starb. CönMravt wollte sich keine Pfründe aus Arbeiter-Beiträgen schaffen, wie dies das Ziel vieler Socialisten-Führer ist, sondern er hat im Gegeniheil Leben und Vermögen der Ausführung seiner socialistischen Ideen gewidmet.
Das Mißlingen seiner Versuche bleibt in doppelter Beziehung lehrreich. Die Mitglieder seiner Siedlung in Texas sind meist wohlhabend uvd zum Thcil sogar reich geworden, aber in dem Maße, wie ihr Besitz wuchs, nahm ihr Socialismus ab, und heute giebt es dort keinen Socialisten mehr. Umgekehrt im Walde bei Rambouillet, führen mehrere Arbeiter- Familien, die Reste eines von Constdörant begründeten Phalansteriums, noch heute das socialistische Leben, wie Fourier es vorschrteb, sind aber dabei zu Halbwilde» geworden und werden deßhalb auch Wald- menschen genannt. Ihre Hütten sind das elendeste, was man sich denke» kann. Die ganze Familie wohnt in einem einzigen Raume. Die Männer haben von der Phalanstöre nur den Satz behalten, daß jeder nur die ihm zusagende Arbeit verrichten solle, und Arbeiten daher so wenig wie möglich. Mühseligkeiten und Sorgen überlassen sie ihren Frauen, die mit Besen hausiren gehen. Die Kinder erhalten Schulunterricht nur soweit, als die Polizei dazu zwingt.
Wie die Fourierschen Phalansterien, so sind auch die „nationalen Werkstätten" BlancS unfruchtbar gewesen. Die moderne socialistische Bewegung in Frankreich fußt nicht mehr auf dem Boden der asten Systeme, sondern auf dem der Internationale, der bekannten, alle Länder umfassenden kommunistischen Verbindung, zu der Marx und Engels den Grund gelegt haben. Ein Ergebniß dieser neuen Bewegung war die Pariser Kommune, die nur zerstört, aber nichts hervorgebracht hat. Erfolgreiche Umwaudlungs- Versuche haben stets die bestehende Ordnung zur Grundlage genommen und diese auf dem Wege allmählicher Vervollkommnung urn- gestastet. Theorien, die eine plötzliche und vollständige Umwälzung der gegebenen gesellschaftlichen Bedingungen erstreben, sind, wie die Geschichte zeigt, unfruchtbar.
Umschau.
Oberbürgermeister Singer in Jena hat bei den Sozialdemokraten und einigen Idealisten in Jena durch feine Aeußerung über die Lesehallen auf dem Thüringer Städtetage gewaltigen Anstoß erregt. Die Zeitungen hallen wider von dem Streit, und ei« Jenenser Professor sieht sich veranlaßt, in die Arena zu steigen und tot sozialdemokratischen „Jenaer Volksblatte" Herrn Singer den Kopf zu waschen. Er sagt: „Gleiches Recht für alle. Wen» Bildung und geistige Erfrischung überhaupt verzapft werden soll, dann müssen auch alle Quelle» fließen." Gewiß ein idealer Standpunkt.
zu verfolgen. So schritt er denn, nachdem er mit dem Arzte Rücksprache genommen, der Villa des Justizrathes z«, er tiaf ihn zu Hause und wurde auf sein Verlangen zu ihm in fein Privatzimmer geführt. Ter Justizrath hatte HanS kommen sehen, ein malitiöser Ausdruck flog über fein Gesicht, das dem liebenswürdigsten Lächeln Platz gemacht hatte, als er seinem Gast aus'S Verbindlichste entgegenging.
Hans fragte zuvorkommend nach dem heutigen Befinden deS Herrn Raths, und nachdem der Justizrath verstchert, er wäre heute wieder ganz oben auf, fetzten sich die Herren nnb plauderten eine Weile über allgemeine gleichgillige Dinge. Endlich sagte, HanS, und selbst daS feine Ohr des JustizrathS merkte feiner festen Stimme die innere furchtbare Erregung nicht an:
„Sie müssen schon gütigst verzeihen, Herr Justizrath, »entt ich Sie heute mit einer Frage belästige," und nach einem tiefen Aihemzuge fuhr er fort: „Könnten Sie mir vielleicht Aufschluß über die Herkunft eines Knaben, Haus Senden, geben, der vor einigen zwanzig Jahren einem Schuhmacher Schnorr in Hamburg zur Pflege und Erziehung übergeben wurde? Derselbe war, als ich mich bei ihm uach dem Knaben erkundigen wollte, leider schon tobt, aber feto Sohu gab an, daß das Stab ihnen feiner Zett von einem Justizrath in O. übergeben worden fei."
