erwünschtes Factum sein. Rußland ist ja besonders bemüht, überall Frieden zu stifte«. Das europäische Gleichgewicht wird dadurch nicht gestört, im Gegen- theil nur gekräftigt durch die Freundschaft zweier so großen Nachbarstaaten-. Die „Rossija" schreibt: „Der Chauvinismus und die Chauvinisten haben den Boden unter den Füße» verloren; dahin find Kronstadt und Toulon und die Herzensergüsse von ewiger Freundschaft zwischen Rußland und Frankeich. Um so besser, vielleicht gelingt eS Frankreich, so zum Frieden zu gelangen und seine inneren Wirren zu beseitigen. Wir als alte Freunde fteuen uns deßhalb über den neue» Frontwechsel in Deutschland". Auch andere Blätter geben ihrer vollsten Befriedigung und Freude über das Ereiguiß Ausdruck. Die Haager Conferenz könnte kaum einen schöneren Abschluß finden als durch diese keineswegs zufällige Begegnung, die bis vor Kurzem Niemand für denkbar gehalten habe. _____________
Der socialdemokratische Parteivorstand veröffentlicht im Centralorgan der Partei die übliche „Ehrentafel", auf der die Partei- Märtyrer verzeichnet werden, die im Jnteresie der Umsturzbewegung müder „Klassenjustiz der Bourgeoisie" zusammengestoßen und zu Schaden gekommen find. Aus dieser Aufzählung ergießt sich, daß man durch die verschiedenartigsten Beleidigungen in der Lage ist, sich die Anerkennung der Parlelleitung als Genosse zu erwerben. Man beleidige Braueretdirectoren, Gendarmen, oberschlesische Bergwerksverwaltungen, Landräthe, Polizeiinspectoren, Militärbehörden, Oberstaatsanwälte, Redacteure der bürgerlichen Presse, Kohlenhändler, Oberprästdenten, Mühlenbesitzer, Bergwerksdirectoren, Fabricautrn, Militärpersonen, Pfarrer, namentlich aber Streikbrecher und erhalte dafür vier Monate Gefängniß oder mehr — und man wird von Herrn Bebel und Genossen in Ehren gehalten werden. Größere Ehre gebührt natürlich denen, die unter Nöthigung und HausftiedenSbruch ihre Mitarbeiter terrorifiren und wegen ihrer Ausschreitungen sechs oder mehr Monate Gefängniß erhalten; denn sie haben damit nicht nur nachgewiesen, daß in der Socialdemokratie die persönliche Freiheit hochgehalten wird, sondern auch, daß sie untereinander und mit ihren Mitarbeitern leben — wie ihr Apostel Bebel so schön sagt — „genau wie dir eisten Christen".
Im vergangenen Herbst tagte auf Anregung der Päpstliche» Kurie in St. Gallen ein internationaler Kongreß, um die Frage zu erörtern, in welcher Weise die einem sicheren verderben entgegengehenden werthvollen alten Handschrift en weüerhinzu erhalteu undauSzu- bessern fein würden. Auf dieser Konferenz wurde von dem von der Königlich sächsischen Staatsregierung
anzudeuten, wie fabelhaft lächerlich und kleinstädtisch ihm das Fräulein erschien. Er plauderte noch eine Viertelstunde aufs Liebenswürdigste mit Sigrid, sagte, et freue sich unendlich auf den Abend des zweiten Feiertags, an dem ihm wieder der Vorzug zu theil werde, mit dem gnädigen Fräulein längere Zeit zusammen sein zu dürfen; zog die ihm zum Abschiede ftenndlich gereichte Hand der jungen Dame au seine Lippen, ließ sich der gnädigen Fräulein Tante ange- legentlichst empfehlen und schritt, von dem Justizrath begleitet, hinaus, um bald darauf Böhuhgusen wieder zuzufahreu.
Unterwegs dachte er über das Resultat seiner Fahrt nach, eS war nicht ganz so befriedigend, wie er eS erhofft hatte; aber Scheust würde schon mtt seinem Baier die Angelegenheit ordnen, war Letzterer darüber verstimmt, so hatte er wenigstens unter dieser Berstimmung nicht lange zu leiden, er wußte am Nachmittag deS dritten FreieriageS nach seiner Garnison zurückkehren.
