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j

Zweites Blatt.

322. Poelk, Walter, Stilberg, Theo!.,

12.

344.

325.

326.

327.

328.

307.

308

309.

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312. 313 314.

315.

, 3,

Harpelstr. 8*. Steinweg 23. Roserftr. 24.

356. Haring, Kurt, Luckau, Jura, Gifielbergersti. L 356. Stint», Satter, Rio de Janeiro, Jura, 6tun 42.

Holm, Fritz. Caffel, Jura, Harpelstr. 21.

Rosenthal, Siegfried, Braunfels, Jura, Kaserneustk. 8.

durch Bischaffeu eine Hanptverkehrsstatio» abgeben wird. Zwischen Bischoffen und Offenbach t. Raff, übeischreüet die Bahn die schöne Chauffe Herborn- Gladenbach und begiebt sich auf die linke Thalseite' Offenbach hat lebhaften Gsenstein- nnd Kalksteinver­kehr, ist eine große, sehr reiche Gemeinde und wird burch die Bahn uoch mehr emporblühe». Da« Ahr­thal ist fruchtbar, sehr belebt bis nach Herborn. Jedes der Dörfer, die alle groß, dicht bevölkert und wohlhabend find und einen regen Lerkehr haben, »iimlich Bicken, Ballersbach, Herborn- seelbach und Burg, malerisch gelegen, erhalte»

das geschmacklos errichtete neue Pfarrhaus in Bicken und das uoch geschmackloser erbaute Schulhaus zu Herbornscelbach. Auch könnte Herborn, wenn die zwei Bahnen kommen, die prähistorische Brücke durch eine moderne ersetzen. Das Scheusal beschimpft

35». ». Ramm, Alfred. Jarkow, 369. Mohr, Wilhelm, Hoheneiche.

360. Jelkmanu, Walter, Bockeuheim,

361. Brener, August, Bottro»,

362. Schlikk« Her«., Schlüchtern,

363. Herr, Albert, ConSfeld,

864. Brühl, Josef, Bingen,

Seelig, Gustav, Ottrau, Wallschrnitt, Ferd., Bebra, Jäger, Varl, Bierstadt, Rohr, Friedrich, Wiesbaden,

Märtens, Ernst, Schönigen, neu. Spr., Wörthstr. 16. Brauhoff, Heinrich, Eichlingrhofen, Natuiw., Schlotz- treppe 3.

Eichler, Han», Berlin, Naturw., Univerfitätsstr. 14.

Woiff, Emst, Ronidorf, Math.. Neustadt 2.

Holzapfel, Wilhelm, Marburg, Math., Steinweg 4.

Dornin kur, Alfred. Schwelm, Rath., HaSvelstr. 21. Lindner, Ferdinand, Marburg, neu. Spr., Unterg. 6. Bulz, Gustav, Kl. Merzehu», Naturw., Barfüßerftr. 22. Maubach, Josef, Köln, Phil., Ketzrrb 38.

Koch Kurt, Stettin, Bhil, Unterg. 16.

HaSpelstr. 11.

Kasernenstr. 16H.

Grün 26.

Plan 6.

HaSpelstr. 8.

Grün 36.

scheint alles gar gemüthltch zu sein. Auch die Beamten ttb die umwohnende Bevölkerung find gar gemüthliche &nte. Wenn die Gemüthlichkeit auch auf die Fort- sitzuug der Bah» übertragen wird, dann Hai es nichts

sagen, bann kann die Geschichte gut werde». Leidenhausen ist die letzte Station. Hier Krischt schon mehr Lebe», mehr Thu» nnd Treiben Sigenüber de» vorhergehenden Orten; hier verkehre» ticke Arbeiter auS de» umliegenden Dörfern. Jetzt « ich auf Schusters Rappen »eiter wandern. Lenge herrschte Streit darüber, wie die Bah» von Liidenhauseu au» geführt werde» sollte. Hier battenrod 1 Hier Wilsbach! so klang es. ES mögen bahl Berge von Akten und Sttöme von Tinte darüber ^schrieben worden sein. Such der frühere RegierungS- trifideut uud Landtagsabgeorduete v. Tepper-Lask btt im Landtage sehr lebhaft für die Linie Weiden- ^nsen-Wilsbach et». Diese hatte allerdings de Eottheü, daß sie bedeutend billiger war; man spriö on einer Million und daS ist nicht so ohne, dafü bitte man noch so ein Bummelbähnchen bauen können. Liber diese Strecke hatte de» Nachtheil, daß sie über L dis 3 kleine, unbedeutende, verkehrSlose, gottoe bflene Orte führte. Man entschied sich in Berlin fc Hanenrod, »eil hier große, dicht bevölkette Oi tut Arbeiter» Vorhände» find und auch Industrie UAveder schon da ist oder uoch zu erwarte» steht. Sei ,ber jgfitte, an der ^genannten Plocken- We wird eine Haltestelle errichtet für die Dörfer

