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Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
V»h A»g. Koch, MrivrrfitätS-BuchdrLckrrei in Marburg. Srroiuworüich für btt RrdEiou: Redakteur M. Hartmann in Mark«»
tKpttetton; Mar» 21. - telegen 55. »tbattit*: Markt 21. - Telephon 55.
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Warburg
Freitag. 28. April 1899.
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Arbeits-Nachweis.
Die Schaffung sogenannter Arbeits - Nachweise, n Eimichtung, ihre Leitung, ihr ThätigkeitS- Jereidj usw., wird gegenwärtig in der Oeffcntlichkeit Ehast erörteit. Da kommt denn gerade eine kleine Hrist zur rechten Zett, welche die anfgeworfenen ragen vom praktischen Standpunkte aus zu be- mdeln unternimmt. Diese Schrift ist von Hermann Seit, dem Verwalter der städtischen Arbeits- tachweiS - Stelle zu Freiburg im Breisgau, verfaßt letben und verdankt ihre Entstehung einem Preis- lusschreiben, das die Redaktion der Wochenschrift Echnh und Leder" in Berlin seiner Zeit er- tsseu hatte.
Hermann Eckert unterzieht zunächst auf Grund «fassender praktischer Kenntnisse die gesammten zum decke der Arbeits - Vermittlung vorhandenen Ein dHtungen einer gründlichen Musterung. Er schildert e .Umschau" der Arbeitsuchenden in den Zunft - erbergeu, die Arbeits-Nachweise der Innungen und srbustiiellen-Vereinigungen wie der Gewerkschaften, k private Thätigkeit gewerbsmäßiger Stellen- eruiMer, endlich die gemeinnützigen und städtischen rbM> Nachweise. Nach reiflicher Erwägung aller 1 Betracht kommenden Punkte aber gelangt er zu «i Vorschläge, die Arbeits-Vermittlung für sämmt- he Berufe in den communalen Arbeits. Nachweisen »ceutralisiren.
Derartige Anstalten sollen jedoch ihre Thätigkeit A blos auf den Stadtbezirk und die städtischen Mfsarten beschränken. Eckert will vielmehr — ■b. hierin scheint uns der Hauptoorzug seiner Rath- Eäge zu liegen — die Vortheile einer schnellen >d zweckdienlichen Arbeits-Vermittlung auch dem
(Nachdruck verboten.)
Glück aus!
Roman aus dem Harze von O. Elster.
(Fortsetznag.)
-Ah, willkommen, Prado!" rief man dem @in= ^uden entgegen. „Das hast Du recht gemacht, « Du Deine alten Freunde nicht vergißt! Du $ leben, altes Haus! Hier setz' Dich her und "F das Glas zur Hand. — Es lebe die Freund- W, es lebe die Liebe!"
wurde jubelnd von den allen Kommilitone» ^gt, die ihm die Hände und die Gläser entgegen« 1 kkteu.
Ehe er stch's versah, saß er i« dem Kreise der pichen Burschen. Nur einer hatte ihm die Hand «ltgrgengestreckt, John Lee, besten laute Lustig- ^ plötzlich einem mürrischen Schweigen Platz ge- hatte.
®«r manches gab eS zu erzählen, denn eS war V, Jahr, daß man sich nicht gesehen hatte. Fflerschütternbe Eretgntste allerdings waren in diesem kreise nicht vorgefallen, aber kleine Abenteuer w lche Stoff zum Lachen und Scherzen gaben, ^schwarze Krauskopf dort hatte mit einem Nachtet« einen Streit gehabt, der ihm 5 Tage Starcer ■^tragen hatte. Jener blonde Jüngling schwärmte £ fit eine andere Liebe nnd dieser, da hatte fich auf ernsthafte Weise verlobt. Schließlich kam ’ Gespräch auf die morgen stattfindende Aufführung e H-rmonie.
