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Schließlich bitten wir unsere Leser, Freund« und Gönner, unter ihren Bekanntenkreisen für die Weiter» Verbreitung der.Oberhessischen Zeitung" thun- lichst Mitwirken und so auch ihrerseits Helfer und Förderer einer nationalen und loyalen Politik sein zu wollen, einer Politik, die sich aller umstürzlerischen Tendenz der heuttgen Zeit gegenüber tteu bleibt in der Devise: .Mit Gott für Kaiser und Reich, für König und Vaterland!"

Marburg, im Juni 1899.

Redaktion und Expedition derOberhessischen Zeitung."

Arbeiterversicherung.

DaS neue Jnvaltdenverficherungsgesetz ist vom Reichstage endgültig verabschiedet worden, und eS darf als ganz sicher angesehen werden, daß der BundeSrath der vom anderen gesetzgebende» Faktor des Reichs vorgenommenen Umgestaltung seine Zustimmung geben wird, sodaß also mit dem 1. Januar 1900 die neue Invalidenversicherung in Kraft ttete» wird.

ES muß auerkannt werden, daß einzelne recht be­denkliche Neuerungen, welche von der mit der Vor- berathung des Entwurfs betraut gewesene» Reichstags kommisflo» vorgeschlage» wäre», schließlich vom Plenum des Reichstages zurückgewiesen worden sind. Dazu sind namentlich die in Vorschlag gebrachten neuen Schutzvorschriften zu rechnen. Es war bekanntlich beabsichtigt, auch den JnvalidenverficherungSanstalten das Recht deS Erlasses von Schutzvorschriften in ähnlicher Weise, wie den Berufsgenossenschaften sowie der Anstellung von die Durchführung der Vorschriften beaufsichtigenden Beamten zu gewahre». ES wäre» damit, wie schon früher ausgeführt, eine neue Kategorie von Auffichtsbeamten für die Fabriken und auch neue Beschwerlichkeiten für die Betriebsunternehmer geschaffen worden. Die jetzige Kumulation der Aufsichtsorgane ist gerade schon groß genug. Die Mehrheit des Reichstags hat denn auch eingesehen, daß auf diesem Wege nicht weiter vorgegangen werden darf und hat den Vorschlag beseitigt. Leider find andere bedenk­liche Neuerungen in dem Gesetze stehen geblieben. So u. A. die Institution der örtlichen Rentenstellen. ES ist ja insofern eine Modifikation des ursprünglichen Vorschlages der verbündete» Regierungen eingetreten, als die Rentenstellen fakultativ gestaltet sind, aber auch so können sie zm Unterstützung der socialdemo­kratischen Agitation, wie dies Krankenkaffen und Gewerbegerichte bereits thu», diene».

Aber wie dem auch immer sei, man wird innerhalb des deutschen Gewerbes in Zukunst mit den neuen Bestimmungen auszukomme» suchen müssen. Vor Allem aber wird man sei» Augenmerk darauf richten müssen, daß nicht etwa in den anderen VerstcherungS- zweigen ebenso bedenkliche Neuerungen Platzgreife«.

große schlanke Männergestalt mit einem hübschen, aber unsäglich blasierten Gesicht, trug die kleidsame Uniform der Garde. Dragoner. ES war Horst v. Nymwegeu, der seit einige» Tagen bei seine» Ellern zum Besuch weilte, und der heute »ach O. gekommen war, um mit den Kameraden von der Linie einen kleinen Frühschoppen zu trinken; waS sollte er auf dem triste» Lande bei dem langweiligen Wetter auch Besseres anfange».

