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res zu lichen Rang verleiht und bestimmt, daß die Bischöfe herrlii ob Missionare bei Meinungs-Verschiedenheiten da»

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I Papst das geistliche Protectorat über die Missionen ««vertraut habe. Die Franzosen haben sich nun be»

»een sie von deutscher Seite ausgestellt wären. 3m Jahre 1888 hat die chinesische Regierung schriftlich anerkannt, daß die mU deutschen Pässen versehenen Missionare genau dieselben Rechte und Privilegien habe», wie die mit französischen Pässen »ersehenen. Damit ist die Unabhängigkeit der deutsche»

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ganz von selbst social find; das Verlange», dies ausdrücklich auszusprecheu, trägt also wohl die Absicht der Verdächtignvg in sich. Der uatioualsociale Agitator hat hier wieder einmal dargethan, daß er es als feixe Hauptaufgabe erachtet, für die Socialdemokratie gute Arbeit zu leisten. Im „Vorwärts' erhält er denn auch schon eine Art Quittung dafür. Wir können nur eins bei dieser Sache nicht verstehen, das ist dieses: Weßhalb hat die Generalversammlung nicht den Muth gehabt, dem unleugbar als Friedensstörer anwesenden National­socialen die Thür zu weisen? Wer so deutlich aus­gesprochen hat, wie Naumann, daß er die Zer­splitterung der Gewerkschaftsbewegung durch Gründung evangelischer Arbesterverrine für bedauerlich hält, wer so oft wie er den Arbeitern zugerufen hat: Hinein in die socialdemokratischen Gewerkschaften! — einem solchen „Arbeiterfrennbe" sollten doch die evangeli­schen Arbeitervereine jede Unterkunft verweigern.

In Oesterreich-Ungarn scheint wieder einmal die leidige Ausgleichs-Frage eine

Aus Ki aut schon schreibt die „Marine Polit. Corresponbenz": „Der Sou der von dem deutschen Pachtgebiet in das Innere der Provinz Shantung

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Schutzpflicht über die deutschen katholischen Missionare tn China aus. Für jeden deutschen Missionar er­wirkt die deutsche Gesandtschaft in Peking bei der chinesischen Regierung einen Schutzbrief, der ihm int weitesten Umfange den Schutz und die Förderung durch die chinesischen Behörden sichert. Der Papst und die Kurie habe» das deutsche Schutzrecht nie be­stritte», wohl aber ihre Anerkennung über die energische und erfolgreiche Ausübung dieses Schutzrechts, z. B. anläßlich unsers Einschreitens bei der Ermordung der Missionare Nies und Henle in Südschantuug im Jahre 1897 auSgedrückt.

So liegen die Verhältnisie. Es wäre fürwahr sonderbar, wenn eine Großmacht von der Bedeutung des deutschen Reiches darauf verzichte» wollte, feine Untcrthanen im Auslande s e l b st zu schützen. Dieses Recht entspringt der staatliche» Souveränetät. Die Konfession thut dabei nichts zur Sache. Daß ein Protektorat über die deutsche» Katholiken im Oriente den Franzose» nicht zusteht, ist bereits bei der Reise unseres Kaisers nach Palästina vom Kaiser selbst be­tont worden, und zwar mit der uneingeschränkten Zustimmung aller deutschen Katholiken. Die ftan- zöfische Presse wird sich mit diesen Thatsachen wohl oder übel abzufinden habe».

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Missionare von der französischen Vertretung chinesi­scherseits vertragsmäßig anerkannt. Im Jahre

Das christliche Protektorat in China.

In China ist jetzt eine kaiserliche Verfügung er- gangen, die den katholische» Missionare» einen staat-

Macht, der der Pabst das Protectorat über die Katholiken übertragen habe, nur Frankreich sei. Diese Ansicht ist durchaus unzutreffend und willkürlich.

