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so schlecht bekomme», wie einst Deine knabenhafte Ungezogenheit!-

Kleine Katze, D« thust vertenfelt spröde, sei doch nicht so dumm, wir können doch im Geheimen gute Freundschaft schließe». Ei» so hübsches Mädchcv, wie Du bist, ei» wenig zu poussier», kann einem doch kein Mensch verdenken*.

Unverschämter, war nimmst Du Dir heraus? Vergißt Du denn ganz, wen Du vor Dir haß?"

Horst lachte laut auf, indem er spöttisch rief:

Wie sollte ich daS vergessen, mein Fräulein Habe­nichts, aber der Zorn steht Dir reizend, ich hoffe, mit der Zeit wirst Du zahmer «ud giebst mir den jetzt verweigerte» Kuß ohne Ziererei*.

Barbara wandte sich ab, um daS Zimmer zu verlafleu, traf aber au der Thür ihre Tante »ad Hilde­gard, und Erstere sagte in ihrem kühlen, herbe» To», de» fie stet» für Barbara hatte.

Wohin? der Wagen ist da, wir volleu fahre»! Met» Gott*, fuhr fie dann ärgerlich fort,warum hast Du Dich denn so herausgeputzt? Wie unpaffend, Du hast wohl ganz vergesieu, daß Du »ur zum Spiele» eingeladeu wurdest*.

Sogar Blume» hat fie «»gesteckt*, fügte Hilde spöttisch hi»zu, wo hast Du denn die Kefen her? Der Gärtner sagte mir doch auf mein »erlangen, daß keine da wären?*

Babette gab fie mir', erwiderte Barbara rnhtz, fie hat fie selbst gezogen*.

Diese alte Person ist mir wirklich gräulich, Mama, wen» man sie bloß aus dem Hause gebe» könnte*.

DaS geht doch nun einmal nicht, Hildchen', und fich ihrem eben eintreteudeu Gatten zuwendeud, fügte fie hinzu:WaS meinst Du, Ego», Barbara hat fich so gesellschastrmSßig angezoge», ob «au fie so mituimmt, fie ist doch uur des Spielens halber «»geladen.

Ach waS*, eutgegnete der Freiherr in gereizter Stimmung, in der er alle Male war, wen» er zu Scheust fahre» mußte,laß doch die ewige» Nörgeleien, fie kau», nun fit doch einmal mtt soll, fich nicht wie ei» Aschenputtel «»ziehen, fie ist doch dar Kind meiner Schwester*.

Auch was Rechtes*, murmelte die Freiftau leise, ab«, da es Zett zum Fahre» war, schwieg fie, e» war am Ende auch richtig«, Barbara von dn doch Jedn wußte, daß fie ihre Nichte war, so angezoge» mtt- zunehme», sonst gab eS am Ende nur Beraulaffung zu unnütze» Redereien.

Billa Scheust strahlte im Lichterglanz! Noch warm die Räume, in bene» fich bald eine festlich geputzte Menschenmenge bewegen sollte, le«; in dm elegant auSgestatteteu Zimmn», die in ein« langm Flucht nebeneinander lag», harschte »och eine er- wartungrvolle Sttllr. Die Dien«, die die Lampm und Kronlmcht« augezüudrt, waren gegangen und von dm Besitzer» dies« glaozvollm Pracht ließ fich

bi« jetzt »och Niemand sehe»! Nur in dem Winter, garten, in dm man dttekt auS dem große» Tanz­saal gelangte, ging ei» alt« Hnr in Frack und weiß« Biude einsam auf »ud ab: Justizrath Schmst.

Er war in den letzte» neu» Jahre» recht gealtert, daS wenige dünne Haar, daS in langen Strähne» sorgfältig frisiert, die große Glatze decken sollte, war ganz weiß, dar glatt rasterte Seficht, mtt d« gelbe» pergamentähnlichen Haut, war von unzähligen Fattm und Fältchen durchzog», uur die kleinen dunkel» Auge» hinter den vrilleuglis«» hatten noch denselbm stechend durchdrtngmdeu Blick d« frühere» Jahre und die kleine Figur war »och ungebeugt. Schmst ging in tiefem Sinnen verloren, rastlos ans und nied«, ihm war die Unmhe, die solche Feste, wie daS heutige mtt fich brachtm, im höchsten Grade un­angenehm ; ab« da Sigrid es wünschte, seine schöne Sigrid, kämm natürlich seine Gefühle dabei wmig in Bettacht. Für wen, als für seine Tochter hatte « den» auch seinen Reichthum zusammengespart und mtt welch' angeborenem fürstlich« Anstand verstand Sigrid anch ihre Schönheit und seine» Reichthum zur Geltung zu bring»!