Der heilige Abend »ar vorübergegangen; rach im Böhnhauser Schlosse hatten im Ahnensaal zwei große Christbäume gebrannt, man hatte rach für Barbara einige Kleinigkeiten unter dieselben gelegt, und Onkel Egon hatte ihr heimlich noch ein kleines, mit mehreren Goldstücken gefülltes Portemonnaie zugesteckt. Bei Keinem war aber eine herzliche oder festliche Stimmung an diesem Fest der Liebe zu bemerken gewesen, mit kallem Herzen wurden die Gaben gegeben, mit kaltem Dank in Empfang genommen. Nur Barbara, die auf Tante Ulrikens Wunsch zur Erbauung der Dienerschaft und der versammelten Dorfbewohner „Stille Nacht, heilige Nacht" fingen mußte, nachdem Hildegard mit eintöniger Stimme eine trockene Weihnachtspredigt vorgelescn, wurde es feierlich und weich um's Herz. Sie gedachte nnwill-
entsandten Delegirteu eine Imprägnierung geschädigter Handschriften empfohlen, wie diese von dem Königlich sächfischen Kriegs - Ministerium für die Zwecke der Benutzung von Generalstabskarten im Freien erfunden, angewendet und zu gleichem Zwecke auch von Preußen und Oesterreich - Ungar» übernommen wurde. Die St. Gallener Konferenz hat neben anderen ihr vor- geführten Konservierungsmethoden die Empfehlung dieser Imprägnierung von deren weiterer Prüfung abhängig gemacht. Da nun die im hygienisch- chemischen Laboratorium des Königlich sächsische» Kriegs-Ministeriums fortgesetzte» Untersuchungen den Vorzug, der Imprägnierung vor de» in St. Galle» empfohlenen Methoden ergeben haben dürste», die Imprägnierung sich namentlich als ein bisher unerreichtes Schutzmittel für dem Verfalle entgegen« gehende Archivalien erwiesen hat, so find von dem Königlich sächsischen Kriegs-Ministerium die deutschen Bundesstaaten, Staubes- Herren und eine größere Zahl von Städte» ersucht wordeu, Vertreter ihrer Archive zu einem vom 17. bis 19. September d. 38. in Dresden tagenden Kongreß entsende» zu wollen. Die Königlich sächsische Staatsregierung erhofft von der rege» Betheiligung der Eingeladenen die seit langer Zeit schwebende Frage der Erhaltung und Ausbesserung schadhaft gewordener Schriftstücke zu Nutz und Frommen der Archive und der Wissenschaft zur Lösung zu bringen.
Deutsches Reich.
Berlin, 10. Juli. Se. Majestät der Kaiser ist, wie aus Söholt vom 9. d. M., Vormittags gemeldet wird, an Bord der Dacht „Hohenzollern" vo» Bergen über Aalesund durch den Storfjord in den Nordfjord eingefahren und dort vor O e r s k o g gelandet. Es herrscht warmes Wetter. An Bord war Alles wohl.
— Aus Sonderburg wird telegraphttt: Die Kaiserin hat heute mü den Prinzen an Bord der „Iduna" Souderburg pasfirt. Die „Iduna" hatte am 8. Juli in der Veiler Föhrde geankert und wird heute Nacht beim Hoeruper Haff vor Anker gehen. Morgen beabsichttgt die Kaiserin auf der „Iduna" in Kiel einzutreffeu und des Abends nach Berchtesgaden abzureisen. Die Kaiseri» wird Mittwoch Mittag gegen 123/4 Uhr auf dem Südbahnhofe zu München zu zehn Minuten langem Aufenthalt eintreffen, und während dieser Zett in ihrem Salonwagen den Priozregeaten von Bayern zu kurzem Besuch empfangen. Die Kaiserin reift incognito als Gräfin von Ravensburg, desgleichen die Prinzeß Luise Viktoria, sämmtliche Prinzen reisen als Grafen v. Ravensburg.