Die Bahn, von der wir nun geredet haben, ist chou vor drei Jahren genehmigt worben, auch haben ich alle Gemeivben entgegenkommend gezeigt. Es väre zu wünschen, daß im Ausbau ein etwas chleimigereS Tempo, als seither, angeschlagen würde, )amit das Dampfroß bald die so abgelegenen und mrum so traurigen Gegenden durch - bummelt.

strahe 19.

Lust, Paul, LeiSnitz, Theol., Schwanallee 80.

Kampe, Ernst, Hustar, . Frankfurterstr. 17.

Sinnig, Friedrich, Rotenburg, Theo!., Wörlhstr. 26.

Rausch, Han», Münden, . Saseroenstr. 21.

806.

316.

323. Haffel, Otto, Wetzlar, , Reitgafi« 10.

324. Montenbrnck, Wilhelm, Asbach, Theol , Frankfurter»

über den Berg klettern, nm beimHollerborn" an bet Hirschhohl, auch Hirschsohl ober Hirsch­uhl genannt, auf daS nassauische Gebiet zu rieten. Die Landschaft hat sich ganz verändert. Enge Thäler mit saftigen Wiesen, dunkle Wälder reichen bis zm Thalsohle. Mühle», Forsthäuser liegen zerstreut. Auf steiler Höhe liegt Tringenstein, die Trutzburg der Dillenburger gegen die Dernbacher. In der Nähe der Wilh elrnstein, schön irn Buchen­walde gelegen. An den Bergabhängen klammern sich magere Aeckerchen fest. Große Viehweiden mit Doru- gesttüpp machen eine» öden, triften Eindruck. Bei den Pauschenberger Mühle» soll eine Haltestelle für de» ForstfiSkns angelegt werden. Die fiskalischen Waldungen und Ländereien erstrecken sich hier meilenwett im Umkreise. Für die Gemeinde» bleiben nur die kahlen Berge übrig. Eisem­roth ist daS Kirchspielsdorf, daS ebenso wie das etwas abseits gelegene Uebernthal eine einfache Halte­stelle bekommt. Erfreut sich das Auge an den wohl- gepflegten Wiesen, so stoßen die kahlen Berge, die hangenden Aeckerchen, bas magere Wachsthum der Feidftüchte ab. Doch soll hier Wohlhabenheit herrschen. Fast alle männliche» Einwohner, sobald sie die Schule verlasien habe», marschiren nach Ober­scheld in die Bergwerke. Haufenweise begegnen uns zu jeder Tageszeit rothe Gestatten gleich den wilden Indianern deS fernen Westens. Frauen und Kinder bestellen daS wenige Feld. Die Männer verstehen davon nichts; verdienen aber hohe Löhne bei Lstündiger Schicht in den Eisensteingruben. Im Gegensatz zum Hartenroder Bezirk, in dem so viele Handwerker find, will im Eisemrother Gebiet feiten Jemand ein Handwerk er­lernen. Die Handwerker werden als Menschen bezeichnet, bie nichts können* undnichts gelernt" haben, nämlich sie könne» nicht ins Bergwerk gehen. Auch eine Ansicht. DaS Kirchspiel Eisemroth wird übrigens Mnseck ge­nannt, von MusGemüse stammend. Es wurde mir erzählt, daß in der Mnseck eine ungewöhnliche Menge Sauerkraut in mächtige Fässer eingemacht würde. Dann gäbe eS Tag für Tag, Sommer wie WinterSanermuS I" Die Eisenbahn solle sogar von Sauermus erbaut »erben. Was Wahres daran ist, konnte ich nicht ermitteln. Ob die ziemlich leblose Gegend durch die Eisenbahn gehoben wird, muß ab­gewartet »erden. Unterhalb Uebernthal riete ich wieder ins Hessische in die Gemarkung Bischoffen. Ueppige Wiese», schöne Wälder, begletieu da» Thal, daS sich zum Ahrdttahle erbretiert Bo» Bischoffen ans soll bann bie Bahn nach Gieße» abzweigeu, wo-

sriatze 86.

