Einzelbild herunterladen
 

Zweites Blatt.

ist dabet

sehr bergig und steinig. Auch trug jedes Pferd

tu u.

groß«

md

ng

NW

ißer dc> X sei. Wenn dies in den Acten stehe, so müsse re 4a. Fälschung vorgekommen sein. Der Herr StaatS- war der Meinung, daß der Angeklagte ge- Mknuaßen in Wahrung berechtigter Interesse» ge- ■ hudelt habe. Das Gericht sprach hierauf den

13,R

im Ganzen eine Last von mindestens gramm. Eine ebenso graste Ausdauer

achtzig Kilo- zeichnet aber

olge«

mit, neu

»ereil i

^lgetlagten wegen der Beleidigung ftei. Der Zucht« ?«»iler machte nun nach allerhand Versuche, um das

Marburgs erstes Blumengeschäft

Specialität: vindereien fit Freud u. Leid.

H Bergner, Großherzogl. Hessischer HoflieferaM. Lahnhofßr. Eike Slisadrthßt., Btrfijtrtr.

Gericht zu veranlasien, ihm im Wiederaufnahmever­fahren behilflich zu fein, da er das Opfer von Miß- verständnissen und falschen Anklagen sei und hilflos im Zuchthaus fitze. Es mag wohl schon sein, dah Winkler auS Bayern stammt und Mederer heißt, doch hält man ihn bestimmt für den schon lange gesuchten Hoteldieb, der unter Dutzenden von falschen Namen die Großstädte besucht und bald im Norden, bald im Süden auftaucht.

Spielen gegeben worden war. Durch Genuß von giftigen Pilzen und Beeren kamen 16 Kinder uw, durch verdorbene Wurst 4, durch verdorbene Fische bezw. Mießmuscheln je eins. Erschossen wurde» 44 Kinder; theils hatten sie mit dem geladenen Gewehre oder Revolver des BaterS u. s. w. gespielt, theilS fielen ste der Fahrlässigkeit anderer Personen zum Opfer. Durch Explosion von Geschossen, Zünd- und Sprengpräparaten wurde» 2 Kinder ge- tödtet. A» Stich-, Schnittwunden und Verblutung starben 23 Kinder, an Blut­vergiftung 37. Letzterer war 14 Mal Wunden an den Füßen vorhergegavgen, während bei Er­wachsene» Verletzungen an der Hand und den Fingern in hervorragendem Maße in (50 von 131 Fällen) zum Ausgangspunkt dieser Erkrankung dienten. Nach Insektenstich starben 16 Kinder, nach dem Bisse toller Hunde 3, nach Schlangen- 616 2, nach Schlag, Stoß »der Biß anderer Thiere gleichfalls 2; 2 Kinder sind erfroren; durch den Blitz erschlagen wurden 23, vom Sonnenstich befallen 15 Kinder. Ein dreijähriger Knabe hatte sich im Walde verirrt und verhungerte. In 33 Fälle» endlich konnte über die Art der Unfalles Näheres nicht ermittelt werden.

zu erlange» suchen. Das Leben der europäisch« Kreise in Peking hat sich i» den letzten zwei Jahr« sehr verändert. Früher hielten die einzelnen Mit­glieder viel mehr zusammen, heute ist Jeder nur auf seinen eigenen Vortheil bedacht. Ein gewisieS Jntereffe erwecke» die 35 Kosaken, die unter dem Befehl deS SsotknikS SB. Rodkäwizsch der russischen Gesandt- schäft in Peking beigegeben sind. Die Kosakenpferde habe» wieder Beweise einer großen Ausdauer gegeben. Zwei Kosaken legte» de» Weg vo» Peking nach Kalgan und zurück, eine Entfernung von mehr als fünfhundert Kilometer, in knapp

Bestellungen

ffc den Monat Juni aus die

enprüf-q t über i' ittfhüy

(388

sechs Tagen zurück. Der Weg

fte:

gen)«1-

nehst deren Gratisbeilage»

reiSblatt" für die Kreise Marburg un! Airchhain, „Illustriertes Sonntags blatt" und „Verloosungsliste der Agl. preußischen Klassenlotterie" »erden von allen Postanstalten, Landbrief­trägern, in der Expedition (Markt 21), sowie von unseren Filial-Expeditionen in Kirchhain, Reustadt und Wetter entgegengenommen

tr

hüfitst , Tis

Strafkammer.

