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Zweites Blatt
Die Elscheinung ist
Satzmaun, Human, Cassel, Phil, Hirschberg 3.
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Geschäftliche Mittheilrrrrgerr
Leute weglaufen, ist mir unklar, zudem der Krieg stch
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Bieber, Ernst, Wiesbaden, Mielke, Adolf, Grabow,
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Hackt,
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Montag, 30. Okt:
Königliches
Sonntag 29. Okt.:
Montag, 30. Okt.:
Dienstag, 31. Ott:
Mittwoch, 1. Nov.:
Donnerstag, 2. Nov.
Freitag, 3. Nov.: „ Sonnabend, 4. Nov.
Sonntag, 5, No».:
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einen heiligen Krieg für ihre Unabhängigkeit von und für Weib und Kinder ziehen, wahrlich, das Heiz geht Einem über. Diese Leute müssen und werden siegen. Ihr müßt Euch unter Bure» nun nicht Greise vorstellen, sondern junge Leute, die mit ihren Pferder, förmlich verwachsen sind, ihre Büchse wie sich selbst kennen (diese Büchsen allermoderuster Art) und einen Körper aus Stahl und Eisen bi sitzen, dazu 5000 Mann deutsche Truppen unter Führung deutscher Oifictere, etwa 6—8000 Holländer, 2000 Irländer und ebenso viel Amerikaner, alle diese Frciwilligcncorps zu drei Viertel aus europäisch geschulten Soldaten bestehend, haben der Regierung ihre Dienste umsonst und srei- willig angebote», zahlen sogar ihre Ausrüstung selbst, kein hergelaufenes Gesindel, sondern brave Männer. Bei Gott, wenn ich frei wäre, ich ginge mit, diesen englischen unverschämten Eigendünkel und Größenwahn etwas klein machen zu helfen, doch er geht auch ohne mich, ich muß indirekt auch helfen, muß Licht und Kraft für die Bahnhöfe und Bahnwerkstätten schaffen und dergleichen mehr. Gott gebe den für ihr Heiligstes kämpfenden Buren den Steg!"
umso räthselhafter, als alle anderen Obstarten daselbst völlig gesund find und auch der Kirschbau seit ungefähr 30 Jahren bis jetzt mit größtem Erfolge betrieben wurde. Für die meisten der dortigen Grundbesitzer bildet der Kirschbaum fast den einzigen Erwerbszweig; sie werde» also durch das plötzliche Eingehen der Kirschbäume ohne Unterschied des Alters derselben in hohem Grade geschädigt. Das kaiserliche Gesundheitsamt hat den Geheimen Rath Frank zum Studium der Krankheit an Ort und Stelle gesandt. Dieser fand, wie der „Franks. Zig." geschrieben wird, daß es sich um keine der bekannten Krankheiten des Kirschbaumes handelt, sondern um eine neue Erscheinung, und zwar höchstwahrscheinlich um eine Infektionskrankheit, wobei ein bisher nur an 'abgestorbenen Kirschbaumästen bekannter Pilz, eine Cytispora, häufig im Bunde mit Bakterien, die lebende Rinde von Stamm oder Aesten befällt und zum Absterbkn bringt. Bereits hat sich herausgestellt, daß die Krankheit an beiden Rheinufern bis unterhalb Koblenz vorhanden ist.
Ein Kirschbaumstrrbrn ist am Rhein plötzlich in diesem Sommer und Herbst in bedeutendem Umfange ausgetreten, besonders in den Ortschaften St. Goarshausen, Kamp, Osterspay rc. Nachdem schon im vorigen Jahre die Erscheinung sich bemerkbar gemacht, hat sie dies Jahr in beunruhigender Weise um sich gegriffen, sodaß etwa schon der vierte Theil der Kirschbäume der Krankheit zum Opfer gefallen ist, das Sterben stch aber auch jetzt noch
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„Al» ich Wied«kam."
Theater zu Cassel.
„Lohengrin."
„Der Raub der Sabinerinnrn.
„Mignon."
„Der Meineidbauer."
.: „Madame Sans-Gene."
,Der schwarze Domino."
.: „Hamlet."
„Die Folterungen."
