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»egt zurück xnb Marth« zog »alter zxm Fenster xnb flüsterte:
.Stemm zu mir mein Junge, laß die »eiben nnt erst ihre Nechxnxg mit einander abmache».*
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$bett von allen Postanstalten, Landbrief- Igern, in der Expedition (Markt 21), sowie m unseren Filial-Expeditionen in Kirchhain ib Neustadt entgegengenommen.
da» Bild da vor un»le
In diesem »»ment löste E»a sich le» Mutter, nnb indem fie auch Erich die Arme Hal» schlang, rief fie leise schluchzend:
.Rein liebet, lieber Onkel Erich!*
.Mein liebe», liebe» Jtixbl* tönt e»
technische und für die innere Entwicklung Marine wichtige, sie ist auch ben hoher deutung für die maritimi Leistungsfähigkeit Deutschen Reiche».
Halten wtt da» Limit be» FlotteugesetzeS und legen in den Jahren 1901 —1903 Ganzen nur drei greße Schiffe auf Stapel
neun, se sind wir in den folgenden Iahten militärisch um sechs große Schiffe schwächer, xnb dieser Nachtheil würbe fich erst ganz allmählich wieder an»« gleichen.
Die Frage, ob eine planmäßige Verstärkung der Marine in dem angegebenen Umfange innerhalb der nächsten 16 Jahre erforderlich ist, würde zunächst zur Entscheidung gebracht werden müssen.
Würde die Frage von den gesetzgebenden Faktoren des Reiches bejaht werden, so kann der Limit-Paragraph des Floiteugesetzes kein Hinderniß für die weitere Entwicklung der Marine sein.
.Natürlich, selbstverständlich!* rief der Professor nnb sofort eilte Walter hinaus, und Erich und Martha sahen fich an nnb lächelten über seine stürmische Lebendigkeit.
'Et ist und bleibt doch immer der alte, liebe Junge,' sprach Martha lächelnd. .Wie sonderbar, uns so früh am Morgen einen Fremden zuzuführen! Da ist sein gutes Herz wieder mit der Ueberlegung durch- gegangen. Doch still ich höre Schritte, gehe ihnen nur schnell entgegen und erleichtere dem Fremden den Eintritt hier.'
Der Professor trat zur Thür, doch in demselben Moment wurde dieselbe von draußen heftig aufgedrückt und in dem Rahmen stand hocherglühend und mit thrinenden Rügen Eva.
.Mutter!*
.Eva, mein Kindl* erscholl e» herüber nnb hinüber und in bemfelben Augenblick hielte* fich auch Mutter nnb Tochter in den Armen.
.Habe ich'» denn recht gemacht?' rief »alter fröhlich, indem er zu Erich trat nnb diesem die Hand reichte.
.Seht recht, mein lieber Beiter, da» zeigt Ihnen
Man kann der Regierung nut dankbar dafür fein, baß sie in dem Artikel bet .Nordd. Allg. Zig.' schon jetzt klar und deutlich ausgesprochen hat, welche Pläne sie für die Zukunft hegt. Die Diskussion ist damit sofort in die richtigen Bahnen geführt und etwaigen Versuchen, 'die für die Zukunft unseres Reiches so bedeutungsvolle Frage nicht sachlich, sondern in bet bekannten Schlagwortmanier zu behandeln, ist der Boden entzogen. Die Einzelheiten des Regierungsprogramms eingehend zu besprechen, wird sich bis zu der Zeit, in der eS den gesetzgebenden Faktoten zur Prüfung zugehen wird, hinreichend Gelegenheit bieten. ES sei daher heute nur auf einige Punkte aufmerksam gemacht.
