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lasse» sollte. Sie tonnte ja die entsetzliche Leere, die sich im ganzen Leben eines Menschen fühlbar macht, wenn er fein Liebster hat der Erde zurück» gebe» müssen, und vorläufig, das wußte fie, vor» läufig liebte Georg noch Niemand auf der Welt so wie seine Mutter.
Mit heißen Thränen flehte fie jetzt oft zu dem Allmächtigen, ihren Tagen doch noch ein etwa» längeres Ziel zu setzen, denn Georgs Nähe hatte nun ja auch ihrem Leben wieder eine reiche Fülle gebracht, aber fie fühtte es doch mit immer unüberwindlicherer Gewißheit, daß ihr Ende nahe. Sie sprachen häufig mit dem Sohu und den Freunden von ihrem Scheiden und versuchte, Georg eine Richtung für fein späteres Leben zu geben. Natürlich wollte er gar nichts davon hören; der Jugend liegt der Gedanke, der Glaube an die Möglichkett des Tode» ja so fern, und wenn er dann gekommen ist, der unerbittliche Rufer, dann sehen wir gewöhnlich die jungen Menschen anscheinend härter getroffen als das reifere Alter.
Noch einige Monate verzögerte sich das Ende, aber als der Winter zur Neige ging, als der Schnee schmolz und neue» Leben in die Natur strömte, da entschlief das Irene Mntterherz sanft zu ewiger Ruhe.
Fast ttostloS und nun gänzlich verwaist stand Georg an dem großen Doppelgrabe, da» die sterblichen Hüllen der beiden Menschen umschloß, an deren Liebe er einzig und allein ein Anrecht hatte. Freilich lebten ihm in Altenhof'- und Saalfeld'S treue Freunde, aber wer konnte ihm die Mutterliebe ersetzen? Er wußte, daß bei feinen Freunden die Ansprüche, welche daS tägliche Leben an fie machte, ihren ruhigen Fott- gaug nahmen, sodaß ihre Zett unmöglich dem Vereinsamten gewidmet werden konnte, und selbst die wärmste Freundschaft konnte ihm feinen Ersatz für
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Die Zukunft Kameruns.
In der neuesten Nummer der „Kolonialzeitung" v.röffentlicht Dr. Passarge einen Artikel, der eine Eigänzung zu seinem Aufsatz über die Zukunft Kameruns darstellt. Er führt aus, daß dem Bericht Hauptmanu v. Kamptz' zufolge, die Eroberung Ti- batt» nicht dauernd auSgenutzt werden soll, vielmehr nur einen kriegerischen Vorstoß bedeute. Vielleicht ginge Hauptmann von Kawptz nur zurück, weil er nicht über die nothwendigen Kräfte verfüge, um jetzt bereits das eroberte Gebiet dauernd zu besetzen. Falls jedoch der Rückzug auf Veranlassung bei Re-
bie Sorgfalt unb Liebe bieten, für welche er baS eigentliche Vollempfioben nur kurze Zeit geuoffe» hatte. AIS junges Klub hatte er wie alle anderen Kinder garuicht gewußt, baß er von ben Ettern unaufhörlich empfinge, später hatte er e» aber erfahren unb einsehe» gelernt, ohne aber doch ganz zn begreifen, wie groß daS Opfer der Ettern den Kindern gegenüber ist; erst in den letzten Jahren war ihm da» rechte Berständniß dafür aufgegauge», und nun er mtt seinem ganzen Leben und Streben der treuen Mutter danken und ihre tausendfältige Liebe lohnen wollte, nun entriß fie ihm das unerbittliche Schicksal.
Wie einsam kam sich Georg in dem Ellernhanse vor, daS freilich für ihn allein viel zu groß war, denn er benutzte eigentlich nur feine beiden Zimmer. Die anderen Räume zu betreten tarnte er sich nicht enttchließen; fehlte ihm doch überall die liebe, feine Gestalt, da» so verklärte freundliche Gesicht der besten, treuesten Mutter.