Wie die „Germania" feststellt, hat sich die

Krisis herbeiznführeu. Seit Jahr und Tag schweben die Verhaudlnngen, auf welcher Grundlage der Ausgleich zwischen den beiden Reichshälften, das heißt die Festsetzung der Leistungen einer jeden zu den gemeinsamen Ausgaben auf's Neue für einen längeren Zeitraum geregelt werden soll. Am Mittwoch hat unter dem Vorsitze des Kaisers und Königs Franz Josef ein Kronrath stattgefunden, an dem die Minister beider Reichshälften Theil nahmen. Eine Verständigung wurde nicht erzielt. In dem Streste haben die Ungarn von vornherein die westaus beffere« Chancen, da sich ihr Ministerium auf eine starke parlamentarische Mehrheit stützt, während das öster­reichische Ministeriuw Graf Thun den Ausgleich im Reichsrathe überhaupt nicht durchzusetzen vermag. Die Ungarn wollen sich auf einen neuen dauernden Ausgleich nur einlaffeu, wenn er in Oesterreich auf verfaffungSmäßigem Wege zu Stande kommt. Gerade in den Pfingsttagen aber ist in Oesterreich ein Ereigniß eingetreten, das für den Grafen Thu» die Ausficht, in der bisherigen Weise weiter zu regieren, anf's Aeußerste vermindert. Die d e u t s ch e n Parteien haben sich zu einer gemeinsamen Kund­gebung aufgerafft, in der das Mindestmaß der Forderungen zur Erhaltung der deutschen Nationalität in Oesterreich aufgestellt ist. Den breitesten Raum nimmt in der Kundgebung die Sprachenftage ein. Wie hier das Bestreben hervortritt, fich in der Defensive zu halten und auch den andern Nationali­täten gerecht zu werden, so zeichnet auch die übrigen Forderungen ein kluges Maßhalten aus, so daß das Programm im Ganzen einen guten Eindruck macht. Die Deutschen erklären fich ausdrücklich als Anhänger der Verfaffung und des Einheitsstaates Oesterreich, sowie eines dauernden Ausgleichs mit Ungarn. Schon die Thatsache, daß die zerklüfteten deutschen Parteien endlich unter dem Drucke der Verhältnisie zu einer Einigung gelangt find, ist von großer Be­deutung. Die hochgradige Hoffnungslofigkeit, die vielfach in den deutsche» Kreise» Oesterreichs einge­rissen war und mancherlei Unbesonnenheiten zu Wege brachte, wird nun wohl einem größere» Vertrauen in die eigene Kraft «nd der Erkeuntniß Platz machen, daß es fortdauernd kluger Mäßigung bedarf, um aus den Wirren herauszukomme». Tritt Graf Thu» wirklich ab, so wird mau ihn bei uns gelassen scheiden sehe». Unvergessen ist noch seine unpassende Rede wegen der Ausweisung österreichischer Unterthaneu aus Preuße». Wir wünsche» nach wie vor eine Ge­sundung der inneren Verhältnisse in dem verbündete« Donaureiche; unter dem System Thun aber haben fich dir Gegensätze »ur verschärft und Bestrebungen fich ermuntert gefühlt, die den Werth des deutsche« Bündnisses kurzfichtig unterschätzen.

