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Marburg

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Ministerwechsel.

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(Fortsetzung folgt.)

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83.

Roman von C. Wild. (Fortsetznug.)

Man hatte den Rücktritt beider Minister schon ge vorauSgesagt; immerhin bildet ihre Amtsnieder-

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Berantwortlich für die Redaktion: Redakteur HanS Hupfer in Marburg. Redaktion: Markt 21. Telephon SS.

eßen, erfrisä

hat der Leiter des Cultuk Ministeriums in mehreren Fällen eine recht unglückliche Hand bewiesen. Wir errinuern nur an die Eharfreitagsvorlage und den Erlaß über das ZüchtigungSrecht in den Volksschule». Herr v. d. Recke wurde nach einer verdienstvollen Verwaltungsthätigkeit als Regierungspräsident Ende des Jahres 1895 znm Minister des Inner» ernannt, nachdem Herr v. Köller von diesem Poste» zurückge­treten war. Schon sehr bald darauf waren wohl nur Wenige noch darüber im Zweifel, daß Herr v. d. Recke der richtige Manu für diesen schwierigen Posten nicht war, und daß tüchtige Mgenschaften eines Ver­waltungsbeamten noch keine Gewahr für die staats­männische Befähigung geben, die für einen Minister des Innern unerläßlich ist. Wir haben nie den Mn- druck gehabt, daß Herr von der Recke selbst Freude an seiner Amtsführung gehabt hätte; er hat als pflichttreuer Mann nach Kräfte» sein Amt versehe», so lange ihn der Wille seines Königs darin festhielt. Er wird jetzt erleichtert aufalhmen, daß er von einer Last befreit ist, die ihm nur Aergerniffe und Nieder­lage», aber wenig Senugthuung gebracht hat.*

DieFreisinnige Zeitung* meint, daß trotz des Ministerwechsels alles beim alten bleibt:

Der Ministerwechsel wird schwerlich einen Wechsel des Systems bedeuten. An die Stelle zweier Kon­servativen treten zwei andere Konservative. Die beiden neuen Männer haben an der Informations­reise der Kaualkommission theilgenommen. Vielleicht ist ihre Haltung zur Kanalvorlage nicht ohne Einfluß gewesen bei der jetzigen Wahl der Nachfolger für die beiden au8 dem Amt scheidenden Minister. Die Auswahl der Ministerkandidaten ist nicht groß ge­wesen.*

Darin stimmen ihr dieVerl. Neuesten Nachrichten* zu:

Daß ivdeß ein politischer oder wirthschastlicher Systemwechsel, wie et in verschiedenen Preßorganen von langer Hand betrieben und erwartet wurde, gäuz lich ausgeschlossen, ist selbstverständlich und beweist überdies auch die Ernennung der beiden neuen Minister. Ihre Aufgabe wird es sein, in aller Entschiedenheit die Autorität der Regierung im Sinne des jüngsten Erlasses zur D u r ch f ü h r u n g und Geltung zu bringen, dabei aber nicht einzureißen, sondern aufzubauen und das ihrige dazu beizutragen, um das alte V e r t r a u e nsverhältniß zwischen der Regierung und der konservativen Partei Wieder­herz u st e l l e n*.

DiePost* schreibt über Bosses Rücktritt:

In der letzten Zeit sind besonders drei Fälle hervorgetrete», in denen seine Haltung Widerspruch erfuhr, die in dem Gesetzentwurf betreffend die Dienst­stellung der Kreisärzte vorgesehene Bestimmung, daß die Kreisärzte den preußischen Doktortitel führen müssen, der bekannte, später abgeänderte Züchtigungserlaß, für welche» der Minister die Verantwortung trägt, wen»

Martha's Aeußere war wenig verändert, nur ge­reift. Sie erschien Erich größer als früher, doch lag das wohl an dem Anzug, denn Frau Hochberg trug ein langes, ganz glattes dunkles Kleid, aller­dings von tadellosem Schnitte, das ihre wunder­schöne Figur im besten Lichte zeigte. Ein leichter schottischer Seidenshawl war über die Brust gekreuzt und hinten zusammen geschürzt und ein feines weißes Mullfichü umgab wie eine Wolke den blonden Kopf mit dem noch immer Üppigen Haar.