Wie lauge würde dm» auch die Unruhe noch währm? Sigrid würde üb« kurz od« lang einen ihr« vielm Bewnb« mit ihr« Hand beglück», abge- wiesm hatte sie deren schon gm»g, darunter Träg« von allem Ramm und stolzem Wappen.

(Fortsetzung solgh.

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Unter dm in Marburg täglich erscheinenden politischm

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DieObrrhessische Zeitung* sucht dies Ziel

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«aet di» neuesten Ereignisse im In- und Auslande

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Den Vorgängen in unserer Provinz, wie de« lokalen

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und Löhne So brachte Jahre 1898 Millionen im Jahre 1896;

116,52 Millionen im Jahre 1893. Die hi«in sich zeigende Steigerung der Steuerkraft war demgemäß 1898 größer als in den weiften Jahren seit der Steu«-Reform. Die Steuerleistung ist auch relativ gewachsen: Im ganzen Staate komm» ans dm Kopf b« Bevölkerung an direkten Staatssteuern 4,22 Mark gegen 3,89 Mark ttu Vorjahre.

AnMg» nehm» «etgeg«; bk Espediti»« diese« Blatte«, dir Amwmen- Mureaeq »ou H«smßein 4 8#ekt, Frankfurt e. St., Cassel, Magd»

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Arbeitern, deren Behälter fast durchweg gestiegen sind, die preußische Einkommensteuer im 136,41 Millionen Mark gegen 129,9 Jahre 1897; 120,31 Millionen int

gSliste« der König!. Preuß. Klaffen-Lotterie gelestnst« «ud am wettestm verbreitete. Mit dem züli 1899 beginnt auf st« ei» neuer Viertel» hrS-Abounement.

Di«Oberhessische Zeitung* hat eS fich in Reih« zur Aufgabr gestellt, «inzutteten für die Macht

dar Ansehen von Kaiser »ud Reich, für Thron, Vater- mid Mar!

Di«Obrrhessische Zeitung* ist bestrebt, wo fie nur gelesrn wird, das national« Bewußtsein,

seiner Kauffahttei und seiner Handelsunternehmungen in jedem Meere und au jeder Küste verkSrpern wird.*

In Vorstehendem haben wir daS unumwundene Bekenntniß zu einer Anschauung, welcher England seine Wellmachtstellung verdantt, und deren fanatische Bekämpfung seitens ganzer großer politischer Parteim in Deutschland dem staatsmännischen Scharf- und Weitblick dieser Parteien gerade nicht sehr zur Empfehlung gereicht. Umsoweniger können sich alle, denen die Zukunft der Vaterlandes ehrlich am Herze» liegt, der Verpflichtung entziehen, mit alle» Kräfte» für die Verbreitung gesuuderer Anschauung» in engere» und weiteren flreifen einznttetm, damit Deutsch­land die Frist nicht ungenützt verstreichen läßt, die ihm zur Erringung einer seinen wirthschastlichen und kommerzielle» Lebensinteresten entsprechenden Stellung unter den Weltmächten noch vergönnt ist.

Einen noch schlagendern Beweis dafür, daß au der Steigerung der wirthschastlichen Thätigkeit die Gesammtheit unserer Volker theilgmommen hat, biete» die Ergebniffe der S p a r k a s s e n. Bet den preußischen Sparkassen find die Einlagen der letzten Rechnungsjahres von 4653 Millionen Mark auf 4968 Millionen Mark, also um 315 Millionen Mark gegen dar Vorjahr gestiegen. Diese Zunahme von Anlagen, die znm größten Theil von Nichtkauf» lenten gemacht worden sind, beweist, daß der durch die Steigerung des Exporthandels bevirtte Zufluß von Gütern mehrend auf den gesammten nationalen Wohlstand gewirll hat.