kürlich, wie oft sie dieses Sieb an den schon durchlebten Feste» gesungen hatte, sie gedachte der erften Weihnachtsabende ihres jungen Lebens, die ihre sorg, liche Mntterhinde zu einem Freudenfeste bereitet, bann der Weihnacht« in der Pension. Madame La Rochette hatte stets deutsche Weihnachten, mit brennenden Tannenbäumen und Gabe» der Liebe gefeiert, und waren die Gabe» auch nur klein und bescheiden gewesen, mtt welcher Liebe waren fie gegeben und empfange» worden, mit welcher Andacht hatten fie Alle vereint das kleine schlichte Weihnachtslied gesungen, das fie nun wieder fang — aber allein! Allein und einsam war fie ja auch stets unter diesen Menschen gewesen, allein und verlassen, gerade so verlassen, wie Baron HanS, dessen Bild ihr gegenüber hing und fie mit seine» braunen Augen so lieb und vertraut auschaute. Sie dachte beim Anschauen dieser Augen an Dr. Werder! wo mochte der heute Weihnachten.feier», ob allein in der große» fremden Stadt, oder daheim im trauten Elternhaufe? Sie glaubte noch zu höreu, wie er mit feiner tiefen, weiche» Stimme zum Abschiede ihr gesagt hatte „Auf Wiedersehen"; ob fie ihn im nächste» Jahre wohl Wiedersehen würde, ober erst später, wenn fie ba» geworden war, was fie werde» wollte, eine große berühmte Sängerin? und fie lächelte bei diesem Gedanke» und ihr Herz jauchzte auf vor Wonne und Glück in der Gewißheit, bald frei zu fein und lernen und strebe» zu dürfen.
Der Abend des zweite» Feiertages war gekommen und im Böhnhauser Schloß hatten fich die eingeladenen Gäste versammelt. Zum erste» Male nach der Schlittenfahrt sah Barbara Graf Waldemar wieder, mit starkem Willen hatte er ein Wiedersehen mit dem jnnzen Mädchen bis jetzt vermieden.
(Fortsetzung folgt.)
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Deutschland und Frankreich.
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——> der „Hohenzollern" find Ereignisse, dir überall, ctfc3 glicht Friedensliebe herrscht, mit großer Genug- ig begrüßt werden. Sie reihen fich der Frei- y”'* * «g der wegen Spionage verurtheilten franzöfischen jnt beim Tode Carnots, den Beileids Depeschen
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Brande des Pariser Wohlthätigkeüs-BazarS,
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Tode des Malers Maissonier und des Generals
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'fischen Republik jede» Tag neue Verwirrung
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(Nachdruck verboten.)
Schloß Böhnhausen
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der Justizrath lächelte eigeuthümlich, wäre Horst
lerfte er er nicht einmal, hörte nur, wie der
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elm II. und dem Prästdrnten Loubet, das ge- fame Fest für französische und deutsche Cadetten
sranzöfischen Schulschiff „Iphigenie" vor Bergen, Austausch von Depeschen zwischen Kaiser
Zimmer verlassen hatte. Horst war viel zu weltmännisch gebildet, um auch nur mit einem Worte
„Ja, ja bitte, gehe, fie scheint etwas von Dir wollen."
Gehorsam entfernte fich das Fräulein.
Sigrid athmete erleichtert auf, als die Tante dar
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Bon M. Buchholtz. (Fortsetzung.)
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Kuriere, auf Böhnhausen eingetragen würde. ■ wollte anfänglich davon nichts wifse»; aber ba ch- daß der Justizrath auf den angeboteneu ^schein nicht mehr reagierte, ihm auch versprach, *nge Sache mit feinem Vater regeln zu wollen,
*B ihm, Horst, keine Vorwürfe nnb Unannehm- fen daraus erwüchsen, gab er endlich dazu seine ^igung.
"-it beiden Herrn verabredeten bann noch, baß
a? * Bit wissen nicht, ob schon einmal seit ber Be-
—jung des Deutsche» Reiches die Kaiser-Standarte
Versöhnung, wie ihn Kaiser Wilhelm unbeirrt durch die Beobachtung des kleinlich gehässigen Treibens der ftanzösischen Revanchemänner, edel und groß als wahrer Friedensfürst vertritt, noch weitere Fortschritte machen muß. Dann mag einst die Zeit kommen, da in der ftanzösischen Natto», in der jetzt der innern Verhältnisse wegen die Furcht vor dem Unbekannten umgeht, im Auswärtigen die Erkenntniß des Unabänderlichen — ht Bezug auf Elsaß- Lothringen — die Herrschaft gewinnt.