Sie wisse», lieber Saalfeld, weshalb ich nicht mit zur Bahn kam, Johann hat es Ihnen hoffenllich bestellt,* nahm Martha die Unterhaltung wieder auf.Mein Vater macht mir rechte Sorge, ich verlasse ihn gar nicht gern auf längere Zeit, sonst hätte ich Ihnen auch die Mühe erspart, Eva heim zu geletten, aber die alte Dorothea kann auch nicht mehr reifen und so bin ich Ihnen doppelt dank­bar, daß Sie sich loSgeriffen haben und rnttgekommen sind. Ich fürchte nur, Evcheu wird eS recht still und langweilig hier finden, fie wird viel auf sich allein angewiesen fein.*

«Ich glaube aber, daß für Eva jetzt eine kurze Zeit gänzlicher Ruhe ganz gut ist,' antwortete Erich, und auch sogar etwas Langweile kann ihr gar nicht schaden, sie hat sich in der letzten Zeit doch recht an­gestrengt und mir manchmal gar nicht gefallen, so abgespannt erschien fie mir. Inzwischen hat sie sich denn ganz wieder hier eingerichtet und wird Ihnen, verehrte Freundin, hoffentlich eine rechte Stütze sein. Ich habe ihr das auf der Herfahrt schon ge­sagt, und sie kommt ja mit freudigem Herzen zu Ihnen zurück!*

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M fie daS jemals thäte, feit Du erwachsen > fit betrachtet Dich wie eine Schwester und des- °Dürde sie auch Niemand eine VertranenSmittheilung ta, die fie Dir vorenthält. Aber fie hat grenzen- vehusucht nach Dir, weit mehr als fie eS zu Dir «orten ausgesprochen hat; ich jedoch habe diese «sucht aus jeder Zeile ihrer Briefe herausgelesen 1 verstanden I*

L»$n hast ihre Briefe ja auch immer höchst auf» gelesen, Onkel;ich habe mich öfter darüber ??°nt! Sie find so überaus einfach, manchmal L^dUch geschrieben, und Du hast fie studiert, als q* e8 alte Dokumente*.

^ich schien verlegen, entgegnete aber nach * Pause:

^a, siehst Du, Kind, ich mußte mtt Mama im

Verständniß bleiben und seit Dein Papa l v, von dem ich viel und oft von ihr hörte, . ich nur ihre Briefe an Dich. Du hast Recht, fast kindlich zu nenne», n»d da ich Mama ^Stsehe» habe, als fie körperlich nicht viel mehr l08 Kind war, so habe ich stets noch das alte |. »en ihr vor meine» geistigen Augen, obgleich i? weiß, daß und wie fie sich verändert hat! L^t kommen wir gleich an die Stelle, von der

Mama znm letzten Male sah. Bei der lF? Biegung können wir den Vorsprung mit der " sehen*.

anSzusetzen, daß er nicht selten sich mehr von seinem guten Herzen, als von den Forderungen einer ziel- bewußten Politik hat leiten lassen. Dadurch erklärt sich, daß er bedauerlicherweise manchmal selbst im Landtage öffentlich Zusagen gemacht hat, die er nicht erfüllen konnte. Aber ihm gebührt daS große Ver­dienst, daß er nicht nur im Privatleben, sondern auch bei der Führung seines Amtes jeder Zeit seine christliche Gesinnung zum Ausdrucke gebracht hat. Das ist um so bedeutungsvoller, als seine Ernennung zum Minister sich unmittelbar an das Scheitern des Zedlitzschcn Volksschulgesetzeutwurfes anknüpfte. Ob­gleich dieses Scheitern ein Erfolg des Ansturms gegen die christliche Volksschule bedeutete, ist D. Bosse nichtsdestoweniger, so weit das im Rahmen der Verw altungsanordnnngen möglich war, im Sinne der Erhaltung des christliche» Charakters unserer Volksschule unentwegt thätig gewesen.

