen hatten. Sie erzählten, daß t Lurengeschosse alle Straßen von Ladysmith durch. |tn und die Stellung White'S unhaltbar machen, lit obenerwähnte Depesche aus Ladysmith liegt smbar zeitlich vor diesem Gefecht und bezieht fich | f den Artillerieangriff der Buren am Montag end. Sie besagt, Leutnant Egerton vom Kriegs» «ff „Powerful* sei durch eine Granate schwer rletzt worden.
8»n dem Gefecht am Umbanbanehügel «ben nachträglich noch einige Einzelheiten gemeldet.
1 iuteressantesten ist für uns, daß auch zwei Hwadronen Husaren beinahe gefangen worden wären, kse sahen plötzlich in der Nähe eine überwältigende lefie Buren vor fich, die aus dem Innern der Erde »orgekommen zu sein schienen. Die Buren eröffneten feit das Feuer auf die Husaren, allein diese ver» »chteu fich ihrer gefährlichen Lage zu entziehen und tita nur einen Verwundeten.
AuS dem Süden und Weste»
Ita auch heute nur spärliche Nachrichten vor. Ob ! hie und da auftaucheude Vermuthung, daß die Ländischen Ansiedler im Norden der Kapkolonie 6t offen mit ihren StammeSgenossen gemeinsame «4e gemacht und die Verbindungen nach de» Hafeu- idicn abgeschuitten haben, zutreffend ist, lassen wir 1 hingestellt. — Aus dem Westen wird gemeldet: chking sei eng eingeschlossen; die Buren wiesen e Ausfälle zurück uud erwarteten die Uebergabe.
Nachdruck verboten
Des Vaters Fluch.
Eine Erzählung von Sophie Eben.
(Fortsetzung.)
lieber dem Sinnen ist die Arbett fertig geworden; ' vie bindet ein warmes Tuch unter dem Kinn zu- 1 *stH und tritt ins Freie, den allabendliche» Gang 1 68 Trabe ihrer Mutter zu machen. ES ist schon ^geworden und fröstelnd eilt sie vorwärts. Nu» J iie an dem eingesunkenen, mit Schnee bedeckte»
N augelangt; selbst die schichte Holztafel darauf Mg verschneit; Marie setzt fich andächtig auf ‘ « der Nähe befindliche Bank und faltete die ^e. Je mehr die Abneigung des Großvaters 1 K fie mit de» Jahre» zugenommeu hat, desto
^rr klammer» fich ihre Gedanke» an die tobte Mvt«. Sie ist stets einsam geweseu, schon als hat sie bei den Spielen der Dorflinder abseits *8fbt»; fie nannten sie ,Traumliese,* manchmal .Herrenkind,* ein Wort, d«S fie nicht verstanden, ' Rt einst, als fie älter geworden, ein Weib auf Erfragen geschwätzig erklärt hat, ihre Mutter sei ? foem feinen Herrn auS der Stadt durchge,äugen. ; «eisten Leute» im Dorf dulde» sie »ur; auch Me selbst da» Gefühl, al, gehöre fie nicht zu r*; gewöhnlich geht man ihr abergläubisch aus MBe|e und ww mit der Tochter der Verfluchte» J® zu thu» haben. Lor de« Großvater hat ** Mädchen Scheu, denn wen» fie auch de» Grund r* Hasses ken»t, ihr kindliches Herz begreift ihn '•tob bet Alte erscheint ihr unheimlich mit ** «ms Glauben unb Aberglaube» gemischte» Wahn. L Obrere Monate find* über Damuor hiawegge» Mk», ohne baß fich Herbert v. Rege»thiu die Liebe V1 Untergebene» tu dieser Zett zu eroberu gewußt
Kimberley soll nach einem Gerücht an bet Berliner Börse gefallen und Cecil RhodeS in de» Händen bet Buren sein. Bestätigung des Gerüchts wird abzu- warteu sein. AuS dem Süden wird gemeldet: ES stehen seit Montag 3000 Bure» in Bethulie bei der Brücke, die über den Oranjefluß führt. Bei dieser Gelegenheit sei auch erwähnt, daß »ach Nachrichten aus Pietermaritzburg die Buren Theile des ZululaudeS besetzt sowie Pomeroy, 50 Meilen von Greylown, genommen haben.
Weitere Truppensendungen.
Aus Loudon wird berichtet, daß in Folge von Nachrichten, welche angeblich das Scheitern des Versuchs Whites, nach Maritzburg durchzubrechen, meldeu, plötzlich noch ein außerordeutlicher Kriegsrath berufen, welcher die schleunigste Entsendung einer weiteren Division von 10 000 Manu mit 54 Ge» schützen beschloß.
