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Von M. Buchholtz. (Fortschnnq.)
»ebst der-« Gratisbeilage«
,Ärei5bIatt" für die Kreise Marburg uni
Bestellungen
für die Monate August und September
Mkr das Gefalle», das er an Juliette f«nb' F*1 Art, als das, was ihn zu Barbara von An» s,?" »erogen, aber er fand die kleine Somtetz । liebenswürdigen «-plauder allerliebst, und
Vtae, daß die beiden Damen vollständig fremd iu Residenz wären, fragte er zuvorkommend, ob »lclleicht erlauben dürste, Ihnen in den Tagen k ”ttiiner Aufenthaltes zum Führer zu dienen.
vamen nahmen cS mit Dank an, und als sich .««ldemar nach lingerer Zest empfahl, sagte fZ »ff«herzig:
Du, Mignon, diese deutsche Barbar mir
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so beherrschte fie heute doch noch eine andere Frage, nämlich, warum Dr. Werder fie nicht aufsnchte und fie so vollständig vergessen zu haben schien oder war er wohl unter der jubelnden Menge gewesen? hatte er ihr einen der Kränze huldigend geworfen? Sie hätte viel darum gegeben* wenn fie gewußt hätte.
Eine Menge Herren hatten fich im Vestibül auf» gestellt, um die Gefeierte noch einmal zu sehen, unter diesen auch Horst e. Nymw-g-u mit einigen Kameraden. Er hatte dem Coucert beigewohnt, und die allgemeine Bewunderung, die Barbaras Schönheit, der Enthufias» mnS, den ihre Stimme hervorrief, ließ es auf einmal seinem blauen Blut gar nicht so erniedrigend erscheinen, mit der Gefeierten verwandt ,n fein. So sagte er, als man in einer Zwischenpause im Foyer etwas frische Lust schöpfend, promenierte, die be- geisterten Reden feiner blaublütigen Regimentskameraden unterbrechend, indem er nachlässig feinen dunklen Schnurrbart zwirbelte:
.llebrigenS eine gang entfernte Verwandte von mir, diese Barby Hatten".
»Sie Glücklicher, Sie Duckmäuser", ertönte el jetzt von allen Seiten, .da» jetzt erst zu sagen", und umringte ihn mit der Bitte, fie mit der jungen Künstlerin bekannt gu machen.
Horst wehrte lachend die Bittenden ab.
(Fortsetzung folgt.)
)n ,r®e^ bekanntlich IHinterbliebenen solcher Beamten wird in jedem Falle
j al“« materiellen Vorschriften am 1 Januar 1900»unter Zugrundelegung von ' ~
nebi«tH«ttge»*: He Srvcditis« MefH Blatte«, He fkmomt- y)tt*S,,,n §a»sench^L Segler, Frankfurt a. M., Cassel, Mägde» q a O-ntw« 84'
IHarßurg
Dienstag, 25. Juli 1899.
*a' gönnen " l tzals schlang sich eine fein gearbeitete Soldk-tte.
Barbara stieg et» helles Roth in ihr Jetzt athemlose Stille. Barbara begann zu singen.
3u.Iie.tle* ich das nicht, Wie klar und von einschmeichelndem Wohllaut war
Graf Waldemar und »ch find Freunde, aber heirathm I doch diese Stimme, diemstseltener Reinheit bis in die werden wir nn» mel Doch nun ist er mittlerweile I höchsten Höhen kam, die die schwierigsten Läufe wie Zett geworden, uns zum Coucert zurecht zu machen,! spielenden überwand und mit ihrer Kraft und Fülle hmfahre» werde» wtrnaturltch zusammen." Iden ganzen Raum durchschallte. Die erste Arie war snr^ ®°«CCF!0?L bi8 auf ben letzte» beendet, sekundenlang, nachdem der letzte To» ver- Platz gefüllt, kem Apfel hatte zur Erde fallen können, I war, verharrte man noch in -»betender Stille, als ohne u.cht das Haupt irgend eines »»wesende» zu müßten fich die Herzen Aller au» dem Gefühl der treffen. Kopf an Kopf saßen die Menschen, die der Begeisterung, in da» fie diese Stimme versetzt, in die ungen Sängerin außerordentlicher Ruf, wie das mtt Wirklichkeit erst wieder zurückfinden; daun aber brach ihr gememfame Auftreten der berühmten Pianistin! der Beifall los, brausend, betäubend. Das war hergelockt hatten, nm fich heute persönlich von ihre» I mehr, weit mehr als man zu höre» erwartet hatte; Leistungen und ihrer gerühmte» Stimme zn über-1 das war der erhabene Genius einer gottbegnadeten, , . | wundervollen Menschenstimme, von dem sich da» ganze