Dr. Werder hatte, waS ihm feine Phantasie vor. gaukelte, keck als Thatfache ausgesprochen, half eS nicht», so schadete e» auch nichts, nab nur bnrch eine Ueberrumpeluug konnte er vielleicht etwas erfahren, wa» ihm gutwillig nie gesagt »erden bürste. Durch, brtagenb hatte et seine Augen auf de» faltigen gelben Gesichte Scheust» bei seiner Frage ruhen laßen, er aber hatte sich sehr geint, wen« er geglaubt hatte, die Züge seines Gegenüber würden stch auch nur nm
Die Obrigkeit aber hat die Pflicht, den Fuß auf dem Boden zu behalte» u»d nicht in idealen Wolken herum zu schweben. Wenn eine Trinkhalle in Jena eingerichtet werden sollte von einer gemeinnützigen Gesellschaft, in welcher zu ganz mäßigen Preisen Thee, Kaffee, Selterwasser, Limonade, Bier, Wein usw. verzapft werden sollte, so würde das gewiß mit Begeisterung ausgenommen werden. Wenn aber bann ein Apothekerverein sich zu einem namhaften Beitrag verstände, wenn auch verdüunte Blausäure als Maudel- milch und anbere Gifte geschenkt würbe», so würde» dem gewiß auch einzelne Idealisten nichts entgegensetzen. Sofort tödtlich wäre ja das Gift nicht. Die Polizeibehörde aber würde zu prüfen habe», ob ein solcher Vorschlag annehmbar und würde unter dem Beifall aller Vernünftigen den Vorschlag ablehnen. Genau so verhält es sich mit der sozialdemokrattscheu Liüerator. Die zunehmende Zuchtlosigkeit und Rohheit, die die jede göttliche und menschliche Autorität begeifernde, Verbrechen anpreisende, sozialdemokratische Verhetzung hervorgebracht, sollte doch auch den Leute» zu denken geben, die, weil sie keine besondere Verantwortung tagen, mit dem Feuer spielen und solche kleine Gistdoseu nicht ausgeschlossen wissen, wollen. Auch vor hundert Jahren spielten Gelehrte mit dem Feuer. Nun, die Bastille haben sie nicht gestürmt, aber die Masse, die sie gelehrt hatten, jede Autorität zu verachten, fand, daß auch ein Haupt voll der tiefsten Gelehrsamkeit nicht schwerer vom Rumpfe zu trennen war, als ein Strohkopf. Der großen Masse fehlt das Verantwortungsgefühl. Bei den Behörden kann man es aber nicht entbehren. Das sollten auch die anerkennen, die in einem oder dem anderen Fall glauben, anderer Meinung fein zu müssen.
Unter der Ueberschrist „Unsere Marine" schreibt in der neuesten Nummer der „Deutsch. Kolon.-Ztg." Korvetten - Kapitän a. D. Graf von Bernstorff nur zu richtig: Die Fried enS - schalmeien der Konferenz im Haag werden demnächst auf den Schlußakkord gestimmt werden, und die sanfte» Töne, mit denen sie der ganzen Welt daS Friedensbedürfniß einblase» sollte», werden verstummt sein. Sind diese Töne wirklich erklungen und hat irgend jemand ihnen ernstlich gelauscht? Die Antwort ist ein glattes „Nein"; denn abgesehen von einigen phantastischen Schwärmer», hat wohl überhaupt kein ernsthaft denkender Mensch sich einen tatsächliche» Erfolg davon versprochen. 3n allen Landen gehen die Rüstungen stöhlich weiter; Rußland baut seine Eisenbahnen und Häfen mit uu- geschwächtern Eifer; England vergrößert nach wie vor seine Flotte, getan dem Prinzip, mindestens stärker als zwei Hauptgegner zusammen genommen zu fein, nnb Frankreich verlegt sich in seinem Zick- zackknrs der Landesvertheidigung zur Abwechslung
ein Geringes verändern, nein, diesem unbeweglich ihn verwundert anblickenden Antlitze nach, befand er sich auf ganz falscher Fährte, und daS wunderbare Erschrecken, daS sein Erscheinen hervorgerufen, war einfach ein Zufall. Scheust war ein viel zu schlauer, abgefeimter Charakter, um sich noch einmal eine Blöse zu geben. Er sagte stch, daß solch eine sprechende Aehnlichkett, wie zwischen Professor Werder und dem verstorbenen Baron HanS nur selten vorkomme, er hatte sich seit gestern mit bet Möglichkeit beschäftigt, Hans Werder könne doch der verschwundene HanS Senden fein, das Alter mußte nach seiner Berechnung ungefähr stimmen. AIS er de» Professor bann heute bei sich ein treten sah, wurde diese Vermuthung zur Gewißheit, ohne daß sie ihm erst durch die Frage des jungen Maune» noch bestätigt werden durfte. So entgegnete er denn auf die an ihn gerichtete Frage ruhig:
„Neiu, bebaute, darüber kann ich Ihne» keine Auskunft geben, mir sind die Namen des Knaben wie des Schuhmachers vollständig ftemd. Da es außer mtt keinen Rechtsanwalt in O. giebt, dürfte sich wohl der Sohu des betreffenben Schuhmachers im Namen bet Stadt geint habe», wußte er Ihnen den Namen des Justizrathes nicht anzugeben?"
