Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. iS bei der Expedition 9 Ml., bei allen
Umschau.
Der Rücktritt FreycinetS ist ein neuer Beleg
physischen Kräfte gestatten mir nicht, einer solchen
Warburg
Dienstag, 9. Mai 1899.
Ägrand machten dann Schritte im selben Sinne, um Aithciuet von seinem Rücktritte abzubringen. Nachdem Dupuy mit dem Präsidenten der Republik gesprochen,
Der Rücktritt des französischen Kriegsministers.
wußtlosen hervor, man glaubt aber kaum, ihn am Leben erhalten zu können."
„£) mein Gott, mein Totti ächzte Fredda schmerzlich auf und verbarg aufschluchzend ihr Antlitz in die Hände.
Tiefe Stille herrschte in dem Gemach. Man per- »ahm nur dar leise Leinen Freddas. Trotz seiner weltmännische» Gewandtheit verrieth John Lee eine leichte Verlegenheit. Seine Augen schweiften zu Ella hinüber, ob auch sie durch die Nachricht erschreckt worden war; aber Ella stand, wenn auch mit ernstem Angeficht, doch ruhig und gefaßt da und als ihre Augen dem Blicke John Lees begegneten, da blitzte es in ihnen leise spöttisch auf uuo ste zuckte leicht mit den Schulter», als toottte ste sagen: "Unsere Schuld ist eS ja nicht; weßhalb also sich darüber so auftegen".
John Lee gewann seine Fassung wieder; auch über sei» Gesicht flog ein leichter ironischer Lächeln.
Der Ton der Glocke an der Hausthür schreckte Fredda empor. „Dar wird der Onkel sein", sprach sie nnd wollte hinaus eilen, doch schon öffnete sich die Thür und Tante Lore trat in Begleftung de» alten Bergmanns Mertens ein.
„Herr Mertens will Dich spreche», Ella, er kommt von dem Forsthause „Glück auf", in dem man einen Theil der Verunglückten untergebracht hat.
„Mich wollen Sie spreche», Mertens?" fragte
Lorhaben abzubringen. Minister Leygues und
Die „Süddeutsche Reichs - Eorrespondenz" hat unter der Ueberschrift „Der Reichrtag und die Weltmachtstellung des Deutschen Reiches" einen bemerkenswerthenArtikel veröffentlicht, de» wir unseren Leser» umso weniger vorenthalten wollen, als er unseren eigenen Anschauungen durchaus entspricht. Es heißt darin unter anderm: Die Beantwortung der Interpellation (über Samoa) durch den Staatssecretär v. Bülow im Reichstage hat bewiesen, mit welch günstigem Erfolge die Rechte Deutschlands England und Amerika gegenüber gewahrt wurden. Die Entschlossenheit und Bestimmtheit, womit ste vertreten wurden, ist umso rühmenswerther, als der Reichsregieruug der erforderliche Nachdruck fehlt, um thatsächltch diesen Rechten denjenigen Schutz zu gewähren, mit dem unser Besitzstand dauernd fest- gestellt werden kann, und fremde Ansprüche erfolgreich abzuwehre». Die Macht des Deutschen Reiches beruht auf seinem trefflichen Heer, das, wenn nöthig, nach zwei Seiten die. Vertheidigung übernehmen kann. Dieser Nothfall bekundet aber nur die Kraft- Entfaltung innerhalb der Grenzen des Reiches und gewährt keinen Schutz den vielfachen Interessen deutscher Reichs-Angehöriger innerhalb und außerhalb Europas. Dafür soll mit der Zeit eine deutsche Flotte eintrete», mit deren planmäßiger Beschaffung soeben begonnen wurde. Diese im Bau begriffene Flotte wird aber bloß zur Küsten-Vertheidigung genügen, dem überseeischen Welthandel dagegen den nöthtgen Schutz nicht gewähren könne». Wir brauchen eine so starke Schlochiflotte, daß sie jeder größern Flotte erfolgreich entgegentreten kann. Diese Flotte : muß im Ganzen und Einzelnen imponiren und der : Handelsflotte freie Bewegung gewährleiste». Sie muß । die schützende Macht bilden für unsere Export-Industrie : und damit dieser die Dauer verbürgen. Um dieses i Ziel zu erreichen, dürfe» wir keinen Tag verlieren. । Die Reichsregierung hat bei der jüngsten Vorlage i eines Flottenplanes den Reichstag in die Lage gesetzt, [ de» Küstenschutz zu beschließen. Sie hat sich weise Beschränkung auferlegt, um dem Reichstage seine Ent- chließungen zu erleichtern. Die neuesten Erfahrungen n der Samoa - Angelegenheit haben bewiesen, daß nunmehr zwingende Gründe vorliegen, mit aller Entschlossenheit für den Schutz der auswärtigen ReichS- Jnteresseu einzutreteu! Diese Aufgabe liegt nun dem Reichstage ob. A«S der Mitte deS Reichstages muß die Initiative ergriffen werden, die Reichsregierung aufzufordern, baldigst eine Vorlage zu bewirken, welche die Schaffung einer Schlachtflotte zum Schutze über- feeischer Interessen der Reichs-Angehörigen und unserer Export-Industrie herbeiführen soll. Ein solcher Beschluß muß auch wohlthätig im Reiche selbst wirken,
brechen", die Tribüne verläßt.
