Redaktion: Markt 21. — Telephon 55.
Erstes Blatt.
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Nachdruck verbot«
y* 3» Widerstreit der Gefühle
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iärt, W $et Baron jedoch kam ihr zuvor und vertrat ihr
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zu bewiliflex.
Gitsetznu« folgt.)
ihrem bisherigen sachlichen Verhalten abdrängeu lasse» und »ach wie vor treu u»d ergebe» zur Krone stehen, sie Machtstellung der Krone vor jeder Minderung bewahren und unter ihrer Führung die Umsturzpartei bekämpfen wird.
«Beistand anbieten. Durch die Hetzepresie erregt m aber die Massen durch die Straßen Londons, en die Besonnenen nieder und begleiten unter
wen» eS sich zu einem Raubzug anschickt, so tu auch jetzt die englischen Minister erklären, d zöge auS keinem anderen Grunde in den
Uitla uderS in Wirk- zeigt die Regiernug
Wir wissen ja längst, daß unS daS hochfahrende, läuderhungrige Volk den Platz in der Sonne nicht gönnt. Jst'S da »och »öthig zu sagen, welches Heer Deutschlands Wünsche in den bevorstehenden Kampf begleiten?
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Okt.1
ein habe keine Geheimnisse vor dem Herrn Grafen', LehkKtzh kmit wollte sie an ihm vorbei nnd auS dem
A Sie habe» keine Geheimnisse vor ihm? S» .7 mich daS zu hören! Dan» weiß der Graf auch
ihrt-dH01 kuglischeu Fabriken bezog. Und wie immer Eng« 1 ’-ab von Redensarten über Humanität und Civtlisatton
Roma» von 6. Wild.
(Fortsetzung.)
Jauchze» und Johlen den Abmarsch der Regimenter, die sich für ihr Handgeld zum größeren Ruhm des englischen Seldsacks in den Tod schicken lasien müssen. Vergebens erheben rechtlich Denkende wie Olive Schreiner, die mahnende Stimme: »England sollte ganz klar darüber sein, waS ein Krieg in Südafrika bedeutet. Das größte Kaiserreich, daß die WeU je gesehen hat, will seine ganze Macht gegen einen kleinen Staat und ungefähr 30000 Mann, einschließlich Knabe» voa 16 und Greisen von 60 Jahren, werfe», gegen einen Staat, der keine stehende Armee »och ei» organtfirteS Kriegswesen besitzt. Wir haben ungezählte Rcichthümer — sie haben nichts, als die feste Ueberzeugung, daß ihr Gott mit ihnen ficht. Unser Krieg ist ei» politischer, der ihre ein Volkskrieg. Aber mit unser» ungeheuren Hilfsquellen werden wir sie schließlich zerschmettern. Mit 20 oder 30 Mill. Pfund Sterling und schweren Verluste» an Menschenleben werden wir vielleicht dar Land nehmen und die kleine Fahne der Unabhängigkeit, die dem Buren so theuer ist, herunterholev, aber damit haben wir unsere eigene Fahne mit einem Schandfleck besudelt, de» Jahrhunderte nicht abwaschen werden.' Schreiner wie die anderen predigen tauben Obre». DaS Volk will seinen Krieg haben, seine »militärische Promenade nach Transvaal', wie eS glaubt.
Alles, waS niederdeutsch fühlt in Südafrika, ist aufgerüttelt durch den englischen Frcvelmuth. Ein dumpfes Grollen geht durch alle Glieder des niederdeutschen Stammes und das Schwert klirrt in der Scheide. Schon haben fich die Buren vom Oranjestaat dem Brudervolk zur Seite gestellt uud im Kaplaud regt es fich überall, wo man noch nicht vergessen hat, daß daS Kap einst holländisch war. Die englischen Soldtruppen werden hart zu rinaen habe» mit diesen Männern unter der heißen afrikanischen Sonne, die die englische» Niederlage» bei BronkerS Spruit, Potchefstroom, Pretoria, Laings Nek. Chain» Hoogte nnd Majuba Hill sah. England spielt ein gefährliches Spiel. Wer weiß, ob nicht die Zeit nabe ist, in der der englische Riese gefällt wird ? Eine Niederlage in Transvaal könnte leicht ein Feuerzeichen weide» für die übrige» unter englischer Botmäßigkeit stehende» Völker, das verhaßte und mll Widerwille» getrogene Joch abzuwerfen.
