Äebafftw: Markt 31. — Telephon 65.
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Januar 1882 begonnen hat, so kann man ver-
Delicie gegen das Eigenthum (Diebstahl :c) von
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cialdemokratie nicht ganz mit Unrecht die Vergehen
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von 51623 (16,3 auf je 10 000 Strafmündige)
Tfli 1882 auf 82 696 (22,2) im Jahre 1897, w list um 36,2 Proz. gestiegen. Die Vemrtheilunge»
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ganzen Abend über kaum an, und ich sah ihn nur
srath hatte Onkel Egon den Rath gegeben, ganz im Anfang des Abends sich eine Weile mit ihr darüber zu sprechen, aber warum nicht? Wenn unterhalten; ich glaube sicher, Barbara ist ihm heute
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Eriminal - Statistik eingehende Berechnungen über I Verhältniß der im Jahre 1897 vermtheilten
schon langweilig und gleichgültig. Rütmeister von Sohren finde ich gräßlich, der hätte sie meinetwegen
Ueber der Kreuzung erhebt sich eine mächtige Kuppel, die mit einer steinerne» Kreuzesblume geschmückt ist. Etwas hinter jenem obengenannten Stein ragt noch über die Firste des Daches ein zierlicher Dachreiter empor, dessen Wetterhahn über die ganze Stadt hinausschant. Größer und noch schöner als die Kirche in Chi-ning soll jene in Jen - tschu - fu werden, deren Bau auch schon bis zu einigen Metern über der Erde gediehen ist und rüstig voranschreitet. Mit dem Bau der dritten Sühnekirche in Tsao-tschu-fu ist ebenfalls bereits begonnen worden. So werden denn voraussichtlich nach einigen Jahren drei Gotteshäuser, wen» auch in stummer, so doch in deutlicher Sprache die für die Ermordung der deutschen Missionare geleistete Sühne weit in die chinesischen Lande verkünden*.
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(8: ,6 pro 10 000 Strafmündige auf 49, das ist um lerge irre, zurückgegangen. Berücksichtigt man, daß die
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die folgenden Punkte seitens der Commission fest- gestellt: 1) die militärische Autorität auf besetztem feindlichen Gebiete; 2) die Anerkennung als kriegführende Partei; 3) die Mittel, um dem Feinde zu schaden; 4) Belagerungen und Beschießungen; 5) Spione; 6) Kriegsgefangene: 7) Kranke und Verwundete; 8) die militärische Gewalt über Privatpersonen ; 9) Kontributionen und Requisitionen; 10) Parlamentäre, Kapitulationen und Waffenstillstand; 11) Jnternirte Kriegführende und Verwundete bei den Neutralen.
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Zahlen manches erzählen.
Zunächst ergiebt sich die Thatsache, daß die Zahl wegen Verbrechen und Vergehen gegen die Reichs-
Wie ist die aus diesen Zahl, n hervorgehende höchst bedauerliche Zunahme der Verrohung zu erklären? Daß ste nicht auf eine ungünstige materielle Lage zurückzuführen ist, ergiebt sich a»8 der Abnahme der Eigevlhums Delikte, die, wie gesagt, eine Besserung der allgemeine» socialen Lage beweist. Man findet aber die Antwort auf die Frage, wen» man sich mit der Socialdemokratie beschäftigt, und wen» mau sieht, wie diese, beispielsweise bei Arbeitslämpfen, Gewalt- thätigkeit und Rohheit gegen Andersdenkende für erlaubt erklärt.
Es kann in der That kein Zufall sein, daß die überraschend starke Zunahme der Vergehen gegen die Person parallel läuft mit der Zunahme der Socialdemokratie. Durch die Socioldemokratie wird planmäßig die Achtung vor der Persönlichkeit herabgemindert. Insbesondere wird durch ste die Familie uuterwühlt und die Jugend der Zuchtlosigkeit überantwortet. Die Socialdemokratie verhöhnt und ver- spottet unausgesetzt das patriarchalische Verhältniß zwischen Eltern und Kindern, zwischen Lehrherren und jugendlichen Arbeitern. So wird der junge Bursche zum Wirthshaus-Besucher, zum Raufbold, zum Messerhelden.