I Infolge dieser Vorfälle hat nun am Sonnabend Bennittag der Kriegsminister Freycinet dem Ministerpräsidenten Dupuy sein Entlassungs- ltsnch übersandt. Der Ministerpräsident setzte Kretzciuei eindringlich die verschiedenen Umstände aus- tmanber, welche geeignet sein könnten, ihn von seinem
(Nachdruck verboten.)
Glück ans!
Roman aus dem Harze von O. Elster.
(Fortsetzung.)
XIII.
Lauge, entsetzliche Stunden verflossen, bis die afre sichere, ausführliche Nachricht über daS Unglück «langte. Der Morgen des zweiten Tage» brach an «b »och immer hatte man keine Gewißheit über die kzahl und die Name» der Verunglückte» erhalte». Der Major war heute Morgen ebenfalls »ach der Nlütiftätte gefahren; in qualvoller Ungewißheit lägen Taute Lore, Fredda und Ella im Hanse um- k, indem sie kaum ein lautes Wort zu spreche» tagte». Wie gelähmt, wie zerschlagen fühlte sich fredda durch die ftrrchtbare Nachricht, sie konnte nicht kgteife», wie Ella so rnhig und gleichmäßig zu bleiben »«mochte. „Ja, waS willst Dn?" erwiderte Ella ans fce Bemerkung ihrer Cousine, „das Unglück ist mm «total geschehen, wir können nicht helfe» uod Sott sei $ant, wir haben ja keinen Angehörigen unter den Beamten und Arbeitern der Silberhütte".
„Seinen Angehörigen?" Fredda sah ihre Cousine *it einem seltsamen Blick des Vorwurfs an, den Ella kfr wohl verstand. Dennoch wandte sie sich, mit den schultern zuckend, ab, indem sie gleichmüthig meinte: .3hm, wir werden ja da» Nähere bald erfahren. $toa wollte auf Mittag zurück fein". Fredda »et» »ochte die gleichgültige Art und Weife ihrer Cousine l licht mehr zu ertragen, und zog sich auf ihr Zimmer «rück.
Ella nahm an dem Fenster de» Wohnzimmers Alstz, »on wo au» sie die Sttaße übersehen konnte.
I Sie »ermuthete nicht mit Unrecht, daß John Lee heute
Morgen vorspreche, da er ihr gesagt hatte, er wolle I den Zeitpunkt gekommen, wo John Lee ihr nicht nur Nachricht bringen, sowie er etwas Bestimmtes erfahren IdaS Seständniß seiner Liebe mache», sonder» auch um habe. Und richtig, gegen Mittag kam die lange Ge I ihre Hand anhalten würde. Doch in diesem Augen» stalt des EugländllS die Sttaße herab und steuerte blicke öffnete sich die Thür und Fredda ttat in das auf das Haus des Majors zu. Ella eilte ihm bis! Zimmer. Sie erschrack leicht, als sie John Lee er- zur Hausthür entgegen und zog ihn dann rasch in daS I blickte. ES schien als ob sie sich rasch wieder zuruck» Zimmer. .ziehe» wollte, doch dann schloß sie die Thür hmter
„Endlich kommen Sie", rief sie, „wo stecken Sie.sich und ttat auf John Lee zu, indem sie sagte:
nur so lange? Ich brenne, Näheres über das Un- „Ich bitte um Verzeihung, wenn ich störie, ich
glück zu erfahren". I glaubte der Onkel fei zurückgekehrt. Aber auch Sie,
John Lee sah sich suchend im Zimmer um, als.Herr Lee, werden uns gewiß eingehendere Auskunft
er Niemanden erblickte, ergriff er beide Hände Ellas I über das Unglück geben können."
und preßte ste stürmisch an seine Lippen. | Ella erröthete vor Unmuth über fite Störung
,So rasch ich nur eben konnte, bin ich hergeeilt, .und entgegnete in schnippischem Ton: „Es ist nicht Fräulein Ella. Sie wiffeu ja, daß ich stets zu Ihren so schlimm, wie wir angenommen haben, nur etwa Diensten bin". Isechtzig Bergleute find verschüttet. . . .
