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rein, 1899, inMotuf. «Ng.

Ha<K Srtftfltt Leise # gebetei,

ds5 Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

jenbVerlag: Joh. Aug. Koch, Universitäts-Buchdmckerei iu Marburg. Verantworüich für die Redaktion: Redakteur Halis Hupfer in Marburg,

lanu Lj Expedition-Markt 21. - Telephon 55. UUP Redaktion- Markt 21. Telephon 55.

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toff zu interessanten Vergleichen und beherzigens-

schluß bekundet, dem monarchische» Staate die

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>§Qj lttschen Anstürme bedarf. ---- richstag am letzten Ende

die gleiche Einficht be-

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Die Ergebuifle der Haager Konferenz sind noch geringer, als man bisher annahm. Die drei von der Friedenskonferenz beschlossene« Kon­ventionen, betteffend die Schiedsgerichte, die Kriegs­gebräuche im Landkriege und die Anwendung der Genfer Konvention auf den Seekrieg, wurden nicht unterzeichnet von Deutschland, Oesterreich - Ungarn, China, Großbritannien, Italien, Japan, Luxemburg, Serbien, Schweiz und der Türkei. Die Vereinigte« Staaten von Amerika unterzeichneten nur die Konvention über Schiedsgerichte, jedoch unter Vorbehalt. Rumänien unterzeichnete die Konvention über die Schiedsgerichte unter Vorbehalt. Die drei Erklärungen, betreffend das Verbot, Explofivkörpcr aus Ballons zu schleudern, Stickgase verbreitende Geschosse sowie Kugel» in der Art der Dumdum-Kugeln zu verwenden, wurden nicht unte^eichnet von Deutschland, Oesterreich-Ungarn, China, Großbritannien, Italien, Japan, Luxemburg, Serbien und der Schweiz, während Amerika nur die Erklärung, betreffend die Ballons, unterzeichnete. Allerdings ist bestimmt worden, daß die Mächte bis zum 31. Dezember »och ihre» Beitritt zu den Be- stimmuugeu schriftlich erklären kSnoen. DaS ist aber trat eine leere Formel, bestimmt, das in der Haupt­sache negative Resuüat der Konferenz zu verschleiern.

Die neuesten Nachrichten anS Samoa lauten entgegen den letzten englischen Alarmnachrichten wieder ruhiger. Daß die Regierung i» keiner Hinsicht Be-

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wenn nicht das Gesammtwohl ernstlich Schaden nehmen soll.

Was de» Inhalt des neuen schwedischen Gesetzes aobetlifst, so bestimmt daffelbe kurz folgendes: Zwingt jemand ohne ordnungsmäßiges Recht oder mittelst Mißbrauch seiner Befugniffe, dmch Gewalt oder Drohung, einen anderen zur Ausführung, Duldung oder Unterlassung einer Handlung, wird derselbe mtt Strafarbeit (Zuchthaus) bis zu zwei Jahren bestraft. Das gleiche Gesetz gilt, wo jemand auf angedeutete Art de» Versuch unternimmt, andere zur Theilnahme an einer Arbeits - Einstellung zu zwingen oder die Wiederaufnahme der Arbeit zu ver- hiuderu."

Auch beim oberflächlichsten Vergleiche muß sofort einleuchten, daß die Bestimmungen des schwedischen Gesetzes weit schärfer laute» als diejenige» des deutsche» Entwurfes zum Schutze des Arbeit» - Ver­hältnisses. Dor allem gilt dies von dem Strafmaße. Während der deutsche Entwurf nur in einem ganz seltene» AuSnahmc-Falle Zuchthaus-Strafe Vorsicht, wird dieselbe Strafe in dem schwedischen Gesetze ganz allgemein augedroht. DaS socialdemokrattsche Gerede, wonach die deutsche Reichsregierung sich mit dem be- treffenden Entwürfe eines ganz beispiellosen, alle Maß­nahmen des Auslandes an Härte übertrumpfende» Vorgehens schuldig gemacht habe» soll, erscheint da­nach iu Zukunft »och gegenstandsloser und thörichter als zuvor.

für die in Aussicht genommenen Waldspiele einige Ehrenpreise stifte».

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Erscheint täglich anher an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Ouartals-Abonnements-Preis bei der Expedition 2 Mk, bei allen Postämtern 2,25 Mk. (cxkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr- die ge- lvaltene Zeile oder deren Raum 10 Psg., Reklamen - die Zeile 25 Psg.

