MrMch
ile
bl. I
Ul
obwohl sie zweifellos dem Terrorismus Thür und deutschen Müller, sowie im deutschen Land»
ng,
[in,
en, .
35
)ie Herner Revolten und der Schutz
*
, Abe» » Arbeit? > Verhältnisses sind durch die Herner
lung.
reine
■ry,
Freiftau v. Nymwegen war am anderen Tage
21.
Es war am Nachmittag, als ein schnell oorfahrender
'keud, ihr freundlich zunickte. Fra« v. Rymwegen
widerrechtlicher Eingriffe, sowie zur ausreichenden staatlichen Sühue, wenn sie vorgekomme« sind. Bisher fehlt es aber an ausreichenden Strafbestimmungen für den Schutz der Arbeitswillige». Diele Handlungen können gar nicht wirksam bestraft werden,
Getreidemühlen und Mälzereien und der AusführungSbestimmungen zu § 7 des Zolltarifgesetzes (Einfuhrscheine) die Zustimmung ertheilt. Diese Aenderungen beruhe» auf Wünsche», welche »oh dem Verbände der
Ausst (451
statt:
Zin», und
1267 er.
Thor öffne». Auch hierfür bietet der Streik in Herne lehrreiche Beispiele.
Der Polizei gelang es zwar, die Zusammenrottungen vor de» Arbeitsstätten zu zerstreuen. WaS aber geschah? Streikeude stellten sich mit Knütteln und andern Waffen in gewifler Entfernung al» sogenannte Streikposten auf, uud jeder, der an ihnen vorbei nach der Arbeitsstätte gehe» mutzte, lief die Gefahr schwerer Schmähungen und Berletzuugen, wenn er seinen Willen durchführen und die Arbeit fortsetzen wollte. Gerade aus diese» Auflauerungen und Bedrohungen sind die schweren Gewaltthätigkeiten entstanden, die schließlich den Charakter des Aufruhrs annahmen. Wären die Zusammenrottungen und das StreikpostensteheH zur Terrorifirung der Arbeitswilligen, wie es der Gesetzentwurf zum Schutze des Arbeits-Verhältnisses bezweckt, schon unter Strafe gestellt, dann würde wahrscheinlich viel Unheil verhütet sei».
Ob die gewerbsmäßigen Wühler und Anstifter gebührend bestraft werden können, ist zweifelhaft. Jedenfalls dürften die Hauptschuldigen straflos bleiben. Rach de» bisherigen zuverlässigen Mittheilungen ist der äußere Anlaß des Ausstandes die Thatsache gewesen, daß am 1. April ein neues Knappschafts- Statut in Kraft getreten ist, wonach die jugendliche» Arbeiter der hier in Frage kommenden Klaffe, welche bis zum 1. April nur 1,50 Mk. monatlich a» Knappschafs-Gefällen zu zahlen hatten, vom 1. April ab an jedem Montage 80 Pfg. zahlen müssen. Demgemäß waren im April 3,20 Mk., im Mai, der fünf Montage hatte, 4 Mk. von ihnen au die PensionS-Kasse zu zahle». Die Erhöhuug dieser Bei- träge war beschlossen, um den Arbeiter» höhere Knappschaft» - Unterstützungen zuwendev zu könne». Hier haben die geschäftsmäßige» Wühler eingesetzt; sie regte«, statt den Sachverhalt aufzuklären uud zu beruhigen, die jugendlichen Elemente auf, so daß die schweren Ausschreitungen die Folge waren. Und ttotzdem könne» sie deßhalb nicht verurtheilt werden.
Man steht, wie uothwendig eine Ergänzung unserer Strafbestimmungen ist, damit Zustände, wie fie der Herner Streik gezeigt hat, schon im Keime unterdrückt werde» können. Wäre der Gesetz-Entwurf zum Schutze des Arbetts-Berhäüuisses nicht schon da, so müßte er geschaffen werden.
