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iail Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

5^1 em,i $tptbllion: Rar» 21. XctotonW. Jllnstrirtes Sonntagsblatt. h

tJSTrt vRl tvn Anzeigen nehmen entgegen: die Expedition dieses Blattes, die Annoncen-

y Bureaux von Haasenslcin & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Mägde- o .

rtMtr+rtr. 1 H iSDhlontfior 1QQQ &utS' 5®ien; Rudolf Masse, Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln; u4. ,301)1(1

1 >»SpCpICttlvCT l«yy. 6. 2. Daube öd Co., Frankfurt a. M Berlin, Hannover, Paris rc.

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Redaction uno Verlag derOberhessischenZeitung.'

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Die »Ober hessische Zeitung" sucht dies Ziel durch gediegene, sachlich gehaltene, populär geschrieben« Leitartikel zu erreichen. In ihrer Rubrik »Umschau* wird fr wie bisher eine Ueberficht üb« die wichtigsten TageS-

Chr.äi Schia t u.Ba tersha ?.

I bei; Leden ;r Ritte Grastw.

X.Ps Gafii A. H läi, Bi stw. ü V.Eoi

Unter den in Marburg täglich «sche'n enden politischen Zeitungen ist di«

Oberhesstsche Zeitung"

«it dem KreiSblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain sowie Jllnstrirtes Sonutagsblatt und Ziehungsliste» der Köuigl. Preuß. Klaffen-Lotterie die geltstuft« und am w«it«st«n verbreitete. Mit dem 1. Oktober 1899 beginnt auf sie »in neues Viertel» «Hrs-Abonnement.

Die ,O b, r h e s s i s ch e Z«i t u n g* hat «S fich in nfrt Reih« zur Aufgabe gestellt, «inzutreten für dir Macht aad das Ansehen von Kaiser und Reich, für Thron, Vater­land und Marl

Di« »Obirhtssisch« Z«itung* ist bestr«bt, überall, wo st« gelesen wird, daS rational« Bewußtsein, Drme zur Monarchie, Lieb« zum Vaterland«, GottkSfurcht »ad religiösen Sinn, wie Achtung vor unseren Gesetzen und bewährten staaüichen Einrichtungen zu fördern!

a Nachdruck verboten

Widerstreit der Gefühle.

Roman von C. Wild. (Fortsch-wL) .

-7^7 kttimsU& mi($ 1« auch mit dem Gedanken erst

-M «achen, mußte vor Allem mit Dir, «ein

empfinde ich vieleicht in noch stärkerem 8 D«, Väterchen die Anlage dazu war aber

Azti ^"ch^' beun wenn Du nicht gern freudig

-sz.^drre» gäbst, so würde ich Saalfeld auch nicht £***; dch» V. Unb dann muß ich auch Eva erst mit

= «ch?«nt bekannt machen meinst Du nicht * i mein Kind, und Du wirst keinen

;uer*; ejz-j. fcota& haben. Eva ist ja unser Beider <7^ fr s. .Abling, aber gerade weil wir Beide frg . bllletz lieben, dürfen wir uns auch * I «tu? Zander aussprechen. Bist D» ganz J Evchens Charakter? Dn brauchst , jj i fürchten, mir ganz offen Deine

:ic' jfii frrdvrdr/I [a|en- Mich stört an ihr eine leicht a,t i,« u,to6,to, ^"bheit und ein deutlich fühldarer i lieg Stolz in die richtige Bahn gelenkt, ifrtU. eie drr edelsten Eigenschaften im Menschen »®er bei unserem Kinde empfinde ich damit 70*3«tz "an Uebermnth zunächst, der mir

,«» M Durch ihre Verbiuduug mit d« Continental. Tel«- e»< pavhen-Compagnie in Berlin ist dir »Oberhesstsche * Leitung* in der Lage, ihren Lesern in Original-Tele- ohlei V-wmen die neuesten Ereigniffe im In- und Auslande :ikett<t nnverzüglich zur Kenntniß zu bringen.

