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angekündigten neuen Flottenpläne der verbündeten Regierungen auf möglichst nachdrückliche Weise zu «erben.
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. Zllustrirtes Sonntagsblatt.
mb Beileg: Joh. Lug. Koch, Untversitäts-Buchdruckerei tu Marburg. Expedition: Markt 81. — Telephou 55.
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn-und Feiertagen. TSCT zv y» Anzeigen nehmen entgegen: die Expedition dieses Blattes, die Annoncen-
-g/i tir *7 OuartalS-Abonnements-Preis bei der Expedition 2 Mk., bei allen o * Bureaux von Haasenstein <L Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magde- n , CV/.’f.Mzr
e/tä uv I Postämtern 2,25 Mk. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr: die ge- . A m ._______z__A nnn bürg, Wien; Rudolf Masse, Frankfurt a. M„ Berlin, München, Köln; 04.
ivolten« Zeile oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen: die Zeile 25 Pfg. ’l/lttttüDd), 1. viOuCUtuCT lo99. C. L. Daube & Co., Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris re.
Das neue Flottenprogramm.
* Für das Schicksal der neuen Flottenprogramms iW) natürlich die finanzielle Seite der Regierungs- »ischläge von hoher Bedeutung sein. Wie schon ; Mhvt, würden sich bei der Beschleunigung des nkäiueS der verstärkten Flotte die jährlichen Nen- nüosten von 60 auf 85 Millionen Mark, die aßizrn einmaligen Ausgaben von 9 auf 12 Mill. art, die einmaligen Ausgaben insgesammt fich mit» i um rund 28 Millionen Mark im Jahre erhöhen, ,u denen der größere Theil im Wege der Anleihe i beschaffen wäre, den Etat daher nur in geringem sße belasten würde. Bei dem allmählichen Aus- «bet Flotte wird, wie bisher, eine Steigerung der wervden Ausgaben von jährlich 5 Millionen Mark lügen, bis mit 1912 mit der Ersatzzeit der Stegftied- ch der Beharrungszustand erreicht ist.
lieber die Frage der Deckung dieses Mehrbedarfs | achen nun die „Berl. Pol. Nachr.", die bekannt- s dem Finanzminister nahe stehen, folgende inter- ontc Angaben:
.Fragt man, welche Mittel zur Deckung dieses iehrbedarfs zur Verfügung stehen, so kommt zunächst Betracht, daß die Einnahmen an Zöllen und 33er» Mchssteuern in den vier Jahren von 1895—1898 n 661,6 auf 782,3, also um 120,7 Millionen tat oder um 18l/2 Prozent gestiegen sind und m ohne jegliche Erhöhung der Zoll- oder Steuerte. Hält, was bei Aufrechterhaltung des Welt- chdens kaum zweifelhaft ist, die Zunahme der Er» «ze der Zölle und Verbrauchssteuern so an, wie iha, so ist 1902 mit einem Ertrage der Zölle und erbiauchssteuern von 925, 1906 mit einem solchen 11081,1910 von 1281 und 1914 vou 1518 Mill, tat zu rechnen. Was will gegenüber einem Mehr- Inge allein aus Zöllen und Verbrauchssteuern von 38 Millionen eine Erhöhung der Flottenausgaben bi höchstens 88 Millionen Mark im Jahre bedeute» 1 lobet ist die Mehreinnahme aus der mit 1903 zu wettenden Erhöhung des Getreidezolls, nlche mit 60 Millionen Mk. im Jahre sicher nicht o hoch berechnet ist, noch gar nicht in Betracht ge- sm. Ebensowenig der Mehkertrag der Zuckersteuer folge Fortfalles der Exportprämien, bezüglich dessen et internationale Verständigung doch nur eine Frage tt Zeit ist.
Rechnet man hinzu, daß auch die Erträge der ««pelsteuer wie der Betriebsverwaltungen stetig Heu, so ist mit Bestimmtheit zu erwarten, daß >h die Kosten der Durchführung des erweiterten otteuplanes in dem Tempo der Jahre 1898 bis 00 sich ohne Steuererhöhung aus den ordentlichen Mahmen des Reichs werden bestreiten lassen.