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vielleicht ist bis dahin schon wieder Rath geschafft.
Wir werden trübe Weihnachten bekommen. Ich darf I gar nicht über Alles Nachdenken, oft bin ich auch so
traurig."
Der zweite Brief lautet: „Brakpan, 2. October
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Schus, Richard, St.Johann, Math. u. Rat, Ketz«rbach40.
Bender, Paul, Wetzlar, n. Spr., Schwanallee 24.
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Glaser, Curt, Wetzlar, «esch., Grün 37.
Waldschmidt, Karl, Wetzlar, n. Spr., Barsüßersir. 55.
Schaub, Wilhelm Blumenthal, n. Spr., Steinweg 39.
Süchtig, Otto, Halberstadt, u. Spr., Wettergasse 32.
Bullock, Franz, Cambridge „ „ HaSpelstraß« 33.
Regteiuvg verantwoitlich gemacht hätten für dar Blut, des der Kiiig üsuu wild, und wenn sie I»
gleich im Berborgenen blühen, das könnte nur der feststellen, der sämmtliche Stammtische im deutschen Reiche auf je ein Viertelstündchen besuchte. Da das leider nicht ausführbar ist und da selbst eine organi- sirte und auf viele Kräfte vertheilte Untersuchung immer noch eine Riesenarbeit wäre, die schwerlich zu
graben 2 b.
Rosengarten, Friedrich, Philadephia, Chem., Lahnstr. 2. Gottschalk, August, Rohlenbelk«, Phil., Kasernenstr. 35. Höppner, Friedrich, Rostock, n. Spr., Neustadt 10.
Greving, Vernarb CoeSf-ld, n. Spr., Untergaff: 14.
Mahr, Adolf, Hamburg, Mach. u. Nat., Kasernenstr. 6. Komerth, Hermann, Hermannstadt, Theol., Lutherstr. 6. Cartenr, Gerhard, Itzehoe, Math., Wilhelmstraße 23. Seiger, Alfred, Frankfurt a M., Jur., „ 20.
Eberstadt, Ludwig, Frankfurt «. R„ Jur, Wilhelm- straße 20.
Wallungen üblichen Schwillenlängen bearbeitet worden ist - bilden einen weiteren, werthvollen Bestandtheil des Beschlusses. Es folgen dann ein« ganze Reihe weiterer Tabellen — über das specifische und absolute Gewicht der Hölzer, über das Maßengchalt der Hölzer in frischem Zu stände nach Gewichts-Cenwern, zur Vergleichung des Werlhes der Hölzer rach der Brennkraft, eine Schwartrn-Massen tasel — doch wir können nicht den ganzen Inhalt aufzählen. Genug, was er bietit, ist für den Fachmann der Holzbranche von hohem Jntereste und Werth und übersichtlich und p-attisch angeordnet. Das Büchlein entspricht allen Anforderungen, die man stellen kann. So läßt stch erwarten, daß er in seinem neuen Jahrgang - übrigens ein Jubiläumsjahrgarg — stch zahlreiche neue Freunde erwerben wird.
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1899. Auch ich will »och einige Zeilen an Euch richten. Wie die Sachen hier jetzt liegen, hat Klara schon angedeutet, nur daß der Ausdruck „sämmtliches Militär" nicht cerrect ist, da die bis zum Sonnabend, 30. September, au die Grenze geschafften 28000 Manu »och nicht die Hälfte der Truppen vorstellen; Personen- 8fige für Passagiere giebt's nicht mehr, nur Kohlen- toagen, zudem laufen überhaupt nur noch ein Zehntel btt früheren Züge (wenn man einen Gepäckwagen und Wei Kohlenwagen, aus denen der Zug besteht und tot welche sich Hunderte von Menschen förmlich schlagen, so nennen kann). Mein Dienst als Betriebsingenieur sührt mich fast täglich zwischen Brakpan und Johannesburg (45 Kilometer) hin und her und ich habe (Revolver fertig ht der Tasche) reichlich Gelegenheit
Plaudereien vom Tage.