817. Büschelberger, Karl, Erfurt, Ehem., Ketzerb. 8.

318. Ruez, Karl, Lasset neu Spr., Grün 33.

319. Müller, Bittor, Herborn, Phil , HaSpelstr. 1.

320. Walter, Karl, Berlin, Phil, Wilhelmstr. 8.

321. von Dorp, Arthur Düsielborf, Lhern., Schwanall« 12.

Vermischtes.

Todesfall. I» Darm stabt ist bet Professor Dr. Ludwig Büchner, der Verfaffer vonKraft und Stoff", in bei Nacht zum 1. Mai gestorben.

Tödtlichrr Sturz. Der Regierungsassessor Koch aus Hannover, bet in Erfurt eine Land­wehrübung mitmachte, stürzte nach der Rückkehr von einem Liebesmahl ans dem zweiten Stockwerk und war sofort tobt.

Brrurthrilt. Die Strafkammer in Posen 8er» urtheilte ben Redakteur der polnischen Wochenschrift Praca", Anton Lipinski, wegen Aufteiznng zur Gewaltthätigkeit durch ein Gedicht an bie Jugend in Nr. 39 vom 25. September 1898 zu einer Ge- fängnißstrafe von drei Monaten.

Rettung Schiffbrüchiger. Die Retinngsstatton Cuxhaven telegraphirt: Am 30. April wurden von der auf den Scharhörn gestrandeten französischen SchunerbrigEmma", Kapitän Levense, sieben Personen durch daS Rettungsboot deS zweiten ElbleuchtschiffeS gerettet

Ei« fürstlicher Arzt. Der jetzt 60 jährige Augenarzt Herzog Dr. Karl Theodor, (der Chef de» Hofgeismarschen Dragoner-Regiments), das Haupt der herzoglichen Linie der WittclSbacher, be­ging am Sonnabend feine silberne Hochzeit. Er if in zweiter Ehe mit einer Tochter deS ehemaligen portugiesischen Thronbewerbers Dom Miguel ver­mählt, die ihm bei seinen 31/2 Tausend Star- Operationen in den herzoglichen Kliniken von Tegernsee und Meran ebenso treu und hülfreich wie als Gemahlin zur Seite gestanden hat.

"Marburg

Mittwoch, 3. Mai 1899.

Verzeichnitz

oer für da» Sommersemester 1899 an hiesiger Universität neu immatrikultrtru bezw. insttibirten Studirenden:

gemäß beschräutt. Weizen im Preis« unverändert. Rogge» bei schwachem Angebot höher bezahlt. Ausländische Brod- lüchie bester begehrt und zu anziehenden Preisen lebhaft« umgesetzt. Gerit« geschäftSlo». Hafer fest bei gutem Bedarf- In Mais fand ein flottes Geschäft zu behaupteten Preise» tatt. Es nottre» je nach Dualität: Weizen, hiesig« <ml> Wett«au« 16,50-16,76, kurhesfischn Mk. 16,65 -16,76, norddeutscher 00,00 00,00, russisch« Mk. 17,0018,26, Redwint« Mk. 17,75-18,00, Laplata Mk. 16,5017,26, KansaS Mk. 16,8017,20 Roggen, hiesig« Mk. 15,25 -15,50, Pfälzer 00,00- 00,00, Westernroggen 00,00- 00,00, russisch« 15,25 bi» 16,00, amerikanischer Mk. 00,00 60,00, Gerste, hiesige 00,00- 00,60 Mk., Pfälzer 00,00 00,00 Mark, fränttsch» Mk. 00,00 - 00,00, Riedgeist« Mk. 00,00 bis 00,00, ungarisch« Mk. 00,00- 00,00, Hafer, hiesig« Mt 15,25-15,50, bayerischer Mk. 16,26 - 16,00, russischer Mt 16,0015,67, arnerik Mk. 15,0015,30. Mais, mixedSOtf. 10,25 10,40, DonaumaiS Mk 00,60-00,00, Laplata Mt 10,50-10,75. Alles p« 100 Kilo netto effektiv loco hi«. Mehl anhaltend fest. ES nottri nach Qual.: Weizenmehl, hies. Nr. 0 Mt 25,50 bis 26,00, fein«« Marken i8,50 bi» 29,00, Nr. 1 24,5026,00, fein«« Markt« 26,60 bi» 26,00, 3h. S Mk. 23,50-24,00, fein«« Markt« Mk. 24,60 bi» 26,00 Nr. 8 21,50-22,00, fehl«« Markt« 22,60 bi» 23.00, Nr. 4 19,00 19,50, fthwre Marken 20,00 - 20,50, Roggenmehl hiesiges Nr. 0 Mk. 24,0024,50, Nr. 1 Mt 21,5022,00, Nr. S Mk. 16,50-16,00. Alle» pn 100 Rill incl. Sack loco hi«. Fu tter artikel knapp nndfest. E» nottre«: Weizenschalen Mk. 4,65-4,85, Wetzenklei« Mk. 4,65 - 4.85 Roggtnklei« 5,255,60, Futtermehl 6,00 bi» 7,00, Biertreber, getrocknet, Mk. 6,000,00 Je nach Qualität All«» per 50 Kilo netto effektiv loco hi«.