Allerwärts in Deutschland regt fich gegen den Beschluß der Gewerbeordnungs-Kommission, betreffend den obligatorischen Ladenschluß, die heftigste Opposition. Ma» erblickt hierin mit Recht einen un­zuverlässigen Uebergang von dem berechtigten Arbeiter­schutz zu einem unberechtigten Eingriff in die persönliche Freiheit deS einzelnen Gewerbetreibende». Es war nothwenig, auch den Angestellten des Handluogs- gewerbes die Wohlthaten der Arbeiterschutz-Gesetzgebung zugänglich zu machen. Hiergegen hat sich bisher von keiner Seite Widerspruch erhoben. Wenn man aber dazu übergegangen ist, einen allgemeinen Ladenschluß zu bestimmter Zeit als obligatorisch vorzuschlagen, so hat man hiermit den die große Mehrzahl bildenden ohne Gehilfen arbeitenden Inhabern von offenen Verkaufsläden eine Beschränkung ihrer gewerblichen Freiheit auferlegt, lediglich deßhalb, um ihren besser gestellten Kollegen, welche mit Gehilfen arbeiten, eine ausreichende Aufsicht auferlegen zu können, daß sie die Vorschriften über die Mindestruhezeit für ihre Angestellten nicht verletzen. Dadurch, daß man für bestimmte Zeiten die Schließung der Läden überhaupt vorschreibt, ist diese Aufsicht freilich am leichtesten zu üben. ES ist aber kaum zu rechtfertigen, wenn man gesetzlich den Geschäftsbetrieb der selbst­ständigen Ladentnhaber deshalb beschränke» will, um eine ausreichende Aufsicht über ihre Konkurrente» zu üben. Die Regierung ging in dieser Beziehung durchaus den richtige», vo» keiner Seite bekämpften Weg, die Regelung dieser Frage den örtlichen Verhältnissen zu überlaffen und den obli­gatorischen Ladenschluß für den Fall statu­tarisch vorzuschlagen, daß zwei Drittel der beteiligten Geschäftsinhaber fich hierfür auSsprechen.

vtd seine Missions-Anstalten ausdrücklich dem Schutze des Deutschen Reiches unterstellt und sich und seine Missionare in die Matrikel deS deutschen Consulats w Tienfin eintragen lassen. Die deutsche Regierung hat diesen ihr fteiwillig angetragenen Schutz förmlich übernommen. Bischof Anzer hat von dem Geschehenen der Kurie und dem Pabst persönlich officiell Anzeige gemacht und die Genehmigung seines Schrsttes aus dem Munde des Papstes Leos XIII. bittet entgegen« genommen. Ebenso ist die chinesische Regierung davon in Kenutniß gesetzt worden.

Seitdem übt Deutschland thatsächlich usb ausschließlich das Schutzrecht und die

Umschau.

Die „Couserv. Korrespondenz" schreibt: Als beabsichtigte Friedensstörung wird ma« das Eingreifen des nationalsocialen Führers Naumann in die Verhandlungen der Generalversammlung der „Evangelischen Ar­beitervereine" zu betrachten haben. Herr Naumann ist ein Gegner der specifisch konfesfionelle» Berufsorganisationen; er erblickt daS Heil allein in den socialdemokratischen Gewerkschaften und räth, wo er kann (glücklicherweise hört fast Niemand mehr auf ihn) die socialdemokratischen Gewerkschaften zu fördern. So hat er kürzlich auch der Gründung des Evangelischen Bergknappenvereins ein Bein zu stelle» versucht, so ist er in der Generalversammlung zu Altona aufgetreten, um absichtlich die Eintracht zu stören. Einen andern Zweck als diesen kann das Auftreten Naumanns keinesfalls gehabt habe». Was sollte sonst der Antrag drs nationalsocialen Agitators, die Generalversammlung möge erklären, daß sie an dem allgemeinen, direkten und geheimen Wahlrecht festhalte? Dadmch beabsichtigte der Antragsteller doch nichts »eiter, als die Arbeiter kopfscheu zu machen. Wer von den Führern der evangelischen Arbeiter­bewegung denkt denn eine Wahlrechtsänderung? Aber auch der zweite Vorstoß Naumanns kann nur die Sprengung der evangelischen Vereine beabsichtigt haben, nämlich der, daß der „sociale" Character der Arbeitervereine festgelegt werden solle. So unverständig ist Herr Naumann gewiß nicht, daß er nicht davon überzeugt wäre, daß die Arbeitervereine

gj! chinesische Regierung schon im Jahre 1887 verpflichtet, Me Pässe deutscher Missionare nur bann zu bittren,

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rbvl 1890 endlich hat BischofAnzer sich, seine Missionare

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(i eilt, die Verfüg»» g dahin auszulegen, daß die

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(Nachdruck verboten.)

Glück auf!

Roman aus dem Harze von O. Elster.