** Herbstnebel wallen über die kahle Flur. Der October hat uns schöne sonnige Tage gebracht, die uns nach dem nassen, kühlen September doppelt willkommen waren. Aber nunmehr macht stch die vor- geschrittene Jahreszeit doch fühlbar. Schon wehen zuweilen recht rauh die Herbstwinde und leichte Nachtfröste Bereiten in den Gärten der Pracht der Georginen ein Ende. Sinnend lauscht man dem Geschnatter der Gänse und liebliche Gedanken an die MartinS- gans steigen in der Seele auf.
DaS ist die Zeit, In der am Abend der Stammtisch wieder zu Ehren kommt. Was während des Sommers nur ab und zu einmal vorsprach oder gar wochenlang stch nie blicken liefe, weil der Naturgemife in der schönen Umgebung oder auf der Reise oder im Bad und in der Sommerfrische zur Untreue verführte, das sucht jetzt reuig und Besserung gelobend den Freundeskreis wieder auf und freut sich mit Behagen des belebten Gesprächs in der Tafelrunde. Und an Stoff feht es jetzt ja nicht. Zwar nicht „hinten weit in der Türkei", aber weit unten in Afrika schlagen die Völker aufeinander, und das ist, wie zu Goethe's Zeiten, so auch noch heute ein gar interessantes und beliebtes Thema. Welche Feldherrn- Talente im deutschen Volke uuverwerthet, dem Veilchen
meiner Ansicht nach in Natal abspielen wird, wohin gerade die Reisten flüchteten. Wenn man auf den NahubSfen diese fteudtge und stolze Siexekzuversicht brr Truppen firht, tht duse L'Uie, die wiltlich in
den vermuthlichen Verlauf der Ereignisse, die man zu hören bekommen kann, wenn man stch die rechten Leute aussucht. Es läßt sich nicht verkennen, daß die Wahrnehmung, wieviel strategisches Talent in unserem Volke vorhanden ist, etwas ungemein Beruhigendes hat. Im Fall eines ernsten Conflictes könnte es dem dcutschen Reiche gar nicht fehlen, wenn auch die Helden der letzten Kriege mdft hinüber- gegangen sind. Lieb Vaterland, kannst ruhig sein.
Berliner in Transvaal.
Aus Brakpan bei Johannesburg in Transvaal werden der „Voss. Zeitung" zwei Briefe zur Verfügung gestellt, welche die Verhältniffe klar und beut lich in ihren Wirkungen auch auf die einzelnen Familienkreise schildern und die, da die Schreiber Deutsche find, besonders interesfiren dürften. Der erste Bries, von der Tochter an die Mutter gerichtet, lautet:
„Brakpan, 2. October. Meine liebe Mama! Dieser Brief, den Ihr von heute bekommt, wird wohl für längere Zeit der letzte sein. Dieses Mal ist nämlich die letzte Post »eggegangen, wenn sie überhaupt noch weggeht, doch ich will hoffe», daß Ihr diesen Brief noch erhalten werdet. Seit zwei Tagen ist sämmtliches Militär (28000 Mann) an die Grenze befördert worden, jede Stunde kann der Krieg erklärt »erden, und die Schießerei beginnt. Es steht auch überall so traurig aus, sehr viele Menschen haben noch im letzten Augenblick bal Land verlassen. Die Menschen, Frauen und Kinder, werden in Kohlenwagen transportiert, alles offene Wagen, drei Tage und zwei Nächte, bis nach Kapstadt, dem Wind und Regen ausgesetzt. Heute, am Sonntag, haben wir das letzte Mal ftisches Fleisch gegeffen, wir müssen von nun an Tin-Fleisch essen. Ich habe nun ein schweres Kochen, alle Tage Abwechselung schaffen von unserem KriegSvorrath. Wir haben leider kein lebendes Geflügel mehr bekommen können; zehn Hühner haben toit, aber daS find Leghühner, die dürften als» nur im größten Nothsall geschlachtet werden. Eine Henne hat zehn Küken, die sind in zwei bis drei Monaten auch schon gut zum Schlachten. Seit einigen Tagen flieht es auch keine Kuhmilch mehr, wir leben nur ton Tin-Milch. Frisches Gemüse gießt es auch schon längere Zeit nicht mehr. Brot backe ich selbst, was mir sehr gut gelingt. Möge der Krieg doch nur nicht io lange auhalten; drei Monate kämen wir ja ans,
Marburger Förstertabak.