Die Wiederkehr des Tages, a» dem der eifer»e Kanzler die Augen zum letzte« Schlummer schloß, ist in FriedrichSruh durch eine kirchliche G e- d e» k f e i e r i» der Gruftkapelle begangen worden. Pastor Westphal aus Brunstorf hielt die Predigt und spendete dann daS hl. Abendmahl. Anßer de« Mit­gliedern der fürstlichen Familie «ahm nur ein kleiner Kreis von Geladenen sowie höhere« Friedrichsruher Beamten, iusgesammt etwa 50 Personen, an der Feier Theil. Fürst Herbert Bismarck trug selbst einen prachtvollen Kranz, den er am Sarkophage seines Vaters niederlegte. Beide Sarkophage waren auf allen Seiten mit frische« kostbaren Kränzen reich geschmückt. Der Kaiser hatte zn dem Bismarck- gedenttag nach FriedrichSruh einen Kranz aus Lorbeer und Palme» und ein Telegramm anS Bergen ge­sandt, daS am Jahrestage des Todes »och einmal der unsterblicheu Verdieuste des großen Todten um daS Vaterland gedachte. Fürst Herbert legte den Kranz des Kaisers am Sarkophage nieder.

länglichen Remnnerirung und der unsichere» amtlichen Stellung guittire« sie ihren Dienst, sobald sich ihnen ein besser dotirtes Amt bietet. Daß dies ein ge­sunder Zustand ist, totrb Niemand behaupten, da die AmtsanwaltSgeschäste von der größten Wichtigkeit für die amtsgerichtliche und schöffengerichtliche Straftechts- pflege find. ES liegt auf der Hand, daß es in hohem Grade wünschens werth ist, an den größere» Amtsgerichten man beschränke sich vorläufig auf die etwa 62 Amtsgerichte, die mit sechs oder mehr Richter besetzt find etatsmäßige Amts­auwaltstellen zu errichte» und fie i» erster Linie mit Beamte» zu besetzen, diedasReferendar- e x a m e» bestanden haben. Nur wen» au solchen Mangel ist, greife man auf andere Personen zurück. Noch besser wäre es allerdings, wenn Gerichts« a s s e s s o r e n die AmtsanwaltSgeschäste »ersähen, aber fie würden flch wohl nur dazu bereit finden, wenn das Gehast erheblich erhöht würde. Dagegen wird mancher Referendar, zumal wenn ihm durch un­vorhergesehene Umstände die financielle» Mittel ans- gehen, und auch die in der großen Staatsprüfung gescheiterte» Referendare, gern oerett sein, eine etats­mäßige Amtsanwaltsstelle zu übernehmen. Man könnte diese jungen Juristen ja erst probeweise be­schäftige» oder einen besonderen Vorbereitungsdienst für derartige Stelle» einführen*.

Die Errichtung etatsmäßiger Amts­anwaltstellen an den größeren preußische» Amtsgerichte» befürwortet eine Zuschrift, die ein preußischer Richter unter der Ueberschrift:Ein Stiefkind der preußischen Verwaltung* a» den Hamburgischen Korrespondenten* richtet. Wir lesen hier:Nach § 64 des Ausführungsgesetzes zum Deutsche» Gerichtsverfassungsgesetz find Vorsteher der Gemeindeverwaltung am Sitze des Amtsgerichts ver­pflichtet, die Geschäfte eines Amtsauwatts zu über­nehme», sofern nicht die örtliche Polizeiverwaltung Königlichen Behörden übertragen ist. Wird von der Gemeindebehörde eine andere geeignete Person in Vorschlag gebracht, die zur Uebernahme dieser Ge­schäfte bereit ist, so fällt die Verpflichtung des Vor­stehers der Gemeindeverwaltung fort. Die Bestimmung des § 64, I. c. ist, soweit es sich um kleine Amts­gerichte handett, unentbehrlich. Den» bei der ge­ringfügigen strafrechtlichen Thätigkeit dieser Gerichte können für die Geschäfte der Awtsamvaltschast keine etatsmäßigen Beamten bestellt werden, auch ist der Gemeindevorsteher in der Regel gern bereit, das Amt mit zu verwalte». Die preußische Verwaltung er­nennt aber auch für die meiste« größere« Amtsgerichte feine etatsmäßigen Amtsanwälte. Nur sehr wenige solcher Stelle» giebt es. Die AmtsanwaltSgeschäste a« den größeren Amtsgerichte» werde» meist von penfionttten oder zur Disposition gefteilten Officieren oder von mittleren Beamten, die sich zur Ruhe gefitzt habe», gegen eine geringe Remuneration versehen. Diese Amtsanwälte, die keine» Anspruch auf Pension haben, können jederzett von der Anstellungsbehörde wieder entlassen werden. Iu Folge der völlig unzn-

