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Eva war in diesem Moment für ihre Mutter
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DreyfuS ruft, »Ich bin UN. „Nur Muth,
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daß das beim Nachbar lodernde Feuer erstickt wird. Das müssen wir uns gegenwärtig halten, daß die Flammen auch einmal zu uns herüberschlagen können. Wenn nichts mehr hilft, um der Verwirrung in Frankreich Einhalt zu Ihme, daun kann die Ent» fesselung der nationalen Leidenschaften gegen den »teutonischen Feind" immerhin von den Machthabern in Paris al» gangbarer Ausweg betrachtet werden. Darum müssen wir immer die Augen offen behalten und daS Pulver trocken.
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e gel ich w sehr eigne:
«Dabei eilte sie au Martha vorbei zur Hiuter. Mre hinaus und war bald unter den Bäume« der- chwunden.
Ein solcher Gedankengaug hätte etwas einleuchtendes und wir glauben, auch ohne große Prspheteugabe zu besitzen, Voraussagen zu können, daß er von der DreyfuSpreffe deutscher Zunge auf. genommen wird. Aber auch hier möchten wir warnen,
Muthmaßuugeu allzuviel Gewicht beizulegen, denn einige Anzeichen giebt es, die darauf hindeuteu, daß sich ei» sehr iuterssantes Capitel des ProcesseS hinter verschlossenen Thüreu abgespielt hat. Wohl niemals ist bisher in so durchsichtiger Weise, wie es von dem Regierungscommissar Carriöre geschehen ist, von amtlicher Seite darauf angespielt worden, daß der russische Militär-Attachö den deutschen und italienischen denuncirt und den französischen Generalstab auf die falsche Spur gebracht hat. Gleichzeitig kommt jetzt aus Petersburger diplomatischen Kreisen eine Nachricht, die darauf hindeutet, daß Dreyfus mit Rußland in Verbindung gestanden hat. Man weiß ja nicht, ob man dieser Nachricht, die in etwas anderer Form bereits früher aufgetaucht ist, Glauben schenken kann, jedenfalls aber ist sie intereffant genug, weil sie eine ungezwungene Erklärung für den Richterspruch abgeben könnte.
Doch das sind, wie gesagt, Vermuthungen, über deren Werth oder Unwerth wir nicht entscheiden könne». Sie zeigen aber, daß man dem Preßfeldzug, der nunmehr gegen die Mehrheit des Kriegsgerichts geführt werden wird, kühl gegenüber stehen muß. Das ist ja sicher, mit dem Urtheil, das am Sonn- abend gefällt wurde, ist die »Affäre" nicht abgethan. Wenn die Freunde des Dreyfus zu den Zeiten, als sie auf einen für sie günstigen Ausgang rechneten, mahnten, man müßte sich dem Spruch de» Gerichts beugen, so hat das jetzt natürlich keine Geltung. So leichten Kaufs wird man die Affäre nicht IoS. Die Der- Handlungen des RevisionsgerichtS, vor da» wohl nunmehr der Prozeß komme» wird, vielleicht ei» abermaliges Anrufen des Kassationshofs, der im November statt- findende Zola-Prozeß werden stets auf's neue Gelegenheit geben, die Dreyfus-Affäre aufzurollen. Und jedesmal werden zweifellos die Kämpfe erbitterter werde». Wer einmal die Ueberzeugung gewonnen hat, daß sich der Generalstab verschworen hat, den unschuldigen DreysuS zu vernichten, der wird sich jetzt um so leidenschaftlicher gegen die »Jntriguen" wenden, die zur „nochmaligen Verurtheilung eines Unschuldigen" geführt habe». Auf der anderen Seite wird der Spruch des Gerichts de» Generalstäblern, die gar manches auf ihrem Conto haben, eine sehr will- kommene Waffe sei». Deshalb wäre vom Stand- punkt der StaatSraison, die ja überhaupt ia dieser Frage mehr als gut eine Rolle gespielt hat, die Freisprechung des DreysuS vielleicht bester gewesen, wenn sie auch dem Lande gleichfalls nicht plötzlich die Ruhe wiedergegeben hätte.
