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ete, fand man noch dieselben weichen Kinder. d»u einst wieder, es war dasselbe feine blasse , dieselben großen, dunkelgrauen, ernst blickenden »' dasselbe prächrige Soldhaar, nur hing es
in der ich lebel Seitdem ich die Herrn Professor» wurde, und von Hand geleitet, die herrliche Werke Meister verstehen und spielen lernte.
Schülerin des seiner gütigen unserer alten ich der in mir
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Ej, sich auch nach den Ferien wieder die Sozial» juftgiic auf unerträgliche Weise breit. Es hat
einen Aufschwung nehmen wird. Und man vergesse nicht, daß die Einwohner der Inseln keine bloßen Wilden find, sondern einer Halbcultnr angehören, mit der fich ein ans gegenseitigem Gewinn beruhendes Zusammengehen leichter als mit manchen unserer aftikavischen Stimme einleiten läßt.
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Mit einem Mehr von nahezu zwölf Millionen bei den Auschreibungeu, von über zwölf Millionen an Jsteinnahme marschirt die Zucker st euer au der Spitze der günstigen Entwicklung der Zille und Reichsstenern. Diese starke Zunnahme des Steuer» ertrags hat, so bemerken die „Berl. Polst. Nachr.*, eine über die Finanzen hinansgehende wesentliche Bedeutung insofern, als daraus auf eine starke Zunahme des Inlandverbrauch» an Zucker geschlossen werden muß. Jener Mehrbestag an Steuer entspricht einem Mehrverbrauch von etwa 60 Millionen Kilo oder beinahe 1,1 kg auf den Kopf der Bevölkerung. Erwägt mau, daß in dem Jahrzehnt von 1887 bis 1896/97 der Verbrauch an Zucker fich nur um etwa 3 kg oder rund 0,3 kg durchschnittlich int Jahre vermehrt hat, so erhellt, wie verhällnißmäßig stark der Jnlandverbrauch in dem letzten Jahre gewachsen ist. Wie sehr eine solche Hebung des Jnlandverbrauchs im Interesse der heimischen Zuckerproduktton liegt, bedarf der nähern Erläuterung nicht.
„Nun bann,* entgegnete Frau Werder energisch, „dann find wir da. Hier handelt es fich leider nicht nur um die Mittel, sondern in erster Reihe um die Erlanbuiß, die Sie, als Minderjährige, von Ihrem Vormund bedürfen; oder glauben Sie, Kindchen, mein Mao» würde solch eine köstliche Stimme ohne Kampf verloren gehen sehen? Nein, das glauben Sie doch selbst nicht! Haben wir erst die Einwilligung, dann bedürfe» wst das Geld Onkel Egons nicht, find wir auch nicht reich, so haben wir doch genug für uns, unseren Jungen und für solch ein kleines, zu den schönste» Hoffnungen berechtigtes Mädchen, wie Sie es find,* und Fran Werder zog Barbara an fich und gab ihr einen Kuß; „gelt, Kind, nur den Muth nicht finken lasse», es wird wen» der Mensch heranttitt, meist besser, «18 er zu hoffe» wagte.*
„Oh, Sie Hebe, einzige gnte Frau Professor sagte Barbara, ihren Kopf au Fran Werders Schuldem lehnend, während Thränen der dankbarsten Rührung in ihre Augen treten, „ich habe einst gemeint, als meine liebe Mama starb, es würde mich niemand mehr lieb haben, nun wäre ich ganz verlassen; und habe, nun im fernem Lande so viel Liebe gefunden, in der Penfion der Madame La Rocheüe, unter meinen Mstpeufionirinnen und dann hier — feit dem Tage, da mich der Herr Professor in fein HauS z» Ihnen brachte — eine zweite Heimaih.*
„Kindchen,* murmelte Fran Professor Werder, indem fie sich abwandte, um fich unbemerkt eine Thräue an» de» Augen zn ttocknev, „was find das für Reden! und,* fügte fie lauter Hinz», „wie steht es den» mit de» Lieder», die Sie über acht Tage im Wohlthätigkestskonzert fingen sollen? Die Erame». gedanke» haben wohl dir ganze Geschichte in Vergessenheit gebracht?*