«asgesetze wandelnde Norme» aufzuprägeu. Leider ü die formalistische Weisheit der schwedischen Ge- «tm auch in unserem Vaterlande zahlreiche Jünger, B vfiben wie drüben thnt Umkehr dringend noth,

Umschau.

Hebet das Befinde» der Kaiserin wird neuerdings aus Berchtesgaden gemeldet, daß der Heilungsprozeß in den letzten Tagen bedeutende Fort- schritte gemacht hat. Die hohe Frau fühlt sich außer­ordentlich wohl und verspürte bei de» in ihren Zimmern bisher vorgenommenen Gehversuchen nicht die geringsten Schmerzen. Sie empfing am Sonn­abend Nachmittag den Dfteftor des orthopädischen Instituts zu Göggingen, Herrn Hesfing, welcher den von ihm der Kaiserin angelegte» Kontentverband auf feine Sage hin einer Prüfung unterzog; der hierbei festgestellte Befund soll den berühmten Orthopäde» durchaus bcfriebigt haben. Infolge biefer günstigen Wenbung zur Besserung ist bie ursprünglich auf den 5. August festgesetzt gewesene Ue b er f iebeIu» g bet Kaiserliche» Familie von Berchtesgaden nach Schloß WilhelmShöhe nunmehr auf Donners­tag, den 3. August, verlegt worben. Der Kaiser wirb dagegen, von bet Notblanbreise zntückkehrenb, voraussichtlich schon am 2. August auf WilhelmShöhe eintreffen. Die in Berchtesgaden zur Sommerfrische weilenden Künstler werde» am 1. August im Rost­walde ein großartiges Fest veranstalten. Die Kaiser- licheu Prinzen werben bem Vernehmen nach dieser Festlichkeit bei gutem Wettet beiwohnen und auch

Schutz der Arbeitswilligen im Auslande.

Während baS Schicksal bes beutschen Gesetz- wnrfs zum Schutze bet Arbeitswilligen noch in eLisser Zukunft liegt, ist in Schweben ein ben

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Warburg

Mittwoch. 2. August 1899

. Schon et« Blick auf bie bem enbgiltigen Et- ***** bniffe voranfgehenden Berathungen bietet mancherlei

iff-n zu leihen, beten et zur Behauptung seiner UHschichtlichen Stellung gegenüber bem socialbewo- >5(m vischen «»sturme bebarf. Wird bet beutsche

«zenlis^ ,,. «whi w «uv e-u/iyuu |u uicificm, tn«K|tt lhrend doch umgekehrt gerade der wechselvolle Fluß «udiger Entwickeluog bestimmt erscheint, auch dem

Anzeigen nehmen entgegen: die Ervedition dieses Blattes, die Annonccn-

Bureaux von Haaienstein & Vogler. Frankfurt a. M., Cassel, Magde- ni CYrrfirrt

bürg, Wien: Rudolf Mosse, Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln; vtt.

C. L. Daube & Co., Frankfurt a. M Berlin, Hannover, Paris rc.

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Hambach*" Gegenstand betreffendes Gesetz kürzlich unter . ach und Fach gebracht worden.

Zim« nthen Lehren bar. Zuvörderst ist festzustellen, daß inet si >s schwedische Parlament nicht versagt hat in einer Nähe bi »gilegenheit, in welcher es sich um bie Lebens- i. C. 0. iingungen des Staates handelt. Beide Kammern (509 iden dem Gesetz-Entwürfe zugestimmt uud damit de«

, ähre« ? Wit hoffen es; denn das Gegentheil chfi -pep erbe nichts anderes bedeuten, als die Lossagung ^rt- e n bet Rechtsidee des Staates, b. h. seinem unver« Dn lßerlichsten Bestandtheile. Ist bet Staat nicht mehr ' , ÄcU< der Lage, sich als Träger beS allgemeinen und tztmnier ti(jjca Rechtsschutzes zu erweisen, ist er nicht mehr Gatt.« Lage, jeden in dem natürlichen, gottgewollten BS; u® echte^ der ehrlichen Atbett und des ehrlichen Erwerbs 's«n »^en, f° hört er eben auf, Staat zu sein, und dazu beittägt, ihn in diese Lage zu bringen, et zweifelsohne den Todtengräbern staatlicher dnung HelferSdienste.