Vorläufig ist also noch keine Möglichkeit zu sehen,
We dies von seinem so deutlich bewiesene« Zart- •W nicht annehme«. Weshalb wäre er sonst so Mell abgereist? — Martha schüttelte verwundert das
dem Verurtheilteu auf Grund Formfehlern RecurS an den auS sieben Offizieren zusammengesetzte» RevisiovS« rath (conseil de revision) gtftattct. Der RevisionS. rath tritt wenige Tage nach dem Spruch des Kriegs- gerichtS zusammen. Bestätigt er das Urtheil von RenneS, so muß alsbald die Degradation stattfinden. Ein weiteres Revifions- oder AnnulliruugSverfahrm ist dem CaffationShofe Vorbehalten, jedoch kann dieser damit uur auf Befehl des Justizministers be- traut werden.
DreysuS wurde daS Urtheil in einem anderen Saal vorgelesen, er hörte eS völlig ruhig ohne die geringste Bewegung au. Weder in Paris «och in RenneS kamen Zwischenfälle vor.
Der Präsident des Kriegsgerichts stimmte für die Verurtheilung, die beiden Offiziere, die dagegen gestimmt habe«, find Hauptmann Beauvais und Major Merle. — Der Beschluß, daß Labori heute nicht mehr sprechen solle, ist am Freitag in engerer Be- rathung zwischen der Vertheidigung und der Familie DreysuS gefaßt worden. Man fürchtete, Labori werde fich durch sein hitziges Temperament zu allzu« scharfem Tadel gegen den Generalstab hinreißen lasse«.
Verurtheilt!
** Ein «euer Abschnitt des ProcesseS DreyfnS ist beendet. Der ftanzösische Hauptmann, der von seinen Kameraden wegen LandeSverraths zur Deportation rerurtheilt worden war, hat auS dem Munde ftanzösischer Officiere abermals das „Schuldig' gehört. Wenn auch die ihm auferlegte Strafe wesentlich milder ist als die ursprüngliche, wenn der Teufelsinsel auch ihr Bewohner nicht zurückgegeben wird, so ist das Urtheil an fich doch für den Ange, ll-gten vernichtend. Auf's Neue wird ihm seine Ehre als Officier und Mensch aberkannt, auf's Neue wird er, aus den Reihen derer gestoßen, zu denen er fich einst zählte, auf's Neue lastet auf ihm der richterliche Spruch, der ihn des schmählichsten Der- brechens zeiht.
Es seien im Anschluß hieran die letzten Nachrichten über die Verurtheilung des Dreyfus zusammengestellt. Zunächst noch einiges über die Vertheidigung. Demange warnte am Schluß seines PlaidoyerS das Kriegs- gericht auf die Autorität Bertillons, dieses auf anderem Gebiete hochverdienten Mannes, hin sich ein Urtheil zu bilde». „Vergessen Sie nicht, was der Cassationshof verlangt. Verurtheilen dürfen Sie nur, wenn die volle Gewißheit der Schuld vorliegt. Fragen Sie Ihr Gewissen, ob Bertillons Methode diese Gewißheit bietet. Zum Schluß rief Demange, die Arme bittend den Kriegsrichtern entgegenstreckend, aus: „Möge Gott Ihr Gewissen erleuchten zum Heile Frankreichs und der Armee! Möge das Martyrium dieses Unglücklichen, welcher sein Schicksal trug als Kind Frankreichs, welches der Mutter nicht flucht, auch wenn fie ungerecht straft, eine Ende nehmen!"
mit a« der Tafel zu speise«, sondern mit Deine« Zöglingen zusammen zu essen und höchstens Abends in das Familienzimmer hiuabgerufen zu werde«, um etwa den Thee zu bereiten. Du mußt Dir ja doch entsetzlich einsam vorkomme«, und ich weiß nicht, ob ich mich iu die Lage hineinfinde» könnte, selbst wenn mir dafür ein so hohes Aequivalent geboten würde, als Dein Gehalt in der That ist! Freilich, Du hast Recht, der Gedanke, alles Schwere für Deine Liebe» zu ertragen, muß Dir Deine Last erleichtern. Ach ja, für andere geliebte Personen kann man wohl viel, die Liebe macht stark, Alles zu ertrage». Wie wirst Du beim Lesen dieser Zeile« staunen und fragen, woher mir denn diese Weisheit komme! Dir, Dir ganz allein, außer Mama will ich's vertraue», daß ich liebe« gelernt Hobe, und daß mein ganzer Wesen i« diesem Gefühle aufzugehen scheint. Du wirst nun auch wissen wollen, wer mich so ganz einnimmt, ich kann Dir aber darauf noch nicht ausführlich antworten; denke nach und Du wirst vielleicht den Name» des Mannes errathe« für den ich ebensoviel Bewunderung und Verehrung als Neigung empfiade. Er hat Mama gesprochen, fie hat e» mir vor einigen Stunden mitgetheilt, ich war aber zu erregt und ergriffe», um mit ihr eingehend zu sprechen. Morgen, morgen wird mir die glückliche Stunde schlage«, wo ich alles höre, und wen» Du wieder von mir hörst, meine Alice, bann ist Deine Eva seligste Braut" re.