„So erzählen Sie doch! Ist das Unglück wirk-. „Sechzig!" rief Fredda erschreckt au». „Es ist Uch so groß?" .entsetzlich!"
„Beruhigen Sie sich, Fräulein Ella. Das Un- „3a, mein gnädiges Fräulein," »ahm jetzt John glück ist nickt so grob, etwa sechzig Bergleute nur. Lee in höflichster Weise das Wort, „das Unglück i find vvffchüttet, von denen man Ä dreißig, aller- groß! Man hat indeffen berett» die Hälfte der Ver dingS zum Thett schwer verwundet, an» der Grube.unglückten an das Tageslicht gefördert, die Uebrigen gezogen; über daS Schicksal der Anderen habe ich. allerdings werde» wohl verlöre» fein."
«och nichts Bestimmtes erfahre» könne»." I „O, mein Gott!" schluchzte Fredda auf in namev-
„Jch werde diesen Schreck »iernals vergeffen. Ich. loser Augst, um bann mü scheuem Seitenblick au hatte mich so sehr auf daS Gartenfest gefreut, daS.Ella zuzufetzen, „und weiß man die Namen der Set» durch diese UnglnckSbotschaft so Plötzlich au» einander nnglückten bereits?"
gesprengt wurde." I „Gewiß, mein Fräulein, doch gehören die Set»
„3a, Fräulein Ella, die Nachricht kam allerdings l unglücktm sämmtlich dem gewöhnliche» Bergarbeiter» wie der Blitz an» heiterem Himmel. Umsomehr be» I staube au, mit Ausnahme eine» . . . .' bauerte ich die Störung des Festes, als ich dadurch. „Und dieser Eine, wer ist e»? O sprechen Sie, von 3hrer Sette geriffe» wurde, gerade gestern Abend,.sprechen Sie!" t
wo ich 3h»en f» vieles, was mein Herz bewegt, I „3ch weiß nicht," entgegnete John Lee zögernd...
sagen wollte." I -Ist es Freberigo Prado?"
Ella erröthete und schlug verschämt die Augen! ,3» «»» u*“*“*«., *»• e
nieder. 3m Herzen jubelte ste auf, denn fie glaubte'fand mau ihn unter dem Gestein; »an zog den Be»
rief er um 9 Uhr Vormittags das Cabinet zu einer Obsttuctiou ein zweites Mal die Stirn zu bieten, dringlichen Berathung zusammen. Auch an Freycinet 3n den zwanzig Jahren, die ich als Senator, als jatte er eine Einladung, zu erscheinen, ergehen und Abgeordneter und als Minister verbrachte, bin ich hm sagen lasten, wie glücklich er und seine College» niemals so behandelt worden . '
sein würben, ihn in dem durch die Lage der Um-, Der Rücktritt FreycinetS ist ein neuer Beleg fände »othwendig gewordenen Ministerrathe zu sehen..dafür, eine wie ernste Lage der DreysuShandel in Freycinet erschien jedoch nicht. Er richtete au den.Frantteich geschaffen, welche Verwirrung und Zer» Ministerpräsidenten folgendes Schreiben: „3ch | fahrenheit er int ganzen Staatswesen und Staatsleben bin von 36rcnt Briefe, bet Ihren persönlichen Be-1 angerichtet hat. Binnen 10 Monaten ift Steinet mühungen folgte, tief gerührt. Mit lebhaftem Be-.der fünfte Kriegsminister, bet sein Amt obgtebt, die dauern trenne ich mich von 3h»eu und meinen College»,! interimistische Verwaltung durch Lockroy nicht emmal die stets in so angenehmem Verhälttiiß zu mir eingerechnet; binnen 10 Monaten hat der Dreyfus- ftanben. Ich glaube nicht von meinem Entschluß handel die Generäle Billot, Zmlmden, Chanoine und zurückkommeu zu dürfen. Die Ueberltgung bestärkt die beiden bürgerlichen Mtmster Cavaiguac und nur meine Eindrücke aus der gestrigen Sitzung. Freycinet zur Sttecke gebracht; es ist also mcht zu Entschuldigen Sie daher mein Fehlen!" Der viel gesagt, wenn man behauptet, die Krise im Präsident verlas im Minisierrath das Schreiben. Kriegsministerium der Republik scheme sich zu ver- Die Minister gaben einmüthig ihrem Bedauern AuS-I ewigen. Daß Freycinet nicht, tote « behauptet, vor druck, einen so hervorragenden und sachkundigen, den Anzapfungen eines unbekannten Abgeordneten in College» wie