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Zweites Blatt

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also von anderen Lebewesen nicht ausgeathmete, mit Kohlensäure und Krankheitskeimen nicht beladene Luft einzuathmen. Er verordnet ihm ferner tägliche stunden­lange, mäßige Bewegung, die seine Lungen ausdehnt, kräftig, und widerstandsfähig gegen Krankheits­keime macht und erhält. Er verordnet tiefes Eiu- und Ausaihme» und Bewegung aller Glieder, um die Organe zu kräftigen und den Blutumlauf zu be­fördern. Weiter: Wenn der Staat einen Verbrecher im Zuchthause gefangen hält, so verlangt der Ge- fängnißarzt, damit die Gefängnißstrafe nicht zur lang­samen Todesstrafe werde, daß der in unnatürliche Lebensbedingungen versetzte Gefangene sich täglich mindestens eine Stunde in freier Lust bewege.

Man vergleiche nun mit diesen Maßregeln des Arztes bei kranken oder gefangene» Menschen die Behandlung unserer, in Folge unnatürlicher Lebens­weise seit Geschlechtern bereits großentheils der Tuber­kulose verdächtiger Rinder! Seit etwa 30 Jahren habe ich mich gegen die naturwidrige Haltung unseres Rindviehes, besonders unserer Kühe, ausgesprochen. Ich bin auch überzeugt, daß der größte Theil unserer Acrzte, ja selbst ein Theil unserer Thierärzte, ohne Kenntniß davon ist, daß jene Kühe, die sie bei ihren Besuchen der großen Brennerei- und Milchwirthschaften in langen Reihen in schönen, Hellen Ställen an der Krippe gebunden sehen, dort jahraus, jahrein gefesselt stehen. Sie würden staunen, wenn sie wüßten, daß diese schönen Thiere, dievon der Schlempe ins Grüufutter und vom Grünfutter tu die Schlempe kommen," tagelang stehen, ohne reine Luft eingeathmet, ohne ihre steifen Glieder auf einer Weide gereckt zu haben, ja ohne auch nur stundenweise täglich zur Tränke (die leider die Stallpumpe o:er Schlempe- bietet) oder auf einen Tummelplatz getrieben zu werden. Dort könnten sie wenigstens einige Zeit täglich reine Lust und Bewegung haben. Jahraus, jahrein kommen die arme» Kühe von ihrer kurzen Kette nicht los. Es ist ein Wunder, daß sie dieses ungesunde Leben auch nur sechs Monate lang er­trage», ohne a» Funktionsstörungen ihrer Organe zu Grunde zu gehen! Der Direktor eines zoologischen Gartens, der die Thiere jahrelang an die Kette legte, würde bald vom AufsichtSrathe entlassen werden. Aber in den meisten unserer Wirthschaften geschieht leider gar nichts, um dieser thierquälerischen, ungesunden Viehhaltung ein Ende zu machen.

Die meisten Brennerei- und Milchwirthschaften behandeln ihre Kühe in der Regel schlimmer als der Staat die Verbrecher. Die Kühe dürfen nur von einem Bein auf das andere treten, sie athmen die schlaffe, ketmbeladene, trotz bester Durchlüftung sauer­stoffarme Luft ein, welche ihre Stallgenossen aus­athmen. Wie können solche Thiere gesund und wider­standsfähig bleiben, wie können sie kräftige Nachzucht liefern! Den Mastochsen, den man nach drei Monaten schlachtet, mag man wie eine Stopfgans behandeln, obgleich cs auch ihm schadet, w-e wir an der Zu-

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Ard es keine Noth haben »ud ich werde ruhig ein- Wofen können, wenn meine Stunde gekommen ist".

An »einem Vater ist das Wort des Psalmisten *ahr geworden, daß das Leben des Menschen köstlich N» wenn es Mühe und Arbeit gewesen ist. Denn ® der That ist sein Lebe» au mühseliger Arbeit und Ach an Erfolg überreich gewesen.

durch fäi und kung.

