Zweites Blatt.
abhelfen.
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Gut und Eigeuthum 1*
(Fortfetzmrg
: „Die Fledermaur. Hugenotte».'
„Viignott.* Lumpici Vagabundu». ■: .Iris,' „
Marburg s erstes Blumengeschäft
Specialität: vindereir« für Freust «. Leist.
H. Bergner, Großherzogl. Hessischer Hoflieferaul.
Ecke Elisastethsir-, »ahuh-fßr. varsußerkr.
(Oper Operette und Schauspiel) «erden Galavor- stellungen mit berühmten Künstlern zuerst für geladene Säfte gegeben und dann iür das Publikum grast» wiederholt werden. — Dem am Bahnhofe in Metz stationirten Schutzmann fiel et» etwas auffallend gekleideter Mann auf, dem er bedeutete, ihm zu folge». Der Mann nahm Reißaus, wurde j-doch eingeholt und aus seinen Papieren festgestellt, daß eS der Bürgermeister aus Zell a. M. fei, der wegen Unterschlagung von 1OOOO Mk. daS Weite suchen wollte. Etwa 6000 Mk. hatte er noch bei sich.
Donnerstag, 12. Okt.
Freitag, 13. Okt.: .
Sonnabend, 14. Okt-
Sie dachte, es sei Estele gewesen, die noch einmal hätte nach ihr sehen wollen, sie aber nun schon ein- geschlafen glaubte, und blieb deshalb ruhig sitze»; es war ihr lieber, die kleine geschwätzige Französin heute Abend nicht mehr zu hören und zu sehe».
Plötzlich jedoch stand Graf Olaf neben ihr und setzte sich auch gleich auf ein kleines Bänkchen neben sie nieder.
„Ich konnte de» lag nicht zu Ende gehe» lassen, ohne Ihnen zu sagen, was ich nicht länger verschweigen kann, Eva', begann er bewegt. „Drüben tanze» sie eine Fravcaise, aber ich konnte eS nicht länger ertragen, mich unter all den mir gleichglltigen Menschen hin- und herzuschteben und sie hier allein zu wissen. — Eva, alle Anderen durchschaue» metu allerdirgS bisher sorgsam behütetes Seheimniß, verstehe» Sie allein mich nicht? Eva, ich kann mein Gefühl für Sie nicht länger so uiiterdrücken und verbergen.
Eva ich liebe Sie mit der ganzen Inbrunst meines jungen Herzens mit dem ganze» Ernst meines Charaktere. Ich glaube, ich habe Sie geliebt seit den ersten Wochen Ihrer Ankunft, wenigstens begann damals gleich das Empfinden für Sie, das sich nun bis zu solcher Höhe gesteigert hat, daß ich S nicht mehr vor Ihne» verschweigen kau». Eva, ich liebe Sie, wahr und innig, könne» Sie mein Gefühl erwidern, Eva? — wollen Sie mein geliebte» Weib sein? — Antworten Sie noch nicht, lassen Sie mich Ihnen sagen, daß ich mir selber schon alle die Einwendungen vorgehalteu habe, die Sie machen können. Neber eines kann ich Sie von vorn herein beruhigen: mein Vater wird Sie mit Freuden ausnehmen. Ec hat ein Herz, und er selber ist in seinen jüngere» Jahren den Eingebungen deffelben gefolgt, indem er meine Mutter heirathete, die ein ganz armes Fräulein
werde e8 nie dulden, daß Du das Mädchen lästerst, welches ich liebe, — ja, ich sage e» frei und offen, ich liebe sie, weil sie gut und schön ist, weil sie all den Ansprüchen in vollem Maße entspricht, die ich an daS Weib mache, der ich meinen Namen gebe, und darum soll sie und keine Andere Gräfin Anker- ström werden.'