Herr und Frau von Altenhof kamen oft zn Georg, versuchten auch ihn zu sich hinüber zu ziehen, aber sein Verlust war noch zn neu und die Frau Majorin rieth ihrem Manu, Georg »och einige Zett sich selber zu überlaflrn, bamit er seinem nur zu be- greiflichen Schmerz freien Lauf gebe. Das menschliche Gemüth beruhigt sich nun einmal nicht eher bei so harten Schicksalsschlägen, als bi» es seinen Tribut au Thränen gezahlt hat, ob dieselben sichtbar fließe» oder ob um da» Herz im ttessteu Inner» stumm weint und kämpft; e» muß erst überwunden fein, dann erst ist ein neuer Anfang, neues Leben möglich.
Heimlich jedoch schrieb Frau von Altenhof au Frau Profesior Saalfeld unb bat fie, wenn möglich, um ihren Besuch bei Georg, um diesem über die schmerzliche Oede der ersten Wochen hinwegzuhelfen,
schon lange nicht wehr erlaubt. Referent gehört bett lebenbfgett, christlichen Kreisen Kopenhagens an unb hat in Hefen, auch von Arbeitern, stets bie nach unb "ach herangewachsene Nothlage der Arbeitgeber ganz und voll anerkennen hören."
Köln abgehalteueu General-Versammlung, wie lächerlich die jetzt herausgekehrte Entrüstung ist. Hier äußerte sich Profesior Löning aus Halle als Hauptreferent über da» VereiuS- und CoalitionSrecht der Arbeiter dahin, „daß »ach den Erfahrungen, bie in Deutschlanb gemacht worbe» find, die Sttafbestimm- nngen der deutschen Gesetze nicht anSreichen, um die persönliche Freiheit der Arbeiter gegen Angriffe, die von den Arbeitern selbst ausgehen, zn schützen". In seinem Schlußworte wies er dann noch mit Entschiedenheit den Einwand zurück, daß die Arbeiter selbst von dem Schutze der Arbeitswilligen nichts wisse» wollten. Um sich darüber Klarheit zu verschaffen, dürfe man nicht in die Arbeiter - Versammlungen gehen, sondern müsse, wie er vielfach gethau habe, während eines großen Streiks die einzelnen Arbeiter fragen und namentlich die Frauen; dann werde man, manchmal mit bitteren Thränen, darüber klagen hören, daß fie nur durch den Druck, der auf fie auSgeübt werde, genöthigt seien, nicht zu arbeiten.
Schon aus diesem kurzen Rückblicke ergießt sich, wie unberechtigt es ist, den gegenüber dem Arbeits- willigen-Gesetze künstlich angefachten EntiüstungSsturrn mit der Flagge der Wiffenfchaft decke» zu wolle».
Ei» Christlich-Socialer über den Kopenhagener Aus st and.
Das christlich-sociale „Volk" steht sich genöthigt, die folgende ihm aus Kopenhagen zugegangene Zuschrift über ben dortigen RiesenauSstand aufzunehmen: „Es handelt sich bei diesem lock-out durchaus nicht um eine Lohn-, sondern um eine Machtfrage. Die Stellung der Arbeitgeber den Arbeitern gegenüber war im Laufe der Jahre eine absolut unleidliche geworden, wie Ref. von gläubigen und ungläubigen Arbeitgebern wiederholt gehört hat. DaS Recht, in ben Werkstätten bie Arbeit zu leiten und bie Arbeiter anzustellev, kurz alle Dispositionen zu machen, war d'en Arbeitgebern gänzlich aus ben Häriben geglitten, wodurch eine Organisation ihrerseits nothweadig geworben war, wenn sie nicht ganz machtlos der Arbeiter- Organisation gegenüber stehen sollten..... Der
Terrorismus der Arbeiter den Arbeitgebern gegenüber war ein solcher, wie man ihn in Deutschland nicht für möglich halten würde; dies möge daS nachfolgende Beispiel beweisen: Ein Meister, der in seine Werkstatt kam, um ein Schloß in eine Thür einsetzen zu lassen, fand die Arbeiter abwesend — sie hielten eine ihrer Bierpausen (diese Pausen find außer ben Mahlzeitstunden von den Arbeitern eingeführt); nach längerem Warten, unb ba eS mit bem Schloß eilte, setzte er eS selbst ein. Die wiederkehrenden Arbeiter fragten, wer das Schloß eingesetzt habe, und verlangten vom Meister, daß et daS Schloß sofort wieder entferne, widrigenfalls sie die Arbeit uiederlegen würden. Solche Beispiele hört man fast täglich auch von ben Arbeitern sonst wohlgesinnten Leuten. Der geringste Tabel ist ben Arbeitgebern ben Arbeiter» gegenüber
Thränen stauben ihr in ben Augen, als fie ben Sohn bi» in fein Schlafzimmer führte, welches er mit ben früher von seinem Baier benutzten Möbeln auSgestattet fand. Da staub be» Vaters Bett, daneben fein Nachttischchen mit dem beweglichen Lesepult und am Fenster de» Vater» Lehnstuhl. Ueber dem Bett hing da» große Bild der Mutter, welche» fie »och kurz vor Georg'» Heimkehr an einem ihrer wenigen „gute» Tage" hatte für ihn machen lassen. Ein Spitzenhänbchen umschloß da» feine leidende Aut- litz, an» dem nur die Augen voll und groß de» Sohn anblickten, unter das Bild hatte die Mutter selber geschrieben: „Ueber Alles die Pflicht!"