Eben wegen unserer Verehrung für diesen Mann, der mehr als sieben Jahre lang die Bürde seines letzten verantwortnngsreichen Amtes getragen hat, hätten wir ihm einen besseren Abgang gewünscht. Jetzt muß er zu unserem Bedauern den Vorwurf mitnehmen, daß er zur Maßregelung eines ihm unter­stellten Beamten wegen dessen Abstimmung als Abge­ordneter die Hand geboten hat. Sollte er nachträglich die Ueberzeugung gewonnen habe», daß in jenem Schritte ein schwerer Fehler lag, und hierdurch zur Niederlegung seines Amtes veranlaßt fein, so würde jener Vorwurf zwar nicht völlig entkräftet, wohl aber der für ihn gewiß ehrenvolle Nachweis geliefert sein, daß er seiner Ueberzeugung treu geblieben ist.

Nachfolger des Herrn D. Bosse ist der Oder- prästdent Studt (Münster). DaS Amt eines preußischen Kultusministers erfordert wegen des Um­fanges seines Ressorts eine gewaltige Arbeitskraft, daneben aber bei entschieden christlicher Gesinnung auch ein gehöriges Maß politischer Unbefangenheit in der Behandlung aller auf unsere konfessionellen Fragen bezügliche» Angelegenheiten. Nach allem, was wir von der bisherige» Thätigkeit des Herrn Studt erfahren haben, kann erwartet werden, daß er diesen Forderungen genügt. Im übrigen kann erst die Zu­kunft zeigen, welche Stellung die Parteien, insbe­sondere die konservative, zu ihm einnehme» werden.*

Es seien im Anschluß daran noch einige Preß- ftimmen mitgetheilt. DieTägl. Rdsch.* urtheilt folgendermaßen: Herr Dr. Bosse hat sein schwieriges Amt über 7 Jahre verwaltet; er wurde seiner Zeit der Nachfolger des Grafen Zedlitz - Trützschler, als dieser im Frühjahr 1892 über den Entwurf -beS Volksschulgesetzcs zu Fall gekommen war. Welche Vorgänge gerade zur Zeit den Rücktritt deS Herrn Dr. Bosse herbeigeführt habe», läßt sich noch nicht deutlich übersehen. Es ist allerdings in letzter Zeit immer häufiger und entschiedener von seinem bevor­stehenden Rückttstt die Rede gewesen, und neuerdings

Ah, ich kenne ihn, das ist MamaS Lieblings­platz und auch noch mit Papa habe ich oft dort ge« fiffen. Jetzt noch wenige Schritte, da find wir, und dort oben, sieh nur, da steht Mama! Jetzt fleht sie uns, schnell, schnell, meta Tuch, o Du liebes, bestes Mütterchen, ich komme, ich komme!*

So jubelte fie und auch Erich hatte den Hnt ge­zogen und ihn grüßend geschwenkt. ES wurde ihm so sonderbar beklommen bei Marthas Anblick. Wird fie ihn verstehe»? verstehen wollen?--Er wird fie

doch wohl fragen müssen,--bei diesem Gedanken

kam er sich vor, wie ein Schüler, der mnthlos vor einer schweren Aufgabe steht.

Der Wagen kam nun an die Höhe und die Pferde begannen langsamer zu gehe».

Ach, liebster Onkel Erich, ich halte eS gar nicht aus, hier so still zu fitzen und nur im Schnecken trab vorwärts zu komme», und oben steht Mama und er- wartet mich. Ich muß aussteigen und ihr entgegen eilen, aber bitte, bleib Du fitzen, laß mich zuerst allein zu ihr; ich bin zu froh, wieder bei Mama zu ein; so schön habe ich mir die Heimkehr doch nicht gedacht!*

Und damit sprang fie behende vom Wagen und log mehr als fie ging de» Pferden voraus, so daß le Erich'S Blicken bald entschwunden war. Ihm war dies ganz recht; er konnte fich so bester ans den Moment vorbereite», wo er ihr, seiner erste» unb einzigen Liebe, nach fast zwanzigjährigem Fernfein wieder gegenüber treten sollte.

Martha's vollkommene Unbefangenheit, ihr wirklich kindlich reines Herz machten diesen Moment leichter, als ihn Erich fich vorgestellt hatte.