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a| «reignifs« auf dem Gebiete der inneren und äußeren Politik 0 mb deren Besprechung bringen, und die Vorgänge in den Parlamenten, in Reich und Staat, unter dem Tagesbericht Nie bisher zusamminstellen.

isik.5 Den Vorgängen in unsner Provinz, wie dem lokalen ü ,, I Tfril« wird di« »Oberhesstsche Zeitung" ganz be- rlitii» lonbtie Aufmerksamkeit widmen, auch wird fie nicht nur , ein gediegtnes Feuilleton, wir durchZusammrn-

i; Mang unterhaltender verschiedener Nachrichten für ihre Leser Sorg« tragen, sonder«, toi« «in«stheils den Vorgängen an«, «f dem Gebiete von Kunst und Wissenschaft, so ander«- Ha« M dem volkswirthschaftlicheu und land Wirths chaft- lnh en Interesse durch einschlägige Veröffenllichungen thun- Uchst ^«ntgegenzukommeu allezeit bestrebt sein.

I. Znserate finden, di« srchsspaltig« Zelle 10 Pfg. M. bet »roßen Auflagt b« »Oberhessischen

1 tun» in dns«lben dt« geeignetste und weitest« V«- -''j Dadurch, daß all« Staats- und Kommunalb,Hörden 's B«zirks di« ,O b«r h, s s t s ch« Z«i t u n g" zu ihrrn ^Atmachungm benutz««, ist das Hall«« derselbe« von |4j|f «fprechrndem Nutzen für jeden Leser.

e- schließlich bitten wir uusn« Les«, Freunde und hen) I 7M«r. »ntn ihren Bekanutenknisen für di« Weit«e enstUU ^titaa8 d«Oberhesstsche« Zeitung" thun- hwM °lrtwirk«n und so auch ihr«s«its H«lf«r und Fördn« Dijtj ^L®faaIen 8nb loyalen Politik sein zu wolle«, «in« lfrjn gV' bl« fich aller umstürzlnischen Tendenz d« heutigen . iiW 2 ^«nübii treu bleibt in d« Devise: »Mit Gott für blech' für König und Vaterland l"

j Marburg, im Septemb« 1899.

Wochenschau.

** Das schon in früheren Jahren beliebte Frage- und Antwortspiel:Kommt er »der kommt er nicht?" der Zar nämlich war auch in der abge­laufenen Woche im Gange. Schließlich aber kam er nicht. Ein Besuch des Zaren in Potsdam war augen­scheinlich für diese Woche in Aussicht genommen, ist aber dann plötzlich wieder abgesagt worden. Er soll nun später statlfinden; einstweilen ist ein Besuch des russischen Kaiserpaares bei der Prinzessin Heinrich in Kiel die einzige Berührung, die zwischen den beiden kaiserlichen Familien stattfindet. Kommt es zu einer Begegnung, so wird man derselben keine übertriebene Bedeutung beilegen dürfen; aber im Hinblick auf die bevorstehende Reise unseres Kaisers nach England würde sie immer als Zeichen dafür, daß wir um der Engländer willen auf gute Beziehungen zu Rußl^h nicht verzichten wollen, ihren Werth haben.

Das Verhältniß der preuß. Regierung zu der konservativen Partei und zum Bund der Laudwirthe gab naturgemäß auch in der ver­gangenen Woche viel Stoff zu Betrachtungen. Biel kommt dabei nicht heraus. Durch Erörterungen in der Presse wird zunächst wohl überhaupt nichts er- zielt, und man würde daher gut thun, Thatsachen abzuwarten, ehe man sich auf Grund von Der- muthungen auf breitspurige Darlegungen einläßt. Daß die Kanalfrage, eine an fich doch rein wirth» schaftliche Angelegenheit, jetzt plötzlich eine politische Bedeutung bekommen hat, und unserem ganzen Partei- leben ein anderes Aussehen zu geben droht, ist ja wahr, und es ist bedauerlich genug. Aber es hieße das liebel noch vergrößern, wollte man fich vorzeitig in erbitterte Kämpfe einlaffeu. Ruhig Blut auf beiden Seite»! So wichtig der Kanal ist, noch wichtiger ist das Zusammenstehrn der Faktoren, die aufeinander angewiesen sind. Diese Mahnung ist wohl nicht ganz überflüssig; der Jubel, der durch die Presse der nicht nationalen Parteien schallt, zeigt, war auf dem Spiele steht.