reib. 1 .ijd* arg- 1
welle» in arge Verlegenheit gekommen. Die Aus- hreitunge» uud blutigen Auftritte könne» fie natürlich bht leugnen, aber fie meine», die bestehenden Gesetze Wen aus, Unruhen zu unterdrücke« und die Urheber «gemessen zu bestrafen. Daß da» Strafgesetzbuch
»n dem Rechte der Arbeiter, zu
k sich am liebsten verleugnen laffen, aber da die ifin fie ja gesehen, ging es doch nicht an, so 6t» »8 fie denn ihren Mißmuth und ging ihrem kte freundlich entgegen, im Grunde auch ueu-
— Die schon wiederholt erörterte Vereinigung der beiden Städte Elberfeld und Barmen ist vom Regierungspräsidenten Frhr». v. Rheinbaben aufs neue angeregt worden. Der Regierungspräsident hat darauf bingewieseu, daß bet einer Vereinigung viele Verwaltungskosten gespart und die neue Stadt sie größte Industriestadt Preußens würde. Durch den Umstand, daß die Oberbürgermeisterstelle von Elberfeld durch den Tod des Oberbürgermeisters Jaeger erledigt wurde, sei jetzt der geeignetste Zeit- runkt zu der Bereinigung. Oberbürgermeister Dr. Kentze in Barmen könne Oberbürgermeister der neuen Stadt werden, während als Ausgleich dazu die Verwaltung in Elberfeld centralifirt werden könnte. Käme diese Vereinigung zustande, so würde Elberfeld-Barmen die zweitgrößte Stadt der Rheinprovinz werden und Düsseldorf an die dritte Stelle rücken. Rach der Statistik von Ende Mai zählen Köln 359 936, Elberfeld 150000 und Barmen 137 000, zusammen 287 000, Düsseldorf 201118 Seelen.
— Der Vicepräsident des Staatministeriums, Fiuanzminister Dr. v Miquel hat heute Morgen 8 Uhr seinen auf mehrere Wochen berechneten Urlaub angetreten und ist zur Kur »ach Ems abgereist. Mit der interimistischen Wahrnehmung der Amtsgeschäfte im Finanzministerium ist der Unterstaatssekretär Wirklicher Geheimer Oberfinanzrath Lehnert beauftragt.
Bestellungen
für das dritte Quartal auf bie
nebst derer» Gratisbeilage« jkreisblatt" für die Kreise Marburg uni irchhain, „Illustriertes Sonntags latt" und „Verloosungsliste der gl. preußischen Klassenlotterie" erden von allen Postanstalten, Landbrief- Lgern, in der Expedition (Markt 21), sowie m unseren Filial-Expeditionen in Kirchhain, eustadt und Wetter entgegengenommen
des Arbeits-Verhältnisses.
Dit Gegner des Gesetz - Entwurfs zum Schutze
itn. Sie würden, wie fie selbst bekundet habe», ihig ihrer Arbett weiter »achgegaugeu fein, wenn fie « vornherein darauf hätten rechnen können, daß »tn bei der Anfahrt oder Ausfahrt kein Schade refügt «erben würde. Hier liegt zweifellos ein «griff in die freie Willens - Bestimmung Arbeits- «liger or. Diese bedürfen unter allen Umständen i staatlichen Schutzes, und zwar nicht nur des ^sächlichen Schutzes durch ausreichende Polizei- lb Militär-Gewalt, soud-rn auch durch wirksame itrafbestimmungeu zur thunlicheu Verhiuderuns solcher
llmgeg • (45
wirthschaftSrath ausgesprochen worden find und so« wohl im Reichstage, als in einer int Mai d. I. im Reichs - Schatzamt, abgehaltenen Conferenz von Interessenten des Müllereigewerbes und der Land- wirthschaft Unterstützung gefunden haben. Sie schließen ich durchaus an die Beschlüsse dieser Conferenz an und bezwecken eine Abstufung der bei der Ans- uhr von Mehl gewährten Zottvergünstigung nach ,er Feinheit des au»geführten Mehles in der Weise, daß für feinere» Mehl eine geringere Menge von Getreide, zollftei abgeschrieben, bezw. gegen Einfuhrschein zugelasseu wird. ES find zu liefern Zwecke im Anschluß an die bestehenden Handelsmarken für Roggenmehl zwei, für Weizenmehl vier AuSbenteclassen gebildet, nach denen die Anmeldung und Abfertigung des Mehle» zur Ausfuhr zu erfolge« hat. Diese Claffen umsaffen bei Roggenmehl die Ausbeute von 1 bis 60 und über 60 bis 65 Proc., Bei Weizenmehl die Ausbeute von 1 bis 30, über 30 bi» 70, über 70 bis 75 und vou 1 Bi» 70 Proc. Für 100 kg Roggenmehl der ersten Clafle werden 158,33 kg, der zweiten Classe 100 kg Roggen, für 100 kg Weizenmehl der ersten Classe 160 kg, der zweiten Classe 117,50 kg, der dritten Classe. 100 kg, der vierten Classe 135,71 kg Weizen abgeschrieben bezw. zollftei eingelassen. Für Mehle, welche über 65 Proc. bei Roggen und über 75 Proc. bei Weizen gewonnen find, wird eine AuS» fuhrvergüustigung überhaupt nicht gewährt. Eine Ausnahme hiervon bildet nur Weizen und Roggenschrot, welcher die gesammte Ausbeute au» dem ver- arbeitete« Getreide umfaßt. Die Abfertigung erfolgt nach Type», neben denen Aschenprobe und Bücher- nachweis als subsidiäre Couttollemittel vorgesehen sind. Die Aenderungen treten am 1. Januar 1900 in Kraft. Rur da» in ihnen ebenfalls enthaltene Verbot der Bewilligung eine» Privatlagers unter amtlichem Mitverschluß neben einem Mühlenkonto erlangt bereit» vorn 1. October d. I. an Sellung.