Dann trat er dicht an Eva heran und indem ei seinen Arm um sie schlang, fuhr er fort:
„Und waS nun Deine Anschuldigungen anlangt so weiß ich am Besten, was ich von ihnen zu halten habe. Mit mir sprach ja Mademoisellt auf dem Balkon in der Avmue Hortense, mich empfing fie ja allein in ihrem Zimmer, alse weiß ich ja auch am Beste», waS da zwischen uns vorgefallen ist, und ich kann Dir sagen, Mutter danke Gott, wenn Deine Tochter so reines Herzens bleibt, wie Eoa eS ist, obgleich fie diese „geheime»' Zusammenkünfte, wie Du eS nennst, mit mir gehab hat. Und Du, Eva, meine Geliebte,' und dabe zog er das junge Mädchen näher an sich, „verzeih' was man Dir heute thnt, waS Dir meine Mutte: thut, Du stehst ja, wer fie so verblendet und geger Dich eingenommen hat, aber ich will versuchen, dnrä lausendfache Liebe Dich vergessen zu machen, wa! Du jetzt erdulden mußtest. — Aber nun sprich, sag mir, daß Du mich annimmst, mache mich zuv reichsten, glücklichsten Menschen, gieb mir ein Recht für Dich in die Schranken zu treten, und ich wil Dich venheidigeu gegen Jedermann als mein höchste»
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le Stadt cht weite ge Seite c streite
schmucke m echte große, daß ich
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die Ei' kleine» ng ihrer n Real- il „Sehi r Haupt» joi tust Dr. Steer de» der he» n mögt! Noll i» ior Dl bet Sei' loial die «laffen*
tobet.
r Ein» chmitiag Narbach
Der Salonwagen de- verstorbenen Fürsten KiSmarck, den der „Verein deutscher Eisenbahn- Verwaltungen' dem Altreichskanzler in den siebziger Jahren zum Geschenk machte, und der auf allen deutschen Bahnen Fahrfreiheit genoß, sollte, wir es vor längerer Zeit hieß, dem Germanischen Museum zu Nürnberg al» geschichtliches Gedenkstück überwiesen werden. Dieser Plan ist anscheinend aufgegeben, beim eS wird jetzt der Wagen, der in den regelmäßige» Züge» nicht mehr zu verwenden ist, abge- brachen. Einzelne Theile, wie z: B. daS prächtig eingerichtete Schreibzimmer, werde» dem Schönhausener BiSmarck-Museum überwiesen.
fEin neuer Raubmord ist in Berlin verübt worden. Dienstag MUtag 12 y2 Uhr wurde die Wittwe Hedwig Joost in ihrer in der Skalitzeistcaße belege«« Wohnung in der Küche todt aufgefunden. Anscheinend liegt Raubmord vor. Die Ermordete ist durch einen mit einem stumpfen Instrument gegen die rechte Schläfe geführten Schlag getödt t worden.' — Nach weiteren Nachrichten ist der That verdächtig der 29 jährige Zimmermann Richard Trotzer. Dieser hatte lange bei Frau Joost als Schlafbursche gewohnt und war vor etwa 8 Wochen auSgezogeu, wobei er ihr Geld schuldig blieb.
Einem internationalen Fälscher-Großbetriebe, der er sich zur Aufgabe macht, falsche Bauknoten zu verausgaben, ist mau in Altona auf die Spur ge- kommen. Dort wurde eine Persönlichkeit zur Haft gebracht, bei der ein großer Betrag gefälschter schwedischer Banknoten mit Beschlag belegt wurde. In deutscher Währung beziffert sich der Betrag der gefundenen Scheine auf über 25 000 Mk. Der Verhaftete, welcher sich Kunstreiter von Beinhardi nannte, ist ein Deutscher; er gab an, von Stockholm direkt nach Allona gereist zu sein. Die Untersuchung gegen Bernhardt wird mit großer Heimlichkeit geführt, da man hofft, noch weitere Mitglieder einer anscheinend bestehenden Gesellschaft vrrhaften zu können, welche sich die Herstellung und Verausgabung falscher Banknoten zur Aufgabe gemacht hat.