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er ihn auch nicht persönlich abgefaßt hat, vor Allem aber die Entlassung deS konservativen Landtagsabge­ordneten Professor Inner ans feiner Stellung als Hilfsarbeiter im Kultusministerium, wofür bekanntlich die Abstimmung JrmerS in der Kanalfrage die Ver­anlassung war. Insbesondere die letztere Maßregel wurde, wie unsere Leser wiffen, von Blättern aller Parteirichtungen mit großer Entschiedenheit verurtheilt.*

Die Frage:WaS bedeuten die neuen Männer?* wird von derNational-Zeitung* folgender­maßen beantwortet:

Sie kommen aus der Thätigkeit im Beamten- thnm, und wen» matt ihre Laufbahn innerhalb desselben kennt, so weiß man doch nichts irgend Zuverlässtges über ihre Gefinnnngen und Ansichten.*

Bald erreichte der Wagen die ihm entgegen» kommenden Frauen, der Kutscher hielt, Erich stieg ans und stand vor Martha, die ihm beide Hände entgegenstreckte.

Endlich, endlich kann ich Ihnen danken lieber Saatfeld, für Alles, was Sie mir, was Sie uns gewesen sind. Warum sind fie mir so lange fern geblieben, lieber Freund? Fremd sind Sie mir aber trotzdem nicht gewesen. Schon durch meines guten Georg's Schilderungen kannte ich Sie ja ganz genau und unser Kind hat dann in ihren Briefen dafür gesorgt, daß ich mir ein richtiges Bild von Onkel Erich* machen konnte. Misten Sie wohl, daß ich sogar eine Anwandlung von Eifersucht gehabt habe, wenn ich empfand, einen wie großen Platz Sie in dem Herzen meiner einzigen Tochter eingenommen?*

Das war aber keineswegs gerechtfertigt, denn Sie hätte» mtr sehen sollen, wie Eva ans dem Wagen sprang und Ihnen zueilte, nachdem fie Ihrer ansichtig geworden war. Ich würde auch wenig stolz sein ans mein Werk an Ihrem Kinde, wenn fie unter meinem Einfluß verlernt hätte, die Mutter als ihren heiligsten und höchsten Schatz zu lieben und werth zu halten.

Erich empfand eine mächtige Bewegung, als er Martha wiederfah. Lebhaft wurde er an den Tag erinnert, als er znm erste» Mal die Oberförsterei betreten, wo sie ihm als blühendes Kind gegenüber- stand. Sie war noch immer reizend und besonders lagerte auf ihrem Antlitz der Hauch zartester Weib­lichkeit und Reinheit, und die großen blauen Auge», die den Gelehrten bis zu de» Pyramiden Aegyptens begleitet hatte», blickte» ihn heute »och eben so freundlich und offen au, als vor fast zwanzig Jahren.

... Wenn er die innere Verwaltung im «ne der altpreußischen Ueberlieferung leiten würde, tourbe er auf die Unterstützung der konservativen «ter rechnen können.

Umschau.

* lieber den Ministerwechsel schreibt man uns ans Berlin:

Nach unseren Erkundigungen hatte der Kultus- minister Dr. Bosse mit Rücksicht auf sein Nerven­leiden schon seit längerer Zeit den Rücktritt gewünscht. Wir hören ferner, daß der Kaiser über eine ander- weite Verwendung des Freiherrn von der Recke im höheren Staats­dienste, welche dessen Wünschen wohl in besonderem Maße entsprechen dürste, Verfügung treffen wird.

Die neuen Minister des Innern und des Kultus haben das miteinander gemein, daß sie beide aus der Beamtenlaufbahn hervorgingen und niemals polittschen Körperschaften angehörten. Freiherr von Rheinbaben ist Jurist. Er hat in ver­gleichsweise kurzer Zeit die Stadien von dem Hilfs­arbeiter bei dem Oberpräsidium in Schleswig-Holstein und dem Vortragenden Rath im Finanzministerium bis zum Regiemngspräsidium in dem wichtigen Regierungsbezirk Düsseldorf, in welchem er Freiherrn von der Recke ersetzte, durchlaufen. Im Bezirke Düsseldorf sieht man ihn sehr ungern scheiden.

Excellenz Studt ist gleichfalls Jurist. Als Ge- richtsassessor wurde er Landrath in Obornik, später Vortragender Rath im Ministerium des Innern, Regierungspräsident in Königsberg, Unterstaatssekretär bei der Verwaltung von Eloß-Lothringen, Ober- präfident von Westfalen. Verhandlungen, welche in Zeit seiner Straßburger Wirksamkeit mit ihm wegen Uebernahme der Stellung des Unterstaatssekretariats im Kultus ministerim gepflogen wurde», haben fich zerschlagen. Eine dauernde Erinnerung an seine Thätigkeit im Ministerium des Innern bietet die von ihm und Excellenz BraunbehrenS bearbeitete Neuauflage des bekannten Brauchitschen Kommentar» zu den Verwaltungsreformgesetzen.

