Einzelbild herunterladen
 

Zur Transvaalkrise.

tn

UH

Llll ton Transvaal und mit ihr das Burenvolk ninilfl Lxf Ueb-rzeugung gelangten, daß jede H i ll AAeppung auch eine Verschlimmerung insofern U1UUI °ls mit ihr die Aussicht auf nennenswerte ' iJl n,{ nem Nerzweiflungskampfe immer geringer ir: m6- Noch aber steht letzterer vor der Thür,

them

aut

raße-

4

IS

I»

aus» und

Be. daß

uft:

mit bett

>t- uf

tgtäd

Eol! schS

als die Worte meines Mannes. Sie waren dann Jahre lang verreist, und nach Ihrer Rückkehr blieben Sie mir fern ob zufällig, ob absichtlich, das habe ich nie ergründen können. Nun aber, nachdem wir uns endlich gefunden haben, nun möchte ich Licht in das Dunkel gebracht sehen."

Damit setzte sich Martha in einen kleinen Lehn­stuhl an dem einen Fenster zurecht und Erich rückte sich einen Stuhl ihr gegenüber.

Erwarte» Sie nicht, daß ich Ihnen viel sage," Hub Erich an.Ich kann über manches Thema wohl mit ziemlicher Geläufigkeit sprechen, wen» eS aber mich augeht, daun fehlen mir die Worte. Das ist in diesem Falle auch gar nicht nöthig, ein Anderer soll für mich sprechen, Jemand, der nnS Beiden theuer war und es in der Eriunerung noch ist! Hier lesen Sie," und dabei zog er Georg's Brief aus seiner Brieftasche,eS find Georg's letzte Zeilen an mich sie müssen und werden Ihnen mein Benehmen alle diese Jahre hindurch erklären."

Mit fragendem Blick nahm Martha den Brief in Empfang, indeß Erich sich an das andere Fenster zurückzog und hinausblickte.

Nach einiger Zeit wendete er sich ins Zimmer zurück und beobachte schweigend die lesende Frau.

(Fortsetzung folgt.)

ahrt die

tt.

Die Lage in Transvaal wird immer ernster; B<sn auch hie und da einmal in London Mahnungen ? gütlicher Begleichung der Differenzen erklingen, f» h°t doch im Allgemeinen die Kriegspartei die Oberhand. So bläst z. B. dieMorning Post" «ch wie vor die Kriegstrompete und giebt den Rath, zn thatkraftlgen Unterstützung der englischen Forder­ten noch mehr Truppen nach Südafrika zu senden. M dort läßt wieder der Gegner die Zeit nicht unge- M verstreichen, was aus den britischen Klagen hervorgeht, die Buren seien bestrebt, die eingeborene Levölkerung zu ihren Gunsten zu stimmen. Di­us begännen bereits ihre Wurfspieße für künftige beit zu schleifen u. s. w. Wir glauben gern, daß

m London mit einiger Sorge daran denkt, welche olle die Eingeborenen bet einem Kriege wohl spielen vchtm, ganz abgesehen von den Buren in Natal, doch schon recht deutlich ihre Sympathie für ihre

mesbrüder in Transvaal bekundet habe». Den ßen Schwierigkeiten, denen England entgegengeht, n es bei einem Kriege mit der südafrikanischen publik auch noch einen allgemeinen Aufstand zu pre« haben sollte, mag man sich an leitender douer Stelle vorläufig noch nicht gewachsen en, der Wunsch nach ferneren Verhandlungen, ch einem Hmausschieben der Eatscheidung ist vom rmschen Standpunkt daher recht erklärlich. Ebenso -udlich wäre eS aber auch, wenn die Regierung

bnr 22.

Haupt. Der Einsatz ist für beide Theile groß, die Folgen aber unberechenbar, und wenn es in letzter Stunde noch gelingt, einen endgültigen Ausgleich zu finden, so müßte das' schon im Jntereffe der Menschlichkeit als sehr willkommen begrüßt werden. Doch erschwerend wirkt dabei entschieden der Eindruck, den das Vorgehen Englands bei den Buren nachgerade gemacht hat, sie glauben nicht mehr daran, daß Großbritannien fich durch Zugeständnisse, eS sei denn völlige Unterwerfung, würde befriedigen lassen. Dementsprechende Mittheilungen sind auch nach den Niederlanden gelangt und haben dort große Erbitterung bewirkt. In Versammlungen wurden antienglische Resolutionen beschlossen, und das Volk demonstrikte vor dem britische» Konsulat in Amster­dam. Aber wird England dadurch seine Pläne sich reuzen lassen? Wohl schwerlich. Hat es die lokalen Bedenken erst überwunden, so wird es getrost zum letzten Schlage aushole». Ob ein Kleiner hier oder dort über englische Ländrrgier sein Blut in Wallung l,nn9t ~ was thuts? Dafür hat man in London langst nur noch ein Lächeln.