Den kommende» Ereignisse» in Südafrika wendet daS deutsche Volk die gespannteste Aufmerksamkeit zu. Wohin sein Gefühl und seine Interesse» eS weisen, ist klar. Wesieu wir uns von England zu versehen haben, wird wohl jetzt »ach de» Ereignisien ans Samoa auch dem blödesten Auge klar geworden sein. Heute wendet sich England gegen daS uns verwandte niederländische Blut, daS in zäher Arbeit weste Landflrecken im schwarze» Erdtheil kolonifirt hat. Glückt ihm der Streich, ist eS Herr über ganz Südafrika geworden, daun wird eS bei paffender Gelegenheit versuchen, uns auS Afrika herauSzndrängen.
Umschau.
Zur Lage.
Mst Dr. Liebers Vorstoß gegen Herrn v. Miquel beschäfttgt sich die „Konservative Korrespondenz' mit einem als Kundgebung der Parteileitung gekennzeichneten Artikel. ES heißt in demselben: UnS war die feindselige Kundgebung der anerkannte» CentiumS- führerS gegen Herrn v. Miquel keine Ueberraschuug; schon bei den letzten Reichs- und Landtagswahlen hat eS sich gezeigt, welchen Kurs die Centrumspartei unter ihrer demokratische» Leitung etuschlage» möchte. So deutlich, wie diesmal Herr Dr. Lieber, hat man fich aber bisher noch nicht ausgesprochen: »Der Vicepräsident des StaatSministeriumS soll beseitigt nnd mit ihm die Politik der Sammlung zu Fall gebracht werden. Vcrmuthlich ist gerade der jetzige Zeitpunkt — unter Benutzung der in konservat vm Kreisen herrschenden Erregung — für sehr geeignet erachtet worden, diesem Ziele näher zu kommen.
Hatte» nu» die Unternehmer dieses Ränkespiels darauf gerechnet, die konservative Partei tu ihre Aktion z« verwickeln und zu diesem Zwecke aufteizende Gerüchte in Umlauf gesetzt, so haben sie am letzten Ende doch die Erfahrung machen muffe», daß ihre Spekulation verfehlt war. Wir können in der That die feste Versicherung abgeben, daß die Konservativen nach wie vor Herrn von Mlqnrl in seiner hoffentlich kotz aller Anstürme doch noch erfolgreichen „SammlungS- politik' kräftig unterstützen werden; stellt diese Politik doch den Ausfluß deS besonders in der konservativen Bevölkerung freudig begrüßten „Bielefelder Programms' dar'.
Zum Schluß wird in dem Artikel über die Stellung der Partei zur Kanalvorlage gesagt: Wenn nun auch durch derartige RegiemngSmaßnahmeu i» der konservativen Partei eine wahrlich gerechtfertigte Erregung hervorgerufen ist, so wird die Partei dennoch nach wie vor jede Vorlage — auch die Kanalvorlage — ihren Grundsätzen getreu, rein sachlich behandeln. Bis jetzt ist hinsichtlich des Kanalprojekts der Versuch noch nicht gemacht worden, die sachlich begründeten Bedenken, die in dem erwähnten „Rechenschaftsberichte' kurz und klar zusammengestellt sind, sachlich zu widerlegen; eine Aenderung in der wohlerwogenen Haltung unserer Partei wird also, wofern nicht neue Gesichtspunkte hervortreten, die geeignet find, einen Wandel herbeizuführen, nicht kmzerhand erwartet werde» dürfen. Wir wiederholen jedoch, daß sich die konservative Partei von keiner Seite von
, als nm die Beschwerde» der stellen. Daß sich die UstlanderS garnicht beschwert fühlen, gleit, mit der sie jetzt der
»Diese Ansicht ist mir neu, Herr Baron', entgegnete « @ia, „ich werde sofort zu dem Herr» Grafen und ihn bitten, Ihne» meine Antwort mitznt heile».
mb dem kleine» Burenstaat de» Lebensfaden zuschnüren begann. Gab Transvaal auf einem wlkte nach, so hatte man schleunigst einige andere nderungen bereit. Nacheinander mußten herhalte» Dynamit - Monopol, daS Wahlrecht deS Utt- ders, die Souveränetätsfrage, bis England endlich gar dazu verflieg, von Transvaal die Schleifung Forts sowie die Beschränkung der Truppe» zu der» und ihm die diplomattschen Agenturen zu chmen.