M Erhaltung der Weltmachtstellung Deutsches bitter uothwendigen Entwickelung unserer VrgSmacht zur See stehen mithin financielle Be- vken durchaus nicht entgegen."
Nachdruck verboten
3« Widerstreit der Gefühle.
Roman von 6. Wild.
(Schluß.)
Thränen hatten längst wieder zu fließen vDl«, ste war in den letzten Monaten viel weicher '"^ett als früher. Sie legte Hut und Paletot, ^dschuh nd Schirm ab und ging an den kleinen Toilettetisch. Aller war hier in vollster $*$•8 und zum Gebrauch bereit, und „seine" hatte Aller so für fie bereitet, wenigsteur die Mama so, und über ihre Lippe kam nie * Unwahrheit. Ja, er war ein seltener Manu, , 68 war ein Glück, in irgend einer Weise zu ihm Chören.
t®18 Martha hinunterkam, hatte fich dort die I6 sehr geändert. Lucie war soeben angekommen Martha lachend entgegen:
, »Run, wag sagst Du dazu, daß ich Dir Dein wiederbringe? Bist Du jetzt zufrieden?"
-Zufrieden, ja sehr, erklärt mir aber erst, wie j. lBts so schnell gegangen ist nnb weshalb ich ?«»rt von den» Allem erfuhr! Erich hast Du ^auch nichts von der Sache gewußt?"
-Ich? — kein Sterbenswort, wo denkst Du ''Ich bin gerade fe überrascht wie Du. 16er Eva?" und bei dieser Frage glitt ein leiser über das Gesicht des ProfeflorS.
tz'Eie wird gleich wieder hier fein. Sieb ihr • Jw Minuten Zeit, fich zn sammeln nnb zu Du kannst Dir ja doch denken, wie die Menge
Der Hinweis auf die financielle Tragweite einer Erhöhung der Getreidezölle nach Ablauf der Handelsverträge wird in freihändlerischen Kreisen natürlich arg verschnupft». DaS Geschrei, das daraufhin er» hoben werden wird, wird hoffentlich ebenso wirkungs» los bleiben, als das Jammern derer, die sich auf den Buchstaben früherer Regierungserklärungen versteifend, wieder von der Schraube ohne Ende sprechen werden, der nur durch eine entschlossene Ablehnung der Forderungen Einhalt gethan werden muffe. Gerade die letzten zwei Jahre haben uns ja so eindringliche Lehren gegeben und die schnelle Entwickelung der weltbewegenden Fragen so deutlich gezeigt, daß die ernste Sprache der Thatsacheu nicht überhört werden kann. Wir haben heute schon ganz andere Verhältnisse vor uns als bet Berathung des Flottengesetzes. DaS bald zu thun, was einmal doch geschehen muß, wenn wir nnS nicht selbst anfgeben wollen, ist klüger, als wenn wir'S auf die lange Bank schieben, bis eS vielleicht zu spät ist.
Umschau.
Ein Telegramm unseres Kaisers.
London schwimmt in Freude. Allerdings liegt der Grund nicht in günstigen Nachrichten vom Kriegsschauplätze, aber ein freundliches Telegramm des deutschen Kaisers stärkt die trüben Gemülher. Kaiser Wilhelm telegraphirte an Oberst Buru Murdoch, Commandeur seines Regiments der ersten königlichen Dragoner, der ihm telegraphisch den Abgang des Regiments nach Südafrika meldete, Folgendes:
„Danke für Ihr Telegramm. Entbieten Sie dem Regimente mein Lebewohl! Mögen Sie Alle unbeschädigt und wohl zurückkehre». Wilhelm I R." Die Veröffentlichung der kaiserlichen Botschaft im Regimentsbefehl erregte die lebhafteste Freude beim ganzen Regiment. Die Blätter drücken ihre hohe Befriedigung darüber aus, da fie das Wohlwollen des Monarchen für England in dem gegenwärtigen Kriege außer Zweifel sitze. Das ist wohl ein zu weit gehender Schluß, da daS Telegramm wohl nur von dem soldatischen Geist unseres Kaisers eingegeben worden und sorgfältig jeder Wunsch auf Erfolg ver- mieden worden ist. Die Beurtheilung, die das Tele- gramm in England findet, sagt aber auf's Neue, wie man alle Freundlichkeiten unseres Kaisers dort politisch ausnutzt. DaS hindert die Engländer natürlich nicht, uns bei nächster Gelegenheit wieder solche Schwierigkeiten zu bereiten, wie auf Samoa.