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Geschäftliche Mtttheilungerr

Ilmenau in Thüringen. Das hiesig« Thüringische Technikum, eine höhere und mittlere Fachschule für Maschinen­bau und Tlectrotichnik (Werkmeister 2 Semester, Techniker 4 Semester und Ingenieure 5 Semester), wird im Sommer- Semester 1899 von 694 Technikern besucht. An den Diplom- und Abgangs - Prüfungen brtheiligteu sich iw Schuljahre 1898 99 265 Absolventen; hiervon bestanden 24 mit Auszeichnung, 89 mit Nr. 1 (recht gut), 154 mit Nr. 2 (gut) und 48 mit Nr. 3 (genügend.) Nach den Absolventen herrscht« «in« große Nachfrage. Am Thüringischen Technikum wirken 20 Fach- und 8 Hilfslehrer. Nach den bisherigen Erfahrungen ist avzunehmen, daß zum Winter - Semester 1899/1900 viele Anmeldungen werden abgewissen werden müssen. Au« diesem Grunde ist «ine rechtzeitige Anmeldung unbedingt erforderlich. Das Wintersemester 1899/1900 be­ginnt am 20. Oktober, der Lorunterricht am 26. September.

Wenn ein Mensch, sagt Herr Gerson, der Tnber- ?Me verdächtig erscheint, so verordnet ihm der Arzt ** allen Dingen gute Luft und mäßige Bewegung. 61 räth ihm, täglich möglichst lange sauerstoffreiche,

süchtiges Geschlecht liefern. Wie kann man sich bs. .. wundern, wenn Lungenkrankheiten in sich steigerndem Maße ausbrechen, wenn die Tuberkulose 70, 80, 90 von 100 aller Thiere in solchen Ställen ergreift! Der günstige Nährboden für Bacillen ist seit Jahren vorbereitet. Die übertrieben starke Schlempcfütterung trägt noch das Ihrige zur Vermehrung der Krankheit bei. Wenn ich meinen Nachbarn > und ländlichen Freunden Vorstellungen über ihre naturwidrige Vieh­haltung machte, hörte ich regelmäßig die Erwiderung: Sieht ein krankes Thier so glatt und rund aus? Sie sehen also, daß die Thiere gesund bleiben. WaS hat eS zu sagen, wenn in Jahr und Tag einmal ein krankes Stück billig verkauft werden muß?" Machte ich auf Hustenstöße aufmerksam, so hatten sich die Kühe an der Spreu verschluckt.

Ehe die Koch'sche Tuberkulinimpfung die Er- kenntniß der Tuberkulose leicht machte, ahnten die Besitzer gar nicht, daß die Mehrzahl ihrer Kühe mit der Krankheit behaftet war. Wir wissen heute, daß fünf Jahre und mehr, selbst bei unsachgemäßer Haltung und Schlempemast, vergehen können, ehe di: Krankheit sich äußerlich bemerkbar macht und durch die Luft ansteckend wirkt. Ja einem mir bekannten Stalle mit 100 prachtvollen Kühen reagirten 75 Procent auf Tuberkulin, und auch der Besitzer dieser Heerde: hat auf meine Vorstellungen vor Jahren erwidert,, daß nach seiner Erfahrung die andauernde Fesseln» g, Stallhaltung und Ueberfütterimg mit Schlempe seinen Kühe» nicht schade. Einem Freunde, der den Mist mif der Duugstätte von Arbeitsochsen festtreten ließ, rieth ich, die Duugstätte mit einem starke» Geländer zu

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umgeben und die Kühe sich täglich stundenlang auf dem Mist umhertummeln zu lassen. Aber davon wollte er nichts wissen.Täglich hätte ich 50 Liter Milch weniger bei dem Toben I" antwortete er mir.

Für die Sommerstallfütterung wurde die Dünger- vcrschwendrmg bei Wcidcgang ins Feld geführt. Diesen Grund bestätigt die moderne Forschung nicht, da wir nun wissen, daß auf der Duugstätte im Ver­laufe mehrerer Monate bis zum Unterpflügen des Düngers 20 bis 50 Prozent Stickstoff verloren gehen. Wer Stallfütterung für vortheilhafter als Weide hält, mag sie betreiben, Er sorge nur dafür, daß sich all: Thiere mindestens zwei Stunden in reiner, freier Lust auf einem Tummelplätze bewegen können. In England fand ich selten geschlossene Ställe, sondern Schuppen, in denen das wetterharte, mit gelocktem Pelze behaarte Vieh (besonders die Shorthons) auch im Winter ergehen und in Buchten ins Freie treten konnte.

