Erstes Blatt
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Der Bruder Fredda'S war nicht so leicht zu
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Landwirthschaft so ungemein iuteressirenden Frage keinen einzigen Laudwirth als Redner vorgeschickt
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ES ist bezeichnend, daß in der Debatte über Leutenoth in der Landwirthschaft so „bauernfreundliche* Freisinn in dieser,
Städtchen, welches fie vor fast anderthalb Jahren so plötzlich und au» so trauriger Veranlassung hatte ver» lassen müssen. In Gedanken durchlebte fie noch einmal jene Zeil, als sich die erste schöne Liebe zu dem dunkeläugigen Frederigo in ihr Herz geschlichen. In Gedanken verlebte fie aber auch jene Zeit noch einmal, wo der unerbittliche Tod ihr die heißgeliebte Mutter geraubt und fie erkannt hatte, daß die Liebe Frederigo» zu ihr Jrrthum oder Heuchelei gewesen »ar. Dazu kam, daß fie wegen der Trauer um ihre Mutter bislang in stiller Zurückgezogenheit gelebt und nur wenig nuter ftemde Menschen gekommen war. Ihr Wesen war dadurch stiller und nachdenklicher geworden und ihr anmuthigeS Gestchtchen schien ein Hauch leiser Melancholie zu verschleiern. Ihre Schönheit hatte dadurch aber nur noch an Reiz gewonnen. Taute Lore mußte immer aufs Neue diese eigenartige sanfte Schönheit der stillen, blonde» Mädchens bewundern. Insgeheim verglich fie dieselbe mit Ellas Erscheinung und konnte nicht umhin, den Preis Fredda zuzugestehen. Etwas anders mochte e» allerdings um das Urihell der jungen Herrenwelt stehen, welche vielleicht der dunklen, branniugigeu, lebensfrohe» Ella de» Lor- zng gab.
Je näher man der kleinen Bergstadt kam, desto ängstlicher und »»ruhiger ward Fredda. Ma» hatte dem Onkel und Ella depeschirt, mll welchem Zuge man ei»treffe« würde, so konnte «an wohl erwarte», de» Major n»d seine Tochter berellS auf dem Bahnhof anjutieffeu. Sie würde Ella ihre Cousine empfangen? Würde fie nicht Argwohn schöpfen, daß die
Die »Times* meldet aus Peking vom 2. Mai: Der britische Geschäftsträger hat dem Tsungli- Damen amtlich mitgetheilt, daß England volle Genugthuung für das Verhalten deS Vicekönigs von Kautou und der dortige» Behörden fordert, tie den Angriff uniformirter chinesischer Soldaten auf Engländer iu Kauluug zugelassen hätte». DaS Tsungli-Iamen stellt in Abrede, daß die Behörden mit dem Angriff einverstanden waren, behauptet vielmehr, daß er von den geheimen Gesellschaften ausging. — Der .Times* zufolge steht das englisch- russische Abkomme» die Aufrechterhaltung der ausländischen Controlle der Nordbahn durch einen englischen Chefingenieur und einen englische» Fina»z- beamten »nr bis Schan-Hai-Kwan vor, und zwar zu dem Zwecke, da» englische Kapital, namentlich mit Rücksicht auf die im Zusammenhang mit dem Bahnbau erworbenen Minenrechte ficher zu stelle». Ueber Schwan-Hai-Kwan hinaus soll die Bahn unter allen Umständen unter chinesischer Coutrolle stehen. DaS Foreclosure-Recht der Konzessionäre soll nur auf die bereit» bestehende Bahn mit Schon - Hai - Kwan Anwendung finden. Das Abkommen enthält keine Bezugnahme auf die Linie von Peking nach Hankau.
hat. Denn Herr Pohl, der zum Entsetzen der Frei- finnigen für die Landwirthschaft sprach, hat augenscheinlich auS eigener Initiative gesprochen. Es sprachen ein Gymnastal - Direktor, ein Volksschul- Rektor, ein Berliner Rentner, ein Gasanstalts- Direktor, ein Brauerei - Direktor und ein Gewerkvereins - Anwalt, trotzdem die beiden frciftnnige« Fraktionen außer Herrn Pohl noch drei Landwirlhe in ihre» Reihe» zähle». Man kann stch denke», welche Aufichten diese Herren Direktoren, die über landwirthschaftliche Dinge nur auS ihren Sommerfrischen oder auS fteifinnigen Zeitungen unterrichtet find, zu Tage gefördert habe«.