.31°", tief man, „Frederigo, Du wüst ja auch r8tR fein. Du wirst Augen mache», Deine Braut t wirklich zum Verlieben aus in ihrem zarte» Gewände mit dem Schneeglöckchenkranz in dem
platten Laude zu Gute kommen lasten. Von vornherein nimmt er den durchaus richtigen Stand- punll ein, daß es der gedeihlichen Entwicklung einer Arbeits-Nachweis-Anstalt nur förderlich sein kann, wenn Re ihr Arbeitsfeld über die engen Grenzen eines städtischen Weichbildes hinaus ausdehnt. Hierdurch wird die Möglichkeit einer größeren Auswahl unter den Stellen sowohl als auch den Arbeitsuchenden geschaffen, was dann wieder eine eingehendere Berücksichtigung der verschied nen Sonder« wünsche ermöglicht.
Nur s» kann ferner dem ungesunden Zuge der Arbeiter vom Laude nach den Städten einigermaßen entgegengearbeitet werde». Eine kommunale Arbeits- Nachweis-Stelle, die wirklich ihrem Zwecke als social- politische Wohlfahrts-Einrichtung gerecht werde» will, hat nach EckertS zutteffender Betonung an erster Stelle einen regelrechten Ausgleich zwischen Stadt und Land avzustreben und darauf zu achte», daß her Zustrom ländlicher Arbeiter möglichst wieder nach dem Laude zurückgeleukt werde. Bei der stetig wachsenden Bevorzugung städtischer Arbeit dürfte diese Aufgabe der Arbeits. Nachweise zwar äußerst schwierig sein, aber das Ziel muß festgehalten werden.
Außerordentlich interessant find endlich die that- sächlichen Mittheilunge», die Eckert aus seiner Erfahrung heraus über die Organisation und de» Geschäftsgang bei der Freiburger Arbeits-Nachweis- Anstalt macht. Nur darin fordern seine Erörterungen berechtigten Widerspruch heraus, daß er eine aus der gleichen Zahl von Arbeitgebern und Arbeitnehmern bestehende Verwaliung für die unumgängliche Bedingung ersprießlichen Wirkens kommunaler Arbeits- Nachweise erklärt. Wen» man hiermit das Interesse der gewerkschaftlich organisterte» Arbetter für die kommunale» Arbeits-Nachweise zu gewinne» trachtet, so ist dies ein Jrrthum. Die im Banne der Socialdemokratie stehende Arbeiterschaft hält, wie aus verschiedenen Kundgebungen der letzten Zeit unzweideutig hervorgeht, an den im einseitigen polittschen Kampfes- Jnteresse verwalteten Arbeits-Nachweisen der Gewerkschaften unbedingt fest und lehnt jedes paritätische Zusammenwirken ab. Eine ängstliche Rücksichtnahme nach dieser Selle hin erscheint daher ganz und gar verfehlt.
Umschau.
Die „Frankfurter Zeitung" veröffent- licht in ihrer Nummer 113 einen Artikel, welcher von der Voraussetzung ausgeht, daß der bisherige Herr Unterstaatssekretär im Finanzministerium, Wirkliche Geh. Rath Meinecke aus seinem Amte als Präsident des DiSeipltnarhofeS für nichtrichterliche Beamte auSfcheidet. Diese angebliche Thalsache wird mit dem Ergebnisse des
In diesem Augenblick ward heftig ein Stuhl zu« rückgeschoben, John Lee erhob fich und verließ mit fargem Gruß das Zimmer, indem er die Thür dröhnend hinter fich zuschlug.
Erstaunt blickte Frederigo auf. „WaS hat nur John?' fragte er. „Er ist den ganzen Abend, so merkwürdig gewesen.
Eine verlegene Pause trat ein. Die Freunde blickten schweigend zur Erde, dann platzte ein junger „Fuchs' unvorsichtig heraus:
„Nun Mister John wird fich ärgern, daß er morgen nicht der Cavalier Ihrer Braut sein kann. Er weicht ja sonst nicht von der Seite Fräulein Slla'S".