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fleißiger Lernen so schnell wie möglich dahin strebe», mich selbstständig mache» zu könne».*
„Er hätte sich diese Ermahnungen sparen können,* sprach Barbara nach einer kleinen Pause weiter, „ich lernte nicht auS Zwang, er machte mir stets Vergnügen und ich freue mich, den Verwandten durch mein Abgangszengniß beweisen zu könne», daß ich die Zeit benutzt habe.*
„Aber »un — Lehrerin, Gouvernante werde»,* fuhr Barbara fort, wie meine Pflegeeltern verlangen, nein, liebe Frau Professor, da» kann ich nicht, ich kann nicht von der edle» herrliche» Kunst lassen, die Mufiik ist mein LebeoSelement, in der ich »nfgehe,
.Wir haben vor ein paar Tagen — so äuberte Bebel Mi Vorlage bekommen, die direkt darauf auSgeht, Wn die deutschen Arbeiter zu zwingen, unter aller, fich den Bedingungen der Unternehmer zu fügen Ach bereit Willen für Hungerlöhne zu arbeiten. In
der Gesetzentwurf zum Schutz« des gewerblichen rhöltriisseS ist dar stärkst« Attentat, das jemals ! die Freiheit und die Unabhängigkeit und di« Menschen ■*' der deutschen Arbeiter urternommen worden ist.*
bei erwähnt. Jedenfalls aber eröffnet dieser Vorgang recht angenehme Aussichten auf die eigentliche „Zuchthausdebatte.*
Herr Singer wollte natürlich hinter seinem Führer- kollegen nicht zurückstehen, sondern wollte auch seiner- scits zeigen, daß ihm während der Ferien die Fähigkeit, Hetzreden zu halten, nicht abhanden gekommen ist. Er nannte die durch den Gesetzentwurf betreffenb bie Verwendung des JnvalidenfonbS den KriegSveierauen zugedachte Beihilfe von 120 Mark jährlich einen „Bettel*, und zwar einen „Bettel*, durch den nur bie Armenpflege entlastet werbe. Der konservative Abgeorbnete v. S taudh erwarb sich das Verdienst, dem sozialdemokratische» Chef eine gebührende Abfertigung zu theil werde» z» lasse». Wer würde ebenfalls de» hilfsbedürftige» Veteraue» nicht eine möglichst reichlich bemessene Zuwendung gönnen; allein man weiß, wie schwer e» gehalten hat, nur das Vorliegende zu erreiche»!
Um seinem von Haß gegen dir „Junker* erfüllte» Herzen Lust zu machen, versuchte Herr Singer sodann, die Sabiner Aenßernug unseres Kaisers z» sozialdemokratischen Verhetzungen zu fruktifizieren; allein der Präsident Graf v. Ballestrem trat diesem Vorhaben dadurch entgegen, daß er den Redner daran erinnerte, daß „unbeglaubigte Steuerungen des Monarchen im Reichstag nicht in eine Erörterung gezogen werden dürfen*. Den Behauptungen Singers ober, daß die „östelbischen* Wohnuvgsverhältnisse für Arbeiter gemäß „eigener sachverständiger Prüfung* miserabel seien, trat Herr von Standy in treffenden Ausführungen entgegen, indem er darauf hinwies, daß bie Wohnungen im Osten thatsächlich mit jebem Tage besser würden unb daß man auf dem Lande keine Ahnung davon habe, wie arg das Wohnungselend in den großen Städten sei.
Auf diese Weise wird die jetzige ReichstagSsesfion mit einem sozialdemokratischen Brillantfeuerwerk abschließen. Wollte» sich die Parteien darauf einlassen, auf die Provokationen der „Genossen* einzugehen, so würbe nichts Positives mehr zu Stande gebracht werden. Die Mitglieder der sozialdemokratische» Fraktion sind eben durchweg gedrillte Agi- tationSredner und solchen gegenüber gerathe» sachlich debattierende Parlamentarier — wie fie glückli»erweise im übrigen noch bie Mehrzahl im Reichstage bilden — stets inS „Hintertreffen*.
