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Die Rusfificlrung Finlands macht immer mehr Fortschritte. So entnimmt soeben das Petersburger Blatt ,Swet' dem Fiuländischen Amtsblatte die Meldung, daß der Kaiser von Rußland der Roth. Wendigkeit seine Aufmersamkeit geschenkt habe, die finländischeu Eisenbahnen mit dem allgemeine» russischen Eisenbahnnetz zu »er» einigen. Ferner soll es der Wunsch des Kaiser»
hob sodann in der Schlnßansprache hervor, wenn die Conferenz nicht die Träume der Utopisten habe verwirklichen könne», so habe fie doch die düsteren Voraussagungen der Pessimisten Lügen gestraft. Die moralische Wirkung ihrer Berathuugen sei schon offenbar, sie werde sich mehr und mehr fühlbar machen und nicht verfehlen, sich in der öffentlichen Meinung in augenfälliger Weise kund zu thun. Sie werde de» Regierungen eine mächtige Unterstützung bei ihren Bestrebungen gewähren, die Frage der Begrenzung der Rüstungen zu lösen, welche eine ernste und gerechte Sorge der Staatsmänner aller Länder bleiben werde. Redner gab schließlich der Hoffnung Ausdruck, der Kaiser von Rußland möge in dem Einsetzen verdoppelter Thatkraft zur Fortführung des von ihm unternommenen Werkes den wirksamste» Trost für die schmerzliche Prüfung, die er dmchge- macht hat, finden.
Mtawwttttyy*: He Expedit»« Mtftl Blatte«, die «(raume* 8-ster. Frankfurt«. M, Caffel, M. *
hatte so wie so mit ihm zu sprechen. Daß der Vater wirklich so bedenklich krank war, hatte er kaum vermuthet, er dachte, es wäre übertriebene Be- orgniß der meist zu schwarz sehenden Mutter und Hildegards, sonst hätte er doch das gestrige Renne» im Stich gelaffen, eS wäre für seine Börse auch ent» chieden besser gewesen, er hatte sündlich viel Geld bei de« hohen Wetten verloren.
DaS nachfolgende Diner war ja höchst fidel und amüsant gewesen,, aber bei dem kleine» Tempel, den die Kameraden später auflegten, hatte er schauder» Haftes Pech gehabt. Ra, er grämte fich nicht viel über geschehene Dinge, Scheust würde schon gebe», er hatte seit damals, als das bei dem Justizrath ans- gebrachte Capital als Hypothek auf BSHnhause» eingetragen wurde, eine» offenen Credit bei ihm ge» habt, und wen» er das Unglück wollte und der Vater wftkliche stürbe, dann konnte er Scheust eine nette Summe bleche», oder wenigstens wieder ein» trage» lasse». Aber bann quittierte er natürlich den Dienst, man konnte fich ja bann mit bei kleine» Gräfin Brandts verlobe», fie war recht »iebltch n»d e»orm reich, mrd bis über bie Ohrea in ihn verliebt; et dachte fich eS ganz nett mit ihr dann auf Söhn» Hausen zn leben.
Sigrid Scheust würde fich bann schön ärgern, daß fie alle die Jahre auf ihn gelauert hätte, e» ge» chah ihr schon recht, warum bildet fich ein bürger» che» Ding auch ein, fie könnte mit ihrem lumpigen Gelb und ihre« niedlichen Gesicht fich ihn, den ibscheste» und schneidigste» Dragoner-Offizier der Residenz kaper», der außerdem noch einer der vor» »ehmsten, hochadligsten Familie des Landes augehörte.
(Fortsetzung folgt.)
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Heber „bie sächsische Justiz" geht dem »Leipziger Tageblatt" von einem bet hervorragendsten Juristen ein Artikel z», der fich mit dem bekannte» Uriheil des Landgerichts Berlin I beschäftigt. Der Schlußpassu» des Artikel lautet:
»Di« IV. Strafkammer des Landgerichts Berlin I scheint voraus,usetzm, daß durch Aufhebung des So,Ialisten- aeietzeS eine volständige Gleichstellung der die bestehende Ordnung untergrabend'» und dieselbe möglichen Falls auch durch Revolution bekämpfenden sozialdemokratischen Partei mit den übrigen sog. staatSerhalteuden Parteien eingetreten I«. , Das wäre ab« ein grober Jrrthum. Ob ei» Sozialistengesetz besteht oder nicht, so können, zumal in der Strafjustiz, nur die bestehenden Gesetze an« «wendet werden, und wäre der gegen da, Oberlandesgericht Dresden erhoben« Vorwurf gerechtfertigt, so müßt« vor allem Jed«, dem die bestehende Ordnung am Herzen liegt, dies tief be- dauern. Daß aber die Behörden überall da, wo das eine oder dar and«, in das Ermeffen dnselben gelegt ist, jene Parteien nicht gleich behandeln, daß st« insbesondere mit den gesetzlichen Mitteln zu verhindnn suchen, daß sich eine den Staat als solchen bekämpfende Partei die Kampfmittel verschafft, das liegt in der Natur der Sache, und eS war- traurig, wenn unseren Gerichten hierfür das Ver- standniß bereits abhanden gekommen wäre, und fie z. B. eine RechtSungleichheit darin suchen zu können glauben, daß der sozialistischen Partei di« erforderlich« Genehmigung z» Geldsammlungen untn Umständen verweigert wird, unter welchen sie anderen Parteien ertheilt wird. Wenn der Staat feindliche Parteien, di« seine Grundlagen leugnen, nicht mehr von Parteien zu unterscheiden weiß, die sich auf bem gegebenen Boden bewegen, so bereitet er sich selbst den Untergang."