Da» Stiergefecht in Enghien unweit von Paris hat am Sonntag aller Proteste zum Trotz statt- gefunben. 5387 Personen wurden in fünf Sonder zügen zur Eorrida bei Enghien befördert. Die Arena - war enorm besetzt. Der erste eingelaffene Stier stürzte sogleich auf die Barrieren, welche nachgabcu. ES folgte eine unbeschreibliche Panik. Schreiend suchte da» Publikum zu entfliehen; der Stier rannte die Stufen zur Tribüne des Klubpräsideuten Hin-
Sonntag, 15. Okt., 3% Uhr 7 Uhr: „
von unbedeutendem Abel war. Mein Vater schätzt und liebt Sie außerbem, von jener Seite steht uns kein Hinderniß im Wege. Die Hauptfrage ist und bleibt also, ob Sie meine Hand annehmen wollen, bann sollen alle übrigen Hiuderniffe, wie Schatten vor der Sonne, vor der Macht meiner Alles besiegenden Liede weichen. Meine Schwester und meine Mutter werden wir durch unsere Liebe überwinden. Sie wird Sie auch lieben lernen, wie wir Andere» Allel Warum sollte fie auch nicht? Kann fie sich denn eine bessere Tochter wünschen?'
„Nein, in der Thai, bas könnte fie nicht,' klang hier plötzlich die Stimme der Gräfin erregt da- zwischen.
„Mutter, Du hier?' rief Graf Olaf, indem er aufsprang, „und Sie auch, WillmaunS,' als er bcn hinter der Gräfin stehenden Baron trotz der Dunkelheit erkannte — „seit wann bist Du hier?'
„O, schon seit Du Mademoiselle so intereffaute Details über meine Geburt mittheiltest. Mei» Fräulein Schwiegertochter ist ja nun vollkommen in formirt. Wer weiß ob ihr die Verbindung mit Deiner Familie gut genug fein wird!' fuhr die Gräfin höhnisch fort. „DaS Fräulein ist ja stets so hoheitsvoll gewesen, wie eine verkleidete Prinzessin, ausgenommen, wenn sie mit Dir Rendezvous in Paris auf bem Balkon gehabt hat, oder Dich in unserer Abwesenheit in ihren Zimmern empfangen hat, wie eben sttzt wieder. Dann nur hat sie die MaSke abgeworfen und sich als daS gezeigt, waS fie ist: eine Intrigantin der schlimmsten Art, die den Un- ftieden in die Häuser und Familien trägt —'
„Mutter,' fuhr der Graf heftig auf „Mutier, zügle Deine Zunge ich bin kein Kind mehr und ich
Bergnügungsanzeiger.
R«p«rtoir»Eutwurf d»r Frankf»rt»r Stadttb«at«r.
Op «ruhau».
Eingesandt.
(Ohne Verantwortung der Redaktion.)
Wenn man Abends den Kaffweg entlang geht, bemerkt man, daß trotz bei dort stehenden Laternen die Beleuchinng zu wünschen übrig läßt. ES kommt )ieS dadurch, daß die Laternen von de» Zweigen der Alleebäumchen so umwachsen find, daß fie die letzteren vorzüglich illuminiren, aber kein Licht auf die Straße werfen. Diesem Nebelstand ließe stch vielleicht doch
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Marktberichte.
