aufhören, die Partei über das Wohl de» Ganzen zu stelle«."
Doch der Kaiser will sich kotz alledem in dem Glauben an sein Volk nicht bekren lassen. Wohl durchschaut er mit scharfer geschichtlicher Einsicht die Nationalfehler der Deutsche», wohl muß er die hemmende» Wirkungen, die diesen so oftmals schon entspmugen, ti-f beklagen, aber er kennt doch auch das reine, lautere Gold, das in der Tiefe der deutschen Volksseele ruht, die immer wankende Fürstev- treue und die unüberwindbare-Liebe zum Vaterlande. So schließt denn seine Rede mit dem fteudigeu Ausdruck der Hoffnung, daß der stolze Bau des deutschen Reich'S in Zukunft von einem dem Partci- hader entsagenden, in Eivmüihigkeit der Gesinnung starken Volke gestützt und getragen werde» möge.
Umschau.
Herr Brentano und die „Vossische Zeitung".
Welchen exkeme» Standpunkt Brentano einnimmt, zeigt sich am deutlichste» dari», daß selbst die „Bossische Zeitung", die doch gewiß nicht so leicht hinter anderen zurückbleibt, wenn eS sich um ein Entgegenkommen gegen die Socialdemokratie handelt, gegen bea Münchener Professor aufketeu muß. In einem sich mit den Arbeitswillige» befassenden Artikel erklärt sie, daß sie Bretano in manche» Punkten entgegentreten müsse, und fährt dann fort:
„Sil find keineswegs der Ansicht, daß jedeSmal wenn eine Arbeitseinstellnng auSbricht, das Recht auf Setten der Arbeiter ist, und daß daS Ziel, einen höheren Lohn zu erzwingen, unter allen Umstände» gebilligt werde» muß. Es habe» sehr viele Arbeits- einstelunge» stattgefunden, die unbcsoune» begonnen wurden und nicht allein unbillige, sondern auch uu- erschwingltche Forderungen stellten. —--Der
Arbeiter, der »ach verkündigtem AuSstande seine Arbeit einstellt, befindet sich in seinem guten Rechte; aber derjenige Arbeiter, der sie Kotz verkündigte» Ausstandes fortsetzt, befindet fich i» ebenso gutem Rechte. Der ausständige ArbeUer darf Genossen für seine» Ausstand werbe». Er darf die That fache», um die eS sich handelt, in jeder Weise bekannt machen; er darf alle Mittel der Ueberzeugung und Ueberredung anwenden, um Andere zu bewegen, sich dem Ausstande anzuschließen, oder um sic davon zurückzuhalten in die leer gewordenen Stellen einzutreten, aber er darf nicht Gewalt brauchen, nicht drohen und nicht beleidigen. Wir können UNS nicht einmal der Ansicht Brentano» M- schließen, daß ihm die Wahrnehmung berechtigter Jntereffen al» mildernder Umstand zur Seite stehe, wenn er sich in der angedeuteten Richtung strafbar macht. SoweU wir Gelegenheit gehabt haben, von einzelnen konketeu Fällen der Ausschreitungen bei
fenster stehen bliebe», von denen der eine mit lustiger Stimme rief:
„Da sieht man doch recht, wie alt man wkd; was hätte ich al» Junge für eine solche Schachtel kandkter Früchte gegeben »ud jetzt, am Ende der Zwanziger, kann mich dieser süße Anblick kaum rühreu."
Eva war bei den ersten Tönen dieser Stimme zusammengezuckt; sie hatte den Sprecher sofort erkannt, eS war Walter v. Altenhof. Als er jetzt schwieg und sich mtt de« Kameraden lachend zum Weitergehen wandte, kehrte sich auch Eva schnell um, und nun standen sich die KindheÜSgefährten, die sich fast fünf Jahre nicht gesehen, auf einmal hier, fern von der Heimath, gegenüber.
„Evchen!"
„Walter!" klang e» herüber und hinüber, und Walter schlang, wie er eS von je gewohnt war, de» Arm um Eva drückte einen Kuß auf ihre Hand, ganz vergeflend, daß er auf offener Straße war.
