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die größere Ueberraschung und Freude nicht mehr chade» wirb".
Uoschlüsfig stand Fredda da. Auf ihren Wangen wechselte tiefe Gluth mit schneeiger Blässe ab und ihr Herz pochte, als sollte e» zerspringen. Eine innige Freude, daß sich FrederigoS Geschick auf solche Weise zum Besten gewendet hatte, beseelte fie, und wohl hätte fie gewünscht, de« armen Freund die frohe Botschaft überbringen zu können. Aber ihr Gefühl sagte ihr auch, daß dies nicht allein eine schwierige, sondern auch in soferu bedenkliche Aufgabe war, als fie in der Aufregung der Augenblickes es kaum über sich vermocht habe» würde, dar Geheimuiß ihres Herzens »och weiterhin vor ihm zu bewahren. Und doch durste er nicht erfahren, wie lieb fie ihn hatte, wa» hätte man »o» ihr denken sollen, wen» fie jetzt, »achdem fich Alles, so wie er war, gestallet hatte, seiner Bewerbung Gehör geschenkt habe» würde. Sie mußte Abschied von ihm nehmen, sollte nicht ihre ganze Handlungsweise einer falschen Beurtheilung ausgesetzt feix.
Noch kämpfte fie «st eine« festen Entschluß, als Don Enrico auf fie zu tret und mit bittender Stimme sprach: .Senuorita, ich flehe Sie au, gehen Sie zu meinem Sohn und sagen Sie ihm, daß ich hier bin, Sie habe» ein so gutes Auge, Sie habe» gewiß auch ei» gute» Herz uud Sie werde» meine Bitte nicht Abschläge»'.
Er zog ihre Hände in ritterlicher Weise an seine Lippe». Fredda überwand alle Bedenken und war eutschloffe», Frederig» auf das Eintreffen seiner Later» »orzubereiten. Schon wandte fie fich zum Gehen, al» plötzlich zur größten Ueberraschung aller die Thür,
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t; denn diejenigen Punkte, über welche eine ißmäßig leichte Verständigung zu erzielen sich ist und die hauptsächlich eine humanere Krieg- g herbeiführen sollen, berühren das eigentliche gramm derer nm Frau von Suttner so gut wie nicht. Allein für die Agitation der „Friedens- aebe" ist das Zusammentreten des Kongresses werhiu werthvoll, wäre doch sonst die ganze „Beug" schließlich eiugeschlafen.
Schon bald nach dem Bekanotwerden der Zaren- ebung konnte kein Zweifel mehr darüber be- , daß der Gedanke an eine allgemeine Abrüstung viel zu utopischer fei, als daß et jemals sich irklichen könnte. In allen national empfindenden en aller Länder mußte die Wahrst des Satzes: vis pacem, para bel^lm anerkannt werden, hat es beim auch VA Schicksal gefügt, daß bie en Rüstuo»^ gerade angesichts dieses FriedenS- e8 so 'eifrig betrieben worden sind, wie nur zuvor.
Der hochherzige Gedanke, der sich in der Zaren- sdgebung aussprach, ist rückhaltslos besonders in schland anerkannt worden. Kein Land hat res Recht, seine Friedensliebe mit solcher Be- theit festzustellen, wie das Deutsche Reich, und Staatsoberhaupt kann mit solcher Berechtigung auf Hinweisen, daß eS als feine erste Aufgabe die Haltung des Friedens erachte, wie der Deutsche er. Es wäre aber dem Frieden schlecht gedient, man unser« „Friedensfreunden," sowie der SsallS „ftiedfertigen" Socialdemokratie nachgeben die Wehrkraft verringern wollte. Nur die starke sche Macht Deutschland ist eS, die kriegerische tze unterdrückt hat und ein planmäßiger Aus- iw unserer kann nur Friedeusmission unseres Vaterlandes stützen.
Gleichwohl hat die Confnenz im Haag große Hb segensreiche Aufgaben. Gelingt eS in der Krieg- Hmng die unnöthigen Gransamkeiten zu verhindern mb in diesem Programmpunkte praftische Ergebnisse H erzielen, so ist daS schon als ein sehr wesentlicher ffalz zu betrachten. Vielleicht aber ist es über« Ittpt möglich, eine Aussprache der Mächte über ge- Me Fragen herbeizuführen, um dem schiedsrichterlichen Bitten eine erhöhte Ausdehung zu geben. Vorläufig beiden fteilich derartige Erörterungen akademischer
„Da werden Sie doch noch etwas warten Müssen", meinte der Sanitätsrath. „So weit ist Ihr Sohn doch noch nicht, wen» er auch Dank der Pflege dieser jungen Dame hier jeder ernsthaften Gefahr entronnen ist".