Frankfurt, S. Oktober. (@ettiibi«atlt). 1» heutig«» Wochenmarkt bewegte sich da» Geschäft In einheimischen Brodsrüch'.en bet ausgiebigem Angebot und guter Kauflust in normalen Grenzen. Preise gegen dir Vorwoche unverändert. - Ausländisch« Brodfrücht« etwas höher gehalten aber schwer verkäuflich. Geiste leicht nachzebend und ruhig. Hafer unverändert. Mats fest bei gutem Absatz. ES notiren nach Qualität: Weizen, hiesiger wni Wetterauer 16,00-16,25, kurhesstscher Mk. 16,15 16,25 norddeutscher 00,00-00,00, russischer Dtt, 17,25—18,50 Redwinter Mk. 17,60-18,00, Laplaia Mk. 16,50—18,25 Kansas M. 17,50-18,00, Roggen, hiesiger Mk. 16,25-15,50 Pfälzer 00,00- 00,00, Westernroggerr 00,00-00,00, Nlsfische 16,00 bis 16,50, amerikanischer Mk. 00,60 - 60,00, Geist, hiesig« 17,00-17,60 Mk., Pfälzer 17,75 -18,00 Mart fränkisch« Mk. 17,40—18,00, Ri«dg«rste Mk. 17,50 dir 18,00, ungarisch, Mi. 00,00- 00,00, Has«r, hiesiger neuer Ml 14,00—14,50, bayer.lnenerMk.14, 00 -15,00, russisch, alter Ml 14,10—15,25, amerikalt.Mk. 00,00— 00,10. Mais, mixed M 10,40-10,65, Donaumais M. 00,00 - 00,00, Laplata M 10,16-10,65. Alles p«r 100 Kilo netto effektiv loco hin Mehl unverändert. Es netto nach Qual.: Weizenmehl, htes. Nr. o Mk. 25,00 bi» 25,50, feiner, Marken 18,10 bti 28,50, Rr. 1 24,00—24,50, seiner« Mark«tt 25,00 bi* 25,50, Nr. 2 Mk. 23,00—23,60, seiner« Marken Mk. 24,06 bi» 24,60, Nr. 3 21,00—21,50, fein«, Marken 22,00 bti 2210, Nr. 4 19,00—19,50, seiner« Marken 19,50-20 00 Roggrruuehl, hi«fig«S Nr. 0 Mk. 24,75-25,25, Nr. 1 Ml 22,26—22,75, Nr. 2 Mk. 16,50-17,00. Alles per 100 Kilt tncl. Sack loco hi«. Futt«rartik«l anhalt, gesucht u. fest. Et notton: Wetzmschalen Mk. 4,60-4,70, Wrtzmkto« Ml 4,65 - 4,75, Rogg«nkl»i« 5,45—5,60, Futtermehl 6,25 bti 7,25, Biertreber, getrocknet, Mk. 5,15 - 5,20 j« nach Qualität All«» p«r 50 Kilo netto effektiv loco hi«.
Frankfurt a. M., 9. Oktober. (Viihmarkt. Der heutig« Virhmarkt war mtt 514 Ochsen, 37 Bull«u 861 Kühen, Rindern;nnb Stieren, 318 Kälbern, 619Schaf«n « Hammeln, 1365 Schweinen befahren. Di« Preis« st«lltru sich
Nachdruck verboten
I» Widerstreit der Gefühle.
Roman von 6. Wild.
(Fortfetzunr.)
Im Eafino ging e» noch lustig her, die dort nicht versammelte Badegesellschaft war aber schon zur Ruhe.
Eva fang leise das alte LieblingSlied des verstorbenen Later» vor fich hi». Sie dacht zurück an ihre Kindheit, wo ihr Geburtstag stets ein Familienfest gewesen war, den» der Vater hatte natürlich das Wiegenfest seiner einzigen Tochter stets gefeiert.
Die Mutter hatte ihr geschrieben, daß fie ihr Zimmer, ein kleines reizendes Eckstübchen, zu diesem Tage würde neu möblireu lassen, und daß also das Ncftchen ganz berett sei, de» kleine» Wandervogel aufzunehmen.
Wie gern hätte fie ein Stündchen mit der Mutter geplaudert! Ja wen» die Mutter noch beim Großvater in der Oberförsterei wäre, — aber das war alles ander» geworden. Der Großpapa war schon längst nicht mehr im Wald quartier, er wohnte bei der Mutter — bei de» Eltern. Eigentlich zum ersten Male dachte Eva an die Mutter und Erich in dieser Weise vereint und fie erschrak fast davor, daß ihr daS schon möglich war, nachdem noch kein Jahr vergangen war, fett der enttäuschende Schlag fie getroffen. Sie fühlte wieder auf» Nene, daß fie mit ihrem Fortgehen dach da» Rechte erwählt hatte, eS war so gut nach allen Richtungen hin.