— Ihre Majestäten der Kaiser und' die Kaiserin treffen, wie hierher amtlich gemeldet worden ist, am Freitag Nachmittag um 6 Uhr auf Schloß llrville ein. Für Dienstag ist große Parade der gesammten Garnison in Aussicht genommen. Alle anderen Festlichkeiten, darunter ein von der Stadt dem Kaiserpaar angebotene» Festesten, sind dem Vernehmen nach abgelehnt worden.
— Dem Reichsgerichtspräsidenten a. D. von S i m s o n wurden sowohl im Reichstage als auch im Abgeordneteuhause von den Präsidenten Grafen Ballestrem und v. Kröcher warm empfundene Nachrufe gewidmet. Eine Trauerfeier für Simson findet Freitag Abend in der Wohnung im engsten Familienkreise statt; die öffentliche Feier wird Sonntag Mittag 12 Uhr in der Neuen Kirche abgehalteu, worauf die Beisetzung auf dem Jerusalemer Kirchhof in der Belle-Allianeestraße erfolgt. Der Senioren- konveut des Reichstags beschloß, die Sitzung am Sonnabend wegen der Beerdigung Simsous ausfallen zu lassen. Der Reichstag wird bei der Trauerfeier durch die Präsidenten und das ganze Büreau vertreten fein.
— Staatssekretär v. Bülow feierte heute seinen fünfzigsten Geburtstag. Vom Kaiser erhielt Herr v. Bülow ein silbernes Schreibzeug als Geburtstagsgeschenk, das den Namenszug des Kaisers trägt. Zahlreiche Glückwunschtelegramme trafen im Laufe des Vormittags ein.
— Die gestrige Sitzung des Staats* Ministeriums dauerte von 3—8 Uhr. Außer den Ministern nahm auch der Staatsekretär des ReichS- postamtS v. PodbielSki daran iheil.
Kameraden noihwendig.* Merkwürdig: die deutschen Arbeiter schicken ihr bischen Geld mit vollen Händen in'S Ausland und überseben dabei, daß daS Ausland für die deutschen Arbeiter trotz aller Inter- nattonalität immer nur Agitatoren hat, aber kein Geld. Die paar Pfennige, die für die streikenden Hafen Arbeiter in Hamburg anS dem AuSlande kamen, scheinen vergesien zu fein.
In den Berichte» über de» Ausstand, die ans Belgien »ach dem Auslande geschickt werde», wird fortgesetzt die „musterhafte Disziplin der Streifenben" hervorgehoben. Mann kann eS ja begreifen, daß die belgischen Behörden im Auslände nicht die Vorstellung aufkommen lasten möchten, als sei die Staatsgewalt in den vom Streik heimgesuchten Gegenden nicht Herrin der Lage. Allein der Umstand, daß die Truppe» bereit gehalten werden, zeigt deutlicher al» alles andere, wie wenig die eingeweihien Stellen selber dem Land- stieben trauen. In der That find Vorstchts-Maß- regeln geboten. Schon treibt der Terrorismus gegen die Arbeitswilligen, der ja bei keinem Streik ansz»- bleiben pflegt, üppige Blühten. In Warme wurde das Haus eines a« dem Ausstand nicht beteiligten Arbeiter» durch Dynamit fast völlig zerstört. In Gouy le Pieton wurde ein gleiches Verbrechen nur durch rechtzeitiges Austreten der bereits glimmenden Lunte verhindert. Diese Attentate zeigen, wie sehr sich die Gegensätze i» Belgien zugespitzt haben.
Tante Fredda zu ihrer Unterstützung herbei gehoft habe? Fredda in ihrer ernsten Gewissenhaftigkeit ver. mochte sich das Wiedersehen nicht anders al» im hohen Grade peinlich für beide Theile vorzustellen. Und doch sollte fie fich in dieser Annahme vollständig getäuscht haben.
Kaum hatte Fredda de» Bahnsteig betreten, als fie sich von zwei Armen stürmisch umschlungen fühlte und ein blühender Mund fie zärtlich küßte. ES war Ella, welche ihre Cousine in solch' herzlicher Weise begrüßte.
