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34. Jahrg

M 224

Zweites Blatt.

sich

sie daS Bett

ebenso schön und die Krakelow zu

Zumal seit Mama so krank war, daß nicht mehr verlasien konnte.

Die liebe, gute Mama! . . Die war, wie Fräulein Arakelow häßlich immer kränker wurde, während Fräulein

Anzeigen nehmen entgegen: die Expedition dieses Blattes, die Annoncen- Bureanx von Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magde»

Bürgerlichen Gesetzbuche. Bon Rechtsanwalt und Notar W. Hohl.

Da» Berlöbnitz nach lew Bürgerlichen Ges tz buche Von Demselben.

Die gesetzliche Erbfolge vor und nach d-w 1. Jan.

1800, Von Amtsrichter a. D. Mantey.

Die Pflichten und Rechte der HandelSangestrllten nach dem 1- Januar 1900. Von Chef - Redakteur O. Damm.

Was habe» die Borstände von Bereiuen nach de« 1. Januar 1900 mit Rücksicht auf di - ve- stimmun »en des Bürgerlichen Gesetzbuches zu thu« k Von Rechtsanwalt und Notar W. Hohl.

WaS kostet et« Livtlprozetz 1 Von Dr. jur, A. von Hagen.

Die Rechte des Angeklagten tm Strafprozeß. Bon LandgerichtSrath Dr. Tuchatsch.

Weitere interessante Artikel werden sich den obigen anschließen.

Wir hoffen, daß diese wichtige Neuerung Anklang finden und uns zu unseren vielen alten Freunden recht zahlreiche Neue erwerben wird.

hui so schön mit geschlossenen Augen. Oh, ich hörte Deinen Schritt, obwohl Du dir alle Mühe gabst, so leise tote nur möglich aufzutreten."

Er reichte ihr die Hand, die sie verlangt hatte und nun mtt ihren schlanken emailschimmernden Fingern umschloß.

Was für Wetter ist heute?"

Wunderbar schönest Ein Spätsommertag, wie Du ihn Dir nicht herrlicher denken kannst!"

Darf ich Dich bitten, daß Du die Fenster öffnest! Dr. Axelius sagt ja, die Lust könne mir nicht schaden."

Er willfahrte ihrem Wunsche.

Ein Quell goldenen Lichts, untermischt mit jenem würzigen Odem, tote ihn nur die Natur aus- stiömt nur sie allein fluthete in das Zimmer.

Gestützt auf den Arm des Gatten, der sich liebe­voll um sie bemühte, ließ die Kranke den Blick in's Freie schweifen.

Wie herrlich muß es draußen sein," sagte sie mit trauriger Stimme. . . .Wirklich, dort blühen sogar noch Rosen! . . . Von sämmtlichen Jahres­zeiten ist doch wohl der Spätsommer die schönste. ...

Wenn die Blätter fallen...

Skizze von Th. V. Gall (Berlin.

I.

Dir Kranke richtete sich empor.

Ich schlafe nicht, Hellmuth! Es träumt

Alles strotzt von Gesundheit, Kraft und Leben. ... Aber wenn erst die Blätter fallen"

Ein Frösteln schien über den zarten Körper zu hasten.

Hellmuth neigte sich herab auf die Stirn der Gattin und preßte die Lippen zu langem, innigem Kusse auf die feingeäderte, marmorweiße Fläche.

Sprich nicht so, Nelliel ... So traurige Worte machen mir das Herz brechen I . . . Glaube mir: Du erholst Dich von Tag zu Tag, und gerade heute stehst Du wohler aus als jemals! . . . Wenn Du meinen Worten nicht traust dort kommt Dr. Axelius, der Dir jedenfalls daffelbe sagen wird .... Ich höre, wie sein Cab eben vor die Rampe fährt."

II.

Der Arzt ließ sich auf den Sesiel nieder, den ihm Hellmuth Eriksen zugeschoben.

So, jetzt stnd wir allein! Fernab von dem Zimmer, wo meine arme, schöne Nellte ihre LetdenS- stätte hat! Ich bitte dich also*

Die Thür ward geöffnet, und ein blondlockiges Kindeshaupt neigte sich vor.