„Schweig, Fuchs, mll Deinem dummen Geschwätz", herrschte ein alter Barsche den erschreckte» Jüngling an, „nnd »eil Du so vorlaut gewesen, trinkst Du einen Ganzen pro poena!"
Der verdutzte „Fuchs" „kletterte gehorsamst in die Kanne".
Erschreckt hatte Frederigo die Worte des jungen Studenten gehört. I» seinem Herzen stieg der Ser» dacht wieder empor, der ihn heute schon öfters den», ruhigt hatte, daß Ella ein falsches Spiel mit ihm treiben könne. Er vermochte nicht mehr ftöhlich unter den Fröhliche» z» fei», schützte Ermüdung durch die Reffe vor u»d begab fich auf fein Zimmer.
Aber selbst im Traum verfolgte ihn der unselige Gedanke, daß Ella falsch sei» köuvte. Die ganze Nacht rang er in schweren Träume» und erwachre am andere» Marge» körperlich zerschlagen und in miß- mnthiger Stimmung. Und wunderbar, inmitten der häßliche» Träume war ihm plötzlich da» lichte Bild der fünften Fredda erschiene». Ihr Antlitz war bleich und ttaurig gewesen, ihre Ange» hatte» ihn mllleid»» voll angeblickt, doch als er sehnend die Arme »ach
Disciplinarversahrens gegen den Professor der Berliner Universität Dr. Delbrück tu Zusammenhang gebracht und von einer „Bloßstellung" gesprochen, die sich das königliche Staatsministerium hierbei zugezogeu habe. Endlich wird die Annahme ausgesprochen, daß die Absicht bestehe, den P r ä fi b e n t e n d e s Oberverwaltungsgerichts auch an die Spitze des Disciplinarhofes für nichttichterliche Beamte zu berufe», um so vermittelst einer „Personalunion der Präsidien" eine „schärfere Richtung des Kampfes gegen den Umsturz" zu ermögliche». Die Voraussetzungen wie die Schlußfolgerungen des Artikels sind, so schreibt die „N. 8. Ztg.", gleich fasch. Denn
1. Davon, daß der Ausfall des DiSciplinarver- fahrenS gegen Herrn Professor Delbrück dem Staats Ministerium Anlaß zu irgend welchen besonderen Erwägungen geboten hätte, kann schon deß- halb nicht die Rede sei», weil eine Berufung gegen daS Urtheil des Disciplinarhofes nicht eingelegt worden ist.
2. Die grundlegende Voraussetzung des Artikels trifft nicht zu, da der Herr Wirkl. Geh. Rath Excellenz Meinecke allerdings aus feinem Amte als Unter ft aat8felretär im Finanzministerium, keineswegs aber von demjenigen eines Präsidenten des Disciplinarhofes für nichtrichterliche Beamte zurückgetreten ist.
3. Alle Vermuthungen über Neubesetzung des Präsidiums des Disciplinarhofes für nichttichterliche Beamte, mithin auch die Behauptung von einer beabfichttgten „Personalunion" find völlig haltlos, da der angeblich neu zu besetzende Poste» überhaupt nicht vacant ist.
k ~ Im ttu8 w äTt+g tir am tr liegen jetzt in Berlin die bis zum 23. v. M. reichenden schriftlichen Berichte des Kommandanten des „Falke" vor, welche fich über das wahre Verhültniß zwischen den deutschen und den fremden Marinevertretern vor Apia äußern. Korvettenkapitän Schönfelder berichtet u. A.: „lieber die Veihältnisse vom Offizierkorps und Besatzung S. M. S. „Falke" zu den Engländern und Amerikanern sind die wüstesten Gerüchte verbreitet worden, und gerade einige Landsleute werden nicht müde, durch Schüren solcher Gerüchte eine Verhetzung zwischen Offizieren und Mannschaften herbeizusühren. In Wirklichkeit ist das Verhültniß zwischen Kommandanten und Offizieren ein durchaus höfliches und entgegenkommendes. Trotz des angestrengten Wacht- dieustes betheiligie fich Kapitän Sturdee beim Be- gräbniß des Obermatrosen Vichl mit einer Deputatton von 1 Offizier und 16 Mann. Admiral Kautz hißte Flagge »nd Gösch Halbstocks. Sttelligkeiten zwischen meiner Mannschaft und den Engländern und Amerikanern find nicht vorgefallen. Bei gelegentlichem
ihr ausstreckt, war ihr Bild in Dunst und Nebel zerronnen.
