Einzelbild herunterladen
 

Zweites Blatt.

nd

irg

nters

bürg.

s

i

n

429. Primel, Lail, Weilburg,

I

215

420. Heyoen, Robert, Treptow,

421. HiroSki, Carl, Kokkeido,

Laffterftr. 9. Marktg. SO.

ie

4

11. a. die Beurlaubung von im aktiven Militärdienst stehenden Mannschaften zu dringenden landwirthschaftlichen Arbeiten Ernte arbeiten rc.; b. die größere Rücksichtnahme auf die dringenden landwirthschaftlichen Arbeiten bei der Wahi deS Zeitpunktes zur Einziehung von Reservisten «nd Landwehrleuten zu militärischen Uebungeu; c. die Revision der Dienstvorschriften über Marschgebühnriffc für die zur Entlassung kommenden Mannschaften nach der Richtung hin, daß die früher der Landwirth- schaft augehörcnden Mannschaften nach ihrem HeimathS- oder Gestellungsoit entlassen «erden.

12, Die Erweiterung der Zulassung « u S- ländischer Arbeiter, so weit eS die nationalen Rücksichten irgend gestatten, insbesondere auch zum Gesiudedienst in nicht gemischtsprachigen Bezirken, so­wie die Vereinfachung der von den Arbeitgebern den Behörden gegenüber abzngebenden Berpflichtungser- klärungen.

Bisher hat das Abgeordnetenhaus diese Vor­schläge bis mit Punkt 9 angenommen und setzt die Berathung fort.

402. Ruppel, Leopold, Ketdach, 403. Fleck, Bernhard, Berlin»

404. Günther, Karl, .

Me Aussprache und Rechtschreibung I rheinisch-westfälischer Ortsnamen.

I Unter vorstehender U-berschrift enthält die April- Lynmtt der lesenSwerthen Zeitschrift deS Allgemeinen K«ischeo Sprachvereins einen recht guten Aufsatz, IC, ®ir um seiner Einzelheiten willen weite Ver- E^tuag wünschen. Im allgemeinen ist ja bei der Schreibweise und Aussprache vieler Ortsnamen in Meinland-Westfalen, zumal in der Näh« der holländischen Meize und erst recht in Bezug auf diejenigen Ge> M?!hei!e, die früher einmal mit de» Niederlanden M,Zusammenhänge gestanden hibr», eben das Nieder- | Mische und Holländische zu Rathe zu ziehen mit Kg« eigeothümlichen Lauten. So macht z. B. in Wvelaer, dem - inst holländischen Städtchen des Herzog- llchmr Gelder», das letzte e das vorhergehende a nur X, was in Aachen, Laar und anderwärts durch Moppelung erreicht wird. Ebenso verhält es sich «Ü dem Ortsname» Raere», der als» keineswegs Men geschrieben »erde» darf. Selbstverständlich mau den Namen deS OrteS Nieukerk (an der Mmbahnstrecke von Kempe» nach Geldern > Goch), edl »»zweifelhaft entstanden auS holländisch Nieuwe- kerk (als» Neukirchen), aussprechen Ntekerk, da ieu ch Holländischen ein langes i bezeichnet; dagegen 6c- Men sich gegenwärtig einige gezierte Leute, den Semen Niökerk auszusprechen.

Heber die linke in die Maas fließende«ocr*

Warburg

Freitag, 5. Mai 1899.

prechen, dagegen wie eu in Huisen sund allen seine Zusammensetzungen, die auf das holländische huis gesprochen heuß) Haus, Haus, Gebäude, Wohnhaus zurückgehe». Ewigkeit zwischen Schrift und Sprache oder, waS dasselbe sagt, die Vorschrift: schreibe, wie du richtig sprichst, bleibt auch in Bezug auf die Orts­namen überall anzustreben. Daß insbesondere bei den rheinischen und westfälischen Ortsnamen, wie schon die vorstehenden Beispiele klar darthun und zahlreiche andere bestätigen könnten, dieses Ziel noch nicht so bald erreicht sein wird, ist leider wahr. Eins aber muß unbedingt unterbleiben, nämlich eine ebenso willkürliche und abgeschmackte Modelung der hergebrachten Aussprache, wobei man sich um Ab­leitung und Herkunft der Ortsnamen kaum kümmert, vielmehr dem eigenen Gutdünken folgt und sich an Sprache wie Geschichte eben sehr versündigt.