schäft von ungefähr 60 000 M. jährlich. Die deutschen Kaufleute, bie ba Ware», setzten, entweder einer oder alle zusammen, 60000 M. oder vielleicht 120000 M. um; wieviel dabei reiner Gewinn war, weiß ich nicht.* So gesprochen zu der Militärvorlage, vor der Auslösung des Reichstags. Zunächst ist e» »oth- wendig, das Citat zu ergänzen: „Wegen dieser Sache mit Spanien Krieg zu führen, wäre mir nie im Traume eingefallen.* Darin liegt der Kern der „Lumperei*. Ebe» hatte daS Reich Besitz vo» de» Marschallinsel» ergriffe», ba bie Karolinen, eine Stellung in der Südsee, nicht mehr zu haben waren. Zudem weiß man, wie Fürst Bismarck fich ost genug einer Augenblicksstimmung, einer boutade, hingab. Im übrigen wird die Frage von einigen Oppositionsblättern so behandelt, daß deren Aenßerungen eifrig nach England und Frankreich berichtet werden, wo man bereits hofft, daß der Reichstag die Vorlage ab- lehnen wird, aber, wie das „Journal des DebatS*, doch zugiebt, daß die „Frage von allen Mächten, bie Absichten im fernen Oste» habe», mit Interesse verfolgt werden muß, weil die Annahme des Vertrages die dortige Stellung Deutschlands verstärken würde.* Das sehen offenbar nicht auch bie inländische» Gegner der colonialen Ausbreitung ein. Sie rechnen mit schülerhafter Genauigkeit aus, wieviel von dem Kaufpreis auf jeden einzelnen mehr ober weniger braunen Einwohner kommt, aber sie merken nicht einmal ben wichtigen Zusammenhang mit ben Marschallinseln unb die Bildung der Kette von Kiautscho» bis Neu-Guinea. Sie spielen mit de» geringen Zahlen der Handelsausweise mit Bezug auf bie mikronesischen Insel» unb übersehen, weshalb dieser Niedergang eingetreten ist: wegen der schlechten spanische» Colonialwirthschast. Es ist bei den Kaufleuten nicht üblich, daß sie verrathen, was sie in gewissen Ländern an die Behörden enttichten müssen, um geduldet zu werden. Wenn aber das Geschäft infolge der Erpressungen der Beamten ganz aufhört, dann pflegt die Wahrheit ans Tageslicht zu kommen. Hierzu ein Beispiel: Ei» deutscher Kaufmann hatte in den achtziger Jahren von dem spanischen Gouverneur eine der Ladroneu für 1000 Dollar jährlich in Pacht genommen. Darauf verlangte der Gouverneur im folgenden Jahre, der Kaufmann solle für alle Inseln der Gruppe, gleichviel ob werthvoll ober nicht, je 1000 Dollar Pacht entrichten, sonst würbe auch sein erster Vertrag aufgehoben. Letzteres war unter biefen Umständen der einzige Ausweg, und der Kaufmann verließ das ungastliche Gestade. Von nun an wird es anders. Man kann überzeugt sein, daß nicht nur der Handel mit Sopra blühen wird, einem wichtigen Rohstoffe, über dessen Bedeutung sich die gegnerischen Blätter unterrichten lassen mögen, sondern daß auch jedes andere Geschäft, das fich auf den Inseln als möglich erweist, sehr bald unter deutscher Herrschaft
schlummernde» Talentes gewiß wurde, feit der Zeit war alles Andere nur für mich noch nebensächlich, mein ganzes Sei» beruht seitdem in der Ausübung der Mufik.*
„Und Ihre Stimme, Ihre herrliche Stimme, vergesse» Sie die nicht, meine liebe Barbara; zwar ist fie noch wenig geschntt, doch vo» einer Reinheit, einer Kraftsülle, wie sie nur gottbegnadete Menscken habe»; mein Manu meint, noch ein paar Jahre des Studiums, der Ausbildung, und die Welt wird Ihren Namen mtt denen erster Sängerinnen gemein- schaftlich neunen, wttd Ihne» jubelnd zu Füßen liege».*
„Wer weiß, liebe Frau Professor, ob ich da» je erreiche! Ach, ich möchte schon strebe»,* setzte fie ernst hinzu, „und lernen ist ja mein größter Wunsch, aber ich bin arm, und wen» Onkel Ego» mir nicht die RUtel znm Studium gleit, wa» dann?
Umschau.