Gefördert durch die wachsende Machtstellung des Reicher und durch eine weise Politik, hat der deutsche Kaufmann die Welt ftiedlich erobert, hat er die deutsche Flagge in alle Meere geführt, ihr überall durch seine Leistungen Geltung verschafft. Umso wichtiger ist eS, dafür zu sorgen, daß diese un­geheuer» Interest» im Nothfalle auch durch eine kampfbereite Kriegsflotte geschützt werden können.

I3HH Compagnie in Berlin ist bi«Oberhessische < stitung* in b« Lage, ihren Lesern in Original-Tele-

gegenüber treu bleibt in der Devise:Mit Gott für E« und Reich, für König und Vaterland!* Warbnrg, im Juni 1899.

Redaktion und Expedition derOberhessischen Zeitung.'

ih zu va> cj gediegene, sachlich gehaltene, populär geschriebene . 46 poßMntikel zu «rreichen. In ihrer RubrikUmschau* wird (435C mit bisher «in« Ueberficht üb«r di« wichtigsten TageS- Sa« t chlliff« auf drm Grbiet« der inneren und äußeren Politik ab deren Besprechung bringen, und dir Vorgänge in den

iS die

Oberhessische Zeitung" dem KreiSblatt für die Kreise Marburg ai» sowie JllustrirteS Eouutagsblatt

zur Monarchie, Lieb« zum Vaterland«, Gottesfurcht dlbblud Mgiöseu Sinn, wi« Achtung vor unsrren Ersetzen und ahr, 6" Mitm staatlichrn Einrichtungen zu fördern!

In Frankreich iheill zur DreyfuS- Sache imEcho de Paris* Beaurepaire mit, er habe den Major EarriLre, de» Regierung»- commiffar am Kriegsgericht zu Rennes, um eine Unterredung gebeten, jedoch keine Antwort erhalte». Beaurepaire behauptet, er fei benachrichtigt worden, die Regierung wolle ihn, Beaurepaire, wenn fie nicht am Montag gestürzt werde, verhaft» lasten, um seine Untersuchung zu ersticken. Er habe aber seine Maß­nahmen gettoff»; eine angesehene Persönlichkett, der er sämmtliche Acten znr Verwahrung übergeben habe, werde seine Ausgabe vollenden. Falls er fiel bleibe, verlange er durch einen RegieruugScommissar verhört zu werden. Werde er nicht verhört, so werde er am Vorabend der Verhandlungen in RenueS seine sämmtliche» UntersuchungSacte» veröffentlich». Unter der Ueberschrist:Die Rückkehr des Haupt« mannS DreyfuS* bringt derTempS* einen Artikel, worin es heißt: Die Aufsehen er­regendste Affäre dieses Jahrhunderts nähett fich ihrem Ende. Ohne Unruhe sehen wir dem Ende dieses schrecklich» DramaS entgegen. Jetzt, da wir vor der Entscheidung steh», treten uns alle traurigen Erinnerungen der Vergangenheit wieder vor das geistige Auge. So wett eS im meuschlichen Leben eine Gewißheit flieht, ist eS bestimmt, daß der Haupt­mann DreyfuS fteigesprochen »erben wird. Um boron nur zu zweifeln, müßte man kein Wort der Untersuchung und der Verhandlungen gelesen habe» oder fich eine seltsame Idee von den Gesinnungen deS Kriegsgerichts machen. Der Spruch des Caffations- hofeS ist zwar keine legale, aber eine moralische Er­klärung der Unschuld DreyfuS'. DaS Studium deS Tenors genügt, ganz abgesehen von dem Bericht Henn Ballot-Beanpltzs und den Ausführungen Henn Manus, nm festzustellen, daß, wenn der höchste Ge­richtshof die Unschuld nicht de plano proklamirt und dar Vonrrtheil nicht ohne Rückverweisung casfirt hat, dieses nur an6 den Forderungen der Gerichts- procedur herzuleüen ist. Aber er hat sorgfältig die v«schied»en Anklagen «wähnt, die die Angreifer DreyfuS' gegen ihn geltend macht», und ihre Un« Haftbarkeit nachgewiesen. UnS will eS scheinen, daß die wahre Beleidigung des Kriegsgerichts barin be­stehen würde, eS für unfähig zu halt», die Unter«

Das Wirthschastsjahr 1898.