Er fragte das Letztere lauernd, während fein Herz doch etwas ängstlich schlug, aber als HanS nur verneigend den Kopf schüttelte, sagte er wieder in seiner früheren Art: „Es thnt mir wttklich recht leib, steht der Knabe, uach dem Sie forsche», Ihnen irgend wie näher?"
„Nein, ja," sagte HanS zerstreut und erhob sich bau», nm fich zu verabschieden, die Einladung des Justizraths, noch zu seinen Damm herüber zu kommm, dankeud ablehnend, da sein Zug nach Berlin in einer Viertelstunde abginge.
auf Unterwasserboote. Weßhalb auch nicht? -Zündstoff genug liegt an allen Enden der Erde aufgehäust, hier und da loht es auf, ein kleiner Brand zwar nur; doch wie lange wird es dauer»,.und aus dem kleinen wird ein Weltbrand, zu deffen Löschung nicht Spritzen und Wasser sondern Kanonen und Menschenblut nöthig sind? Dann wehe dem Staat, welcher nicht genügend damit versehen ist. Wie steht es denn int Deutschen Reich damit ans? Leider muß die Antwort noch'immer lauten „mangelhaft!" Den» wenn auch unsere Landfronten genügend gesichert sind, so sind unsere Küsten mit ihren Häfen es nicht, b. h. also derjenige Theil, welcher am wichtigste» ist für unsere ganze nationale Existenz. Ohne hinreichenden Schutz keine freien Küsten! ohne freie Küste» kein Handel! ohne Handel kein Deutschland mehr! Das Flottengesetz von 1898 hat die so nothwendige Rüstung des Deutschen Reiche» zwar verbessert, aber noch nicht undurchdringlich gemacht. Noch immer gleichen wir einem Manne, der sich Rücken, Seiten und die halbe Brust mit Erz panzert, aber die Herzseite ungedeckt läßt. Darum fordern wir, „sofort nach Ausführung der Flottenbaupläne von 1897 Aufstellung eines neuen Planes, welcher dieser Noth- lage ein für alle Mal ein Ende macht", und hoffen, daß bis dahin im Deutschen Volk der Werth der Flotte, ihre unbedingte Nothwendigkeit zum Schutz der ungeheuren nationalen Reichthümer ganz und voll erkannt sein möge. Auch nach dem Inkrafttreten des Flottengesetzes steht Deutschland mit seinem Budget — Italien ausgenommen — an letzter Stelle. Trotzdem unser Seehandel der drittgrößte ist, während unser gesummter Außenhandel nur vom englischen übertroffen wird, geben wir am wenigsten zum Schutz desselben aus, obwohl die Steuerbelastung im Reiche am geringsten ist. Sowohl die Handelsflotte, die Schiffahrtsbewegung wie die kolonialen Besitzungen haben angenommen, während die Vergrößerung der Kriegsflotte im Verhältuiß dazu zurückgegangen ist. Für Getränke und Tabak geben wir 3 Milliarden aus, das macht 50—60 Mk. pro Kopf, dafür, daß wir auch in Zukunft in Ruhe rauchen und trinken können, 133 Millionen, d. h. noch nicht ganz 2Vz Mk. pro Kopf. Das nationale Vermögen des deutschen Volkes betagt eltoa 200 Milliarden! S.orgen wir rechtzeitig dafür, daß sie uns nicht geraubt werden können. Von der Kielstreckuvg bis znrn ersten scharfen Schuß eines Schiffes ist ei» langer, mühevoller Weg. Wir müssen ihn zurückgelegt haben, wenn es dereinst heißt: „Deutschland, wehr Dich!"