Der Pariser „Figaro" veröffentlicht übrigens jetzt einen hier zu erwähnenden Leitarttkel Coruölys, der die Journalisten lächerlich macht, die sich über den Besuch Wilhelms II. an Bord ber Iphigenie entrüsten. . Entrüsten Sie fich nur," sagte er, „man wirb Sie nicht ernst nehmen — weder diesseits noch jenseits der Vogesen. Ihrer Enttüstung fehlt die Logik, denn Sie müßten folgerichtig eine Kriegserklärung an Deutschland befürworten. Dann würde» fie fteilich als Narre» und als Verbrecher von ber öffentlichen Meinung gcbranbmattt werben. Da man nun ben Krieg nicht will, ist eS auch nicht noth- toenbig, bie öffentliche Meinung in einen kriegerischen Zustand zu versetzen. ES ist wirklich außerordentlich, daß gewisse Leute baS Bebürsniß ernpfinben, uns jeden Morgen daran zu erinnern, daß wir zwei Provinzen verloren haben, ohne daß diese Leute je ernsthaft Vorschlag machen, bie Provinzen wieder zu nehmen. Im Anfang dieses Jahrhunderts eroberte Napoleon eine ganze Anzahl von Ländern, aber niemals haben wir gehört, daß bie Völker, bie Napoleon unterwarf, sich geberbeten wie einige französische Journalisten nnb immer von Revanche sprachen, ohne baß fie fie ausgeübt hätten. Wenn biefe Völker so gehanbelt hätten, wäre Frankreich heute noch so groß wie am Anfang bes Jahrhunderts."
infern Nachbarn empfand, prägte fich auch in , Lerhalten ber französischen Gäste in Kiel auS, «gegen jetzt unser Kaiser bem Präsidenten Loubet über den zuvorkommenden, sympathischen Em- 5 l auf der „Iphigenie" rühmt und von einem an- I ten Verlauf deS Festes auf ber „Hohenzollern" L tet wirb.
_ Han wird gewiß bei uns nicht geneigt sein, - rschwängliche Hoffnungen an solche Vor- ■ e zu knüpfe» und etwa mit der baldigen l Weit eines herzlichen Einvernehmens mit " nkreich zu rechnen. Mr haben in den
tien waren, der Justizrath eine vertrauliche ^bung mit Baron Egon, in Betreff Horst' Anteilen, haben sollte. Das Geld versprach ft dem jungen Offizier, sobald sein Vater seine ^mug zur Einttagung ber Hypothek gegeben fvsort zustellen zu wollen; und Horst, ftoh, die
Umschau.
Dem „Renter'schen Bürean" wirb aus Petersburg gemeldet, daß der G r o ß f ü r st-TH r o n- folger Georg am 9. Juli gestorben ist. Die Nachricht wirb amtlich bestätigt. — Der Besuch Kaiser Wilhelms auf ber „Iphigenie" wirb von sämmilichen Blättern ber russischen Residenz sympathisch begrüßt. „NowojeWremja" sagt, Rußland habe schon lange hingearbeitet auf eine Besserung bei Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich. Ein Beweis hierfür sei die Anwesenheit ftanzöfischer Schiffe bei ber Eröffnung deS Nord- Ostfeecanals. Jetzt bleibe nur eins übrig: ben neuen Kurs so zum Vorthelle Frankreichs zu ttenben, daß die bereits erreichten günstigen Resultate nicht abge- schwächt würden. Diese Aufgabe sei nicht leicht, fie erfordere großen Tact. Die „N o w o st i" schreibt: »Die franco - germanische Annäherung kann nur ein
leidige Angelegenheit so weit geordnet zu haben, erhob sich erleichterten Herzens, indem er fragte, ob er den Damen noch seine Aufwartung mache» könnte.