Da hörte sie, wie drinnen leise die Salonthüre geöffnet und eben so leise wieder geschlossen wurde; dann war Alle» still.
rberj daraus : Reich, tu Kur, ihn un sie an«. ' Koffer Pshcht. chttgte« t Flotte erblüht stehen, er Ha», »ert jj itb thu, wch ein. ! uuge, lettische, gedachte (erlaube Behörden ie an», , Tage» statt ge. te ideale t freut* ortsetz« Mnube Zukunst nüpfend ilde, fit sorgen.
teS und Kindes, malige* in Hoch er eine* e Reihe cht aber nun bei ammen. sie Lieb ihe der Schäfer
Vom Büchermartt.
*** ß«ben»i«gtln für Neurastheniker. Von Dr. med Ralf Wichmann, Nervenarzt in Wierbaden und im Sommer dirig. Arzt der Kuranstalt In Ilmenau. 2. veib. Auflage. Prei» 1 Mark. Verlag von Otto Salle in Berlin W. 30.
V „Der König der Bernina'. Unter diesem Titel beginnt in der .Gartenland«' «In Reman de» jungen schweiztr Dichter» I. 6- Heer zu erscheinen, der bereit» mit fei er fesselnden, als Buch herauSgegebenen Erzählung „An heiligen Waffern' so berechtigte» Aufsehen erregt hat.
*♦* Das Inner« ein«» d«r größten deutschen Panzerschiffe, de» .Kaiser» Friedrich Jll.', mit allen maschinellen, militärischen und sonstigen Einrichtungen zeigt ein große» Tableau, welch:» in dem soeben erschienenen 5. Hefte der allgemein beliebten Familienzeitschrist „Für Alle Welt' (Deutsche» Verlagshau» Bong u. Co.', Beilin W. 67. Preis d » VierzehntagShefte» 40 Pf.)
*** Politisch - militärische Karte von Südafrika zur Veranschaulichung der Kämpfe zwischen Buren und Engländern bi» zur Gegenwart. Mit statistischen Begleitwotten: Südafrika vom poltttsch militärischen Standpunkte. Bearbeitet von Paul Langhau». Prei» 1 Mk
auf, mehrere Personen auf dem Wege nitbertretenb. Der Stier durchriß die Leiudwand de» Zeltes und rannte in’8 Freie. Die Piccadoi», Matadors und Gendarmen eilten hinterher und sandten dem rasende» Thier Revolverschüsse nach, bis der Stier auf freiem Felde zusammenbrach und durch Säbelhiebe völlig unschädlich gemacht wurde. In der Arena dauerte der Tumult fort, umsomehr, als zahlreiche Personen nur zum Zweck einer Protestkundgebung gekommen waren. Der hinzugerufene Unterpräfekt verbot sogleich weitere Kämpfe. Nach offizieller Mittheilung find zwölf Personen verwundet, davon eine schwer. Zwei Zuschauer haben Beinbrüche erlitte», einer Dame wurde der Arm gebrochen.
Eine Wurst al» — städtische Ehrengabe. Der Magistrat der Stadt Waldenburg in Schlesien hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, den im benachbarten Hermsdorf wohnenden Kaufmann Wilhelm Kühn'schen Eheleute», welche am 17. b. M. das Fest der stlberue» Hochzeit feiern, an diesem Tage eine Wurst zum Geschenk zu mache». Das früher in Waldenburg wohnhaft gewesene Ehepaar war nämlich das „allererste', welches auf bem dortige» Rathhanfe standesamtlich getraut wurde. Der damalige Standesbeamte, Bürgermeister Ludwig, äußerte hierbei zu den jungen Leuten im Scherz, daß ihnen die Stadt zu ihrer Silberhochzeit eine Wurst offeriren werde. Nach Verlauf von nunmehr 25 Jahren haben sich die Eheleute dieser eigenartigen „Offerte' erinnert und demzufolge an den Magistrat ein diesbezügliches Ersuchen gerichtet, worauf die Behörde jetzt den oben mitgetheilten Beschluß gefaßt hat. Dieser Wmst wird unzweifelhaft die erste Stelle unter allen Silderhochzetts- Geschenken eingeräumt werde».