„Habe ich Dich denn endlich wieder, meine Fredda*, tief fie jubelnd aus. „Habe Dank, tausend Mal dank, daß Du gekommen bist! Aber mußte denn erst die Taute Lore Dich persönlich holen? Und weßhalb hast Du auf meinen Brief gar nicht geantwortet ?*
Sie schien auf alle diese Fragen aber selbst keine Erwiderung zu erwarten, denn ohne Fredda Zeit zu einer Antwort zu lassen, fuhr fie lachend fort, indem fie Fredda staunend betrachtete:
„Sieh nur, Papa, wie schön Fredda ist! Wett, »eit schöner, als früher, und »eit, wett schöner als ich.*
Auch der Major begrüßte seine Nichte mit aller Herzlichkeit. Fredda athmete auf, so schlimm, wie es die Tante Lore gemacht, konnte e» doch um Ella nicht stehen, wenn sie ihr mit solcher Harmlosigkeit entgegen zu trete» vermochte.
Während des Tage» tarnen die beiden Cousinen nicht zu einer vertraulichen Aussprache. Erst als fie
Der Streik in Belgien.
Seit einigen Jahren leidet Belgien fast am ke$en unter allen Ländern Europas an Ausständen. K den Fabrik - Mittelpunkte» des kleinen Staates, jg Brüssel und Gent, in den Berg- und Hütten- Dezirken im Osten, um Lüttich, Mons, Charleroi fab ©erring, herrscht zwischen Arbeitgebern und iftbeituehmern immer nur statt des Friedens ein fescherer Waffenstillstand. Jetzt ist Belgien wieder br Schauplatz eines großen Streiks: die Bergarbeiter feen die Arbeit niedergelegt, und es ist nicht a»S- pschloffen, daß dieser Ausstand zu einer Art General- fcttf auswächst. Es ist schwer, au8 den sich viel- pch widersprechenden Nachrichten ein klares Bild der fee zu gewinnen; doch dürfte die Zahl der Berg- »beiter, die zu Anfang dieser Woche in den belgischen «hleurevieren streiften, mit 30 000 kaum zu hoch griffen sein, während sich die Zahl der wegen des fehleustreiks Überhaupt dort feiernden Arbeiter auf Ml- biS 60000 belaufen dürfte, weil bereits zahl- wiche Werke wegen Kohlenmangels ihren Betrieb «erbrechen oder doch einschränken mußten.
Bei dem belgischen Grubenarbeiter-Streik handelt ■ sich in der Hauptsache um eine socialdemokratische Kraftprobe, weniger um eine Lohnbewegung. Urspiüng- «h forderten die Bergleute 5- bis 10 Prozent Lohn Mr. Als ihnen von den Grubenbesitzern 10 Proz. ■beten wurden, steigerten die Arbeiter plötzlich ihre letberuHgett und verlangten auf einmal eine Lohn- Mchöhung von 20 bis 25 Proz. Dabei lehnten die Miständigen jede birette Verhandlung mit den Arbeit- mbetn ab und bezeichneten den socialdemoftatischen Veneralrath in Brüssel als die „Behörde*, mit der ßch die Bergwerks-Leitungen anSeinandersetzeu sollten. $ie Streikenden rechnen besonders mit der Lage des fehlenmarftes; sie meinen, die Grube» - Direktionen Wen nachgeben, weil fie nur geringe oder gar feine Vorräthe hätten. Wie weit dies den That- feen entspricht, wird die Zukunft lehren. Vorläufig ■eint die Bewegung ihren Höhepunkt noch nicht veicht zu haben. Der Geveralrath der social- Moftatische» Partei in Brüssel hat nämlich be- toffen, alle Redner der Partei aufzubieten, um die Wühlarbeit so gründlich wie möglich zu betreibe«.
I Die Arbeitgeber hoffen, daß der Ausstand wegen Geldmangels bald erlöschen werde. Dies ist nicht ■sgeschlossen, da ganz enorme Summen nöihig find, tz» die Streikenden über Wasser zu halten, und kein toerer Streikfonds da ist. Es wird darum die Werbetrommel mächtig gerührt. Auch unsere Social
Umschau.