Geschäftliche Mitthetlmrge».

Nur em Boru theil ift es, zu glauben, daß tat Hoffte tue retntm Bohnenkaffee am besten schmecke. Viele Hunderttaufeode von Hausfrauen wiffen eS schon, doch Manchem mag ei noch unbetonnt sein, daß erst ein kleiner Zusay von Weber'» 6arl»baber Kaffeegtwürz die schönt Farbe und da» feine Aroma hervorbringt.

Landwirthschastliches.

Gegen die Lentenoth in der Lanbwirthschast.

Am 1. u. 3. Mai berieth das preußische Abgeord­netenhaus den Bericht der Kommission über den Antrag Gamp (fteikons.) und Genossen, betreffend Maßregeln gegen die in der Laobwirthschaft herrschende A rbciternoth. Die Kommissi»!» schlägt in 12 Punkten Maßnahmen vor, die neben der Hebung der Landwirthschast überhaupt der Srbeiternoth steuer» solle», und zwar:

1. Die Einführung der C o u c e s s i o u S - pflicht für das Gewerbe der Gesindcmakler, Arbeitsvermittler und ähnlicher Gewerbetreibender mit der Maßgabe, daß für kleinere Orte die Ertheilung der Eouceffion von dem Nachweis des vorhandenen Bedürfnisses abhängig gemacht wird, sowie das Ver- bot des Betriebes dieses Gewerbes im Umherziehen, Die Verschärfung der Controle der Gestndevermiether «nd Stellenoeimittler hinsichtlich der Buchführung, der VermittluugStarife, der Zurückbehaltung von LegitimationSpapiereu, der Beherbergung der Stellen­suchenden und dergleichen.

2. Die Erschwerung deS Coutract- bruchS, a) durch Bestrafung der Arbeitgeber und Sleüenvermittler wegen Verleitung dazu, b) .durch Bestrafung des Arbeitgebers, welcher wissentlich contractbrüchige Arbeiter beschäftigt, c) durch Ein­fühlung einer Ersatzpflicht nach Analogie der §§ 124b »nd 125 der ReichSgewerbeordnuug.

3. Die größere Berücksichtigung der östlichen Verhältnisse bei Festsetzung der Schul­zeiten auf dem platten Lande (Halbtags­unterricht, Sommetschule, Ferienzrit) unter voller Wahrung der Ziele des VolksschulunteriichtS.

4. Die möglichste Verminderung der Be­schäftigung 6»n Arbeitern Seitens der Staatsbetriebe während der Erntezeit, sowie überhaupt die größere Berücksichtigung der land­wirthschaftlichen Arbefternoth bet dm vom Staate auszuführenden Baute».

5. Die größere Rücksichtnahme bei dem Straf­vollzug während der dringenden landwirthschaftlicheu Arbeftszeiten, s«wie die vermehrte Beschäftigung von Corrigendeu und Strafgefangene» bei Melioraftonsarbette».

6. Die Einschränkung des bisherige» LetfahrenS, den Arbeitsmarkt durch Gewährung von be­sondere» Tarifverbilligunge» auf weite Eutferuunge» zum Rachtheil der Landwirthschast künstlich zu verschiebe».

7. Die Herbeiführung von Bestimmungen, wo­nach junge Leute unter 18 Jahren nicht ohne ausdrückliche Genehmigung Derjenigen, unter Deren (väterlicher oder vormundschaftlicher) Gewalt sie stehen, anS ihrem Heiwathsorte fortziehe» dürfe».

8. Die Gewährung deS Rechts an die Gemeinde, Die Abweisung neu Anziehender dann zu bewirken, wenn dieselben nicht den Nachweis einer oen sittlichen und hygienischen Anforderungen ent­sprechenden Wohnung erbringe», wobei daS Schlaf- stellenunwese» zu beschränkm ist.