SM allseitigem Beifall war die brillant gespielte! große Andstorinm wie anbetend neigte. Und von Bach'sche Fuge der Pianistin aufgenmumeu worden,! Stummer zu Nummer steigerte fich wenn möglich jetzt sollte Barbara auftreten und Aller Auge»! noch der Beifall, der EuthnstaSmuS I Mo» opplan» richtete» sich mü Neugierde auf d-S Podium. Da er»!diene wie toll, man tobte förmlich, al» sie zum $ien fie, fich mit Grazie verueigend. Eiue leb» Schluß »och das kletue, a»muthige, jubelnde und doch hastere Bewegung ging bei ihrem Anblick dnrch de» klagende Trompeterlied .Wie stolz und stattlich aebt »aal und ihre, tu der That hinreißend schöne Er»! er" von Neßler zugegeben hatte. "
chedumg »«hm die Herzen ihrer Zuhörer sofort für! Wie das in feine» i»»erßeu Tiefe» anfge» sich gefangen. Wie edel u»d vomehm und doch von wühlte Meer war die begeisterte Menschenmenge, welcher^ eutzückwden Lieblichkett^war aber auch diese! immer wieder und wieder ttat Barbara hervor, hohe schlanke Madchengestatt mtt dem feine» Kopf,!fich dankend verneigend, immer wieder von stürmt» dem lichte» Blondhaar, de» große» dunkelgraue» fchern Jubel uud lauten BravoS empfangen, ftineu'' L °'li »ezetchneten Brauen ttr^da fiel plötzlich ein Lorbeerkranz vor ihre Füße,
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Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg «nd Kirchhai«.
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bab°e» wirkli?lieb W f* &Ia“e ** mufe ^Ia?“eib' b« Hals und Anne ftei ließ; weiß wie legten fich huldigend vor ihr nieder. Sie hatte das fiabe tt« Uau » ü k l Alabaster hoben sich diese ans de» zarte» duftigen höchste Maß menschlichen Triumphes gefeiert, fich de»
Juliette in Barbara Md gab! Spitzen, die ben Ausschnttt des Kleides umsäumte»,! erstrebten RuhmeSkranz auf ihr blondes Haar ge»
Ä ticke? » ? JeL °n^ h«vor. An ihrem Handgelenk blitzte der Goldreif drückt, und wenn sich auch jetzt wie stets wenn L
verdient M«, w 3ebemgdiebt2a werben! ben sie einst vor Jahren von Mabame erhalten, sie mit ihre Stimme entzückt und hingerissen hatte, eta ■ den ich wü!de aön«n ® ”em' eber di-s-m, ttug rhu stets mit besonberer Vorliebe nnb um ihren hohes Gefühl der Freude »nd des Glückes empfand.
Ein wichtiger Vortheil des Kornbaus-Wesens in « Januar 19001 unter Zugrundelegung von drei Vierteln des
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gemeinen Verwaltungs-Kosten zu hoch stellen. Diel ---- ISV » weiter nichts als Eom»
— •— 11 ^00 ab zustehen wurde, einschließlich des bisherigen I und Hunger.
Umsckail I Wohnungsgelbzuschusses, unverkürzt als Warteaeld. —— ------------ --
1 | Auf seinen Antrag kann ein Beamter auch zu einem! m ,
o ,f^aJbsein' tote ^0» gentelbet, Se. Majestät der!früheren Zeitpunkte, jedoch frühestens mit dem Ab-! DtlltschrS Reich,
rraifer vas neue Jnvalidenversicherungs-!laufe des 30. September 1899, in beneinstweiligenI Berlin 23 Juli ->» »r a t > a . « r .» Gesebb^att°ru?Ve-6ff-ntl^° ** b/"""ch^ J? Reichs. I Ruhestanb versetzt werben. Er bezieht alsdann das! wurde gestern folgendes' Bülletin ausgegeben: Der ^ ^ent lchung gelangen Es ist an» im zweiten Absätze bestimmte Wartegld drei Jahre Kai serin e wuchsen auS der bSfetae JeS m »a -Qm von diesem Zeitpuntt ab. Als Verkürzung Stönmgen, da de?