Die Forderungen der Regierung lassen fich dahin präcisireu, baß in ben Iahten 1900—1903 des FlottensexennatS nicht ein verlangsamtes Bautempo eingeschlagen, sondern auch in diesen Jahren je 3 Schiffe auf Stapel gelegt werben sollen. Dieses Bautempo soll bi» zum Jahre 1917 beibehalten werben; ba in bie Jahre 1901—1917 27 Ersatzbauten fallen, sieht das Flottenprogramm also 24 Neubauten vor. Eine weitere Verstärkung der Flotte soll dadurch erzielt werden, daß vom Iahte 1912 ab statt der Ersatzbauten für die acht Küstenpanzer der Siegftted'Klasse vollwerthige Schlachtschiffe in Angriff genommen werden sollen. Vom Jahre 1901 ab würde fich also der Bauplan folgendermaßen gestalten (die Bauten nach dem alten Plan find sämmtlich Ersatzbauten):
geführt ist, so kommen hierfür xur bie Iahte 1904 bis 1911 in Bettacht, da die Periode von 1912 bis 1917 schon durch bie fälligen Ersatzbauten mit 3r/2 großen Schiffen für das Jahr belastet ist. Bis zum Iahte 1911 werden aber auch die großen Auslands« kreuzet aller Voraussicht nach eine erhebliche Verstärkung erfahren müssen. D«S Maß ist diskutabel, wird aber mit sechs Schiffen einschließlich der hier erforderlichen starken Materialreserve für 12 Jahre kaum zu niedrig gegriffen fein.
Auf die Jahre 1904—1911 entfallen mithin:
1) 6 Ersatzbauten (2 reftirenbe aus dem Sexennat, außerbem .Sachsen', „Württemberg', .Olbenburg', „Kaiserin Augusta').
2) 18 Neubauten (ein drittes Geschwader, einschl. Flottenflaggfchiff und Materialreserve: 10 Linienschiffe. Die beiden zu diesem Geschwader gehörigen großen Kreuzet, 6 große AuSlandsttenzer), im Ganzen 24 Schiffe auf 8 Jahre vertheilt.
Vor uns enttollt sich mithin folgendes Bild: Es müßten jährlich an großen Schiffen in Bau gegeben werden:
1. Periode 1901 bis 1903 1,0 Schiff (letzten 3 Jahre des Flottengefetzes).
2. Periode 1904 bis 1911 3 Schiffe (Neubauten 18 Schiffe, Ersatzbauten 6 Schiffe).
3. Periode 1912 bi» 1917 31/, Schiffe (Neu« bauten 3 Schiffe, Ersatzbauten 18 Schiffe).
Für die 17 Jahre (1901 bis 1917) würde es sich nach Vorstehendem um bie Stapellegung von 48 ober jährlich 2,8 großen Schiffen handeln, gegen« über der Stapellegung von jährlich 3 großen Schiffen während der ersten 3 Jahre be» Flottengesetzes.
Wer eine Verstärkung unserer Marine bi» zum Jahre 1917 in bem angegebenen Umfange für erforderlich hält, wird sich der ernsten Erwägung nicht entziehen können, ob es nicht richtig ist, nach dem Jahre 1900 da» bisherige Bautempo beizubehalten und jährlich auf Stapel zu setzen: 3 große Schiffe (Linienschiffe ober große), 3 kleine Schiffe (kleine Kreuzer, Kanonenboote »der Spezialschiffe), 1 Torpedo- b»otsdiviston.
Ein derartiges Bauprogramm erscheint sehr wohl ohne neue Steuern durchführbar. Die jährliche Schiff- banquote würde v»n durchschnittlich 60 auf durch« schnittlich etwa 85 Millionen Mark steigen, bie jährlichen sonstigen einmaligen Ausgaben von 9 auf 12 Millionen Mark; für die Steigerung der fortdauernden Ausgaben würde bie bisherige Steigerung von jährlich 5 Millionen bei bem allmählichen Ausbau bet Marine nur in den ersten Jahren voll in Anspruch genommen werden. Sobald das dritte Geschwader beschafft ist, und es fich zur Bildung des vierten Geschwader» nur um Ersatz bet .Siegftied'-Klasse handelt, wirb eine geringere Steigerung ausreichen.
' Sei der Steigerung bet einmaligen Ausgaben würde indeß nach Maßgabe der bisherigen Grund-
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Roma» von 6. Wild.
(Fottsotzxng.)