Die „Freistnnige Zeitung* macht Staat mit einem Ausspruch Bismarck» vom 12. Januar 1887 über bie Karolinen: „Ich halte die Karolinen noch heute für eine Lumperei; das was wir dort erwerben unb erstreben konnten, war ein Ge
„Oh nein,* lachte Barbara ftöhlich, „bie so mühsam abgebettelte Erlaubniß von Madame, in dem Concert mitfingen zu können, ist ja meine Belohnung für das gemachte Examen! Wer weiß,* setzte fie schelmisch hinzu, „ob ich e» so gut bestanden hätte, hätte mir nicht dieser Lohn gewinft! Ich weiß selbst nicht, wie e» kommt, sprach fie wieder ernst weiter, „manchmal freue ich mich kindisch, in dem Concert fingen zu dürfen, und gleich darauf befällt mich eine wäre Todesangst bei dem Gedanken an die vielen Menschen, vor die ich hintteten soll, nm meine Stimme hören z» lassen.*
„Kindchen,* sagte Frau Professor Werder noch- mals, „Sie dürfen fich nicht ängstigen, glaubt’ mein Mann nicht, daß Sie ihre Sache gut machen würden, hätte er Sie nicht in Vorschlag gebracht und bei Madame La Rochette so viel Worte verloren, ehe diese endlich ihre Zustimmung gab. Rein, Sie können ruhig sein, die beiden kleinen Lieder, die Sie ziemlich am Schluß be» Coucerte» fingen sollen, werden Ihne» schon gelinge», z» strenge ist überdies die Kritik in Wohlthätigkettrconcerte» nicht.*
„Himmel,* rief Barbara die Schläge einer Uhr zählend, wa» man die Zeit verplaudert, ich muß heim, heute Abend ist »och Festessen z» Ehren der neugebackenen Lehrerin, ich versprach bei Zetten zurück zu sei».*
„Nun, dann gehen Sie,* sprach Fra» Werder aufstehend, „Sie könne» mir aber wohl erst die rosa Ampel hier anstecken, Ihne» mit Ihrer beneiben»- werthe» Größe macht das keine Mühe; ich müßte auch eigentlich »och einmal in bie Küche, um nach bem Rechten z» sehe».*
„Adieu den», liebe Frau Professor, bitte gehe» Sie u»b halte» Sie fich um meinetwegen nicht auf; ich zünde nur noch die Ampel an, und mache mich
niete» sind gezwungen, sich diese Ausnutzung des Raments zu Hetzzwecke» und diese Störung post- n Thätigkeit gefallen z» lassen; denn wäre das gi auch beschlußfähig, so stünde einer Zurück- ßfflnng der sozialdemokratische» Bielrederei zu tu, im Verhältnisse zu de» übrige» Parteirednern Adm Maße doch immer die Ansicht einer Mehr- | entgegen, welche daran festhält, daß man die yalbemotratie gewähren lassen müsse.
so konnten die „Genossen* in den Verhandle» am 6. und 7. d. M. nicht weniger als qehsmal sprechen, und die Herren Bebel und M waren in der Lage, Brandreden zu halten, tu sich ihre „großen* Vorbilder an» der ersten Mchen Revolution nicht hätten zu schämen eM. Daß Herr Bebel in die Berathung des chtiagsetats die Vorlage zum Schutze des gewerb- I» SrbeitsVerhältnisses hineinziehen würde, war mSzusehen; wenn die Sozialdemokratie den Ent- os aber nicht mit anderen, als mit den Waffen, !tzr Führer dabei zur Anwendung brachte, zu be» Oftn vermag, kann bie Abwehr nicht schwer fallen. Herr Bebel verlegte fich nämlich ausschließlich bas Schimpfen und begründete seine fereien durch Uebertreibunge». Müssen nicht selbst auf die Arbeiter solche Aussprüche sich wirken, wie die folgenden:
«erscheint täglich außer « Werktag«« »ach Gon»- inb Feiertage». l/i 4QK LwartalS-Abormementr-Pmi« bä ba Expedition 2 $Ä., bei alle» JI2. Im») Stgämtent 2,26 Mk. («kl. Bestellgeld). 3nfertionlaeM$t: Vie «e-
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
Jllnstrirtes Sonntagsblatt • *••—»» —
(Nachdruck verboten.)
Schloß Rohnhausen.
Von M. Buchholtz.
(Fortsetzung.)