Marburg, 30. Mai. Nach einer Anklagesache »egen Körperverletzung, die nach längerer Verhandlung Deck- Vernehmung weiterer Zeugen auf nächsten Frettag vertagt wurde, beschäfligte sich das Gericht «it einem anscheinend sehr gefährlichen Verbrecher. So» zwei Gensdarmen vorgeführt, an einem Fuße gefesselt, wurde nämlich der Sträfling Wilhelm Winckler, welcher im Zuchthaus zu Ziegenhain eine 15jährige Strafe zu verbüßen hat. Demselben wurde M Last gelegt, daß er eine» herzoglichen Richter zu Roda (Gotha) verdächtigt habe, die ihn betreffenden Aktenstücke gefälscht zu habe». Vom Schöffengericht in Ziegenhaiu war er deßhalb zu 2 Monaten Zucht- hms als Zusatz verurtheilt worden, wogegen er Berufung eingelegt hatte. Auf die Frage des Herrn Präsidenten, ob er der betr. Winckler sei, antwortete der Angeklagte, daß man ihn so nenne. Aus der Berlefung verschiedener Acten ging nunmehr hervor, daß im Jahre 1891 in Roda ein Unbekannter wegen Bettelns verhaftet worden war, der später auf dem Wege zu einer Strafanstalt wieder entwich. Wie sPiter die Staatsanwaltschaft in Bautzen der Gens­darm erie in Greitz mittheilte, tauchte der Durchgänger als sehr berüchtigter Hoteldieb in den verschiedensten Stillten, z. B. in Ostritz und Herrnhuth auf, stets wter einem anderen Namen. Man hielt den Manu für einen in allen größeren Städten bekannten intet» rationalen Dieb und Hochstapler Namen» Bepler. Nach andere» Acten nennt sich der Betreffende wieder 3»h. Bleicher und ist Schuhmacher aus Winterberg in Böhme». Dieser wurde 1895 in Hast genommen, ietil er in Amsterdam Papiere gestohlen und dann »it diesen, die auf den Name» Schipore lauteten, «nherreiste. Die Sache mti dem Angeklagten war tfai schwer aufzuklären, da mau feine Persönlichkeit richt gut feststellen konnte, weil er ftüher angegeben, « fei Mitglied eines österreichischen Geheimbundes ard als solcher müsse er feinen wirklichen Namen »«schweigen. Der Angeklagte, der sehr redegewandt «lstrat und überhaupt ein äußerst kluger Mann fein schien, erzählte eine lange Vorgeschichte. Nach dieser wäre er mit verschiedenen schweren Ver- drechern, die ans den Zuchthäusern und Gefängnissen «twichen, für identisch erklärt und müsse nun für r»en Vergehen im Zuchthause fitzen. Im Zuchthause fr Kaiserslautern habe mau ihn in den Keller ge- ipmt und gemartert; für die Gesängnißbeamie habe ® Banknoten machen müssen. Sein ganzer Körper m mit Wunden bedeckt. Man hielt ihm hier ent«

ldgtgä steige« lakate e ffs-l. MR ot. _

Vermischtes.

Akademischer Turnverein. Der Verband der Turnerschaften aus deutsche» Hoch­schule», jene über fast alle Universttäte» ver­breitete Vereinigung farbentragender, waffenführender Studenten, welche dem Turnen und den körperlichen Uebungen in den akademischen Kreisen wieder Geltung verschafft hat, hielt in den Tagen vom 23. bis 26. Mai in M e i ß e n sein 9. T u r n f e st ab. Die Schwester­orte Meißen und Cölln a. d. Elbe wetteiferten, ben 400 Studenten und alten Herren, die zu dem Feste zusammengekommen waren, den Aufenthalt so an­genehm als möglich zu machen. Nach einem festlichen Empfangsabend begann am Morgen des 24. Mai das Turnen. Die für den dritten Tag angesetzten Turnspiele mußten leider des ungünstigen Wetters wegen aufgehoben werden. An die turnerische Arbeit schloß fich am Abend der Festcommers, der bei der Mannigfaltigkeit der in dem Verbände ver­einigten 36 Turnerschaften ein äußerst farbenprächtiges Bild bot. Privatdocent Dr. Haker-Heidelderg legte in der Festrede die Bedeutung de8 Verbandes der Turnerschaften unter Hinweis auf seine geschichtliche Entwickelung und mit Ausblicken auf die Zukunft dar. Am Vormittag den 25. Mai ordneten fich die Turnerschaften auf dem rechte» Elbnfer in Cölln zum Festzug. Eine größere Gruppe reitender Chargirter in studentischem WichS eröffnete ben Zug, en dem sich an 20 Fahnengruppen in WichS beseitigten und ber durch zwei Wagenreihen mit den Ehrengästen, darunter der Vorsitzende der Deutschen Turnerschaft Dr. F. Götz- Leipzig, unterbrochen wurde. Der Zug ging durch Meißen hinauf zur Albrechtsburg, wo auf dem Burgkeller ein Musik-Frühschoppen folgte. Nachmittags wurde ein Festmahl in der Geipelburg gehalten, bei dem der Vorsitzende der deutsche» Turnerschaft, Dr. F. Goetz, den akademischen Turnern sein Jntereffe be­zeugte und sie aufforderte, daS Turne» und die körperlichen Uebungen im Interesse ihrer selbst und der nationalen Erziehung nach wie vor mit Ernst und Eifer zu pflegen. Lyceallehrer Kabus-Straßbnrg verkündete als Obmann des Kampfgerichts, daß als Sieger ans dem Wettkampf hervorgegangen waren: 1. stud. jur. Bahr- Frifiae-Königsberg, 2. stud, phil. Axenmach e r-Ghibelliniae-Göttinge» 3. cand med. Pantani-München, 7.cand. med.Techel- Noris-München.

