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Das Wintersemester 1899/1900 beginnt an dem 9

mit folgenden Unterrichtkgegenständen;

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>ie furchtlose Dame nicht beirren und brachte es wirkft dahin, daß in den zwei von den sieben Moqui-Dörfa alle Hütten einer gründlichen Reinigung und Räucher«

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*) Mit Bewilligung de? »Praktischen Wegweiser", Würzburg, abgedruckt.

**) Der »Steingarten" und da» »Hotel Söller" »Hotel" natürlich ironisch gemeint sind zwei Münchener Kneipen, io denen sich viel zweifelhaftes Gesindel aufhält.

Eine mißglückte Nordpolfahrt.

Der Nordpolreisende Walter Wellmau, Hesse» zweite beabsichtigte Reise zum Nordpol ebenso mißglückt ist, wie seine Expedition 1894, die Spitz­bergen zum Ausgangspunkt nahm, hat sich inzwischen über Bergen nach London begeben, um wegen seines verletzten Beines einen dortige» Arzt zu beftageu. Alles, was über diese Expedition au Eiuzelheiteu zu Tage tritt, macht das unerfreuliche Bild, das der Verlauf des Unternehmens bietet, nur uoch größer, und man wird unter den zahlreichen Expeditionen, die im Laufe des gegenwärtigen Jahrzehnts ab­gegangen sind, keine finden, die so ungünstigen Er­folg gehabt hätte. Schon von vornherein verlief sie nicht programmgemäß. Ursprünglich hieß es, die Expedition wollte uoch im vorigen Jahr, bald »ach der La»duug, de» nördliche» Theil von Franz JosefS- Land zu erreichen suche», dort überwinter» und gleich nach Beendigung der Polarnacht die Schlittenreise gegen den Nordpol autreteu. Statt dessen über­winterte die Expedition beim Kap Tegethoff, im Süden der Inselgruppe, die beiden Norweger Bentseu und Björwig aber ließ Wellman etwas über einen halbe» Grad nördlicher überwintern, was gar keine» Zweck hatte und um so merkwürdiger erscheiueu muß, als die Beiden in einer enge», zur Ueberwinterung ganz ungeetgueteu Steiuhütte Hausen mußten. Diesem Umstände ist eS laut »Soff. Ztg." zuzuschreibeu, daß Bentseu, der die anstrengeude Nauseu'sche Expedition gut überstände» hatte, starb. Damtt die Leiche nicht von Raubthiereu gefressen toinbe, behielt Björwig sie zwei Monate hindurch i» der eugeu Hütte, da er allein nicht im Staude war, sie ordentlich zu begrabe». Bon der Expeditio» am Kap Tegethoff, wo man sehr

** Interessante Vergleiche zwischen den modernen k ständen im Krieg^departement der Bereinigten Staaten, ftn Ausbruch des Bürgerkrieges, ermöglicht das jüngst^ Ausgabe gelangte Heft 34 des in allen Theilen gelungenen PrachtwerkcS »Da« XIX. Jahrhunde« in Wort und Bild", Polstische uud Kulturgeschichte d, Hans Kaemer (Deutsches VerlagshauS Bong u. Berlin W., 60 Lieferungen ä 60 Pfg.).

*** Sarah Bernhard in Gesellschaft ihrer Liebling einer Schlange und eines Tigers, führt die neueste Num2 (25) der .Modernen Kunst" (Verlag von Rich. Berlin, Leipzig, Wieu, Stuttgart) in einer intereffüt, Abbildung vor, deren Betrachtung ganz eigenartig, tz danken über die »Seltsamkeit" der großen Schauspiels erweckt

Landwirthschzstliches Institut zu Hof Geisberg.

Das landw. Institut zu Hof Geisberg, welcher- 181» zu Idstein gegründet seit 1834 auf oben genannte Hofe als Winterschule mit 2 Semestern geführt wird, stck ich schon zufolge seiner Lage inmitten von kleinbäuerlich« Besitz die Ausbildung hauptsächlich solcher jungen Landwich >ur Aufgabe, welche ihre Arbeitskraft im Sommer zur Sitz hier elterlichen Wirthschaft verwenden müssen, jedoch werd« auch denjenigen, welche ihre praktische Ausbildung d