Einige Preßorgane machen eS fich znr Aufgabe, über die Stellung der Konservativen zur Kanalvorlage allerlei erfundene Nachrichten z» verbreiten. So wttd gemeldet, die konservativen Sanalgegner beabsichtigte ü, der Regierung eine neue Flottendiviston darzubieten, um die Ablehnung deS Kanalprojefts „schmackhafter* zu machen; andererseilS wird behauptet, dieselben spekulirten bet ihrer Opposition auf die „Meinungsverschiedenheiten in der Staatsregierung*. Wohin diese Unterstellungen zielen, ist nicht schwer zu erkennen; zu den ehrlichen Waffen aber gehören derartige Kampfmittel keinesfalls. Die Konservattven werden fich aber dadurch nicht beirre« lassen. Die Unterstellung, als trieben fie grundsätz liehe Oppositton, ist zu thöricht, als daß fie in ernsthaften Kreisen Glaube» finden könnte. Wie immer, so werden die Mitglieder der konservativen Fraktion, soweit fie Bedenken gegen das Projekt deS Mittellandkanals haben, a»ch diesmal nur durch sachliche Gründe ihre Entscheidung beeinflussen lassen, und wie diese Bedenken im Wesentlichen der Rücksicht auf daS Gemeinwohl entsprungen sind, so wird auch diese Rücksicht von den Konservativen niemals aus dem Auge gelassen werden.
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Marburg
Freitag, 5. Mai 1899.
Parlamentarisches.
«eichStag.
Berlin, 3. Mai. (76. Sitzung). Der Reichstag widmete heule der Brrathung der sozialpolitischen Anträge Hitze-Roesicke-Frhr. v. Heyl (Ar- beiterkammern u. f w.) abermals eine Sitzung, ohne damit zu End« zu kommen. Der Verlauf der heutigen Debatte war den Antragstellern nta t günstig Es war von Inter» efie, nunmehr vom Abg Kropatsckeck zu hören, daß die Zustimmm-q der konservativen Partei bei dem CentruwS- avtrage auf Einrichtung von Srbeiterkammern Halt macht. Doch damit nicht genug: eS stellt« fich alsbald heraus, daß der von den nationalliberalen Antragstellern in Abrede gestellte »Riß* sogar durch di« Partei der Herren selbst geht. Abg. Büsing gab in bemerkenSwmh kategorischer Form die Erklärung ab, daß ein großer Th eil der nationalliberalen Partei eine ander« Stellung einnimmt, als die Herren v Heyl und Bafler- maun, und in den Anträgen dieser Herren eine geeignete Grundlage für gesetzgeberische Maßregeln nicht erkennt.
Auch von der fteifinnigen Seite wurden die Herren v Heyl und Soffer mann im Stich gelassen; der Abg. Wiemer erklärte fich namen» seiner Partei allein für den Antrag des Centrum«.
Dieser Antrag, der als» fast all« Partiten für fich hat, erfuhr «ine sonderbare Befürwortung durch den sozial- demokratischen Redner, den Abgeordneten Molk-nbuhr, der den größten Theil seiner Rede auf eine spöttische Zurückweisung der Argumente verwandt«, mit denen der Abg. Hitze dir „Arbeiterkammern* hatte annehmbarer
fich »beuds i» ihr gemeinschaftliches Schlafzimmer zurückgezogen hatte«, schüttete Ella der Freundin ihr volles Herz ans.
Fredda hatte fich beretts zur Ruhe begeben und ihrer Cousine ein freundliches „Gate Nacht* gewünscht, tndeß Ella »och immer dieses oder jenes an ihrer Nachttoilette zu ordnen hatte. Dann löschte fie plötzlich daS Licht a»S »nd Fredda glaubte, ihre Cousine würde fich auch zur Ruhe begeben. Eine Weile war'S ganz still in dem dunkle» Zimmer, plötzlich huschte ein Schatten durch das Gemach und Fredda fühlte fich von den »eichen Armen Ella'S fest umschlungen, während diese ihre Wangen schmeichelnd an die ihrer Coufine schmiegte.
„Meine liebe, liebe Fredda,* flüsterte Ella, während ihr die Thränen über die Wangen perlte«.
„WaS willst Dn, Ella? Weßhalb weinst D»? Hast Dn mir etwas zu sagen?*
„Ja, Fredda, ich habe Dir viel, sehr viel z» sagen. Ich weiß, daß ich Dtt sehr »ehe gethan habe, ich weiß, daß Du mir böse gewesen bist, ja, daß Du mich verachttt hast, deßhalb bin ich Dir ja so von Herzen dankbar, daß Dn ttotz allem, was geschehen ist, z» mir gekommen bist. Sieh, ich konnte nicht anders handel». Ich wußte »ohl, daß Frederigo für Dich schwärmte, aber ich glaubte ihn damals zu lieben und ich konnte es nicht ertragen, wenn er so gleichgültig gegen mich war.*
(Fortsetzung folgt.)