9. Die Aendeiung des Gesetzes über den Unter- stützungswohnfitz zur Erleichterung der Verpflichtungen der Wohnfitzgemeinde durch stärkere Heranziehung der ArdeitSgemeinde.

10. Die planmäßige Ansiedelung von kleinen und mittleren Landwirthen, sowie von landwirthschaftlichen Arbeiieru durch Genossen- schastsverbände und unter Mitwiikuug de» Staates in dazu geeignete» Bezirkm.

daerweg 13.

435. Westerkamp, Eberhard, Rosenthal Med., Roferstr. 26.

436 Selbe: mann, Otto, Radevormwald, Ketzerv. 24.

437. Floer, Hubert, Borghorst, Mtd., Wetterg. 81.

438. Bewet unge, Josef Letmathe, . Wehrdaerweg 18.

439. Deichen, Paul, Velen, ,

Bom Büchermarkt.

***Durch Asiens Wüste».' So heißt das Werk, das der von feiner dreijährigen Reife ins Unbekannte kürz lich zurückgekehrte ForfchungSreifende Dr. Spen tzedin im Mai bei BrockhauS erscheinen läßt. Sein erster 3m in die Wüste Gobi enbete mit dem Untergänge feine, ganzen Karawane Rur ihm selbst gelang es nach unfäg lieben Dualen Wasirr zu finden und damit sich und zweien seiner Gefährten dar Leben zu retten. Unerschrocken zog der Forscher ein zweites Mal in die Wüste. Er entdeckte zwei feit vielen Jahrhunderten vom Sande be grabene Städte, die auf ein Aller von mehr als 2000 Jahren zu­rück blicken. Von besonderer Bedeutung ift sein Zug durch da» Pamir-Gebiet, von dem aus die Ruffen die Thore

Erscheint täglich außer an Werktagen noch Bonn» und Feiertagen.

MF 4 fix QuartalS-AoonnementS-Preir bei der Expedition 2 Mk., bei allen

JfjL Ivu Postämtern 2,26 Mk. (eifl. Bestellgeld). JnsertionSaebühr: die ge>

Miene Zeile oder deren Raum 10 PfS-, Reklamen: die Zeile 26 Pfg.

Wöchentliche Beilagen

«* etdn»: 3»b «ug. Koch, UniverfitärS-Buchdruckerei in Marburg. Apevitüm: Markt 21. - Telephon 66.

Vermischtes.