gut eiogerichtet war, ließ sich die ganze Zeit hindurch Niemand bei den am Kap Heller hausenden Nor­weger» sehe», obgleich eine Schlittenreise dorthin während des Winters keine Uumözlichkeit gewesen wäre. Auch in der Wahl seiner drei amerikanischen Begleiter ist Wellman nicht glücklich gewesen. Baldwin litt an Rheumatismus, Dr. Hofmann, der Arzt, hatte Magenschmerze», und der Dritte, Harlan, war überhaupt von schwächlicher Beschaffenhett, so daß Wellmau im Februar nur in Begleitung der beiden Norweger, die sich bei ihm befanden, die Schlitten- reise antrat, und ihnen schloß sich beim Kap Heller, nachdem Bentseu begraben worden war, Björwig an. Am 21. März befand sich diese Expedition auf dem MeereseiS, ungefähr auf dem 82. Breitengrad, und an diesem Tage sowie am 23. März begann das EiS zu »schrauben". In kurzer Zeit thürmte sich daS Eis riugS um die Scholle, auf der sich die Ex- «bitten befand, auf, so baß eS überall einen Wall iilbete. Schnell lub mau einen Theil des Proviants von den Schlitten, zog diese über den Eiswall und »rächte auch eine Anzahl Hunde hinüber. Dann ver- uchte mau den vielen Proviant und die Ausrüstung zu bergen, als plötzlich der ganze Eiswall über die Scholle stürzte und Aller begrab, während die Nord­polfahrer hilflos dastanden und mit Schrecke» auf das fürchterliche Schauspiel saheu. Viele der Hunde sanken heulend in das krachende Eisgrab und nur wenige konnte» gerettet werden. Hier in diesen Eis­massen zog sich auch Wellman seine Verletzung zu und er blieb nun nichts übrig, al» umzukehren. Während der achtzehutägigen Fahrt zur Südküste wurde Wellman von seinen Begleiter» auf dem Schlitten gefahren.

lieber die Heldenthat einer Aerztin unter Indianern

erhalten die »Allgemeinen wiffenschaftliche» Berichte" eine inteteffante Mittheiluug aus New-Iork: Unter den Moqui - Indianern im Staate Arizona herrschen seit einiger Zeit die Pocken mit solcher Heftigkeit, daß die Vernichtung des ganzen Stammes befürchtet wird. Nu» hat sich eine junge Aerztin, Miss Dr. Mary Mackce, mit ihrer ganzen Kenntuiß und That- krast der Bekämpfung der Epidemie unter den In­dianern gewidmet, nur unterstützt von einem Land- Wirth, der von der Regierung der Vereinigten Staaten zur Unterweisung jener Indianer im Ackerbau abge- saudt wurde. Die Aerztin hat die Gesunde» geimpft, die Hütte» ausgeräuchert, die Gegenstände von Kranken und Verstorbeueu verbrannt uud damit feine leichte Aufgabe erfüllt. Die Indianer hängen an dem Glauben, daß die Krankheit von einem bösen Geiste ausgehe und nur durch Gesang und andere Ceremonie« bekämpft werden könne. Miss Mackee hiett sich nicht lange mit den Versuchen, die Indianer von diesem Glauben zu bekehren, auf, sondern ließ mit Erlaubuiß des Regierungsbeamten den ganze» Stamm ver­sammeln, um an jedem einzelnen die Impfung vorzu­nehmen. Die Indianer widersetzten sich auch nicht, hielten daS Ganze vielmehr für einen Scherz. Das Ausräuchern ihrer Hütten dagegen nahmen sie schon mit Mißvergnügen entgegen, und die Unzufriedenheit erreichte ihren Höhepunkt, als die frembe Frau Kleider, Betten und Hausgeräthe der an den Blattern Ver­storbenen in die Flammen warf. Die Hinterbliebenen sahen sich um daS erhoffte Erbe gebracht uud erhoben gegen einen so eigenmächtigen und für sie unverständ­liche» Eingriff heftigen Widerspruch. Dennoch ließ sich

WBautet ffachsot r ichttlß $ Regierte

ja, Kleid« mach'« Leut. Was »acha 'S Geld an­betrifft, so zahl'» mir fünfe Wett', wann mir f verlier'» soll'n gemeinschaftli! Herr'n sa» do' einverstand'n? Ja? Also Wamperl, schlag' ein, wannst einverstanb'n bist l"

Was blieb dem in die Enge Gerriebenen anders übrig, als gute Miene zum bösen Spiel zu machen und die drückenden Bedingungen einzugehen, die ihm sein unerbittlicher Gegner diktirte.

