Umschau.
Se. Majestät der Kaiser hat auf die Schenkung der Hohkinigsburg an Bürgermeister und Gemeinderath von Schlettstadt folgendes Schreiben gerichtet:
»Sie haben Mir bei Meinem Besuche der Hohkönigs- burg dies» Burgruine im Namen der Stadt Schlettstadt zum Geschenk dargeboten. Wie Ich Ihnen bereits mündlich zu erkennen gegeben habe, nehme Ich diesen Beweis treuer Anhänglichkeit gern an und freue Ich Mich, nunmehr auch in dem schönen Elsaß «inen eigenen Besitz zu haben und zugleich Eigenthümer einer der größten und besterhaltenen deutschen Burgen zu sein, deren Steine uns das Mesen deutscher Ritterherrlichkeit auS längst vergangenen Zeiten mit beredter Sprach» verkünden. Möge daS Geschenk der Stadt Schlettstadt «in neue? Band vertrauensvoller Lieb« zwischen Mir und dem Reichslande werden und die Hoh- königsburg allezeit auf ein friedliches Land und eine glückliche Bevölkerung herniederschauen.
Straßburg i. E, den 6. Mai 1899.
gez. Wilhelm I. R."
Wie aus dem Berichte der Kommission zur Bor- berathung des Invalidenversicherungs-Entwurfs hervorgeht, ist für die namentlich auch auS Centrumskreisen geförderten Bestrebungen auf Ausschluß oon H ttntnrfrrt lirfdhi
auS der Invalidenversicherung nicht die mindeste Aussicht vorhanden. Die verbündeten Regierungen haben erkläre» lasten, daß sie keine Linie von dem Umfange der Bersicherungkpflicht zurückgehen würden, und damit ist diesen Bestrebungen das vernichtende Urtheil gesprochen. Es ist aber nicht gut einzusehe», wie die Angestellten in Landwirthschaft und Handwerk, die zusammen mit ihren Arbeitgebern nunmehr bereits nahezu ein Jahrzehnt Beiträge entrichtet und sich schon dadurch ein Anrecht Ms eventuelle Entschädigung durch Invalidenrente und bei Erreichung des siebzigsten JahreS sichere durch Altersrente erworben haben, nunmehr sbgefunden werden sollten. Jedoch diese Eventualität wird, wie gesagt, garuicht in Frage kommen. Im Gegentheil, nach den Acußerungen, welche in der ReichStagskommission von verschiedenen Seiten über die Stellungnahme der Landwirthschaft zur Invalidenversicherung in letzter Zeit gefallen find, ist festzustellen, daß die Stimmung, die gegenüber dem sogenannten „Klebegesetze" gegen- wärtig auf dem platten Lande gehegt wird, sich doch
Stadt und Land würden sich diese Wirkungen einigermaßen auSglcicheu, so hat man sich arg getäuscht. Ein solcher Ausgleich ist nur im Verkehr größerer Städte miteinander möglich; das platte Land aber ist und bleibt im höchsten Maße benachtheiligt. Derartige Mißstände beseitigen, heißt also nicht, die Freizügigkeit verschränken, sondern beten Wohltaten auch den Landgemeinden zuwenden, die bis jetzt zusehen mußte», wie die Städte de» Nutzen, die Dörfer aber de» Schaden hatten.
von der früherer Zetten wesentlich unterscheidet. 68 wird ja nicht überall so sei», daß, wie in 'der Kommission beS Reichstags behauptet wurde, das Jnvaliditäts-Versicherungsgesctz daS populärste Gesetz geworden ist, aber so viel läßt sich dvch als ziemlich sicher annehmen, daß von der früheren Mißbilligung jetzt wenig mehr übrig geblieben ist. Man hat nämlich zu fühle» bekommen, daß das letzte der große» Arbeiter-Verficherungsgksetze nicht bloß Unbequemlichkeiten Beim Einkleben in die Quittungskarten und der Zahlung der wöchentlichen BeittogSsumme», sondern auch Segnungen für eine große Zahl Arbeiter im Gefolge gehabt hat. Je mehr sich die Zahl der Rentner auf dem flachen Lande heben wird, um so yiehr wttd die anfängliche Mißstimmung verschwinden, und so sehen wir denn, daß die Krönung des durch die kaiserliche Botschaft vom 17. November 1881 begonnenen sozialpolitischen Gebäudes sich durch die eigenen Vorzüge auf dem flachen Laude die ihr anfänglich versagte Anerkennung erzwungen hat.
