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schöne Erscheinung der Gräfin mit ihrem feinens und schlank und Hilde so klein und untersetzt.
Gräfin Schyritz und ihr stattlicher Sohu von allen Seiten begrüßt wmdeu. Waren ste auch nicht reicher und angesehener wie z. B. die Familie Nymwegm, so doch entschieden beliebter; und die noch immer
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Hildegard gepaart würde. Nun, von seiner Seite war gerade kein besonderer Entgegenkommen zu bemerke», und ungleich genug sah das Paar in seiner äußere» Erscheinung aus; Graf Waldemar so groß
Bei den vorgestrigen Kundgebungen gegen die Wahl-Vorlage find in Brüssel im ganzen ungefähr 20 Personen verwundet und 12 verhaftet worden. Der Aufstand ist regelrecht organistrt. Wie im Jahre 1893 haben die Socialisteuführer sich der Arbeitseinstellung bet den größeru Arbeitergruppen, namentlich den Maschinevarbeitern, den Bauhandwerkern und den Möbeltischlern, versichert. Sie haben vielfach die Leiter der Werkstätten aufgesucht und sie ersucht, während der Tage, wo über die Wahlvorlage verhandelt werde» soll, zu schließen, und einige Fabrikleiter habe» sich damit einverstanden erklärt, soweit, daß die dringendsten Aufträge zuerst ausgeführt werden sollen. Auf der anderen Seite werden umfassende Ordnungsmaßregel» getroffen. Das Mllitär wurde schon am Mittwoch von 2 Uhr ab in de» Kasernen tu Bereitschaft gehalteu. Die Specialwaffeu der Bürgerwehr Haven für jeden Abend bestimmte Quartiere angewiesen erhalten. In dem Kammerge-
durchgeistigten Gesicht, nahm unwillkürlich für sie sofort ei».
Barbara sah von ihrem fast verdeckten Staod- punkte Gräfin Schyritz und Waldemar eivtreten, und ohne daß es ihr jemand zu sagen brauchte, hatte sie in dem stattlichen junge» Mauve mit dem brauueu Vollbart und den treuherzig blickende» blauen Augen, ihre» jugeoblichen Beschützer von einst, Grafen Waldemar, wiedererkanut. In seinem anziehenden Männergeficht lag nicht die leiseste Spur von Hochmuth und eine selbstbewußte Mäuulichkeit, seine ganze Art, sich zu verbeugen und zu grüßen, war ernst, zurückhalleud und doch verbindlich liebenswürdig. Barbara hatte sich diesen ganzen Abend gefragt, ob sie den jungen Grafen heute wohl Wiedersehen würde, uud als sie ihn nun erblickte, durchzog ihr Herz eine freudige Regung und der Wunsch, ihm entgegenzutreten, um ihre Haud eutgegenftreckcn zu dürfe», stieg in ihr auf, aber das war natürlich unmöglich, Graf Waldemar würde in der übersehene» Klavierspielerin seine» Schützling von einst kaum wiedererkeuneu.
Jetzt sprach er gerade mit Hilde, wie auffallend die lachte uvd auf ihn einsprach, sie mnßte cm Babettens Ausspruch denken, daß Graf Waldemar mit
Jetzt entstand plötzlich eine allgemeine Bewegung, die Thüren zum Speisesaal hatten sich geöffnet «nd Scheust, Gräfin Schyritz seine» Arm bietend, gab bannt das Zeichen zum allgemeine» Engagement zum Souper. Graf Waldemar sah in diesem Augenblick zufällig »ach der Richtuog, in der Barbara stand, wie gebannt blieb der Blick an ihrem, ihm zugewsndte» Antlitz haften, ein Aufleuchten seiner Augen, die einen Moment wie fragend auf ihr geruht hatten, sagte ihr, daß er sie erkannt, und mit leichter Verbeugung uud einem flüchtig gemurmelten »Pardon, gnädige Baroneß* verabschiedete er fich von Hilde.