Frankfurt a. M., 1. Mai. (Viehmarkt) Der heuttge Viehmartt war mit 473 Ochsen, 36 Bulle», 774 Kühen, Rindern und Stieren. 252 Kälbern, 307 Schafen iu Hammeln, 1081 Schweinen befahren. Die Preise stellten sich wie folgt: Ochsen 1. Qual. 65- 66 Mt, 2. Qual. 60 bi» 62 Mt, Bullen 1. Qual. 53 55 Mt, 2. Qual., 48 bi» 50 Mt, Kühe, Rind« und Stiere 1. Qual. 60 - 62 Mk 2. Qualität 6667 Mt Alles per 60 Kilo Schlacht­gewicht. Kalb« 1. Qualität 76-80 Pfg., 2. Qual. 72 bi»

75 Pfg. Hämmel 1. Qual. 60-62 Pfg., 2. Qual. 63 bi»

56 Pfg. Schweine 1. Qual. 6400 Pfg., 2. Qual. 52 bi»

53 Pfg. Alles p« */> Kilo Schlachtgewicht AuS Oest«-

reich standen 104 Ochsen zum Verkauf. Geschäft schleppend» Ueberstaod ziemlich.

349.

360. 35L 352.

363.

354.

chaffen zu einem Luftkurort, und ich begreife nicht, arum nicht von Vereinen so viele schöne Plätze im 1 othaargebirge mehr aufgesucht und gepflegt werden. E n b b a ch, da» im Gegensatz zu bem alterihüm- liche» Wommelshausen fast wie neu aussieht, erlangt ur einen Haltepunkt ohne Güterverkehr. Darüber inb die Leute sehr aufgebracht und ich kann's ihnen auch nicht verdenken. Ein schönes Wiesenthal führt hinauf »ach Hartenrod. Hierher kommt die Cenrialleitung, von hier ans sollen Morgens die Züge nach beiden Setten abgelassen werde», da hier der Mittekpuntt für die Arbeiterbevölkerung ist. Machen die Wiesen in den Thälern einen prächtigen Eindruck, so sehen die Felder gar ärmlich auS. Mit vieler Mühe und manchem sauere» Schweißtropfen bestellt der kleine ßanbmann die steinigen Aecker, aber die Ernte fällt nur allzuoft kläglich au8. Doch bleiben die Leute zuftiebeu, wie denn das Salzböde- thal ein frohes, lebenslustiges Völkleiu beherbergt, dem wohl bald eine Eisenbahn zu gönnen wäre, zumal die Spatlager bei Hartenrod der Ausbeute harren und in kräftigen Angriff genommen werden sollen, sobald die Bahn kommt. Oberhalb Hartenrod schließt daS Thal ab. Wohin nun? Ja, liebe Freunde, jetzt nimmt die Bahn ihren Weg durch den Berg; sie stößt der Erde ein Loch in ben Leib. Ei» Tunnel soll das Salzbödethal mit bem Wallenfelsthal, das Hessische mit bem Nassauischen verbinbe». Vorerst müfien wir

____Alday. Heinrich, Sasserath, Math., Nikolaistr. 6.

316. Walkling, Richard, Braunschweig, Rath., Saseruen»

ftratze 28.