Das englische Dragoner-Regimeut Kaiser Wilhelms ist übrigens nicht sehr glücklich bei seiner Abfahrt ge» wesen. Zunächst sollte daS Transportschiff bereits 24 Stunden eher seeklar sein, aber die Arbeiter wurden nicht rechtzeitig fertig, obwohl Tag und Nacht ge» schafft wurde und obwohl die Leute pro Tag 40 Mk. bekamen. Nach der Lohnauszahlung waren hundert von ihnen .arbeitsunfähig* und mußten durch andere ersetzt werden. Als diese Schwierigkeit überwunden und das Schiff fertig war, den Proviant für die Pferde einzunehmen, zeigte fich, daß das gelieferte Heu ganz miserables und gesundheitSgefährlicheS Zeug war. Außerdem war das Heu feucht zusammeuge- packt und ist in diesem Falle außerordentlich zur Selbstentzündung geneigt. Erst als neues Heu ein- genommen wordeu war, konnten die Mannschaften und Pferde eingeschifft werden.
Aufruf deS Alldeutschen VerbändeL
Der Alldeuffche Verband hat einen Aufruf zu Sammlungen für die verwundeten Buren erlassen. Es heißt in demselben: Wir sollen nicht vergessen, um was es sich handelt in dem südafrikanischen Kriege: Kämpfen die Buren auch zunächst für sich und ihre Rechte, so vertreten sie zugleich auch unsere Interessen in Südafrika. Unterliegen sie, dann ist unser werthvollstes Neuland Deutschsüdwestafrika und Deutsch- ostasiika vom britisch afrikanischen Weltreiche umringt, ungeschützt und bedroht.....So rufen wir das
deutsche Volk auf, das Gefühl gemeinsamen Blutes und gemeinsamer Jnteresien zu bethatigen, indem wir hülfreich den verwundeten Buren und den hinterlassenen Wittwen und Waisen der gefallenen Suren bet» stehe», ihnen Pflege und Stütze zu geben suchen. Die Welt soll wissen, daß Deutsche Deutsche in Noth und Bedrängniß nicht gänzlich verlassen. Jede Gabe —
hat. Der elegante junge Mau», durch den Tod des Vaters urplötzlich in einen ihm völlig frembeit Beruf hineingedrüngt, als Offizier den Verhältnissen auf dem Gute und dem Landleben bis dahin völlig stemd geblieben, kann im Verkehr mit den Leuten den rechten To» nicht, treffe»; alle fürchten seine Härte und seine Laune, die in den rücksichtslosesten Befehlen zum Ausdruck kommt; schon geht das Gerücht im Dorfe, daß des alten Schwavow Enkelkind die Einzige sei, welche sich von seiner ©eite einer freundlichen Behandlung rühmen dürfe. — Fast täglich reitet er am Hause des Bauer» vorüber, selten ohne Marie einen fteund- lichen Gruß durchs Fenster zuzuwinken, häufig, um am Gartenzaun zu halten und vertraulich längere Zeit mit dem Mädchen zu plaudern; dieses scheint dabei nm die freundliche Seite seines Wesens ge» wahr zu werden. — Solch ein Ereigniß bietet dann für die Dorfbewohner stets ergiebigen Stoff zum lebhaften Gespräche beim Krugwirthe »der auf der Dorfstraße, und bald ist keiner unter ihnen, der das Mädchen nicht noch mehr wie sonst zu meiden suchte, ja, die bloße Neunuug ihrer NamenS mit einem spöttischen, vielsagenden Lächeln begleitete. — Die Großeltern thun nichts, um dar Mädchen vor übler Nachrede zu schützen, die Bäuerin schüttelte zwar dar Haupt, wenn man sie fragt ob da» Gerede der Leute Grund habe, der Bauer hält eS ht solchem Falle für uuuöthig zu verneinen, wiewohl er von Marie'S Reinheit überzeugt ist; war doch ein jeder — seiner Meinung nach — berechtigt, dir Tochter der Kathreiu zu verdächtigen!
Eine» Abends ging Marie, vom Felde kommend, über den Dorfplatz nach Hanse I Männer und Frauen, von der anstrengende» Mühsal deS TageS ruhend, saßen auf den Bänken vor der HanSthüre; die Sinder spielen nm fie herum. Die Sonne sank hinter dem Walde. DaS eintönige Blöcke» bet in den Stall
auch die kleinste — ist willkommen: den» fie ist ein Zeichen deutscher Srmeiubürgschast. Schon ist Blut gefloffen, unsere Hülfe auf den Püffen der Drakensberge und in den Ebenen Natals und deS Griqua- laudeS dringend, und der Weg bis dahin ist weit.
Sendungen nimmt in Empfang: Die Hauptleitung deS Alldeutschen Verbandes, zu Händen des Herrn Fischer, Berlin W. 35, Lützowstraße 85b und sämmtliche Ortsgruppen deS Alldeutschen Verbandes.