Und weshalb das alles? Weil die Goldfelder svaals die englische Habgier reizten, weil Enges unerhört fand, daß Transvaal fein Dynamit, wichtigste Hilfsmittel für de» Bergbau in dem Boden des Landes, selbst herstellte und nicht
Dabei ergriff er seine» Hut und stürmte zum Zimmer hinaus, die Trevpe hinunter.
Nachdem er gegangen, war Eva wie vernichtet in ein Fauteuil gesunken, hatte ihr Gesicht mit beiden Händen bedeckt und heftig zu »einen begonnen. Was hatte sie geihan, daß man wage» konnte, ihr diesen Schimpf anzuthnn? Hatte sie in kgend einer Weise die Gebote der Schicklichkeit verletzt, so daß Baron Willmann» ihr jetzt mtt einem Schein des Rechts einen Vorwmf machen konnte au» einer Begegnung mtt Graf Olaf, die doch wahrhaftig ihrerfettS ungesucht war, uud die ja auch nm die Folge einer der Aufdringlichkeiten des BaronS gewesen war? WaS sollte sie thnn? Auf welche Weise recht handeln? Wenn sie zm Gräfin ginge I Diese würde sie jetzt besonder» kaum anhören, würde ihr aber keinen Glauben schenken denn der Baron hatte eS wohl vermieden, in Gegenwart der gräflichen Familie in seinem Benehme» auch nm eine Haarbreit die gesellschaftliche Form von Berkaulichkeit ihr gegenüber zu überschreite», zudem wm die Gräfin ja so sehr für de» Saron eingenommen, daß e» wohl nicht leicht war, ihn bei ihr zu verdächtige». Daneben siel ihr auch die erste Bemerkung der Gräfin über fie wieder ein: „Siel zu hübsch für ihre Stellnng!'
Der Graf! ja, er würde ihre» Worte» glaube», aber waS konnte ihr daS nützen? Er konnte doch dem Bmon keine Vorwürfe machen al» Borgesetzter über eine Angelegenheit, die absolut ungeschäftlicher Natm war.
Der Graf würde ihr also wohl nur rathe», den Bmon zu meiden, würde diesem Letzteren vielleicht einige wohlgemeinte Worte sagen, und bann — bann würde Baron WillmmmS in seiner hämischen Weise dem Grafen erzählen, daß er sie auf dem Balkon mit
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Graf Olaf gesehen; fie konnte ja auch die Thaisache dieser Bewegung nicht weglengne», nnd Eva wm be- reitS weltklug genug, um zu begreifen, daß diese Anschuldigung de» Bmon» die Stimmung gegen fie gewaltig Luder» könne.
Welcher Ausweg wm ihr offen au» diesem Dilemma? — Sollte fie ihre SKllnng anfgeben, um den Bmon 'nie wieder zu begegnen? Da» wäre wohl da» Einfachste gewesen; aber welchen Grund sollte fie für diese Handlungsweise angeben? Wo sollte fie so plötzlich hin? Und bann auch, wer- halb sollte fie weichen? Sie »ar fich keine» Unrechts bewußt. Sollte fie gehen unb dem Baren die Gelegenheit geben, beleidigende Vermuthungen gegen fie anSzusprechen? — Vor der Hand würde fie der Pein einer Begegnung mit ihm überhoben sein, und bis zu ihrer Rückkehr nach Paris würde fie hoffentlich die Sache mtt so viel Gleichmnih bewachten können, daß es ihr gelänge, mit ruhiger Würde ihm gegenüber anfjutreten. Sie fühlte sich Kotz diese» Entschlüsse» aber doch tief elend und kam fich so schutzlos vor, wie es Graf Olaf gesagt hatte. — Er hatte wollen wie ihr Bruder handeln, und Eva zweifelte keinen Augenblick an seinem redliche» Wille» ihr beizustehen. Grade vm ihm «nßte fie aber de» ganzen Vorgang verschweigen. Er würde mit feiner impulsiven Wärm sofort einen Eklat herbeigeführt haben, und mußte ste nicht fürchten, daß Baron WillmanuS einen jeden solche» Ausbruch auf Seite» des junge» Grafe» zu Anschuldigungen und Beweisen gegen sie benutzen würde?
