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Mcbafltfx: Warft »1. Telephon M.

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(Nachdruck verboten.)

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Brief

DaS Gasthaus »ar erreicht. Der leichte Korb«

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f «k Frauen, welche ihre Berwuudeteu Männer auf« rt IE wollte», faßen tief znsamme» gesunken auf dem Sagen. Noch einmal umarmte Fredda Taute Lore,

obere Wahrnehmungen über den Stand ta conservativen Sache machen I

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*egen des Försters mit zwei kräftigen Brannen be- faümt, stand schon zur Abfahrt bereit. Zwei »ein«

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izzt- feaue und kokette Rinke seiner ersten Liebe ent« rfnfii ikewdet worden war. Deutlich lag vor ihren Augen V*VV Ua ___rr rr___CX CM hnlü

Aas ihr gegenüber und die Treulostgkeit ihrer Cou» 6k gegenüber Frederigo, der doch nur durch Ellas

Me Stütze seiu. Daß aber deßhalb die Conser- batieen in allen Regierungswünschen mit der

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erigoS, welchen sie während der Krank- | Wi ihrer Mutter erhalten hatte, nicht beantwortet M haben. Jetzt vermochte sie sich Alles zu erkläre»,

für jede Entschließung über politische Vorschläge, lang gleich, ob sie von der Regierung oder sonstwo >erkommen. Wir Conservattven nehme» daS Gute, ganz gleich, woher eS kommt. Haben wir aber die Ueberzeugung von Vorschlägen nicht gewinnen können, daß sie in ihrer Realisirung politisch heilsam zu wirken vermögen, daß sie namentlich dem Mittel­stand, dem Handwerk und der Landwirthschast mehr Schaden als Nutzen bringen müssen, nun, so lehne» wir sie ab, ganz gleich, ob es Re- gierungs - Vorschläge, oder ob sie sonstwoher sind. Wie bei diesem ihr nicht abzustreitenden inneren Wesen die conservative Partei als Regierungspartei, um ihr die Selbstständigkeit abzusprechen, hingestellt werden kann, bleibt völlig unerfindlich, und ist, auch wenn es mit Tinte aus der Redaction derFrank« futter Zeitung" niedergeschrieben wird, einfach völlig haltlos.

Nun müßten aber die demokratischen Redaktions- bieuen derFrankfurter Zeitung" sich einmal etwas Zeit nehmen und mit Leuten nnbefaugenen UrtheilS in Stadt und Land über die jetzigen Ansichten derselben sprechen. Wenn sie zu diesen Leuten, natürlich nicht zuihren Leuten" und zu demokratischen Parteischreiern, gingen und bei Führung des Gesprächs mit ihnen denselben gegen­über ihre demokratischen Phrasen ganz außerm Spiel ließen, da würden sie bald andere und bessere Begriffe über die couservative Gesinnung im weitaus größten Theile unseres Volks bekommen! Sie würden da doch sicher höre», wie zufrieden diejenigen Leute, die trotz aller demo­kratischen und socialdemokratischen Wühlerei und trotz aller Manchesterlehren, im alten guten Fahrwasier geblieben sind und sich eine sichere Existenz zu er­halten verstanden, darüber find, bei den alten guten conservativen Grundsätze» von Glauben, Treue und Redlichkeit, bei Christenthnm und Autoritäts-Achtung geblieben zu sei». Sie würde» da von den Leuten hören, wie sie stolz find auf ihr conservatives Dcutsch- thum und ihre deutsche Einheit, wie sie das Treiben der international arbeitenden Presse im Reiche anekelt, daS zu Gunsten des Auslands alle Vorschläge zu Förderung deutschen Wesens und deutscher Sicherung mit Vorliebe herabzieht. Diesem Treiben eines TheilS der deutschen Presse gegenüber ist die conservative Partei die stets consequente Hüterin deS nationalen Interesses gewesen. Und dann fragen doch einmal die Redacteure die Leute im Laude, «em sie die Schuld zumessen der heutigen Unbotmäßigkeit der Jugend, ihrem Abfall vom Familienleben, ihrer Genußsucht und ihrer Großsprecherei über unsere heiligsten, von ihnen gemißachteten Einrichtungen? Sie mögen fragen, wem sie die Schuld zumesieu für den Niedergang der Land­