Die Berliner Dienstmädchen und Küchenfeen thun es den Bunzlauer Colleginnen rasch nach. Am 18. d. M. hielten sie in Berlin wegen der Dienstboteusrage eine von mehr als 400
Mit tiefer Enttäuschung im Herzen verließ Hans O., um nach der Residenz zurück zu fahren. War die Hoffnung, mit der er das Haus des Justizrathes betreten, noch so gering gewesen, so hatte ihn doch schon der Gedanke einer Möglichkeit, hier eine Spur, die auf seine Herkunft hiuwies, entdeckt zu haben, genügt, um sein Herz selig aufschlagen zu taffen, und eine tiefe Niedergeschlagenheit bemächtigte sich feiner jetzt mehr nnb mehr. Eine Hoffnung blieb ihm noch, nämlich Barbara nach dem Barou Hans z« fragen, deffen Aehnlichkett mit ihm sich vor Jahren, als ste ihn zum ersten Male erblickte, zu dem Ausrufe: „Barou Hau»"," dessen er fich »och sehr wohl entsann, veranlaßt hatte. Damals hatte er darauf keinen Werth gelegt, nun, da die Freifrau auch bei feinem Anblick gestutzt nnb „Hans" gerufen, gab ihm die Sache boch zu denken, obgleich er fich selber sagte, baß man überraschende Sehnlichkeiten, auch unter tinanber ganz fremden Personen, ab und zu fände. Barbara würde ihm natürlich Alles sagen, aber nützen konnte es ihm natürlich auch nicht» und so viel er sau» und grübelte, das Dunkel, ba» über seiner Geburt lag, blieb ihm wie bisher undurchdringlich.
13.
Es w« Nachmittag deS Tage», an dem daS erste Concert Barbaras ftatiftaben sollte.
I« einem großen behaglichen Zimmer einer Damen-Penfio», in die sich Barbara für die Zeit ihre» Berliner Aufenthalte» in Pflege gegeben, saßen am Fenster, daS auf die Friedrichstraße htaauSführte, zwei junge Damen in eifriger Unterhaltung, Barbara und Juliette. Die kleine Comteß de Seuaud hatte ihr Versprechen, das ste Barbar« tat Herbst gegeben, zu ihrem ersten Concert uach Berlin komme» zu wolle», richttg gehalten. Sie war mit ihrer Mutter
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98.
Lehren der Geschichte
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lstrie - Betrieb sowie „die Befreiung des Weibes", S heißt die Abschaffung der Ehe uvd die Weiber- Meinschaft, forderten, da hatte der Saint-
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mrier war nicht Communist wie Saint-Simon, be- ard. iigie nicht das persönliche Eigenthnm. In den halansterien sollte der Gewinn nach dem eingelegten chüal und der geleisteten Arbeit vertheilt werden. F Abgeordneter gab seine großen Besitzungen in Nähe von Versailles her, um ein Phalansterinm gründe», aber das Unternehmen schlug gänzlich fehl.
Grfchrtat täglich außer an Werkt«,r« nach Sann» asb Feiertag«,. "WX 471 Lkiartato-Abormements-PrrtS bet bar Expedition S M., bei all«
Jl* Hl Postämter» 2,25 Mk. (rxkl. Bestellgeld). JnfertionsaebShr: bk g*>
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Jtr eigenthümlicheu landwirthschaftlichen Gesell- Ostung. In feiner „Phalanstöre", welche viertelt Familien (die „Phalanx") und sämmtliche vmstriezweige umfasse» sollte, stellte er so zu sagen t Zelle der neuen Gesellschafts - Ordnung dar.