Wenn irgend wo, so ist es hier nöthig, einzuschreiten, um die verhängnißvolle Entwickelung aufzuhalten. Zweifellos würde auch das Gesetz zum Schutze des gewerblichen Arbeits - Verhältnisses von guter Wirkung sein, da es den Rohheits - Vergehen wenigstens bei Arbeitskämpfen wirksam vorbeugt.
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Aus Bielefeld wird berichtet: Auf die Mitt- theilung von der Anbringung einer Erinnerungstafel auf dem durch die Erinnerung an den Großen Kurfürsten geweihten Sparenberge, wo Se. Majestät der Kaiser am 18. Juni 1897 mit Ihrer Majestät der Kaiserin weilte, hat Se. Majestät der Kaiser an de» Geheime» Ober-Regierungsrath Dr. Hinzpeter folgendes Telegramm gerichtet:
„Von der hervorragend gelungenen Statue des Großen Kurfürsten für die Siegesallee beabfichtige ich eine Hepro- duction in Bronze der Stadt Bielefeld zu schenken und auf dem Sparenberge im Burggarten aufzustellen; sie soll ein Zeichen dankbarer Erinnerung sein für die Aufnahme seitens der Stadt und ein Mahnzeichen bleiben, daß, gleich wie in diesem Ahn, auch in mir ein unbeugsamer Wille ist, den einmal als richtig erkannten Weg allem Widerstand zum Trotz weiter zu gehen, (gez.) Wilhelm I- R."
t anderen Worten: die Criminal-Statistik über die enthums-Vergehe» ist ein schlagender Beweis für Unrichtigkeit der socialdemokratischen Lehre von „wachsenden Verelendung der Massen*.
Eine weit eindringlichere Sprache als die Ab- me der EigeuthumS-Vergehen redet die Thatsache, die Delikte gegen den Staat, die öffentliche g und gegen die Religio», sowie gegen die on bedeutend zugenommen haben. Die Ver. llungeu wegen Verbrechen und Vergehen gegen Staat, die öffentliche Ordnung und die Religion
len Widerstandes gegen die Staatsgewalt Haven 15,4 Prozent zugenommen. Wegen Verbrechen
wüe einmal tobt war, war es ja ganz gleich :e» Onkel.
mhmrtt entgegen .* di« Erpedttioa diese« Blatte«, dir Armom«»- vurr«kx »on Haaseußrtu & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Maade-
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Professor Dr. Hans Werder war seit länger als vier Jahren Leiter der sehr berühmte» L . . . schen Klinik in der Residenz. Die Anstalt, die unter seinem Vorgänger sich schon eines vorzügliche« Rufes erfreut hatte, war unter seiner Leitung stetig fortgeschritten. Hunderte von Kranke« verdankte» dem jungen Lester der Klinik Leben und Gesundheit und trugen den Namen des jungen Arztes, der mit seinem hohen Wissen eine seltene Energie und That- kraft verband, rühmend in die Welt hinaus.
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Wie bekannt, wird nach dem Ucbereinkommen zwischen dem Deutschen Reich und China die Erbauung dreier Kirchen in China zur Sühne für die Ermordung deutscher Misstonare in Shaniung betreffend, in den Städten Chi-ning, Jen-tschu-fu und Tsao tschu fu je eine dieser Kirchen errichtet. Hierzu schreibt der „Ostastatische Lloyd*: „Obwohl die Kirche in Chi-ning zur Zeit des Mordes bereits im Bau war, wurde ste später doch als Sühnekirche bestimmt und erhält als solche einen der drei Steine, welche mit kaiserlichen Schriftzeichen versehen find. Durch diese Steine werden die Kirchen nach chinesischer Anschauung in besonderer Weise sanctionirt und unverletzlich gemacht. So blieb zum Beispiel im vorigen Jahrhundert, als die große Christenverfolgung Alles in China zerstörte, was christlich war, die sogenannte „Naentan*, d. h. Süd- kirche, in Peking verschont, eben weil sie einen solchen kaiserliche» Stein besaß, wogegen die „Peitan*, Nordkirche, ganz in der Nähe des kaiserlichen Palastes zerstört wurde. An der Kirche in Chi-ning, die bereits vollendet ist, ist dieser große, etwa zwei Meter hohe Stein oben in der schöne», vorderen Front eingesetzt worden. Diese Kirche, ein hübscher, ansprechender, gothischer Bau, ist in Kreuzesform angelegt worden.