Ju der socialdemokratischen Partei begannen die Vorbeieitungeu auf den Parteitag in Hannover. Es wird dort hitzig zugehen. Die Stellung Bernstein's zu dem Parteiprogramm wird natürlich den wichtigsten Zankapfel abgeben, aber auch mancher andere» Parteigröße wird man, nach dem Vorspiel in de» örtlichen Parteiversammlungen zu schließe», arg de» Kopf waschen. Daß darum von keinerZersetzung" der Partei die Rede fein kann, ist selbstverständlich. Vielleicht verekelt man einigen fähigen Köpfen der Partei durch solche Zänkereien die Lust, noch weiter mitzuthun; aber die Partei selber wird darum unberührt bleiben. Der Haß gegen die bestehende Gesellschaftsordnung ist schon zu sehr ein­genistet, als daß er nicht ein festes Bindemittel ab- geben sollte.

Die abermalige Verurtheilung von D r e y f u S hat vielfach stürmische Ausbrüche des Unwillens hervorgerufen, die freilich von den DreyfüSlern, die Presse und Telegraphen beherrschen, noch besonders aufgebauscht worden sein mögen. Wenn mau fich sogar dazu verstiegen hat, gegen Frankreich auf dem

schon früh in Ev« vorhanden. Wäre sie hier bei u»S geblieben, daun hätten sich diese Fehler vielleicht nicht so sehr entwickelt. Die große Begabung ist ja für Frauen ost eine gefährliche Klippe; für Eva scheint dieS auch der Fall gewesen zu fein. Warum mußte ihr der Vater so früh fehle» I"

Ich fürchte, nur die harte Schule des Lebens wird fie von diese» Schwäche» heilen und läutern, und diese Zuchtruthe soll wehe ihn».'

Ich wollte, ich könnte ihr diese schwere Schule ersparen, Väterchen," entgegnete Martha traurig dem Oberförster, der jetzt seufzte.

Ja, ich wünsche es wohl auch, mein Kind; aber Du weißt, daß das uns Menschen nicht gestattet ist; eine rein äußerliche Last und Mühe können wir ein­ander wohl abnehmen, dergleichen moralische Prüf unge» muß jeder selber durchkosten und kämpfen. Hast Du eine Ahnung, wie Eva fich dieser neuen Frage gegenüberstellen wird?"

Nicht die leiseste, Väterchen," sagte Martha mit abgewandtem Gesicht, denn eS wurde ihr schwer, ihrem Bat« nicht die volle Wahrheit zu sage», und doch wollte fie daS nicht Eva's wegen;ich glaube jedoch, daß Eva gestern aus Er ich'S Benehmen und plötzlicher Abreise bereits Schlüsse gezogen hat und daß fie deshalb eS vermiede» hat, zum Frühstück zu komme». Willst Du selber a» Saalfeld ein paar Worte schreiben Väterchen? Du würdest mir einen

Boden des Geschäftslebens kämpfen zu- wollen, Nicht» betheiligung an der Ausstellung zu empfehlen und dergl., so ist das geradezu thöricht. Das Hinüber- schieben politischer Kämpfe auf daS geschäftliche Gebiet schadet gewöhnlich dem am meisten, der es versucht; der andere Theil hat selten Nachtheil. Die im vorigen Jahre vorgekommenen Absagen dänischer Ge» schäftsleute an deutsche Lieferanten haben das abermals bewiesen; sie warten einfach lächerlich und blieben ein Schlag ins Wasser.

Daß es an bitteren Urteilen über Frank» reich nach diesem Uttheilsspruch nicht gefehlt hat, ist selbstverständlich. Doch wollen wir Deutschen uns dabei nicht allzusehr in die Brust weifen. Auch wir haben gar keinen Anlaß, auf den Verlauf der Affaire" stolz zu fein. Sie zeigte auf der einen Seite die Abhängigkeit eines großen Theils der deutschen Presse von einer gewissen Clique und auf der anderen Seite die Urtheilslosigkeit unseres lieben, deutsche» Publikums, das dieses Getriebe gar nicht zu durchschaue» vermochte, in geradezu erschreckender Weise.