Bei diesem Anblick konnte auch Georg nicht ruhig bleiben. Bewegt fiel er der Mutter um den Hal» und versprach ihr mit Hand und Mund ihre und des Vaters Lehre» nie z» vergessen und ihnen Ehre ,» mache», u»d damit schiede» die Beide» für die Nacht.
Am nächste» Morgen schon fehlte die Mutter beim Frühstück; die Vorbereitungen znm Empfange ihres Sohnes waren doch zu angreifend für sie gewesen »nd die natürliche Auftegung bei Georg » Rückkehr hatte da» Letzte gethau; die schwache Hülle konnte nicht länger Stand hatten, und so sah sich den» Georg gleich der traurige» Gewißheit gegenüber, daß da» erträumte und erhoffte ruhige Lebe» neben der Mutter nur von kurzer Dauer sei» werde.
Die Fra» Profeffori» erholte sich zwar nach einigen Tage» wieder, verlebte auch noch manche hettere gute Stunde mtt dem Sohne, aber e» lagerte fich doch eine stille Wehmnth über ihr ganze» Wesen, denn e» wurde ihr nun doch schwer, fich an den Ge- tanken zu gewöhne», daß sie de» Sohn bald vei-
Ein Dementi.
Der „Rhein. Kurier" brachte dieser Tage einen Bericht über ben Besuch eines Herrn bei dem Fiuanz- miuister Dr. v. Miquel während dessen Aufenthalts in Ems. Danach sollte fich u. A. Herr von Miquel „bitter über die Konservativen unb bie Art, wie sie bie Mittellandkanal - Vorlage mit bet so gänzlich davon verschiedenen Gemeindewahlresorm verkoppeln", geäußert haben. Auf eine Anfrage hat Dr. v. Miquel dem Chefredakteur O. Tippe! in Schweidnitz erwidert, daß der Bericht beS „Rhein. Kur." ganz ungenau ist. Er habe einem Freunde gegenüber im Privatgespräch, ohne jeden Gedanken an eine Veröffentlichung, nur die Verkoppelung ganz heterogener Vorlagen, beklagt, ohne irgend eine Partei besonders zu bezeichne», was auch unberechtigt fein würde.
17. April d. I. eröffnet worden. In der letzten Zeit liefen im Dortmunder Hafen wöchentlich 20 bis 30 Frachtschiffe ein und aus, bet Gesammtbetrag stellte sich bisher auf 20 500 Tonnen.
Deutsche Dreyfüsler.
Die „Voff. Ztg." hat, wohl von Max Notdau, eine» Eigenbericht über bie Verhandlungen in RenneS, bet so recht überzeugend darthut, wie gar leicht bet Schritt vom Erhabene» zum Lächerliche» geiha» ist. Da ist z. B. folgende» zn lesen:
Die Haupttheilnahme aller Zuhörer galt natürlich bem Opfer, bem noch immer Angeklagten, Dreyfus. Als er durch bie Thür einer Seiteustube beS Hintergrundes im Saal erschien und bie btei Stufen zur Bühne hinaufstieg, ging sichtbar hörbar, fühlbar ein Schauder durch bie ganze Menge. Man sah eine» vom Tobe Erstandenen, man sah Lazarus, bet sich aus dem Grabe erhob! Das war der Eindruck, das war ba» Wort aller Zeugen biefeS ergreifende» Augenblicks. „Lazarus!" E» ist ein Gemeinplatz geworben, blefen Manu bet Schrift anzuführen. Es wirb in jebem Bericht übet ben heutigen Verhandlungstag Vorkommen."
