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Redaktion und Expedition der „OberhessischenZeituug.
Eifer an die Erledigung seiner Arbeiten gehen müssen, nm Raum für das ihm dann wieder 'zugedachte Pensum zn schaffen. SS8Ä80
Dich uns angenehm zu machen/
Barbara »ar zu ihrer eigeneu Verwunderung ganz ruhig geworden, mit der ihr eigeue» stolzen
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gewisse Beschränktheit, gepaart mit einem dünkelhaften Stolz, sprach, zuckte zu dieser Bemerkung ihres Bruders geringschätzig die Schultern und sagte dann nachlässig, Barbara einen SchrÜt eutgegeugehend, um sie zu begrüben:
„@8 giedt jetzt für mich viele einsame Stunden, Barbara, so daß ich recht froh bin, in Dir für meine Gesellschafterin, die Mama vor einigen Wochen entließ, einen Ersatz zu bekomme». Ich hoffe, Du wirst meinen Wünsche» und Neigungen etwas Sei* ständniß entgegenbringen, daun könntest Du, wie Papa Dir wohl auch geschrieben hat, diese Stellung, die ganz gut dotiert ist, fest bekommen/
Barbara maß ihre Heine Cousine mit einem »er* wundert stolze« Blick und sagte gelasien:
„Wie wir uns miteinander einleben werde», das kommt wohl nicht auf mich allein, sondern ans uns Beide an, Hildegard; ich wüßte auch nicht, warum ich mir eine Stellung als Gesellschafterin bei Dir besonders wünschen sollte; geht es zwischen uns nicht, findet fich wohl für mich ei» anderer Wirkungskreis/
Dann Horst, wie übersehend, daß er ihr gnädig zwei Finger seiner weißen wohlgepflegten Hand ent* gegenstreckte, eine kühle Verbeugung machend, sagte sie nur auf seine Bemerkung, er glanbe, er wäre a» ihr unterwegs vorbeigefahren:
„Mag sein, ich habe nicht darauf geachtet, wer in dem vorbeijagendeu Wagen saß/
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Dr. Hk: Die zur Zeit in Paris mit Recht am meisten Aufsehen erregende und auch inhaltreichste der politischen Reden, die in den letzten Tagen an verschiedenen Orten der Hauptstadt über die allgemeine Lage gehalten worden find, ist diejenige des Senators Maxime Lecomte. Sie lautet: »Wir sind an einem kritischen Wendepunkte unserer vaterländischen Geschichte angelangt; und wir Vertreter des ftanzö- fischen Volkes find unS der auf uns ruhenden Ver* antwortlichkett vollauf bewußt. Die Thatfache kann nicht mehr verschleiert werden, daß ei» erbitterter, rücksichtsloser Kampf bis zum Aeußersten zwischen der Partei auSgebrochen ist, die fich noch an die verrotteten Ueberlieferungen einer abgethanen Ver* gangenheit klammert, und derjenigen Franzosen, die einer besseren Zukunft entgegeustreben. Wir ver* urtheilen die Umtriebe einer Partei, die fich gebärdet, als ob sie die Liebe zum Baterlande (Döroulede und Consorten) in Pacht genommen hätte, und die durch ihre unablässige Verherrlichung der Armee der Reaktion die Wege bahnt. Nun ist aber doch seit der Einführung der allgemeinen Dienstpflicht die Armee die Nation, und umgekehrt; vor derselben hätte ihr Treiben wenigstens einigen Sinn gehabt; jetzt ist eS sinnlos. Vor der allgemeinen Wehr* pflicht konnte es Vorkommen, daß fich die Armee im Widerspruch gegen die Interessen der gesammien Nation befand, heutzutage find beide durch Interessengemeinschaft vereinigt. Unsere gesammte junge Mann* schäft ist bei den Fahne», und wir zweifeln keine» Augenblick an ihrer Pflichttreue und Tüchtigkeit. Vambetta pflegte zu sagen, es gebe keine» voll* kommeneren Staatsbürger, als de» Soldaten, der das Recht auf seiner Seite habe; uud in der That, wenn sich nicht die ganze Armee auf den Rechtsboden stellt, so bleibt uusere heiße Sehnsucht nach nationaler Einigkeit, Ehre und Macht ein leerer Traum. Frevel* haft aber uud selbstmörderisch wäre das Ausarten unseres