Gleichzeitig wollte er bei seiner Anwesenheit in der Stadt seine» Besuch bei Justizrath Scheust machen; in einige» Tagen fand bei ihm eine große Tanzge- [ sellschast statt, zu der er etugeladeu war; da erforderte e» schon der Anstand, seine Karte dort abzugeben. Justizrath Scheust mit seiner schönen Tochter Sigrid war jetzt ganz mit der ersten Gesellschaft liiert, dar, war sich der Rechtsanwalt vor neun Jahren gewünscht, hatte er erreicht, er verkehrte heute in allen ersten Familien. Niemand war ihm, als er vor vier Jahren mit seiner schönen, eben aus dem Pensionat zurück- gekehrte» Tochter Sigrid Bifiteu machte, den Gegenbesuch schuldig geblieben; der Schöuheü und dem Gelbe öffneten sich willig die exklusivsten Hänser.7

WaS die Einen aus Berechnung thateu, timten Andere aus Neugierde »der Gutmüthigkeit, noch Andere, weil sie sahen, daß er Alle thaten. DaS Ettie stand jedenfalls fest, daß aller, was sich zu der sogenannten gute» Gesellschaft zählte, sich stets auf den Festen deS JustizratheS traf, und wären nicht der Hausherr und feine altjüngferliche, hausbackene Schwester Miucheu dabei gewesen, man hätte auch nichts an deuselbe» anSzusetzen gefunden. Sigrid verstand, mtt einem angeborenen Chic die Hou«emS des Haufe» zu machen; der allgemein bekannte große Reichthum ihrer Later» gestattete ihr, sich alle ihre Laune» und Wünsche ja erfüllen, ihre Bälle nud Feste so glänzend

ES ist von Regierungsseite angekündigt worden, daß demnächst eine Revision der Unfallversicherungs­gesetzgebung erneuert werden wird. Bekanntlich ist eine solche berettS vor zwei Jahren versucht und ge­scheitert, weil die Reichstcgsmehrheit ungeheuerliche Aeuderungeu verlangte. Man wird darauf achten müssen, daß diese Bestrebungen der ReichstagSmehrheit nicht etwa innerhalb der Regierungskreise jetzt mehr Sympathie als früher erfahren. ES wäre, wenn man der Tendenz der ReichstagSmehrheit folgen wollte, besser, die Unfallversicherung überhaupt so zu lasiev, wie sie ist; daß sie sich am besten von allen Verstcherungszweigen bewährt hat, darüber ist kein Zweifel. Dagegen wird er allerdings bald an der Zett sein, wiederum an eine Reform der Kranken­versicherung zu denken. Dabei wird man aber auch die weitere Beseitigung der Privilegien der freien Hülfskassen in Erwägung ziehen müssen. Von einer gleichmäßigeren Organisation der gesammten Arbeiter Versicherung ist e» in letzter Zeit recht still geworden. Eine solche ist auch durchaus unzweck- mäßig. Mau wird gut thun, auf den bisherigen Grundlagen weiter zu arbeiten.

Umschau.

Zu der Berathung des Gesetzentwurfs znm Schutze der Arbeitswilligen schreibt die ,Nordd. Allg. Zig.": Eines steht fest, der nachdrückliche Ernst der Regierungen bei Vertretung der Vorlage. Die Ausführungen des Herrn Reichs­kanzlers sowohl wie deS Herrn Staatssekretärs des Innern räumten endgültig mit der immer noch hier und da bestehenden Auffaffung auf, als handle es sich im vorliegenden Fall um ein aus den Tagesereig­nissen hervorgegangenes Gelegenheitsgcsetz. Während der Herr Reichskanzler hervorhob, daß die mit dem gegenwärtig vorliegenden Gesetzentwurf in's Auge gefaßten Ziele die gleichen wären, welche schon vor acht Jahren in der damals abgelehnten Regierungs­vorlage angestrebt wurden, führte der Herr Staat 8» fekretär in eindringlicher Darlegung weiter «uS, welche Vorgänge und Zustände aus neuester Zett den Regierungen die Verpflichtung auferlegt hätten, an die gesetzgeberischen Ansätze der Vergaugenhett von Neuem auzukuüpfeu. Diesem Gesichtspunkte vor Allem sollte der Reichstag gebührende Würdigung zu Theil werden lassen. Die verbündeten Regierungen sind heute noch wie vor acht Jahren der Ueberz-ugung, daß dem gegen die Arbettswilligen ausgeübten Terrorismus mit festere« Handhaben entgegengetteten werden müffe. Und diese Ueberzeugung ist im Hinblick auf ein sehr umfangreiches Erfahrungsmaterial aus neuerer und neuester Zett derart erstarkt, daß die bisherige Reserve zu Gunsten eines positive« gesetz­geberische« Schrittes aufgegeben werden mußte. ES

und luxuriös wie möglich zu gestalten, und der Neid mußte es ihr lassen, sie verstand eS, ohne protzenhast oder unangenehm damit aufzusallen.