Gleich darauf stand er neben ihr und verdeckte mit seiner großen stattliche» Gestalt die des kleinen Rittmeisters, der fich Barbara in der Absicht, sich ihr nun selbst vorzustellen, um sie zu Tisch zu führen, genähert hatte, vollständig. Im nächsten Augenblick hatte Graf Waldemar die fich ihm entgegenstteckcnde kleine Hand Barbaras ergriffe», und fie an seine Lippe» ziehend, sprach er in ftendiger Ueberraschuug, während seine Augen fie bewundernd anblickte»:
,3a gewiß, Sie find er, gnädiges Fräulein, Sie find Barbara Hatten, meine kleiue Spielgefährtin von einst!*
Hinsichtlich der Aussichten >r Vorlage über die Reform des Gemeindewahlrechts erfahren die „»eil. Pol. Rachr.*, daß die Regierung ihre Bereitwilligkeit zu erkenne» gegeben hat, alles von der Kommission irgend gewünschte Material, soweit es der Regierung selbst zur Verfügung steht oder erreichbar ist, mitzutheilen. Sollte gleichwohl eine Einigung nicht erzielt dezw. von der Kommission die Vorlegung »och weiteren Materials, was einstweilen garnicht vorhanden ist uud vielleicht erst in Jahren zu beschaffen sein würde, verlangt werden, so würde, wie die genannte Korrespondenz richtig bemerkt, in diesem Fall die Regierung von irgend einer Schuld an dem Nichtzustandekommen des gesttzgeberischeu Werkes freizusprechen sein.
bäude werden Eisenbette» für die Truppe» Jnnb Gendarme» aufgestellt. Nach den Nachrichten aus der Provinz ist die Erregung am höchste» i» Lüttich. Die Polizei ist angewiesen, alle Umzüge zuznlaffe», aber keine Versammlung unter freien Himmel. Versammlungen werden fast jeden Abend, nicht bloß in Lüttich, sonder» in allen Jndnstrieorten der Umgegend abgehallen. Auch die liberalen Studenten haben beschloffe», mit ihren Fahnen an sämmtlichen Sttaßenkundgebunge» gegen die Regierungsvorlage theilzuuehmen.
wider die letzter» hat also keinen Sinn und beweist nur, daß die socialdemokrattsch gefinutm Arbeiter Rechte für fich in Anspruch nehmen, die fie den Arbeitgebern vorenthalten wissen wollen.
Wa» aber von Verabredungen zu bestimmten -wecken gilt, das gilt auch von dauernden Koalttione» der Arbeiter. Auch hier bleiben alle gesetzliche» Mittel, solche Koalittone» zu schaff« und in die Höhe zu bringen, unangetastet. Alles Gerede, der Gesetz- Entwurf zum Schutze des Arbeits-Verhältnisses wolle die Arbeiter der Mittel zur Vertretung ihrer bered), tigten Interessen berauben, beruht daher entweder auf Unkenntniß oder auf böswilliger Unterstellung.
In der „Neuen Zeit*, der „wissenschaftlichen* Revue der Sozialdemokratte, lesen wir:
ben Ausführungen des Nsttouallibrralen Basfermanu, des Freisinnigen Lenzmann, des Wildiiberalen Rö ficke und gewisser Art auch des Ultramontanen Lieber nach- gerühmt werden darf.*
Ein solches Zugeständniß ist „bürgerlichen* Parlamentariern ans sozialdemokratischem Munde noch niemals gemacht worden. Verdient ist es aber.
zu bringen aus: „Jede Ankündigung eines Streikes dem Arbeitgeber gegenüber soll strafbar fein, denn jede Ankündigung ist eine Drohung*. Nein, das ist sie eben im Sinne des Gesetzes nicht, wie Text und Begründung klar und deutlich zum Ausdruck bringen, und wenn der „Vorwärts* trotzdem eine solche Behauptung in die Welt hinaussendet, so macht er fich eines Verstoßes gegen die Wahrheit schuldig.
Sind aber Arbeiter irgendwo oder -wann ausständig geworden, so steht ihnen auch späterhin dieselbe Reihe gesetzlicher Mittel wie heute zur Verfügung, um den Ausstand in wirksamer Weise durchzuführen. Sie können von Person zu Person auf- klärend und überzeugend wirken, sie könne» öffentliche Versammlungen abhalten und sich der Presse in ausgiebigstem Maße als Agitations - Mittels bediene». Nur muß dabei die Form des Gesetzlichen gewahrt werden. Es sollte doch aber wirklich nicht so schwer halten, sich vor der Oeffentlichkeit gewiffe Schranken aufzuerlegen und öffentliche Ehr-Verletzungen, Verrufs- Erklärungen und dergleichen zu vermeiden.