Die neuen deutschen Briefmarken.
* Wie wir gestern bereits mittheilen konnten, werden vom 1. Januar 1900 ab neue Briefmarken ausgegeben werden, die statt des Reichsadlers einen Germauiakspf tragen werden. Eine Sonderausgabe der halbamtlichen Deutschen Verkehrs - Zeitung macht folgende näheren Angaben über die neuen Marken:
und die Neuheit der Empfindungen auf fie einstürmten. Jedenfalls war fie entzückt von ihrem Zimmer und Dir sehr dankbar für Deine Fürsorge."
„Aber nun sag' mir nur einmal, Du Wildfang, war das zu bedeuten hat, daß ich Dich hier finde?" fragte Lucie jetzt Walter. „Du hast mir doch in Metz gar nicht gesagt, daß Du Pfingsten Urlaub nehmen wolltest, und nun gar, um nach der Residenz zu gehen? Die Eltern werden schön zürnen, daß Du nicht zu ihnen gekommen bist! Du weißt, sie fühlen fich jetzt oft recht einsam, seitdem ich ganz allein zn Hause bin, und ich bin auch nicht mehr immer eine sehr erheiternde Gesellschafterin. Wann gehst Du nach L. ?"
„DaS kann ich Dir heute noch nicht sagen, «eine liebe Schwester; ich hoffe jedoch bald den Eltern eine frohe Neuigkeit zu bringen — Aber Tante Martha, wo bleibt Ev«? Darf ich gehen und fie holen?" und dabei lief er schon, ohne die Antwort abzuwarten, zur Thür hinaus, und rief, indem er die Treppe hinauf mehr flog als ging: „Evcheu! Evchen! Wo steckst Du denn?"
„Ich komme ja schon!" entgegnete ihm Eva, indem fie die Thür ihres Zimmer» iffnete und mit freudigem Ausrufe eilte fie an feine Brust.
„Ach, Eva, ich möchte lachen und weinen gleich- zeitig fe wunderbar ist mir nmS Herz! Komm doch nur hinunter, bereit ich endlich ganz officiel bei den Eltern anhalten und Dich offen der ganzen Welt als meine geliebte Braut zeigen kann. Lucie fragte mich auch so sonderbar aus, Du weist, wie schftcht ich vou jeher zum Heireltchthuer gepaßt habe. Wenn ichS erst vou der
Die seit dem 1. Oktober 1889 im Gebrauch bist üblichen Postwerthzeichen, die einfarbig, ohne Prägung und ohne Unterdrück im gewöhnlichen Buchdruck her- gestellt werden, stehen hinsichtlich ihrer künstlerischen Beschaffenheit hinter den Freimarken anderer Länder zurück und bieten auch keine ausreichende Sicherheit gegen Nachahmungen. Diese find hauptsächlich darauf zurückzuführen, daß das Markeubild ungünstig ge- wählt ist. Der im Mittelfelde der Marken zu 10, 20, 25 und 50 Pfg. verwendete Reichsadler ist in seiner feststehenden stilisirten Form wenig geeignet, in eigenartiger künstlerischer Weise auf gefaßt und dargestellt zn werden, zumal der kleine Maßstab eine individuelle Behandlung erschwert. Bei der Herstellung der neuen Postwerth, zeichen ist deshalb von der Verwendung des Reichsadlers abgesehen worden. Bei den Erwägungen über die Wahl des neuen Bildes war man sich darüber klar, daß fich die Wiedergabe eines Kopfes am besten eignen würde. Ein Kopf läßt eine künstlerische Darstellung zu und bringt eine schöne Wirkung im Markenbilde hervor; er ist verhältnißmäßig schwer nachzuahmen, und in Nachahmungen werden selbst geringfügige Abweichungen leicht erkannt, weil daS Auge auf eine Veränderung des Gesichtsausdruckes besonders bei einem Portrait mitdexcharakterischen Gesichts- zögen viel empfindlicher reegirt, als auf die Verschiedenheit in dieser oder jener ornamentalen Linie. ES läge ja nun nahe, daS Bild des deutschen Kaisers als Markenbild zu verwenden. Hiergegen walten indes ähnliche Bedenken ob, wie solche seinerzeit bei Erlaß des Gesetzes über die Ausprägung vou Reichsgoldmünzen und bei Erlaß des Reichsmünzgesitzes dafür maßgebend waren, daß die Reichsmünzen nicht einheitlich das Bild des Kaisers, sondern die Bildnisse der Landesherren nnb bie Hoheitszeichen ber freien Städte tragen. ES kommt hinzu, baß das Reichs- Postgebiet fich mit bem Umfange deS beutschen Reiches nicht beckt. Als neues Markenbild ist daS Brustbild einer Germania gewählt worden. Das Haupt des idealen Frauenbildnisses trägt die Kaiserkrone, unter der daS Haar bis auf die Schultern hervorwallt. Die Brust ist gepanzert, die rechte Hand hält Schwertknauf utb Oelzweig. Als Einführungstermin ist der 1. Januar 1900 in Aussicht genommen ; natürlich werden die alten Vorräthe aufgebraucht, ehe die neuen Marken zur Ausgabe gelangen.