Doch er wollte fich durch den Eindruck der eitlen Träume nicht beeinflussen lasse» und vor Allem wollte er Ella auf das bloße Gerede eines unerfahrene» JüoglingS hi» »icht vernrtheile».
Rasch erhob er fich, tauchte feine» heißen Kopf in das kalte Waffer, kleidete fich schnell an und verließ eilig das Hotel, nachdem er eine Tafle starken schwarzen Kaffee getrunken, um die letzten Spuren eines leichten Kopfschmerzes zu vertteiben. Er wollte de» Juwelier auffnche», um Ella gleich am ftüheu Morgen mit feinem neuen Geschenk zu überraschen.
Diensteifrig legte ihm der Juwelier, welcher Frederigo von ftüher her als guten Käufer kannte, feine Kostbarkeiten vor. Ein großes Kreuz mit herzförmigem Stein in der Mitte gefiel Frederigo besonders und er bat den Goldschmied, ihm dies Kreuz i» ein hübsches Etuis zu legen.
„Sehr wohl, Herr Prado," entgegnete der Goldschmied, indem er das Kreuz i» da« Etuis legte und in Seidenpapier einschlug. „Sie haben noch immer den guten soliden Geschmack. Ihre Fräulein Braut wird fich gewiß sehr freuen, obgleich . . . ."
Der Juwelier unterbrach sich hustend, als sei er in Begriff gewesen, ein unvoifichtigeS Wort zu sagen.
Prado hatte jedoch bemerft, daß ein leises spöttisches Lächeln deS Mund des Mannes nmspiette. Sei» Mißttane» erwachte aufs Nene und er sprach ziemlich barsch:
„WaS soll dar heißen? War soll dieser To» behexten, in dem Sie von meiner Braut sprechen?"
„Aber ich bitte, Herr Prado! Wie sollte ich dazu komme», über Fräulein Ebeling zu sprechen? Ihre Fräulein Brant ist eine reizende junge Dame, da kann man e» den junge» Herren doch nicht verdenke»,
Zusammentteffe» waren die militärischen Angehörige» der drei Nationen über die herrschenden Gerüchte empört. Auch bei gelegentlichem Zusammentreffen von Kommandant und Offizieren S. M. S. „Falke" mit den englischen und amerikanischen Offizieren und Konsuln werden die gesellschaftliche» Forme» durchaus gewahrt. Am 15. d. M., Mittags 1 Uhr, begannen „Philadelphia", „Porpoffe" und „Royalist" die Beschießung der Mataafa«Leute in ihren Stellungen rings um Apia. Eine der ersten Granaten der „Philadelphia" »och den Motaafa- Leute», auf Apia-Berg gerichtet, explodirte zu ftüh, und ein Sprengstück schlug in das deutsche Konsulat, welches ohne Benachrichtigung geblieben und noch bewohnt war. Ich sandte sofort einen Offizier zum Admiral Kautz mit der Mittheilung, daß das deutsche Konsulat nicht geräumt wäre, daß seine Geschosse dort eivgeschlage» wäre», und bat ihn, daS Feuer über Apia hinweg einzustellen, bis die Deuffche» in Sicherheit wären. Admiral Kantz sagte dem betreffenden Offizier, daß er auf meine Angabe hin nicht mehr über Apia schießen werde. Am nächsten Tage sandte er den Flaggleutnant z» mir und drückte sein Bedauern über den Vorfall aus. Am 16. d. M. hat Admiral Kautz Anordnungen getroffen, daß Offiziere und Mannschaften in Uniform stets ungehindert passieren können. Die amerikanischen Posten verhalten sich durchaus entgegenkommend".