------* «glückten Kaufmann, begründete Fonrierismus. Beral rotier sah die zu erstrebende neue Ordnung in
rtnHfinkX De» Himmel auf Erden zu schaffen, ist nach dem Lf/ 11 »zsprnche eines ihrer Führer daS Ziel der Social-
iimonismuS seine Rolle ausgespielt.
chahmiiH ^n seine Stelle trat der von Fourier, einem ver-
"eMT/lvAl +v»zV Anzeigen nehmeneatgegr»: bk Spedition dieses Blatte«, bk Anmm«n-
vur««« von Hmfeicheta & Bögler, Frankfurt«. M., Caffel, Magd* qi CVnTir/r
Sonntag, 23. Juli 1899. 341
he-EsfD verarmte Graf de Saint - Simon, blieb lediglich öchsten i Häretiker, ohne eine Form für den Umbau der Ge- a[g Schaft vorzuschlagen, fand jedoch viel Anhang und 0 echte Schule. Als aber seine Nachfolger die Auf- iung des Erbrechts und den communistischen In-
' Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain Jllnstrirtes Sonntagsblatt
anotatie. Eitel Glück und Zufriedenheit sollen igeblich herrschen, wen» erst die Socialdemokratie es Scepter schwingt. Viele haben sich durch solche tebereien bethören lassen und sind in das Lager der msturz - Partei eingeschwenkt. Und doch lehrt die chichte, daß alle Versuche, die socialistische Theorie practischen Leben zu verwirklichen, gescheitert sind.
hat vor Allem der französische Socialismus ren.
Der Socialismus ist ta Frankreich viel älter als Deutschland. Bereits im ersten Viertel unseres rhunderts entstand dort der seinem Wesen nach unistische Saint-Simonismus. Sein Begründer,
Er gründete mit reichlichen Mitteln eine
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wie, wurde aber durch Ränke eines Genossen von
Leitung verdrängt nnb kehrte 1869 mit seiner
•Wtilie nach Frankreich zurück wo er vergessen 1893
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(Nachdruck verboten)
Schloß Böhnhausen.
Von M. Buch Holtz.
(Fortsetzung.)
„Ja, ba» ist er", sagte Haus nach leichter Be- chnng mit seinem Patienten, deffen Puls fühlend, r haben gar kein Fieber mehr, bei größter Schonung rhen Sie in einigen Wochen durch nichts mehr an 1 Unfall erinnert werden, Herr Baron".
Der Freiherr lächette eigeuthümlich wehmüthig, Wend seine Frau sagte:
„ES ist nur gut, daß ich ta dem ersten Schreck lt so thöricht war, an Horst zu telegraphieren, der
Junge hätte sich unnöthig erschreckt".
Hans wußte durch Barbara, daß Horst bet einzige Hu der FamUie war und bei den Garde-Dragonern bei Refidenz stand; er fand e» zwar sehr un> Erlich, dem Sohne einen solche» Vorfall nicht sofort tzutheUeu, aber er sprach es selbstredend nicht an». H einer Keinen Stunde empfahl fich Han», sagte, volle noch in O. ansahreu, um mit dem Haus- b Rücksprache zu nehmen, und fuhr bald darauf ' Stadt zu. Ermüdet lehnte er sich ta de» Schlitten, batte etae schlaflose Nacht hinter fich, die Erregung bet er fich befand, hatte ihn kein Auge schließen
Unumstößlich hatte fich der Enffchluß ta ihm durch- *>gen, heute noch bei feiner Rückfahrt bei dem ^iratij anzufahren und durch einige, an ihn gerichtete Men sich zu überzeugen, ob er recht »der Unrecht tbttt Argwohn habe. Scheust und die ihm von ^ipp beschriebene Persöulichkett wären identtsch. *ai beruhte diese Vermuthung nur auf lächerlich ^ßem Anhott, aber e8 hing für ihn zuviel davon um nicht die geringste Spur mtt großer Energie
Darnach schien der FourierismuS verloren zu sein, T i« verlieh ihm Victor Confidvrant, der nach FourierS • * «be (1837) das Haupt der Socialisten wurde, neuen inlu isschwung. Considsrant gewann einen reichen Eng- tar für seine Ideen und errichtete mit dessen Hilfe t 3.- 1 mehreren Orten Frankreichs Phalansterien. Das ’d vernehmen scheiterte ebenso wie das frühere. Später, . „ ch dem Staatsstreich von 1851, ging Considörant in mehreren Anhängern nach Texas, nm dort neue Ersuche mit der Ausführung seines Systems zu