Freycinet zu verlieren. Nach dem.einem a» sich nebensächlichen Zwischenfall, der, wenn Ministerrath begaben sich die Minister Delcossv, | er auch wie Alles, was heute die Gemüt her m Guillemain und Lockroy nochmals zu Freycinet mit der Frankreich aufregt, mit dem Dreyfurhandel in Zu- Bitte, von seinem Entschluß abzustehen. Freycinet. sammenhagg stand, nicht einmal eine Abstimmung der erwiderte jedoch, daß sein Alter und die Anstrengungen Kammer zun Folge hatte, daß Freycmet nicht wegen der letzten Monate ihm nicht gestatteten, das Porte- der Erörterung über die vorläufige Einstellung der feuille des Krieges zu behalten. .Vorlesungen Duruys au der Ecole Polytechn que die
Camille Krantz, der bisherige Minister der öffent- Flinte ins Korn wirft, bedarf kaum der Erwähnung, lichen Arbeiten, wurde zum Kriegsminister ernannt. Zum | Empfindlichkeit war nie Freycmets schwache Sette; Minister der öffentlichen Arbeiten wurde Senator er hielt gleichmüthig Stand, als es in der Panama- Mo ne stier ernannt. Das neu gebildete Ministerium fache von allen Richtungen auf ihn emhagelte, auch wird nächsten Dienstag im Elysöe seinen ersten Minister- litt er bei aller Gewandheit und Glatte in der rath abhalten. Monestier ist Senator und 3ngenieur. rednerischen und gesellschastltche» Form nie an über» der Brücken und Wege. Krantz, der neue Kriegs-. großer Schüchternheit, und es war bekannt, daß „das : Minister, ist ein ehemaliger Schüler der polytechni-1 weiße Mäuschen" sich nicht so leicht ms Mauseloch : schm Schule. Er war Hilfs - Artillerieleutnant im jagen ließ. Das also ist eS^uicht; was Freycmet : Kriege von 1870/71 nnd ist Ingenieur der Staat»- aus dem Amte treibt, das er diesmal kaum ein : manufacturen und Professor des Verwaltungsrechts halbes Jahr innegehabt und an das Neigung und : in der Schule für Brücken und Wege. Er war im I Sachkenntuiß ihn fesselte», ist die Erkenntniß der ‘ Cabinet Dupuy zum ersten Mal Minister. Unmöglichkeit, das, was die Armee von ihm a s den
Einem Vertreter der Liberte hat F r e y ein et.Schutz ihrer „Ehre" fordert, »amllch die Vertuschung über die Gründe seines Rücktritts Folgendes erklärt:!von Vergehe», Verbrechen und Fehlern länger zu „Ich hatte nicht danach verlangt, Kriegsminister zu vertreten, der Unmöglichkeit, das gedictensch Klärung werden, und ich habe das Portefeuille nur ange- heischende Gewissen der Nation m Einklang zu bringen nommen, um eine Pflicht zu erfülle», die mein.mit dem Gewisse» der Generale, die noch gebieterischer Pattiotismus mir in einer schweren Stunde auferlegt! Schweigen fordern, der Unmöglichkeit, eine Lage zu hat. 3ch habe mein Bestes gethan, um die Dienst- retten, die nicht mehr zu rette» ist. Somit ist auch zücht in der Armee sowie das Berttauen des Landes Freycinet ein Opfer der moralischen Zersetzung der zur Armee aufrecht zu erhalten. Ich konnte daher dritten Republik geworden; was Panama nicht be- auf eine solche Haltung, wie ste die Kammer gestern wirken konnte, hat der Dreymshandel vollendet: er bot, nicht gefaßt fein. Ich habe über Duruy in hat einen der fähigsten Köpfe nnd erfolgreichsten Worten gesprochen, die Niemanden verletzen konnten,. Arbeiter der dritten Republik vorzeitig gelobtet. Ins ich habe seinem Talent und seinen Verdienfien An- politische Leben bürste Freycinet letzt nicht mehr erkennung gezollt. 3ch kann mir die heftigen Unter-.zurückkehren: seinem Nachfolger, dem bisherigen brechungeu von gestern nicht anders erklären, als! Bautenminister Camille Krantz aber hinterläßt er ein baß es Obsttuctiou war. Mein Alter und meine wenig beueidenSwertheS Erbe.