347. Humps, Ernst, Harmuthsachsen, Theol., Hofstadt 19.

348. Lilienfeld, Johanne», Magdeburg, Wörthstr. 10t

Anzeigen nehmen entgehn: di« Expedition dies«» Matte», dir Armon««- Burtau; von Haasenfttirr & »ogl«, Frankfurt a. M., Caffel, Magd«- q j $*M, Wim: Rudokf Mo««. Frankfurt a. M., Berlin, Munch«,, KSbe; O».

wtte, WommelShanse», Dernbach, Boüenhonr, Hülshof. Hütte besteht nm aus mehreren Häusern »b gehört theilS zu Endbach, theils zu WomrnelS- ^aufen. I» letzterem Orte befindet fich ei» schief« ^rchthurm, ,b fteivillig ob« ans Afterthum, i t ckchr zu ergründen. Thalaufwärts liegt prachtvv l Jttttten des Waldes auf herrlich« Höhe mtt schön« Erficht Dernbach mtt alt« Burg. S» war ei» ^»tziges Geschlecht, diese Dervbach«, die mtt be»________ _. .......

»Machbarteu Bitter», namentlich de» Dillenbmgern, Stattone». ES wäre ab« schade, wen» die StattonS- üchändig i» Fehde lebten. Dernbach ist wie ge- gebäube nicht besser im Stile gehalten würden, wie

544. Steel«, Adam, P°tters-Bar, Jura, . 10.

845. Coffiu, H«ury, New-Iork-City, Theol, Schloßri. 1;

346. «allaudet, Herbert, Washiugton, Universität»«

829. Hoffmann, Otto, Au«, Neustadt 24.

830. Groschaff, Wilhelm, Siege», Jura, Haspelftr. 16.

831 Frantz, Alfred, Magdeburg, Theol., Frankfurterstr. 1L

332. Jtttr, Nikolaus, Lohn», Theol', 40.

833. Ströder, Eugen, Selter», Theol. u. Phil., Grün 64.

334. Braun, Edgar, Mühlhausen, Tbeol-, Neustadt 24.

835. Schrodsdorff, Richard, Berlin, Theol., Schneiderrb. 8.

336. Strahl, Wilhelm, Wetzen»», Theol. ». Phil., Weiden- baufen 18.

837. Dellevi», Theodor, Caffel, Jura, Frankfurierstr. 16.

338 Rumpf, Friedrich, Leon. Theol., Lutherftr.

339. Riehl, Wilhelm, Borgisdorf, Theol, Nikolaistr. 9.

340. Nehmet, Gotthold, Glindow,9.

341. Engelbrecht, Carl, Gieselwerder, Haspelftr. 29.

342. Jung, Adam. Eckelsheim, Grün 16.

343. Thompson, Charte», Peterborough, Phil, Roserstr. 10»

Banberung an der projektirten Eisen- bahn Weidenhausen-Herborn.

(AuS dem Herborner Tageblatt)

Niederwalgern! Nach Weidenhauseu um- Ingen! Ich klettere heraus und begebe mich auf bie jbtie Seite bes Stationshauses, um dort am Wagen Mfzukrabcln. Doch bie Sache eilt nicht; ich nm mtt noch einen Schoppen genehmigen, um bann sächlich den Zag zu «kraxeln. Früher fuhr bet ng von Marburg aus nach Weidenhausen und hielt g nicht in Niederwalgern, weil die Gemeinde keinen ltg bauen wollte. Nachdem ab« ein neuer Ge- ntobelönig aufgekommen war, wurde die Geschichte I Ordnung gebracht und j-tzt ist Niednwalgein eine Imjteige» und Centralstation mit Restaurationsbetrieb, nsgfam, sehr langsam windet sich der Zug die isiytzLhe hinauf; eine Schnecke könnte fast ihm Bor- Mer fein. Jetzt ist er oben! Damm! Ein kleines hLMein steht da, ab« Niemand empfängt uns. gBci Männer steigen aus und laufen zum Felde mein. Sehr gemächlich. Das Häuschen soll auch «k zu dem Zwecke gebaut fein, damit die Maiburger Wem ihre Jagdreviere «reichen können, der Bauern über nicht. Lohra! Schönes Stationsgebäude, »ch geringer Verkehr. Hier haben auch viele Zi- mer ihre Heimath, wie Überhaupt diese vagabun- irenbe Gesellschaft um Marburg ziemlich verrieten m soll. In der Nähe von Lohra wirb nach Salz eschüift und man will auch schon eine Quelle ent- tit haben, was nicht unmöglich ist, da das Salz- dödkihal doch wohl seinen Namen nicht umsonst trägt. Kunshause»! Es war früher keine Halte- Htüe, ist aber jetzt eine solche nach Bedarf. Als hDfangSgebäube dient eine dreiseitige Bretterbude, ihriich einer Schießbude auf den Jahrmärkten. Sie scheint an einer Scheune befestigt zu fein. Kinder, Gänse, Hühn« drängen sich bunt durcheinander auf kr Straße an ben Zug heran unb «heben ein Wes Geschrei. ES ist zu verwunbern, baß hier richt schon längst ein großes Unglück geschehen ist. Gladenbach! Prächtiger Bahnhof mitWirthschast. Steige aus, lasse dich neben bem Gebäude in der Laude nieder und führe dir ein Frühstück in aller lbche zu Gernüthe; denn du hast Zeit. Du kannst ad) einen Abstecher nach bem etwas entfernten Gladenbach machen und du wirst noch den Zug vor- Men beim Zurückkommen. Auf dem Bähnchen