Umschau.
Der B u n d e S r a t h hat in feiner letzten Sitzung dem im Reichs-Schatzamt aufgestellten Entwurf von Abänderungen des Regulativs für
Deutsches Reich.
Berit«, 6. Juli. Ihre Majestät die K a i s e r i n begab sich heute mit de« am Morgen von Wilhelms- Höhe eingetroffenen Prinzen Söhnen von Bord der „Iduna" in Flensburg an Land und flattere dem Offizierkorps ihres Füsilier-Regiments Nr. 86 in der Kaserne einen Besuch ab. Später ging die „Iduna" mit Ihrer Majestät und den Prinzen au Bord nach Eckensund in See.
Die Freiftau, so in die Enge getrieben, schaute einen Augenblick rathlos vor sich hin, aber um diese» Engagement zu verhindern, war ihr kein Preis zu hoch, so sagte fie nach wenigen Seknnden, einem ihr soeben aufsteigenden Gedanken nachgebend:
„Wenn Sie es denn auch schließlich mit Barbara versuchen möchten, so wird doch wohl nichts daraus «erben. Mein Mann, ber gestern von der Stimme Barbara» ganz entzückt »ar, sagte mir vor wenigen Stunden, daß er mit dem Gedanken umgehe, ihr nuu doch seine Einwilligung zur erwünschte» Ausbildung des Musik-StudiumS geben zu wollen; ich kann ihm eigentlich auch nicht unrecht geben, denn Barbaras Sttmme ist doch wttklich recht gut.
Die Freiftau sprach natürlich kein wahre» Wort; Baron Egon war es gar nicht eingefallen, von seiner EinwMgung zu Barbaras Stndinm z« sprechen, aber da seine Frau keinen andere« Ausweg wußte, wählle fie zwischen zwei unvermeidlichen liebeln das ihr kleiner scheinende, lieber mochte Barbara ihren Willen haben und Sängerin werden, al» »ach Jantikan gehe«, um dort Graf Waldemar z« heirathen.
Die Gräfin hatte einige Augenblicke erstaunt geschwiegen, jetzt sagte fie: „Also doch! Ja, die Sttmme Fräulein Hatten» ist selten schön und eine große Zukunft steht ihr gewiß bevor. Natürlich wird fie von der gegebenen Einwilligung Gebrauch machen, aber ich hätte sie doch so gerne selbst gesprochen und ihr meinen Wunsch, den fie natürlich mir nicht erfüllen wird, wenigstens mitgetheilt. Kann ich fie nicht sprechen?"
„Nein, bedauere," sagte die Freiftau sehr reserviert, „Hildegard hatte gleich mir unerträgliche Kopfschmerzen ; ich schickte sie deshalb ein wenig spaziere», Barbara mußte sie begleiten."
Met, bei: r.46. • 3.
gierig, was Gräfin Schhritz heute bei dem schlechten Wetter zu ihr führte.
Als die beiden Samen nach einer Weile plaudernd am Kaffeetisch saßen, brachte die Gräfin ihr Anliegen vor «nd bat Fra« v. Nymwegen, da fie ihr ja gesagt, daß fie Barbara nicht behalten wolle, dieselbe ihr al» Gesellschafterin z« geben, fie hoffe ihre Nichte würde Lust zu dieser Stelle habe», sie wolle fie ihr he jeder Weise angenehm und leicht machen.