Der8«ein Berliner Kaufleute und Industriell«* hat jetzt einen Bericht über das Wirthschastsjahr 1898 veröffentlicht. Die wirthschaftliche Entwickelung hat damach fast auf allen Gebieten die gleiche auf» steigende Linie innegehalten, die sich nach dem den wirthschastlichen Tiefstand bezeichnend» Jahre 1894 gezeigt hat. Auch die Landwirthschaft blickt auf ein etwas günstigeres Jahr zurück. Dieser wichtigste Berufszweig nns«eS Volkes konnte für seine Erzeugnisse zu lohnend» Preisen umso leichter Absatz finden, als fich die Aufnahme - Fähigkeit des heimischen Marktes gesteigert hatte, während die für die deutsche NahrungSmittel-Versorgung in Betracht kommenden Länder in ihr» Erträgen zurückgeblieben waren.

Die Thätigkeit von Handel und Industrie war mit wenigen Ausnahmen lebhaft und bestiedigmd. DaS zeigt besondttS der Aufschwung unseres aus­wärtigen Handels. Die Edelmetalle mitgerechnet stieg die Einfuhr von 401,62 Millionen Doppel-Emin« im Jahre 1897 auf 427,3 Millionen im Jahre 1898, die Ausfuhr in derselbe» Zeit von 280,2 Millionen Doppel-Ceniner auf 300,94 Millionen. Der Werth der Einfuhr betrug im Jahre 1898 5439,7 Millionen Mark gegen 4864,6 Millionen Mark im Jahre 1897. Der Werth der Ausfuhr stieg im selben Jahre von 3786,2 Million» Mark auf 4010,6 Millionen Mark.

Der erftenliche Eindruck dieser Zahlen wird noch stärker, wenn man berücksichtigt, daß besonders die Einfuhr von Rohstoffen gestiegen und die von Eisen und Kohlen gesunken ist. Beide Thatsachen beweise», daß fich die industrielle Thätigkeit im Jnlande stark gesteigert hat, »ud daß, sowett die heimathliche Eisen- unb Kohlen-Erzeugung in Bettacht kommt, gleichzeitig in zunehmendem Maße der vermehrte Bedarf durch die heimische Güt«-Erzeugung befriedigt werden konnte. An d« Ausfuhr-Steigerung um 224 Millionen Mark nehmen mit znm Theil sehr erheblichen Beträge» Droge», Eisen, Instrumente und Maschinen, Seide und Seidenwaar», Steinkohlen und von den Er- zeugnissen des Landbaues insbesondere Roggen theil. Die Ausfuhr von Zucker und Wollwaareu hat dagegen abgenommen.

Die günstige wirthschaftliche Entwicklung hat fich war mit besonderer Genugthuung zu begrüße» ist nicht auf die zunächst Betheiligten be­schränkt, sondern ist dem nationalen Wohlstände zu gute gekommen, vor allem b» Angestellten unb

W wirb bieOb«rhessischeZeit«ng" ganz be- mre Aufmerksamkeit widmen, auch wirb fie nicht nur ach ein gebiegenes Feuilleton, wie burch Znsummm- 6mg untrrhaltenbtt verschiedener Nachrichten für ihre «Sorge tragen, sondern, wie »ineStheilS den Vorgängen «Iben Gebiete von Kunst und Wiffenschaft, so anberer- «i dem volkSwirihschaftlichm und landwirthschaft- iSen Jntereffe durch einschlägige Veröffenllichungen thnn- W mtgegenzukommen allezeit bestrebt sein.

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i Machdruck verboten.)

Schloß Böhnhausen.

Von M. Buch Holtz.

(Fortsetzung.)

E ®eti ab schweiften ihre Gedanke», zurück iu die Lergangeuhett, fie gedachte jenes Coucertabeuds l&af, wie schön der gewesen war, am schönsten ** doch der Nachhausegang mtt Dr. Werder. Wie rftb lieb war er in sei»« herzgewinnend» Männlich- Wenn er fie jetzt so verlast» und traurig sehen war er wohl sagen würde?

schnell näherkommender, sporenklttr»d« Mtt ließ fie an» ihrem Grübeln auffahr» und, P totoenbmb, sah fie fich ihrem Bett« Horst gegen» g» i« schon in voll« Gala, sein kleines Bättche» fie mtt einem impettineut bewundernd» Blick ^achtete.