Em interessanter Procrß spielte sich am 26. q. M. vordem Pariser Zuchtpoltzeigeri cht ab, wo ein bekannter Pariser Konservenfabrikant, Herr Person, sich wegen Nahrungsmittel- Betfälschung zu verantworten hatte. Herr Person betreibt seit acht Jahren eine ausgezeichnete Konserven­fabrik in der Rue de la Glactete und verfügt über einen großen Kundenkreis, der niemals hiufichtltch des Preises seine volle Zuftiedenhett auszudrückeu versäumt hat. Wahrscheinlich hätte der gute Mann sich in allerkürzester Zeit von seinem Geschäfte zurückgezogen, wenn nicht ein entlassener Arbeiter ihm den Streich gespielt hätte, die Sanitätepolzei in da» Fabrikattons- geheimniß einzuweihen. Das Gehrimuiß war im Grunde ein höchst einfaches, da Herr Person alle Konserven, von der zartesten Lerche und Ente angefangen bis zum Kalb- und Rindfleisch, nur mit einem und demselben Material erzeugte, nämlich mit demallerschlechtesteu Pferdefleisch. Noch lange, ehe die Ausdehnung der Motorwagen die armen Fiakerrösser entbehrlich machte, hatte Herr Person sein Augenwerk auf die Invaliden der Arbeit gelenkt und ihnen nach ihrem rühmlosen Tode eine höhere Bestimmung gegeben. Dank der verschiedenartigen Saucen wurde nämlich aus dem zähen Pferdefleisch bald ein Gänsebraten, bald ei» Haseurücken usw. fabrizirt. Die Sauce für Hasenrücke» bestand aus Blut und Rum und der kleine Fäulnißgeruch, der die Hexenküche begleitete, trug das (einige dazu bei, um selbst den Feinschmeckern der (Blättere dieses Gericht mundgerecht zu machen. Zu seiner Verantwortung, wenn überhaupt von einer solche» die Rede sein kau», bemerkte Person, et habe im Grunde nur das gethan, waS alle anderen Konservenfabrtkanten thäten, und auch feine Klienten konnten sich keineswegs durch die schöne» Bilder u»d Medaillen auf den Büchsen täuschen lassen, da diese doch die BuchstabenM. H." trugen. Der Gerichtspräsident meinte zwar, daß die Buchstaben ,M. H." inmitten der Medaillen MedailledHonneur" oderMentionHonorable bedeuten könnte», allein Person klärte ihn darüber auf, daß alle Welt darunter nurMelange Hippo» phagique verstehen konnte. Ein Advokat im Zuhörerranme äußerte etwas laut die Bemerkung, vielleicht müsse manM. H. oI8Marcel Habert lesen und darob entstand ein derartiges Gelächter, daß die Verhandlung während einiger Zeit unterbrochen war. Die Aussage des SanitätSiuspcktors lautete so belastend, daß daS Gericht de» Pferdefteund zu acht Monate» Gefä»g», 100 Francs Buße, Veröffentlichung des Krthells imPetit Journal" undPetit Paristen" und Anschlag desselben am Thore der Fabrik und auf der Mairie verurtheilte. (Srkf. Ztg").

Hof 30.

407. ©traten, Heinrich, Neben, Jura, Settergaffe 32.

408. Vollmann, Ferdinand, Zalesie, Jura, Unttrgaffe 14.

408. Braun, Waldemar, St. Petersburg, Jura, Wilhelrn- straße 10.

410. Jucho, Heinrich, Frankfurt a. M., Jura, Sasemen- fttaße 2.

411. Schrage, Josef, Münster, Jura, Grün 40.

412. Koch, Gustav, Wetzlar, Hiischberg 1.

413. Pachter, Robert, Wiesbaden, ßafernenftr. 86.

414. Fenner, Karl, Froohausen, HaSpelstr. 16.

415. Holling, Julin», Buer, ftofernenftr. 13.

416. Metz, Richard, Gudensberg, HaSpelstr. 19.

417. Berkerneyer, Josef, Delbrück, Raiernenftr. 8.

418. Swerth, Hermann, Mahnungen, Thtol., Morbacher-

422. Happe, Carl, Bebra,

423. Schuster, Richard, Frankfurt a. M Med, Wilhelm-

430. Krüger, Franz, Semtrow,

431 Rolf, Franz, Ahlen,

432. (Siefler, Hermann, Siegen, 433. Lorentz, Han», Hamburg, . . _ .

434. Sterteubrttk, Johannes, Holzhaufen, Med-, Wehr-

401. Bauer», Josef, Streiffeld, Jura, HaSpelstr. 14. Untergaffe 13.

Indien» bedrohen. Hier steigt derVater der Eis­berge", der mächtige MuS-tag-ata empor, 10 000 Fuß wher als der Montblanc! Viermal versuchte der kühne Forscher, den Bergriesen zu ersteigen, aber viermal zwangen ihn die gefährlichen Gletscher und die zum Athem kaum mehr taugliche dünne Luft nahe dem Ziele zur Umkehr. Ein anderes, an Entdeckungen und Abenteuer reiches Ge­biet, das er durchzog, ist Tibet. ES ist bekannt, welche Martern Londor zu erdulden hatte und daß der Franzose Dutreuil de Rhin» von den Tibetanern dort vor wenigen Jahren ermordet wurde. Hedin aber glückte die wissen­schaftliche Erforschung mächtiger, bi« dahin unbekannter G birg? ketten diese« höchsten Berglande» der Erde. Fünf- unbfünfjig Tage lang zog feine Karawane durch die menschenleeren HochgebirgS-Einöden und wußte sich der tibetanischen Räuber zu erwehren. Eine besonders hohe Bedeutung haben seine Forschungen int Gebiete des Lop-nor See», da eS ihm glückte, die vielumstrittene Frage der Lage dieses merkwürdigen Sees im Sinne d-S be­rühmten deutschen Geographen Freiherrn von Richthofen zu lösen. Auch auf seinem Wege durch das eigentliche China hatte er interessante Erlebnisse, sodaß sein Reise­bericht an Abwechselung ungemein reich ist. Die Bedeutung der Reise Hedin's haben die geographischen Gesellschaften zu Berlin, London, Paris, Wien, Stockholm und Kopenhagen dadurch anerkannt, daß sie dem erst 36 Jahre zählenden Reisenden ihre goldene Medaille verliehen.