Jetzt nicht, Erna," sagte der Gutsherr ab­winkend. . . .Wir haben noch miteinander zu sprechen. . . . Aber begrüßen kannst Du Onkel AxeliuS, und zugleich giebt Deinem Papa einen Kuß!"

Zwei rostge Kinderpatschen legten sich um seinen Nacken, der Freund erhielt eine» zierlichen Knix dann war die Elfeugestalt, die auf einige Augenblicke in das Zimmer huschte, wieder verschwunden.

Der Gutsherr beendete den vor Ernas Eintreten begonnenen Satz:

Ich wollte dich also bitten, mit offen zu sagen, wie es um Nellte steht. . . . Früher hörte ich nut Ausflüchte, Vertröstungen, im besten Falle allgemeine medizinische Gutachten. Du wüst zugeben, daß mir damit nicht gedient ist."

Dr. Axelius erhob sich und trat an das Fenster. Nein, heute entgehst Du mir nicht. Ich kenne diese Manöver. Damtt hast Du mich oft genug vom Ziele abgebracht. Du mußt mir unbedingt reinen Wein einschenken."

Hellmuths Stimme zitierte. Es klang wie innigstes Flehen jenes Flehen, das niemals feinen Weg verfehlt.

Nun wohl, da Du es durchaus wissen willst ... Nellie ist allerdings krank, recht krank

Aber was in aller Welt fehlt ihr?"

Der Arzt zuckle die Achsel:

Das läßt stch schwer in Worte fasten . . . Du kennst doch die Redensart vom Lichte, daS erlöschen muß, wenn seine Lebenskraft aufgezehrt ist".

Erscheint täglich außer an Werklagen nach Sann- und Feieriagen

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An unsere Leser!

Nur noch wenige Monate trennen uns von der ungeh'ureu SesetzeSurnwälzung, welche die jetzt lebende Seneration durchzumachen hat. Am 1. Januar 1900 tritt nicht nur ein fast das gejammte bürgerliche Recht umfassendes Bürgerliches Gesetzbuch ii Kraft, neben )em aber zahlreiche ReichSgesetze privatrechtlichen Inhalt« »eiter bestehen, sondern außerdem ein neues Handelsgesetzbuch, ein Gesetz über die Zwangsver­steigerung und Zwangsverwaltung, eine Gru»dbuch- ordnnng, ein Gesetz über die Angelegenheiten der frei­willigen Gerichtsbarkeit, der Civilproceßordnuug und der ConcurSordnung. DaS neue Recht ergreift alle Gebiete de» modernen Privatrechtsverkehrs. Miethe und Pacht, Dienstverttag und Werkvertrag, Gesell- schafisvertrag, die Folgen aus unerlaubten Hand­lungen, der gesummte Grundbuchverkehr, die Stellung der Frau im Recht, Eheschließung und Scheidung, aas eheliche Gstierrechi, die Rechtsverhältnisse zwischen Eltern und Kinder, die elterliche Gewalt, insbesondere die der Mutter, die Vormundschaft, das gesetzliche Erbrecht und das Testament das sind einige von den unendlich vielen neuen Rechtsgestaltungen, die im täglichen Leben für Jeden von großem Interesse find and deren Kenntniß, in den Grundzügen wenigstens, für Jeden unerläßlich ist.

Um unsere Leser in dieses RechtSgebiet einzu­führen, werde» wir vom 1. Oktober ab regelmäßig in angemessenen Zwischenräumen gemeinverständlich geschriebene, aaregenbe Artikel über die verschiedensten Themata des RechtSlebeuS aus der Feder namhafter Juristen, welche in enger Fühlung mit dem prakti­schen Leben stehe», veröffentliche». Zunächst gedenken wir die nachstehende», hochinteressanten Aufsätze zu bringen:

Tas Mieth»»« hältnitz an Wohnungen nach dem Bürgerlichen G.setzbuche Bon Amtsrichter a. D. Maniay.