Nachdem ich die unmittelbaren Schädigungen des Viehes durch ungesunde Haltung erörtert habe, wende ich mich zu den Folgen, welche dieser Umstand für die Landwtrthschast hat und haben wird. Die mittelbaren Schädigungen der Laudwirthschaft durch die Sommerstaklfiitterung und durch naturwidrige Haltung des Rindviehes im Winter sind folgende:

1. Die Furcht vor dem Genüsse ungesunder Milch und tuberkulösen Fleisches. Wenn man all­gemein erfaiint haben wird, wie wenig Luft und Bewegung wir unseren Kühen gönnen, wie wir ihre Lungen schwächen, wie wir ihre Neigung zur Lungen­schwindsucht durch übertriebene Schlempefütterung fördern; wenn sich ferner in weiten Volkskreisen die Ueberzeug.ung Bahn gebrochen haben wird, daß das jetzige B erfahren der Viehhaltung in vielen Milch- wirthsch'isten tuberkuloseverbreiiend wirkt, so wird im Interesse der Menschen, welche die Milch trinken, über den Kopf der Landwirthe hinweg, vielleicht gar vo-v der Polizei aus Wandel geschaffen werden. Die Milch wird bei uns lange nicht soviel genossen, als sie es sollte. Im Sommer steht in Skandinavien und in Holland fast auf jedem Mittagstische im Gasthofe, wie beim Privatmanne kalte Milch. Auf jedem Bahnhofe, theilweise auch in England, wird sie als bestes Erfrischungsmittel dargeboten. Jeder Lmrdwirth bietet sie seinem Gaste an.

2. Der Städter bekommt unser Vieh nicht zu sehe». Der Städter, der zu Fuß, zu Rad, zu Pferd, zu Wagen das Land durchstreift, sieht nur die tote od«».r lediglich von Menschen belebte Land­schaft. Wo soll da die Liebe zu unserer Viehzucht bei Nichtlan! »wirthen Herkommen? Fast alle idyllischen Bilder gerne ichlichen Land und besonders Viehlebens sind heutzut age verschwunden. Der Städter macht sich ebensowe rüg draus wie der Schreiber dieser Zeilen, angebundenes, d. h. auf gut Deutsch, gefangenes

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ssäm! lustige Abschiedsrede.

Bei der 1 lbschiedsfeier für den Bonvivant Paul auf bet hne des König!. Schauspielhauses in Dies den h atHofschauspieler Emil Bauer an den Schei Denden i sine humoristische, mit Lust- und Schau­spiel stteln gefl sickte Ansprache gehalten, die in ihrer eige .»artigen $ lotpourriform folgendermaßen lautete: W tun wir all, *, die wir hier vor Ihnen stehen, auch »i,cht gerade.Jugendfreunde" von Ihnen sind, so b,aben wir doch viele Jahre lang wieDie zärtlichen ' Verwandten" an einander gehangen, wenn es galt, Ein Lustspiel"In Behandlung" zu nehmen, an welchem nicht mirDilettanten und Künstler", sondern auchDie Journalisten" ihre Helle Freude hatten und unS daS Zeuguiß ausstellen mußten: Es warEin Erfol g". Sie erinnern sich, als Sie vor 11 Jahren aus derGroßstadtluft" zu uns kamen und alsBeil, cheafresier" debütirteu, daß ich Sie damals lieber91 ach Madrid" gewünscht hätte, weil alleGoldfische" undWohlthätige Frauen"

^3 er noch in der Inschrift «usgedrückt hat, die ^ie soeben an der von ihm selbst gewählten Ruhe- Mte gelesen haben und nach der wir uns Alle richte» und gelobe» wollen, ist seine Mahnung: treu * bleiben Kaffer und Reich".

| Wjirbelte, wie auch an seinem 70. Geburtstage das hoch der deutschen Studentenschaft im großen Reichs- kvylersaale in Berlin erdröhnte.

Landwirthschastliches.

es bei der beständigen, natur­widrigen Stallfütterung mit unseren , Rindern kommen mutz.

Aus Friedrichsruh.