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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Krette Marbnra und Kirckbain Jllustrirtes Sonntaasttatt. —VEZJJrSz?
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<- ... , pMäbiger, »ich konnte nicht eher kommen."
»Scheust, sagte der bie, hörende Arzt, »ist Be»| Dann stieg er ein und nickte auf die Bemerkung »r nwr.to»« “ ■— —-----o'|™ Dim:rZ, er hätte noch Auftrag, den Herrn
V” toi bi, IjifHiratb witiubringen, nur gnädig mit dem Kopf,
sagte bie Freistatt, »er war vetterst, 'Es wat rhm ganz lieb, bei Scheust anzusahten, er
Oerboten-) 'Eguug, Je Mite ferne Ermüdung nach der durch- und da sie nun nicht anders konnte, versprach fie so- Scklaü I S" % etH unheimlicher Glücks, fort einen Wagen nach dem Justizrath zu schicke»
wlyloß öngttgauitn. htm ■» Je i» dem Wfrn mtt peinlichster Ge. Ehe der Arzt abfuhr sagtt « nvch zu der Frei.
Von M. Buchholtz. I nauigkett alles versammelt fand, wa» die Geburt von I flau, als fie das Krankenzimmer vnlassen hatten
(Fortsetzung.) |§an/' fcP*e Ansprüche auf Böhnhausen beglaubigte. I fie möchte trotzdem bet Baron es nicht zu wünschen
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T-mz um das goldene Kalb.IL. L-kfL"?- L-L ’ÄÄ 2S5
Der kürzlich veröffentlichte Bericht der Aeliesteu! Emissionen in Deutschland sich auf einen Curswerih und Politikern geschafft hatte. Und mancher benttoe
Kaufmannschaft ist im allgemeinen recht Milliarden (2697 Millionen) belaufen Mann gelobte fich, das Andenken an Bismarck da-
optimistlsch gehalten, und es kann ja auch garMa6.en' 0t9'n,2 Milliarden im Boriahre. Daß im durch zu ehren, daß er durch alle Wirnisse und allen "ichi anders sein. Handel und Jndusttie blühen I^stukn Jahre flott weiter gegründet worden ist, i kleinlichen Aerget der Tagesstreitigkeiten hindurch den chatsächlich, und der Unternehmungsgeist entfaltetteder. Daher auch die bedanernswerthe Er-»Blick treu und fest auf Kaiser und Reich aeritfife immer mächtiger feine Schwingen. Kaum ein TagI[cheinung, daß der Eurs der sichern Rentenpapiere,!halte. Und Wit meinen, daß es der schönste Statt» vergeht, der nicht von Neugründungen zu melden! Inders der Staatspapiere, einen so auffallenden list, den die Verehrung und Liebe an dem Grabe des weiß. Trotzdem mische» sich selbst in die kauf-l Tiefstand zeigt ruhmvolle» Tobten niederlegen könne», venu sie mit
mannische Schilderung der glänzenden Konjunktur! .. diese Entwicklung noch längere Zeit an, so ihren Gedanke» und Handlungen schützend und sorgend berests leise Wamungsrufe, bie um so größere Be-l ruckt, wie schon die Breslauer Handelskammer be-l sei» kostbares Bermächtniß/ seine Lebensarbeit nm- achtung verdienen, da fie dem Munde von Leuten ^"kt hat, „die Gefahr der Ueber-Speknlatio» in!fangen. Mit Otto von Bismarcks Geiste mögen seine entflammen, deren sachverständiges Unheil nach biefer p”1”161 größere Nahe. Wir gehe» dann Zuständen l Thaten und seine gedankenreichen Reden und Auf. Richtung hin keinem Zweifel unterliegen kann. J”™ ^et.u”8„?er 0ro^e ®ra<^ derlzeichnungen uns immer wieder erfüllen, dann wird der
Zunächst ist in dem erwähnten Berichte von ber|n?iunbun6^fro J?er IP'r 3ahre so drastisch vor größte Mann, den eine deutsche Mutter gebar, nicht stetigen Steigerung der Produktion die Rede, über I 9e'uI’rt- Ter Moloch der Spekulation der- umsonst gelebt und gerungen haben.