Nachdruck verboten

Widerstreit der Gefühle.

Roman von C. Wild.

(Fortsetztmg.)

IX. Capitel.

wundervollste Herbstwetter grüßte am nächsten dre Erwachende». Das Herrschastsfrühstück seit der Oberförster erkrankt war bedeutend

eingenommen.

.Heute gehe ich aber mit meinem Goldkinde ?' begann der alte Herr beim Kaffee,ich -uge genug auf dieses Vergnügen warten

mH sch"» sehr darauf ge- «roßvaterchen, entgegnete Eva lachend, indem ,'prang und de» Oberförster herzlich umarmte, uur Onkel Erich, wie ost und viel ich stets unserem ließen Walde geschwärmt habe! So aber immer; als ich in der Residenz war, iw ost Sehnsucht nach Euch und dem Walde, W wird mir'S gewiß nicht besser ergehen, hier ich »ach allen Lieben i» der Stadt Verlangen Aber Onkel Erich, Du darfst Deine Zusage «gissen; D« weißt doch, daß Du mir ver- hast, alle Deine Ferien hier zu verbringen!" V weißt ja »och gar nicht, ob man mich hier «de» wollen, mein Kind; an mir soll es nicht lweun ich nicht ost komme." ff», da bedarf es doch gar keiner Einladung," ver Oberförster mit leichtern Vorwurf, ich

~ , I / vtcfc 4>romcnai>e mit oem «rotz-

r ÖU8 dem Herze», und wir! Vater zu machen. Freilich hatte der alte Oberförster 686 ft ni4t stüher Ihre Rechte eine ziemlich unaufmerksame Gesellschafterin an Eva^ in Anspruch genommen haben und von Zeit zu Zeit ihre Gedanke» flöge» unaufhörlich zurück in das uns berfi6er wüsten wir! HauS und der Großvater mußte häufig feine Frage

svrechw "»mal ganz besonders aus- wiederholen, bis das junge Mädchen sich gewaltsam

spreche», denn mir ist so Manches in ihrem Benehmen aufraffte und fich zwang, bei dem Gefvräch mit dem

6 16 E<» «»wurde ihr d-, ji-mljch schwer, b« für fh»

,3.,, 7« «ch sedr. mb ich ÄtaÄ

SaSlfdb "Pl0<6e <be f* fe6r' ttiC Sic/ -»tgegnete! sein und weit fortfliege» möge», - und do/anch

aefdilafe» X l ' 4 war. Hier stand das Instrument »och an

Damit M !!»Äc ?"d." demselbe» Platz, wo er eS vor zwanzig Jahre» ge-

»on L'L' Iie6 Stock u»d Hut sehen batte, als Georg davor gesessen und gespielt Jabre» an ?ie'^!d u *" "Heren und Martha dazu gesungen hatte. ES war ihm,

mit bem ffiaK« 6 ' schwände die lauge Zeit zwischen dem Damals

(?tm fL, 7*3 U ru/ , und dem Heute und als befände er fich jetzt noch nommeit Shawl umge-1 dem jungen Mädchen von damals gegenüber.

bcm flIten rCb,n bloch Martha schien A-hnlicheS zu empfinden,

ntoe hin ifr wandte sich noch einmal um, denn sie begann mit den Worten:

?* k s. h Nachschauenden fteundlich zu und ver-Eigentlich möchte ich Sie bitte» Ihre Mittbeik-

6-.bS.Ln..; m drm Ä

**'-»« -in MM» wJÄStÄK

sta«d^ M neueren Meldungen sollen auch die in 1La r 1 ansässigen Deutschen zu gemeinsamem Md-ln wahrend der Dauer eines möglichen Krieges « England sich vereinigt und bereits in einer von mehr als zweitausend der Regierung ihre ste angeboten haben. Transvaal selbst glaubt, Wb weniger Tage 20 000 Man» und de st-Freistaat 10 000 Mann mobil machen und 100?° Mann mehr in das Feld * können; eine, wenn dem so wäre, aller- 5 achtunggebietende Streitmacht, die den eng- Waffen wohl manch heißen Tag bereite»