Da tönt der Schall bet Glocke ix da» Zimmer. 1 und Martha achten eS nicht, denn eben führt Professor feine Fra» an den Tisch im Boudoir.
klopft eS leise, nnb Elise meldet, daß ein Wr Offizier da sei, bet webet seinen Nacken M noch fich abweisen lassen wollte, — er folge f ®f bem Fuß.
1.3a, ba» thxt er auch, xnb nicht wahr, Tante Wa, er ist willkommen?' rief hier Walter» Wche Stimme in’» Zimmer, und im nächsten rtablid hatte er Martha umschlungen und küßte
sähe ein seht erheblicher Theil durch Anleihe gedeckt werde».
Die Frage eines berartigen gleichmäßigen ForischreitenS ist indeß nicht nur eine finanzielle,
fen.
7.
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führte, der mit hellrosa Steten fast bekleidet war wenigstens war der reizende Stoff in verschwenderischer Fülle an Möbeln, Vorhängen xnb Decken verwendet.
Das Zimmer lag nach Norden, so daß bie Staffelei an einem bet Fenster einen vortrefflichen Platz hatte, während am anderen Fenster das Clavier stand. Die hohen Spalier-Epheu Gebäude, welche schon feit Jahren in der Oberföisterei geprangt hatten waten in bet Mitte de» Zimmers ausgestellt, so baß Eva's Schreibtisch in einer fast vollständigen Laube von Blumen und Topfgewächsen stand. Eine Seiten- thür führte in ein kleines Sabinet nnb hier fand Eva über ihrem Bette bas Bild ihres Batet», bas vo» einem grünen Kranze umrankt würbe.
„Aber, Mama,' rief Eva entzückt nnb staunend, „ba» sieht ja au», al» hätte ich heute, gestern und alle Tage hier gehaxßt, und gut nicht, als wäre ich so lange fort gewesen!
.So habe ich bie» Zimmer für Dich eingerichtet gesunden, al» ich in das Hau» trat, Epa, und so ist e» auch erhalten worden, jede Stunde zu Deinem Empfange bereti. Und weißt Du auch, auf wessen Wunsch und Befehl?'
.Onkel Erich:' stammelte Eva leise unb drückte bet Mutter bie Hand.
„Nein, mein Kind, nicht Onkel Erich, nicht Dein Vormund, sondern ein liebender treuer Vater hat so für Dich gesorgt, der Mann, der Deine Mutter nnenb» lich beglückt, und dem Du nun mtt Stolz den Namen Vater geben darfst, aber auch nur diesen, das versprich mtt. Laß mich zum letzten Mal in die Vergangenheit jnrüdgreifen, in der ich so viel um Dich und durch Dich gelitten habe habe. Erichs Liebe hat mich aller-
Zriirmg
webst deren Gratisbeilagen
reis blatt für die Kreise Marburg und rchhain", „Illustriertes Sonntags Utt* und „Verloosungsliste der
Ein neues Flottengesetz.
Die Debatte über bie Flottensrage ist in ein «SStadium getreten; in einem Artikel der „Nord. Ig. Ztg.' dessen Kern wir am Sonnabend theilweise $6 Extrablatt mittheilen konnten, hat die Regierung :t Pläne für den weiteren Ausbau der Flotte der Michkeit übergeben. Wir glauben, ihn im ntlflut wiedergeben zu sollen, weil er die Srund- |t für die weitere Besprechung der Angelegenheit 6a wird. Der Artikel lautet:
Senn einer allgemeinen Verstärkung der Marine ha getreten werden muß, so ergiebt fich Ziel xnb tihmg dieser Verstärkung au» dem Flottengesetz, ch letzterem zerfällt die Marine in zwei Theile: k heimische Schlachtflotte und die Auslandsschiffe, irre für den europäischen Krieg, letztere für bie ittetung unserer überseeischen Interessen an Ort b Stelle.
Eine Verstärkung bet Marine würde fich auf k Gebiete erstrecken müssen. Da8 Ziel für die «khrung der Schlachtflotte ergiebt sich aus dem Misatorischen Ausbau derselben. Es muß bem fymbenen Doppelgeschwaber, bestehend au» dem Md 2. Geschwader, allmählich ein zweites Welgeschwader, bestehend au» einem 3. und 4. schwader, hiuzugefügt werden.