Patriotismus in Militarismus. Das heilige Gefühl der Liebe zum Vaterlaude soll nicht zum blöden Götzendienst aasarteu. Di- Vergehe» und Verbrechen einer kleinen Rotte haben mit der Ehre der gesummten Nation oder Armee nichts zu thun. Nun geht endlich jene unglückselige Affäre, die unser ganzes Volk bis ius Innerste aufgewühlt und gespalten hat, ihrem lange ersehnten Abschluß entgegen. Und wenn die Untersuchungen die verbrecherischen An* schlüge und Handlungen Einzelner aufgedeckt haben, so erheischt es die Ehre der Armee, daß dieselben aus ihren Reihen ausgestoßen werden; dasselbe erfordert die Wohlfahrt und Sicherheit unseres ganze» Vaterlandes. Durchaus analog dem Unterschiede zwischen der echten Liebe zum Heere und dem Prä* torianerthum ist der zwischen der Heilighaltuug der Religion uud dem KlerikalismuS, welcher alte Feind die Gewissen beunruhigt und Unftieden säet, und unsere nationalen Institutionen unterwühtt/ — Zum Schluffe fordert Lecomte alle Parteien auf, sich ein* müthiglich zum Schutze deS bestehende» Staatswesens
« den in Marburg täglich erscheinenden politischen ta iß die
„Oberhessische Zeitung"
dem KreiSblatt für die Kreise Marburg chhaiu sowie Jllustrirtes Sonntagsblatt
Pmgslisteu der König!. Preuß. Klasseu-Lottrrie güesenst« und am weiteßen verbreitete. Mit dem Zäli 1899 beginnt auf sie «in neues Viertel- ftz-Abonnement.
Die „Oberhessische Zeitung" hat es fich in K Reihe zur Aufgabe gestellt, einzutreten für die Macht da» Ansehen von Kaiser uud Reich, für Thron, Vater- d und Altar!
Di« »Oberhessisch» Zeitung" iß bestrebt, B, wo fie nur gelesen wird, da» nationale Bewußtsein, «zur Monarchie, Liebe zum Vaterlande, Gottesfurcht «ligiösen Sinn, wie Achtung vor unseren Gesetzen uud ihtm staatlichen Einrichtungen zu fördern!
Di« »Oberhessische Zeitung" sucht dies Ziel 4 gediegene, sachlich gehaltene, populär geschriebene Artikel zu erreichen. In ihrer Rubrik „Umschau" wird nie bisher ein« Uebersicht über die wichtigsten Tages- pisi« auf dem Gebiete der inneren und äußeren Politik deren Besprechung bringen, uud die Vorgänge in den wuenten, in Reich und Staat, unter dem Tagesbericht bisher zusammeustellen.
Durch ihre Verbindung mit der Continental - Tele- >hm-Compagnie in Berlin ist die „Oberhessische itun g" in der Lage, ihren Lesern in Original-Tele-
die neuesten Ereignisse im In- und Ausland« zur Ktuntuiß zu bring«».
statischen Bestrebung-« Vorschub leistet, so ist daS nicht »eitet zu verwundern; wenn aber der national- liberale Führer, »och dazu mit einer Schärfe, die einer „befferen Sache" würdig wäre, fich bemüht-, nicht nur di- Vorlage sammt Denkschrift „abzu- schlachten", sondern auch an der Erklärung der Regierung, die Coalitionifreihett nicht verschränken zu wollen, Zweifel zu erwecken, so ist das ein Vorgang, der der uationalliberalen Partei verhängnißvoll werden dürfte. „Staatsmännisch" war die Bassermaun'sche Rede keinesfalls, und man kann ei dem „Vorwärts" nicht verdenken, wenn er heute schon dieselbe im social- demokratischen Jntereffe agitatorisch ausnutzt.
HtuuHtcn zu »einen pjiegie. eie trug dunkelrotheS Wollkleid, das zu ihrem it und ihrem blonden Haar vorzüglich «Nb ihr« eigenartige liebliche Schönheft vor
Folge > sich ebt-
Dm Vorgängen in unfern Provinz, wie dem lokalen wird die „O berhessische Zeitung" ganz br- Aufmerksamkeit widmen, auch wird fie nicht nur riu gediegenes Feuilleton, wie durchZusammen- unterhaltender verschiedener Nachrichten für ihre
Sorge tragen, sondern, wie eineStheils den Vorgängen Gebiete von Kunst und Wissenschaft, so anderer- dem volkSwirthschastlichen und landwirthschaft- n Jntereffe durch einschlägige Veröffentlichungen thun- nttgegenzukommen allezeit bestrebt sein.