Die Ansprache des Fürsten Herbert Bismarck an die Vertreter der Studentenschaft »ährend der studentischen Feier in Friedrichsruh lautete wie folgt:

Meine Herren, ich danke Ihnen von ganzem Herzen für die würdige und erhebende Feier, ich danke : Ihnen nm so mehr, als es mir in hohem Maß- schmerzlich war, daß ich de» Vertretern der deutschen Hochschulen aus zwingenden Gründen keinen Platz im Trauerzuge am Tage der Beisetzung anweisen konnte. So hat es mich heute um so wohlthuender berührt, haß Sie mit Ihren würdige» Emblemen denselben Weg gingen, den damals die nächsten Angehörigen Md unser Allerhöchster Landesherr gegangen sind. Ich habe heute mit Genugthuung gesehen, daß die Haren nicht nnr mit schönen Kernsprüchen, sondern auch mit dem Herzen an die Ruhestätte meines Vaters hnangetreten find. Ich sah manch Auge feucht

Aus allen W«lttheil«n die schönsten Ansichten zeigen unS in diesem Jahr« di« Loos« der Weimar-Lotterie, welche in Gestalt von Ansichtspostkarten heraukg-seben worden sind. Ans der Vorder- und Rückseite dieser Post- karten-Loose ist je eint Ansicht dargestellt, und werden auf diese Weise Bilder aus aller Herren Landern vorgesührt. Mit der Freude, welche man dem Freund oder der Freundin durch Ueberseudung einer solchen schönen Ansichtspostkarte macht, übermittelt man zugleich die Aussicht und Anweisung auf große und schöne Gewinne, denn e« kommen in der Weimar-Lotterie 10000 Gewinn« zur SeTloofuna, dabet Hauptgewinne im Werthe von 60000 SH, 20000 SH., 10600 Mk u. s. w. Die Ziehungen dieser Lotterie sind noch nie verlegt worden, und so wird auch bte elfte Ziehung der diesjährigen Lotterie bestimmt vom 1.-3. Juli d. I stattfinden.

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Rindvieh, n »ie angebundene Pscrde im Stalle zu h.a sehen. Nur im Freien zeigen sich die Erzeugnisse

iberfl in ihrer Schönheit. Wenn unsere

Städter vm t den Gebirgen und Seelüften au8 den vreh ähnlich zu halten, muß schließlich ein f$ro I @DmraeifIifl $en zurückkehren, schwärmen sie von dem schöne» Vie h auf der Weide. Mau vergleiche das Interesse, v reiches z. B. die schweizer, tyroler, mecklen­burger, d ic englische», schleswig-holsteiner und holländische » Städter an der heimischen Viehzucht nehmen, i eit der Gleichgültigkeit der Städter in anderen G agenden! Der unbedingte Seuchenschutz an den Grenz, » und die Nichtbevorzugung ausländischer Vieherzeug' ri sse finden auch beim Städter jener Gegenden wi irme Befürwortung.

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1 Der Wunsch, der ihn selbst auf dem Kranken- bis zuletzt nicht verlassen hat, war der, daß *ott unser Deutsches Reich beschirmen möge. Und

Dresdens Ihnen zujubelteu und einen förmlichen Damenkrieg" und einePalastrevolution" begannen. Ich gestehe Ihnen ein, Sie erscheinen mir tote ein Störenfried" tn meinem DresdenerSommer- nachtstraum" und ich kam mir vor toteDie Waise von Lowood", welche um dasVerlorene Paradies" trauertReif-Reiflingen" inKrieg im Frieden" war vergessen und war nur noch einMauer­blümchen", dennDie Maler" und Photographen fertigten nur noch von Ihnen Bilder und verkauften dieselben inDorf und Stadt". Wenn ich nun auch nicht leugnen kann, daß ich mich anfangs darüber ärgerte, so wurde ich deshalb doch kein Hypochonder", sondern spülte denTropfen Gift" in meinem Innern durchEin Glas Wasser" frisch hinunter, und beim Klange derKlosterglocken" feierte ich mit IhnenDas Stiftungsfest" der Versöhnung. Heute stehe ich nun vor Ihnen soBürgerlich und romantisch", nm Ihnen, al? dienstältester Kollege, das Abgangszeugniß auszustellen: Sie waren immer Militärfromm" und spielten nieEine Komödie mit unerwartetem Ausgang", well Sie aI8 fleißiger Künstler stets wußttn, was Sie wollten. Auch ge­hörten Sie zu den Mitgliedern, die manMora­lische Menschen" nennt, denn Sie betheiligten sich nie an einemRaub der Sabinerinnen" und ließen sich nie inTragische Konflikte" ein ä laRomeo und Julia". Tapfer toteTilly", wehrten Sie jedenProbepfeil" auf Ihre Moral ab und miedenEine gemischte Gesellschaft". Als guter Kamerad wichen Sie keinenSchritt vom Wege", den man den geraden nennt, und wen» Der geheime Agent" der Verleumdung sich wie Die Maus" an Sie he.auschlich, um Ihre Collegen zu verdächtigen, so haben Sie uns stets wacker Der» theidigt, toteDie berühmte Frau" Porzia den Kaufmann von Venedig". Nehmen Sie für diese langjährige treue Kameradschaft unsere» Dank und seien Sie versichert, daß man selbst in der vornehmen Gesellschaft, welche PaillerouDie Welt, in der man sich langweilt," nennt, vom Unterstaatssekretär" undGesaudt- schaftsattachö" bis zumGrafen Waldemar" diese Künstlertugend von Ihnen kennt und hochschätzt. Und weilen Sie auch einst fern von uns, so wird doch der Name Paul i» treuem Andenken bleibe» bei uns und im Publikum, vomHüttenbefitzer" bis zumDoktor Klaus" undBibliothekar". Hier steht IhreCyprienne", Frau Bast«, auch sie möchte Ihnen noch Worte des Abschieds zu­rufe», doch ich glaubeSie weint". Na, da will ich doch lieberHalali" blasen und Die wilde Jagd" meiner Gedanken einstellen, da­mit ich nichtKrisen" heraufbeschwöre, wo Thronen fließen. Sie waren nie einVerschwender" an Worten, und so will ich es auch nicht sein. Leben Sie wohl, lieber College Paul; Gott erhalte Sie in Kraft und Gesundheit, und Fortuna, die Widerspenstige" Götti«, sei Ihnen hold und be­schere IhnenAuf der Sonnenseite" des Lebens und der Kunst noch manch' schönenRosenkranz und Güldenstem" 1