Auch an Großmama Saalfeld begann Eva eine« Brief, doch wurde es ihr schwer, den richtigen Ton gerade ihr gegenüber zu finden. Sie beginn fich ermüdet zu fühlen und zog sich mit einem Buch auf ihr Lager zurück, bald jedoch löschte fich ihr Licht und entschlummerte, während fie die Lampe auf dem Tisch halte brennen laffe», da fie ja wußte, daß die Mutter «och zu ihr kommen und bei ihrem Gehen alsdann die Lampe mitnehmen würde, wie fie dies von jeher jeden Abend gethan hatte.
(Fortsetzung folgt.)
In der Schlußsitzung am Nachmittag erhielt Dreyfus das Wort und sagte: „Ich will nur wenige Worte sprechen. Vor meinem Vaterlande, vor der Armee gebe ich die Versicherung ab: Ich bin unschuldig. DaS einzige Ziel, welches ich erstrebe, ist das, die Ehre meines Namens zu retten, des Namens, den meine Kinder tragen. Fünf Jahre lang ertrug ich die fürchterlichste« Leiden, habe aber die Ueberzeugung, daß ich dos Ziel erreichen werde dank Ihrer Loyalität und Ihrem Gerechtigkeitssinn." Die Richter zogen sich dann zur Berathung zurück. Kurz vor 10 Uhr wurde das Urtheil, das wir am Sonnabend durch Extrablatt mitgetheilt haben, verkündigt.
Es lautet dahin, daß DreysuS mit fünf gegen zwei Stimmen unter Zubilligung mildernder Umstände zu 10 Jahren FestungSgefäugniß Der» urtheilt wird.
ES ist daran zu erinnern, daß es Berufung gegen ein kriegsgerichtliches Urtheil nicht giebt. Dagegen ist
Umschau.
Nochmals der „Fall Jrmer."
P- Angesichts der Erörterungen über eine kurz vor Schluß des Landtages geplante Interpellation über den Fall Jrmer mag es gut sein, daran zu erinnern, daß der Vorgang sich im Abgeordnetenhause am 25. v. MtS. folgendermaßen abspielte. Der Abgeordnete Ehlers und später auch der Abgeordnete Rickert traten an die beiden konservative« Fraktionen mit der Anfrage heran, ob diese bereit seien, sich an einer auf den Fall Jrmer bezüglichen Interpellation zu betheiligen, welche die freisinnige Fraktion bei Unterstützung durch die Rechte einzubringen gedächte. Diese Anfrage wurde von de» Vorständen beider konservativen Fraktionen ablehnend beantwortet, und es unterblieb in Folge davon die Interpellation ganz. Sicherem Vernehme» »ach hat bei den bezüglichen Verhandlungen der Wortführer der konservativen Fraktion deren ablehnenden Standpunkt dahin be- gründet, daß den Conservativen nichts ferner liege, als sich durch eine augenblickliche Erregung zu einer Handlung fortretßen zu lassen, welche mit den konservativen Traditionen und der grundsätzlichen Stellung der Partei zur Krone und deren Rechten unvereinbar sei.
Im Anschluß hieran sei erwähnt, wie die offiziösen »Berliner Pol. N-chr." den Fall betrachte». Sie
Nachdruck verboten
Im Widerstreit der Gefühle.
Roma» vou C. Wild.
(Fortsetzung)
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Labort verzichtete auf das Wort.' dem Publikum zugewandt, aus: schuldig!" Darauf ruft James Dreyfu»!'
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Haupt, schickte sich bann aber doch an, zu den Herren hinunter zu gehen und ihre Pflichten als Wirthin auszuüben.