Jahre waren nach dem Herbste vergangen, *2 Freiherr von Nymwegen Barbara, wie ihm
erhall p* In lajweicin yopic uuet ucu jiuacn uicuti,
öife“ (» War zu einer prächtigen Krone aufgesteckt, die
'N> schwer für den feinen Kopf erschien. Als ra rtSis b 1 endlich mit der genauen Schilderung des g Lyt» *** Tages fertig war, nahm Frau Professor Werder Mma» Hand bei jungen Mädchens in die ihre, unb ihr lllgemZ in die Augen blickend, sagte fie zögernd: Monatla- E" '
chtmib
5000.- Ken lese nur die „Denkschrift* unb vergegen- längmi^t fich die unausgesetzt durch die Presse gehenden ’ Willingen über Stretkterrorismus, bann wird
Auch ba» Organ des Pfarrers Naumann, die „Hilfe*, die fich selbst in oratorisch überflüssiger Weise die Untertitel „Gotteshilfe, Selbsthilfe, Staat»- hilfe, Bruderhilfe* beilegt, kann es natürlich nicht unterlassen, aus Anlaß des Erscheinen» der „Zuchthausvorlage*, wie da» Blatt nach wie vor fich ausbrückt, kräftig weiter zu Hetzen und dabei folgendem echt nationalsocialen Gefühlserguß fich hinzugeben:
„Di« ZuchthauSvorlag« ist erschienen! Schon auf unserem letzten Teleqirfentage haben wir gegen ihre Ankündigung scharf und entschieden Stellung genommen. Nun wo fie bem deutschen Reichstag zugegangen ist, verlangen wir von ihm, daß er als Vertretung des gelammten deutschen Volkes ein Gesetz ablehnen wird, welches de Sozialdemokratie mit ihrer Anklage gegen den Klafienstaat Recht geben würde und geeignet wäre, das nationale Verständniß und die monarchische Gefinnung in breiten Massen des arbeitenden Volke« zu ertödten. Wir empfinden mit der deutschen Arbeiterwelt diese Gesetzesvorlage als einen Schlag gegen da» Rechtsbewußtsein des Volkes, weil fie danach angethan ist, eine friedliche Entwickelung der Arbeiterberufkvereine zu hemmen. Es liegt vielmehr im Jnterefie de» Staates, diese Entwickelung zu fördern, welch« in den letzten Jahren die Möglichkeit geordneter Verbältniffe zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern an gebahnt und dazu geführt hat, gerade die bestorganistrten Kreise der Arbeiter von manchen früheren Utopien zu befreien. Als national gestirnten Männern erscheint uns das Eintreten für die Größe und die Weltmachtstellung Deutschlands völlig unvereinbar mit einer Politik, welche durch Bedrohung deS CoalitionSrechteS den Gewinn deutschen Arb itrfleißeS und
ije in der sozialdemokratischen Parteileitung soviel k Mehäuft, baß ihr die Reichstagstribüne gerade । gang ist, um bavo» möglichst reichliche Mengen Gefahr für bie eigene werthe Persönlichkeit ber Mährer verspritzen zu können. Die übrigen
liqetgen nrinnwwrtgegen: die Expedition dieses Blatte«, die Amwm«-
SuUirVUTfl von Haaseustrw * Segler, Frankfurt e. M., Cassel, Maado- n* Q'nfirn
~ o, . 4 onn tzw»' Wi«: Rudolf M^., Fr«rksm» a. Wertta, München, ft*»; 04.
Sonntag,11^Jum 1899. D»ie»«»., »<w*wt«. «.
(1968 noch keine Antwort von Hause bekommen?* erhallw-l e finsterer Ausdruck flog Über Barbara» Züge,
nan^t te "widerte: „Nein, noch nicht, ach, ich sürchte, ? Wä meinem Lieblmgswunsche entgegen sei». ’ } T® wenige» Briefe», die ich von Onkel Egon i»
inmi Pf weine» Hiersein» erhalten habe, betonte er er-Börse. , Ich mjchjx eingedenk fein, wie viel er und Tante
. y ffir mich thun, indem fie die theure Penfion und MM «terricht für mich bezahle» n»d möchte durch
»dllf, «finden, wie gering gerade die Socialbemokratie M aller ^it, Unabhängigkeit und Menschenwürde der Ar- aett wli ® achtet! Daß dem Rebner, der die Vorlage m «Schandgesetz* nannte, —übrigens ein mitte# EngSlmsdruck ^ei „völkerbefreienden* Social- Chatte — ein Ordnungsruf ertheilt wurde, der * -Kut* des Herrn Bebel in den Augen der Zieh
>m Tagi nur Heller strahlen machen wird, sei neben»
nun, meine liebe Barbara, was wird nun a5> mit Ihnen? Haben Sie und Madame La -Verei-S W, bie, durch Vorstellungen meines Mannes de- lerfdbuF ?? 9n Ihren Onkel und Vormund zu schreiben ver-
Ww Scheust gerathen, in die Pension von Madame ^Röchelte in Genf gegeben hatte; neun Jahre, und bem schmächtige» Kinde war in dieser Zeit ein _ Mädchen geworden vo» einer feiten liebreizeu- irnftreüN f8 Schönheit und Anmuth 1 Wenn man sie genauer i)