Deutsches Reich.
Berti«, 3. Mai. Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin, welche in Straßburg heute auf der Fahrt vom StatthaltelpalaiS zum Bahnhofe von der dichtgedrängten Menschenmenge überaus herzlich begrüßt wurden, fuhren Mittags V/s Uhr mittelst Sonderzuges »ach Rosheim ab. An der Fahrt nahmen auch der Satthalter Fürst zu Hohenlohe-Langenburg mit Gemahlin, sowie das kaiserliche Gefolge theil. Von Rosheim aus fuhren die Majestäten zu Wagen nach dem Odilienberg und nach Besichtigung der Sehenswürdigkeiten des Klosters St. Obilien nach Oberehnheim weiter. Die jüngsten Kinder deS Kaiser paareS, Prinz Joachim «nd Prinzessin Viktoria Luise, find heute Vormittag gleich nach ihrer Ankunft in Sttaßburg nach Kürzel weitergereist. Der Kaiser und die Kaiserin ttafen denn kmz nach 7 Uhr, von ihrem Ausflug wieder in Sttaßburg ein und begaben fich nach dem Statt» hatterpalais.
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg «nd Kirchhai«.
Aoh. Äug. Koch, UrivnsttätS-Buchdruckerei in Marburg. Bemutworwch für bi, R«baktto«: Ribatteur M. Hartman« te Marburg.
Mar» 21. - Telephon 56. '©VlUUUßVVlUn« Ätbatttw: Markt 21. - Telephon M.
Anzeigen nehmen entgegen: bk Expedition dieser Blatte«, die Annoncen»
BureauxvonHaasrustöin & Bögler, Frankfurta. M., Eaffel, Magba- q* cyAt;rrr bwM, Wien: Rudolf Moß«, Frankfurt a. M„ Berlin, München, Säta; 04. ^111)11).
t. 8. Daube k Lo., Frankfurt a. »„ BacHu, Hannover, Penck» x.
„Mein Bruder ist blind gegen die Schwächen tot Tochter*, sprach Herr Ebeling, ärgerlich „und ® nutzt nichts, ihn über dieselben aufzuklären. Tante «re hat ganz Recht, es ist Deine Pflicht als nächste ferwandte und als Freundin, Ella helfend, rathend mahnend zur Sette zu stehe«. Ich habe nichts «ftgen, daß Du jetzt, wo der Frühling ins Land *%ut, zum Besuch auf einige Wochen nach dem
(Nachdruck verboten.)
H Glück aus!
• Roman aus dem Harze von O. Elster.
(Fortsetzung.)
--- s Der Vater und Bruder FreddaS hörten am Abend Mt ernster Miene den Bericht Tante Lore's.
^d» müsse, gab auch Bruno seine Zustimmung zu . p Reise Fredda'S.
"j u ®em jungen Mädchen war doch daS Herz sehr J” ^7 jtor, als eS mit Tante Lore in den Eisenbahnzug 5*8» welcher fie nach dem Harze führen sollte. Welche **xtrungen verknüpften fie nicht mit dem kleinen
hat den belgischen „Brüdern* sofort ihre WWW» khwpathie bekundet. Der socialdemoftatische Berg- ’IA "kiter-Verband erließ einen Aufruf, ben Belgiern Btt Geld beizuspringe»; darin fanden fich die be- G ; inkenSwerthe» Worte: „ES kommt die Zeit, dann die deutschen Bergleute die HUfe der belgischen
ier Der Bruder Fredda'S war nicht so leicht zu c Gara^ «Jengen, daß seiner Schwester Gegenwart von ah„str. l W» fein würde. „Könnte Ella nicht*, so meinte ---•8nf einige Zeit zu ihrer verhettatheten Schwester er . ton?* — Als indessen Tante Lore erzähtte, daß riQUr ** die beiden Schwestern durchaus nicht mtt ein-
(31 vertragen könnten und der Einfluß de» um? —lebenslustigen Schwagers auf Ella schädlich ein«