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immer weiter fortsetzt.
bewegten Worten Anklage erhoben hätten wider das raubgierige, heuchlerische Jnselreich. Nichts von alledem. Nirgends sehen wir einen Versuch, um Sympathie zu werben und Gefühle aufzurufen für die Sache, die sie vertheidigen. Was sie thun wollen das machen sie mit ihrem Gott und mit sich selber ab, und dann greifen sie zur Büchse. Freiheit ober Tod ist ihre Losung, und sie machen sonst keine Worte. In diesen als prosaisch und pflegmatisch geschilderten Buren liegt eine Heldengröße, wie sie erhabener bei den gepriesenen Alten nicht gefunden wird. Und wir hoffen, daß dieses schlichte und doch so gewaltige Heldenthum auch nicht zu Grunde gehen, sondern den Sieg behalten wird.
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immer noch eine Nlesenaroett wäre, ore lw-oeiucy zu biefct Holzhändlei-Kalender. Bequemes Taschenformat. ge> ®nbe gefühlt würde, so Wirb sich leider eine genaue; fälliger Einband, sauberer Druck, das sind seine äußeren Feststellung nicht eimöglichen lassen. Nach den Be-i Voizüge. Der Inhalt selbst überrascht durch die geschickte Ortungen aber, die wir in engerem Kreise angestkllt^wM des Stoffs die es möglich.machte, trotz außer- haben, wächst die Befähigung zum Strategen in diesem | Mmze?iäum1,A? Ausdehnung zu überschre ien, die nun Bnrenkriege in's Riesige. Je spärlicher die geo>. «mural einem Taschen-Kaltnder gezogen sind. Dem aus- grophischen Einzelheiten ans dem bisher zugänglichen! gedehnten, ausgiebigen Platz zu Notiz«» bietend n Kalendarium Kortenmaterial ru ersehen find um so verblüffender > schließt sich ein kurzer Aufsatz, in dem die Rundholz- Kartenmaterial zu ersetzenl n»o, um o! cubiiiung sowie dieCubi.rung grschniitenen und beschlagenen sind bie Enthüllungen Uber bie Erfordernisse der erläutert wird; es folgen Beispiele zur Multiplikationsmilitärischen Lage, über die begangenen Fehler und I tabelle bei Preisberechnungen nach IvOtheiligem Maß- und
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So überraschend diese Wahrnehmung sein mag, überraschender noch ist eine andere Beobachtung: man kann heutzutage noch Kriege führen, ohne daß man die Macht der Phrase zu Hilfe nimmt. Freilich nicht in Europa, wohl aber in Afrika. Dort aber auch gründlich. Von allen Kriegen in dem zu Ende gehenden Jahrhundert war der von 1870 dißhalb so merkwürdig, weil unser Volk sich da so einmüthig, so entschlossen und so ohne allen überflüssigen Wortschwall erhob, um für feine Unabhängigkeit einzutreten. Und doch war selbst unser schlichtes, alles Beiwerk vermeidendes Aufgebot von 1870 noch viel
Anzeigen nehmen entgegen: die Expedition dieses Blattes, die Annoncen-
1 Vvi 1U Bnreanx von Haasenstein L Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magde- ni OSaXima
rxe.L t. nrxrx bürg, Wien; Rudolf Masse, Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln; 04. ^U^Ty. Sonntag, 29. Mover 1899. C. L. Daube & Co., Frankfurt a. M„ Berlin, Hannover, Paris re.
ibhabi, alle diese ©eenen, als das Verpacken der
Frauen und Äinber in offenen Kohlenwagen für drei- ________ . ...
tägige Reisen nsw. mit anzusehen. Warum dieses lebhafter gefärbt, als diese wortkarge, stnmm-ent- ®tute weglaufen, ist mir unklar, zudem der Krieg stch schloffene, auf Gott und auf sich selbst vertrauende Erhebung der Buren. Jedermann hätte es begreifen können, wenn sie vor der ganzen Welt die englische