ääÜ M

.** «M* »" -6*to

des Herrn von Köller hat Freiherr von der Recke in Berührung kam»£' £?/ S ? das Ministerium des Innern übernommen: eine I von Rheinbaben die unablässtafle ^iirfBrn, fcßr schwere und nichts weniger als dankbare Auf- und überall, wo Düsseldorf in Frage kam daletzw gäbe. Se. Excellenz von der Recke hat den Schwer-!er das ganze Gewicht seiner Persönlichkeit ein nm ecitbdftf opXpot i-tth si, hnTiiK4i.H i . i. h i wahren.

geschasste gelegt und die politischen Momente vor! sonders, was Herr» von Rheiubaben auszeichnete - ihnen zurücktreten lassen. Mit bestem Willen und der Idealismus, von dem

Können vertrat er in den Parlamenten die Politik Idealismus für seine Pflicht, der Idealismus für f"?-4 "" «"»>-" Schön-, «utz., ö mb $bk 3 bl.fa

unb Initiative, als man hatte voraussetzen dürfen. | Beziehung hat er oft aolbene gnnrt, ®8 w°r dsts namentlich bei der Vorlage zum Schutze Wie auf dem herrlichen Malkasten-Feste wo^er^mit der Arbeitswilligen der Fall, wo Frhr. v. d. Recke hinreißender Begeisterung de» zu sichte» Löben weit wirksamer hätte_ eingreifen können. Ihm, der! emporführenden Weg zeigte, welchen die Kunst unter de» undankbarsten Verhältnissen die Geschäfteisoll sie ihrer hohen Aufgabe treu bleiben übernahm und führte, ihm, dem längst Amtsmüden I zu beschreiten habe. Mit austichtiaer Web- SrHf,rmbOrUt k" kanalfeindlichen Landräthe das muth läßt Düsseldorf seinen bishnigen Präst- dartestuille unter dem Arme weggenommen. (?) Für Identen scheiden. Unserer Stadt, unserm Bezirke be- Duss-ldorf hat Se. Epeellenz die alte Sympathie sich I deutet fein Weggang ein hoher Verlust nrrr,;« Äte? faIberr in warmen Berufung auf den hohen und schweren Posten bedeutet

Worten bei der Rheiubruckenweihe ausgesprochen hat. I hinwiederum einen Gewinn für das Vaterland Sehr verdacht wurde ihm in rheinischen Gauen die Vor-! Daher verbindet sich dem Scheiberufe der Glückwunsck läge des Communal-Wahlgesetzes,^ welches ja nichts I und diesem hinwiederum die treue Versicherung anbereS bedeutet, als die Auslieferung der großen!Unvergessen!" $

Rheinstädie an den Ultramontanismus. Bei dieser! -------------

Lage der Dinge möchte man sich bei dem dritten! Großherzog Friedrich von

°ls Minister unsere Stadt verlassenden Regierungs- «um ? eXL

Präsidenten auf das Horazische Wort besinnen:Unter schlechten Vogelzeichen ziehst Du in jenes Haus 1"L,Großherzog Friedrich von Baden vollendet an wäre der neue Minister des Innern nicht Freiherr |, *e Sonnabend fein 73. Lebensjahr. Nicht nur üon Rheinbaben. Er ist ein Mann, der jedem Amte [ete ßnbe' f°nbern im ganzen deutschen Reiche gewachsen ist, das hat er hier in Düsseldorf be- > b7^8 Tages in dankbarer Weise gedacht werden;

wiesen. Als Rcssortbeamter des Finanzministeriums Ltmj" aHbtr" Fürst hat so stütz wie Großherzog

(§7$ "ei Sie »ganz wie des Kindes Vater! Sie but? 36re ßiebe zu unserem Kinde jedes 1 tk "worben, das wir nur zu Gewähren im and, und bedürfe» keiner Erlaubniß."

. «I. wrnb.-i.- --- b°« b-m Sark«. Manne! bin bV b!r Ä h» Wb

-P°p- Ibrl« ml, °«, be» L--.,n. mb Ä'

Wenn neulich indessen in einer Zeitung S°fuhrt wurde, ein Krieg zwischen England Transvaal bliebe für die internationalen Ziehungen belanglos, weil es positiv gewiß sei, weder Deutschland einerseits, noch Frankreich und Rußland andererseits ihre völlig neutrale Stellung verlassen würden, so ist das wohl doch eine etwas gewagte optimistische Behauptung. Zweifelsohne hat England derfreien Hand" fich ve<sichert, ehe es e lang geplante Aktion in Thätigkeit treten ließ.»' -*- v-'-nvxw<.uunti. «c» uiuunjuuniueiiumsi* '»«»oyns"«