Umschau.
Die „Köln. Ztg." veröffentlicht eine« Artikel, wonach die .Berathnngen der zweiten Commission der internationalen Friedenskonferenz, welche die Gesetze und Bräuche des Landkrieges betrafen, nach langwierigen Verhandlungen beendet sind. Der Bericht Rolin-Jailluermins schildert den Gang der Verhandlungen, welchen der russische Entwurf und die Brüsseler Acte von 1874 zu Grunde lagen. Letztere hatte bisher keine Rechts kraft; auch die jetzt angenommenen Beschlüsse sind nur ein Versuch des Vorschlages zur Codifizirung des Kriegsrechts. Das Werk der Brüsseler Conferenz erwies sich in der Hauptsache noch durchaus brauchbar. An der damaligen Ausarbeitung war der preußische General v. Voigts-Rhetz hervorragend betheilig, dem es in vielen Punkten gelang, die deutsche Auffassung zur Annahme z» bringe», wie auch jetzt der Oberst v. Schwarzhoff in der zweiten Unter« commissio» mehr als einmal durch Anregung oder Widerspruch nützliche Gesichtspunkte in den Vordergrund stellte, oder unpractischeu wie auch za weit gehenden Vorschlägen mit Erfolg entgegentrat. Wie die „Köln. Ztg." noch mittheilt, wurden hiernach
eruvg um 55 Prozent! Hiervon entfällt der heil auf Körper-Verlctzungen. Wegen dieses s wurden im Jahre 1882 56 787 (18) ver- , 1897 aber 113 777 (30,6). Das find 70 Proz. mehr!
öchenMche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. T“ * Jllustrirtes Sonntagsblatt
Sie sann und sann, ihre eigene Erregung über Graf Waldemms Antrag wm darüber ganz in den Hintergrund getreten, sie grübelte de» ganzen Abend nur immer über die unfteiwillig gehörten Worte, ohne au» denselben klug z» werden. Der Abend ging zu Ende, herzlich verabschiedete» sich Graf Waldemar u«d seine Muster von Bmbara, verbindlich verbeugte sich Horst vor Sigrid Scheust, von deren Seite er de» ganzen Abend über kaum gewichen war, stendig leuchtete» seine Augen auf, als ihm Scheust beim Abschiede leise zuflüsterte: „Alles geordnet, schicke morgen das Geld.* 1
Erleichtert athmete Freifrau von Nymwege» aus, als der Abend vorüber war, und sagte zu Hildegard, mit der sie sich allein im Zimmer befand:
„ES ist doch sehr gut daß Bmbara in wenigen Tage» unser Haus verläßt, die Herren sind doch Hansnarren, jedem hübschen Gesicht laufen sie nach. Besonder» Graf Waldemar und Rittmeister von Sohren thun, al» wäre Barbara eine Schönheit ersten Range», und verschlingen sie fast mit den Blicke«! Du solltest zu Graf Waldemm wstklich etwas weniger fteundlich sein, Hildche»,* fugte sie dann aoch hinzu, „laß ihn doch empfinden, daß Dich sein auffallende» Benehmen Barbate gegenüber geärgert bat, er wird, wenn sie nicht mehr hier ist, sie bald vergessen und zu Dir zurückkebren, aber man muß die Männer durch zu große» Entgegenkomme» nicht verwöhnen!*
„Ach, Mama, deswegen hätte Barbma immerhin hier bleiben können, Graf Waldemar sah sie den
k erregte Diskussion hier fortsetzten, jedenfalls Mr Voraussetzung, daß ste uubelauscht wären, fora, der e» im höchsten Grade peinlich war,
dichten Blätter bei Seite biegend, erkannte ihre» Onkel und den Justizrath Scheust, die
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Freilag. 14. Juli 1899.
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(Nachdruck verboten.)
Schloß Böhnhause«.
Von M. Buch Holtz.
(Fortsrtzaug.)