auf einigen von ihnen lagen verwundete Bergleute, bei ihnen saßen kummervolle, weinende Frauen und Kinder, aber der entsetzlichste Anblick bot sich den erschreckten Augen Freddas dar, als der Wagen an der verschüt­teten Grube vorüberfnhr. Roch immer arbeitete man mit fieberhafter Hast an der Rettung der Verunglückten aber man zog anS dem Trümmer« und Schntthaufen nur noch Tobte hervor, bereit furchtbar verstümmelte Leiber kaum das Wiedererkenueu ermöglichten. In langer Reihe lagen die Tobten dort auf dem grünen Rase», mit Mäntel», Decken oder Sttoh bedeckt, und laut wehklagend und jammernd irrten Weiber nnb Kinder zwischen den Reihen umher, mn den Vater, den Saiten, den Sohn oder Brnder zu suchen.

Schaudernd verhüllte Fredda ihr Antlitz. Auch dem Kutscher schien der Anblick bei Unglücks nahe zu gehen, er trieb die Pferde zu rascherem Lauf au.

Fredda athmete auf, als der Wagen vor dem Forsthause hielt. Wen» auch neue Schrecken nnb neuer Unglück sie erwarteten, so war hier doch noch Hülfe möglich, während dort jede Hoffnung vernichtet war und sich der Anblick der Tobten lähmend auf Herz und Gemüth legte. Der Förster empfing daS junge Mädchen mit erstauntem Blick, war ihm doch Fredda vollständig fremb, während er Ella Ebeling wohl kannte. Fredda deutete diesen erstaunten Blick sehr richttg.

Ich komme an Stelle meiner Cousine", sprach sie, welche leider durch Unwohlsein verhindert wurde, der Aufforderung Folge zu leiste». Mei» Name ist Fredda Ebeli»g".

Ah, ich habe vo» Ihne» gehört", entgegnete mit achtungsvollem Gruß Herr Weinhardt.Bitte, Fräu­lein, trete» Sie nur ei». Da ist auch schon der Herr SauitätSrath".

ks verflofieue Jahr da, das sich so ganz anders hätte «Halte» tonnen, wenn sie selbst nicht so zaghaft in Hrer Liebe gewesen wäre. So trug sie auch ein Hell bet Schuld an dem entsetzlichen Geschick

wirthschaft nnb des Handwerks, für das viele in de» Städten entstehende Proletariat, für die vielen Rohheits- Verbrechen u.s.s. Das find hier nur wenige Dinge ans dem praktische» Lebe» der heutigen Zeit, nicht ans der Frankfurter RedacttonSstube. Aber bei Berührung dieser Dinge mit de» Leuten im Ge­spräch, da muß es deuLöb Sonnemannscheu Herren klar werden, wie sie, die Demokraten, die Vor­frucht der Socialdemokratie, in be» Augen des vor« urtheilslose», gar manch' bösen moralischen unb materielle» Niedergang wahrnehmeuden Volkes da­stehen, unb wie bas Volk es immer unb immer deutlicher erkennt, daß die bemokrattschen Lehren sein nationaler unb materieller Ruin, bie couservative Partei seine sich stets treu bleibende Helferin und Stütze ist.

Es war ein einfaches, aber geräumiges Gebäude, welches, von einem große» Satten umgeben, wie geschaffen war zur Aufnahme der verletzten Bergleute, zumal mehrere Zimmer, welche sonst an Sommergäste zu vermiethen pflegten, leer standen. In den Hüttenge­bänden selbst wäre auch wohl Platz für die Verwun­deten gewesen, aber daS Geräusch der Pochwerke und der Maschinen hätte die Kranken doch zu sehr ge­stört. Deßhalb hatte der Knappschaftsarzt die lieber« fühnmg der schwer Verletzte» »ach dem Forsthause angeordvet, während die leichter Verwundeten ihre Familien zur Pflege übergeben waren. Der alte Förster Weinhardt hatte gern sein HauS der Hüttenverwaltnng zur Verfügung gestellt, weuu anch die Frau Försterin Anfang» ein bedenkliches Gesicht dazu gemacht hatte.