Am andere» Morgen saß Wamperl mit einer wahren Leichenbittermiene im Parterrelokal des Sterngartens, die umfangreichen Glieder mit äußerst fragwürdigen Kleidungsstücken verhüllt. Bittere Gedanken der Reue, Hand in Hand gehend mit einem solennen Katzenjammer, schufen dem Braven entsetzliche Qualen und nur der Gedanke, an die so leichtsinnig aufs Spiel gesetzten 50 Mark bewog Wamperl zum Bleiben. Freilich wäre es von Seiten unseres Eusebius dennoch zu einer schleunigen Relirade gekommen, hätte er vernehmen können, wie die Kellnerin mit der ausgedehnten Taille dem Schenkkellner zuraunte:Heul' iS wieda a nette Bagasch' beinander; dem Dick'n dahint' im Eck möcht' i bei da Nacht net alloanigs begegna! Höchste Zeit war's, daßb Polizei wieder am al auSmisten thät." DerDicke" hatte von diesem Gespräch keine Ahnung, im Gegensätze dazu gipfelten sich seine Wünsche in dem inbrünstig hervorgestoßenen Seufzer: Mariand Josef, 's werd wohl koa Razzia kemma?"

Leider ist es meisteutheilS eine sehr schlimme Sache, den Teufel an die Wand zu malen. Auch Wamperl sollte dies zu seiner aufrichtigen Betrübniß sogleich erfahren; denn kaum hatte er seinen Stoß­seufzer vom Stapel gelassen, als ein Schutzmann im Thürrahme» erschien, dem alsbald mehrere folgten und im Nu waren alle Ausgänge polizeilich besetzt. DaS Erscheinen der Diener der heiligen Hermandad übte eine merkwürdige Wirkung auf unseren Eusebius aus. Für einen Augenblick machte es den Eindruck, als sei er wie weiland Lots Weib zur Salzsäule er­starrt, doch schüttelte er diese unwürdige Schwäche rasch ab, tränt mit stauuenswerther Geistesgegenwart seinen Maßkrug leer uud verschwand sodann geräusch­los, jedoch mit Blitzesschnelle unter der Sitzbavk.

Vielleicht wäre es dem geängstigten Wamperl ge­lungen, sein gefährdetes Ich in Sicherheit zu bringen, wenn nicht die Kellnerin mit der geräumigen Taille trotz des allgemeinen Tumults ein wachsames Auge auf denDicken" geworfen hätte und als ein zweiter Judas Jschariot zu einem der Polizisten gesagt hätte:Sie, Herr Schandarm, da hint'n is Dana, der koa guat's G'wissen net hat, unter» Bank! abi- g'schlofa. San S' so guat und kitzeln S' den Keil büral" Und er wurdevüra" gekitzelt; Der Schutzmann zerrte sanft an den Rockschößen des Ver­steckten und lud Herrn Wamperl mit gewinnenden, un­widerstehlichen Worten ein, hervor zu kommen. Wohl oder übel mußte Wamperl der liebenswürdigen Auf- forberung Folge leisten und wenige Augenblicke später stand er mit kreidebleichem Gesicht und schlotternden Kuieen vor dem die Razzia leitenden Polizeicommissär. Dieser frag barsch nach Namen und Stand des Delinquenten. Die Antwort:Eusebius Wamperl, Privatier und Hausbesitzer", schien den Gestrengen keineswegs niederzuschmettern, wie Wamperl geglaubt hatte, den» mit unwilligem Knurren kam es zurück: Hm, so sehen die Hausbesitzer ans. Sie gehen mit uns auf die Polizei, dort werden Ihnen die Witze chon vergehen". Als Wamperl hörte, daß er zur Polizei gehen müsse, knickte er zusammen und wäre umgesunken, wenn ihn nicht ein Schutzmann noch rechtzeitig bei der Hosenschnalle gefaßt und wieder auf die Beine gestellt hätte. Schutzmann! Nehmen Sie den Kerl und führen Sie ihn zu den Anderen!" ieß sich die schnarrende barsche Stimme des Kommissars vernehmen. Run regte sich aber in Wamperl der Zorn über diese Verletzung seiner Manueswürde und im Vollbewußtsei» seiner Unantastbarkeit schrie er den Beamten an:Wer iS a Kerl? Han? TheanS Cahua fei' a biss'l halt'« 1 Is döS an Behandlung

*** Emile ZolaS neuer RomanFruchtbarkeit" u kürzlich in81 n6 fremden Zungen", der ©tuttgJj Zeitschrift für die moderne Erzählungklitteratur der M landS, in deutscher Uebersetzung zu erscheinen b gon^ Der Roman dreht sich um ein tiefernstes Uebel, an j£L die französische Nation krankt: die Entvölkerung unb ihr zu Grunde liegende Genußsucht und Sittenlos

(Eine MünchenerKriminal"-Geschichte.)