Nun kommt aber soeben die Kunde, daß Hedin plötz­lich wieder abreisen teilt in dieselben unermeß- lieben Gebiete, in denen er eben erst harte, abenteuerliche Kämpfe mit EiS-, Sand- und Steinwüsten bestanden hat. Er hat großartige Entdeckumen gemacht, die ihn in die erste Reihe der ForschungSreiscuden, neben Nansen und Nordenskiöld, neben Stanley und Nachtigal stellen. Wa» ihn noch einmal auf drei Jahre in diese Gebiete treiben mag? Sein WerkDurch Asiens Wüsten" wird vielleicht Aufschluß geben. Für die neue Reise giebt ihm Zar Nikolaus II. einige seiner Kosaken mit. Da» in zwei statt- lichen Bänden oder in 36 Lieferungen erscheinende Werk (geb. 20 Mk.) wird reich mit Abbildungen, sowie mit Chromotafeln und Karten auSgestattet sein. Bei Erscheinen werden wir unfern Lesern einen interessanten Abschnitt al» Probe vorführen können.

Verzeichnis

Der für da» Sommersemester 1899 an hiesiger Universität neu immatritulirten bezw. inftribhten Studireuden:

390. Wessel, Paul, Groß-Rambin, ! Ketzerbach 34.

391. Schäffer, Karl, Köln-Deutz, Renthof 15.

392. Fink, Albert, Weyer, Wilhelrnstr. 19 i>93. v. Stülpnagel, Ludwig, München, Jura, Grün 66.

394. Hübner, Eugen, Pleß, Jura, Zwischenh 17.

395. Decker, Heinrich, Aachen Burscheid, Jura, Frankfurier- ftraße 19.

396. Grebe, Dilar, Neuswartk, Jura, Hosstadt 19.

397; Schareck, Carl, Sattbor, Wetter gaffe 4.

398. Mauer, Siegmund, Cassel, Union sitätSftr. 14.

399. Höpker, Bernhard, Bünde, Hirschberg 1.

400. Froning gen. Havixbeck, Bernhard, Havixbeck, Jura, Grün 46.

weg 42.

419 Menke, Philipp, HerSfeld, Med., Wettergaffe 4. Unte-gaffe 5.

tir läßt sich für das Auge auch schon der Unter- hieb von der östlichen Ruhr darstelleo. Insonderheit et sich auch der Eifel», rein durch seinen Reiseführer m Abstellung dieses und »»derer Mißbräuche verdient Wacht. Ganz treffend macht der Aussatz darauf nfiaerksa«, daß auch der Flußname Weser auf dem mken Rheinufer vorkommt, nämlich in der Gegend on Eupe» an der belgischen Grenze, nur daß er ort französisch verunstaltet meistens Vesd:e gesprochen dich. Dorf und Schloß Moyland bei Cleve, ge­richtlich berühmt durch jene Zusammenkunft Friedrichs II. mit Voltaire, soll natürlich nicht» ander» bedeuten il« Schönland, von mooi, waS im Holländischen soviel wie schön oder hübsch bedeutet, gesprocheu wie M i.; die Schreibweise oy ändert daran nichts, weil Mk? in diesem Fall ebenfalls ein langes o mit gan, Mnzem i anzeigt. Daher denn die Aussprache Wtenland verwerflich ist.

