Marburg
(Serif**! fnt)
Zu Paris begann gestern der Kafsations- jef Mittags vor überfülltem Saale die Verhandlung. Schon eine Stunde vorher waren die Zeugen und Journalisten eiugetroffeu. Im Juuern des Ge- richtSgebäudeS und außerhalb desselben sind umfassende Maßregeln getroffen; eS herrscht jedoch vollkommene Ruhe. Man sieht nur wenige Neugierige in der
Die jetzt im Wortlaut vorliegende Begründung des UrtheilS, durch welches das O b e r v e r w a l t u n g S- g e richt die von dem 5kreiS,urschuffe des Kreise» Zauch-Belzig gegen de» Gemeindevorsteher Schultze in Nahmitz disciplwarisch verhängte Dienstentlassung bestätigt hat, läßt erkennen, daß dieser oberste Gerichtshof deS öffentlichen Rechtes in Preußen nicht nur nach wie vor an der Auffassung festhält, die
Das Büreau der im Haag tagenden FriedenS- K o n f e re n z veröffentlicht eine amtliche Mittheilung über die Arbeiten der Kommissionen in der vergangenen Woche. Ans der Mittheilung ergiebt sich u. A., daß die dritte Kommission beschlossen hat, vor der Berathung deS von Rußland eingebrachten Antrages betreffend die Vermittelung und das Schiedsgericht, und der zu derselben Materie vorliegenden Anttäge Englands, Italiens und der Vereinigten Staaten eine Uuterkommisfion einzusetzen, welche mit der Prüfung und Vergleichung dieser verschiedenen Anttäge bettant ist. Dieser Kommission gehören an: Prof. Dr. Asser (Holland), Senator Descamps (Belgien), d'Estournelles (Franttcich), Rcchtsanwall HollS (Vereinigte Staate»), Prof. Dr. Lammasch (Oesterreich), «eheimrath von Martens (Rußland), Nationalrath Odier (Schweiz) Md Prof. Dr. Zorn Deutschland).
fühl der Scham Md der Reue, welches sie nicht zu »uterdrückeu vermochte, wenn sie sich der mahnenden Motte FreddaS ertunette.
Auch an dem heutig« stürmischen Herbstabend gedachte sie voll Bitterkeit über ihr eigenes Geschick des Glückes FreddaS, deren Verlobung gerade heute festlich begMgeu wurde. Sie lächelte schmerzlich in dem Gedanken daran, wie Fredda und sie sich früher auSgemalt hatten, wie sie ihre Verlobungen feiern wollte». Wie traurig, wenigsten» für sie, waren diese mädchenhaften PhMtafien zur Wirklichkeit umgewaudelt! Fredda und fie, fie hatten sich gegenseittg mit dem Brautkranz schmücken wolle», fie hatte» fich gegenseitig zum All« begleite» wollen, Md jetzt — jetzt waren sie für ewige Zette» getteunt! —
Die Thränen entstürzten ihrem Ange Md schwer fiel ihr Kopf <mf die Arme nieder, welche fich auf da» Fenstergefim» stützten.