Doppelte» Pech. Vater Mutter und zwei Jungen liegen auf der Düne bei Helgoland. Vater und Mutter, braten in der Sonne, die Kinder haben ihre Strandschuhe auSgezogeu und werfen Steine auf die Fluthwellen. Die Fluth steigt und reifet plötzlich MaxenS einen Schuh mit fich fort. Der Vater fchilt: Ob sie nicht aufpaffen könuien? Schließlich beruhigt stch der Gestrenge, er sucht den Humor wieder zu gewinnen, indem er dem »ach Norderney hintteibenden Schuh seinen Bruder nachwirst. „Papa', schreit der Hans, jetzt hast Du meinen einen Schuh a.ch ins Waffer geworfen'. Hans und Max hatten beide je einen rechten Strandschuh.
Au» Nah und Fern. Bei dem Einstürz eines N.ubaueS in bet Landsbergerstrafee in Berlin wurden zwei Arbeiter verschüttet. Sie wurden beide von der Feuerwehr tobt aufgefunden. — Die Stadt Marseille begeht Ende Oktober die Feier ihre» 2500jährige» Bestehens mit großen Festlichkeiten. Darunter befinden stch namentlich Sportfeste mit Preisen bi» zu 1000 FrS. baar. In den Theatern
Montag, 16. Ott.: „Egmont.'
Schauspielhaus.
Doauerstag, 12. Okt.: „Die versunken« Glock«.'
Freitag, 13. Okt: „Madame San» Gsue.'
Sonnabend, 14. Okt.: .Narclß.'
Sonntag, 15. Okt., 37« Uhr: „Madame Sans Gene.'
7 Uhr: „Doctor Klau».'
Montag, 16. Okt.: „Pottunio's Lieb', hierauf: „Das Pensionat.'
ml« folgt: Ochsm 1. Qual. 67-69 Mk., 2. Qual. 62 bi» 64 Mk., Bullen 1. Qual. 54-56 M., 2. Qual., 49 bi» 52 Mk., Kühr, Rinder und Stier« 1. Qual. 61—63 8RL, 2. Qualität 56-58 Mk. Mr» per 50 Kilo Schlacht- gkwicht. Kälber 1. Qualität 76 - 80 Pfg„ 2. Qual. 70 bi»
73 Pfg. Hämmrl 1. Qual. 60-62 Pfg., 2. Qual. 50 M»
54 Pfg. Schwein« 1. Qual. 55 —00 Pfg., 2. Qual. 54 bl»
00 Pfg. All«» per 7» Kilo Schlachtgewicht. Au» O«st«r»
reich ftanbtn 191 Ochsen und 6 Bullen zum Berkaus. Geschäft gut, Ueb«rstand mittelmäßig.
Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. b -Wustrirtes Sonntagsblatt.
Expedition; Markt 21. — Telephon 55. ____
«Mw MMW s» Marburg ttSÄÄsÄffÄSS 34
"Bz? Hiß Ouartals-Abonnements-Preis bei der Expeditron 2 Mk., bet allen o ’ * bura Wien' Rudolf Masse, Frankfurt a. M„ Berlin, München, Köln; Otr.
“ foaltene Zelle oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen: die Zeil« 25 lsK Donnerstag, 12. Oktober 1899. GUT2. &“ Six, ^ranf^urta^ ^.“'SBcrtin, Hannover, Paris re'