Wir können wohl hoffen, baß bie brutsche» Blätter biefe» „Gemeinplatz" bei „Voss. Zig." gern al» geistiges Pcivateigenthum überlassen werde». Doch »och eine andere Stelle in demselben Bericht wollen wir unsere» Leset» nicht voienthalten. Sie lautet:
„Seine (beS Kapitän Dreyfus) Stimme ist schwach unb bmnpf. Nur in den seltenen Augenblicken bet Erregung wirb sie heftig unb bröhneub. Ei hat jetzt mehr Temperament als 1894, uns al» er rief: „Ich bin unschuldig! Ich schwöre eS bei meinen Kindern!“ da blieben wenig Augen im Saale trocken."
Das ist ja recht rührend und wird sentimentale» Gemüthern wohl seht nahe gehe», unb auch wir wollen ben Schwur des Angeklagten gewiß nicht gering achten. Ein sonbetbares Zusammentreffen ist eS aber, daß kürzlich auch Esterhazy „bei feinen Kinbern" seine Unschuld beschworen hat.
Schutz der Arbeitswilligen und Sozialwissenschaft.
r. Bei der Entrüstungs-Komödie, bie im Reichste wie in bet Presse gegen ben Gesetz Entwurf zum hutzi des Arbetts-Berhältniffes aufgeführt worden
Umschau.
Der Dortrnuud-EmS-Kanal.
Ein Jahrhunderte alter Plan ist mit bem Dortmund- EmS-Kanal, dessen Eröffnung heute stattfindet, zur Verwirklichung gekommen. Schon der große Kurfürst hatte eine solche Wasserstraße in’» Auge gefaßt, unb später hat Friedrich bet Große, als er bas Erbe von Ostfriesland antrat unb Emden zum Freihafen machte, der Stadt Emden im Vertrage von 1744 zugesagt, sich des gleichen Plane» anzunehmen. Der Kanal, dessen Bau durch das Gesetz vom 9. Juli 1886 beschlossen wurde, hat eine Länge von 270 Kilometer». Seine Wassertiefe beträgt 2,5, die Spiegelbreite 30, bie Sohlenbreite 18 Meter. Die Schleusen stsb im allgemeine» 8,6 Meter breit, 67 Meter lang unb 3 Meter tief. Die Dimensionen diese» neuen Binnenschifffahrts-Wege» übertreffen bie aller bisherigen, nicht nur bei preußischen, sondern überhaupt aller europäischen Binnenland-Kanäle. Es ist daher für bie Zwecke bes Kanals eigens eine neue Flotte geschaffen worden. Die beteiligte« Jndustrie- kreise und Städte habe» eine westfälische Transport- Gesellschaft gegründet, bie, zunächst mit einem Kapital von zwei Millionen Mark, eine Kaualflotte von 30 großen Kähnen von je 900 Tonnen Ladefähigkeit uebst einigen Güter- unb Schnelldampfern hat Herstellen lass,» unb ben Verkehr auf dem Canal sowie einen regelmäßige» Verkehr von Emde» nach Ham- bürg organisiert. Der eigentliche Betrieb auf bem Dortmunb-Ernscanal ist al» „vorläufig" bereit» am
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j Nachdruck verboten
|3« Widerstreit der Gefühle.
■| Roman von C. Wild.
| (ForttetzRNg.)