Mr die Bestrebungen zm Einführung der freien Arztwahl bei den K r a n k e n k a s s e n ist von Interesse, wie dieser Thema in der Reichstagskommission behandelt worden ist. Abg. Kruse legte dar, was die Aerzte veranlasse, die gesetzliche Einführung der freien Arztwahl zu verlangen. Wie die Mitglieder der Kassen, so werde anch der ärztliche Stand durch den jetzigen Zustand des Krankenkasten- wesenS in materieller und ethischer Hinsicht geschädigt. Vielen Aerzte» werde die Möglichkeit des 6ttoer6e8 unverdient benommen, andere, die daS Verttauen der Kassenmitglieder Jahre lang besessen hätte», würden durch einen Machtspruch des Kassen Vorstandes um ihre Stellung gebracht, während andererseits die willkürlich begünstigten Aerzte in das schwerste Ab- hängigkeitsverhältniß gebracht würden. Wenn behauptet sei, daß die freie Aerztewahl kostspieliger für die Kasse sei, als der jetzige Zustand, so sei durch einfällige Erfahrungen schon das gerade Gegentheil bewiesen. Darauf erklärte der Regierungskommissar: „Die in der Eingabe geschilderten Vorgänge auf dem Gebiete der Krankenversicherung sind von den verbündeten Regierungen mit Aufmerksamkeit verfolgt worden. Die an diese Vorgänge in ärztlichen Kreisen sich knüpfenden Wünsche auf gesetzliche Einführung der freien Arztwahl werden zu erwägen fein, sobald an eine Abänderung des Krankenversicherungs-Gesetzes hercmgetreteen wird. Wann dies der Fall sein wird, entzieht sich meiner Kemttniß."
Lin drolliges Stückchen erzählt „Genosse" Stücklen, der Redacteur der „Altenburger Volkszeitung". Erhalte sich eines Tages zur Kontrollversammlung zu stellen; allein er fürchtete sich davor, daß seine „Umsturzthätigkeit" in dem als besonders anmuthig bekannten Altenburger
Fredda trat an das Fenster und schlug de» Vorhang zurück. I» lichter Dämmerung des anbrechenden Morgens lag der thauftische Garten vor ihren Blicke» da. Noch einmal jubelte die gefiederte Sängerin in dem leise im Morgenwinde auf und ab wogende» Fliedergebüsch auf, bann verstummte sie. Jetzt aber schoflen goldene Strahlen der aufgeheudeu Sonne an dem blaßblauen Himmel empor und von ferne her erschallte das ttillervde Jubellied der den netten Tag begrüßenden Lerche.
Im Anblick der erwachenden Natur versunken staub Fredda da. Plötzlich schrack sie zusammen, wie ein Geisterhauch klang er durch das Zimmer:
„Fredda, liebe Fredda . . . ."
Rasch wandte sie sich um. Ihre Blicke begegneten den weit geöffneten Augen Frederigo'S, der sich müh- fatn etwas empor gerichtet hatte und sie mit erstauntem, aber glückseligen Lächeln ansah.
.Um Gotteswillen," rief Fredda, „was beginnen Sie? Sie dürfen sich nicht austichteu." Und sie eilte auf Frederigo zu.
.Fredda, Fredda, bist Du es wirklich?" — So rang es sich von feinen Lippen und er versuchte die Arme ihr entgegen zu strecke». Aber die Kraft verließ ihn, ein tief schmerzlicher Ausdruck durchzuckte fein bleiches Antlitz und mit ächzendem Klagelaut sank er in die Kiffen zurück. Eine leichte Ohnmacht schien feine Sinne zu umhülle». Angstvoll lauschte Fredda feinen unruhigen Athemzügeu, die allmählig jedoch gleichmäßiger wurde». Der Kranke war wieder enflchlummert.
Fredda faltete die Hände md flüsterte: .Ich danke Dir, mein Gott. Er hat mich erkannt, er liebt mich noch, er wttd leben. . . ."
XV.