Der serbische Hochverrathsprozeß in Belgrad schleppt sich nun schon eine Woche hin, ohne daß sich irgend em Beweis dafür ergeben hätte, daß die radikale Partei in den Mordanschlag gegen Milan verwickelt gewesen wäre. ES handelt sich um einen politischen Tendenzprozeß mit der Absicht, die der gegenwärtigen Regierung ver­haßten Führer der Radikalen durch eine Verur­theilung auf längere Zeit unschädlich zu machen. Bekanntlich sind bereits von Rußland und Oesterreich Warnungen au den König von Serbien ergangen, den Bogen nicht zu ftraff zu spannen. Neuerdings nimmt sich daS officiöseWiener Fremdenbl." in einer Besprechung-des Belgrader Hochverrathsproceffes der angeklagten radikalen Führer an. Das Blatt bemerkt, daß bisher für eine weitverzweigte Ver, schwörung gegen die Dynastie Obrenowitsch kein Beweis erbracht worden wäre. Das bisher als Beweis Beigebrachte sei entweder lange bekannt »der recht bedürftig.

Umschau.

Eine dringende Mahnung

richtet dieCouserv. Correlp." an die Pait-.ifreuude: Noch zu keiner Zeit haben unsere Parteimitglieder eine so gute Gelegenheit gehabt, das feindselige Treiben der liberalen Presse, ihre Gehässigkeit, Verdächtigungs- wuth und Unwahrhaftigkeit so deutlich zu erkennen wie in den letzten Wochen. Die Erfahrungen, die unsere Partei und alle die, welche ihr politisch nahe­stehen, bei dieser Gelegenheit gemacht haben, dürfen aber auf keine» Fall in den Wind geschlagen werden. Es steht ft ft, daß wir keinen schlimmeren Gegner haben als die liberale» Zeitungen; gegen diese also muß ein intensiver Kampf geführt werde». Mancher gut conservative Mann wird sich schon von selbst gesagt habe», daß es in keinem Falle mehr angeht, liberale» Blättern in seiner Familie einen Platz zu gönnen. Wer will den Feind int eigenen Hause

große» Dienst erweisen und mir meine Aufgabe sehr erleichtern ihm gegenüber."

Gewiß werde ich daS, mein Kind, er hätte nur gleich mit mir sprechen sollen l"

DaS konnte er doch nicht, Väterchen", warf Martha entschuldigend dazwischen,er mußte doch erst wissen, ob ich überhaupt feinem Anträge zugänglich fein würde. Mich bestimmte allerdings auch ein wenig mit der Gedanke an unsere Zukunft; besonders aber rührt mich Saalfelds Treue und Zartheit", und nun erzählte fie dem Vater Ales, was ihr Erich gestern mitgetheilt hatte.

Ja, ja, mein Kiud", sprach der Oberförster, nachdem fie geendet,es find ein paar Prachtmenschen, die Dir der liebe Gott zugefühtt hat; Georg Erich; Meine» reichen Segen gebe ich Euch mit und will Euch von Herzen ein reines, ungetrübtes Glück für de» Rest Eures Lebens wünsche». Ich will an meinen Schreibtisch gehen und gleich an Saalfeld schreibe». und noch ein anderer Brief liegt mit am Herze», de» ich fortschicken möchte. Aufgesetzt habe ich ihn schon lange, aus Rücksicht für Dich und das Kiud habe ich ihn noch immer nicht abgesandt. Komm mit in mein Zimmer, Kind, ich will ihn Dir zum Lese» gebe»!"

AuS einem Fache des Tisches zog der Ober­förster einen großen amtlich geschriebenen Brief, in dem Martha alsbald ein Gesuch an den Landerfürsten um gnädige Bewilligung seines Abschieds erkannte.

dulde»? Es ist aber ohne Zweifel Ehrenpflicht jedes Conservative», gründsätzlich auch sich jeder indirekten Unterstützung der liberalen Presse durch Abonne- mente und Anzeigen zu enthalten. Der Viertel- jahreSwechsel steht vor der Thür; die Aufforderungen zur Erneuerung der Zeitungsabonnements werden demnächst ergehen. Sorge jeder conservative Mann dafür, daß fortan fein Hans frei bleibe von der liberalen Presse. Wir besitzen conservative Blätter genug; diese fördere man! Jetzt ist der geeignete Moment dafür da! Wie würde die unsere Partei mit Schmutz bewerfenden liberalen Blätter mit Recht höhnen und spotte», wenn die Macht der Gewöhn- heit oder der Lässigkeit auch nach de» lebten Vor- gövge» so stark wäre, auch in Zukunft den liberalen Blättern selbst in conservative» Kreisen ei« lieber» gewicht über die eigene Parteipresse zu gewähren. Die Unterstützung und Förderung der conservative» Blätter, damit sie uns in dem bevorstehenden schweren Kampfe gegen die Linke eine gute und zuverlässige Waffe werden, und die Schwächung der Presse der Gegner ist heute die Aufgabe jedes guten Con- fertiatiben." _____________