Senner Prado blickte jetzt zum ersten Mal aufmerksam in daS Antlitz FreddaS, welches eine tiefe Sluth überhauchte. Danu sprang er von seinem Sitz empor, streckte dem Mädchen beide Hände entgegen und rief: „ J thank jou I Ich danke Ihnen von ganzem Herze» — Sie find gewiß Frederigos Braut, von bet er mit geschrieben hat? Fürchten Sie nichts, Sennorita ich freue mich, baß et eine brutsche Fra« gefunden hat, seine Mutier, meine verstorbene Frau, war ja auch eine Deutsche!"
„Sie irren fich, Herr Prado", entgegnete Fredda verwirrt und verlege», „ich Mn nicht die Brant Ihres Sohne» . . ."
„Nicht? Ja, »• ist sie denn?"
„Lassen wir daS, Berehrtester", nahm der Arzt wieder da» Wort, „jetzt handelt eS fich nicht um die Braut Ihre« Sohnes, sondern wie wir Ihrem Sohn die Nachricht von Ihrer glücklichen Rettung über, bringen können, ohne seine Gesundheit wieder zu schädigen".
„Ja, per bio, daß ist eine schwierige Sache!"
„Fräuletit Fredda", wandte fich der Arzt an da» in größter Aufregung dastehende Mädchen, dar wäre noch eine Aufgabe für Sie, durch welche Sie fich den lebenslänglichen Dank Frederig»'» erwerben könnten. Ihr Frauen seid geschickter bei solche» diplomatischen Aufträgen, al» wir Männer, und wenn Ftederig» zuerst Sie gesehen und gesprochen, dmm findet er fich bereite i» einer freudige» Stimmung, so daß ihm anch
Umschau.
Der Trinkspruch, welche« detKaiser bei dem vorgestrigen Festmahl der Officiere des Füsilier- Regiments v. Gersdorff ausbrachte, lautete etwa folgendermaßen:
Er danke dem OsficiercoipS im Namen seiner erlauchten Mutter, des hohen ChefS des Regiments, wie in seinem Namen für die durch den Commavdeur zum Ausdruck gebrachten Gefühle des OfficiercorpS.
welche in das Innere des Hauses führte, geöffnet wurde, und Frederigo auf der Schwelle erschien.
Mit lächelndem Antlitz, da» dunkle Auge auf Fredda gerichtet, blieb er in der Thür stehen, während der Saniiätsrath aufgesprungen war nnd Don Enrico hinter einen Vorhang schob, der die eine Seite der Veranda gegen den Garten zu abschloß. Fredda er- schrack heftig, blickte fich scheu nach dem Vater Frederigo» um und eilte dann auf Frederigo zu, indem fie vorwurfsvoll sprach: „Aber, Herr Prado, wie konnten Sie so unvorsichtig fein!"
„O ich fühle mich vollständig kräftig Fräulein Fredda," «widerte lächelnd Freberigo. „Der Herr Sanitätsrath hat mir ja auch erlaubt, daß ich morgen daS Zimmer verlaffeu darf — nun hörte ich in meinem einsamen Kämmerchen die Töne eines Posthorns und mit einem Male erfaßte mich die Furcht, daß Sie Fräulei« Fredda, «breiff» möchten, ohne daß ich Sie nochmals wiedttgeschen hätte. Ich vermag den Gedanken nicht zu «tragen uud so v«ließ ich mein Zimmer und da bin ich!"
„3a, da find Sie," sagte in ärgerlichem Tone bei Doktor, „aber wenn Sie morgen wird« auf d« Nase liegen, so ist daS nicht unsere Schuld. WaS übrigens da» Posthorn anbetrifft, so hat e» Ihnen allerdings eine Ueberraschung angekündigt. Weßhalb haben Sie uns denn vorgeflunkert, daß Ihr Herr Papa todt sei?"
„Ja, ab«," entgegnete hn höchsten Erstaunen Frederigo.... ~ t „
„Sa» war nicht hübsch von Ihnen, Frederigo, fuhr b« Arzt in barschem Tone fort, „mrS f» hinter da» Licht z» führe». Ihr Papa lebt xnb ist in Ml« Gesundheit . .. ." (Fortsetzung fotzt.)
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i 1899 len hrung: hallen •halle r i J. i-Pfg, staus-
erden Mark fennig ; und sangs- latzes durch (8500
Fertig !N DM> ker, .Henri».