Eine Weile war Horst mit seinem Kameraden, einem kleinen ältlichen Rittmeister v. Sohre», der bei den in O. garnisonierten Ulanen stand, schweigend, schnell vorwärts geschritten, plötzlich blieb der Ritt­meister stehen und sagte spöttisch aaflachend, mtt einer stark näselnden Stimme:

Wäre dort in der Billa nicht der schöne Gold- fisch, der die mit Geschmack arrangierten Feste veran­staltet, die dem öde« KarnisonSleben hier etwas Ab- Wechslung geben, man wüßte eS wirklich vor sich selber nicht zn verantworte«, warum man sich zu solche» Sexte« Herabwürdigti Himmel 1 diese kleinstädtische alte Tante und dieser kleine meckernde Jnstizrath, trotz seiner Million eine ungemein lächerliche, ich möchte sagen widerliche Gestalt."

War wollen Sie, Sohren," erwiderte Horst in einem müden, schleppenden Ton,man findet in der Residenz Dutzende solcher Häuser, in denen junge Offiziere ohne Skrupel verkehre», wie viel mehr hier in der kleinen Stadt i Solche Menschen wie Scheust haben dmch ihr Geld ihre Stellung voila toutl"

Ja," fuhr Sohren fortund die schöne Tochter ist der Köder, der irgend einen hochadligen Schwieger sohn einfangen soll u»d mich könnte da» nicht gerade «tzen; ich habe genug und brauche de» alten Fuchs nicht.

Ette unbehagliche» Lächeln flog Über Horst'» Ge­sicht, sein kleine» Bärtchen drehend, meinte er mtt etwa» lebhafterem Ton, al» er bisher gesprochen:

Ja, Sie find deneidenSwerth in Ihrer «nab- hängige» Lage, aber glaube» Sie etwa, daß Ale, die bei Scheust verkehren, fei» Geld brauchen?"

gilt die staatliche Autorität de» socialistische» Hetzern gegenüber zur Geltung zu bringen, die augernaßte kund durch widerrechtliche Nöthigung «nftechterhaltene Tyrannei einer staatsfeindlichen Minderheit über die Gesammtheit de» deutschen Arbeiterstandes auf dem Gebiete der Erwerbsarbeit zu brechen. Die Erkenntniß, daß es auf die Dauer nicht wie bisher fortgehen könne, wen» anders die staatliche Gewalt de« ihr zugewiesenen verantwortungsvollen Pflichten gerecht werden soll, hat im deutsche» Bürgerthnm, aber auch in den Kreisen des einsichtsvollen Arbeiterstander tiefe Wurzel geschlagen; sie wird, welches Schicksal der Vorlage im Reichstage auch beschieden sein mag, auch fernerhin mit Fng und Recht nach staatlicher Hülfe demSystem socialysti- scher Berg ewaltigung gegenüber ver­lang e n. Und solchem Verlangen werden die ver­bündeten Regierungen sich nicht entziehen können. Sie werden darauf beharren müffe», daß dem Uebel, dessen Ausbreitung man auch in den Reihen der Opposition gegen die Einzelheiten des Gesetzentwurfs beklagt, wirksam gesteuert wird. Die zur Zeit im Reichstage schwebenden Verhandlungen müssen Klärung bringen, dir zu welchem Grade auf die Mitwirkung der einzelnen Parteien hierbei zu rechnen ist.