(Fortsetzung.)

Die Zeit war den Liebenden wie im Fluge ver- Idgen. Sie hatten kaum bemerkt, daß Do» Enrico Üch entfernt hatte, jedenfalls aber hielten sie es nicht ffc möglich, daß er in der kurzen Zeit feiner Abwesen­heit nach der Fabrik des Herrn Ebeling gegangen Ser. Als er jetzt das Zimmer wieder betrat, eilte Hw Fredda freudestrahlend entgegen und bot ihm pichend die Lippen zu« Kuß dar. Don Enrico N fich diese Gelegenheit nicht entgehen, und ttb seinem zukünftigen Schwiegertöchterchen einen Herz- Mten Kuß.

»Das muß ich sagen", ertönte eine freundliche stimme, der man die tiefe Rührung de» Sprechers ®®ertte, von der Thüre her, „da geschehen ja schöne dischichien hinter meinem Rücken".

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„Vater, lieber Vater!" jubelte Fredda auf, flog den eben ©»getretenen zu und schlang unter «tönen und Lachen die Arme um fernen Hals.

»Rein liebes, liebes Kind, bist Du nun glücklich?"

,O mein Later, von ganzem Herzen glücklich, von ttuzevl Herzen zufrieden ..."

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»So will ich Deinem Glück nicht im Wege stehen", ^ltgeguete tief gerührt der alte Herr. —

fich Fredda und Frederig» dagegen «tobten, setzte e» Don Emic» dennoch durch, daß die 'WÜ 5ttl*bung mit großer Pracht gefeiert wurde.

»Laßt mich zufrieden", schalt Don Enrico in gasP Aschen» Zorn, mit Emer Bescheidenheit. Ich freue von Herzen, daß mein Junge da glücklich ge­

worden ist und an dieser Freude sollen auch andere Menschen theilnehmen. Per dio, man hat mich einen Bettler genannt, jetzt soll man sehen, daß Don Enrico noch gut bei Caffe ist".

Das Brautpaar mußte fich fügen. Die Ein­ladungen zu der Festlichkeit ergingen, nur her Major, Tante Lore und Ella erhielte» aus leicht erklärlichem Grunde keine Einladung. Fredda indessen schrieb einen ausführlichen Brief an Tante Lore, welche fie bat, ihr Schreiben auch Ella mttzutheilen. Fredda empfand es gleichsam al» ein Unrecht, daß fie jetzt des Glücke» theilhaftig werden sollte an Stelle ihrer Cousine, welche doch dieses Glück so fteventlich verscherzt hatte. 3» ihrem mitleidigen Herzen toar jede Spur von Groll gegen Ella verschwunden, fie wünschte im Gegeutheil inständig, daß auch Ella das Glück zu Theil werden möchte, nach welchem fie so lange gestrebt. Die reichsten Segenswünsche sandte fie Ella, denn fie hoffte, daß ihre Befürchlungeu in Betreff John Lee's sich nicht bewahrhetteten. Einen Schatte» auf ihr Glück warf indessen der Brief Dante LoreS, welcher ihr wohl die herzlichsten Glückwünsche brachte, aber von Ella in einer Weise sprach, die die tiefsten Besorgniffe in Fredda erweckten. Erhöht wmde» diese Besorgniffe noch, als Fredda einen Brief ihrer Cousine bekam, der nm die Worte enthielt: „Meine theure Fredda! Werde Du so glücklich, wie ich unglücklich bin, dann hast Du heu höchsten Gipfel de» Glücke» erreicht. Die» wünscht Dir von ganzem Herzen Deine der Ver­zweiflung nahe Ella."