So lag da» unglückliche Mädchen lauge Zeit da, ohne fich zu bewegen. Nur die Thrän« perlten un« aufhaltsam über ihre Wangen und ein wehe» Schluchzen erschütterte von Zett zu Zett ihre Gestalt. Der Regen prasiette gegen die Fensterscheibe», der Sturmwind rüttelte heulend und pfeifend an de« Schindeldach de» Hause», riß hier Md da eine Schindel lo» md schmetterte fie zur Erde nieder. 3D<mn fuhr es johulachend davon, wie ei» gespenstischer Dämon, die armen, schwache» Mensch« verspottend, welche fich einer Macht widersetzen wollten. Er zerschmetterte ne Werke der Mensche», wie er in den Wäldern da >r«rß« die stolz zu Himmel emporragenden hnndert- ährtge» Tannen nab Eichen knickte, al» seien fie chwache Rohrhalme. Bon fern her brauste in tiefen llccorde» der Wald, dazwischen schrillten grelle angstvolle Laute, al» suche fich ein lebende» Lesen au»
Sociald emokratie bekäupfe priucipiell die Grundlagen der bestehenden Recht»- und Staatsordnung, sondern daß cs auch die vollen Cousequenzen au» dieser seiner Auffassung zieht. Unter diesem Gefichtspuncte hat e» in dem vorliegenden Falle de» Abschluß eines Miethsvertrages mit der socialdemo- ttattschen Agitatorin Palm an» dem Grunde für eine VerletzMg der Amtspflichten erklärt, wett der damalige Gemeindevorsteher Schultze wußte, oder fich doch sagen mußte, daß er durch das Vermiethen der Wohnung an die Palm dieser die socialdemokratische Agitation ermöglicht, oder wenigsten» erleichtern würde. Bezeichnend für die Auffassung de» obersten Gerichtshofes ist auch seine Begründung für die Strafabmessung. Das Oberverwaltungsgericht erklärt die fich auf da» Land verbreitende socialdemokratische Agitation als für das Gemeinwohl so gefährlich, daß ein Gemeindevorsteher, der diesen Bestrebungen irgendwie Vorschub leistet, fich als völlig ungeeignet für eine solche Stellung erweist. Der Gerichtshof charactettfirt die Bestrebungen der Social- demokratte als auf Zerstörung des öffentlichen Friedens und Untergrabung de» Familienlebens gerichtet und stellt dem Gemeindevorsteher, welcher durch Hergabe einer Wohnung an eine socialdemottatifche Agitatorin dieser die Gelegenheit verschafft hat, solche Bestrebungen fortzusetzen, daS Zeugniß auS, daß ihm für die Wichttgkett einer obrigkettlicheu Stellung die Einsicht fehlt.
ficherungsgefetz kann es nicht zweifelhaft fein, daß an die AuSarbettung einer neuen Krankenver- sichernngSnovelle für eine nahe Zeit gedacht wird. Die erste und bisher letzte dieser Att hat am 1. Januar 1893 ihre Geltungskraft erlangt, und man hat überall zugestMden, daß sie bedeutende Verbesserungen mit fich gebracht hat. Wenn nach ver- hältuißmäßig kurzer Zeit au eine Wiederholung der Revision herangetteten werden soll, so werden dazu namentlich Gründe beigetrageu Haden, welche in Verbindung mit anderen BerficherungSzweigen stehen, darunter auch die Regelung der Krankenversicherung in Verbindung mit der Gewährung von Renten für vorübergehende Invalidität. Wen» nicht Alles täuscht, wttd die Neuerung im Invaliden verficherungSentwurf, wonach diese Rente» schon nach ununterbrochener 26 wöch iger Erwerbsunfähigkeit an Stelle der bisherigen 52 wöchigen gewährt werden sollen, Gesetz werden. Dann würde fich die Lücke, welche zwischen Kranke» u»d Jn- valitätsverficherung besteht, schon wesentlich zusammengeschoben haben, aber immer noch insofern bestehen, al» die meiste» Krankenkassen nur Unterstützungen von 13 wöchiger Dauer kennen. E» liegt deshalb in der Abficht, die Kraukenunterstützung, die nach dem Gesetz auch jetzt schon ausgedehnt werden tonn, so zu erweitern, daß sie mit der er- wähnten Bestimmung bei der Invaliditäts- Versicherung zusammenfalle», also in allen Krankenkassen auf 26 Wochen bemessen wttd. Die erste Md wichtigste vorher zn entscheidende Frage ist die, ob die Krankenkassen im Stande sein werden, die dadurch entstehenden Mehrlasten zu tragen. Auf Snwd vou Ergebnissen großer Krankenkasse», welche schon jetzt eine über die gesetzliche Dauer hinauS- reichende Unterstützungszeit kenuen, sind die Mehrkosten auf etwa 10 Millionen Mark oder für jedes Mitglied einer Äranlen» und Hülfskafle auf etwas über 1 Mk. geschätzt. ES ist nicht sicher, daß alle Kassen die neue Last zu tragen im Stande find. ES würde dann die Frage entstehen, ob nicht etwa Vorsorge zu treffen wäre, daß die Leistungsfähigkeit der Kassen durch Zusammenlegung in dem gegenwärtig vielfach sehr zersplitterten K a s s e n w e f e n erhöht würde. Jedenfalls hängt davon, wie diese Schwierig- keit überwunden werden kann, viel sür die Entscheidung der ganzen Frage ab.