Die Haftung der Saftwirthe für eingebrachte Sachen der Gäkte. Son Rechtsanwalt und Notar W. Hohl.

Unsere Dienstboten. (Dienstherrschaft und Gesinde nach dem 1. Januar 1900.) Bon Rechtsanwalt AlphonS Moflon

Die rechtsgültigen Formen des ictztge« und späteren DeftirenS. Bon Demselben.

Die ve jährung vo« Forderungen nach dem

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg nnd Kirchhai«.

v«ck und Verlag: Joh. Aug. Koch, UniversttätS-Buchdmckerei in Marburg. Verantwortlich für bk Redaktion: Redakteur Hans Hupfer in Marburg.

Expebitton: Marv 21. - Telephon 55. Redaktion: Markt 21. - Telephon 55.

Helrnnth vergrub daS Antlitz in beide Hände. . Wenn die Lebenskraft aufgezehrt ist", murmelte er, indem sich feine Brust krampfhaft hob und senkte.

Fasse dich, Freund", sagte Dr. AxelinS, ihm die Rechte mit weicher Geberde auf die Schulter legend . . .Das braucht nicht heute zu sein, noch morgen!"

Also wann?"

Er hatte das Antlitz wieder freigegeben. Die Augen hingen an den Lippen des Freundes.

DaS ist wieder solche Frage, mit denen Ihr Laien uns Aerzte erzittern macht. ... Als ob wir allwissend stnd! . . . Nellies Krankheit ist derart, daß stch etwas Bestimmtes gar nicht Voraussehen läßt. ... Ich könnte höchstens sagen, daß das Wetter einen großen Einfluß haben wird. . . . Vielleicht: wenn die Blätter fallen"

HI.

DaS Herrenhaus war ein alter, ehrwürdiger Bau und darum so solid und dauerhaft aufgeführt, wie eS ehedem die Sitte gebot. Die Wände waren dick, die Thüre» fest. Mächttge Schlüssel von reichver­schnörkeltem Aussehen staken in de» Löchern. Wen» sie entfernt waren, zeigte sich eine Oeffnung, durch die man nicht allein gut sehen, sondern auch bequem hören konnte, was hinter der Thür tm Zimmer ge­sprochen wurde.

Vor einem solchen Schlüsselloche stand Klein Erna.

Sie hatte sich auf die Fußspitzen erhoben, das liebliche Blondköpfchen gegen die Füllung gestemmt, damit sie nicht umfalle.

Zuerst blickte sie nur durch die Oeffnung. All­mählich aber schien das, was sie vernahm, ihre Auf­merksamkeit in weit höherem Grade zu fesseln. Denn die Augen irrten nur noch träumerisch in'S Wette, während das Oehrchen, ganz beschattet von dem ge­ringelten Blondhaar, dicht an dem Schlüffelloch, unter der mächtigen Klinke, ruhte.

Schritte nahten. . . .

Erna huschte fort, unter den Balken des Treppen­geländers. Hier lauerte fie sich zusammen und waltete verhaltenen AthemS, um ja nicht bemerkt zu werden.

Es war Fräulein Krakelow, die borflbergegange«.

Ernas Herzchen hämmerte. . . . Von der wollte sie am wenigsten gern hier angetroffen werden. . . . Die hatte immer an ihr etwas auSzusetzen. . . .

Allerlei.

«ns Gelehrten- und Künstlerkreisen. Zum Bau des VölkerschlachtdenkmalS hat der Rath der Stadt Leipzig einen jährlichen Zuschuß bon 10000 Mk., vom Jahre 1900 ab zu leisten, bewilligt. Eine Versammlung der Vorsteher des llntenichtswesenS aller Kantone (mit Ausnahme von dreien) tagte zur Besprechung der Vorschläge, die in der eidgenössischen Maturitätskommtsfio» für die Um - Sestaltung der Reifeprüfung für «erzte, Zahnärzte und Apotheker gemacht worden b>aren, in Bern Nach eingehender Besprechung ge> *We die Konferenz zu dem Beschluß, das reine Realprogramm abzulehnen ynd am bisherigen Maturi- Esprogromm festzuhalten, das al» Grundlage der «orbUdnng für das Studium der Medizin die ®9mnaftalbilbnng mit wahlfreiem Griechisch vorsieht.