AlS die brave Fran indeffc» die blutende» und zerriffene» Körper der Unglückliche» sah, hatte daS Mitleid bei ihr die Oberhand gewonnen und sie war die sorgsamste Pflegerin der Verwundete».

Fredda hatte während der Fahrt »ach der Un­glücksstätte ihre volle Faffnng wieder gewönne». Sie wußte, daß von mancher Sette ihr Schritt einer abfällige» BenrtheUnvg uuterzogen werde» würde, sie wußte aber auch, daß die vorurthettsloS denkenden Mensche», und vor Allem ihr Vater und Bruder ihre Handlungsweise billigen würde». Sie empfand e» als eine heilige Pflicht, dem Rnfe deS Sterbende» Folge z» leiste», und wollte sie »icht durch kleinliche Bedenke» an der Ausübung dieser ihrer Pflicht »er- hindern laffen.

Um das Forsthaus zu erreiche», mußte der Sagen an der Silberhütte und de» Grube» vorüber fahre». Roch immer herrschte hier die größte Aufregung. Beamte, Bergleute «ud Aerzte eilten hin und her; auf dem Hofe der Hütte staub eine Anzahl Sagen,

Wie kommen Sie hierher, Fräulein Fredda?" rief der sonst so joviale, jetzt aber sehr ernst gewordene Sanitätsrath Winkler dem junge» Mädchen entgegen. Ihre Cousine haben Sie nicht mttgebracht?"

Nein, Herr Sanitätsrath, meine Cousine war verhindert. Aber wie steht e8 um den Kranken, kann ich ihn sehen?"

Der SauitätSrath blickte ernst forschend in die Augen Freddas, die ihn mit angstvollem, fragenben Ausdruck ansahen. Der Arzt, welcher die gesellschaft­lichen Verhältnisse in der Bergstadt genau kannte, ahnte, weßhalb Fredda anstatt ihrer Cousine ge­kommen »ar.

Kommen Sie", erwiderte er kurz, und führte Fredda in ein kleine» nach dem Sorten zu gelegenes Zimmer, in dem sich Frederigo» Lager befand.

Zitternd trat Fredda ein.

Fürchten Sie nicht", sprach der Arzt,daß der Verletzte Sie erkennt. 6r liegt noch h» Fieber und verliert zuweilen sogar gänzlich die Besinnung. Wen» wir nur tüchtige Kra»ke»pflegeri»»e» hier hätte», bei sorgsamer Pflege wäre wohl Hoffnung vorhanden, de» armen, jungen Mann zu rette»".

Herr SauitätSrath", entgegnete Fredda zögernd n»b leicht erröthend,ich würde gern die Pflege übernehme» . . .

Sind Sie den» dazu im Staude, mein Friulei»? Wissen Sie, wa» Alles dazu gehört? Wiffen Sie mtt be» Eiscompressen und den verschiedene» Berbäudeu Bescheid?

Ja, Herr SauitätSrath. Ich habe i» meiner Heimath einen CursuS in der Krankenpflege durchge­macht, unser Lehrer war der Profeflor Ehler»'.

Ei, vorttefflich", rief bet Arzt erfreut auS,ich kenne ben Professor sehr gut. Wen» er Eie unter­richtet hat, kann ich Ihnen ruhig den Verwundeten

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XIV.

Abseits von de» Stube» bet Silberhütte lag am Rottigen WaldeSabhang das ForsthausGlück auf."

Glück aus!

Rmmm aus dem Harze von O. Elster. (Fortsetzung.) wie bereute Fredda jetzt, de»

dann sprang auch sie in den Sagen unb rief bem Mdjer zu, so rasch er könne, zu fahren.

Seine Furcht, Fräulein," entgegnete ber Kutscher. »3a zwei Stunbeu sind wir inGlück auf." Dann Ätschte er mit ber Peitsche, bie Rosse zogen an und Min flog das leichte Gefährt, ber Unglücksstätte Wgen.

-k p yaoen. (jetzt verrnoqre jtc |ta) «ues zu cruurai, * *7 ka scheinbaren Treubruch Frederigos, die Falschheit tlDvW X* tttiS Ma

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg nnd Kirchhain.