die Nachricht würde fie sonst zerschmettert haben. So aber hatte fie nur ein unsäglich bitteres Lachen für die Nachricht, welche ihr betätigte, was fie bereits seit Wochen ahnte.
Eine düstere Ruhe hatte fich nach und nach ihres Wesen» bemächttgt, welche um so ergreifender war, al» fie in vollstem Gegensatz zu der ftöheren fröhlichen Laune und leichtherzigen Lebensauffassung Ellas stand. Tante Lore schüttette ein über das andere Mal da» Haupt, fie ahnte wohl, was in dem Herzen ihrer Nichte vorging, wagte aber nicht, eS auszusprechen. Ella's Vater ward von Tage zu Tage besorgter mn sein Kind, er war nm so rathloser, als Ella auf alle seine Fragen nur mit einem kurzen: .Mir fehtt gar nichts, lieber Papa*, anttoertete, während fie ihm sonst alle ihre kleinst« Schmerz« und Leid« «> vertraut hatte. Schließlich gab fich der Major zu- frieden und meinte, daß auch diese Lemne wieder vorüber geh« werde.
Die gleichmäßige düstere SttmmMg Ella» unter- brach von Zeit zn Zett ein heftiger Schmerzensaus- bruch, d« fie aber vor fiemben Augen verbarg, indem fie fich wie ein zum Tod verwundetes Wild in die Einsamkeit znrückzog, um hier ihren Schmerz aukzuweinen. Bor allem, wmn Nachricht von ihrer Coufine Fredda kam, vermochte fie die Thräneu nicht znrückznhaü«. E» var nicht Neid über da» Glück ihrer Coufine, welches >iefe heftig« Schmerzensausbrüche hervor rief, denn ihre ursprüngliche Gntmüthigkett und die Liebe zn Fredda trugen den Sieg über jenes häßliche Gefühl davon, wenn e» fich einmal in ihr Herz einschleiche» wollte. Sie mißgönnte Fredda dar Glück nicht, welche» diese in der Liede Frederigo« gesund« hatte, aber er- klärlich war eS, daß ihr eig«e» Unglück ihr i» desto greller« Lichte erschien, je Heller die Sonne de» Glücke» Anderer strahlte. Dazu kam eia Herdes Ge-
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(Nachdruck verboten)
Glück auf!
Roman aus dem Harze von O. Elster.
(Fortsetzung.)
3» der Gesellschaft der lichten Stadt hatte allerdings Terzett geschäftige Fama die Nachricht von dem eichen Derhältviß zwischen Ella und dem Eng- v weiter verbrettet. Jetzt, da Lohn Lee so plötz- 'irschwuuden war, blickte men mit spöttischem auf die arme Ella, welche das Opfer ihrer Gläubigkeit geworden war. Einzelne Sttmmen, »k sich zu SMsten Ella's erhob«, verhallten in gemeinen Berdammungsurtheil bei Gesellschaft, wte sich gegen die gesellschaftliche Sitte ver- das ward ihr niemals verziehen, man zuckte Schulter», lächelte verächtlich unb hielt fich im d möglichst fern von her armen Sünderin.
wiederum war viel zu stolz, al» daß fie in .Gesellschaft verkehr« mochte, welche so schou- über fie nriheilte. Ein heiße» Schamgefühl ihr aber auch die Lippen gegenüber ihr« tätig«. Diese am allerletzten sollten erfahr«, ’^r fie getäuscht worden war. D«n daß fie M war, daß John Lee fie bettogen, konnte . vehr zweifelhaft erscheinen, nachdem zwei 7 vergangen waren, ohne daß fie Nachricht /tarn Beliebten erhall« hatte. Zur wmmstöß- ' Bewißhett aber wurde e» ihr, al» ein Brief 1 <m» London eintraf, he de« er ihr kurz mit- daß seh, Later die EinwilligMg zu ihrer Ber- v vicht geben wolle nab daß fich John daher i u to”em ring««, tief« Schmerze genithigt
Verlobung mit Ella aufzuhebea.