In der trauliche» Stube des GasthausesZum wahnsinnigen Laubfrosch" saßen um einen mächtigen Tisch gruppiri die biederen Stammgäste, lauter be­jahrte Knaben von mehr oder minder gewalttgem Körperumfang.

Einer dieser Herren las mit großem Eifer und Verständniß dieNeuesten" unb jedesmal, wenn er an eine Stelle kam, die fein ganzes Interesse in Anspruch nahm, kniff er feine Aeuglein zusammen, daß es auSsah, als hätte er an ihrer Stelle zwe Gedankenstriche. Dieser Mann war der Privatier und zweifache Hausbesitzer Eusebius Wamperl.

Die Unterhaltung am Stammtisch war sehr flau und erst als Wamperl die Zeitung weglegte unb so nebenbei bemerkte:Herrgott, da hab'« f heut scho' wieda sieb'nastebz'g Personen bei br Razzia dawischt. Säh' so a Hetz' möcht' i' mir a amal onschaug'n!" kam etwas Leben in die Zechkumpane. Die einzelnen Mitglieder der Tafelrunde stießen sich insgeheim an, ja der Vorlauteste von ihnen, der Bäckermeister Blasius Mehlwurm, war unverfroren genug, seinem Trinkgenossen zuzurufen:Daß i net ratsch', Di' mit Dei'm Kartoff-lkopf nehman f glei' mit. Schaugt der Kerl aus wia da linke Schächer, hat um koan Pfennig koa Schneid', aber b' Razzia möcht' er seg'n. Hahaha . . .!"

Wamperl war momentan starr über die Frechheit des dicken Bäckers, faßte sich aber rasch und nahm, nachdem er sich durch einen mächtigen Zug aus dem Maßkruge entsprechend gestärkt hatte, mit würdevoller Selbstbeherrschung, wie sie nur großen Männern eigen ist, bas Wort:Ja, ba Loablschmieb, schaut's Eam »et oh, wia er aufdraht! Soviel Schneid wia Du, Du Toagpatzer, hab' i a, desscll mirkst da! Im Uebrigen mach' i jede Wett', daß i mi zu jeda Zei innSteragarten" ober insHotel Söller **. einitrau, Du Depp, Du hämischer l" Dabei schluj die Faust des furchtlose« Sprechers bröhnend auf ben Tisch, daß bie sonst so besonnene» Maßkrüge einen wilde« Tanz aufführten.

DerLoablschmieb" wechselte mit ben übrigen Stammtischgenossen einen Blick, für ben er einst vor dem Richterstuhle des Ewigen wirb Rechenschaft ab­legen müsse» und begann in anscheinend harmlosem Tone:Sei »et bös, Wamperl, i hab'» net so gmoant unb will Di a zu koana bummn Streich' net berleitn, beim schau, Wamperl, was sagat denn Del' Alte, wann s' Di aus Versehg'n zupf'« (arretiren) that'n? Da müßast ja vierzeh« Täg «ach anauda aufm kantig'« Holzscheite! knie'« un sowas, des war bitta.. .1"

Jatzt werd' ma bie Frozzlerei z' bumml Net genau, daß er mi z'erscht a» Kerl hoaßt, her koa Schneid hat, na, iatzi kirnrnt er gar no' mit metna Alt'n daher! Toagaff, miferabliger, ausg'schamta, da sa» fnfz'g Mark, wannst überhaupt a Coraschi hast zum Wett'n und morgen geh' i in 'n Stern- gartn, daß das nur woaßt" brüllte der erboste Wamperl, dem her Geist des Zornes unb des Bieres zu Kopf gestiegen war.

I woaß gar net, warum Du Di' so anfregft," meinte her dicke Bäcker, vergnügt grinsend, daß er seinen Freund doch dahin gebracht hatte, wo er ihn haben wollte,i nimm b Wett' scho' on, aber i stell meine Bedingungen, verstehst?"

Außa mit Bedingungen," schnaubte Wamperl. Wannst D' morgen inn Sterngarten gehst," sprach Mehlwurm weiter,so derfst vor All'm koa Legitimation mitnehma, denn es kunnt da Jeder inn Sterngarten geh', wann er a paar Dutzend Papiera dabei hätt' und bann verlang' i no', baß D' allerschäbigst Kluft anziagst, Du austreib'n konust woaßt

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nannten Institute am 30. Oktober Vormittags 10 U| R abgetk : 10 Liter

für an Bürger, der seine Steuern und Abgaben zahlt? Da kunnt a jeder so Depp kemma und .. .' Leider erfuhr diese mannhafte Rede eines in seinen Rechten beeinträchtigen Bürgers eine jähe Unterbrechung. Eine kräftige Faust hielt Herrn Wamperl beim Rock­kragen gefaßt unb schleifte ihn trotz aller Gegenwehr zur Thüre hinaus.