Allerlei aus China. Zur Erbauung von Ber» bindungslinikn mit der großen Bahn durch die Mandschurei sind rusfischerseits 24000Arbeiter gemietet worden. Dieses Arbeiterheer läßt eine schnelle Fertigstellung der Eisenbahnlinien mit Be> stimmtheit erwarten. Der Eisenbahnbau durch die Mandschurei hat in der Beziehung schon gute Folgen gehabt. Die räuberischen Chumhuse» sehen sich nämlich genöthigt, ihre Raubstätten zu verlassen und sich »ach den tiefer im Lande gelegenen Wäldern zurückzuzieheu. Diese Räuberbanden habe» in der unverschämteste» Weise die Bevölkerung gebrandschatzt. Der Mandschurei prophezeit man nach Eröffnung der verschiedenen Eisenbahnlinie» eine große Zukunft, und die weitschauenden Söhne AlbionS find bestrebt, recht viele Plätze und Ländereien für eine spätere Benutzung zu erwerb«. — Fortwährend tauchen tit Peking neue Unternehmer auf, die verschiedenartige Konzessionen

Bom Büchermarkt.

*** Soeben erschien Heft 23 der beliebten Familienreit­schrift »Für Alle Welt' (Deutsche» Berlagsbaul, Bong u. Co, Berlin. Preis btl 14tags>H«fie» 40 Pfg.)

*** Joseph Kürschner» «Frau Musika' ist soeben in der Lieferungsausgabe (Berlin, Herman» Hillger Verlag, 20 Lieferung, n 1 60 Pfg. nebst 2 präch­tigen Einbanddecken gratis) mit Ausgabe der 20. Lieferung zum Abschluß gekommen.

*,* Iunge Welt, Thilos illustrirt« Wochenschrift für junge Mädchen. Abonnements durch alle Buchhand­lungen und Postanstatten (Zeitungsliste Nr. 3811). Preis Mk. 1 95 p'0 Quartal. Jnsertionsprei» für die eirdrittel- gespaltene Nonpareillezeile 60 Pfg. Verlag Han» Ludwig Thilo, Berlin W. 50, Rankestr. 28

Statistik.

Die Zahl ber im Jahre 1897 tödtlich ver­unglückte» Kinber (bis 15 Jahre) betrug in Preußen 3626, wovon 2315 — 63,8 v. H. Knabe» und 1311 = 36,2 v. H. Mäbche» waren, währenb von ben 8969 verunglückten Erwachsenen 85,6 v. H. bem männlichen und nur 14,4 v. H. bem weiblichen Ge» schlecht angehörten. Unter 5 Jahre alt waren 1254 — 57,5 v. H. Knaben uub 926 — 42,5 v. H. Mädchen, zwischen 5 und 10 Jahren 572 — 70,3 v. H. Knaben und 242 — 29,7 v. H. Mädchen, zwischen 10 und 15 Jahren 489 — 77,4 Knaben und 143 — 22,6 Mädchen.