Die Flotten kommission ber Kolonial- Gesellschaft.
MK. Wie wir erfahren, wirb sich der Ausschuß der Deutschen Kolonialgesellschaft in seiner nächsten Sitzung, am Donnerstag, den 2. November b. I., mit einem Anträge beschäftigen, welcher bahiuzielt, die Flottenkommisfion der Gesellschaft, wie fie vom Juli 1897 bis März 1898 bestanden hat, wieder ins Leben treten zu lassen, um für die in der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" vom 29. Oktober d. I.
Seele hätte, ich glaube, ich würde mich vor einer Schlacht nicht so ängsten, als jetzt?"
„Dar hast Du aber gar nicht nöthig, Mama hat mir ja ihre Antwort schon vorweg gegeben und Onkel Erich"--
„Aber Evcheu, Du wirst doch nun wohl aufhören müssen, Onkel zu sagen, und Dich daran gewöhnen, den Manu Deiner Mutter auch Vater zu neunen. Ich glaube gern, daß es Dir nicht leicht werden wird, aber thue es mir zu Liebe, denn welchen Namen sollte ich bem Professor wohl geben, wenn ich ihm nun so nahe trete? Du nanntest ihn Onkel nur ber Kindheit her; ich aber kann meinen Schwiegervater doch nur „Papa" nennen oder „Later", und Du kannst ihm also doch keinen anderen Namen geben. Komm also und laßt nur nun baS entscheidende Wort sprechen.
Hand in Hand traten die jungen Leute ein, dann bat Waller den Professor um einige Augenblicke Gehör in feinem Arbeitszimmer. Schon nach einigen Minuten rief Saalfeld feine Fran gleichfalls herein und sprach:
„Martha, Waller ist ein alter Egoist, wie wir Männer eben alle find. Er hat Dir Eva nur heire- gebracht, um fie Dir so bald als möglich wieder zu entführen, »ist Du zufrieden, daß wft ihm unftr Kind anvertrauen? Dein ist fie ja vorzugsweise, wenn ich auch als Vormund ein gewisse» Anrecht an fie habe?"
Martha reichte nun den beiden Männern bie Hanb, ohne ein Wort zu sagen. Waller umschlang fie sofort, nnb inbe« er fie herzlich küßte, rief er jubelnd au»:
Der sübafrikanische Krieg.