Anzeigen nehm« entgehe: die Expedition diese» Blatte«, die Annoncen- vureaux von Haasenstein & Bögler, Frankfurt«. M., Cassel, Ma^bo- o e
tea, Wien; Rudolf M-fie, Frankfurt a. M., Berlin, München, Kol»; O*.
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg nnd Kirchhain.
B»h. Ang. Koch, UniversitätS-Buchdruckerei in Marburg. Jllustrirtes Sotmtagsblatt.
3n der Sitzung der französischen Deputirten- jnnei am Freitag hatte sich Folgendes zugetragen:
Der radikale Deputirte G o n z y befragt den Kriegs- ; fatfler Freycinet über die Suspendirung der Vorlesungen
& Historikers Duruy von der Kriegsschule und tadelt diese ' !««(. Gonzy sagt, die Regierung scheine von aus- Urti sich Rath zu holen, derartige Rathschläge seien oft Lt. (Lachen.) Reiner spricht weiter sein Erstaunen „ da» Verfahren gegen Duruy aus, man habe zwar diesen selbst, sondern seine Vorlesungen suspendirt, er
■ne darin ober keinen Unterschied finden. (Beifall auf , äußersten Linken.) In dem Verhalten Duruy» könne . Mw finden, was das Verhalten seiner Schüler erklären tae Duruy habe sich in seinem Verhalten sowohl wie । taten Schrift stet» als Patriot gezeigt. (Beifall.) «zy fragt schließlich den Kriegsminister, welche Maß- ihwen er zu ergreifen gedenke, um die gesetzlichen Ungesetz- Metten wieder gut zu machen. — Kiiegsminister icycinet erwidert, Duruy sei in einem Artikel für die Mld DreyfuS eingetreten, dieser Artikel habe ver- rntd auf seine Schüler gewirkt, welche einstimmig eine wdgebung gegen ihn veranstaltet hätten. (Widerspruch if bei äußersten Linken, Lärm) Er, der Minister, tadele jflat Artikel nicht, verurtheile ihn auch nicht; aber derselbe stte auch Deputirte unangenehm berührt. (Unter- «chungeu.) Freycinet fährt fort: „Sie tadeln an den chülern der Kriege schule daS, was Sie selbst thun, da « mich fortwährend unterbrechev." (Der Präsident rügt i fortwährenden Unterbrechungen.) Es hätten nicht ckzelne Schüler „Demission" gerufen, sondern alle. Die tabgebung sei zu loben, aber sie sei eine spontane uvd lgmeine gewesen. Freycinet fährt fort: Die Schüler k Kriegsschule seien von dem Leiter derselben getadelt »Iben, also sei nicht der Lehrer allein Gegenstand eines ijsnbeien Vorgehens gewesen, Duruy hätte wegen seines tztw Artikels wohl Vorhaltungen Betbient Der Minister cht den Artikel aus der Tasche, steckt ihn aber wieder u Stürmische Rufe: Vorlesen, vor'esen! Freycinet will ntsahreu, aber die Unter brr chungen verdoppeln sich; der üebntirie »er narb wird zur Ordnung gerufen.
nyciuet fährt fort: Ich halte daran fest, e» ist unzu- ijfenb, daß Duruy geopfert worden, während seine chüler unbestraft geblieben wären. Daß die Vorlesungen Pipendirt worden sind, ist doch etwas, was öfter vor- tarnt Der Leiter der Kriegsschule übte nur sein Recht «r, und zwar mit Festigkeit und Takt, und ich billige sein »ergehen; er handelte im Interesse der Ordnung. . . Der Sinn während der Rede des MtnisterS wirb schließlich so roß, daß Freycinet seine Rebe abbricht und mit den Sorten: „Es wirb mir unmöglich gemacht, weiter zu
erstaunt Ella.
„3a, Fräulein, der Herr Doctot schickt mich, der die Seruuglückttu im Forsthause verbunden hat. ES liegt dort auch der junge Herr Prado, «ch, du r» ^cvcrrg. »-»« «•«, Fräulein, der arme, junge Herr wttd
,3a mein FrSulri», er ist eS. Halb verfchAtet e» wohl mcht lange «ehr
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