Sie ging an bo8 Geschäft beS Packen»; wa» ihr vorher wie ein Vergnügen erschienen wm, toitrbe ihr jetzt zu btiterer Last. Unb doch durfte fie nicht zögern, wollte fie zur Abreise, die auf de» nächsten Morgen festgesetzt »ar bereit sein.
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Nachdem fie ihr Gepäck für Trouville fertig hatte, ging fie an ein Ordne» ihrer übrigen Sachen. Sie packte alle ihre Bücher, Mappen, Nippes unb andere tausend Kleinigkeiten zusammen, die fie allmählich durch Geschenke unb einige Einkäufe gesammelt hatte.
Mitten hinein in diese Beschäftigung kehrten die Herrschaften heim und mtt der Comteß zusammen erschien Graf Olaf in dem kleinen Salon.
„Hch, lab ihn nur mG hinein, Eva,' rief Thyra heiter aus, „genire Dich nicht vor ihm, Du stehst reizend aus in Deiner rohe de chambre. Wir haben nämlich Beide Hunger und haben uns heimlich noch einen kleinen Imbiß hier herauf bestellt. Komm, mein Schatz, fpeffe mtt un». Nein, wie fleißig Du gewesen bist, — alle diese Koffer hast Du gepackt? Du mußt wahrhaftig Feenhände befitzen, um da» Alle» zu schaffen. Ich wäre tobt nach solcher arbeit l'
„Würdest DK »euigsten» einbilden, eS zu fein,' unterbrach der Bruder fie lachend, „aber Fräulein Eva, Sie habe» ja wirklich gepackt, al» gingen Sie auf Nimmerwiederkehr von hier fori, und Ihre Ab- Wesenheit wttd doch höchsten» zwei Monate dauer». Dau» kommen »K alle ja hierher zurück; aber Mama will da»» — glaube ich — noch einige Monate mtt Thyra und Ihnen nach Nizza, wenigsten» habe ich so etwas gehört. Nu», vorläufig freue ich mich unendlich auf Trouville und finde e» nett vom Papa, daß er mich auf so lange »itnimmt Ich weiß freilich, daß meine diplomattschen Leistungen bei der Legation entbehrlich find, aber e» ist doch eine besondere Liebenswürdigkett von meinem Herr» Ehef, mir einen so langen Urlaub
Sie wich nicht täuschen, ihre eigene« äugen gegen Sie! Bemühen Sie fie sich auch nicht, > durch de» Grafe» einen Bescheid zu senden; wie flAibe (tutet kann ich mir wohl denk«. E» ist aber I?* besser, Sie behalten diese Antwort für fich, ich mich sonst veranlaßt sehe», dem Grafen Ihre r» meiner Abweisung mitznthellen. Leben |£ für jetzt wohl, mein stolzes Fräulein, aber hüten S? vor mir, daß ich Ihnen nicht eines Tages Starke abreiße und den gräfliche» Etter» zeige, pw Kuckucksbrut sie in ihrem Neste geduldet haben!
Deutsches Reich.
* Berlin, 4. Oktober.
— DaS Kais erpaar trifft nächsten Freitag, lbends IO1/* Uhr, von Marienburg in Station Wildpark bei Potsdam wieder ein.
— Das Häuflein derer vom »a ttonalsoztale» Verein leistet sich in diesen Tagen denLuxu» eine» „VereinStageS'; interessant ist von den Verhandlungen bis jetzt nur die Rede Brentano'» Über die „Zuchthausvorlage'. Die Nationalsozialen hatte» ich nämlich als Referenten über das Gesetz zum Schutz der Arbeitswilligen Herrn Brentano verschrieben, »er garnicht nationalsozial ist und ließen sich nun von ihm die ganze Schrecklichkeit der Vorlage ent- lütten. Da» Interessante an dieser Rede Brentano» liegt nun in folgender Entdeckung: „Ihre Versamm- ung zeichnet fich vor anderen Parteiversawmlungen dadurch aus, daß fie aus Männern besteht, die durch keinerlei wirthschastliche» Interesse an der Frage, die heute verhandelt wttd, persönlich interesfirt find. Ob die Vorlage, die wir heute diSkuttten, Gesetz wttd »der nicht, berührt nicht unmittelbar Ihren Geldbeutel.' — Allerhand Achtung vor dieser Abgrundtiefen WeiShett. Darf man vielleicht Herrn Brentano fragen, inwiefern die Vorlage „den Geldbeutel der Konservativen unmittelbar berührt' ?