* *°r gut, daß Ella während de» woch«lang«
™ auf dies« Ausgang vorderettet gewesen »ar,
Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
Jllnstrirtes Sonntagsblatt. "üäT'ä"’ b
der furchtbaren Umarmung der herbstlichen Sturmnacht in wildem Kampfe zu befreien.
Ella erhob fich. Ihre Thräneu waren verfiegt. ©troff und aufrecht stand ihre Gestalt da und ihre Augen leuchteten in unheimlichem Glanze. Ein ferner Donner rollte über das Gebirge, ein nahendes Gewitter anzeigend. Ein fahler Blitz zuckte unheimlich auf und beleuchtete auf einen Augenblick das übten« blaffe Antlitz des jungen Mädchens.
Die Fiusterkett des Grabe» umhüllte sie nach diesem Aufleuchten des Blitzes wieder. Fieberhaft zitternd wühlte» ihre Hände in dem Körbch«, in dem fich ihre Näharbetten befanden. Jetzt schien fie gefunden zn hab«, was fie suchte; fest umklammerte ihre Rechte einen kleinen Gegenstand, während fie die Linke krampfhaft auf das pochende Herz preßte; dann wankte Ella zu ihrem Lager, auf das fie leise ächzend nieberfent Wiederum zuckte ein Blitz auf, auf» Neue grollte der Donner dmch die Finsterniß der Nacht, als wollte er Ella mahn«, abzulasse» von dem »nfeligen Werk, welches ihr die Verzweiflung eingegeb«. Doch zu spät — ein kurzer Schmerzens- chrei — ein leises Stöhn« — dann sank die Unglückliche auf ihr Lager zurück, während dar Blut von ihrem Handgelenk unaufhaüsmn zur Erbe nieber rann.---
Etwas später als am anbei« Tage kehrte der Major heute ms feinem Club heim. Nachdem er auf dem Hausflur den bmchnSßten Hut Mb Stentel abgelegt hatte, trat er in bas Zimmer, wo Tante Lore noch immer bei ihrer Arbeit saß. „Sott sei Dank, baß Dn kommst, »etter/ sprach anfaih««b die Taute, welche bei bem heraustiehendra Gewttter ängstlich geworden »ar.
Die Armee ist nicht nur die sichere Wehr des itnlandeS, sondern zugleich eine eifrige Mitarbeiterin i der Lösung der socialen Ausgaben der Gegenwart; iß eine Schule des Volke» int besten Sinne des nies. Der sogenannte „Drill" genügt heutzutage ht mehr, unsere Zett verlangt eine volle Hingabe i die Söhne unseres Volkes; eS soll in der Armee ht nur der äußere Mensch umgewandell, sondern » auf den inner« Menschen sittlich erziehend ein- M werde». Hier liegt für de» Offizier ein ildares Feld der Thätigkeit. Diese Aufgabe deS Uers wird im „Deutschen Adelsblatte" in einem cherr v. Müller unterzeichneten Artikel erörtert, k in den weitesten Kreisen beachtet zu werden verdient.
Da Offizier darf — so sagt der Lerfaffer — 4 mir als Vorgesetzter über seine» Leut«, sondern auch als Mensch mitten unter ihnen ja und ihnen zum Führer, Berather und Freunde adm. Die jungen Leute, die der Armee zugeführt kdm, find zum Theil nicht Mberührt geblieben । bem zuchtlosen Geist, der durch unser Volk «ltei. Die Jugend der Industrie-Bezirke hat N in der Werkstatt, der Fabrik, wohl auch int ’Nen Hause Schlagworte der modernen Irrlehre 1 Mllare Begriffe in fich ausgenommen. In der >ee tritt ihnen nun ein anderer Geist entgegen, ßch zusammenfassen läßt in die Worte: Gottes- ht, KöuigStteue, Vaterlandsliebe, Pflichttreue und brsam. Diesen Geist gill es in die jungen einzupflanzen in treuer, unablässiger Arbeit '-war so fest, daß er miihinauSge- 9Sen wird in daS bürgerliche Leben, -T® Versuchungen widersteht und sich bewährt "vster Zeit.