(Nachdruck verboten.)
Glück aus!
Roman au» dem Harze von O. Elster, (Fortsrtzmrg.)
Colonel Don Enrico Prado sah ein, daß bet r»Vor Recht hatte. In seinem Kauderwelsch aus Wfdj, Portugiesisch, Englisch und ftanzöfisch erzählte «r, daß « allerdings in dem Kampfe schwer ver- bandet worden sei. Man habe ihn al» todt liegen ^eu und er wäre anch sicherlich mit den übrig«» Tobten beerdigt worden, wenn er nicht au» seiner Buvußtlostgkeit erwacht wäre Und noch so viel Kraft ichmden hätte, fich in de» nahen Wald zu schleppen. Tort habe er Unterkunft in der Hütte eines Indianer» ichmde», deffe» Weib ihn gepflegt, bi» er fich Aber nahe Grenze habe retten könne. Seine Befitz- wgeu seien allerding» Vox d« neuen Regierung mit Beschlag belegt worden — „aber", so fuhr er lachend sott, indem et sich auf die Brust schlug, „hier hMte eine Brieftasche mit guten Wechseln auf London <»b Puri», die man mir glücklicher Weise nicht ge- ] iNbt hat, so daß ich nicht als »etiler ix die Fremde i H gehen brauchte". Er sei dann nach Pari» ge- ’^mmen, wo er Frederigo zu finden hoffte. Dort kbt ihm fein Banquier gesagt, daß Frederig, wied« M Deutschland zurückgekehrt sei, und er sei infolge kffe« hierher gekommen. Bon dem Direktor der Academie tat et daS Schicksal und de» jetzige» «»feMhalt seine» bohue» erfahren und da sei « nun, nm Frederig, tader «it hinüber nach Per» zu nehme», da die Berbannsng für ihn und (feine Familie mittlerweile bfgehoben fei.
Er habe dem Regimente durch Cabinetsordre" daS Gründungsjahr 1813 bestimmt und damit den Willen bekundet, daß daffelbe als au» dem kurhessischen Leibgarde-Regiment hervorgegangen zu betrachte» fei. Dadurch habe er die Traditio» pflege» wollen, welcher wichtiger Bestandtheil des Geistes bie Armee für alle Zeiten gewesen sei unb bleiben solle. Dem Regimente wünsche er zu diesem Ehrentage Glück, ganz besonders deswegen, weil es heute zum ersten Male seinen durchlauchtigsten hohen Chef zu Gaste bei fich sehe. Sein besonderes Wohlwollen habe er dem Regimente verschiedentlich ausgedrückt und er brücke Ihrer Majestät ben Dank für? bie Gnade aus, bie Stelle als Regimentschef anzunehmen. „Ich bin fest überzeugt, daß das Regiment zu jeder Zeit, im Frieden wie im Kriege, dem Andenken des hohen Generals, deffen Namen es durch meinen Willen trägt, d« ein Vorbild vornehmer und kühner Ritterlichkeit gewesen ist, Ehre mache» unb zur?Zu- fritbettbeit meiner hohen Mutier hervorragenbeS leisten unb ben guten Klang seines Namen», ben ba» Regiment durch seine Tapferkeit vor dem Feinde in der Armee erworben hat, in der Armee bewahren wird."
Weiter hat Kaiser Wilhelm am 18. Mai bei dem Festmahl im Schlosse zu Wiesbaden zu Ehren des Geburtstages des Zaren einen Toast ausgebracht, der, nach dem „Rhein. Cour." folgender- maßen lautet:
„Zu dem Toaste auf die Gesundheit Sr. Majestät des Kaisers von Rußland, den ich wie alljährlich von vollem Herzen ausbringe, füge ich am heutiges Tage meine herzlichsten Glückwünsche zu dem Beginn der seiner allerhöchsten Initiative entsprungenen Friedenskonferenz hinzu. (Zudemrusstschm Botschafter gewendet.) Mein verehrter Graf! Mein Wunsch geht dahin, daß eS Sr. Excellenz dem Baron von Staat und dem Grasen Münster, zwei erprobten und erfahrene» Staatsmänner», gelingen möge, auf dem Boden der altbewährten Traditionen, die mein Haus mit dem Sr. Majestät und die das deutsche mit dem russischen Volk verbinde», gemäß ben von bem Kaiser unb mir an beide Herren ergangenen übereinstimmenden Befehlen, bie Konferenz so zu führen, daß ihre Erfolge Se. Majestät ben Kaiser befriedigen werden. Se. Majestät der Kaiser, Hnrrah, hurrah, hurrah!"