Eva erglühte lebhaft, Md gleichzeitig räuspeke sich einer der andere» Offiziere, waS Walter erst auf daS Eigeuthümliche der Situation Mfmerkfam machte. Er ließ Eva schnell l«S und wandte sich au die Kameraden mit der Bitte, ihn zu entschuldigen, da er nicht Wetter mit ihnen promentteu könne; mtt militärischem Gruße gegen Eva und dir jungen Mädchen entternte» sich die Herren.
„Aber Selter," stieß Eva verlegen hervor, „wie koMiest Du Dich nm so vergess«? WaS müffe» die Herren wohl von MS denken, und meine Sinder," Md dabei wie» fie anf Jost Md Elli, die sprachlos den Offizier bekachtete« der fich so Mgeuirt ihrer verehrte» Mademoiselle genähert hatte.
ArbeitSeinstellunge» Kenntniß zu nehmen, haben wir stets den Eindruck gewouuen, daß die ArbeitS- willigen brave und besonnene Menschen waren Md daß ihre Angreifer mit R o h h e i t gehandelt haben. Wir bekennen uns ganz entschieden zu dem Grundsätze, daß der Arbeitswillige gegen Ausschreitungen der Ausständige» geschützt werde» muß. Aber wir füge» dem hinzu, baß der Arbeitswillige schon jetzt durch d»S Gesetz so gut geschützt ist, Vie daS Gesetz in solchen Dingen eben schützen kann. Das Strafgesetz allein thut es nicht; Polizei und Sttaf- gesetz müssen zusammen wirken. Vielleicht könnte die Polizei bei bedeutenden Arbeitseinstellungen und bei hervorketender Neigung zu Ausschreitungen etwa» mehr am Platze fein. Aber auch die beste Polizei und die strengste Handhabung des Skafgesetzes werden nur in seltenen Fällen im Stande fein, einen Unfug mit der Wurzel auszurotten."
Wen» die „Vosfische Zeitung" meint, der Arbeitswillige fei schon jetzt genügend geschützt, wie konnte sie dann die Erfahrungen sammeln, daß die Arbeitswillige» zumeist brave, gute Leute waren, aber die Angreifer mit Rohheit handelten? Die Rohheit muß fich doch durch Gewaltmaßregeln gezeigt haben. Ist die „Voss. Ztg." demnach der Anstcht, daß die Arbeitswilligen dagegen geschützt werden müsse», so möge fie für de» Entwurf eintreten.
Die Charlottenburger Technische Hochschule
hat in diesen Tagen ihr hundertjähriges Bestehen gefeiert. ES war im Jahre 1799, als König Friedrich Wilhelm III. den ältere» Theil der heutigen Technische» Hochschule, die Königliche Bau-Akademie, begründete, der später nach dem Befreiungskriege die Gewerbe- Akademie zur Hebung de» Sewerbefleißes folgte. Aus den lebenskräftigen Wurzeln beider Anstalten wuchs, nachdem Berlin die Hauptstadt des geeinten Deutschland geworden, der mächtige Baum der Technischen Hochtchule empor. Inmitten schwerer kriegerischer Stürme war das Saatkorn der Bau- Akademie in die märkische Erde gesenkt worden, der Heilung der Wunden, die die napoleonische Zeit dem Lande geschlagen, sollte die Gewebe-Akademie dienen, der Gewerbefleiß das verarmte Land wirthschaftlich wieder auftichten. Di.se Erwartungen find weit über menschliches Hoffen erfüllt worden. Heute Kägt die deutsche Schifffahrt die Früchte des deutschen Ge- werbefleißes über die Weltmeere. Die technischen Wissenschaften haben aber ihre» Höhepunkt bei Weitem noch nicht erreicht, das neue Jahrhundert stellt ihnen große Aufgaben. Die Erkenntniß ihrer Bedeutung bricht fich immer mehr Bah», gewaltig wächst der Andrang zu ihrem Studium. Hoffnungsfloh überschreitet die Charlottenburger Technische Hochschule die Schwelle zum zweiten Jahrhundert ihrer Wirksamkeit.