3userate finden, die sechsspaltige Zeile 10 Pfg. tat großen Auflage der „O b«r h e s s i s ch e n sillug" in derselben die geeignetste und weiteste Vertag, Dadurch, daß alle Staats- und Kommunalbehörden LezirkS die „O b«r h e s s i s ch« Z e i t u n g" zu ihren
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theilhaft hervorhob. Unten angelangt blieb st- einen Augenblick zögernd hinter den Portiere» stehe», hinter denen fie die Stimme der Verwandte» hörte, ehe sie, die ihr Herz bedrückende Angst mit großer Willensstärke »iederkämpfend, in das Zimmer eintrat.
Es war ein großes elegantes Gemach, ,das fie aufnahm, hell erleuchtet und vo» zwei große» auf dem Tffche brennenden Lampe», an dem Freiherr von Nymwege», in einen Sessel zurückgelehnt, in das Lesen einer Zeitung vertieft war, seine Frau ihm gegenüber, mit einer Stickerei beschäftigt, ab und zu prüfende Blicke zu den drei junge» Leuten sandte», die seftwärts am prasselnden Kaminfeuer saßen; ihre beiden Kinder, Horst und Hildegard und Fräulein Scheust.
Bei dem Eintreten Barbaras verstummte plötzlich daS lustige Lache» und Plauder» derselben. Aller Augen wandte» sich Barbara zu, Niemand erachtete «8 aber für nöthig, fich zu erheben. Wenige Sekunden schaute man fich gegenseitig prüfend an, dann unterbrach Tante Ulrikens harte Stimme die momentan eingetretene Stile, indem fie sagte:
„Ach, da bist Du ja Barbara, Du hättest Dich immer anmelde» laffen könne», doch tritt näher,"
Grazie trat sie auf Tante Ulrike zu, ergriff die ihr gereichte Hand, und sie flüchtig an ihre Lippen ziehend, sprach sie, die kalte Begrüßung vollständig überhörend;
„Guten Abend, Tante, eine Empfehlung von Madame La Rochette; ich hoffe, er geht Dir und Euch Allen gut."
Dau» wandte fie fich dem Freiherrn z», der die Zeitung niedergelegt hatte, und nut einem bewundernden Blick, der den früheren Frauen - Liebhaber in ihm »errieth, zu seiner Nichte hmübersah und fich halb erhob, didem er die ihm dargereichte Hand Barbaras mtt einer gewissen Herzlichkeft drückte.
„Tausend, bist Du «roß geworden und Deiner verstorbene» Mutter," setzte er leiser hinzu, „sehr ähnlich." Dann aber, den wie strafend auf ihn ge- richteten Blick seiner Frau bemerkend: „Dort find Hildegard und Horst, meine Nichte Barbara Hatten — Fränlein Sigrid Scheust," wandte er fich dann vorstellend der jungen Dame zu, die, ihre bequeme Stellung in dem Sessel nicht verändernd, nur nachlässig den Kopf neigte.
Horst hatte e8 nun doch für gut befunden, sich zu erheben, indem er seiner Schwester leise zuflüsterte, sich seines LiebiingSauSdruckeS für Barbara entsinnend: „Das kleine Betteldiug ist ein verteufelt hübsches Mädchen geworden, parole d’honneur!"
Hildegard, eine kaum mittelgroße und wie Babette ganz richttg gesagt hatte, knochige, eckige Gestalt mit einem wenig hübschen Gesicht, ans deffen Züge» eine
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Umschau.