Deutsche Musik in «mente. Eine ganze Reihe d°u hervorragenden deutschen Musikwerken werden ^ises Jahr ihre Erstaufführungen in den Vereinigten Staaten und speciell in New Jörk erfahren. Mr. *>°lf Aronson, der Director des New-Iorker Btjon-Theaters hat für die Vereinigten Staaten Aufführungsrecht folgender Stücke erworben, «arl Goldmarks komische OperDas Heimchen am ynd", C. M. Ziehrers zweiaktige OperetteDer Mne Riga" und Johann Strauß fr. erste Operette -«atze und Maus".

Eine neue Turbine. Dem Ingenieur Trossin 10 Hamburg ist in Deutschland, England und Amerika 7®- neue Turbine patentirt worden, die möglicher- cme Zukunft hat, und über die sich Sachver- »andige, u, a. Pros. Voller vom Hamburger phyfi. Äffchen StaatSlaboratortum, günstig geäußert haben.

Turbine soll mit geschmolzenem Blei anstatt mit Gaffer gettieben werden. Dem Blei wird durch Überhitzte» Dampf eine hohe Geschwindigkeit ertheilt

und vermöge seiner Schwere soll es mit großer Kraft auf die Zellen des Turbinenrades wirke». Besondere Hoffnung setzt der Erfinder auf die Verwendc-al kett seiner Turbine bei Schiffsmaschinen, und er betont die Kohlenersparniß. die sich aus der Verwendung von Überhitztem Dampf als motorischer Kraft ergiebt.

Frau Ge lach nicht begnadigt. Die von der Magdeb. Ztg." gebrachte auch in untere Zeitung übergegangene Nachricht, die Frau des früheren Oberförsters Gerlach sei in Folge von B-gnadigung aus dem Zuchthaus Hassenbeig entlafsen worden, be­stätigt sich, wie das genannte Blatt jetzt meldet, nicht. Bo» unterrichteter Seite wird mitgetheiü, daß eine Begnadigung bisher nicht erfolgt sei und bei der Art der Strafthat auch nicht zu erwarten sein werde.

Die See-Schlange in Schleswig-Holstein. Eine recht erbauliche Schilderung der durch den Regen- mangel herbeigeführten Zustänoe in dieser Provinz bringt ein Berliner Blatt. Es heißt daselbst: Große Dürre und erheblicher Wassermangel, hervor­gerufen durch die anhaltende Hitze der letzten Wochen, herrschen in Schleswig-Holstein, wie man uns von dort schreibt. Da die Nähe des Meeres es nicht gestattet, artesische Brunnen anzulegen dieselben geben nach kurzem Gebrauch infolge der nachdringenden See kein genießbares Trinkwafser mehr so hat man stch dort gewöhnt, für Zwecke des Haushalts das Regenwasser in gewaltigen Zisternen auf jufangen und zu sammeln. Durch den regenlosen Sommer dieses Jahres find jedoch die Vorräthe, die nicht mehr ergänzt werden konnten, überall fast völlig aufgebraucht, was um so schwerer in's Gewicht fällt, als auch die Ziehbrunnen versiegt sind. Waschwasser für den Körper wird fast als ein Luxus bettachtet und erfährt eine möglichst sparsame Ver­wendung e8 sofort nach einmaliger Benutzung auSzuschütteu, ist streng verpönt, und nachdem es für den Menschen Dienste gethau hat, findet eS noch

Verwendung zum Begießen der Blumen. Sehr un­angenehm machen stch die Zustände auch in der Viehzucht bemtrfbar. Das Vieh wird jetzt vielfach mit Meerwasser getränkt, das in große, auf den Weideplätzen aufgestellte Bottiche gefüllt wird." Wir können, so meint dazu derHamb. Corr.", diese Ausführungen natürlich nur bestätigen! Das Meerwasser wird nicht nur zum Viehtränken benutzt, sondern auch zum Grogbraneu verwendet. Es ist nicht unmöglich, daß der Gewährsmann deS Berliner Blattes von diesem Getränk etwas reichlich genossen und in dieser Stimmung die obigen Zeilen nieder­geschrieben hat. Daß das Blatt stch von dem Zellenschinder derart auf den Leim hat führen lassen, ist das Ergötzlichste bei der Geschichte.