Von dem wolkenlosen Himmel brannte eine heiße Augustsonne auf die Straße» der Residenz hernieder, die durchglühte» Steine schiene» die niedersengeudeu Sonnenstrahlen in verdoppetter Kraft zurückzuströmen, sodaß man vermeinte, die heiße Luft, die über dem Häusermeer lag, ordentlich in der Mittagsglut zittern zu sehen.
In den großen, hohen Zimmern, die Proseffor Hans Werder in der L ... . scheu Kliuik bewohnte, war es trotz der im Freien drückenden Hitze angenehm kühl; die herabgelaffeuen Jalousien verwehrte» den zudringliche» Sonnenschein. Der junge Proseffor saß schon längere Zeit fleißig arbeitend an seinem Schreibtische; feine stählerne Natur schien keine Ermüdung zu kennen, jede freie Minute, die ihm feine anstrengende Thätigkeit übrig ließ, benutzte er zu wiffenschast- licheu Arbetteu, von denen schon viele ihm Lob und Anerkennung i« seinen Fachkreisen eingetragen hatten.
Vergnügungen und Zerstreuungen, wie sie junge Leute seines Alters sonst suchten, hatten für ihn keine» Reiz, sein Beruf nahm in so voll und ganz in An- spruch, daß ihm meist der Tag zu kurz war und er gewöhnlich bi» tief in die Nacht hinein arbeitete. Aber trotz seiner anfreibenben Thätigkeit war er stets frisch und gesund, auf seinem ernsten, männlich schönen Gesicht lag nie die leiseste Spur von Abspannung oder Ermüdung, klar und ruhig schauten die braunen Augen, und jeder Kranke wurde ruhiger, wenn er in die ernsten, klugen Männerangen sah, und er in seiner stets liebenswürdigen und doch festen Weise seine Fragen und Verordnungen stellte.
(Forffetznug folgt.)
_ , Das kürzlich veröffentlichte Statistische Jahrbuch
, j>as Deutsche Reich enthält in dem Abschnitt Über
Ans Lille wird gemeldet: Der 11. Juli verlief am Tage ruhig. In den Straßen sah man nur die Schüler der Bruderschulen defiliren, welche sich mit Blumen nach dem Pensionat in der rue de la monet begaben, um den Bruder Flamid ien zu feiern. Gegen 8 Uhr Abends, nach Schluß der Fabriken, begannen Kundgebungen in der Umgebung des Pensionats. Die Menge nahm von Minute zu Minute zu. Die Polizei war nicht im Stande, zu verhindern, daß die Menge sich dem Externat näherte, woselbst feindselige Rufe ausgestoßen wurden. Um 8% Uhr begab .sich ein Haufe von etwa 1000 Personen singend unb unter den Rufen: „Nieder mit den Brüdern!* „Nieder mit den Jesuiten! An die Laternen mit ihnen!* nach der Wohnung des Generalraths Scrive. Ein Hagel von Steinen zerstörte sämmtliche Fenster seines Hauses, die Polizei versuchte vergeblich, die Menge zu zerstreue». Ein Sicherheitsagent wurde von der Menge umzingelt; derselbe zog seinen Revolver, war aber in den Massen so eingekeilt, daß er von der Waffe keinen Gebrauch machen konnte. Die erregte Menge schrie: „Ins Wasser mit ihm!" unb schleppte den Unglücklichen an den Kanal, wo es der Intervention einiger Personen gelang, ihn zu retten. Um 8 Uhr 40 Min. brachten frühere Schüler einer Brnderschule einen großen Blumenstrauß nach dem Pensionat. Die erbitterten Kundgeber stürzten sich auf dieselben, konnte» aber an Gewaltthätigkeite» gehindert werden. Die Zahl der Menge »ahm ständig zu. Auf der Grande Place wurde ein großer Volkshaufe von der Polizei zerstreut. Ein in einem Trambahnwagen fahrender Priester wurde verhöhnt und konnte von der Polizei nur mit Mühe geschützt werden. Vor dem Hanse des katholischen Blattes „La Croix* fanden Kundgebungen statt, bei denen die Fenster des Gebäudes zertrümmert wurde«. Dasselbe ereignete sich vor dem konservativen Blatt „La Depeche.* Die Kundgebungen dauerte» bis Mitternacht.