foSent 6e5tt al aeben^ ? Diensteinkommens ist es nicht anzusehen, wenn wird. Bei diesem günstige» Verlaufe ist eine tägliche
Lie s!? Äsv»rd.l die Gelegenheit zur Wahrnehmung von Nebenämtern, ärztliche Berichterstattung nicht mehr erforderlich
Mbei ^' ° rr zum Bezüge von N-beueinnahmen entzogen Gezeichnet: Or. Zuncker." U™berMe8 öerlautirba6 lmrfender Nummenrung der einzelnen Paragraphen wird. Das Wittwen- und Waisengeld für die, der Heilungsprozeß des verletzten Beines zwar lang»
MterÜgl. preußischen Klassenlotterie" werden von allen Postanstalten, Landbries- Zinii trägem, in der Expedition (Markt 21), sowie
(23 ,On ""^ren Filial-Expeditionen in Kirchhain, ./ Neustadt und Wetter entgegengenommen.
ck lNachdruck verboten.)
Schloß Böhnhanscn.
Juli $a s^tzter Zeit sind von fteisinniger Seite wieder r-rAehrfach Angriffe gegen die mit staatlicher Unter» aung ins Leben gerufenen Kornhäuser gerichtet t»en. Wer ein Freund unserer heimischen Laad, hschaft ist und in der Fürsorge für diesen Be- zweig eine der Haupt-Aufgaben des Staates er» t, wird diesen Angriffen gewiß nicht zustimmen en. Vielmehr ist eS zweifellos, daß sowohl die (lAeußischeu wie bayerischen und württembergischen )nui chhe, mittelst deren für die Errichtung geuossen» , H« «stlicher Lagerhäuser Gelbmtttel des Staates bereit» g, j ^ellt worden sind, ttotz der kurze» Spanne mieth res Wirkens bereits nachhaltige Erfolge aufzuweisen eben.
bie stärkste Handhabe, um die qualitative Hebung des wesentlich erleichtern Getteidebanes zu fördern. ■ - ■
auf die
stirchham, „Illustriertes Sonntags l. blatt" und „Verloosungsliste der
Salbemar sprach die Hoffnung ans, sie ihn persönlich kennen lerne, Wetter ocs «or- ihrer Gnade theilhastig zu bleiben, und bald s saßen bie jungen Menschen ftöhlich plaubernb en. Walbemar erzählte auch Barbara im c des Gespräches von der plötzlichen Erkrankung OnkelS, hivzufügend, daß dnrch die glückliche ang der Rugel durch einen Berliner Arzt die ihr jetzt vorüber sei. Barbara hörte mtt Thett- 8ö, Onkel Egon that ihr von Herze» leib, nt nahm fich vor, morgen an ihn gu schreiben 8» Nachricht über fein Befinden zn bitte», ließ “ keine zukommen, so hatte fie wenigstens ihrem ■ --J, das fie dazu antrieö, genügt.
Metten» Mutter kam nach einer Weile auch strahl Mund beteiligte fich lebhaft an dem Gespräche he». Kreits Anwesende». Graf Waldemar gefielen ^lden Französtnne», Mutter wie Tochter sehr,
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ib । kam, Deras jubeh : 'eilig ompr, 1 voh, iir. iuzeh te tj
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----1 Die Vortheile der Kornhauser sind ja auch augen- llig. Kornhäuser sind Getreide. Magazine, in welchen « Sammlung der Getreide-Vorräthe der heimischen ( ^»duzenten zum Zwecke des Groß-Verkaufs nnd zu- ur t eine Reinigung und Sortierung des Getreides
-L- folgt». Regelmäßige Käufer von Getreide, wie Zimi iühllu-Besitzer, Proviant-Aemter, staatliche Anstalten, st Zi «sum-Vereioe u. s. w., könne» aus den Korn- s . »fern in bequemer Weise ihren Bedarf decken; di 3 u mschenhandels-Spesen bleiben erspart, häufig nntz- hmi s« Transport des Getreides wttd vermiede», alles _(43 m Lorthell der Produzenten. Ferner kann von ftofes ’£eüei“ der Kornhäuser das Hiuwirken auf den -gxha ^au, einheitlicher und zugleich martigängiger Sorten •nufei । i" die Hand genommen und der Bezug o f e t®nete" Saatgutes vermittelt werde». Besitzt doch sKoruhauS-Verwaltung in der Möglichkeit derAu- . yue oder Zurückweisung bestimmter Getteide-Sorteu
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