Scho« gab sich Eusebius gänzlich verloren, als ein vielstimmiges Gelächter an das Ohr des tiefgebeugten Bürgers schlug, der scheu nach der Gegend blinzelte, woher der Schall kam. Er unterdrückte nur mi Mühe einen Wuihschrei. Da stand die ganze Stamm tischgesellschaft vomwahnsinnigen Laubfrosch" un krümmte sich vor Lachen wie eine Heerde geistesumnachteter Regenwürmer.

Jessas, ba Wamperl, hahaha . .!" lachte bet gewichtige Bäckermeister, daß es ihn schüttelte wie ein Mehlfleb,hast an Raubmord beganga? Is du iatzt 's Herz in d' Hos'n gfafln, willst so a Letsch'« machst? Gnua sans, gelt» Freunder!«, fnfz'g Mark'!« zahl' ma gern, der Spaß war's werth!"

Woaßt iatzt, wia's bei da Razzia zuugeht, alter Esel?" höhnte ein Anderer.

Schaugt'n nur on, Papp'», wo er macht, grab als ob er zua da Hinrichtung g'führt toerat!"

Selbst der Schutzmann konnte ein Schmunzeln nicht unterdrücken, sah doch dieser Jünger der heiligen Hermandad wohl ein, daß hier ein Mißgriff gemacht wurde. Zur Ehre der Stammesbrüder fei es gesagt, daß sie ihren Genossen nicht lange in der Tinte fitzen ließen und dem Kommissär die Geschichte uufklärten, wobei sie freilich verschwiegen, daß sich dieser unan­genehme Mißgriff in Folge einer Wette ereignete.

Wamperl ging sofort frei aus, und feine Freunde führte« ihn im Triumphe von bannen. Auf dem ganze« Heimwege tobte er fürchterlich und rief alle möglichen Verwünschungen auf die Häupter seiner Genosse» herab. Später beruhigte er sich; nur fand des Wamperls themes Gemahl höchst auffällig, daß ihr Gatte mehrere Tage nacheinander, entgegen seiner sonstigen Gewohnheit, mit einem Kanone mansch heim­kam und dabei bie ihr völlig räthselhasten Worte sprach:So iatzt hab' i do' amal a Razzia mitg'macht". Sie wußte eben nicht, daß diese Räusche die Verzugs­zinsen für bie bei her Razzia auSgestandene Todes-

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taube Ohre». Aber bie Aerztin war nicht gesonnen, ihr c folgreich begonnenes Werk im Stich zu lassen, entschlossen, bie Indianer auch gegen ihren Wille» zu retten, veranlaßte sie, durch ben Agenten * Regierung telegraphisch in Washington Truppe» erbitten, um einen Druck auf bie Indianer auszuüber- Der Sekretär des Kriegsamtes gab ben Befehl, ft' fort von Port Wingate aus eine Compagnie M Schutze für Fräulein Doctor zu senden, damst ft ihren Anordnungen Gehör zu verschaffen vermöchtf' Die Regierung hat ihre Zustimmung geäußert, da? Miss Mackee jeden Moqui-Jndianer impfen dürft auch wenn sie mit noch größer« Trappenmacht Unterstützung kommen müßte. Eine ZwangSnnpstr^ in so vollkommener Bedeutung des Wortes ist . leicht »och niemals dagewesen, und die 3mpfgt9,IitREyg||lp möge» ben armen Indianern, die gegen ihre« Wille»"- gerettet werden sollen, mit möglichster Beschleunigt

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unterworfen unb alle Bewohner geimpft tourba Die andere» Dörfer hatten nun von diesem Var> lange gehört, unb als Miss Mackee mit ihrem Begleite . « dem dritten Dorfe ihr nützliches Wer! beginn» ausg wollte, wurde ihr von dem Häuptling bedeutet, das le nicht eingelassen werden würde. Er sagte, sei»' Leute wären berett, jede Medizin einznnehmen, di! hnen Miss Mackee verschreiben würde, aber ft ließen weder ihr Hausgeräth verbrennen, noch iW ' frauen und Kindern den Arm verkratzen. Alle S?

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