Der dem Reichstage ^gegangene Nach­trags-Etat für die Karolinen-, Palau- Inseln und Marianen beläuft sich auf 17 680 000 Mark, davon 17 215000 Mk. einmalige außerordent­liche, 465 000 einmalige ordentliche Ausgaben. Als an Spanien zu zahlende Entschädigungssumme werbetf 16 750 000 Mk. gefordert, wobei et» UmrechnungS- curs von 67 Mk. für 100 Pesetas angenommen wird; für die Verwaltung der Insel» find 465 000 Mark eingestellt. Vom Nachtragsetat sollen 465 000 Mark, durch Zuschuß eines außerordentliche» Etats 17 215 000 Mk. ans der Anleihe gedickt werden.

Der deutsche Delegirte auf der Friedens­konferenz Professor Zorn ist am 19.Juni früh von Berlin nach Scheveningen zurückgekehrt. Prof. Zorn wahrt bezüglich seiner Berliner Mission die strengste Diskretion. Wir glauben nichtsdestoweniger mittheileu zu können, daß nach den Eindrücken, die er in Berlin empfunden hat, noch nicht jede Hoffnung geschwunden ist, daß sich bezüglich der Schieds­gerichtsfrage eine Einigung durch eine Fusion der der Konferenz vorgelegten (Snttoürfe ermöglichen läßt. Prof. Zoru giebt sich der Erwartung hin, daß die Entscheidung der deutschen Regierung iu der Frage in nächster Zett wird bekannt gegeben werden können. Es scheint, daß die Aussichten auf eine Einigung sich verschlechtert haben infolge gewisser Einwände, die man in Berlin

Alle nicht," erwiderte Sohren, seinen junge» Kameraden mit einem rnalttiösen Blick von der Sette streffexd,Alle nicht," wiederhotte er nochmals,aber doch Einige," und den verlegenen Zug im Gesicht seines Begleiters bemerkend, fügte er abbrechend hinzu:

Machen wir »ach dem Essen noch ein Jeuchen, Nymwegeu?

Nein, hexte nicht, ich muß bei Zeiten heb», habe versprochen, nicht lange z» bleiben."

Wohl weil Fräulein Sigrid heute bei Ihnen ist," meinte Sohren lachend,die zieht Wohl mehr heimwärts, als das gegebene Versprechen."

Lassen Sie diese Redensarten," unterbrach Horst de» Rittmeister unwirsch,ich denke, ich habe noch keine Veranlassung dazu gegeben, Sie vergessen auch wohl ganz, daß ich mit meinem Namen keine Bürger­liche Heiratheu würde!"

So o," sagte Sohren gedehnt,ich denke, dar wäre in Ihrer Familie nicht das erste Mal;" die dunkle ZorxeSröthe ober bemerkend, die Horst ». Nymwegeu bei diesen Worten ins Gesicht stieg, sprach er schnell einlenlenb:Nicht» für ungut, Kamerad; pardon, wenn ich eine wunde Stelle berührte; wir sind am Kasino, lassen Sie nx» eintret ex, e» ist ge­rade Mittagszeit.

Ja", fagte Horst schnell versöhnt,daS wollen wir, aber gleich nach dem Effen muß ich heim."

Bald nach aufgehobener Mahlzett führ Horst auch wttklich im eleganten Selbstfahrer Böhuhausen zu. Da» Wetter war aber noch unfreund­licher und rauher geworden; der Wind war zu einem wahren Orkan angewachsen und der Stegen goß in Strömen hernieder.

(Fortsetzung folg-.

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O». I dem Kreisblatt für die Kreise Marb nrg nx OH U<J bshain sowie Jllustrirtes Eonntagsblatt und

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flich Mrirrndch gediegene, sachlich gehaltene, populär geschriebene

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vutikel zu erreichen. In ihrer RubrikUmschau" wird l vie bisher eine Uebersicht über die wichtigsten TageS-

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Den Vorgängen in unserer Provinz, wie dem lokalen wird dieOberhessische Zeitung" ganz be- Aufmerksamkeit widmen, auch wird sie nicht nur ein gediegenes Feuilleton, wie durch Zusammen­unterhaltender verschiedener Nachrichten für ihre Sorge tragen, sondern, wie eineStheilS den Vorgängen dem Gebiete von Kunst und Wiffenschaft, so anderer- 8dem volkSwirthschastlichen und landwirthschaft- ten Interesse durch einschlägige Veröffentlichungen thun- R entgegenzukommen allezeit bestrebt fein.