Der Justizrath führte seinen Besuch in die Wohn- raume hinüber, in denen Sigrid schon mtt Ungeduld den jungen Baron erwartete. Horst war jetzt wieder in vorzüglicher Laune, er konnte, wenn er wollte, von hinreißender Liebenswürdigkeit feix, und jetzt wollte er eS. Erstens konnte es nichts schaden, dem Aste» durch geflissentliche Huldigungen, die er seiner schönen Tochter darbrachte, fich angenehm zu machen, und zweitens schmeichelte die offen gezeigte Zuneigung Sigrids wiederum seiner Eitelkeit. Selbst bis auf Tante Mtncheu erstreckte fich heute seine Huld, er geruhte, die alte Dame, die eifrig strickend am Fenster saß, ftenndlich zu fragen, woran fie so eifrig arbeite, worauf diese fich beeilte, dem jungen Offizier mit großer Ausführlichkeit zu berichten, es sollten Unterbeinkleider für ihren Bruder werden, fie arbeite dieselbe auS extra weicher Wolle, sie wären viel wärmer als gekaufte, er hätte fie auch nöthig, denn im Bureau wäre eS durch das viele Oeffnen und Schließen der Thür recht kalt.
„Tante," unterbrach Sigrid gepeinigt durch diese Auseinandersetzung und das kaum mehr unterdrückte Lächeln Horst'S, das diese hervorries, de» Redestrom der alten, Dame, „ich glaube, daS Mädchen rief Dich."
„Das Mädchen," rief Tante Minchen verwundert, „ich habe doch nichts gehört."
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Iprd Mt$ "widerte: „Niemand könne mehr von >clupt noblen Gesinnung der Nymwegen'schen Familie
Großmaste einer franzöfischen Kriegsschiffes ge» hat; die einzige Gelegenheit dazu wäre bei der § rang des Kaiser Wilhelm - Canals im Hafen 0 Siel gewesen, als unser Kaiser eines der dort senden franzöfischen Kriegsschiffe besuchte. Jeden- B aber war damals Frankreich der Einladung
Kiel nur mit Widerstreben gefolgt, und die ! cossenheit, die darüber die öffentliche Meinung
ertfiri * Jahren noch, während des Verlaufs ber fuS-Affäre, erlebt, zu welchen unglaublichen ütwei rangen es bie alte Feindseligkeit gegen Deutsch-
irbni bringen kann. So wankelmüthig das ftanzösische ist und so leicht eS flüchtigen Impulsen folgt,
jUT doch immer noch der Revanchetraum fort und bei der Unsicherheit der inneren Lage ber
ceti en o6elt 2C- würdig an, indem sie aufs neue das rrgung ^en unserS Kaisers zeigen, in feiner hochherzigen, 7. pichen Art versöhnend auf bie französischen Herzen
unbefangen und überdies erregt gewesen, dies |e|wi h Scheufts hätte ihm zu denken geben können,
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg nnb Kirchhain.
Jllustrirtes Sonntagsblatt. *■“■■"** * " **"*”
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-.Anhausen stattfinden sollte, zu der auch Scheufts icync.^-- - - -
Erscheint täglich außer «t Berit««« «ch <***• ob 8etert««ea. "MTfWRt tTA
OÖrtatt-ÄbormemeiNr-Pxir bei bet Expedition 2 , bei all« y
Mittwoch, 12. Juli 1899,
tilgt fein, wie er, aber Horst wöge ihm nicht Htn, wen» er als erfahrener Praktikus mehr mit ^»chen, als mit vornehmer Gesinnung rechne, ehf. *^de ihm von Herzen gern die gewünschten 60 Mk. geben, doch unter ber Bedingung, daß * Geld, wie das ihm vorher schon geliehene, Msommen mit bet heutige» Forderung 270,000
^Gleichwohl ist es eine ersteuliche Thatsache, baß pliebeilage von Faschoda, bie bittren Folgen .1 unsicheren Spionenriecherei nnb anderes das ■Öüt indniß für die Vorthelle freundlicher Beziehungen 'eutschlaud gefördert haben. Ernste Blätter in vstvev । sprechen jetzt offen aus, daß der Gedanke der ind zi —-----
e-Avis, i/form
heilunt ^2 161