Der Reichstag konnte bei der vorgestrige» Vertagung seiner Verhandlungen bis zum Herbst auf die Erledigun g einer ganzen Reihe von Regierungsvorlagen zurückblicken. Neben dem ReichshanShastsetat für 1899 sind zwei Nachtragsetats, darunter der auf den Ankauf der Karolinen bezügliche, genehmigt worden. Die beide» zu Beginn der Tagung eingegangenen Heeresvorlagen wurden im Anfänge deS laufenden Jahres zur Erledigung gebracht, ebenso der Entwurf, der fich mit der Errichtung eines bayerischen Senats beim Reichs- Militär-Gericht befaßte. Sehr eingehende Berathnngen hatten die Bankgesetznovelle, welche bereits auch vom Bundesrathe verabschiedet ist, sowie das neue Jn- validenversicherungsgesetz nöthig gemacht. Namentlich der letztere Entwurf hat sowohl in der Kommission, wie im Plenum eine recht lange Zeit zur Fertigstellung gebraucht. Eine ganze Reihe von zu Staude gekommene» Entwürfe» betrifft Handelsbeziehungen zu anderen Ländern, so der, welcher in gleicher Weise wie bisher das HandelSprotzisorium mit England auf ein Jahr verlängert, und die Vereinbarungen zwischen dem deutschen Reiche einerseits sowie Spanien, Brasilien und Uruguay andererseits. Von den dem Reichstage zugestellten Justizgesetzen ist der Hypothekenbankentwurf unter Dach und Fach gebracht. Von kleineren Entwürfe» sind außerdem erledigt die Novelle zum Gesetz über die Rechtsverhältnisse der deutsche» Schutzgebiete, das Gesetz betreffend den Reichsinvalidenfonds, das über die Gebühren für die Benutzung des Kaiser Wilhelm-Kanals und das über das Flaggenrecht der Kauffahrteischiffe. Eine ganze Anzahl vo» Entwürfe» wird allerdings den Reichstag noch nach seiner Vertagung beschäfttge» müssen. Bo» wesentlichere» sind darunter aufzuzählen: Der Entwurf Betreffend den Schutz des ArbeitsverhältniffeS, der in den letzte» Tagen die erste Lesung pasfirt hat, der Entwurf einer Reichsschuldenoidnung, die Justiznovelle bezüglich der Umwandlung des VoreideS in den Nacheid, die Novelle zum Strafgesetzbuch, der Entwurf betteffend die gemeinsamen Rechte der Besitzer von Schuldverschreibungen , die drei aus dem Reichspostamte stammenden Entwürfe über das Postwesen, Fern- sprechgebührenordnung und Telegraphenwege sowie schließlich daS Fleischbeschaugesetz und die Gewerbe- ordnuugsnovelle. Der Reichstag wdd gleich nach seinem Wiederzusammenttitt am 14. November mit
gewesen und daher stammt die Freundschaft, l/9 — denke nun Kind, ich will nichts weiter L’ ^°be auch genug geplaudert, ist sonst nicht aber Dir gegenüber habe ich keine Ge- wirst ja auch Alles selber durch eignes sr bald wiffen. Laß Dich nicht da unten durch wn uub Sprechen kränken, es lohnt fich nicht, die kein Herz haben, fich z» grämen, >‘ö’t wenigstens nichts dabei heraus." ^ diesen Worten ging die Alte und Barbara i^die Treppe hinab zu steigen, um nach dem
wohlbekannten großen Wohnzimmer zu geh-v,
tofaadjungen benutzen, iß baS Halt«» derselben von ^rchmdem Nutzen für jeden Leser.
schließlich bitten wir unser« Lrsrr, Freunde und
sEonaleu und loyalen Politik sein zu wollen, einer M di« sich all«r umstürzlerischen Trndrnz der heutigen Nwüber treu bleibt in der Devise: „Mit Gott für “tob Reich, für König und Vatrrlandl" Marburg, im Juni 1899.
Der Schutz der Arbeitswilligen.
Mit frohem Muth- und erleichtertem Herzen blicken die Sozialdemokraten auf den Verlauf der ersten Lesung des Gesetzentwurfes zum Schutze des gewerb- lichen ArbeitsverhältniffeS. Man sollte fast meinen, diese socialdemokratische Genugthuuvg gehe davon aus, daß das Gesetz doch noch zu Stande kommen werde; denn Herr Bebel hat — wie die ganze socialdemo- kratische Presse — zuversichtlich geäußert, durch ein solches Gesetz würden die Arbeiter schaarenweise der rothen Fahne zugettieben werden. Was könnte also die Socialdemokratie sich bann Besseres wünschen, als das Zustandekommen der Vorlage? Er muß also doch auch diesmal wieder nicht so sein, wie Herr Bebel sammi den Seinen zu behaupten liebt; den» die Freud- betrifft den vermuthlichen Fall des Gesetzes und fie ist in de» Reihen der „Genossen" zu mächtig und kommt viel zu spontan zum Ausdruck, als daß fie erheuchelt sein könnte.