Unter der Ueberschrist Naumann in Nöthen lesen wir folgende nur zu richtige Aeußerung in bet „Conserv. Corresp.": Der aus bem kleinen uationalsozialen Vereine ausgeschiebene Herr Göhre hat eine Rechtfertigung Sschrift veröffent- licht, bie über bie vielfachen Mauserungen b e s Herrn Naumann eine drollige Auekunst flieht. Der „Führer" des national- sozialen Häufleins ist Herrn Söhre viel zu national unb zu monarchisch geworden, als daß er es neben ihm hätte aushalten könne». Der Gedanke, daß die
Natur bleiben: allein auch daS würde genügen, um die Grenzen solcher „Fiiedenskonferenzen" festzustellen unb bie „Friedensschwärmer" darüber zu belehren, baß mit „gutem Willen" allein in bei Weltpolitik nichts auszurichten ist. So wirb man benn der Conferenzen im Haag besten Erfolg wünschen, allein allzu große Hoffnungen auf diese internationale Zusammenkunft nicht setzen dürfen.
Hebet die gestrige Eröffnung der Friedens- conferenz sei hier FolgenbeS mitgetheilt: Der nieber» ländische Minister be Beaufort eröffnete mit einer längeren Ansprache. Beifall wird gezollt bem Vorschläge Beaufort's, v.S taal zum Präsidenten zu ernennen. Auf bet Jourxalisteugallerie wirb bemerkt, wie ungewöhnlich e» ist, daß Beaufort, bet garnicht zu ben Mitgliedern bet Confetenz gehört, bie Ernennung des Präsidenten vorschlägt. Baron v. ©taal, bet nur auf ben Ruf gewartet hat, be» giebt fich zu bem Präfidentenfauteuil, mit einer großen schwarzen Mappe unterem Arm. Beaufort erhebt sich, schüttelt ©taal bie Hand, nimmt dann im Fauteuil zu dessen Linken Platz und unterstützt den etwas unbeholfene» alten Herr» bei den Präsidial- geschästen. ©taal streicht sich seine weißen Mettetvich- Coteletten, packt eine Menge Papiere au» seiner Mappe, wirst den Ptäfidialhammet vom Tisch, den ein Hnissier aufhebt und beginnt mit dumpfer, kaum hörbarer Stimme seine Antwortrede zu lesen. Obwohl er liest, bleibt er doch einmal in seiner Rede stecken. Sie lautet:
„Meine erst» Pflicht ist, dem niederländischen Minister der auswärtigen Angelegenheiten meinen Dank auszusprechen für die edlen Worte, welch« et soeben meinem erhabenen Herrn gewidmet hat Sein« Majestät wird tief gerührt sein von den hohen Gesinnungen, von deu«n der Minister Beaufort sich hat leiten laflen und von der Bereitwilligkeit, mit welcher diese Hobe Versammlung sich diesen Gesinnungen angeichlossen hat. Wenn auf den Kaiser von Rußland die Initiative zur Einberufung der Konferenz zurückzuführen ist, so verdanken wir der Königin der Niederlande, in ihrer Hauptstadt zusammenberufen worden zu sein. E» ist eine glückliche Vorbedeutung für den Erfolg unserer Arbeit, daß wir unter den Auspizien einer jungen Herrscherin versammelt sind, deren bezaubernde Anmuth bis in die weitest« Fern« ihre Wirkung übt und deren allem Großen und Edl«n zugängliches Herz so viel Sympathie bezeugt« für di« Sache, die uns hierher geführt hat. Inmitten des Volkes, das einen so hervorragenden Faktor der allgemeinen Zivilisation bildet, haben wir «in leuchtend«» Beispiel dessen vor Augen, was Tapferkeit, Patriotin «us und Thatkrast für das Wohl de» Volke» zu thun vermögen. Auf dem geschichtlichen Boden der Niederlande find dir größten Probleme drS politischen Lebens der Staat, n diSkutüt; hier, kann man sagen, stand die Wiege der Wisienschast und vom internationalen Recht. Jahrhunderte hindurch wurden hier di« hauptsächlich strn Verhandlungen zwischen den europäischen Mächten gepflogen. Wir befinden un» in lauter historischer Uebeilieferung. ES erübrigt sich nur, dem Minister deS Auswärtigen der Niederlande meinen Dank abzustatien für bi« so schmeichelhaften Worte, die speziell mir galten. Ich bin sicher, den Gefühlen aller Mitglieder dieser hohen Versammlung Ausdruck zu geben, wenn ich Exzellenz Beaufort versichere, wie glücklich wir gewesen wären, wenn wir ihn I bei unseren Versammlungen die Präsidentschaft hätten führen ■ seben. Srin Platz für das Präsidium war nicht nur durch