Mehrere Tage waren vergangen. Der Zustand Frederigos war noch immer in hohem Grade gefährlich, obgleich der Arzt von Tag zu Tag ein zufriedeneres Gc sicht machte. Nach und nach tonten die Fieberanfälle immer feltener auf und da keine edleren inneren Theile verletzt zu sein schienen, so war allerdings Hoffnung vorhanden, daß Frederigo von seinem schweren Verletzungen genesen würde. Ein Gefühl der unendliche» Schwäche hatte sich indessen des Kranken bemächtigt, der fast immer im halbe» Schlafe oder in einem toaumähnlichen Zustande dalag, ohne seiner Umgebung irgend welche Theilnahme entgegen zu bringen. Er erkannte weder den Director der Hütte, welcher öfter kam, nm sich nach seinem Befinden zu eikundigeu, »och den Sanitätsrath, den alten Förster »der Mertens.
Auch seine unermüdliche Pflegerin Fredda schien er feit jenem Augenblick an dem ersten Morgen ihrer Anweseuhett nicht wieder erkannt zu haben. Geduldig ließ er sich von dem jungen Mädchen die Kiffe» zurecht lege», den Verband ordnen oder die Medici» reiche». Oester blickte er fie mit große» erstaunte» Auge» an, deren Ausdruck jedoch vollkommeu »erstäuduißloS war. Nur ab und zu leuchtete es in feinen Augen auf, um feine Lippen irrte ein Lächeln, er schien spreche» zu wolle», fand aber nicht die Kraft und sank dann in den gewöhnlichen toaumähnlichen Zustand zmück.
Heute hatte der Arzt Fredda mtt aller ve- stimmthett erklärt, daß Frederigo gerettet werden würde, daß sein Zustand fich in bat nächsten Tagen außerordentlich bessern werde, da seine Kräfte fich zu heben begönnen.
(Fortsetzung folgt)
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Lebensjahre; erst durch die Novelle vom 13. März 1894 ist das 18. an Stelle des 24. getreten. Wir
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Achten, folgende lehrreiche Darstellung:
Der Träger der Armenlast ist nach dem erwähnten
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Ich danke Ihnen, Herr Sanitätsrath'.
Nu» gut, so wünsche ich, daß der Kranke so
zwingen es nicht. Sie sehen schon blaß unb angegriffen aus, Sie sollten sich ein wenig auf das Cauapee legen, ich will derweil bei dem jungen Herren schon wachen".
„Nein, MertenS, das sollen Sie nicht, Sie sind ein alter Mann und find auch verletzt . . ."
„O, Fräulein, die kleine Schramme am Kopf macht nichts aus!"
„Ein halbes Stündchen nur," fuhr Fredda fort, „bleiben Sie hier unb geben Obacht auf ben Kranken. Ich will rasch ein paar Zeilen an meinen Vater schreiben unb Sie besorge» mir wohl morgen früh den Brief zur Post."
„Gewiß, Fräulein. Ich gehe sowieso morgen wieder »ach der Stadt. Da kann ich den Brief gleich mituehme»."
Nachdem Fredda den Brief geschrieben, duldete fie nicht, daß Mertens nach länger bei dem Kranken wachte. Brummend entfernte fich der alte Bergmann. Gegen Morgen wurde Frederigo iudefleu auch ruhiger, sodaß Fredda die Hülfe Mertens nicht mehr nöthig hatte. Still in Gedanken versunken, saß fie da und beobachtete dar schmerzverzogene Antlitz Frederigo'S. AnS der Tiefe ihres Herzens stieg ein Gebet zum Himmel empor, daß der Verwundete genesen möge, denn fie fühtte es wohl in diesen einsamen Stunden der Nacht, daß fie Frederigo trotz allem, waS vorgefalle», noch eben so liebte, wie früher, und daß fie ihr eigenes Leben gern hingeben würde, um das des Geliebten zu erhalten. DaS innige Gebet hatte ihre Seele getröstet. Gleichsam als Antwort auf ihr Gebet ertönte vor dem Fenster in dem nahen Flieder- gestränch die sanfte Stimme einer Nachtigall in schluchzenden, sehnsuchtsvollen Liebesklagen unb in Hellem Jubel der erfüllten Sehnsucht.
-r Illustration der Einwirkung des terstützungswohnsitzgesetzes auf die ländlichen Verhältnisse
-kstehe, kkarnitz.