Herr Dr. Lieber ging zwar mit der Vorlage auch nicht allzusanft um; allein er stellte doch wenigstens Gegenvorschläge in Aussicht. Wir zweifeln allerdings, daß dieselben geeignet sein werden, ein positives Ergebniß zu fördern; doch ist dadurch immerhin zugegeben, daß Bestimmungen, wie sie die Vorlage enthält berechtigt sind. Warum hat das Centrum dem von Henn Dr. v. Levetzow gestellten Auttag auf Ueberweisung an eine Commission nicht beigestimmt, warum haben die Natioualltberalen, die im Abgeordnetenhause bei der Canalberathnug erklärten, es sei üblich, Commisflonsberathuug z» bewilligen, wenn dies eine große Partei wünsche, im Reichstage gegen diese» Brauch gehandelt?
ES war die Furcht vor socialdemokratischem Skandal, di- Furcht vor Mandats Verluste», die dieses imposante Znkreuzekriechen bewirkt hat. Ausschlaggebend ist also im Deutschen Reichstage nicht die „regierende" CentrumSpartei, sondern die Social- demokratie. Die Frage ist nur, wie die Regierung sich zu dieser Sache schließlich stellen werde; in der Debatte selbst ließ die Festigkeit der Regierungsvertteter nichts zu wünschen übrig.
Die „Abwehrmehrheit" des Reichstages, in deren stolzen Reihe» nun auch unter Herrn Baffermanns „bewährter" Führung das Gros der Nationalliberalen marschirt, hat also der socialdemokratischen Bewegung wieder einmal einen unvergeßlichen Liebesdienst erwiese». Bei den Wahlen werde» die „Genossen" eS ihnen — wenigstens i» für fie noch nicht in Be- tracht kommenden Wahlkreisen — danken. Jedoch nehmen wir selbst nach der sehr unerquicklichen ersten Lesung, in welcher die Regierungsvertreter von der gejammten Linken verhöhnt und verspottet wurde», »och lange nicht an, daß damit der Sieg der Social- demokratte endgiltig sein könnte. Im Volke ist zweifellos die Ueberzeugung von der Nothwendigkeit eines den socialdemokrattschen Terrorismus einschränkenden Gesetzes sehr lebendig, und es wird nun darauf ankommen, dieser Ueberzeugung zu einer nach, drücklicheu Geltendmachung zu verhelfe».
Wen» der Freist«», als kette»belad-»er Trabant der Socialdemokratie, im Reichstage de» socialdemo-
(Nachdruck verboten.)
Schloß Böhnhausen.
Von M. Buchholtz.
lFortsttznug.)
'^w bist D» fertig, Herzchen", „sagte Babette,
i »uh hinunter gehe» müsse», findest Gesuch da, die Tochter vo» de« reichen 2^ Scheust ans der Stadt, eine schöne junge wft der fie, ttotzdem sie nur eine Bürger- verkehren, als wäre ste ihrer Gleichen. Hilde ist mit ihr zusammen in Berlin in
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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt fftt die Kreise Marburg und Kirchhai«.
»ch. K»g. »och, Miv«tMt»-»uchbt»ck»ni i» Karting. V-oo»tw««ch Mr bk KcbaM»»: Redakteur M. Hartman» t» Äertetg.
MM»»: Ma« 21. — Telephon 66 Ikbaftt«: Ma» M. - Telephon W.
Anzeigen nehmen entgegen: bk Expedition bkft« Blatt««, bk Wrawteu» »urrau; von Haasenchriu & 8»zier, Frankfurt a. M., Dassel, Magd»
Sonntag, 25. Juni 1899. . N.
Erscheint täglich außer an Werktagen »ach Gönn» und Feiertagen. 1/1 1/t *7 QuartalS-Abonuementk-Prei« bei btt Expedition 9 9lt., bei alle»
JI* 1t । Uoftärntern 2,96 Rk. («xkl. Bestellgeld). JnsertiouSgedühr: die gf
Mm Zeil« »der deren 8ta*M W Pt». IdkuMi: Vk Zotl« 26 Pf«.
. . tat» unter ihren Bekanntenkreisen für bi« Weiter- e"ÄV* ^««9 der„Obrrhessischrn Zeitung" thun- dfortne l«itwirken und so auch ihr«rs«itS H«lfer und Förderer