Was die Art der Verunglückung betrifft, so er« tranken 1381 --- 38,1 v. H., verbrannten 742 — 20,5 v. H., wurde» überfahren 418 — 11,5 v. H., find gestürzt 330 = 9,1 v. H., erstickt 304 = 8,4 v. H., erschlagen 168 — 4,6 v. H., durch Vergiftung 78 — 2,2 v. H. und auf andere und unbestimmte Art umgekommen 205 — 5,6 v. H. der verunglückte» Kinder. Ertrinke» ist in allen Altersstufe» bei beide» Geschlechtern die häufigste Art der Verunglückung, bei Kindern jedoch im Verhältniß noch häufiger als bei Erwachsenen; übrigens er­tranken 316 Kinder allein beim 33 ab en. Auch töbtliche Verbrennungen ftnb bei Kindern recht häufig; auf diese Weise kamen im Berichtsjahre 355 Knaben u. 387 Mädchen um das Leben. Letztere sind also in größerer Zahl als erstere vertreten; auch bei den erwachsene» Verbrannten finden sich fast ebensoviel Frauen (202) wie Männer (246); ohne Zweifel ist hier die häusliche Thätigkeit beim Feueranmachen int Ofen, int Kochherde u. s. w. von Bedeutung. In diese Gruppe sind 372 Fälle von Verbrühung mit eingerechnet, von denen 342 Kinder unter 5 Jahr« betraf«. Von den 418 Ueberfahreue» war« 276 Knaben; meist (in 360 Fällen) handelte eS sich nm Kinder über 2 Jahre, die also in der Regel schon laufen können; durch die Eisenbahn wurden 32, durch Sttaßen- bahnen 27 Kinder (davon 12 mol mit elektrischem Betriebe) überfahren, die übrig« meist durch Last- und Geschäftswagen. Verunglückungen durch Sturz sind bei Kindern verhältnißmäßig seltener als bei Erwachsenen; während sie bei dies« ein Viertel aller Unfälle betragen, machen sie bei Kindern nur etwa ein Zeh-tel auS. Bei der Gesammtzahl handelte es sich 98 mal um Sturz aus dem Fenster, 64 mal auf ebenem Boden, auch von Stühlen, Bänken u. bergt, 41 mal von ber Treppe, 40 mal vom Wagen. An Erstickung geh« ganz junge Kinder wesentlich häufiger als ältere Kinder und Erwachsene zu Grunde, theils weil fich bei der Enge der oberen AthmungS- orgune diese leicht durch hiueingerathene feste Gegen­stände verstopfen, theilS weil sich jene ersteren Kinder den das Leben bedrohenden Schädlichketten nur schwer entziehen können. Von den Kindern waren 183 unter 2 Jahr«, 63 zwischen 2 und 5 Jahren und 58 zwischen 5 und 15 Jahren; der größte Theil (109) erstickte durch Rauch »der Gase, 61 erstickten im Bette (davon 11 im Schlafe von der Mutter erdrückt) und 56 durch verschluckte Gegenstände (dies war 12 mal der Saugpfropf). Von den er­schlagenen Kindern waren nur 2 unter 1 Jahre, 64 zwischen 1 und 5 Jahren und 102 ältere; 55 wurden durch Balken, Laste» und Hausgeräthe erschlage», 16 durch Windmühlenflügel, die übrige» durch stürzende Gebäude- theile, Steine, Felsen und Bäume; durch Maschinen (Räder-, Trieb- und Mühlenwerke, Dreschmaschinen) wurde» 41, durch Schlag von Pferden und Ochsen 33, durch Stoß und Schlag beim Ge­brauche von Arbeitsgeräthe» 2 gelobtet. Unter ben an Vergiftung Gestorbenen waren 34, also fast die Hälfte, zwischen 2 und 5 Jahren. Als ein­wirkendes Gift find bezeichnet: Carbolsäure 10 Mal, andere Säuren bezw. Laugen je 8 Mal, Arsenik 4 Mal (je 2 Mal Fliegengift bezw. gefärbtes Zucker­zeug), Atropin 3 Mal, Salmiak 2 Mal, Morphium, Chloroform, Nikotin, Benzin und Sttychnin je ein Mal. Besonders Hemer kenswerth wegen des unver­antwortliche» Leichtsinns der Pfleger des Kindes ist rin Fall, wo eine mit Sublimat gefüllte Flasche zum

Vergnügungsanzeiger.

Repertoir-Eutwurf der Frankfurter Stadttheater.

Opernhaus.

Donnerstag, 1. Juni: »Der Ring de» Nibelungen.'