Eva schwebte indessen mehr, als sie ging in den Wald hinein. Mit schnellen Schritte» eilte sie dem Vorsprunge zu. Vielleicht, daß fie noch zur rechten Zeit kam, ehe der Wagen, der ben Themen davon- ttug, bie gegenüberliegende Stelle passtrt hatte, Sie konnte ihm dann noch einen letzten Gruß «achsenden. Alles in ihr jubelte: »Endlich, endlich! Mein sehn- lichster Wunsch wird erfüllt! O, wie glücklich werden wir alle fein! Es giebt ja keine größere Wonne für mich, als immer, immer bei Erich zu sei», nie mehr mich von ihm trennen zu sollen, immer ihn zu hören, ihn bewundern zu könne». Es giebt ja gar keine» herrlichere» Man» als meinen Vormund. So edel nod männlich so gut und liebenswürdig, so klug und bedeutend! Ist es denn zu glaube», daß er mich junges unerfahrenes Mädchen lieben kann und will? — Aber die Mama war ja noch viel .'jünger, als der Papa fich mit ihr verlobte, und er war doch auch ein Gelehrter! — Ja, aber der Papa war damals auch sehr jung, und Erich--Erich ist allerdings
älter, als Papa wäre, wenn er lebte! — Ob die Mama fich wohl auch freut? — Gewiß, gewiß, sie könnte ja nie ein befferes Loos für ihr Kind wünschen, al- eS iu solchen Händen zn wissen!" — Aber warum Erich nur nicht zuerst mit ihr gesprochen hatte? ES war wohl sehr schön, sehr rücksichtsvoll von ihm, daß er erst die Einwilligung der Mutter gesucht hotte, aber sie hatte doch auch gehört, daß manche Rädchen fich verlobt hatten, ehe die Ettern davon wußten, und da»« erst mit dem Geliebten zusammen die Einwilligung erdete« hatte«. Aber Erich wußte gewiß am besten, »ie es recht war! Wie Erich that, so war eS gut, fie wollte ja auch nm, was er wollte l — und deshalb war Alles gut so! — Ob auch der Großpapa schon von der Sache wußte? — Was er wohl sagte? Ach, et konnte ja auch nur zufriede« sei«, so wm ja der Mama und ihre Zukunft gefichert und geregelt I — „Die arme Mama! —
Ja, ja," und dabei lächelte Eva schelmisch vor fich hin, „fie hatte eS ja schon gestern gesagt, als die Mutter ihr zum ersten Male von ihren Sorgen und Befürchtungen sprach: Erich wäre da, Erich würde fie nicht verlassen!"--
So träumte das junge Mädchen vor sich hin und bemerkte kaum, wie sich der späte Abend bereits niedersenkte. — Es dämmerte schon stark, als fie fich erhob, fröstelnd zog fie ihr Tuch fester um sich und kehrte langsam heim. Es war schon dunkel als sie ix den Hausflur trat, wo die alte Dörthe ihr entgegen kam. Sie hatte eben nach dem jungen Mädchen au-schauen wollen, da Martha Besorgniß empfand, daß die Tochter noch draußen weilte.
„Sind die Herren noch da?" fragte Eva.
„Ja, mein Herzchen," erwiderte bie Alte, „bleiben auch zum Abenbbrot! Der Herr Großpapa befindet sich ganz wohl heute, und da soll ein kleiner Skat gemacht werde», die Mama muß auch mitspielen."
»Nun, das ist gut; Dorothea, kannst Du mir nicht eine Tasse Thee und etwas Brod in mein Zimmer bringen? Ich mag nicht mehr hinunter gehen, will auch noch einige Briefe schreiben an Freundinnen, denen ich versprochen habe, gleich nach meiner Nachhausekunft Nachricht zn gebe». Thue mir die Liebe,.' Altchen 1 Der Mama kannst Du ja zu- flüstern, daß ich gern allein sein wollte, fie kommt ja dann noch zu mir, ehe fie schlafen geht."