Da ihr schließliches Ende aber immerhin unbestimmt kam er zu uns und übernahm die Verwaltung des £$> bie Erneuerung Deutschlands unter ist, bleibt es auch eine offene Frage, ob dieses Ende Süßten und vielseitigsten unter den preußische» Re- Führung hlngearbettet.

nicht der Anfang von Verwickelungen werden kann,IC1.....2"1 ~

bie bann vielleicht über Afrika hinaus ihre Kreise Üu beiden Seiten des großen Stromes gelagert. Er

giernngsbezirken. Der Regierungsbezirk Düsseldorf ist |« ,^irb bitS stets dankbar im

----- --------- ----N,uuu jrrcneii ------ 2uVmt» ucm8ui |Eedächtniß behalten. Unvergessen werden auch die ziehen werden; Gelegenheit dazu ist jedenfalls über- umfaßt rechts- und linksrheinische Interessen;' keine | ^tlh^en Ansprachen des Fürsten bleiben, in welche» rnch vorhanden. ! Industrie fehlt in seinen Gebieten; Handel und uneimudlich zur Treue gegen Kaiser und Reich,

| Gewerbe find in treibender Entwickelung; bie Pt Ue6err^^ue9^t,-a-ltifnIaiiftifcber Anwandlungen MmfAmt ! Politischen und die konfessionellen Gegensätze sind in|S ^r schlicht^ Erfüllung der Pflichten ermahnte.

UMWllU. lausgesprochener Weise vorhauden; neben der IndustrieI~;D8,e e8 bcm Großherzog Friedrich von Baden ver-

Dem neuen Minister des Innern I verlangt der Ackerbau die intensivste Pflege und mit P? k !"' ott k.eiLm 6eaen' freundlichen Lebens- mihm^ « as-ffrk - ", d r der Wissenschaft hat der Leiter der Düsseldorf'rPb^b bis an die Grenze menschlicher Lebensdauer

üDH fn Abschiedsworie Regierung der Kunst Sympathie und Förderung zu-I b^ deutschen Volke als ein Muster deutscher Treue

sieht wst unE»°"d ? S"?,"9' bS r" "° Puweuden. Herr v. Rheinhaben hat auf feinem einzigen ^ beuttoer ®e^nung voranzuleuchten!

Sfiben n S enÄ ? 7".^^rungs- Gebiete versagt. Mit erstaunlicher Schnelligkeit lebte --

* 'Qnnt 2,.1 rt,r dlatt schreibt: er sich in seine Amtsaufgaben hinein. Ueberall sah * «egen das Arbeitswilligengesetz

«fjtoJWWgnlta bernsen worden. Zuerst | erworben, wie Frhr. v. Rheinhaben. Eine gewinnende,, doch alle Müße der^Genien" veqL. Es

NrlUÄ ?enn Transvaal daran geht, hierfür die Situation tt Sei 6 ;w9hnk,8ttoo 8U Scstalten, wer wollte ,Sucht es daher in de» Buren oegen I Nato., sucht es in den Eingeborenen eine Stütz-, uSoiilMzebraucht es dieselben Mittel, die England auch M-erfchmaht indem es sein Verhältniß zu Portugal »F-lle negerischer Verwickelungen sich sthr nutzbar tvlu.

i. Wöchentliche Beilngen. Keetsblnll fut die Keetse Mneduen nnd Kieäidnin

| Mck-mb»«-la,: Joh. Aug. Koch, UniversitätS-Buchdruckerei iu Marburg. C^If**«.**!***^» /**' . . j_ J CllU*

Ä «Jpebition: Markt 21. - Teleptzon 66. Verantwortlich für die Redaktion- Redakteur Hans Hupfer in Marburg.

8 f .. , ---------------~___________ ________________________________ 3 __________ Redaktion: Markt 21. Telephon 65.

| Ericheinl -äg-ich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertaaen.

I lo OH Ouartal?-Adonnements-Preis dei der Expedition 2 Mk., bet allen xUCll'lDltrCI Anzeigen nehmen entgegen - die Expedition dieses Blattes, die Annoncen-

> *= Postamtern ll.llo Mk. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsyebühr: die ge- Zogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magdc- o. <x v

wolreue Zeile oder deren Raum t0 Pfg., Reklamen-di-Zeile 25 Pfg. SoNNllbeNd, 9. SepteMbtt 1899. CL. taük&st 34 ^6*