Wöchentliche Beilagen: Krcisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai«. Jllustrirtes Sonntagsblatt.

Erscheint täglich miß« an Werttagen »ach So»«- und Feiertage«.

-g?» 4 AO Quartals-Abormements-Preis bei der Expedition 2 Mk., bei alle»

JtS. IVO Postämtern 2,26 Mk. (exkl. Bestellgeld). J«sertto«8grbühr: dir ge-

Pake» Zeile »d« der« Ram, 10 Pfg., Reklame«: di« Zeil« 26 Pf».

Marktberichte.

Fra»kf»rt, 1. Mai. («etreidemarkt). Am henttg«» Wochenmartt war te» Angebot in einheimischen Brodftüchteu sottg,setzt zurückhaltend und da» Geschäft dem-

367. Jmhauftv, Anton, Baudorf, Jura, Echllhmartt 1.

' ' ~ ' Wilhelmstr. 7.

Litteratur.

V Offizinen der ehemaligen kurheffifchen Division und auch solchen unseres 11. Jägerbataillons wird es nicht uninteressant sein zu erfahren, daß demnächst die Erlebnisse eines Offiziers des kurhessifch-westphälischen Jäger­bataillons im russischen Feldzuge 18121813 im Drucke erscheinen werden. Dass.lbe rückte mit dem Kontingent des Königs Jerome Bonaparte von der Garnison Caffel aus und zeichnete fich in allen Schlachte» der Grande ArmSe auf russischem Bode» aus. Verfaffer dies« Erinnerungen ist der 1866 in Schlüchtern verstorbene Klosterrentmeister Wilhelm Lorentz, beffen fich noch manche Knrheffen als eines vielerfahrenen, äußerst kenntnißreichen unb pflichttreuen Beamten, sowie eble» Menschenfreundes unb WohlthäterS ber Armen unb Bedrängten erinnern werden. Seine Schicksale auf den russischen Schlacht­feldern unb in langwierig«, harter Kriegsgefangen­schaft waren üt der That selbst in jener ereigniß- reichen Zeit ungewöhnlich wechselvoll und schwer zu nennen. Deßhalb liebten es auch bie Offiziere b« kurheffifchen Truppen auf bem Durchmärsche burch Schlüchtnn von oder zu den Manövern, sich in der gastlichen Rlofterrenterei bei bem jovialen, redselige» und witzigen Veteranen zu Gast zu bttte», bttfelbe schwelgte bann bei solchen Gelegenheiten in enblofen Rhapsobien an» d« großen Zett und wußte burch die Anschaulichkett fein« Darstellung, gewürzt mit pikantem Humor, feine militärischen Zuhörer, theilweise noch Kriegskameraden und Leidensgefährte» zu feffeln. Schreiber dieser Zeilen hat die selbsterlebte Geschichte der napoleonischen Kriege vom alten .Onkel Lorentz" durch jahrelangen Verkehr mit demselben bester als aus Bücher» gelernt unb betrachtet die Herausgabe b« eigenhändigen Aufzeichnungen des ehemalige« jungen JägeroffizierS als einen Tribut der Dankbarkeit unb als einen nicht unwesentlichen Beitrag zur kurhesfisch-westphälische» Kriegsgeschichte.

Dr. Hkl.