Bald saß den» auch Eva in ihrem Zimmer am Tisch bei der Lampe und schrieb an ihre beste Freundin, welche einige Jahre älter war als Eva und bereits seit etwa Jahresfrist eine Stellung als deutsche Er- zieherin in einem vornehmen englischen Hanse angenommen hatte. Sie beantwortete zuerst de« Brief der 5reunbm unb schrieb dann u. A.:
„Ich kann gar nicht recht begreifen, baß Du Dich i« bie dortigen Verhältnisse so hast einleben können. Wie demüthigend muß c8 Dir doch sein, au Tagen, wo bei Deinen Herrschaften große Gesellschaften find, eigentlich so ganz von den letztere« ausgeschloffen zu sei«, unb auch alltäglich nicht
u, u« uiqcm -xomrnr pir lyre Mutter
S fc '* unverstänblich unb die Letztere konnte weder die te noch das Benehmen des junge« Mädche«, "'Weifen. Sollte Erich dem Kinde irgend eine An- rzetyuA- Hutung über feine Abfichten gemacht haben? Sie hniah 7®»te dies von seinem so deutlich bewiesenen Aart.
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Unsere Leser wissen, daß wir stets die DreysuS- Sffsire als eine innere Angelegenheit Frankreichs be- ttachtet und demgemäß behandelt haben; auch jetzt hegen wir nicht die Absicht, uns in die Rechtssprechung des Gerichtshofes in RenneS hineinzu- «ische». Liegt doch die Angelegenheit lange nicht so einfach, wie es die in deutscher Sprache schreibenden DreyfnS - Zeitungen tagtäglich verfichem; kann man bndj, da dem Urtheile gesetzmäßig keine Begründung beigegeben wird und der wichtigste Theil der Der- Handlungen hinter geschlossenen Thüren geführt -norde« ist, bie Beweggründe nicht kennen, bie bie Majorität bet Richter zur Verurtheilung be8 Angeklagten geführt haben. Auf eine auffallende Er- scheinung aber glauben wir doch aufmerksam machen zu müssen: die Richter haben das Bestehen mildernder Umstände bejaht. Giebt eS, so wird man mit Recht fragen, für einen Officier, der des Verrath8 schuldig ist, mildernde Umstände? Müßte nicht gerade einen Officier, der ein so infames Verbrechen begangen hat, bie ganze Schwere beS Gesetzes treffen? Man wirb bei »ns in Dentschlanb geneigt sein, die letztere Frage zu bejahen, und wirb bie Meinung vertreten, daß Dreyfus entweder sreigesprocheu ober mtt ber schwersten Strafe belegt werden mußte. Daraus könnte sich zweifellos die Ansicht entwickeln, daß das Urtheil ein «ompromißurtheil ist und aus anderen Beweggründen, als rein rechtlichen, hervorgegangen ist.
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MchMc Muiig.
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg «nd Kirchhain.
Zllustrirtes Sonntagsblatt. swl1»»b
.. —Wenige Minuten später saßen fie alle im Nach- Eagssonnenschein vereint, dann fuhr der Wagen ]®r' ber Erich zur Bah« zurücköringen sollte. Er Mte jede Begleitung abgelehnt nnb den Abschied W&r kurz abgebrochen. Der Oberförster erhielt Be- M von einigen Herren der Nachbarschaft, so daß ■päM nx Dame» ihn verlassen konnten, denn Martha sehnte ,,ßS M doch, mit Eva über den Gegenstand z» sprechen, . welcher fix s, nahe mit anging.
»Thue doch eine» Shawl um, mein Liebling," gritN» Nach sie indem fie in daS Haus trat, „ich möchte i gefulN- Hit Dir sprechen. Onkel Saalseld hatte heute Vor- - Ockes» Mittag eine lange Unterredung mit mir gehabt, die tiltt w? -Dich in elfter Reihe mitangeht." röße^ . -Er hat mit Dir gesprochen?" rief Eva hoch er- njhjKj ‘otpenb aus, dann fiel fie der Mutter um den HalS verlMs?d schluchzte nochmals leise, „er hat mit Dir ge- Nochen? Dan» ist Alles Alles gut. O beste, einzige ®>mna, und Du hast eingewilligt? Dann bin ich »enzenlos glücklich. — Wie himmlisch, daß Du nun tit weißt! Ich bin zu froh! Aber nun laß mich m a ®ein hinaus inS Grüne, uur für kurze Zeit, ich at(tin sei«, ganz allein. Bald bin ich wieder S £e?gnt“ein tiH3ifle8 Mütterchen, — o mm ist
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