Anzeigen nehm« «ntge«*: Pie Expedition diese» Blatte», die «mwncen-
Bure«« von HaasenHein 4 Bögler, Frankfurt a. M., Cassel, Magd» q i
ta«, ZBtai: Rudolf Mosse, Frankfurt a. M., Berlin, Münch«, «Sa; o4. ^ZlMg.
«, 8. Dau« 4 Lo., Frmckfiltt a. SL, Borin, Hannover, Bari» x.
Eine wettere wichtige Erziehungs-Aufgabe ist die Einwirkung auf den religiösen Sinn der Brate, zumal in Zeiten wie die Gegenwart, die große Massen der Religion entfrembet haben. „Unserem Volke muß bie Religion erhalten werden/ diese» Wort unsere» Heldenkaisers Wilhelm ist in erster Linie auch au seine Offiziere gerichtet als die berufenen Erzieher des Volkes. Der religiöse Sinn muß, wo er verloren gegangen ist, geweckt, wo er vorhanden ist, gestärkt unb gefestigt werden. Die Armee soll weiter entwickeln und pflegen, was Schule und Haus in die junge» Seelen gepflanzt haben. Je lebendiger das religiöse Gefühl entwickelt wttd, desto widerstandsfähiger werden die Leute gegen die nach ihrer Entlassung an fie herantretenden Versuchungen unb Ver- lockungen; fie werde» ihrem Fahnen-Eide treu bleiben. Das herrliche Bekenntniß unsere» Kaiser» in der Erlöseikirche zu Jerusalem, seine Ansprachen bei Rekrut« - Vereidigungen, welche» treffliche Vorbild find sie für jeden Offizier in der Bethätigung christlicher Leben» AnschaMng!
Ein onbere» Erziehungsmittel ist die persönliche Fürsorge des Offiziers für da» geistige und leibliche Wohl seiner Untergeben«, das Theilnehm« an Freud Md Leid feiner Leute. Mit warmem Herzen und offener Hand soll er ergreifen, wo eS gilt, Thräneu zu stillen und Noth zu linder». Zu solcher Thätigkeit find in erster Linie die Compagnie-, Batterie- und Eskadron» - Ches» beruf«. Nicht mit Unrecht be» zeichnet man fie als die Väter der Soldaten-Familie». Die jünger» Offiziere find al» Gehilfen für diese Seite ihres Erzieher-Berus» vorzubilden. Mancher junge Mensch, der draußen im Kampfe um» Dasein auf fich selbst gestellt war, begegnet in der Kaserne, vielleicht da» erste Mal wieder, wohlwollender Fürsorge; mancher, der vielleicht bereit» in Gefahr war, zu verwahrlosen und unterzugehen, wird hier wieder auf den rechten Weg gebracht.
Solche Fürsorge trägt dazu bei, brat Offizier da» Verhau« und die Liebe seiner Leute zu erwerben. Diese» Verhauen wiederum fördert die militärische Erziehung. Es hilft über alle Schwierigkeiten unb Hindernisse unb führt dahin, daß der Mann firabig seinem Offizier folgt bi» in den Tod auf dem Felde der Ehre. Aber auch im Flieden trögt solches Vertrauen gute Früchte. Die Zeit, wo er be» Königs Rock tragen durste, begleitet de» Man» als eine schöne Erinnerung durchs Leben. Er war nicht nur ein guter Soldat, sondern wird auch ein treuer Staatsbürger sein, eine feste Stütze von Thron und Altar infolge der Erziehung durch den Offizier.
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Umschau.
Nach den Aeußerunge» von Regierungsverhetern gelegentlich der Berathnngen über da» Jnvalidenver-