Die Nachrichten, bie heute aus Südafrika vorliegen , lassen erkennen, daß bie Entscheidung bei Ladysmith in jeder Stunde fallen kann, wenn sie inzwischen nicht schon gefallen ist. Die Buren haben Ladysmith immer enger eingeschlossen; ein Versuch bet Engländer durch Zerstörung bet Brücken über den Sunday River, den Vormarsch ber von Helpmokaar her anrückenden Burexabtheilungen zu hindern, war vergeblich. Am Sonntag Abend schon schnitt ein Theil der Buren bie Wasserleitung ab und »ahm das außerhalb des Stadtragon» gelegene Schlachthaus mit erheblichen Vorrätheu en Vieh und Fleisch, ein Beweis dafür, daß fie schon äußerst nahe an der Stadt stehen und einen thatkräftigen Widerstand nicht finden. Vom Montag früh (5 Uhr 20 Minuten Morgens) wurde bann dem „Reuter'schon Bureau* aus Ladysmith folgendes telegtaphitt: „Eine Kanonade hat soeben begonnen. Die Suren weisen Geschosse aus ihren Belagerungsgeschützen; ihr Feuer wurde nach sieben Schüssen der englischen Batterien zum Schweigen gebracht. Die Buren gehen jetzt aus ber linke» Flanke der Engländer vor." Daß die Butenbatterie» so leicht zum Schweigen gebracht worden find, braucht mau nicht zu glaube». Bedenklich für die Engländer ist, baß sie vom Feind in der linken Flanke gepackt wurde». Unter diesen Umständen könnte man auf weitere Schlachtberichte au» Ladysmith sehr gespannt sein. Es liegt aber nur ein Telegramm des Generals White vor, daS recht dunkel gehalten ist, der insbesondere keine Auskunft über den Flankenangriff der Buren giebt. General White telegraphirte: „Ich beauftragte bie zehnte Gebirgsbatterie mit irischen Füsilieren und dem Gloucester-Regiment, eine Stellung auf den Hügeln zu nehme», um meine linke Flanke frei zu mache». Die Truppe rückte um elf Uhr aus. Gestern Abend und während des nächtlichen Schießens gingen Maul- thiere mit einigen Kanonen durch, bie ich jedoch wieder zu erlangen hoffe. Die zwei Bataillone sind noch nicht zutückgekehrt, werden aber heute Abend erwartet. Ich sandte zwei Brigade-Divisionen der Feldarttlletie und fünf Bataillone Infanterie unterstützt durch Kavallerie, unter General Frerich, um eine Stellung anzugreife», auf der der Feind' gestern Kanonen aufgepflanzt hatte. Wir fanden, daß diese Stellung geräumt war, aber unsere Truppe wurde mit erheblicher Macht angegriffen. Unsere Truppen waren sämmtlich im Treffe» und wir trieben den Feind verschiedene Meilen zurück. ES gelang n»S aber nicht, fein Lager zu erreichen. Nachdem unsere Truppen verschiedene Stunden im Treffen gewesen waren, zog ich diese zurück. Sie kehrten unbelästigt in ihre Quartiere zurück. Der Feind ist in großer Zahl und feine Kanonen reichen weiter
„Meine liebe gute Mama Martha, mit unermeßlicher Liebe und Treue will ich Dir's vergelten, daß Du mir Dein Bestes, Dein Kind giebst! Aber nun muß ich mir mein Evchen holen! Lucie hier stelle ich Dir Deine neue Schwester vor, — bist Du mit meiner Wahl zufrieden? Hat es der Sausewind endlich einmal recht gemacht? Davon hattest Du wohl in Metz keine Ahnung, daß Du helfen solltest, mir mein Bräntchen aus Ketten und Banden zu erlösen? Aber nichts für ungut, Schwesterlieb; ich durfte nichts verrathen, sie wollte es noch nicht," und dabei wies er schelmisch lachend ans Eva, „aber wir bringen’8 schon wieder in» GeleiS reit Dir, — Du bist und bleibst doch unsere beste Tante Lucie!"
„Gewünscht habe ich mir diesen Ausgang wohl längst," entgegnete Fräulein von Altenhof, „aber Eva schien Dich immer nur als guten Kameraden zu betrachten, und so hatte ich wenig Hoffnung. Ich bin aber unendlich glücklich," und damit umarmte sie Eva herzlich, „und Mama wirb eS gleichfalls sein. WaS meint Ihr, wenn wft telegraphfteu?"
„Selbstverständlich wollen wir da» sogleich, ich wollte Euch jedoch einen anderen Vorschlag machen," sprach der Professor. „Wie wäre eS, wenn wft Alle nach L. führen? Ich habe Zett. Waller würbe doch wohl, nnb wenn auch nur für einen Tag, zu den Eltern müssen, und Eva können wft nun nicht gleich wieder entbehren. Wa» beult Ihr zu meiner Jbee? Martha, Du sollst entscheiden!"
„Du hast wft immer, da» Beste getroffen; e» zieht mich auch sehr nach L>, gerade jetzt!"