- »>Parbleu, sagte er, vertraulich näher tret»b, r® bist doch eine v«t»feft hübsche Hexe, so ernst, S? doch einmal, ich denke, bann müßtest Du zum schön fein!*

l war ihr mit diese» Worten ganz nahe ge- «ud hatte dreist seinen Arm um ihre Schulter l »ersucht, ab« geschmeidig hatte fich ihm kJ*®1* entwunden und sagte mtt zornbebmder "Utztze:

-Hüte _ Dich, Horst, mich je wieder zu be- hüte Dich l 68 könnte Dtt sonst genau

Umschau.

Allen denjenigen, welche es nicht begreifen können ober wollen, baß die Zukunft Deutschland» auf dem Master liegt, sei die Leftüre eine» Attikel» der LondonerMoruingpost* empfohlen, welcher, von dem Gestchtspuntte ausgehend, daß der Handel der Flotte folgt, ausführt, daß eine starke Kriegs­flotte und ein blühender überseeischer Handelsverkehr untrennbar zusammeugehören. Für einsichtige Polttiker bedarf eS ja nicht des be­sonderen Nachweises, daß der Ozean die vornehmste Weltverkchrssttaße ist, unb daß nur diejenigen Nationen ihren Platz im Wettbewerb um den Weltmarkt nach­haltig unb mit Erfolg behaupten können, welche eine leistungsfähige Handelsmarine besitzen. Soll aber die Handelsmarine ihrer eminenten Verkehrs- unb wirthschaftspolitischen Aufgabe hn vollen Umfange gerecht werden, so kann sie deS Rückhalt» einer tüch­tigen Kriegsflotte nicht enttathen, den» eS ist doch selbstverständlich, daß der Handel nur derjenige» Flagge folgt, welche ihm gegebenen Falls kraftvollen Schutz angedeihen zu laffen vermag. Eine Kriegs» flagge, die, wen» eS zur Entscheidung kommt, nieber» geholt werben muß, hat für den Handel keine An- ziehungskrast. In diesem Sinne schreibt da» Ein­gangs genannte Londoner Blatt:

Als die britische Frage bas Sinnbilb einer Polttik furchtloser Auftechterhaltung britischen Rechts war, befuhr bet britisch« Kauftahrer jeder Meer, besuchte jeben Hafen­platz unb trieb sein Geschäft an allen Küsten. Mittlerweile baß Englisch die Handelssprache doch fast jeder afrikani­schen unb chinesischen Seehafenr würbe, kamen brr heimisch» Regierung Zweifel wegen der Bedeutung und der Ruhme« b«t Flagge, und fie vergaß beinah« d«n mtt Unterhaltung einer Kriegsflotte verbünd»» Zweck. Während dieser Jahr« der Zweifels wurden andere Flaggen in Gegend» entfaltet, wohin der Handel seinen Weg zuerst unter britischen Farben gefunden hatte. Seitdem hat fich in der Volkr- stimmuug zum Glück ein heilsamer Umschwung vollzogen und es wird nicht lange mehr dauern, daß nach dem Will» Großbritanniens bie britische Flagge wiederum dir Straft und den Entschluß dr» britischen Volke« zur Brttheidigung

. Ejmchendem Nutzen für jed» Leser.

uTOvw schließlich bitten wir «nserr Lrsrr, Frmud« und 1 tön, unter ihren Bekanntenkreis» für bi« Wetter- chreitung berOb«rh«ssischeu Zeitung* thun- , ' 6 Mitwirken nnb so auch ihrerseits Helfer unb Förderer lyr r® nationalen unb loyalen Politik sein zu woll», einer

99 Erik, bi« fich all«r umstürzlerisch«» Tendenz ber hmtigm

Kasemw i der großen Auflage brrObrrhrssischrn ___- «itun g* in dersrlb» bi« gerignetst« unb weiteste Ver- Xj änwg. Dadurch, daß alle Staats- und lkommunalbehörden rTlOf* 1 Bezirks bi«ObirhessischeZeitnug* zu ihr» iirnntmachungen binutzen, ist baS Haften derselbm von

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tiÄÄ&ÄÄMittwoch, 28. Juni 1899.