; rfonen der strafmündigen Bevölkerung. Da die bninal» Statistik des Deutschen Reiches am
( Jahre 1882 104,2 Verurtheilungen, int Jahre Heum 97 dagegen 124,8. Das ist eine Zunahme von ’ ,8 Procent! Die einzelnen Straftaten haben sich
t Med schieden entwickelt. So sind — was bei der ber, ZUtzen Steigerung der Kriminalität sofort auffallt —
MW täglich außer an Werktag« «ach Cm» tab zetert« Qaartatt-Lbomlemmtr-PreiS bei der Expeditio« 3 Mk., bei a Postämter« 2,25 Mk. (exkl. Bestellgeld). Jnftrtisntoebichr: Vie i ---- QJC Ur,, »aMrt M aae- «a.er-----. faL ajß |
en das Eigenthum auf die sociale Lage zmück- D. ct, so wird man zugeben müssen, daß sich nach ♦ m Zahlen die sociale Lage gebessert haben muß.
1 Vergehen gegen die Person wurden im Jahre HUll! 107 938 Personen (34) verurtheilt, im Jahre Sattir? dagegen 195 762 (52,7); das ist eine
auch heirathen können, das wäre mir sehr gleichgültig.
Am andern Tage reiste Horst ab, eine unangenehme Scene mit seinem Vater war ihm doch nicht erspart geblieben, der Freiherr hatte ihm vorgestellt, daß sein Leben so nicht weiter gehe» könne, er für weitere Schulden nicht mehr aufkomme. Selbst die Mutter hatte ihm dieses Mal bittere Vorwürfe nicht erspart und so war Horst ftoh, als er im Coupee saß und der lustige» Residenz zudampfte.
Auch der Tag der Abreise für Barbara kam. Die '-Worte Onkel Egons und des Justizrathe», die sie an jenem Sesellschaftsabevd gehört, hatte» sie »och viel beschäftigt, aber die Abreise, der Hinblick auf ihre nächste Zukunft ließen sie sie mehr und mehr vergessen. Der Abschied von den Verwandten wurde ihr natürlich nicht schwer, Tante Ulrike und HUde bliebe« ihrem lieblosen Wesen bi» auf die letzte Stunde treu, nur Onkel Egon sagte ihr einige herz- liche Worte, und Babette küßte weinend die Hände ihre» Lieblings.
.Laß gut sein, Du weißt, Babette, wenn ich erst etwas erreicht habe, dann hole ich Dich mir; daß die» nicht zu lauge dauert, dafür laß mich sorgen.*
' nicht für fremde Ohren berechnete Unterhaltung «»hören zu sollen, wollte gerade tottreten, als •it folgenden Worte Onkel EgouS wie gebannt ihrem Sitze zuruckhielten:
। »Natürlich,* hörte sie die vor Erregung °st | Stimme des Freiherr» sage«, „Sie werden i 1 wissen, warum Sie dem fabelhaften Leichtsinn i lt8 Sohnes so willig Vorschub geleistet haben! li verwünsche Ihre Hilfe Horst gegenüber ebenso, *j 3hre damaligen verfluchten Rathschläge wegen
»Immer wieder die alte Leier,* hörte sie den ^irath noch immer im Weiterschreiten sage», „Sie pk« sich mit der Zett darein gefunden habe», daß 1 dünge ertrunken ist.*
4 Leiter hörte sie nichts, aber das Wenige, das iKhört hatte, trieb ihr das Blut siedendheiß zum .Dv; was hatte» die beide» gesprochen, von yP* unb einem Knabe», ber ertrunken war? Aber »#*8 Hans hatte doch keine Kinder gehabt, ober 4°: eins gehabt unb es war ertrunken, unb bei
lieh -en, wie sich bie Kriminalität in 16 Jahren ent- i; feit hat. Wer in solchen statistischen Angaben UHUfct jr trockene Zahlen sicht, sondern sie unter dem fitem (5 sichtspur!cte Ursache und Wirkung prüft, dem werden
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97% * Augenblick vor ihrem Versteck stehen bleibend,
ri», Ltze verurtheilten Personen son 329 968 im Jahre eruch 82 auf 463 585 im Jahre 1897 gestiegen ist. ' ins । 10000 der strafmündigen Bevölkerung entfielen