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rat, wi! t Mst Herrn D. Bosse scheidet ein um sei Ressort ^verdienter Mann aus dem Staatsministerium

lern Ministerium auSgeschieden; beiden in der |i der Titel und Rang eines Staatsministers be- effni, Dr. Bosse die Königliche Krone zum Groß-

1 j-Niin*, entgegnete Erich,uns hat die Mama

1 Ja 9 ^cht mehr mitgetheilt als Dir: ich glaube auch

Mi o» der Aufregung, die durch die Maßregelungen

i 1 politischen Beamten in konservativen Kreisen ent- m-Apoti «den ist. r

i lieb hrift ursnr g >m jetzigen Augenblick eine Ueberraschung, da er T n nach der nemsten innerpolitischeu Wendung mit : gebiG»m Hinausschieben des Ministerwechsels rechnete.

ch die Kanalvorlage allein wird das neueste litffche Ereigniß nicht veranlaßt worden sein, den» dieser hat keiner der soeben ausgeschiedenen ister unmittelbar etwas zu thun gehabt; auch i fich keiner von ihnen an den parlamentarischen Handlungen über jenen Gegenstand beteiligt.

die scheidenden Minister spricht fich dieKreuz- «img* folgendermaßen ans:

Uifltaai ra»e des Rothen Adler-Ordens mit Eichenlaub, ttibtrrn v. d. Recke das Großkrenz des Rothen erricht dler-OrdenS mit Eichenlaub verliehen worden.

hergr t Wir haben zwar nicht alle feine einzelnen (bess "Btegel billigen können und insbesondere an ihm als ge! --- ---------

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i. Jo» * Kultusminister Dr. Bosse und der Minister

es Innern Frhr. von der Recke, find aus

Mr enthalten unS ans diesem Grunde eines eils darüber, ob die Wahl des Regierungs- üfidenten Frhrn. v. Rheinbaben (Düsseldorf), der «reiustimmend als sein Nachfolger bezeichnet wird, für b » glückliche fein würde. Herr v. Rheinbaben würde n.Haus 8 Minister des Innern vor seinem Amtsvorgänger Zerfalls das voraus haben, daß er keine Schuld

... öchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain %***2**s±2^^»^"Jllnstrirtes Sonntagsblatt

^ddkint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. t VfT Anzeigen nehmen entgegen: die Expedition dieses Blattes, die Annoncen-

§^st^-Abonneme.tts-Preis bei derExpedirion - Mk, der allen Bureaux von Haasenstein L Vogler, Frankfurt a. M., Gaffel, Magde-

Postamtern 2,Lo Mk. (exkl. Bestellgeld). JnsertronSgebuhr: die ge- (SoH+omfm- 1 Qnn bürg. Wien; Rudolf Mosie, Frankfurt a. M Berlin, München, Köln;

spaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen: dre Zeile 25 Pfg. MlttÜwch, ö6pt 61111)61 1899. C. L. Daube & Co., Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris K.

Daß die Stellung des Freiherrn v. d. Recke ch die neuesten Vorgänge schwer erschüttert sei» *"icht Wunder nehmen. Die Form, in er die dem Abgeordnetenhause angehörigen Land- ,o e unmittelbar vor der Entscheidung zu beeinflussen Io. Dichte, entsprach dem Geiste der Verfassung so wenig, 'mau sich nur wundern muß, wie ein gewiegter waltungsbeamter von ihr Gebrauch machen konnte, sehen daher den bisherigen Minister des Innern aller Anerkeuunng seines Strebens, gegenüber Demokratie das Ansehen der Staatsgewalt auf« cht 8» erhalten, ohne sonderliches Bedamrn ans m Amte scheiden. Seine Miuisterlaufbahn hat neuem den Nachweis geliefert, daß selbst er- ^^Msene Tüchtigkeit ais Regierungs-Präsident noch zur Bekleidung eines Ministerpostens ausreicht.

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