Wo» geschehe» war, ahnte Fredda nm zu deutlich. De» anonymen Brief, be« fie noch in dem Forsthanse ,Glück auft erhalte», hatte fie nicht bergeff en können;

wie fie jetzt erfahren sollte, hatte er leider die Wahr- heit gesprochen. Doch ihr eigene» Glück nnb der frohe Tumult der Derlobungsfeierlichkeit gestattete nicht, daß Fredda ihren trüben Gedanken nachhing. Was hätte es auch genutzt, jetzt über den Leichtsinn und daS Unglück ihrer Confine den Kopf hänge» zu lassen, während ihr selbst das herrlichste Glück gleich der prächtige» Blume eines ungeahnte» Zauberlaubes er­blüht war. Wohl fühlte fie unendliches Mttleib mit Ella, aber fie vermochte jetzt doch nicht zu helfe», nnr zu dem Entschluß kam fie, sobald e» ihr möglich, an Ella zu schreiben und fie zu trösten, soviel in ihrer Macht stand. Jetzt in dem Glück und der Freude ihres eigene» HerzeuS wäre fie für das tiefverletzte Gemüth Ellas eine schlechte Trösterin gewesen. Die Zett wußte hier hellend eingreifen, und da» eigene Gewissen, welches Ella sagen konnte, daß fie selbst die Schuld an ihrem traurigen Geschick trag.

Der Abend, an welchem die Verlobung festlich begangen werde« sollte, war gekommen. FreddaS lieb­liche Schönheit, verklärt dmch den Schimmer de» Glücks, erregte das Erstaunen der Gesellschaft und bet» setzte vor Allem Don Emico Prado in einen Taumel des stolzen Entzücken». Er huldigte der Schönheit Fredda» mit solcher ritterlichen Anfmerksamkett, daß man hätte meinen sollen, nicht Frederig», sondern er selbst sei her Bräutigam. Er wich kaum von der Seite Fredda» und überhäufte fie mit Aufmerksam­keiten aller Art, sodaß Frederigo selbst lächelnd meinte: „Es sei gut, daß Don Enrico sein Vater sei, sonst müffe er fich noch mit ihm schlage»". Der alte Herr Ebeling freute fich be» Glücke» seiner Tochter nnb Bruno hatte mit Frederigo, seinem Schwager, einen Bund unzertrennlicher Freundschaft geschloffen. Eine

harmlose Weiterleit beseelte die Gesellschaft, welcher auch mehrere Professoren der Bergakademie und der Direktor der Stlberhütte „Gück ans" sowie der alte Förster Weinhardt beiwohnten.

Während der Tafel wurden natürlich verschiedene Trinksprüche ausgebracht. Schließlich erhob fich auch Don Enrico, schlug so fest an fein Gla», daß er zer- splttterte, und rief mit lauter Stimme in den fröhlichen Tumult der Gesellschaft herein:

„Mes dames et messieurs! Ich bitte um etwas Ruhe!" Alle lachte«, dann aber trat Ruhe ein und Don Enrico fuhr in seiner Rede fort, „Man hatte mich schon zu den Todten gelegt, aber wie Sie sehe», meine Herren und Damen, lebe ich noch und gedenke noch recht lange zu leben. Auch mein Sohn Frederigo schien dem Tode geweiht, aber die zarte Hand eine» Engels hat ihn zum Leben zurückgeführt. Wäre es da nicht undankbar gewesen, wenn Frederigo diese Engelshand verlassen hätte? Nein, meine Damen und Herren, diese Hand soll ihn auch durch fein ferneres Leben führen, welches er ja nur ihr verdankt. Ich kehre ttr meine Heiwath zurück, der Krieg ist zu Ende und ich will sehe», was ich von meinem früheren Eigenthum wieder gewinnen kann. Ich lasse aber meinen Sohn hier zurück, unter gutem Schutz, wie ich weiß, er soll fich hier ein Nest bauen, hi» in dem Lande, da» die Heimath seiner Mutter, meiner treueren verstorbenen Gattin, gewesen ist, nnb wenn ich brüben in meinem Vaterlande keine Heimath mehr finden kann, bann kehre auch ich nach Deutschland zurück und Demschlaud soll bann auch meine Heimath werben. Deßhalb meine Damen und Herren, möchte ich Sie anffordera auf da» Wohl unserer neuen Heimath