Eine Berliner Zeitung bringt anläßlich des Mordprozesses Guthmann die Nachricht, daß im Jahre 1856 ein gewisser Puttlitz in Berlin unschuldig hingerichtet worden fei. Diese Mittheilung, welche bereits int Jahre 1891 in ber» schiedeneu Berliner Blättern zu lesen war, hat damals im „Reichs- und Staats-Anzeiger" die nachfolgende amtliche Widerlegung gefunden: „Puttlitz ist für überführt erachtet worden, am 18. März 1855 zu Berlin die unverehelichte Schneiderin Dorothea Storbeck ermordet zu haben. Am 21. März verhaftet, hatte er drei Tage darauf vor der Polizeibehörde ein Ge- stäodniß abgelegt und dasselbe am 26. März dem Untersuchungsrichter gegenüber dahin wiederholt, daß er die Storbeck in Verfolg eines zu Thätlichkeiten gelangten Wortstreits mit der Hand erwürgt und sie bann aufgehängt habe. Abgesehen von diesem Geständniß, war die Thäterschaft des Puttlitz auch durch andere Beweise dargethan. Da außerdem erwiesen wurde, daß Puttlitz die Getödtete beraubt, daß er ferner den Sttick, an welchem er sie aufge- kuüpft, mit zur Stelle gebracht und sich bereits j mehrere Tage vor der That diesen Sttick angeschafft hatte, so konnte auch darüber kein Zweifel obwalten, (baf$ die That als ein mit Ueberlegnng aus geführter . Mord anzusehen war. Davon, daß in den achtziger Jahren ein ehemaliger Schutzmann Dreher einge«
wenn sie Fräulein Ebeling feiern und umschwärmen. Aber ich bitte nochmals nm Vergebung, wem meine Worte Sie verletzt haben sollten. ES lag sicherlich nicht in meiner Absicht."
„ES ist gut," entgegnete kurz Frederigo, legte den Preis für das Kreuz auf den Ladentisch und entfernte fich rasch.
Ein häßliches, peinliches Gefühl quoll in seinem Herzen auf. Was sollten alle diese Andeutungen! Ein Geheimuiß muß hinter ihnen stecken, ein Ge« heimniß, welches feine Liebe in Gefahr brachte.
Mit raschen Schritten eilte er nach dem Hause des Majors. In Ellas Augen wollte er lese», daß alle feine Befürchtungen eitel und nichtig waren.
Schöner und strahlender denn je trat ihm Ella entgegen und bot ihm die rothen Lippen zum Morgenkuß.
„Ich »ar gestern mißgestimmt, lieber Frederigo," sprach fie mit liebenswürdigem Lächeln, „bergieb Deiner kleine» unartigen Ella."
Zärtlich schloß er fie in die Arme. Nein, nein, diese Augen, diese kindlich lächelnde» Lippe», fie tonnte» nicht lügen!
„Sprich nicht mehr von gestern, mein süßer Schatz" entgegnete er da»». „Du hattest Recht, mir böse zu sein, eS war thöricht von mir, Dich überreden zu wollen, dem Vergnügen heute Abend zu entsage». Und sieh, hier habe ich Dir auch ein anderes kleines Geschenk mttgebracht."
Mit hastiger Freude öffnete Ella da» Etui. Ei» Schatteu der Enttäuschung trübte einen Augenblick ihr frisches Gefichtchen, doch dann sah fie lächelnd zu ihrem Bräutigam auf und sagte:
„Ein Kreuz! Gewiß, ist eS schön, aber weißt Du nicht, daß fich Brautleute eigenüich kein Kreuz schenke» sollte» — doch waS schwatze ich da! (Forts, f.)