deren Gefahr man fich mit allerlei Beschwichtigungs-17s nßt ,a“ Ie^'" ®”i>e feine Anbeter, und nichts I ------------
Gründen hinwegzusetzen suche. So wftd die Noth- Itefi8e u Vermögens-Verluste zertrümmerte Im Haag ist am Sonnabend die Friedens- Wendigkeit fortdauernder Prodnktions - Steigerung Epuenzen, vernichtetes Familien-Glück, Thränen l C o n f e r e n z in öffentlicher Sitzung geschlossen mit dem ebenfalls ständig wachsenden Konsum ge«L ■ ^"»ezeichneu schließlich den Weg, den das worden. I» der Sitzung wurde mitgetheili, daß die rechtfertigt, obwohl, wie der Bericht meint, der h ‘W genommen. Daher kommt! Schlußacte von sämmtliche» Staate» unterzeichnet
rechttgung dieser Auffassung „manche Bedenke» ent-1haS Warnungs-Signalder Berliner Kaufmannschaft! wurde, die Convention betieffenb bie Schiedsgerichte gegenstänben." Es kommt aber noch bentlicher. I I1?“", Ä und jeher Freund des von 16, bie beide» andere» Conventionen betreffend
Die Aeltesten bet Berliner Kaufmannschaft weisen I ? richenVoikes wirb sichet wünschen, baß ihm ein Iben Landkrieg und den Seekrieg von 15, und die 3 auf die starke Steigerung bet Effecten-Cnrse bin I tan'en”'gItt9 ^erstarrtes Echo zutheil werben möge. I anbeten Declarationen, betreffenb bie Anwenbnng vet-
Md lassen sich im Anschlüsse hieran also vernehmen:
botenet Geschosse von 15 bei 17 Staaten ange-
»Die gewaltige Anspannung von Handel und! NmschllU luommen wurden. Hierauf ergriff der russische Ver-
Zudustrie ist es, die in erster Linie für die Steigerung I „ - r , , it^er, Baron v. St aal das Wort zu einer Ab
des Zinsfußes in Anspruch zu nehmen ist. ®neSLt Ä Sonntage war ei» Jahr verstrichen schieds- und Dauktede. Et betonte, das vollbrachte weitern Grund für bie Spannung am Geldmarkt geniale Staatsmann! Werk sei nicht vollkommen, aber aufrichtig, practisch
war bie große Ausdehnung der Emisstons-Thätigkeit! Willenskratt der mit seiuer! und weise, es bemühe sich, die beiden Principien, die
von Seite» her Banke» und Finanz-Häuser die sich eine Welt m Bewegung gesetzt hatte, die Grundlage des Völkerrechts sind,
»eben umfangreichen Kapitals-Erhöhungen der! meibs-lrai'u-»" schlossen, die ein Iber Souveränität bet Staaten und der gerechten
Berliner- und Provinzial. Banken auch auf industrielle I Deutschlands Kftf^ aetoaAt^hifJ8196»^ ^""g"onalen Solidarität, indem beide gewahrt Unternehmungen erstreckte. Das Kapiialisten-Publikum, Arm^des ft lTS» der werden, mttemanber zu verbinden. Du» u«
welches bei bet steigende» Konjunktur bisher den w "S IT daß das, was in der Neuzeit
Werth seines Actien-Besitzes, namentlich Bon3nbuftiie= S Jera“b‘ ra,8. seinem herrschen solle, jene Werke seien, bie aus bem Be-
Untemehmungen, stäudig zunehmen sah wurde 60“»^ of^e^r^hn ffluihS L’S" “”b °d s-'»« dütfniß der Eintracht geboren und durch die Zusarn. keineswegs zur Realisierung angeregt. Im ®egeS fiLfSÄ £ J L f k.er^Ien' bflhenarbc,t der Staaten befruchtet seien, welche die thell gab es sich, unter Hintansetzung der Grundsätze ? ®«®»otM«it He deutschen! Verwirklichung ihrer legitimen Interessen in einem
ei-er soliden Kapitals-Anlage, de/ Meinung hin kele in far^SrnSm “sltrh9 b ‘ but<6 die Gerechtigkeit geregelten Frieden verfaß es vortheilhafter sei, $iBibenbrn;ianiere Tu £5' ? k b" l-««-Festzug erfolg- folgen. Die Aufgabe der Conferenz sei wahrhaft
«werben. Diese Strömung war so stark daß neue h der g-wal lgwollende Mann verdienstlich schön. (Lebhafter Beifall.) Hierauf
hlwptsächlich industrielle Werthe deu ^missions- nfülltt^de lanae^ Reibe"i«»«? Ä? deutsche Delegirte, Graf Münster,
Lusern trotz der geforderten Agios so zu sagen aus «afoolitiMm » Meisterwerke einer dem Präsidenten Baron v. Staat warmen Dank für
dm Händen gerissen wurden." 8 a bie ”Äri"tn Mitarbeit an dem Werke der Conferenz aus und
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----standen in Dividenden-Papieren angelegt wurden, uns den hochragenden wohnlichen Reichsbau niederländische Minister des Aenßern, de Beau fort,