Um möglichst schnell zu einer militärischen Leistung bmmtn, und um obiges Ziel finanziell durchführ, i in machen, würde e» fich empfehlen, zunächst ‘ den San des dritten Geschwader», bestehend ans i Linienschiffen nebst Zubehör ax Kreuzern unb wedobooten, in Aussicht zu nehmen und als bierte» hwader da» vorhandene Küstenpanzerschiffs« Swader zu verwenden. Erst wenn die Küsten« prschiffe nach Maßgabe des Floiteugesetzes in den
; gl. preußischen Klassenlotterie"
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marbnrg und Kirchhai«.
Jllnstrirtes Sonntagsblatt. b ”“te*
„Ich weiß, ich weiß Alles, Xante Martha!' flüsterte der junge Mann ihr erregt in’» Ohr, „fie hat mir Alle» gefegt, Tante, und fie hat eingewilligt mein zu fein, mein fürs ganze Leben. Kannst Dx mtt es verdenken, daß ich ganz wild bin vor Freude und Seligkeit? Ich habe fie auch fett vierzehn Tagen nicht gesehen, denn so lange ist fie von Metz fort unb bei Mama in L. gewesen. Lacie ist auch hier und wird gleich kommen, Eva hat es nur nicht anshalteu können vor Ungeduld, Euch wieberzusehen, deshalb ist fie Lueie vorausgeeilt. Lucie weiß aber nicht, daß sie mich hier findet, wie sie denn überhaupt noch keine Ahnung davon hat, daß Eva meine liebe Braut fein will. Nur der Mama hat e» Evchen heimlich zugeflüstert: der Papa weiß auch noch nicht», Eva wollte e» so. Du solltest erst unseren Bund segnen, eher bettachtete fie ihn nicht al» vollgültig, unb Niemand sollte vor Dtt darum wissen — nnb weißt doch, Taute Matthä, wenn fie einmal will, dann will fie eben.'
Jetzt traten auch Eva und Erich herzu und Eva umarmte bie Mutter auf’» Neue, während nun der Professor rief: .Nun wollen wir aber frühstücken, Kinder l Ihr habt doch gewiß auch noch nicht» genossen. Matthä .bestelle doch noch einige Gedecke, und dann erzählt un» in aller Ruhe, wie da» Alle» denn so gekommen ist!'
,3a, ja,' entgegnete Martha nnb drückte auf bie Klingel, .bestelle nur, was Du willst, ich bringe indeß Eva auf ihr Zimmer. Damit zog fie da» junge Mädchen nach fich und eilte mit ihr bie Treppe hinauf, wo fie recht» eine Thür öffnete und Eva in einen schöne» großen Raum
gixnbBtdag: Joh. Ang. Koch, UniversitätS-Buchdrnckttki hi Marburg. Expedition; Markt 21. — Telephon 55.
bie Monate November nnb Dezember auf bie
L»8e kommen Sie denn schon f» früh her, Eie F* Wildfang?' rief der Professor ganz erstaunt
«Ganz Mreft an» Metz, gestern Abend bin ich ’Ummen, nnb tausend Grüße von Evchen soll ich 8«, und ba ich «tt beulen konnte, welche Freude 'Hefe Briefe machen würden, Tante, so bin ich ' Werst hierher gekommen und nicht erst »ach L. tyu. Zu Hause erwarten fie mich nicht, als» ich ba noch zur rechten Zeit. — Aber um Eins «ich eich zuerst bitten: ich habe einen Kameraden Fracht aus Metz, der hier absolut fremb ist, ich 1 ihm versprochen, daß ihr ihn fteundlich auf« würdet nm meinetwillen! Darf ich ihn «holen?'
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id 976 JO.