die Vorgänge bei ähnlichen Gelegenheiten sondern durch die Eigenschaften d«S hervorragenden Staatsmannes angezeigt, der gegenwärtig di« auswärtig« Politik d«r Niederlande leitet. Sein Präsidium wär« überdies «ine weitere Höflichkeitsbezeugung, welche wir seiner erhabrnen Herrin tätten abstatten wollen, die geruht hat, uns die liebenSwüidige Gastfreundschaft anzubieten. War mich betrifft, so kann ich die Wahl meiner Person für da» Präsidium nur damit als begründet ansehen, daß ich der Bevollmächtigte des Zaren, meines erhabenen Herrn bin, der den Gedanken zu dieser Konferenz angeregt hat. In dieser Eigenschaft nehme ich mit tiefer Dankbarkeit bie ausgezeichnete Ehre an, welche mir der Minister be» Auswärtigen erwiesen, in bem er mich für das Präsidium vorschlug, unb bi« mir auch bi« Mil- gliebtr der Konferenz erwiesen, indem fie die Wahl gut- hießen Ich werde alle Kräfte aufwenden, um Ihr Ber- trauru zu rechtfertigen, aber ich lege mir vollkommen Rechenschaft darüber ab, daß ba» vorgerückte Alter, welches ich erreicht, leider ein trauriges Privileg und ein schwacher Bundesgenosse ist. Ich glaube indeß, daß die» ein Grund für Sie sei, gegen mich nachsichtig zu sein."
DieFriebenSkonfttenz richtete an ben russischen Kaiser folgende Depesche:
Die Friebenskoufereuz legt zu be» Füße» Eurer Majestät bie ergebenste» Glückwünsche zu bem heutige» Geburtstage »ieber unb brückt ihre aufrichtigste Beftiebigung darüber aus, an der Vollenbung be» großen, eblen Werke» mitwirken zu bürfen, für welches Ew. Majestät bie hochherzige Initiative ergriffen haben, für welche die Konferenz ihre ergebenste unb tiefste Dankbarkeit an» zunehmen bittet.
Weiter sandte die Konferenz ein HuldigungS- telegramm an die Königin der Niederlande, ernannte Beaufort zum Ehrenpräsidenten und ben niederländische» Vertreter Karnebeek znm Vicepräfidente». Sodann wurde» neun Schriftführer gewählt unb beschlossen , daß die Verhandlungen geheim gehalten werde». Die nächste Sitzung findet am Sonnabend Vormittag statt mit der Tagesordnung: Wahl der Kommisfionen und Festsetzung des Arbeitsprogramms Nach Mittheilungen von zuständiger Stelle wird die Friedenskonferenz drei Kommisfionen niedersetzen. Die erste Kommission wird üb« die Einschränkung der Rüstungen und der militärischen Ausgaben, die zweite über bie Festsetzung von Kriegsgesetzen beiathen. Die dritte Kommission wird vom praktischen Standpunkte aus die wichtigste fein und sich mit der Vermittelung unb dem fakultativen Schiedsspruch zu beschäftigen haben.
’ Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marbnrg «nb Kirchhain. Jllnstrirtes Sonntagsblatt.
Erscheint täglich außer au Wirkt-,«» nach Corot, und Feiertagen. "dflvTT'RltT’t'l «nj«ig«n nefrKxattgeMi; di« Expedition Hs-» Bl^e«, dir Amwn««».
Qu-rtals-AbonuemrntS^rri» bei der Expedition 2 Mk., b«i all« jjWUiVUiy Zurr«;»»" HaaftuSrk L Vo^er, Frmckfurt a. M., CaffA, Ma»w Ql
ttlMÄÄSSfÄ Sonnabend, 20. Mai 1899. ”
zM" des Zaren ist nun im Haag nach Heber« jÄtong starker Schwierigkeiten bie internationale rSny nuferen? zusammengetreten, auf bereu Ergebnisse Wvl K allen bas unter ber Fahne ber Frau von Suttner (31H gtei bem Feldgeschrei „Die Waffen nieder!" .. j ^rschierende Häuflein seine stolzen Hoffnungen ge, 'HO) y hat. Zwar hat schon die Kundgebung des amms diese Hoffnungen einigermaßen herabge-
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(341$ ikunft, wich, je"
11 f Jie internationale Friedenskonferenz.
Drei Vierteljahre »ach dem bekannten „Friedens-