Interessante Enthüllungen
über die Vorgeschichte deS Krieges werden jetzt vom Londoner .Star* gemacht und fie find für Herrn Chamberlain nicht gerade schmeichelhaft. In einer Tagung deS englischen Unterhauses lehnte Balfour die von liberaler Seite geforderte Vorlegung der so- geuaunten HawSkley-Schriftstücke ab, die nach den Andeuinngeu der Antragsteller Chamberlain arg bloßzustellen geeignet seien. Darauf eröffnete der „Star* eine Rubrik „Der Fall Chamberlain*, worin der Inhalt der „Hawskley-Schriftstücke* veröffentlicht und gebührend beleuchtet wird. Danach hat der Rechtsanwalt Hawskley der Chartered Company vor der erste» Sitzung der Untersuchungs- kommisfion von 1897 betreffend den Jamesonzug Herr» Chamberlain geschrieben, daß die Untersuchung, wenn fie wirklich borgenommen würde, den Minister nicht weniger als die Chartered Company blosstelleu werde. Dies bestimmte Herrn Chamberlein, sich selbst in die Kommission aufnehmen zu lassen. Dem Briefe Hawskley» lagen einige Telegramme bei, die Chamberlain daran erinnerten, daß es urkundlicheBeweise für seine Mitschuld an dem Rhodes-Jamesonschen Unternehmen gab. Chamberlain in seiner Eigenschaft als Kommisstonsmitglied verstand es, die Vorlegung dieser ihm gefährlichen Urkunden zu Hintertreiben, doch sind nach den Angaben deS „Star* Schriftstücke von seiner Hand vorhanden, worin er die Einleitung der Untersuchung bedauert und seine Mitschuld an jenem Unternehmen eingesteht. Nach einer weiteren Andeutung des „Star* beabsichtigte die Chartered Company, Herrn Chamberlain rücksichtslos preiszugeben, wofern er nicht in einer feierlichen Versammlung erklären würde, die Untersuchung habe nichts ergeben, was der Ehre des Herrn Cecil Rhodes abträglich sein könnte. Darauf hat Chamberlain es nicht ankommen lassen, er hat vielmehr im Unter« hause Herrn Cecil Rhodes als einen unschuldigen, höchst redlichen Mann hingestellt. Aus alledem erhellt, daß Chambertain in der Gewalt der Leiter der Chartered Company ist und daß er in deren Auftrag unb zu deren Vortheil den Krieg herbei- geführt hat, der nach den Vorschlägen der Suren« regterung, die er selbst noch am 22. August als an»
zurückkehrende» Rinder ließ sich vernehmen, hi» und wieder auch eine Ziehharmonika oder das Gebell eines Hunde». Marie ist gerade an der Mitte des Platzes »»gelangt, als eine Schar Dorfkinder auf sie losstürzt und sich unter großem Lärm und Geschrei in den Weg stellt. Marie stutzt zuerst, schreitet jedoch gleich darauf weiter. — Da fliegt ihr ein Stein au dir Schläfe, mehrere folge» ihm. Keiner der Anwesenden, die den Vorfall mitansahen, versucht, das Mädchen von seinen Peiniger« zu be» freien; Barbara Radecke schreitet mit höhnender Miene dicht an ihr vorüber. — In diesem Augenblicke kommt ei» junger, hochgewachsener Mann de» Wegs dahergegangen, — er eilt auf die Kruppe der Kinder zu und treibt fie mit energischer Geberde auseinander; dann nimmt er schützend den Arm des Mädchen», fragt nach ihrer Wohnung, und führt fie fort.
„Habt Ihr'» gesehen? Der Franz war'S, der neue Kutscher,' flüsterten die Zuschauer einander zu. Dankbar blickte Marie ihrem Beschützer in» Auge »ud, als fich die erste Auftegung gelegt, fragt fie ihn:
„Wer bist Du ? Ich shad' Dich noch nie gesehen !*
„Ich bin feit dem erste» hier Kutscher und heiße Franz KrauS, doch — da» ist Nebensache. Nimm Dich »nr künftig i» Acht, ich werde nicht immer zugegen sein könne», wevu Dir Gefahr droht*.
„So etwas bin ich ja jetzt gewöhnt*, erwidert sie mit müder Stimme und läßt den Kopf auf die Brust finke».
„Weshalb hassen fie Dich?*
„Sie habe» mich »ie geliebt,' ihre Stimme klingt bitter, „und jetzt reden'» mir nach, — oh — ich kann» nicht sage»!'
In plötzlicher Jdee»verbi»dllvg steht Fra», de» Krngwirth wieder vor fich stehen, wie am ersten Abend seine» Aufenthalte« im Dorf, und hört »ie dieser mit verschmitztem Lächeln eqihlt, der junge
nehmbar bezeichnet hat, sehr wohl zu vermeiden ge» wesen wäre.