Bezeichnend erscheint es, daß auch in Schweden 6. Widerstand gegen das Gesetz zum Schutze der tze ov.^xbxjtswiüiaen. abgesehen von der Socialdemokratie, ehmlich, ja so gut wie ausschließlich von den iännern der reine» Doftriu, von den dem prakttschen Zimm tweibslede» abgewandteu Betufskreisen ausging. ., Gart! im deutlichsten prägt sich dies in bem Votum des t genau Höchsten Gerichtshofes* aus, her als mitberathende F. V. i »ßwz gehört werbe» mußte. Die Thatsache allein, (503 in dem Gesetze mit ber Bestrafung des ver- " TT Frischen Versuches als solche» ein bisher maß- iflffn Grundsatz bet schwedischen Rechtsprechung wt Acht gelassen wird, genügte den Gelehrten des ( höchsten Gerichtshofes*, um sich völlig ablehnend verhalte«. Als wenn ber Buchstabe deS Straf« ps ein starres, unabänderliches Prinzip wäre, sen, daS Leben in alle Ewigkeit zn meistern,

fuhren beide Herren BSHnhausen zu. Hnrst ging,

Hilfe z« spät!"

(Fortsetzung folgt.)

erst allein in bas Krankenzimmer. Er fand seinen

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lähmendem Entsetzen zum Freiherrn wendend, tief zitternd auS:

In dem Fache sind keine Papiere, es ist leer l*

Leer,* wiederholle der Freiherr und richtete sich erschreckt in seinem Bette auf,daS ist nicht möglich, ich habe fie erst vor acht Tagen noch selbst gesehen, sie müssen da sein!*

Nein, nein,* rief Scheust außer sich,fie fiud nicht da, so sehen Sie doch!* und er trat zurück, dem Freiherrn einen vollen Blick in das leere Fach gewährend.'

So sind fie gestohlen,' schrie bet Freiherr und sank röchelnd in bie Kissen zurück, währenb der Justtzrath in fieberhafter Eile bie Papiere des Pultes zu durchwühle» begann; aber nichts konnte er ftnben, uud verzweifelt eilte er an das Lager des Freiherr» und sah zu seinem Entsetzen in dessen schon halb ge­brochene Augen. Et taumelte zurück und stürzte bann wie gejagt in daS Wohnzimmer mit bem Schreckensrufe die dort vetsamrnelle Familie aus- störend:

Schnell, schnell, nm GoüeSwillen schnell, ber Freiherr stirbt!"

Als bie Seinen die Krankenstube erreichten und an daS Bett getreten waten, blickte» fie i» daS Aotlitz eines Etetbeube», btt mit seinem gebrochene« Blicke die ihn Umringenden anstarrte und dann mit einem tiefen Athemzuge sein Lebe« auShauchte. Ftefftau Ulrike neigte stch übet ihn und schloß die gebrochenen Augen, dann wandte fie fich den Ihren zu unb sagte ruhig:Der Batet ist tot, hier ist jede

fragte, warum er erst heute gekommen wäre, er­schreckend verändert.

ES wat keine Möglichkett, früher Urlaub zu et- hatten,' wat bie schnelle Erwiderung, wir hatten große Parade vor St. Majestät.*

Ei» ungläubiges Lächeln irrte flüchttg übet das sonderbar eingesunkene Geficht deS Freiherrn, dann fragte er, ob Scheust mitgekommen wäre, und auf Horsts bejahende Antwort, bat er ihn zu gehen nvd den Justizrath ihm herzufchickeu, et möchte eine Weile mit demselben allein sein. Horst entfernte fich, und bald baranf trat Scheust bei Baton Egon ein unb sagte fich schnell bem Bette nähernd:

Also enblidj lassen Sie mich rufe».*

Sie waren ja verreist, ich habe schmerzlich auf Sie gewartet.'

Verreist?' rief der Justtzrath erstaunt,nicht daS ich wüßte, wer hat Ihne» das gesagt?'