12 000 Ma k, nämlich ein Viertel vom Haupt.- gewinn der III. Claffe der preußischen Claffen-Lotterte, hat die Kehrfrau V. vom Berliner Königliche» Opern­hause gewonnen. Die glückliche Gewinnerin hat ihre Stellung nicht aufgegeben, zeigt sich ihren Colleginnen und Colegen gegenüber aber großer Freigebigkeit.

Ans Nah und F in. Scho» wieder einmal ist ein chinesisches Kanonenboot von Piraten überfallen und geplündert. Dieses Mal handelt es sich nm denKuangkeng" auf dem Perlfluß, den 200 bis 300 Räuber erkletterten. Alle Waffen und Munition sowie die Uniformen stnd fortgeschleppt; die Maschinen wurden beschädigt. Das Kanonenboot mußte nach Canton geschleppt werden, wo es reparirt werden soll. Mehrere Güter im Kreise Granden; haben, wie derGesell." berichtet, noch nicht Alles eingeerntet. Ein Theil des GetteideS liegt fast gar j schwarz auf dem Felde und fängt an, auszuwachsen. Trotz hoher Löhne waren nicht genug Erntearbeiter zu haben. I« Leipzig fand die feierliche Grund­steinlegung zum neuen Rathaus-Gebäude statt Die städtischen Behörde» von Halle a. S. beschlossen die Eingemeindung der Sorertgemeinben

Gtebichenstetn und Trotha mit 20000 Einwohnern und genehmigten die mit den Gemeinden vereinbarten Verträge. Hebet die Eingemeindung des Vororts Cröllwitz wird in der nächsten Sitzung der Stadt- verordneten Beschluß gefaßt werde». Im Gasthaus zu Groß Hermenou, Kreis Mohrungeu, erschoß der Gymnastiker Sttauß - Wormditt nach einem Sttett den Rottenführer ßingner und de» Schmiedegesellen Will. Der Mörder wurde verhaftet. Unter zahl­reicher Betheiligung der Bürgerschaft fand in München Gladbach die feierliche Enthüllung des von Professor Schaper-Berlin ausgesührten Bismarck-Denk, m a 18 statt. Zwischen den Stationen Kotinschany und Nemerczy der russtsch-n Südtoestbahu ist ein ge­mischter Zug mtt einem Güterzug zusammengestoßen. Acht Passagiere und ein Oberkondukteur sind tot, drei Schaffner schwer, zwei andere Bahn bedienstete leicht verletzt. - Heber einen schweren Hn- glüdbfall auf der Elbe, wirb auS Dörnitz (Mecklenburg) geschrieben: Am Montag Nachmittag würbe ein Boot be8 Fischers Lindemann, worin sich außer den beiden Söhnen des Eigenthflmers noch drei andere Personen befanden, von dem Sturme zum Kentern gebracht. Der eine Sohn sowie der Arbeiter Schuldt und besten Sohn ertranken, während eS den beiden anderen Boolsinsasten gelang, stch zu retten. Die Leichen der Verunglückten find bisher noch nicht aufgefunben. Der bei der Explosion in Rix- dorf verunglückte Arbeiter Müller ist gestorben. Das verdächttge Dienstmädchen Martha Dulichau wurde verhaftet. Mit der Explosion hat die Magd aber wohl nichts zu thun. Man rechnet mtt der Möglichkeit, daß Funken aus dem Schornstein durch die offene Thür in de» Keller hiueingeflogen seien. Dort lagerte mehr Benzin, als die Polizeivorschriften erlauben.