Ferner wird den Arbettern durch den in Rede stehenden Gesetz-Entwurf ausdrücklich das Recht zugesprochen, Vereinbarungen zu treffen, die darauf gerichtet sind, bei bestimmten Arbeitgebern keine Beschäftigung zu nehmen. Es ist dies ganz dasselbe Recht, das den Arbettgebern in den sogenannten „schwarzen Listen* gegeben ist. Das ewige Eifern
Unter den in Marburg täglich erscheinenden polittschen engen ist die
„Oberhessische Zeitung" dem KreiSblatt für die Kreise Marburg hhaiu sowie Jllvstrirtes Sonutagsblatt
Die „Rordd. Allg. Ztg.' erfährt über die kürzlich gemeldeten Unruhen in unserem ost- asiatische» Pachtgebiet das Folgende: Vor einigen Tagen wurde dem Gouvernement Kiautschau mitgetheilt, daß in Kaumi, einem an der zukünftige» Bah» Kiautscho» (Stadt)-Weihs gelegene» Flecken, ben mit den Vorarbeiten znm Bahnbau be- auftraflten Deutschen mit Gewaltthätigkeiten und groben Ausschreitungen begegnet wurde. Der Ort Kaumi liegt innerhalb der Zone, durch die deutsche Truppen das Durchzugsrecht Haden, und in der vertragsmäßig ohne deutsche Zustimmung chineflsckerseitS keine besonderen Maßnahmen getroffen werden dürfen. Eine sofort zur Behebung obiger Schwierigkeiten nach Kaumi entsandte deutsche Kompagnie fand ein südlich von Kaumi velegenes Dorf Titung mit Wällen umgeben und durch Geschütze und etwa 300 bewaffnete Chinesen verthetdigt, von denen die deutsche Truppe Feuer erhielt. Das Dorf wurde gestürmt, neun Chinesen blieben dabei tobt. Da auch anbere in ber Nähe gelegene Dörfer fich in ähnlichem Vertheidigungszustaud befanden, sandte ber Gouverneur von Kiautschau Verstärkungen ab. Neueren Nachrichten zu Folge haben die Chinesen den Widerstand aufgegeben. Kaumi ist besetzt. Es ist zu hoffen, daß ohne weüereS Blutvergießen die völlige Ruhe wieder hergestellt wird und die Vorarbeiten zum Bahnbau ihren ftetigen Fortgang nehmen.
„Ich bi» es,* entgegnete Barbara froh bewegt, und fie, die fich »och eben so grenzenlos einsam, so verlassen unter den vielen Menschen gefüllt hatte, überkam, als fie in die auf ihr ruhenden strahlenden Männeraugen sah, ein Gefühl glücklichen Geborgen- seinS.
„Pardon, Graf Schyritz,* ertönte jetzt die näselnde Stimme Rittmeisters von Sohren »eben ihnen, „gestatte» Sie, daß ich mich dem gnädige» Fräulein vorstellen darf. Rttttneister von Sohren,* wandte er fich darauf mit chevalereSker Verbeugung Barbara, fich vorstelleud, zu „dürfte ich vielleicht die Ehre habe», gnädiges Fräulein zu Tisch führen zu dürfen?*
„Sie kommen zu spät, Herr Rittmeister,* entgegnete schnell an Stelle Barbaras Gars Waldemar, „Fräulein Hatten wttd mir, als alten Bekannten, der ihr mit derselben Bitte soeben naht, dieses Mal den Vorzug gebe», nicht wahr, gnädiges Fräulein, Sie geben mir die Ehre?*
Und als Barbara erröthend den Kopf neigte, legte er ihre Hand, die er noch immer in der feinen hielt, auf feinen Arm und schritt mit ihr, nachdem fie Sohren mit einigen liebenswürdigen Worte» ge- dankt hatte, dem Speisesaale zu. Der Rittmeister, der fich jetzt ziemlich allein mit Hildegard v. Nym- wege», die im sprachlosesten Zorne der kleinen Scene gefolgt »ar, im Zimmer sah, reichte dieser nun feine» Arm und folgte ben Voranschreitenden.
(Fortsetzung folgt).
Umschau.