„Ach, schilt mich nur gleich wieder, wie in alten Zeiten, Fräulein Hofmeister! ich habe überhaupt nichts gedacht, als ich Dich so plötzlich vor mir sah. Da» ist mir die liebste Weihnachtsfreude, die mir hätte passiren können, daß ich Dich zum Feste habe! Du weißt doch, daß ich immer noch Dein Ritter bi»? Aber wie kommst Du hierher? Wer find diese junge Mädchen?" fragte er und ließ doch Eva keine Zeit, ihm zu antworte», Md die Aufregung trieb auch ihm die Röthe in die Wangen.
Eva hatte ihm zürne» wolle» wegen feiner stürmischen Begrüßung, aber als fie sah, wie ihm die Helle Freude au» den Augen leuchtete, da schwand Mch bei ihr jede» «obere Gefühl vor dem der reinsten Befriedigung über daS Wiederfinden de» lieben und und treue» JugendfteMde». Gleichzettig wurden ihr aber auch die Augen feucht, und au diesen Thräneu mertte fie erst, wie entsetzlich einsam und allein fie fich doch seit langer Zeit schon gefühlt hatte. Sie sprach »M Walter von ihrer Stellung im Bonardel'sche» Hause, stellte ihm die Schützlinge vor, erzählte ihm Einiges über ihren Fortgang on» der gräflichen Familie, theilte ihm mit, was Walter »och nicht aus de» Briefen feiner Mutter und Lucie» wußte.
Waller war nun schon fast seit dreiviertel Jahren in Metz und weihte Eva in die dortigen Verhältnisse et», so gut er fie kannte, sprach ihr von seine» Vorgesetzten, Kameradev, Bekannten rc., kurz, die für Eva» Spaziergang bestimmte Zett nahte fich ihrem Ende und immer noch hatte» fich die jMgeu Leute toufenberlei Kleinigkeiten zu erzähle».
„Wo Md wem» sehe» wir nu» wieder?" fragte Waller, al» Eva von Trennung sprach, „denn sellst- verständlich muß ich Dich doch nun so »st al» mlg»
Schwere Stürme haben am Anfang des Jahrhunderts ihre Wiege umtobt, am Schluffe deflelben begeht fie ihre Huudertjahrfeier im dankbaren Rückblick auf eine» dreißigjährige» geficherten Frieden und im Ausblick auf einen so Gott will weiteren glorreichen Auf» schwuug des Vaterlandes.
Eine Kundgebung für Transvaal.
In Dresden hat der Landesverein der deutsch» sozialen Reformpartei in einer von etwa 2000 Personen besuchten Versammlung, an der auch bekannte konservative und nationalliberale Parteimänner Theil nahmen, eine einstimmig angenommene Resolution an den Reichskanzler abgesandt, die durch ihre besondere Schärfe bemerkenswerth ist. Wie wir uns zu dieser Resolution stellen, ergiebt fich aus unsere» bisherigen Besprechungen der Transvaalaffäre. Die „Schles. Ztg." erwähnt, daß fich die VersammlMg besonderer Aufmerksamkeit von englischer Sette erfteute. Verketer des englischen Konsulats in Dresden waren anwesend; außerdem soll der großbritannische Bot- schaftsseketär in Berlin, Discount Gough, eigen» von Berlin nach Dresden gereist fein, um der Versammlung beizuwohucu und sich Notizen zu mache». Die Resolution lautet in bet' Hauptsache:
„Die . . . Versammlung sieht in dem Vorgehe« der Regierung Ihrer Majestät der Königin von EnglMd eine aus den niedrigsten Beweggründen hervorgegangeue Rechtsverletzung. Sie sieht weiter in der Bedrohung der freien Staaten in Südafrika eine Gefährdung unserer eigenen nationalen und wirthschaftlichen Interessen durch England und giebt ihrer EutrüstMg lautesten Ausdruck über die Stellung, welche unsere Reichsregierung zu dieser Frage bisher einzuuehmen scheint, nachdem der Kaiser im Jahre 1896 ein von so echtdeutschem Empfinden getragenes Telegramm an den Präsidenten Paul Krüger gerichtet hat. Die Versammlung macht die Reichsregierung darauf aufmerksam, daß eS ein bedenklicher polttischer Fehler ist, über die Köpfe des Volkes hinweg zn regieren, ohne sich an die Stimmung zu kehre», welche die Volksseele bewegt. Die Versammlung giebt daher der Erwartung Ausdruck, daß unser Reich und unser Volksthum vor den neuerlichen Gefährdungen durch eine entschiedene nationale Politik im Geiste Bismarcks bewahrt bleibt."