Kein Boykott

der Pariser Weltausstellung.

Die von den enragiertesteu Drehfus - Freunden eingeleitete Agitation gegen eine Beschickung der Pariser Weltausstellung seitens anderer Nationen er- lebt ein schmähliches Fiasko. Bereits gestern meldeten wir, daß die Betheiligung Ungarns an der bevor­stehenden Weltausstellung ttotz allen entgegenstehenden Meldungen gesichert sei, ja, das Grauer Dowcapitel sogar seine kunsthistorischen Schätze, aller Voraussicht »ach dennoch nach Paris senden werde. Heute liegt ein ähnlicher Entschluß aus den Vereinigte« Staaten vor. HDerNew York Herald" bringt nämlich folgende Depesche aus Washington:

Es kann auf Grund von Informationen an maßgebender Stelle festgestellt werden, daß es nicht die Absicht der Regierung der Vereinigten Staaten ist, Frankreich durch Absentirung von der Parsser Weltausstellung zu verletzen oder fich in die Dreyfus- Affäre einzumischen. Die Regierung wird von der gesetzlich ertheilten Vollmacht zur Betheiligung an der Ausstellung Gebrauch machen und ihren ganzen Ein­fluß aufbieten, um den Kongreß von einer Resolution tm Sinne einer Ablehnung der Betheiligung zmück- zuhallen, wie sie von radikalen Mitgliedern ge- plant wird. Die Bereinigten Staaten haben noch nie einer fremden Macht Vorstellungen gemacht, außer wen« es fich um amerikanische Bürger ge­handelt hat."

Thatsache ist, daß die Handelskammern von New- Aork und Boston bereits gegen die Boykottirung der Pariser Weltausstellung von 1900 protestirt haben. Man glaubt, daß in Folge dessen die Boykottbewegung aufhören wird.

Die demokratischen Organe

find genöthigt, die Arbeiterverhältnisse von Ländern, die fie nur zu häufig als Muster für Deutschland

Mit Spannung beobachtete der Oberförster das Gesicht seiner Tochter während des Lesens.

Das haft Du recht gemacht, Väterchen! rief Martha als sie fertig war, ich will Dir's nur ge­stehen, daß ich Dir diesen Schritt schon oft habe Vor­schlägen woflku, ich Habs nur immer gelassen, well mich die Furcht drückte, Du könntest meinen, ich fühlte mich nicht wohl hier draußen. Ich dachte immer schon, den Weinbergs mit ihren vielen Kindern wäre die große Oberförsterei hier gerade zu wünschen. Du gehst dann mit uns, und Du weißt schon, Väterchen, daß ich mich auch in einer engen Straße wohl fühlen könnte, und da wttd bann wohl Saalfeld schon für ein Heim sorgen müssen, bei dem ein Gärtchen ist, so daß Du auch nicht immer nöthig hast, im Zimmer zu sitzen."

Sieh nur, wie weitanSsehende Pläne Du machst!" sprach der Oberförster neckend.Du scheinst mir auf einmal zehn Jahre jünger geworden zu sein; da macht man die Erfahrung, daß es doch keine Frau ohne Eitelkeit gbbt. Run laß mich aber allein und gehe an Deine Geschäfte, um elf Uhr wollen wir hinaus; bis dahin müssen meine Briefe fertig fein. Bestelle den kleinen Wagen".

XIII. Capitel.

Erich's Rückkehr schon am Tage «ach feiner Ab­reise hatte bei dem alten Professor Saatfeld und seiner Frau lebhaftes Erstaunen hervorgerufen; da er ihnen aber keine Erklärung dafür gab, so fragten