Dem Abgeordnetenhaus ist der Gesetzentwurf betteffeud die Gewährung von Zwischenkrediten bei Rentenguts. Gründung zugegangen. § 1 lautet: Soweit für die Errichtung von Rentengütern die Vermittlung der Generalkommission eintritt, kann der zur Abstoßung ber Schulb und Lasten der aufzutheilenben oder ab- zuttenuenben Grundstücke und zur erstmaligen Besetzung ber Reutengüter mit den nothwendlgen Wohn- und Wkthschaftsgebäuben erforderliche Zwischenkredit aus den Beständen des Reservefonds ber Renten- bauten gewährt werden. Dem Fond darf hierfür ein Bettag bis zu 10 Millionen entnommen werden.
Deutsches Reich.
Berlin, 29. Juni. Aus Kiel wird gemeldet: Die heutige interne Wettfahrt in dem Kieler Hafen hat bei günstigem östlichen Segelwind und
Gesetzliche Mittel.
Es heißt die Thatsachen vollständig auf den Kopf stellen, wenn die Socialdemokratie und ihre Helfershelfer bei Bekämpfung des Gesetz-Entwurfs zum Schutze des gewerblichen ArbellS-VerhällnisseS stets behaupten, der Entwurf wolle den Arbeitern sämmtliche Mittel rauben, mit deren Hilfe ste ihr Koalitions-Recht und das Recht zu streiken wirksam zu handhaben vermöchten. Davon ist ganz und gar keine Rede, vielmehr bleiben diese Rechte in vollstem Umfange erhalten, ja, sie erfahren eine Verstärkung, indem für die Zukunft Derjenige, der eine ungesetzliche Schmälerung dieser Rechte unternimmt, mit besonderen Strafen bedroht wird, was bisher nicht ber Fall war. Man braucht auch bloß ben Absatz 3 des § 4 einmal anzusehen, um zu erkennen, baß der Gesetzgeber nichts weniger als einen Eingriff in die bestehenden Rechte ber Arbeiter beabsichtigt Hai.
Auch wenn der Entwurf Gesetz wird, ist es den Arbeitern nach wie vor gestattet zu streiken, ja, der Entwurf sieht nicht einmal eine kriminelle Ahndung ober überhaupt schärfere Bestrafung des Coutrakt- bmches vor, der ja leider die gewöhnliche Begleit- Erscheinung von Ausständen zu fein pflegt. Ebenso dürfen die Arbeiter aber auch den Enschluß, ausständig werden zu wollen, den Arbeitgebern vorher ankündigen. Ausdrücklich heißt es an der erwähnten Stelle des Entwurfs, daß eS nicht als eine Verrufs Erklärung ober Drohung gelten soll, wenn Jemand die Vornahme einer Handlung, zu ber er berechtigt ist, in Aussicht stellt. DaS socialdemokratische Central-Organ, ber „Vorwärts*, thut aber so, als
(Nachdruck verboten.)
Schloß Böhnhauscn.
Von M. Buchholtz.
(Fortsetzung.)
„Ah,* sagte Sohren und wandte sich lebhaft an Mt, in dem er interessiert zu dem schönen Mädchen «übersah, „eine nene Erscheinung und was für chle! superb, kennen Sie diese blonde Schönhett, «mtoegen?*
„3a,“ sagte Horst gedehnt, Fräulein Hatten.*
„Wie langwellig Sie baS sagen! darf man «gen woher Sie die junge Dame kennen? uud mtt fcm fie hier ist?*
Horst wandte fich verlegen halb ab und antwortete zögernd:
„Mit uuS, sie ist die Gesellschafterin meiner Schwester und soll nach dem Essen zum Tanze Helen.“
„Auch eine wunderbare Zumuthuug, möchten Sie w»hl die Güte haben, lieber Nyrnwegen, mich Fräulein freien vorzustellen?*
„Die Jantikauer,* sagte Horst, die Bitte Sohrens wie überhörend. Sie gestalten, ich muß ber Gräfin Wen Abend sagen.*
l Froh der Unterbrechung, die ihn den Wunsch wohreus umgehen lassen konnte, war Horst gegangen *Jb der Rittmeister konnte von seinem Beobachtung? - Mten aus bemerken, mit welcher Zuvorkommenheit
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Wöchentliche Beilagen: Kreishlatt für die Kreise Marburg uud Kirchhain.