J Recht sonderbar ist ferner die neuere Neigung, W» Namen des Orte» Broich (bet Mühlheim fp. b. Ruhr) wie Bro-ich auszusprecheo, während es I Sruch heißen muß, ebenso Grevenbroich, Korschenbroich W-d alle Ortsnamen mit der Endungbrotch, weil ff» allen diesen Fällen oi langes u ist. Davon zu 's Aterscheiden bleiben die OltSnamev, in denen nach ib der Buchstabe t nur zur D.huuug des o führen W; also Tro (t)Sdorf (nicht etwa Treusdorf, wie zuweileu hören muß), Ro(i)sdorf, Fr»(t)tzheim, I $orf zwischen Düren und Niedeggen), Bo(i)shetm W». Wenn eS in dem Aufsatz heißt, daß auch der Waut u durch ein abgeschlossenes i oder e nur gedehnt 1 »«bk, und als Beispiel dafür der Ortsname Buir (bei liüren) und Buer (bei Essen) angeführt wird, so rütgt bei dem erstgenannten Namen etn Jnthum vor; kun Buir bei Duren wird nur Bür gesprocheu.

Dieses ui erinnert an den in Oesterreich noch jetzt P$t aukgesto:denen Brauch, uiber für über u. s. w. 1 in schreiben. Die Eiseubahnbchörde würde, belläufig 1 k®tift, der Fortpflanzung eine» widerwärtigen MehletS vorbeugen und zugleich den Ohren d-r Ein- pthni^en einen Dimst erweisen, wenn sie ihren Schaffnern klar machte, daß sie nicht, wie eS vielfach s geschieht, Troisdorf, Roisdorf, Buir, sondern TroS- Petf, RoSdo f, Bür auSzurufen haben. Die Namen 1 Tourl und Poulheim, beide mit reinem u zu sprechen, lauern wieder durchaus nicht an das Holländische, Was ou wie au spricht. Die Schreibung Poulheim ptamt ohne Zweifel au» der französtsche» Ftemd- ^herrfchaft, die sogar bis vor Kurzem noch in dem pttsnamen Boubenheim ihre Spur hinterlassen hatte. | Gleichfalls wie au klingt übrigens oh in Orsoy, I «so Orsau. In Duisburg ist ui wie ü aus,»-

Anzeigen nehmen entgegen: Vie Expedition diese» Blatte», die Annoncen-

Bureanx von Haasenstein & Bögler, Frankfurt a. M., Gaffel, Mägde- o 4 Cczfhrrt bürg, Wien; Rudolf Stoffe, Franffurt a. M., Berlin, München, Köln; Oft, -xjUlJiy«

1. L. Daube 4t Co., Frankfurt a. Berkin, Hannover, Pari» r.

granlfurterftr. 81.

HaSpelstr. 19.

405. Baach Martin, Staffelde, Wörthstr. 4

406. Zettelmann, Waller, Frankfurt a. M, Jura, »ent«

gewesei M Die in den Rhein mündende Ruhr al» gleich- Itscil fattnbe Flußnamen ist schon so viel gesprocheu und (321 ^schrieben worden, daß zum Glück die verkünstelte MMM Msprache Rör schon lächerlich zu werden beginnt ab auch die lautgetreue Schreibung Rur für Roer nelfach Aufnahme gefunden hat, so z. B. in dem !«ne» der Rur-Zeitung. Durch die Schreibung

: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. Jllnstrirtes Sonntagsblatt.

sttatze 20.

424. Revier, Otto, Wetzlar, Med., Markig. 20.

426. Brusis, Anton, Barben, Weidenh. »9.

426 Vaeth, Georg, Emmerich, Cafflerstr. 16.

427. Weffel, Julius, Barmen, Phil., Wetterg. 4.

428. Brucks, Friedrich, ©rünberg, Med., 82.

- ----- 29,

Setzerb. 34.

Wetterg. 8.

Rothergr. 13.

Barfüßerstr. 32.