In einer an den Kaiser abgesandten Resolution wird derselbe gebeten, wie am 3. Januar 1896 ein» zutreten für das Recht der stammverwandten Bure» in Südafrika, welche die starke Vorhut bilden in bet Frage: Afrika englisch ober deutsch-niederdeutsch?
Der Krieg i» Südafrika.
Gewaltige militärische und in Konsequenz davon financielle Anstrengungen zu machen sieht sich England genöthigt, um der beiden kleinen Burenstaateu Herr zu werden, die nach einem Ausdruck des Lordmayor»
lich genießen. Wo wohnt Ihr und wann denkst Du, daß ich mich Deiner Tyrannin vorstelle» kann? Wird sie mich überhaupt auuehmeu und mir erlauben, Dich zu besuchen?"
Bet diesen Worten zupfte Jofi an EvaS Mantel und flüsterte ihr zu: „DaS wird Mama gewiß thun, denn fie sehnt fich danach, irgendwie deutsche Offiziere in ihren Kreis zu ziehen; aber vis jetzt ist eS immer noch nicht gelungen."
„Hörst Du, wa» meine Kleine sagt?" fragte Eva, Waller, der die Worte Jofi'S ganz gut verstanden hatte, gab nun Eva feine Adresse mit der Weisung, ihm zu schreiben, wann Madame Booardel ihn empfangen wolle, da fie ja augenblicklich leidend war und Eva e» nicht wagte, irgend eine Verabredung mit Waller zu treffen, ohne zuvor die Zustimmung ihrer Dame eingeholt zu haben. Walter begleitete daS Kleeblatt bis zum Haufe und verabschiedete fich höchst fteuudschastlich Mch von Jofi und Elli, die ganz entzückt waren von dem hübsche» Offizier. Walter hatte fich allerdings Mch zu einem sehr gut auSsehende» Man» entwickelt. Er war groß mtb schlank, hatte dunkelblondes Haar und eine» eben solche» starke» wohlgepflegte» Schnurrbart, große klare blaue Auge», gesunde unb kräftige Zähne, eine leicht gebräunte Farbe, kurz er verbievte ganz, ein schöner Hann genannt zu werben.
Jofi Md Elli stürmten been Mch sofort zur Mutter, am ihr ba» Abenteuer mit dem Offizier mitzntheile», der fie auf der Skaße überrascht unb Mademoiselle umarmt hatte.
(GmttsetzMg folgt.)
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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg «nd Kirchhain
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Die Kaiserrede in Hamburg.
n. Die Rede, welche Kaiser Wilhelm H. ans ßM des Stapellaufes des Linienschiffe» „Kaiser der Große" in Hamburg hielt, zeichnet fich • tfafo durch rednerische Kraft und Schönheit wie
Mch die Bedeusamkeit ihres Inhaltes aus. Tiefer Drisch» Sinn, hinreißender Schwung der Be- 'werP^ jdftenmg, machtvolle Gluth des Empfindens und k~Wallhelle Klarheit im logischen Aufbau der Ganzen "s et Einzelnen vereinten fich, um auf die Zuhörer
Btrfaa: Joh. Aug. Koch, UniversttätS-Bnchdruckerei itt Marburg.
Expedition: Markt 21. — Telephon 55.
ne geradezu gewaltige Wirkung anszuüben.
.....'• Der Kaiser nahm seinen AnSgangSpuntt von dem 7""T" Beben der Hansestadt, von dem regen, frisch sprudeln- IrUtD. i Leben daselbst, dessen Wogen ihn »ach seiner ------ sdssage stets vo» Neuem erfrischen und stärken. Er zg alsdann auf ben feierlichen Akt deS Stapel- rpiip- nfS über, mittelst dessen soeben ein neue» Stück »gimmenber Wehrkraft des Vaterlandes seinem taente übergeben worden war. Damit aber war
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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn-und Feiertagen. ’nSTnrfiltr/l Anzeigen nehmen entgegen: die Expedition dieses Blattes, die Annoncen-
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spaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen: di« Zeile 25 Pfg. öDlltldDCnü, al, SJIWDCT 18"". C. L. Daube L Co., Frankfurt a. M„ Berlin, Hannover, Paris rc.