L^jon, Altenhof der ein pasfionirter Jäger £25, .einige schöne Geweihe geopfert und seine ,™ie Georg'» Mutter unb Frau Profesior ?atien ^bsche Stühle unb Kissen gestickt ijfe, J' bei bem Schein der Hängelampe, die mitten Hrr'^^vfsene» Schreibttsch angebracht »ar, machte 'fc/T® eine» so warmen und behaglichen Ein- •ki* ®cet8 erfreut anStief: „Mütterchen, hier "icht wieder heran», ich verlaffe Dich nie
Atzk \ Vohuzimmer harrte« die Freuude, und ^ allgemeine Liebling, der kleine Walter ILdenn er hatte e» fich nicht wolle» 1a „.fl,' »Onkel Georg" gleich zn begrüße». »n- “Iven auch die alte treue Dienerin, welche w, ^11» al» Kind gekannt und gepflegt iKL "w nachdem fie ihren jungen Hene» ge- M1*- begrüßt unb bewundert hatte, meldete, da» Abendefle» bereit sei. Hier bei Geplauder, da» allerdings wenig chichi, h<ui« zeigte, den» der Heimgekehrte Ach^.^bhulich in der ersten Stunde de» alle» Erlebte erzählen »nd springt JtitTL „9 *®n einem Gegenstand znm andern, m ""Ute Krei» noch einige Stunden beisammen, Altenhof der Professorin die Er- nni Ebrach. Bald darauf trennte h tzZ^er auch von Georg, ftoh i» dem Gedanke», I "»e männliche Stütze neben fich zn habe».
le Nr! Z""ächst sei daran erinnert, daß fich ein so ' ‘ V rbesterfreundlichet Katheder - Sozialist wie Profesior M -chönbetg noch 1898 in seiner VolkswirthschaftSlehre «sichtlich der nothwendigen Einschränkung der Koa- iions- und Streikfreiheit genau auf den Boden efttflt hat, auf dem bie verbündeten Regierungen in «Vorlage von 1899 stehen. Er sagt barüber »ter anderm wörtlich: „Aber bie an sich berechtigte ^heit darf nicht so weit gehen, baß Arbeiter, elche streiken wollen ober streiken, auf anbere einen w°"g (durch Drohung, Ehrverletzung, Verruss-Er-
1 ist-wg, Mißhandlung u. s. w.) ausüben dürfen, lnchfalls die Arbeit einzustellen ober nicht bei ben kasenm treffende» Unternehmer« in Arbeit zu treten. Dies ______ ;,a$ widerrechtliche Freiheitsbeschränkung Dritter
i bestrafe». Diese Grenze hat zwar die Gesetzgebung *♦ A Staaten gezogen, aber nirgends in genügender setze. Alle großen Stteikbewegungen bet neuern ” daß es in biefer Hinsicht an einem ge- W-nden Schutze gegen bie thatsächliche Vergewaltigung welche von ben Führern unb ihren Werkzeugen M Arbeiter, die fich einem Streik nicht anschließen ®fr nach ausgebrochenem Streik die Arbeit wieder p-mhmkn wollen, ausgeübt wirb."
G Eme weitere Einschränkung be» Koalition», und 'k^tEcht» hält Schöneberg au» Gründe» deS öffent- Mr« Jntereffe» in be» Fällen für gerechtfertigt, in durch allgemeine Arbeitseinstellungen bie Be- twrag unabweisbarer unb unaufschiebbarer Be- Wuusie verhinbert ober „in gemeingefährlicher Weise" I” wird. Diese» kathedersozialistische Uttheil F desonder» der Aufregung über den sozeuanuten Vur.hMs-Paragraphen geg nüber zu beachten.
L" minder ^beweisen auch die Verhandlungen ^.Vereins für Socialpolitik" ans seiner 1897 zu
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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. Jllustrirtes S-nntagsblatt. —•
I l, haben leider auch deutsche Professoren, Vertreter ier deutschen Staats- unb Sozialwissenschaft mit- ewirtt. Selbst ein Schmollet unternahm es im T-T-' wrenfjaufe, die Vorlage mit allerlei nichtigen, dem m,lern r Sache völlig fernliegenben Einwänden zu alt, i dämpfen. Nun ist man ja von dem herrschenden 2ij, topebet ° Sozialismus bereits das Menschenmögliche evohnt, trotzdem giebt dieses Verhalten zu gerechtem kfremben Anlaß. Die deutsche Staatswisienschaft et nämlich vor Kurzem noch selbst in ihren arbeiten r'fpn mmdlichsten und sonst ganz dem Katheder - Sozia- ' ikmu» huldigenden Vertretern einen Standpunkt ein» euommen, der durchaus in der Richtung des gegen» UW artig von der Reichstegiemng betretenen Weges iezt. Hierfür einige Beispiele.
1899
Htxel I
Liebig, t