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Anzeigen nehmen «mgeg«: bk Ervediti»« diese» Blatte», die Armoneen»
•urteix »»» Haafrafdetn & Boßler, Frankfurt a. 8t, Cassel, Magdm oi ^crtfirrt
5m, Wim: Rudolf Moste, Fr.nkfnrt e. R., Berit», Münch«. ÄÄm 04.
tl. * Cs., Unrnkfurt t. 3t, Hnckn, Hannover, Paois x.
Ziehungslisten der Königl. Prenß. Klafseu-Lottirie Hi gelesenste und am weitesten verbreitete. Mit dem . Juli 1899 beginnt auf st» «in neues Viertel- ,hrs-Abonn«m»nt
Di« „O b e r h e s s i s ch» Zeitung* hat eS fich in kster Reih« zur Aufgabe gestellt, einzutreten für die Macht ab das Ansehen von Kaiser und Reich, für Thron, Vater- «ud »nd War!
Di« „Oberh«ssisch« Ziituug* ist bestr«bt, «all, wo fi« nur gelesen wird, das nationale Bewußtsein, reue zur Monarchie, Lieb« zum Vaterland«, Gottesfurcht ab religiösen Sinn, toi« Achtung vor unseren Gesetzen uud »ährten staatlichen Einrichtungen zu fördern!
Di« „Oberhessisch« Zeitung“ sucht dies Ziel mch gediegene, sachlich gehalten«, populär geschriebene ditartikel zu «rreichen. In ihrer Rubrik „Umschau“ wird i wie bisher «ine Ueberficht über die wichtigsten Tages- ertgniff« auf dem Gebiet« der inmrrn und äuß«ren Politik üb deren Besprechung bringen, uud die Vorgänge in den «lammten, in Reich und Staat, unter dem Tagesbericht die bisher zusammenstelleu.
Durch ihre Verbindung mtt der Continental - Tele- raphen- Compagnie in Berlin ist di« „O b e r h e s s i s ch r «itung* in der Lage, ihr« Lesern in Original-Tele- kwumen die neuesten Ereignisse im In- und Auslände wxqüglich zur Kenntniß zu bringen.
Den Vorgängen in unserer Provinz, toi« dem lokalen heile wird die „Oberhessische Zeitung“ ganz be- mdere Aufmerksamkeit widmen, auch wird ste nicht nur arch ein gediegenes Feuilleton, wie durchZusammen- elluug unterhallender verschiedener Nachricht« für ihr« stser Sorge tragen, sondern, tote riueStheils den Vorgängen af dem Gebiete von Kunst und Wissenschaft, so anderer- ittS dem volkswirthschaftlicheu und landwirthschaft- i ch e n Interesse durch einschlägige Veröffenüichungen thun- lchst «utgegenzukommm allezeit bestrebt sein.
Inserate finden, di« sechsspaltige Zeile 10 Pfg. ei ber großen Auflage der „Ob er hessisch en Leitung“ in derselben die geeignetste uud weiteste Ver- reituug. Dadurch, daß alle Staats- und Kommunalbihörden es Bezirks die „O b e r h e s s i s ch e Z e i t u n g“ zu ihr« ickauntmachungen benutzen, ist daS Halten derselben von wtsprechendem Nutz« für jeden Leser.
Schließlich bitten wir unsere Leser, Freund« uud Ämter, unter ihren Bekanntenkreisen für die Weiter- etbrtttung der „Ober hessischen Zeitung“ thun- chst itwirken und so auch ihrerseits Helfer uud Förderer «r nationalen und loyalen Politik sein zu wollen, einer ioßtil, die fich aller umstürzlerischen Tendenz der heutigen Itit gegenüber treu bleibt in der Devise: „Mtt Gott für »tser nd Reich, für König und Vaterlandl*
Marburg, im Juni 1899.
Redaction uno Expedition d e r „O b e r h e s s i s ch e n Z e i t u n g.“
Gescheint täglich außer m Werktag« »ach ®ew wb ^^g«. tfdT
QnartalS-AbatmmtmtS^rei, bei der «Meditisn 9 M., bei all« «*♦***'»
»SgaSÄg Sonnabend, 1. Juli 1899.
hätte eS diese Stelle gar nicht gesehen, und rnft,i ,So ausgezeichnet Bebels Rede an und für fich um die Arbeiterschaft gegen ben Entwurf in Harnisch | war, so war ste von seinem Standpunkt aus gewissermaßen z u s e l b st v e r st ä n d l i ch, als daß fie jene überraschende Wirkung hätte haben können, die di« scharfen und schlagen-