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Gescheht täglich außer et «erktaaex nach Gern- und Feiertagen. LMartalS-LbonuementS-Peei» bei »er SMedition 9 tot, bei alle»

DieOberhessische Zeitung" hat eS fich iu E1 Reihe zur Aufgabe gestellt, einzutreten für die Macht das Ansehen von Kaiser und Reich, für Thron, Vater- und Altar!

DieOberhessische Zeitung" ist bestrebt, k< wo sie nur gelesen wird, daS nationale Bewußtsein, tat zur Monarchie, Liebe zum Vaterlande, Gottesfurcht 6 religiösen Sinn, wie Achtung vor unseren Gesetzen und Währten staatlichen Einrichtungen zu fördern!

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1 der großen Auflage derOb er hessischen itnng" in derselben die geeignetste und weiteste Ver­zug. Dadurch, daß alle Staats- und Kommunalbehörden ' Bezirks dieOberhessischeZeitung" zu ihren ivmtmachungen benutzen, ist daS Hatten derselben von sprechendem Nutzen für jeden Leser.

Unter den in Marburg täglich erscheinenden politischen jhmgen ist die

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ikhungslisten der Königl. Prenß. Klaffen-Lotterie i gelefenfte und am weitesten verbreitete. Mit dem Zuli 1899 beginnt aus sie ein neues Viertel- ,hrs-Abonnement.

öchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai«.

Jllustrirtes Sonntagsblatt.

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(Nachdruck verboten.)

Schloß Böhrrhausen.

Von M. Buchholtz.

(Fortsetzung.)

VI.

pflegt heute allgemein zu sage», man lebt in N schnelllebigm Zett, in vielen Fällen ist eS gewiß dffenb, aber wenn wir heute nach neu» Jahre» die Kreis- unb Sarnisonstabt O. betreten, M ei be» Eindruck als hätte hier die Zett still F-aaben. Das waren dieselben kleine», winkligen r*fce«, dieselbe» Häuser, die sich wie müde an i??ber lehnte» dieselbe unbebaute Chaufse, die znm rMof führte, an der noch als einziger Prachtbau, JL.tor hundert Jahren, die Villa des jetzt zum ^Nath ernannten Notar Scheust stand. Nur der der damals jung angelegt, war mächtig ^gewachsen, eS waren schon ganz stattliche Bäume, sich Henle an dem naßkalten Oktobertage seufzend eisig wehenden Nordwinde bogen. Es war » ^freundliches Wetter, die Nächte hatte« schon F*® gebracht unb bie gelben Blätter wurden von ?_3Binbe mit wahrer Lust von Baum und Sttanch oft eine Weile hoch i» der Lust gewirbelt, £®*ie toll vor sich her gejagt, bis sie endlich wie £®et z»r Erde nieberfiele». Ein feiner Sprüh' rieselte dabei unablässig nieder, und düstre r*« regexschwere Wollen jagten am Himmel dahin.

beiden Offiziere, die an» der Billa der Lothes Scheust traten, schauerten unwillkürlich k unbehaglich nassen Wetter zusammen, schlugen ihre Paletotkragen ix die Höhe, und die Häxde Tasche» vergrabend, ginge» sie i» beschleunigten f*«fcx der Stadt z». Der eine der Herren, eine

auermerf 1 Miss« auf dem Gebiet« der inneren unb äußeren Politik 1 X deren Besprechung bringen, und die Vorgänge in den «rlamenten, in Reich und Staat, unter dem Tagesbericht d bisher zusammenstellen.

j£ 10 gs Durch ihre Verbindung mtt der Continental - Tele- >em Bm Compagnie in Berlin ist die .Oberhessische , «itnng" in der Lage, ihren Lesern in Original-Tele- Nmen die neuesten Ereigniffe im In- unb Auslände

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