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Ouartals-AbanuementS-PreiS bei der Expedition 2 Mk., bei allen Postämtern 2,25 Mk. (exkl. Bestellgeld). JusertionSgebühr: dir ar- waw«M Zeil« »der denn Raum 10 Wg., Reklamen: bk Zeile 26 Pf g.
infinKÄ die Pflege der Kinder in der Zeit, während erwieti ^er der Unterstützungs Wohnsitz festgestellt wurde,
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mieths. ,23.
iiuder über. Somit muß die kleine Gemeinde, weil Großmutter vor langer Zeit 3 Jahre bet einem Ewern gedient hat, die Enkelkinder übernehmen und vlßerdem die Kosten für das Begräbniß der Mutter
bezahlen. Der Bauer, bei welchem die Großmutter diente, hat fein Anwefen verkauft und ist in die Stadt gezogen. Daß bei ihm einmal ein Mädchen des betreffenden Namens vor mehr als 20 Jahren in Dienst gestanden hat, weiß kaum Jemand im Orte noch, es find also Beziehungen irgend welcher Art zwischen bett Sinbern, um bereu Pflege es fich Haubelt, und ber kleinen Gemeinde, welche sie übernehmen muß, absolut nicht vorhanden, aber das Gesetz ist uner- bittlich.g
Ei» anderer Fall, den ich selbst als Landrath mit erlebt habe. Eine kleine Gemeinde A und ein Gntsbezttk B grenzen hart aneinander. In A befindet sich eine Wittwe mit 10 unmündigen Kindern. Sie kann diese zahlreiche Nachkommenschaft nicht allein durchbringen und nimmt die Hülfe der Gemeinde in Anspruch. Im Gutsbezirk B wohnt ein alter stocktauber und halbblinder Mann, ber kaum noch arbeiten kann unb von bem Gutsbesitzer unterstützt werben muß. Da veranlaßt, ja man kann sagen, besticht bie Gemeinbe die Wittwe und biese» Manu, baß fie fich hettathen. Nun geht ber Uuterstützungswohnfitz ber Frau nach bem Gesetz auf ben Mann über unb berjenige ber Mutter auf bie Kinder, somit hat von jetzt ab ber Gutsbesitzer nicht nur ben alten Mann, säubern auch die 10 Kinder zu verpflegen. Händeringend, im wahrsten Sinne des Wortes, kam der Gutsbesitzer zu mir und fragte mich, ob denn die Gesetze wirklich so wären, daß sie derartige Rechtszustände festsetzten unb eine Eheschließung auf solcher Grundlage gestatteten. Ich mußte diese Frage bejahen. Wenige Wochen später trat die Zivilstandsgesetzgebung in Kraft, und der Gutsbesitzer wurde Standesbeamter für den Bezirk, zu welchem die Orte A und B gehörten. Hätte» sich die beiden Leute etwas später verheirathet, so hätte er ste noch dazu selbst kopuliere» müsse».
Mau möchte nun sagen, der Gutsbesitzer könnte sich wenigstens aus den zehn Kindern, denen er Wohnung gebe», bie er bekleiden, für bie er Schul- laste» tragen mußte, tüchtige Knechte unb Mägde grsßziehen. Aber wie steht bie Sache in Wirklichkeit? Sobald sie auch nur einigermaßen herangewachsen sind, suchen solche Kinder sich Arbeit in ber Stadt oder in einer Fabrik, und ber Ortsarmenverband hat nicht nur das Nachsehen, sondern auch noch die Aussicht, wenn fie an ihrem Arbeitsorte erkranken unb aus öffentlichen Mitteln verpflegt Werben müssen, bie Kostenrechnung zu tragen. Ja, wenn Mädchen unter ihnen lüdeilich werben, so kann er in bie Lage kommen, ihre unehelichen Kinber wieber großziehen zu müsse», ganz ebenso wie in dem oben zuerst angeführten Falle die kleine Gemeinde die Enkel ber vor mehr als 20 Jahren verstorbenen Dienstmagb.