Die Freiftau war zuerst sprachlos über diese» in liebenswürdigster Form ausgesprochenen Wunsch der Gräfin; das, was sie gerade mit der Entfernung Barbaras verhindern wollte, wurde durch das Anerbieten der Gräfin gefördert, nein, da» konnte fie nicht zulaffen und ihrem Gedanken unwillkürlich Worte verleihend, sprach fie erregt:
„Nein, liebste Gräfin, da» kann nicht sein, Ihren Wunsch kann ich nicht erfüllen."
„Warum nicht?" fragte diese verwundert, „b< Ihr Fräulein Nichte denn schon eine andere Stelle?"
„Da» nicht," «nd der Gedanke, die Gräfin könnte den Beweggrund ihrer ablehnende« Antwort errat!;e», ließ sie doch etwa» verlegen fortfahren: „Ich bitte Sie, Gräfin, Barbara hat einen selten störrischen, eigenwilligen Charakter, selbst unsere Lang- muth, al» nächststehende Bei wandten reichte nicht an», um ihr häßliches Benehmen täglich ertragen z« können. Nein, nein ich kann Ihnen nur davon ab» rachen, mögen doch Fremde, die einem nichts angehen, sich mit Barbara quälen."
„Lassen Sie das meine Sorge fein, meine liebe Fra« von Nymwegen, ich denke, ich würde mich mtt Fräulein Hatten ganz gut einleben, «nd wenn nicht, nun, dann kann fie fich von mir aus ja eine andere Stelle suchen."
öchenttiche Beilage«: Kreisblatt für bie Kreise Marburg und Kirchhain.
Jllustrirtes Sonntagsblatt. ‘Ä«“-Ä”'
(Nachdruck verboten.)
Schloß Böhnhausen.
Bo« M. Buchholtz.
(Fortsetzung.)
„ Zunächst ist festgestellt, daß viele Arbeiter nur DCH z eßhalb nicht gearbeitet haben, weil fie fich vor de» usla« «gedrohten Gewaltthätigkeiten der Radaubrüder füich-
Goschrint täglich außer an Werktage« «ach ®en* «nd Feiertag«. 1/1 4 KQ OnartalS-Lbonuementr-Prei« bei der 6$>ebttt»n 2 Mk., bei allen
JlSL le)ö N-ftämteru 2,26 Mk. (««. Bestellgeld). Jns«rti»n»a«bühr: Vie gt>
Mm Stile »der deren Wem 10 Wg» ÄHU«w Vst Zeile 26 Pfg.
parlamentarisches.
Herrenhaus.
Berlin, 6. Juli. (17. Sitzung.) Das Herrenhaus erledigt« heute zunächst Petitionen Hierbei richtet« Hrrr v. Huttrn-Czapski an di« Regi«rung di« Anfrage, ob st« in diesem Jahre «ine Sekundärbahnvorlage «tnzubrivgen g«d«nk«; «8 würde fich empfehlen, dies nicht zu spät zu thun.
R«gierung8kommisiar Geh. Rath Fleck erwiderte, daß eine solche Vorlage im Ministerium allerdings bearbettet sei; über den Zeitpuntt der Einbringung könne «r nichts angeben. Sämmtliche Petitionen werden nach den Anträge« der Kommission erledigt.
Es folgte der Gesetzentwurf, betr. die ärztlichen Ehrengerichte. Derselbe wurde debattelo» en bloe angenommen.
Hierauf trat da» Hau» in die verathung der Vorlage» betr. di« Dtknststellung des S r e i 8 a r z t«8 und di« Bildung von Gesundheit» kommisstontn ein. Dir Kommission hat «ine Aenderung im § 10 b«i Abgeordnetenhauitbrschlüss« vorgeschlagen. Nach dies«u Beschlüssen kann der Kreisarzt jeder,«it di, Zusammenberufung derselben verlangen. In allen Verhandlungen der Gesundheitskommission hat der Kreisarzt derathende Stimme; «r muß aber jederzeit gehört werden- Außerdem lagen noch einige redakttonelle Ab- änderungSaMrägr vor. Von dem Grafen Hutteu-Czapskt war ferner beanttagt worden, den im Abgeordnetenhaus» angenommenen Resolutionen 1. auf Errichtung selbständiger Lehrstühle für Hygiene, 2. auf Errichtung einer Central- Landesuntersuchungsanstalt und von Zweigaustallen für Gesuudh«itS» «nd Veterinärwesen und 3. um Wiedereinbringung eines Reich«-Seuchengesetzes zuzustimmen.