-»-* b *"tro Jllustrirtes Sonntagsblatt "

I Die conservative Partei

M tu ber letzten Zeit wieder mehr denn je in Zette» Er Wahlruhe ber Angriffspunkt ber Segnet ge» Een. Die letzteren suchen natürlich auch auS Einzel- Mnißerungeu von Setten ben Conservattven sonst Mchestehenbet, bie einmal mit ihnen in einer Sache Echt übereinstimmen, so viel wie möglich Capttal zn Magen, um ben Conservattven zu zeigen, baß sie die Mgehaßte Partei seien. So macht es eben wieder Mmial dieFranks. Ztg.', welche ihren Lesern soeben Eßzumache» beliebt, daß die Conservativen sich Wßhalb soeben in peinlichster Verlegenheit befänden, Etil sie selbständige unb Regierungspartei zugleich Kn wollten, was natürlich nicht zu bewerkstelligen sei. Drollig ist bei all' solchem Geschreibsel, baß seine Urheber vom thatsächlichen Stande ber confer« .Eiben Sache natürlich absolut keine Ahnung haben ^^Eßie fitzen als Redacteure eines täglich so unb so viel erscheinenden Börsen-, Finanz- unb Geschäfts- am Redaktionstische, meinen alle» anS einzelnen ^^MÄllngs« und Correspondenz-Arttkeln über ben Stand H I®et conservativen Sache ersehen zu vermögen, und liegen sich dann die Lage der Conservativen so zu Mt, wie es ihr Wunsch für ihre demokratische Sache GP. Hätten sie irgend eine Fühlung mit conservattven 4 «»Meisen im Lande, dürften sie namentlich auch die I Io christliche Seite des Conservativismus mehr beachten, EvickS dies bei Federn des Herrn Löb Sonnemann in Frankfurt der Fall sein kann und kennten sie das Volksleben statt aus der demokratische» und flT» sxialdemokratischeu, wie manchesterlichm Presse aus nll ta Wirklichkeit, nicht au8 den Federn von polttischen Uli Hetzern und Agitatoren, so würden sie wahrlich ganz

ntersuchungsstationen, eine bei Berlin in Rnhleben und eine in ber Provinz Posen, bie neuerdings auch Pockeufälle seststellen konnten. Die Angelegenhett verdient die ernsteste Aufmerksamkett.

In Italien ist General Pellonx allem Anschein »ach bemüht, ei» Kabi»et zn bilden, das die Zentren der Kammer zur Basis habe», aber auch die Unterstützung eines Theils ber Rechten, sowie ber Linken ftnben würbe. Das Zustandekommen des neuen Ministeriums wird durch bie Zersplitterung, die zwischen ben einander politisch sehr nahestehenden Gruppen in Folge persönlicher Rivalitäten henscht, sehr erschwert. Es bestättgt sich, daß Pelloux bem Baron Sidney - Sonnino baS Portefeuille deS Aeußern zugedacht hatte. Da jedoch Sonnino die Uebernahme dieses Ministeriums ablehnte, wurde Marchese Bisco u ti-Benosta nach Rom berufen. Die weitere Entwickelung ber Krise hängt bavon ab, ob sich dieser Staatsmann für den Eintritt in das zu bildende Kabinet entscheidet. Al» nahezu gewiß gilt, daß der Kommandant des Armee­korps von Bologna, General M i r r i, ein ms- gezeichneter Militär und Administrator, daS Kriegs» portefeuille übernehmen wird. Jnbezug ans die ostafiatische Aktion Italiens henscht derzett voller Stillstand. Der Kommandant deS italienischen Ge« schwaders in den ostasiatischen Gewässern, Admiral Grenet, wird an Bord desStromboli" gegen den 18. Mai in Shanghai eintteffen. Um die gleiche Zeit wird auch der neue italienische Gesandte in Peking, Marquis Salvago-Roggi, in Shanghai angekommen sein, woraus an die Lösung der San Mun - Frage auf diplomattschem Wege geschritten werden wird. Graf Canevaro beretiet ein Schriftstück vor, in welchem er eine Darstellung seiner Leitung der mswärtigen Politik Italiens «ährend ber Dauer von zehn Monate» bieten wirb. Es ist noch nicht bekannt, in welcher Form dieses Dokument der Oeffentlichkeit übergeben wird.