Erscheint täglich außer an Wetttagen nach Sonn-und Feiertagen. Anzeigen nehmen entgegen: die Expedition dieses Blatte», die Annoncen»
Jz» ncfi Ouartals-Abonneuicnts-Preis bei der Expedition 2 Mk., bei allen £4*4 VIl VIA 1- U Bureaux von Haasenstein <L Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magde- qi
S, tivD Postämtern 2,2S Mk. (exkl. Bestellgeld). Jnsettionsgebühr: die ge- —.. _. —... , . äurg, Wien; Rudolf Müsse, Frankfurt a. M„ Berlin, München, Köln; "4.
spaltene Zeile oder deren Raum ia Pfg., Reklamen: die Zeile 25 Pfg. <51. ^JltODCT 18"". C. L. Daube L Co., Frankfurt a. M„ Berlin, Hannover, Paris rc.
Jahren 1912—1917 ersatzpflichtig werden, würde der Ersatz durch vollwerthige Linienschiffe zu erfolgen haben.
Will man diesen Plan durchführen, so erscheint eS zweckmäßig, sobald durch den Etat 1900 der Sollbestavd des FlotteugesetzeS bewilligt ist und die Schiffe im Bau sind, dasselbe Bautempo wie in ben ersten drei Jahren deS FlotteugesetzeS beizubehalten, nicht aber bie Zahl der großen Schiffe, welche jährlich auf Stapel gesetzt werden, zunächst erheblich herab» gehen zu lassen, um fie bann einige Jahre später wieder auf da» Dreifache zu steigern. Ein derartiges Vorgehen beeinträchtigt bie Finanzen, erschwert eine ruhige unb gleichmäßige Entwickelung bet Staats- unb Privatwerften unb stellt auch an die Marine erheblich größere Anforderungen, al» eine planmäßige, stetige Weitereutwickelung. .
In Zahlen umgefetzt, stellen fich bie einschlägigen Verhältnisse wie folgt: Nach dem Flotteugesetz werden in den ersten drei Jahren (1898—99—1900) 9 große Schiffe auf Stapel gesetzt: Die Linienschiffe „Kaiser Karl der Große', „B*, „C*, ,D', ,E*, „F* und ,G*, sowie bie großen Kreuzer ,A* unb „B*.
Für bie letzten 3 Jahre des FlotteugesetzeS find planmäßig 5 große Schiffe vorgesehen: Ersatz der Linienschiffe „Bayern und „Baden* sowie Ersatz der großen Kreuzer „Kaiser', „Deutschland* und „König Wilhelm'. Da die Schiffe indeß in Folge Steigerung der Arbeitslöhne und Materialpreise sowie einiger in Folge der Erfahrungen des spanisch-amerikavischen Krieges uoihwendig gewordenen Aenderungen theurer werden, müssen, um das Limit innezuhalten, mehrere Ersatzbauten hioausgeschoben werden.
In der zweiten Hälfte be» Sexennat» würden demnach statt 9 große Schiffe nur 2—3 auf Stapel gesetzt werden können. In ben 3 Jahren nach dem Sexennat müssen gemäß § 2 de» FlotteugesetzeS ersetzt werben:
1) Die infolge der Limitirung in der letzten Hälfte des FlotteugesetzeS zurückgeschobenen Schiffe.
2) Die Linienschiffe „Sachsen*, .Württemberg* unb „Olbenburg*. Auf bie Jahre 1901—1906 kommen mithin 8 große Schiffe oder jährlich nur 1,3 gegenüber jährlich 3 Schiffen in der Zeit von 1898—1900.
In der Periode von 1907—1911 ist nur 1 großes Schiff ersatzpflichtig: Die „Kaiserin Augusta*.
Bon 1912—1917 werden 18 große Schiffe ersatzpflichtig: 4 ,Brandenburg*'Klasse, 8 „Siegftied'- Klasse, 6 große Kreuzer. Dazu kommt noch bie fehlende Materialreserve für bie Schiffe bet „Brandenburg*- unb „Siegfried'-Klasse mit 3 großen Schiffen. Diese Periode ist mithin mit 21 großen Schiffen oder 31/, großen Schiffen jährlich belegt.
Hält man ben Ban eines 3. Geschwaber» für uothvenbig, wollte denselben aber erst in Angriff nehmen, nachdem das Flottengesetz planmäßig durch-