lieh er- t Blöcke zu einem weitere» Ausblicke gegeben. 1 zu j® iebtrum, wie schon oftmals zuvor, legte Kaiser
ilhelm II. in treffender Weise die Nothwenbigkeit
nmt Be- 1!I starken Schlachtflotte für Deutschland bar. Der
d kann oiarch gab hiermit von Neuem dem Empfinden
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»sdruck, das die weitesten Kreise des deutschen MS beseelt, er trat wieder einmal als der beredte iolmetsch der innerften Gefühle seiner Nation auf. plche Augenblicke find Höhepunkte im Leben der
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Ansicht (tOM von ipzig,
Aber freilich nicht ohne Bitterkeit konnte Kaiser llhelm seiner Flotten-Pläne gedenke». Wie oft n sich nicht schon Partei-Hader, kleinlicher Sinn Enge des Gesichtskreises diesen störend in ben gestellt, wie mußte nicht fast jeder nothwendige schritt int Ausbau unserer Flotte der Volks- thtng förmlich abgerungen werden! Solche Er- ngen veranlaßten den Monarchen, das alte übel der Deutschen, ihre Nörgelsucht und ihren ionS-Geist, scharf zu geißeln. Mit wenige» en Striche» schilderte er die gewaltigen Vcr- vgen, die fich auf der Weltbühne zugetragen, Aufgang u»d Niedergang großer Reiche, die igeruug des Wettbewerbes, die Umwälzungen der kehrs-Beziehunge». Auch für da» deutsche Volk dadurch die Aufgabe» in mächtigem Umfange achsen, unb ihre Bewältigung erheischt für ben ger ber Krone ungewöhnliche und schwere Rn» Bungen. Diese Anstrengungen können aber, wie ler Wilhelm mit Nachdruck betonte, nur bann Erfolg gekrönt fein, wenn einheitlich unb fest, Parteiungen entsagen!», bie Deutschen hinter
Kaiser stehen. „DaS deutsche Volk mnß ab- seine Sucht, das Höchste i» immer schärfer sich prägenden Partei-Richtungen zu sucheu. ES muß
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Monarchie; sie zeigen uns den Monarchen in feiner Rolle als bie Verkörperung beS eiuheit- VolkSwilleus.
zahlbar on X
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NaccB »schift
Nachdruck verboten
m Widerstreit der Gefühle.
Roman vo» 6. Will».
(SortfchMß.)
Für ben Hausherrn hatte Eva eine Zeitnugsmappe t. Daneben arbeitete fie auch für alle Lieben , und hatte auch für Erich ein Geschenk ange» , sodaß fie sehr viel zu ihun hatte und es ihr schlecht paßte, al» Madame einige Tage vor Feste unwohl wurde unb Eva daher bie zwei- e Nachmittagspromeuade mit ben Kindern zu- Die letzteren waren dagegen unendlich ftoh über Renberung im Programm unb bald hatte fie bei bem munteren Geplanber ber Kinder ihre Laune ganz toiebergetoennen unb wandelte mtt 1 über bie schöne Esplanade »ach dem Theater- und bem schönen Jardin d’Amour. Die He» waren sehr belebt, beim eS war herrliches $ kaltes Winterwetter unb jeher hatte noch mit xrbereitungen zu thun. Die Läden waren alle doll und bie Schaufenster boten meist eine» Herr- 1 Anblick, ba man überall baS schönste aufgelegt »um bie Kauflust ber Passanten zu erwecken.
Eva blieb mtt de» Kinder» Mch vor einem Laden *» in dem man eingemachte und kandirte Früchte Mte, bekanntlich eine bet SpecialitSten bet Stadt, 1 w ber That sahen die eleganten KartouS, Flaschen 1 Bläser mit überzuckerten und eingelegten Frucht- $ höchst verlockend au».
Aost unb Elli überlegte» eben, welche Sorten zu habe» wünschten, al» plötzlich auch tat Offiziere hinter den Dame» vor bem Echan-
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