Präsident McKinley hat bem Berichte ber zur Untersuchung der Armeefleischfrage einge­setzten amerikanischen Kommission seine Zu­stimmung ertheilt. In diesem Berichte werde» die Behauptungen des Generals Miles betreffenb daS Eisfleisch" nicht als begründet anerkannt. Von dem Büchsenfleisch" wird gesagt, daß es ein bei der Lieferung gutes unb frische» Fletsch sei, aber sich nicht zur Feldverpflegung eigne. General Miles wird gefabelt, daß er nicht sofort dem KriegS- departement gemeldet habe, daß die Nahrung unge­eignet sei und zu Erkrankungen führe. (?!) Der Ankauf so großer Mengen Fleisch durch Eagan wird als ein kolossaler Fehler bezeichnet, jedoch eine weitere Untersuchung für unnöthig erklärt. Der Bericht wirb , von der oppositionellen Presse verurtheitt. DieTimes"

Wtven in allen Neglerungswunscyen mn oer tÜM Gierung durch dick und dünn gingen, daran kann . Tki bem Wesen und deu Grundgesetzen der Conser- Lft -äwtiven gar keine Rede fein. Kennen und brüfen, das find für sie die Grundvoraussetzungen

WA ISA OwmMtt-sAmonmtSHnir bei der Expedition 2 E, bei all« 34. Jühlg.

M 110 Donmrsta«. 11. Mai 1899. ' tlL

Pf- Wir übergehen hier mit kurzen Worten die mehr wmpromitttren sollende, als könnende Be­merkung, die conservative Partei wolle Regierung»» tei sein. Die Sovnemanu'schen Zeitungsschreiber Frankfurt wissen ebenso gut wie alle anderen e, die conservative Partei will nichts anderes 21. ffein, als conservativ. In Folge dessen unter- t sie jede nationale, christlich-conservattve Polittk. eine Regierung eine solche Politik ein, und dies ist zur Zeit im Reich und Staat bei uns (riebet immer mehr zum Glück der Allgemeinheit der Soll, nun, so wird ihr zur Verwirklichung solcher Politik die conservattve Pattei freudig

Umschau.

DieNordd. Allg. Ztg." schreibt:Die Noth- Wendigkeit der sorgfältigsten Prüfung aller bet bem Erlaß eines Gesetzes über die Besteuerung ber großen W a ar en h äu s er, Bazare u. s. w. in Bettacht kommenden Verhältnisse, wie ste unter Anderem durch bie Einholung von Gutachten kauf­männischer und anderer Korporationen in bie Wege geleitet ist, läßt es als a n s g e s ch l o s s e n er­scheinen, daß bem Lanbtage noch in ber gegen« wattigen Tagung ein entsprechender Gesetz­entwurf vorgelegt Wirb.

Unter den Bedenken, die sich der Zulassung russisch-polnischer Arbeiter entgegenstellen, ist immer auch die gesundheitliche Gefahr hervorgehoben worden. Wiederholt wurde au» unfern östlichen Provinzen gemeldet, daß mit den russischen Arbeiter» ttanSporten Krankheiten eingeschleppt worden sind, und jetzt kommen auch aus einer ganzen Reihe westlicher Otte Meldungen übet den Ausbruch der schwarzen Pocken, die durchweg auf russische Arbeiter zutückzuführen find. Diese Pockenerttankungen haben sich auch schon auf die einheimische Bevölkerung übertragen und ernste Vorsichtsmaßregeln ber Behörben nöthig gemacht. Meldungen über neue Pocken- erttaokungen liege« vor aus Roitsch, Quedlinburg unb Neuhaidensleben in ber Provinz Sachsen und ferner, wie schon erwähnt, aus Iserlohn, wo eine ganze Anzahl von Personen zur Beobachtung in bie Jsoliranstalt ein» geliefert werden mußte. Wir müssen eS als einen große» Uebelstand bezeichnen, daß solche Kranke bis in das Herz nufere» Lande» gelange» können, und e» geht daraus die Nothwendigkeit hervor, diese Sorte von Einwanderern schon an der Grenze einer besonders scharfen gesundhettlicheu Untersuchung zu unterwerfe». Für die russisch-polnische» Arbetter, die als Uebersee- Auswanderer durch Deutschland reise», bestehen bereit»