Serbien will England helfe».
Der Gedanke, den Engländern durch Entsendung von Freiwilligen zu Hilfe zu kommen, ist bisher in keinem einzigen Lande der Welt, nicht einmal in dem englandfreundlichen Amerika, aufgetaucht. Die Priorität dieser Idee bleibt — ©erbte» gesichert. Ehemalige Soldaten wollte» eine serbische freiwillge Legion gegen Transvaal bilden und boten England durch die hiesige englische Gesandtschaft ihre Dienste an, was von London aus jedoch abgelehnt wurde.
Umschau.
Zurückziehung des Arbeitswilligengesetz e».
Das „Berliner Blatt* verzeichnet eine „auS parlamentarischer, als beachtenswerth oft erprobter Quelle* kommende Meldung, die Regierung gedenke die Arbeitswilligeuvorlage noch vor der zweiten Lesung im Reichstag zurückzuziehen. Bestimmend für diese Absicht sei einerseits der Wunsch, genügend viel Zeit für die Berathung der Flottenfrage zu schaffen, andererseits die Besorgniß, der politische Kampf um das Arbeitswilligengesetz könnte zur Auflösung der natiovalliberalen Parte! führe», deren geschlossener Unterstützung bei anderen gesetzgeberischen Aufgaben des Reichstages und Landtages die Regierung schwer enttathen könne. Zweifel an der Richtigkeit des Gerüchtes sind jedenfalls voll berechtigt. Der zutreffende Kern in demselben beschränkt sich wohl darauf, daß man in Regierungskreisen Bereit ist, auf ein Kompromiß einzugehen unb nicht die gegenwärtige Gestalt der Vorlage, an her auch wir manches auszusetzen hatten, unter allen Umständen festhalten will.
Zur Flottenfrage.
Noch Zeitungsnachrichten soll der Abgeordnete Hänel auf dem Parteitag der Freisinnigen Vereinigung in Neumünster am Sonntag, den 29. Oktober, gesagt haben: „Vom heutigen Tage werde der Wettkampf der Großmächte in der Vermehrung ihrer Flotte» wieder aufs Neue beginnen.*
Der Wettkampf braucht aber nicht erst zu beginnen, sondern ist bereits in vollem Bange. Der Grund hierfür liegt nicht in einer etwaigen Flotten- Verstärkung des Deutsche« Reichs, sonder« auf ganz anderen Gebiete». Für uns handelt es fich lediglich darum, ob wir diesen Wettlauf mitmachen könne» oder u»S mit der Rolle bescheiden müssen, die eine Großmacht ohne genügende Flotte int nächsten Jahr-
Herr habe sich nur die Herzen der Mädchen tm Dorfe zu erobern gewußt; z. B. wohne am Ende des Dorfes eine Dir», von der wüßte man genau, daß fie ein Verhältniß mit ihm habe! es sei eine wenig geachtete Person und dem jungen Herrn könne man’» ja nicht verdenken. — Mechanisch läßt Franz die Hand fahre», die er gefaßt, u»b sagte kühl:
„Wir sind ja nun wohl angelangt. Geh' jetzt hinein ins Hau», und ich rathe Dir: Wahre Dich künftig besser!*
Doch als fie ihn, ob feine» kalte» Tone» mit ihren tiefen Augen erschrocken und traurig aufchaut, faßt er wiederum ihre Hand in schneller Reue und drückt fie, daß sie schmerzt. Dann wendet er sich kurz und verfolgt nachdenklich seinen Weg.
„Sie kann es nicht fein*, murmelt er, fich selbst beschwichtigend vor fich hi«.
Die Zeit de» Erntefeste» ist hercmgekomme«. 3m ganze» Dorfe werden Vorbereitungen dazu getroffen. Arbeiter, junge Knechte und Mägde tummeln sich, emsig beschäftigt, große Blumenguirlanden von HanS z« HanS über die Straße zu führe». Die Alte» stehe» schmunzelnd unter der Thür und schaue» dem Treiben der Jugend zu. Die weißen Festtagkleider der Mädchen liegen sorgsam «»»gebreitet, frisch und und steif geplättet, auf de» Stühlen ober Setten, und manche hat ganze Nächte lang bei Lampenschein aufgesessen, um den Feststaat zu vollend«. Freudige Auftegung herrscht überall. Nicht» ist »ehr von bent dumpfen Druck zu spüre», der sonst a»f den Leuten lastet; da» Bewußtsein, daß die schwere Arbett nun vorüber und die Ernte gut gewesen, verdrängt alle Sorgen, und die Wogen der Freude schlage» «ächttg in die Höhe.
(Fortsetzung folgt).