fSpi irr wird, ist selbstverständlich. Darum handelt es WU ch aber bei dem Gesetz - Entwurf zum Schutze des rbeüS-Verhältniffes nicht. Dieser will vielmehr die sirafthaten und da» Eingreifen des Militärs ver- eini dn-, und zwar dadurch, daß da» Bewußtsein
•her?« Akten die Freifrau au» ihrem unangenehmen . ver- Dübeln auffahren ließ und hinaussehend, erkannte fie scheu. Gräfin Schyritz, die, bie Freiftau am Fenster be- ädli«N Wirkend, ihr freundlich innirfte. Frau v. Nvmweae»
, WMlgcnor Bestimmuligen über Landsriedensbruch, lorb und Todtschlag enthält, wird Niemand be- ***** reiten, und daß das Militär einer Revolte spielend
tv/t Anzeigen nehmen «ntgcgai: Vst Exvedilio« diese« Blatte«, Vst Annon«»
Wi* M Bureau; von Haasenstein & Vogler, Frankfurt «. M., Cassel, Magve- ni
Sonnabend 8. Juli 1899. W
„DaS thut mir leid, nun ich sehe sie wohl noch, wann reist sie?"
„Bor Neujahr lanm," antwortete Freifrau von Nymwegen und konnte kaum ihren Aerger bezwinge», daß fie durch der Gräfin Bitte nun gezwungen »ar, Barbar« ihren sehnlichsten Wunsch zu gewähren. Sie wußte, e» werde noch einen harten Kampf mtt ihrem Satten kosten, ehe er seine Einwilligung zu diesem Schritte Barbara» gab, daß er ihn aber gab war gewiß, was hätte fie, wenn fie e» wollte, auch nicht durchgesetzt.
Ob nun die erwähnten Kopfschmerzen Fra« von Nymwegen» wirklich so stark waren oder ihr etwa» andere» fehlte, jedenfalls merfte Gräfin Schyritz sehr wohl her««», daß die Freifta« lieber ihr Gehen al» ihr Bleiben sah, verabschiedete fich bald und fuhr heim. 8» that ihr leib, Waldemar mtt ihrer Nachricht eine Enttäuschung bereiten z« müssen, aber wer konnte wissen, zu waS eS gut war; e» war ja auch nicht ausgeschlossen, daß fich die Herze» der beide» jungen Menschen noch finden konnten.
Freiftau von Nymwegen hatte »och an demselben Abend eine lange Unterebung mtt ihrem Satten; fie war keine Natur, die etwas halb that, sie handelte stet» unbewegt nach einmal gefaßten Entschlüsse» und liebte kein unnützes Hinausschieben von Sache», die doch erledigt werde» mußte». So heftig wie heute, braßte» die Gatte» aber selten aufeinander. Baron Egon, der um des lieben Friedens willen sonst bald »achgab, beharrte heute eigensinnig auf feinem gefaßte» Entschluß, Barbara nicht bie Erlaubniß zum Musikstudium geben zu wollen.
(Fortsetzung folgt.)
Arbeiten, wo und wie fie wollen, wieder Hfl»’ Senbig gemacht wirb. Was haben bie Ereignisse rrte. । Herne in biefer Hinsicht gezeigt?
A * icklich unwohl. Der gestrige Erfolg Barbara» »ar y*y: «, wie Sohren spöttisch bemerkt hatte, in ber That Hl. 1 die Glieder gefahren. Ihre LieblingSibee, Waldemar Kasse, 6§ilbgarb zu gewinnen, schien durch das Dazwischen- »en all Wen ihrer, ihr in tiefster Seele verhaßten Nichte 2'-^ ttitelt werden zu wollen; ber Gedanke, Waldemar Vtie e» im Ernst einfallen, um Barbara zu werben, FWe fie geradezu wüthend, und ihren Unmuth an tyt dem jungen Mädchen nach Herzenslust auSzulaffc», hrte ihr nur geringe« Trost.
Wes» Barbara «nr erst eine Stelle hätte und könnte! fie sagte fich immer wieder in ihrem ächttge« Zorn, daß dies da» einzige Mittel wäre, es nicht z« einem Antrag Waldemars kommen laffen. Ach, wa» hatte ihr doch schon diese bürget» Nichte für Aerger bereitet, wie viel Geld hatte s.i« der Peufio» gekostet, und nun zum Dank e fie mit ihrem hübschen Geficht noch ihrem mgSplan hörend in de» Weg kommen.