Vorabend der Trilogie: „Da» Rheingold.'

Freitag, 2. Juni: »Der Ring de« Nibelungen.' Erster Tag der TrUogie: „Walküre.'

Sonntag, 4. Juni: „Der Ring de» Nibelungen.'

Zweiter Tag der TrUogie: .Siegfried.'

Dienstag, 6. Juni: „Der Ring des Nibelungen.' Dritter Tag der Trilogie: „Götter­dämmerung '

Schauspielhaus.

Dourerstag, 1. Juni: „Julius Cäsar.'

Frettag, 2. Juni: „Pfarrer von Kirchfeld.'

Samstag, 3. Juni: „Die Journalisten.'

Sonntag, 4. Juni: „Wallensteins Lager.' „Die

Piccolomini.'

Montag, 6. Juni: „Das fünfte Rad.'

Sch^> > Jrwi. r:

öchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. Jllustrirtes Sonntagsblatt.

ße bek und U Garic» SM günstig rben. 3 lag X*

Anzeigen nehme» entgegen: Ht Expedition diese» Blatte», dir Annonevi-

vureaw! von Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M., Cafsel, Magd» ni CYrtbr/t

hwg, Wien; Rudolf Moste, Frankfurt a. M„ Berlin, München, JWta; 04.

€ 8. Daube * Co., Frankfurt « M. Berkin, Hannover, BaM *.

auch die Pferde der Mongolei auS. Die Eng­länder vertreiben fich die freie Zeit durch Arrange­ment verschiedener Reunev, «en» eS fich auch dabei nur um Esel und Maulesel handelt. In einig« Renne» liefen sogar Kameele. Unter ben Europäern finb in letzter Zeit auch einige Pockenfälle vorgekommen, bie ihnen von Eingeboren« Übertrag« ward« finb. Unter den Chinese» hört daS Wüthen der Pocken- epidemie gar nicht auf, da ganz ungenügende Maß­regel» zu ihrer Vertteibuug getroffen werd«. Die Chinese» glauben, daß ihnen diese Krankheit die Göttin Tu-Zchän-nin sende, und um dieser Göttin zu schmeichel», nennen sie die Pockenkrankheit „Chuar', d. h. Blümchen.

„Ehe-Glück.' Eine schwere Mißhandlung einer Frau aöarmirte in Berlin am Freitag bie Bewohner des Hauses Weydiugerstr. 23. bort wohnt ber Kaufmann Guaiisco, ber ftüher ein Droguenge- schäft besaß, mit seiner Frau und zwei kleinen Kinde«. Der Mau» trinkt häufig; häuslicher Streit und Mißhandlungen der Frau find die Folge». Hausgenosse» hab« schon wiederholt die heftigsten Auftritte gehört. Am Freitag Abend in der zehnte» Stunde mißhandelte Guorisco feine Frau in einer Weise, die jeder Beschreibung spottet. Die Haus­genosse» vernahmen ein furchtbares Lärmen, Polte« und Stampfe». Nach eimm Zank war die Frau verstummt. Plötzlich flog die WohnungSthür auf und Guarisco schleifte seine Frau an den Haaren her­aus und ließ sie auf bem Toppenflur liegen. Haus­genossen nahmen sich ber Mißhandelt«, die bewußt­los geblieben war, an und brachten sie in ei» Kranken­haus. Die Frau, die durch die Fußtritte und Schläge einen schwere» Bruch und starke Quetschungen am ganzen Körper erlitten hat, liegt schwer danieder.

che q

iftube ® sliebhB ischev W m bera>

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn» und Feiertagen. '98TrtrvRl tfVt

1/» -ffijß OnartalS-AboimementS-Preir bei der Exvedttisn SM., bei allen y

M 12b Donnerstag, l.Simi 189EL

Seien, daß er ja schon in Amerika, Australien und M ber See ein abenteuerliches Leben geführt unb auch hierbei vielleicht Wunden erhalten haben $We. Nach »eiteren Mittheilungen Seitens des i ^geklagten, daß er mit den verschiedenen genannten I «inbreche« nicht identisch sei, bemerkte er auf Be-

iroBM# tagen, daß sein wahrer Name Heinrich Mederer sei. (311 wäre bei Würzburg 1863 geboren, in Sachse» Hoze» »ud sei gelernter Bäcker. . Durch seine Mit- Mung, daß die Seien gefälscht seien, habe er nur khaupt« wollen, daß er der Zuchthäusler Bleicher