So legt bas Unterstützungsw»hnfitzgesetz nur Pflichten auf, giebt aber keine Rechte. Hatte man barauf gerechnet, im Wechselverkehr zwischen
g. Lagt, hingen nun nachstehend einzelne Fälle, bie sich als >. spät» F»lgen biefer Bestimmung ergeben:
(2844 Eine 28 Jahre alte Magb hat 3 Jahre hinburch , patt, bei einem Bauern in einem kleinen Dorfe gedient; a Jk stirbt sie bei ber Geburt eines außerehelichen IDu Endes. Ihre Eltern nehmen daS hinterlassene kleine
(Nachdruck verboten.)
Glück auf!
Roman aus bem Harze von O. Elster.
(Fortsetzung)
öchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
Jllustrirtes Sonntagsblatt. *•
1 ihren Willen ben alte» MertenS zu Hülfe 1 mußte.
>3ch will ganz bei Ihnen bleibe», Fräulein", !t jetzt der alte Bergmann treuherzig. „Sie
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miethL ft —und solche Unterschiede habe» wir doch genug — 50 oder 100 ober 1000 oder 100000 Seelen zählt.
__j iringt der als maßvoller Socialpolttiker bekannte age H geheime Regierungsrath von Massow in der r. .konservative» Monatsschrift", die wir bei dieser Gelegenheit wieder einmal dringend empfehlen
„Nun, wie Sie wolle», Fräulein Fredda. Wenn "ber Jemanden nöthig haben sollten, so ist alte Merten» da, welcher in dem Nebenzimmer Olafen kann.
, »Nein, nein, Herr SanitätSrath, schicken Sie $rau Meinhardt nicht, ich werde schon allein
den Unteistützungswohnsitz, bie Frau theilt ihn mit ‘ km Manne, die ehelichen Kinder folgen dem Vater " 3 ' ab, wenn ihn die Mutter überlebt, dieser, letzteres s) ZU überhaupt von den unehelichen Kindern. Der
-Wiler Kinder, ohne eine Ehe geschlossen zu haben, gq Sann stirbt sie. Ihre Großeltern sind längst tobt, .ihre beiden Kinder muffen der öffentlichen Armen- , I »Hege zur Last fallen. Wer hat nun diese Last zu fragen? Ihre Mutter war 28 Jahre alt, als sie ver-
/»«.ft« Anzeigen nehmen entgegen: bi« Expedition dieses Blattes, die Annoncen-
H 8ur«m$ von Haaseußrtu & Bögler. Frankfurt a. M., Cassel, Magd» n* CYnBrrr
Sonnabend, 13. Mai 1899. ftMÄffÄÄi ' *
, ws diese Weise durch Abstammung erworbene Unter« • Utzimgswohnsitz verblieb nach dem Tode beider gttrn den Kindern bis zum zurückgelegten 24.
«rt ihrer Tochter entfernt und daS kleine Mädchen ■ ftht feinen Geburtsort niemals wieder. Als sie 18 . 29. — -
rscht*
(I4Ä k -----.MJ, „„p
teiu 11 Ms. bleibt, wie er jetzt ist. Morgen ftüh komme
" ? wieder. Ich bleibe über Nacht in der Hütte, Sie yttffa r®01 mich also rufen lasse», we»n ttgend welche be- jÖ!lu Gliche Veränderungen eintreten*.
M *A>Der Arzt schüttelte Fredda, wie einem guten (32_ die Hand und streichelte ihr mtt väterlicher ihfiL bie Wangen, bann entfernte er fich.
M^iebba war wieder allein. Aber ihre düstere stille» Aweislung war verschwunden, die Worte de» Arztes
| s h bem erstgedachten kleinen Ort gestanden unb somit fort ihren Unterstützungswohnfitz erworben. Dieser artem: letztere war ber Tochter verblieben und zwar bis zu Gatts, hrem Tobe, ba sie nicht 24 Jahre alt geworben war >en. Ad somit keinen eigenen Unterstützungswohnsitz er« Simms »erben konnte. Sie war also bis zu ihrem Tobe per L «nnenrechtlich dem Sterbeorte ihrer Mutter zugehörig (2364 verblieben, und diese Zugehörigkeit ging auf ihre
(33b «tten ihr H»z mit neuer Hoffnung erfüllt. Tief ft.__, Mümeud nahm fie wieder am Lager Frederigo'S
boreS» seinen immer noch unruhigen Schlummer be-
ge» -» ... Die Nacht verfloß dvch nicht so ga»z ruhig, ie 6$?- Z* bredba gehofft hatte. Fieberanfälle wechselten