Meine Fra»; doch lasse» wir jetzt bie mmöthige» Erörterungen, ich fühle, es geht mtt mit zu Enbe unb ich sterbe gern, nur der Wunsch, die Papiere vernichtet zu seheu, läßt «ein müdes Hetz noch lang­sam schlage».

So gebe» Sie die Schlüssel, so,' Scheust öffnete die Klappe deS PutteS,wo liegen die Papiere?*

Drücken Sie gleichzeittg auf die oben angebrachte Rosette und ans die kleine «nfdj einbare Feder, die Sie nuten angebracht sehe», so, haben Sie fie ge­funden? I» dem fich öffnenden Fache liegen die Schriftstücke.

Der Justtzrath that, wie ihm geheißen, mit einem leise klingenden Geräusch öffnete sich daS geheimniß- volle Fach, aber e» »ar leer, und Scheust, fich in

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Damen ein, ich werde mich so schnell wie möglich fertig machen.*

Seht gern,* erwiderte Horst, uud im Begriff, fich zu entfernen, drehte et fich, bie Thmklinke ie ber Hanb, Scheust wiebet zn und sagte herrisch:

Daß Sie kein Wort übet meine persönlichen Angelegenheiten meinem Vater gegenüber erwähnen, ist wohl selbstverständlich,' unb als Scheust abwehrend erwiderte, wie er nut darauf käme, er würde zu feinem Bedauern wohl bald persönlich mtt ihm ab­rechnen könne», sagte Horst herrisch:

.Nu» ja, wir müssen abwarte» wie es kommt, es ist natürlich, daß ich, wen» mein Vater sterben sollte, Ihnen sofort die aufgeborgte Summe abzahle. Iu acht Tage» brauche ich übrigens nöthig 15000 Mark ich kann sie doch bekommen?*

Aber natürlich, ich werde das Geld bereit Halle»!'

Horst ging und verplauderte noch eine Viertel- stunde mit den Samen, Taute Mincheu wat ganz Mttgefühl für ben fronten Freiherrn, Horst wehrte ihre betrübten Beileidsbezeugungen ab, sagte lächelnd, er hielte es nicht für richtig, fich vorher schon um Dinge zu grämen, die fich »och zum Seffern wenden könnte». Dan» wandte er fich Sigrid zu, scherzte mtt ihr, erzählte ihr einige kleine amüsante Geschichten aus bet Residenz, und sagte in bet Eile noch einige Schmeicheleien.

Dann erschien der Justtzrath und bald darauf

(Nachdruck eerbotenj

Schloß Böhnhausen.

Bo» M. Buchholtz.

(Fortsetzung.)

tote solche« Gedanken fuhr er a« Billa Scheust frag schnell aus und sagte zum Dienet, er selbst den Herrn Justizrath um sein Mit- bitten. Der kleine Herr kam ihm schon im

c entgegen, et schien sehr aufgeregt und fragte iwge« Offizier nach hastiger Begrüßung:

hier, Herr Baron, steht eS denn so schlecht ihnhause», daß man Sie kommen ließ, ich Sester« noch den Arzt, ber mir sagte, eS wäre direkte Gefahr?*

Zustaub meines Vaters scheint heute be«

ia_ erregend 8« sei», der Dienet sagte mir so- . Ma<6 Prvfessot Werder heute telegraphiert

tL -nachdem schon wieder? das kann doch unmög- ftp Wille des Freiherr» fei».

"tcht? Hat mein Vater fein Sertranen

£.??* Et genießt doch in bet Residenz eines vor- i? ",U^D Rufes.*

*>e8 mag fein,' murmelte ber Justtzrath,ja, ifL8®1 mag fei», aber,' fuhr er eilig fort,ich MF» Böbnbaufe». ich habe mtt ihrem Herr« dfcV dringend zu spreche», hätten Sie wohl die

mich Mjtzunehme» ?*

Mh ^mme* «eines BaterS Wnusch damtt zu- |U4,ttw tu- 81«H,

Diener sagte mir, daß der Kranke de» nachdem er die Seinen flüchtig begrüßt und zu seiner

Wunsch hat, Sie pr sprechen, ich kam, Verwunderung auch Barbara wiedergesehen hatte, zu»

| *7« 3hr Mitkomme» zu bitte».' erst allei» in das Krankenzimmer. St fand seinen

| IeüW treten Sie einen Augenblick bei den Batet, bet ihm die Hand eutgegenstreckte und müde