— Kürzlich hatte „Genossin' Dr. Rosa Luxemburg an Herrn Liebknecht die Aufforderung gerichtet, einmal einen großen Besen zu nehmen und die ganze „Borwärts'-Redaktton so gründlich auszufegen, daß der Staub fliege. „Genosse' Liebknecht, mit dem nicht zu spaßen ist, hat nun wirklich bett „großen Besen' ergriffen; aber er hat nicht die Redaktion des „Vorwärts', sondern da» „blutige* Nest der sächsischen Schreier auSgefegt, so daß viel Staub fliegen wird. Er hat dabei mit einem schönen Worte die „Genossin' Rosa charokterisirt. Er nannte fie nämlich sehr zart und finnig „Kapitolswächterin'. Eine Beleidigung ist daS nicht; hätte er aber prosaisch geäußert, die „ Genosst»' sei eine — GanS, so wäre ihm vielleicht eine Kartellkägeriu in'S Redaktionslokal geschickt worden.
— Ein erfreuliches Zeichen für da» Aufblühen de» Handel» am Nyassa ist, daß, wie Major v. Natzmer nach dem „Deutschen Kolonialblatt' berichtet, der Dampfer „Wißmann' mtt seinen Fahrten schon feit längerer Zeit einen erheblichen Ueberschuß erzielt.
nab« .Bemühen Sie sich nicht, diese königliche Miene älteste • ^nehmen, mein Fräulein,' zischte er ihr z», „das siuws ' wrz« Ihnen jetzt nicht» helfen. Die Farnttie ist
fjfi gib Verlag: Joh. Aug. Koch, Uuiversitäts-Buchdrucktrei in Marburg. Expedition: Marti 21. — Telephon 55.
latun-a^ Stefanen und Sie müssen mit Ihren veriranlichen (j Heilungen an den Grafen schon noch warten! —
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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marbnrg imd Kirchhain.
Verantwortlich für die Redaktion: Redakteur HanS Hupfer in Marburg.
"— "Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. 'ÖSTatRi Anzeigen nehmen entgegen -die Expedition dieses Blattes die Annoncen-
-w-» 6)Q 4 QuartalS-Abonnements-Preis bei der Expedition 2 Mk, bei allen o ?llrcaäP°n ?tanmUrm%^’'snr?A' 34-
MO ^»14* 9trnfömtern 2 25 Mk lerkl Beltellaeldl ^nlertionsaebühr' die ae- — —. K —. „, , . arxrx bürg, Wien: Rudolf Moise, Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln, 04. ttljl o
* Llte,7e Lle oder deren R°um 'Afg , Rttlamln-die Zeile 25Pfg D0NNkrstag, 5. Ottobtt 1899. C. L. Daube & Co, Frankfurt °. M., Berlin, Hannover, Paris re.
Wetterleuchten.
♦* Gewitterschwül ist die Lust. Dunkele Wolken Mu sich am politischen Horizont drohend zusammen. $ Rauschen im Blätterwalde ist fast völlig ver- Mimt; nur spärlich gehen die Nachrichten ein Über a, was jetzt in Transvaal geschieht. ES herrscht ir Ruhe vor dem Sturm. Ab und zu erhellt eine itlbimg einem Blitze gleich die Situation und läßt toten, wie die Dinge in Südafrika stehen.
Die Buren sind bereit zu dem Waffengang, der Upermeidlich geworden ist. Alles was ein Gewehr " jlten kann, Knaben von 16 Jahren und Männer, ie au der Grenze des Greisenalters stehen, haben h zum Schutze ihres Bolksthums gesammelt und eben an den Grenzen, bereit den letzten Blutstropfen i die Heimatherde zu opfern. Und dieser kühlen, eireu Entschlossenheit gegenüber zeigt sich in England eine nervöse Unruhe. Man hat noch nichts «bereitet für den Krieg, den man selbst herbei- esührt hat. In eiliger Hast wirst man Alles, was u Truppen verfügbar ist, nach Afrika, aber wochen- r lang kann e8 noch dauern, bis man eine einiger- mßen genügende Macht den 40 000 Buren gegen« ■ bestellen kann. Das kontrastiert seltsam mit
J er kühlen Ruhe, mit der das offteiette Eng-
L vru Ihre« romantische« Mondscheiv-Zusammeu- lin, 58 Wen mit Graf Olaf auf dem Ballon dort? — __-«A schlagen Sie nicht die Hände zusammen, diesmal