&ÄÄÄÄFÄ ÄSTs mflÄ.......Marburg »««ÄT» Z4 Jahrg

Donnerstag, 29. Juni 1899. hÄMÄÄ&ÄMS:

WöchenMÄe Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

<a*ftMSb» g. «och, U*twNUät5.»ud^ra<£«Ml in »wb*n Zllnftrirtes Sonntagsblatt * * ****

Die erschreckend große Zunahme der Tuberkulose unseren Milchviehbestävden wird von Ein­zigen schon längst auf die unnatürliche Stallhaltung Rindviehes zurückgeführt, bei der durch Mangel 91 Bewegung und Licht die Gesundheit der Thiere »*" ""pW A^ttet und die Nachzucht der erschlafften Mulier- 6-5y,j i Are von vornherein für die Keime dieser und anderer «ravkhrtten empfänglich gemacht wird.

»eiben. Meine Herren, ich danke besonders auch dafür, daß Sie die Mühe übernommen haben, von sämmtlichen deutschen Hochschulen, auch den weit ent­legenen, und darüber hinaus, bis zum fernen Sieben­bürgen, sich hier zu versammel», und ich habe auf­merksamen Ohres und bewegten Herzens zugehört, »ic Sie Ihrer Anhänglichkeit an meinen theuren Later Ausdruck gegeben haben; Sie wissen, welche Anhänglichkeit er an seine Studentenzeit hatte. In feiner Jugendzeit hat er für die Ideale geschwärmt, bie auch die Ihrigen find. Bei der großen Huldigung, welche Sie meinem Vater zu seinem 80. Geburtstage darbrachten, war zu erkennen, daß er »it einem gewissen wohlwollenden Neide auf Sie geblickt hat, die Sie Das verwirklicht sehen, was er fünfzig, sechzig Jahre zurück erträumt hatte. Es hat ihm damals eine der größten Freuden bereitet, daß Made die akademische Jugend es war, die ihm hier

v Mein Vater hat damals zu Ihnen gesprochen: Sw-' ,$ag Hix Mter erworben haben, das werde» Sie MnnM*j [ schhalten". Dies ist der Siu» so vieler seiner An-

i sprachen aus de» letzte» Jahren, und worauf Sie l «He stolz sei» können, das ist das feste Vertraue», bti er gerade in die «endemische Jugend setzte. Er

-Ne oftmals:So lange die deutsche Studeitten- I Nft ihre Ideale und den Reichsgedanken pflegt,

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ei Ntorbeue Rittergutsbesitzer 8. N. Gerson-Charlotten- jt f *8 in einem eingehenden, hier im Auszuge wieder-

50 7.5« gegebenen Aussatz in de»Mittheilungen der D. L.-G." ^efe Schäden hin.

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